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Warum freigeistige Literatur mehr ist als ein Genre

Zwischen Polarisierung, Sinnsuche und schnellen Antworten gerät differenziertes Denken oft ins Hintertreffen. Der Beitrag zeigt, warum freigeistige Literatur gerade heute wichtig ist.

BildFreigeistige Literatur lässt sich nur schwer in gängige Kategorien einordnen. Sie ist weder bloß ein literarisches Genre noch eine kurzfristige Strömung. Vielmehr beschreibt sie eine Haltung: eine bestimmte Art, sich mit Welt, Gesellschaft und Menschsein auseinanderzusetzen. Diese Haltung verbindet Texte, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen mögen – philosophische Essays, religionskritische Analysen, zeitdiagnostische Betrachtungen oder ethische Reflexionen.

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass das Bedürfnis nach solcher Literatur wächst. In einer Öffentlichkeit, die zunehmend von Zuspitzung, Polarisierung und vereinfachten Deutungen geprägt ist, entsteht ein Gegengewicht dort, wo Texte nicht auf schnelle Zustimmung zielen, sondern auf gedankliche Klärung. Freigeistige Literatur will nicht überzeugen um jeden Preis, sondern zum eigenständigen Denken befähigen.

Freigeistige Literatur als Denkhaltung

Charakteristisch ist dabei der bewusste Verzicht auf einfache Antworten. Freigeistige Texte arbeiten mit Differenzierungen, sie halten Widersprüche aus und machen historische wie begriffliche Zusammenhänge sichtbar. Sie verstehen Erkenntnis als Prozess, nicht als fertiges Ergebnis. Genau darin unterscheidet sich freigeistige Literatur grundlegend von weltanschaulichen Programmen oder ideologischen Entwürfen, die Eindeutigkeit versprechen.

Zugleich ist freigeistige Literatur nicht zeitlos im Sinne von weltfremd. Sie reagiert auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, ordnet sie jedoch in größere Kontexte ein. Fragen nach religiöser Macht, individueller Freiheit, ethischer Verantwortung oder säkularer Orientierung werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Spannungsfeld von Geschichte, Philosophie und Gegenwart reflektiert. Dadurch behalten viele Texte ihre Relevanz weit über ihren Entstehungszeitpunkt hinaus.

Jenseits von Marktlogik und schnellen Wahrheiten

Unabhängige Verlage übernehmen in diesem Zusammenhang eine besondere Aufgabe. Sie sichern die Sichtbarkeit von Positionen, die sich nicht an kurzfristigen Marktlogiken orientieren, sondern an inhaltlicher Substanz. Freigeistige Literatur entsteht häufig dort, wo wirtschaftlicher Druck nicht alleiniger Maßstab ist, sondern geistige Redlichkeit und argumentative Tiefe im Vordergrund stehen.

Der Angelika Lenz Verlag versteht freigeistige Literatur daher nicht als klar abgegrenztes Segment, sondern als programmatische Grundlage. Das Verlagsprogramm folgt keiner modischen Linie, sondern einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit Fragen von Weltanschauung, Humanismus, Religionskritik und gesellschaftlicher Verantwortung. Bücher werden dabei als Denkangebote verstanden – nicht als Antworten auf Bestellung.

Freigeistige Literatur ist somit mehr als ein Genre. Sie ist Ausdruck einer intellektuellen Haltung, die Skepsis gegenüber einfachen Wahrheiten pflegt und Selbstbestimmung ernst nimmt. Gerade in Zeiten, in denen Orientierung oft mit Vereinfachung verwechselt wird, liegt ihre besondere Stärke darin, Denken nicht abzunehmen, sondern anzuregen.

Servicehinweis: Interessierte Leserinnen und Leser können die Titel des Verlags im Buchhandel oder direkt über den Verlagsshop beziehen; der Versand innerhalb Deutschlands erfolgt portofrei.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Angelika Lenz Verlag
Frau Ortrun Lenz
Beethovenstraße 96
63263 Neu-Isenburg
Deutschland

fon ..: 01701822881
web ..: https://lenz-verlag.de/
email : info@lenz-verlag.de

ALV – Angelika Lenz Verlag – das Haus für humanistische Literatur. Bücher für Freigeister, Freidenker, Freireligiöse, Humanisten, Atheisten und alle, die gerne gute Bücher lesen und weiterdenken. Wir arbeiten mit freigeistigen Autoren und Verbänden zusammen. Unser Verlagsprogramm umfasst Themen wie Humanismus, Ethik, Religionskritik, Skeptizismus, Philosophie in der Tradition der Aufklärung, aber auch Belletristik, Kinder- und Jugendbücher. Gegründet 1990.

