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Neu erschienen: Überblick zu invasiven Landwirtschaftsschädlingen von Harald Hildebrandt

News zu nichtheimischen (gebietsfremden und zum Teil invasiven) und zu rückkehrenden Tierarten werden immer häufiger.

Dieser mit über 470 Seiten bisher umfangreichste Überblick zu gebietsfremden (darunter auch invasiven) Landwirtschaftsschädlingen erfasst im Register mehr als 670 Tierarten!

Als invasiv gelten Tierarten dann, wenn sie mit menschlicher Hilfe in für sie neue Lebensräume gelangen, sie sich dort ausbreiten und das sich wiederum auf heimische Arten auswirkt – zum Beispiel, indem sie um Nahrung und Lebensräume konkurrieren. Im schlimmsten Fall können sie heimische Ökosysteme gefährden.

Allein in den USA sind etwa 50.000 nichtheimische Pflanzen- und Arten eingeschleppt worden und haben sich hier etabliert. Dazu zählen: Europäische Schweine, Stare & Sperlinge, asiatische Pythons & Insekten, südamerikanische Echsen & Ameisen und sogar Affen. Bereits im Jahr 2002 wurden vom National Research Council in den USA Schäden in der Land- und Forstwirtschaft durch invasive Arten auf bis zu 100 Mrd. US $ pro Jahr geschätzt. In einem „worstcase“-Szenario wurden für 15 weitere „Exoten“ zukünftig bis zu 134 Mrd. US $ mögliche durchschnittliche jährliche Schäden geschätzt.
In Kolumbien gibt es eine freilebende Population von „Nilpferden“, die das dortige Ökosystem durcheinander bringt und auch aus Australien und Neuseeland wird von der Gefährdung der einzigartigen heimischen Fauna & Flora durch eingeschleppte invasive Tierarten berichtet.
Große Probleme in dieser Hinsicht bereiten in Deutschland der Waschbär und der Ochsenfrosch, die beide aus Nordamerika stammen. Neuerdings macht in Deutschland auch der eingewanderte Goldschakal von sich Reden, der erst jüngst auf Sylt mehr als einhundert Schafe und Lämmer riss.
Insbesondere in Deutschlands Süden (Bayern, Baden-Württemberg) beeinträchtigen eingewanderte oder eingeschleppte Insekten schon jetzt in starkem Maße die Rüben-, Kartoffel- und Maisernte – auch Frankreich beklagt hohe Kosten durch invasive Schädlinge der Primärproduktion (in Land- und Forstwirtschaft und Fischerei).
Die freilebenden Kängurus bei Paris sind dagegen eine Touristenattraktion – ebenso wie in Deutschland die freilebenden Flamingos (NRW) und Nandus (Mecklenburg).

Brandneu erschienen: Überblick zu invasiven Landwirtschaftsschädlingen von Harald Hildebrandt
Überblick invasive Landwirtschaftsschädlinge von Harald Hildebrandt

Davor schon erschienen: Überblick zu invasiven Meerestieren von Harald Hildebrandt
Überblick invasive Meerestiere von Harald Hildebrandt

Als in der Landwirtschaft gefährliche Neozoen werden (zum Teil auch für die Länder der EU) angesehen:
– invasive Maisschädlinge wie Westlicher Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera) & Maiszünsler (Ostrinia nubilalis),
– weitere bedeutende invasive Schädlinge im Getreideanbau wie Bunte Brachzirpe (Euscelidius variegatus), Reiskäfer (Lissorhoptrus oryzophilus) und Getreidekapuziner (Rhyzopertha dominica),
– invasive Hackfruchtschädlinge wie Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata), Schilf-Glasflügelzikade (Pentastiridius leporinus), Guatemala-Kartoffelmotte (Tecia solanivora),
– invasive Weinschädlinge wie Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae), Amerikanische Rebzikade (Scaphoideus titanus), Gepunktete Laternenträgerzikade (Lycorma delicatula),
– Baum-/Strauch- und Fruchtschädlinge im Gartenbau wie Asiatischer Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis),
Citrusbockkäfer (Anoplophora chinensis)
Wollige Napfschildlaus (Pulvinaria regalis)
Kirschessigfliege (Drosophila suzukii)
– invasive Bienenschädlinge wie Varroamilbe (Varroa destructor), Asiatische Hornisse (Vespa velutina), Kleiner Beutenkäfer (Aethina tumida), Tropilaelaps-Milben,
– invasive Gewächshausschädlinge wie Gewächshausmottenschildlaus / „Weiße Fliege“ (Trialeurodes vaporariorum), Tabakmottenschildlaus (Bemisia tabaci), Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella), Melonenthrips (Thrips palmi), Auberginenfruchtbohrer (Leucinodes orbonalis), Orchideenwickler (Duponchelia fovealis),
– universelle invasive Schädlinge, Asiatischer Marienkäfer (Harmonia axyridis), Japankäfer (Popillia japonica), Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys), Grüne Reiswanze (Nezara viridula), Baumwollkapselwurm (Helicoverpa armigera), Herbst-Heerwurm (Spodoptera frugiperda), Mittelmeerfruchtfliege (Ceratitis capitata)
– invasive Ameisen & Termiten,
– invasive Vögel wie Gemeiner Star (Sturnus vulgaris), Haussperling (Passer domesticus), Rotsteißbülbül (Pycnonotus cafer), Rotohrbülbül (Pycnonotus jocosus), Glanzkrähe (Corvus splendens), Blutschnabelweber (Quelea quelea) oder invasive Papageien,
– invasive Säugetiere wie Razorbacks & Kaninchen sowie
– invasive Schnecken und Würmer!