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Siegward Sprotte – Im Dialog mit der Natur

Am Sonntag, 23. November um 11 Uhr eröffnet die Galerie Tobien in Husum die Ausstellung „Siegward Sprotte – Im Dialog mit der Natur“.

BildZu sehen ist Malerei in ÖL, Aquarell und Gouache des Sylter Künstlers, sowie ausgewählte Druckgrafik. Die Ausstellung läuft vom 23. November 2025 bis zum 31. Januar 2026

Schleswig-Holstein war für den Maler Siegward Sprotte (1913-2004) weit mehr als Heimat. Es war sein geistiger und künstlerischer Resonanzraum. Zwischen Himmel und Horizont, Wind und Wellen fand er jene elementare Erfahrung von Licht und Bewegung, die sein Werk prägte. Auf der Insel Sylt entwickelte er eine Malerei, die Natur nicht abbildet, sondern in Farbe, Rhythmus und Geste erfahrbar macht.

„Man muss sich selbst wie eine Woge bewegen – dann wird es eine Woge“, sagte Siegward Sprotte einmal. Dieser Satz fasst sein Verständnis von Kunst zusammen. Der Malende tritt mit der Natur in einen Dialog ein, der über das Sehen hinausgeht. Das Meer, die Weite des Nordens und das wechselnde Licht Schleswig-Holsteins wurden zu seinem Gegenüber, zu einer Landschaft, die antwortet.

Von der Küste ins Bewusstsein: Siegward Sprottes künstlerische Entwicklung war mit Schleswig-Holstein eng verbunden. Hier entstanden seine Studien der Natur, die ihn zu einer immer stärkeren Reduktion führten. Die Klarheit des nordischen Himmels, das stetige Fließen der Wellen und die Horizonte der Küste brachten ihn zu der Einsicht, dass Natur kein Motiv ist, sondern ein prozesshaftes Wechselspiel von Wahrnehmung, Bewegung und Bewusstsein.

In seinem Schaffen verschmolzen Malerei und Philosophie. Seine Aquarelle, Gouachen und Ölbilder wirken auf den ersten Blick spontan und leicht. Doch sie beruhen auf konzentrierter Beobachtung und einer Haltung des aktiven Sehens. In der Mappe „Abschied vom Bilde“ formulierte er diesen Gedanken programmatisch: Nicht das Abbild, sondern das Sein des Gesehenen soll sichtbar werden.

Nordische Klarheit und östliche Stille: Schleswig-Holsteins Landschaft öffnete Siegward Sprotte eine universelle Bildsprache. Hier fand er jene Weite und Leere, die ihn an asiatische Ästhetik erinnerte. So verband er westliche Maltraditionen, von William Turner bis Karl Hagemeister, mit der meditativen Einfachheit der ostasiatischen Kalligraphie. Seine „farbigen Kalligraphien“ und „Stenogramme“ entstanden oft in freier Natur, als spontane Pinselzüge, ohne Absetzen und Korrektur. Sie nehmen die Bewegung und den Rhythmus der Landschaft unmittelbar auf.

In seinen Ateliergesprächen auf Sylt führte Siegward Sprotte den offenen Dialog weiter mit Philosophen, Musikern, Schriftstellern und Wissenschaftlern. Sein Atelier wurde zu einem Ort geistiger Begegnung, an dem Kunst, Denken und Wahrnehmen zusammenfanden.

Natur als Gegenüber: Für Siegward Sprotte war Malen kein Akt der Beherrschung, sondern der Begegnung. Er sprach von einem „face en face“ mit der Natur, einem Gespräch auf Augenhöhe. Dieses Motiv zieht sich durch sein gesamtes Werk: das „Gesicht“ der Landschaft, das sich im Moment des Sehens offenbart.

In seinen Reihen „Farbfolgen schaffen Landschaft“ untersucht Siegward Sprotte die Struktur der Natur, etwa in der Abfolge von Himmel, Horizont, Meer und Strand. Diese Farben, Lichtverläufe und Stimmungen bilden die gleichbleibende Ordnung der Natur und zugleich ihre unendliche Wandelbarkeit.

Ein Künstler des Nordens: Siegward Sprotte war einer der eigenständigsten Maler Schleswig-Holsteins im 20. Jahrhundert. Sein Werk steht in der Tradition der norddeutschen Landschaftsmalerei, überführt sie jedoch in eine geistige Dimension. Schleswig-Holstein wurde für ihn zum Sinnbild einer universellen Erfahrung: das Land als offener Raum, in dem Natur, Bewusstsein und Kunst ineinanderfließen.

Seine Malerei ist damit nicht nur eine Liebeserklärung an das norddeutsche Licht, sie ist eine Einladung, die Welt neu zu sehen.

Öffnungszeiten

Montag – Freitag
10.00 bis 18.00 Uhr

Samstag
10:00 bis 15 Uhr

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Galerie Tobien GmbH
Marid Taubert
Neustadt 8-10
25813 Husum
Deutschland

fon ..: 0484164800
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email : info@galerie-tobien.de

Die Galerie Tobien ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V.. 1980 von Karin und Joachim Tobien gegründet trat 1990 seine Tochter, Marid Taubert, in das Unternehmen ein und übernahm 2010 die Geschäftsführung. Die Galerie präsentiert in bis zu 5 Ausstellungen im Jahr Werke der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst.

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Frau Marid Taubert
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Neuauflage: Mystik und Vernunft – Zwei Pole einer Wirklichkeit von Hubertus Mynarek

Mystik und Vernunft bei Hubertus Mynarek: Eine philosophische Analyse der Verbindung von Aufklärung, Naturwissenschaft und spiritueller Tiefe.

BildNach dem Zeitalter der Vernunft und der Aufklärung kommt der andere Pol des Menschseins wieder zu seinem Recht: die Mystik. In seinem Werk _Mystik und Vernunft – Zwei Pole einer Wirklichkeit_ zeigt der bekannte Religionsphilosoph Hubertus Mynarek, dass Mystik und Rationalität keine Gegensätze sein müssen, sondern sich gegenseitig ergänzen können.

Während die moderne technokratische Vernunft zur Entfremdung von Natur, Seele und Ethik geführt habe, entdecke ausgerechnet die moderne Naturwissenschaft die „mystische Tiefendimension“ neu: Albert Einstein, Carl Friedrich von Weizsäcker, Hoimar von Ditfurth oder Fritjof Capra seien nur einige der Denker, die Natur und Geist wieder miteinander verbinden.

Mynarek fordert ein Umdenken, das die rationalen Errungenschaften der Aufklärung bewahrt, zugleich aber den geistig-symbolischen, mythischen Zugang zur Welt rehabilitiert. Denn ohne Sinn, Vertrauen und Transzendenz, so Mynarek, drohe die Vernunft selbst zu verarmen und in bloße Zweckrationalität umzuschlagen.

In klar gegliederten Kapiteln behandelt der Autor Themen wie Spiritualität und Bewusstsein, Glaube als Partner der Vernunft, den Rückfall in Technokratie, ökologische Verantwortung und das Verhältnis von Mythos, Religion und Rationalität. Besonders eindrucksvoll sind die Abschnitte zur „kosmischen Weihnacht“ und zur „mystischen Tiefe der Vernunft“, in denen Mynarek die geistige Einheit von Mensch und Kosmos zu fassen sucht.

_“Der Geist aber ist nicht auslotbar, ist grenzenlos, unendlich. Daher ist auch das Abenteuer des Lebens eine Entdeckungsreise ohne Ende.“_ _Hubertus Mynarek_

Mit diesem Werk legt Mynarek eine philosophisch wie spirituell herausfordernde Synthese vor – ein Buch für alle, die nach Orientierung jenseits religiöser Dogmen und rein technischer Rationalität suchen.

_Hubertus Mynarek: _
Mystik und Vernunft – Zwei Pole einer Wirklichkeit

Erweiterte und veränderte Neuauflage 2025
Softcover | 377 Seiten | ISBN 978-3-943624-97-7 | EUR 24,90

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Heiliger Einklang aller Wesen – Schellings Naturphilosophie im Spiegel der Dichtkunst E.T.A. Hoffmanns

Der mystisch vertiefte Pantheismus Schellings nimmt in Hoffmanns poetischen Werken heitere Gestalt an.

BildZum 250. Geburtstag von Schelling ist eine Arbeit von Eckhart Pilick als ALV-Band 25 im ALV neu erschienen: „Heiliger Einklang aller Wesen – Schellings Naturphilosophie im Spiegel der Dichtkunst E.T.A. Hoffmanns“.

Eindeutig geht es sowohl Schelling als auch E.T.A. Hoffmann um die Überwindung des Dualismus von Gott und Welt. Für Schelling ist die Natur nicht geistlose Materie, sondern sichtbarer Geist, so wie Geist unsichtbare Natur ist, grenzenlose Offenbarung des Ewigen, ja dieses Ewige selbst.