Als gefährliche Neozoen werden (zum Teil auch für die Länder der EU) angesehen:
– invasive Maisschädlinge wie Westlicher Maiswurzelbohrer, Maiszünsler
– weitere invasive Schädlinge im Getreideanbau wie Bunte Brachzirpe, Reiskäfer, Getreidekapuziner
– invasive Hackfruchtschädlinge wie Kartoffelkäfer, Schilf-Glasflügelzikade, Guatemala-Kartoffelmotte
– invasive Weinschädlinge wie Reblaus, Amerikanische Rebzikade, Gepunktete Laternenträgerzikade
– invasive Baum-/Strauch- und Fruchtschädlinge im Gartenbau wie Asiatischer Laubholzbockkäfer, Citrusbockkäfer, Kirschessigfliege, Maulbeerschildlaus, Wollige Napfschildlaus, Rote Austernförmige Schildlaus
– invasive Bienenschädlinge wie Varroamilbe, Asiatische Hornisse, Kleiner Beutenkäfer, Tropilaelaps-Milben,
– invasive Gewächshausschädlinge wie Gewächshausmottenschildlaus / „Weiße Fliege“, Tabakmottenschildlaus, Kohlmottenschildlaus, Melonenthrips, Auberginenfruchtbohrer, Orchideenwickler
– universelle invasive Schädlinge wie Asiatischer Marienkäfer, Japankäfer, Marmorierte Baumwanze, Grüne Reiswanze, Baumwollkapselwurm, Herbst-Heerwurm, Mittelmeerfruchtfliege
– invasive Ameisen & Termiten,
– invasive Vögel wie Gemeiner Star, Haussperling, Rotsteißbülbül, Rotohrbülbül , Glanzkrähe , Blutschnabelweber oder invasive Papageien,
– invasive Säugetiere wie Razorbacks & Kaninchen sowie
– invasive Schnecken und Würmer!

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Tags:

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Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Dr. Harald Hildebrandt
Herr Dr. Harald Hildebrandt
Lohmestraße 5
13189 Berlin
Deutschland

fon ..: 017629470612
web ..: https://www.amazon.de/dp/B0G1KWT1FB
email : autor@dr-harald-hildebrandt.de

„Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.“

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Dr. Harald Hildebrandt
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Rinderhaltung im Anhänger beendet: Erfolg nach ANINOVA-Anzeige in Fischach

Nach Veröffentlichung von Bildmaterial und Anzeige durch ANINOVA wurde eine umstrittene Rinderhaltung in einem Anhänger in Fischach beendet. Die Organisation kritisiert behördliches Zögern.

BildDie umstrittene Rinderhaltung in einem Anhänger in Fischach im Landkreis Augsburg ist nach Angaben der zuständigen Behörde inzwischen beendet worden. Dies teilte die Behörde auf Nachfrage mit. Zuvor hatte die Tierrechtsorganisation ANINOVA Bildmaterial veröffentlicht und eine Tierschutzanzeige erstattet.
Die Aufnahmen vom 17.02.2026 zeigten mehrere Rinder in einem Anhänger, der offenbar zur Tierhaltung genutzt wurde. Die Bilder dokumentierten aus Sicht der Organisation erhebliche Mängel, darunter ein zu geringes Platzangebot, fehlende trockene Liegeflächen, starke Verschmutzungen sowie keine erkennbare dauerhafte Wasserversorgung.

Nach Angaben der Behörde war die Haltungsform bereits seit Oktober 2025 bekannt und wurde in dieser Zeit auch kontrolliert. Dennoch bestand die Tierhaltung über mehrere Monate hinweg fort.
Erst nach der Anzeige und der öffentlichen Berichterstattung wurde die Haltung auf dem Anhänger nun beendet.

„Dass die Tiere nicht mehr in dem Anhänger gehalten werden, ist ein wichtiger und richtiger Schritt“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Das zeigt, dass Hinweise aus der Bevölkerung, Bildmaterial und öffentlicher Druck dazu beitragen können, Missstände zu beenden.“

Gleichzeitig kritisiert die Organisation, dass die Haltung über einen längeren Zeitraum bestehen konnte. „Die Zustände waren aus unserer Sicht klar tierschutzwidrig. Umso unverständlicher ist es, dass diese Form der Unterbringung über Monate hinweg toleriert wurde“, so Peifer.

ANINOVA hat im Zusammenhang mit dem Fall zudem Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Augsburg gegen den verantwortlichen Tierhalter gestellt.
Der Fall zeigt aus Sicht der Organisation erneut, dass Missstände in der Tierhaltung häufig erst durch Hinweise aus der Bevölkerung oder durch zugespieltes Bildmaterial bekannt werden.
„Solange Tiere als Produktionsmittel betrachtet werden, sind solche Zustände leider keine Einzelfälle“, so Peifer weiter. „Wer Tierleid vermeiden möchte, kann dies am effektivsten durch eine pflanzliche Lebensweise.“

Weitere Informationen hier.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland

fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org

Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org

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Herr Jan Peifer
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Bauernhofurlaub.de veröffentlicht eigenen Song: „So klingt Bauernhofurlaub“ – Hommage an Gastgeberhöfe

Am 24.02.2026 veröffentlicht Bauernhofurlaub.de den Bauernhofurlaub-Song – eine musikalische Hommage an Hofleben, Landwirtschaft und Familienmomente

BildBauernhofurlaub ist mehr als eine Reiseform: Es ist das Kribbeln vor den Ferien, der erste Schritt in den Stall, der Duft von Heu – und dieses besondere Gefühl, wenn Landwirtschaft, Familie und Natur zusammenkommen. Genau dieses Bauernhofgefühl bringt Bauernhofurlaub.de, das führende Portal für authentische Bauernhofurlaube im deutschsprachigen Raum, nun erstmals in Musikform auf den Punkt: Am 24.02.2026 erscheint der Bauernhofurlaub-Song und wird veröffentlicht.

Der Song ist als Wertschätzung gedacht – für die Menschen auf den Höfen, für ihre tägliche Arbeit und für das, was Gäste bei einem echten Bauernhofurlaub erleben. Statt Werbesprache steht eine klare Botschaft im Mittelpunkt: Der Song macht Landwirtschaft erlebbar, lässt Tradition und Regionalität klingen und fängt Familienmomente ein, wie sie nur auf dem Hof entstehen.

Ein Lied, das Bauernhofmomente einfängt

Der Bauernhofurlaub-Song erzählt von genau den Augenblicken, die Gäste immer wieder nennen – und die Gastgeberhöfe jeden Tag möglich machen:

– das Kribbeln kurz vor der Abfahrt in die Ferien
– der Duft von Heu, der sofort dieses „Endlich da“-Gefühl auslöst
– das erste Ponyreiten mit klopfendem Herzen
– Traktorfahrten und Geschichten aus dem Hofalltag
– warme Eier direkt aus dem Nest
– Bienen-Summen und Honig, der nach Sommer schmeckt
– Trauben pflücken, die in der Sonne glänzen

So wird aus Vorfreude ein Ohrwurm – und aus Hofalltag eine kleine musikalische Hommage.