Der Autor versucht, eine tiefe Übereinstimmung zwischen dem Denken des Philosophen Schelling und dem Dichten des Künstlers Hoffmann aufzuzeigen. In den Werken von E.T.A. Hoffmann kommen philosophische Grundüberzeugungen des romantischen Denkers zur Darstellung. Und Schelling war der Philosoph der Romantik. Ihn kannte jeder, er wurde von den einen als höheres Wesen verehrt und von dern andern als Inkarnation des Bösen diffamiert. Der mystisch vertiefte Pantheismus Schellings nimmt in Hoffmanns poetischen Werken heitere Gestalt an.

Auch wenn Schellings metaphysische Begründung der Ästhetik sich von derjenigen Kants unterscheidet, für den Schönheit keine Eigenschaft der Dinge ist, in denen die Idee durchscheint, so eignet sich doch dessen Analytik des Schönen aus der Kritik der Urteilskraft zum besseren Verständnis jener Aspekte der Kunstphilosophie Schellings, die in der Deutung der Werke Hoff- manns eine Rolle spielen.

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_Eckhart Pilick:_
Heiliger Einklang aller Wesen –
Schellings Naturphilosophie im Spiegel der Dichtkunst E.T.A. Hoffmanns
ALV-Band 25
Angelika Lenz Verlag

40 S. | ISBN 978-3-943624-96-0 | 7,00 EUR

info@lenz-verlag.de
0170 1822881

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Neuveröffentlichung: „Der postsowjetische Mensch“ von Mykhailo Minakov

„Der postsowjetische Mensch“, das neue Buch des Philosophen und Politologen Mykhailo Minakov, ist bereits 2024 beim ibidem-Verlag auf Englisch erschienen. Nun ist es in deutscher Sprache verfügbar.

BildDas neue Buch des renommierten Philosophen und Politikwissenschaftlers Mykhailo Minakov, „Der postsowjetische Mensch“, ist in einer deutschen Fassung beim ibidem-Verlag erschienen.

Man kann die postsowjetische Periode 1989-2022 bereits heute als eine eigenständige, ja sogar prägende Epoche der modernen Weltgeschichte betrachten. Sie resultierte aus dem spektakulären Ende des Sowjetsystems und endete mit der Großinvasion Russlands in der Ukraine. Diese gut dreißigjährige Ära eröffnete den Völkern Osteuropas und Nordeurasiens eine einzigartige Möglichkeit, Freiheitsformen selbst zu gestalten und eigene schöpferischen Potentiale zu erproben. Eine weitere Besonderheit der postsowjetischen Epoche in ihrem Raum war, dass sie – im Gegensatz zur Zeit der Russischen Revolution und des Bürgerkriegs 1917-1924 – nur eine vergleichsweise geringe Zahl an Toten forderte. Stattdessen unternahmen die Bürger der UdSSR-Nachfolgestaaten den Versuch, freie Politik und Wirtschaft zu etablieren sowie kollektive Emanzipation und persönliche Freiheit zu erlangen. Obwohl diese Versuche in den meisten Fällen scheiterten, war die politische Kreativität der postsowjetischen Menschen – ob nun bezüglich ihrer demokratischen Errungenschaften oder autokratischen Brüche – faszinierend.

Eine unvoreingenommene Analyse dieser politischen Kreativität trägt dazu bei, angemessene Lehren aus der postsowjetischen Periode zu ziehen. Es ist für die neuen osteuropäischen und nordeurasischen Gesellschaften essentiell, dem Teufelskreis aus Tragödie und Zerstörung entgegenzuwirken sowie künftig eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten.

Das Buch von Minakov möchte genau dazu einen Beitrag leisten. Es ist ab sofort als Band 89 der umfassenden Ukraine-Buchreihe „Ukrainian Voices“ beim ibidem-Verlag erhältlich:

https://www.ibidem.eu/Fachgebiete/Gesellschaft-Politik/Der-postsowjetische-Mensch.html

Die englische Ausgabe des Buches erschien bereits 2024 in der Buchreihe „Soviet and Post-Soviet Politics and Society“, ebenfalls beim ibidem-Verlag:

https://www.ibidem.eu/Reihen/Gesellschaft-Politik/Soviet-and-Post-Soviet-Politics-and-Society/The-Post-Soviet-Human.html

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Als Verlag für Wissenschaftsliteratur bieten wir ein breites Spektrum aktueller und zeitloser Fachtitel, vornehmlich aus sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen. In diesen Fachgebieten pflegen wir derzeit neben mehreren Zeitschriften 70 wissenschaftliche Reihen. Neben unserem erklärten Ziel, den wissenschaftlichen Diskurs zu fördern, wenden wir uns mit einer zunehmenden Zahl allgemeinverständlicher aktueller Sachbücher auch an Leser, die sich kompetent über ein Themengebiet informieren und sich in aktuelle Diskussionen einklinken können möchten.

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