„Echter Bauernhofurlaub ist unser Herzschlag“

„Echter Bauernhofurlaub ist unser Herzschlag. Mit dem Song möchten wir hörbar machen, was unsere Gastgeberhöfe auszeichnet: aktive Landwirtschaft, echte Regionalität und gelebtes Familienleben – und vor allem die tägliche Leistung der Bäuerinnen und Bauern“, sagen Stefanie und Stefan Boos, Landwirte und gemeinsame Geschäftsführer von Bauernhofurlaub.de. „Bauernhofurlaub ist mehr als Ferien – er ist Gefühl. Genau dieses Gefühl haben wir in Musik verpackt: als kleine Hommage an die Höfe, die mit ihrer täglichen Arbeit Bauernhofurlaub überhaupt erst möglich machen.“

Was der Song für Gastgeberhöfe bedeutet

Der Song ist zugleich ein emotionaler Türöffner für Familien, Paare und Alleinreisende: Er sorgt für Gesprächsstoff, macht Lust auf Landluft – und lenkt Aufmerksamkeit auf das, was Gäste suchen: Urlaubserlebnisse mit echtem Hofbezug. Für unsere Partnerhöfe bedeutet das vor allem eins: mehr Interesse, mehr Anfragen, mehr direkte Kontakte – die Buchung entsteht anschließend wie gewohnt direkt zwischen Gast und Hof.

Veröffentlichung am 24.02.2026

Der Bauernhofurlaub-Song erscheint am 24.02.2026. Ab diesem Datum ist er auf der Website von Bauernhofurlaub.de sowie über die offiziellen Kanäle des Portals abrufbar.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Boos Onlinemarketing GmbH & Co. KG
Herr Stefan Boos
Forggenseestraße 1
87669 Rieden am Forggensee
Deutschland

fon ..: +49 8362 9303622
fax ..: +49 8362-9303623
web ..: https://www.bauernhofurlaub.de/
email : service@bauernhofurlaub.de

Bauernhofurlaub.de ist das führende Portal für authentische Ferien auf aktiven Bauernhöfen im deutschsprachigen Raum. Seit über 25 Jahren verbindet das von der Landwirtsfamilie Boos geführte Unternehmen echte Bauernhöfe mit Urlaubssuchenden – vertrauensvoll, nachhaltig und mit echter Nähe zur Landwirtschaft.

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ÖDP macht sich in Berlin für Tierschutz und Biolandbau stark

Bauwagen wirbt im Regierungsviertel für Biobauern

BildEin Wochenende im Zeichen des Tierschutzes: Gleich zwei Veranstaltungen am Rande der Landwirtschaftsschau „Grüne Woche“ in Berlin nutzte der Bundesvorstand der _Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – Die Naturschutzpartei)_ zu Gesprächen und zum deutlichen „Flagge zeigen“ für mehr und besseren Tierschutz in Ställen, auf Weiden oder im Schlachthof. Beim Empfang des _Deutschen Tierschutzbunds_ trafen Parteichef Günther Brendle-Behnisch und seine Stellvertreterin Kirsten Elisabeth Jäkel neben Tierschutz-Präsident Thomas Schröder auch die neue Tierschutzbeauftragte des Bundestags, Silvia Breher zum Austausch über die Verbesserung von Haltungsbedingungen und das neue Tierschutzlabel als Orientierungshilfe für Verbraucherinnen und Verbraucher. Tags darauf zogen beide mit vielen weiteren engagierten _ÖDP_-Aktiven gleich mehreren Landesverbänden der Partei durchs Regierungsviertel in Berlin. Bei der „Wir haben es satt“-Demonstration zeigten sie Haltung. Gemeinsam mit einigen Tausend traten sie bei der alljährlichen Demonstration als Kontrapunkt zur Leistungsschau der Agrarindustrie für eine Stärkung des Ökolandbaus, gesunde Lebensmittel, und gerechte Preise für Lebensmittel ein. Unterstützung erhielt die _ÖDP_ dabei erneut durch den Demokratie-Bauwagen der Naturschutzpartei. Er war als eines optischen Highlights erneut eine der Attraktionen des Zugs durch Berlin. So konnte die ÖDP ihr Eintreten für eine bessere Lebensmittelproduktion deutlich sichtbar vertreten.

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Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
Herr Gerd Pfitzenmaier
Pommergasse 1
97070 Würzburg
Deutschland

fon ..: 0172-9225161
web ..: https://www.oedp.de/aktuelles/pressemitteilungen
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Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) wurde 1982 als Bundespartei gegründet. Die ÖDP hat derzeit bundesweit ca. 7000 Mitglieder und über 520 Mandatsträger auf der Gemeinde-, Stadt- und Kreisebene, ist in Bezirkstagen vertreten, stellt 18 Bürgermeister und stellv. Landräte und ist seit 2014 auch im Europäischen Parlament vertreten.

Wer wir sind …

In der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) arbeiten Menschen, die gemeinwohlorientiert denken und handeln. Der oberste Grundsatz unseres politischen Handelns ist, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern auch solidarisch an alle Menschen auf unserer Erde und an die zukünftigen Generationen. Wir entwickeln zukunftsfähige Lösungen für Mensch, Tier und Umwelt mit dem Ziel einer lebenswerten, gerechten und friedvollen Gesellschaft. Der Grundsatz „Mensch vor Profit“ steht im Mittelpunkt unserer Politik. Wir lösen die Umwelt- und die Armutsfrage gemeinsam, indem wir ökonomische, ökologische und soziale Zusammenhänge ehrlich und weitsichtig betrachten.

ÖDP-Bundesprogramm: https://www.oedp.de/programm/bundesprogramm

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EU-Mercosur: Notwendiger Deal – falsche Kostenverteilung

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen hat die Europäische Union im Januar 2026 das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay & Paraguay unterzeichnet

Bild_Eine Bewertung zwischen Geopolitik, Industrieinteressen und Landwirtschaft_

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen hat die Europäische Union im Januar 2026 das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay unterzeichnet. Mit rund 700 Millionen Einwohnern und einer gemeinsamen Wirtschaftsleistung von etwa 22 Billionen US-Dollar entsteht damit einer der größten Handelsräume der Welt.

Aus geopolitischer und industriepolitischer Sicht ist dieser Schritt nachvollziehbar. Ja, in Teilen sogar notwendig. Aus ordnungspolitischer und freiheitlicher Perspektive wirft das Abkommen jedoch eine entscheidende Frage auf: Wer trägt die Kosten dieser Strategie und wie fair sind sie verteilt?

1. Die geopolitische Realität: Warum Mercosur für Europa wichtig ist

Europa steht vor einer tiefgreifenden Neuordnung der Weltwirtschaft. Drei Faktoren dominieren:
– Zunehmender Protektionismus der USA, insbesondere durch neue Zollregime und industriepolitische Subventionen
– Wachsende Abhängigkeit von China bei Rohstoffen, Vorprodukten und globalen Lieferketten
– Der strategische Wettbewerb um kritische Rohstoffe, insbesondere Lithium, Kupfer und seltene Metalle

Das Mercosur-Abkommen ist eine Antwort auf diese Lage.

Es sichert europäischen Unternehmen besseren Zugang zu südamerikanischen Märkten, senkt Zölle von teils über 30 % auf Industrieprodukte (z. B. Automobile, Maschinen, Chemie) und verbessert den Zugang zu strategisch relevanten Rohstoffen.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie beziffert das zusätzliche Exportpotenzial europäischer Unternehmen auf rund 39 % gegenüber dem heutigen Niveau. Studien des Ifo Institut gehen davon aus, dass ein Teil der wirtschaftlichen Verluste aus US-Zöllen durch Mercosur kompensiert werden kann.

Geopolitisch gilt daher: Wer Handelsräume nicht aktiv gestaltet, wird von anderen Mächten verdrängt.

2. Industriepolitik: Gewinner sind klar identifizierbar

Industriepolitisch profitieren vor allem:
– Automobilindustrie
– Maschinen- und Anlagenbau
– Chemie- und Pharmabranche
– energie- und rohstoffintensive Zukunftsindustrien

Für diese Sektoren bedeutet Mercosur:
– verbesserte Skaleneffekte
– stabilere Lieferketten
– geringere Markteintrittsbarrieren
– bessere Absicherung gegen geopolitische Schocks

Aus staatspolitischer Sicht ist das rational. Industrie ist das Rückgrat von Wertschöpfung, Steuereinnahmen und technologischer Souveränität.

3. Landwirtschaft: Kein Hauptziel, aber realer Kostenträger

Gerade weil das Abkommen nicht agrarpolitisch, sondern strategisch motiviert ist, muss man ehrlich benennen, wo Belastungen entstehen.

Importmengen und Marktanteile Die zollreduzierte Quote für Rindfleisch aus Mercosur-Staaten liegt bei 99.000 Tonnen jährlich.

Der EU-Rindfleischmarkt umfasst rund 6,8 Millionen Tonnen pro Jahr.
-> Das entspricht ca. 1,4 % des EU-Marktes.

Rein mengenmäßig ist das kein Marktkollaps.
Doch Märkte reagieren nicht nur auf Mengen, sondern auf Erwartungen.

4. Kostenstrukturen: Wo der Wettbewerbsnachteil entsteht

Nach Daten der EU-Kommission, der OECD und nationaler Agrarforschungsinstitute liegen die Produktionskosten in Südamerika:
– bei Rindfleisch 10-25 % unter dem EU-Niveau (stark regionsabhängig)
– bei Geflügel 15-30 %
– bei Zucker unter 20 %

Diese Unterschiede resultieren aus:
– geringeren Umwelt- und Dokumentationsauflagen
– niedrigeren Lohn- und Energiekosten
– größeren Betriebseinheiten
– klimatischen Vorteilen

Nicht aus „illegaler Produktion“, sondern aus systemisch unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

5. Erwartungseffekte und Marktpsychologie: Der unterschätzte Faktor

Auch begrenzte Importquoten erzeugen Preiserwartungen:
– Schlachtbetriebe kalkulieren vorsichtiger
– Banken bewerten landwirtschaftliche Investitionen restriktiver
– Pachtpreise geraten unter Druck
– Nachfolgeentscheidungen werden aufgeschoben
– Gerade für kleine und mittlere Familienbetriebe ist das existenziell.

6. Lebensmittelpreise und Marktmacht: Die eigentliche Schieflage

Zwischen 2020 und 2025 stiegen die Lebensmittelpreise in Deutschland um rund 33 %. Gleichzeitig zeigen Studien – u. a. der Heinrich-Böll-Stiftung und des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft:
– Die Erzeugerpreise sind deutlich langsamer gestiegen
– Vier Handelskonzerne (Edeka, Rewe, Aldi, Schwarz-Gruppe) dominieren über 85 % des Marktes
– Landwirte bleiben Preisnehmer, nicht Preisgestalter

Das Problem ist nicht Mercosur allein, sondern eine Wertschöpfungskette, in der Risiken nach unten und Margen nach oben verschoben werden.

7. Freiheits- und ordnungspolitische Bewertung

– Freihandel ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument
– Verlierer dürfen nicht verschwiegen, sondern müssen politisch berücksichtigt werden
– Strukturpolitik gehört in die Binnenpolitik, nicht auf den Rücken einzelner Berufsgruppen

Ein Staat, der strategische Industriepolitik betreibt, muss:
-Ausgleich schaffen
– Planungssicherheit gewährleisten
– faire Wettbewerbsbedingungen herstellen

Alles andere untergräbt Akzeptanz – nicht nur für Mercosur, sondern für offene Märkte insgesamt.

8. Strategie ja! Blindheit nein! Das EU-Mercosur-Abkommen ist geopolitisch nachvollziehbar und industriepolitisch sinnvoll. Es ist jedoch ordnungspolitisch unausgewogen, wenn seine Kosten einseitig bei der Landwirtschaft und im ländlichen Raum anfallen.

Freiheitliche Politik heißt nicht, Konflikte zu leugnen, sondern sie offen zu benennen und fair zu lösen.

Wer offene Märkte will, braucht:
– ehrliche Kosten-Nutzen-Abwägung
– gezielte Entlastung statt Symbolpolitik
– eine Agrar- und Wettbewerbspolitik, die Leistung belohnt statt verdrängt

Nur so bleibt Freihandel gesellschaftlich tragfähig und politisch legitim.

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen haben die EU und der Mercosur-Block ein historisches Freihandelsabkommen unterzeichnet, das rund 700 Millionen Menschen umfasst und den bereits heute 111 Milliarden Euro schweren Handel erheblich vertiefen soll. https://reuters.com/world/americas/eu-mercosur-sign-trade-deal-after-25-years-negotiations-2026-01-17/

Wirtschaftlich bedeuten die geplanten Schritte einen umfassenden Abbau von Zöllen an fast allen Warengruppen, denn 91 % der Mercosur-Zölle und 92 % der EU-Zölle sollen binnen eines Jahrzehnts fallen. https://en.wikipedia.org/wiki/EU%E2%80%93Mercosur_Association_Agreement

Geostrategisch wird der Deal als ein Signal gewertet, Europas Industrie konkurrenzfähiger in globalen Märkten zu positionieren, indem er Unternehmen Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen und niedrigere Handelsbarrieren bietet. https://atlanticcouncil.org/dispatches/eu-and-mercosur-are-creating-one-of-the-worlds-largest-free-trade-areas/

Text, Bild, Gestaltung:
Ingo Wendelken
Bildnachweis/Symbolische Illustration: EU-Mercosur als Metapher geopolitischer Deals. (KI-generierte Darstellung)

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