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Fred Perry – ein Arbeiterjunge in Wimbledon

Hätte es in den Anfangsjahren des Tennissports Sportwetten auf den Gewinn Wimbledons durch einen Engländer gegeben, so hätte keiner einen Jungen aus der Arbeiterschaft vor Augen gehabt. Und doch gewann mit Fred Perry, dem Sohn eines Baumwollspinners, ein Mann aus dem einfachen Volk 1934 als erster Engländer die Herrenkonkurrenz des traditionsreichen Turniers. Bis heute hat sich Wimbledon seinen speziellen, altmodisch vornehmen Charakter bewahrt, der den Tennissport in den Jahren zwischen 1920 und 1940 prägte und zu einer Sportart der Elite machte.

Mit 20 bereits Weltmeister im Tischtennis widmete sich der Arbeitersohn Fred Perry ab 1929 ausschließlich dem Tennis. Bereits fünf Jahre später gewann er den Titel in Wimbledon. Für England hätte dieser Erfolg den jungen Perry schon zu einer Legende werden lassen. Mit seinen erneuten Triumphen in den beiden darauffolgenden Jahren festigte er fast vier Jahrzehnte bis zu Björn Borg und Jimmy Connors die Legende des Unwiederholbaren. Noch heute zeugt eine Statue von ihm am Eingang zum bedeutendsten Tennisturnier von seinem legendären Ruhm. Zwischen 1933 und 1936 war Perry der beste Tennisspieler der Welt. Seine unwiderstehliche Vorhand fegte ihm die Titel von drei amerikanischen, einer französischen und einer australischen Meisterschaft ein. Wer sich an Tennis Wetten beteiligte, setzte auf Perry.

Später startete er seine Erfolge als Geschäftsmann auch aus dem Handgelenk. In seiner aktiven Zeit gehörte zu seinen Erkennungszeichen auf dem Court ein schmaler Streifen aus Handtuchstoff an der Hand, der verhinderte, dass Schweiß den Arm herunterrann und den Schlägergriff rutschig machte. Ende der vierziger Jahre wurde Perry vom bekannten österreichischen Fußballspieler Tibby Wegner gefragt, ob er nicht unter seinem Namen ein Schweißband herausbringen wollte. Mit einem verbesserten und vor allem leichteren Modell rüstete er die Topspieler auf den besten Turnieren der Welt aus und startete damit 1952 die Erfolgsgeschichte von Fred Perry Sportswear.

Perry, dessen Markenzeichen auf dem Tennisplatz stets makellose weiß Flanellhosen waren, elegant kombiniert mit viel Brillantine im Haar, suchte zunächst nach einem Markenzeichen für sein junges Unternehmen. Gemeinsam mit Wegner wählte er den legendären Lorbeerkranz, dem ehemaligem Clubzeichen des ehrwürdigen „All England Tennis Clubs“ in Wimbledon. In der Folgezeit trugen Sportler und Reporter das Poloshirt mit dem Lorbeerkranz und machten die Marke Fred Perry weltweit bekannt. Von den Pionierzeiten der 1950er und 1960er-Jahre entwickelte sich das Unternehmen zu einer Weltmarke, die bereits Anfang der siebziger Jahre den Bekleidungsmarkt im Tennis beherrschte. Ganz Geschäftsmann begann Perry die Marke auch neben dem Sport zu etablieren, so dass das Unternehmen heute viele Klassiker wie Polohemden, Pullover, Freizeit-Shirts und Jacken anbietet.

Im Alter von fast 86 Jahren starb Fred Perry 1995 in Melbourne während des dortigen Tennisturniers. 61 Jahre zuvor hatte er es gewonnen – worauf ebenfalls niemand bei Tennis Wetten in Australien gesetzt hätte. Fred Perry hat alle mit seinem Erfolg nachhaltig beeindruckt und wurde zur Legende.

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Die digitale Arbeitswelt – Unified Messaging und Webkonferenzen

Im digitalen Zeitalter bestimmt zunehmend die schnelle Verfügbarkeit von Informationen die Arbeitswelt. Über webbasierte Anwendungen lassen sich Daten und Dokumente zu jeder Zeit und an jedem Ort der Welt sammeln, bearbeiten oder speichern. Unified Messaging oder Webkonferenzen stellen dabei wichtige Komponenten einer Arbeitsumgebung dar, in der ein flexibler Zugriff und die effektive Weitergabe von Informationen zu den größten Herausforderungen zählen.

Unified Messaging bezeichnet ein automatisiertes Verfahren, Nachrichten in eine einheitliche Form zu überführen und für den Nutzer zugänglich zu machen. Unabhängig ob die Information als Email, Fax, SMS, MMS oder Voice-Mail ankam, wird sie, soweit erforderlich, im ersten Schritt digitalisiert. Hierbei kommen für gedruckte Informationen Programme zur Texterkennung zum Einsatz. Ein Fax wird beispielsweise direkt vom Fax Server empfangen, via optischer Zeichenerkennung OCR bearbeitet und in Textform weitergeleitet. Sprachmitteilungen, wie Aufzeichnungen des Anrufbeantworters, werden in Klangdateien abgelegt und über eine Spracherkennung in Textdateien umgewandelt. Im Anschluss werden die aufbereiteten Daten den jeweiligen Mitarbeitern übermittelt. Dies erfolgt als elektronische Post oder in Form einer vorgangsbezogenen Ablage in einer Datenbank. Die Mitarbeiter erhalten eine Benachrichtigung und haben anschließend über eine einheitliche Benutzeroberfläche, wie z.B. über die webbasierte Plattform Sharepoint Online von Microsoft, Zugriff auf die Informationen. Vorteile von Unified Messaging-Systemen liegen zum einen an der einheitlichen Form der Dokumente, zum anderen sind sie parallel an mehrere Empfänger zu senden, so dass bei gemeinsamen Projekten Informationen schnell verteilt werden können. Die Gefahr von Informationsverlusten wird minimiert und eine nachvollziehbare Informationskette dokumentiert.

Online Meetings oder Webkonferenzen stellen virtuelle Treffen zwischen Teilnehmern dar, die sich real an unterschiedlichen Orten befinden. Anstelle eines Konferenztischs rückt der PC-Bildschirm in den Mittelpunkt. Über eine webbasierende Software werden die Teilnehmer zusammengeschaltet und können miteinander kommunizieren. Im Unterschied zu Telefonkonferenzen sind sie nicht nur in der Lage einander zu sehen, sondern auch verschiedene Tools zu nutzen. Über Desktop Sharing Anwendungen ist es möglich, allen Teilnehmern den Blick auf die eigene Bildschirmoberfläche zu gewähren. Eine Präsentation, die Vorstellung eines neuen Programms oder das Editieren eines Textes wird damit ermöglicht. Die Rolle kann flexibel zwischen den Teilnehmern – und ihren Desktops – wechseln. Auf diese Weise wandelt sich der reine Vortragscharakter zu einem Informationsaustausch und ein ergebnisorientierter Dialog kann entstehen. Mittels elektronischer Meetingsysteme EMS kann die Interaktivität in Webkonferenzen erhöht werden. Mit Werkzeugen wie Brainstorming, offen oder anonym durchgeführten Abstimmungen oder Diskussionen erweitert sich der reale Konferenzcharakter. Das ist optimierte Zusammenarbeit in der heutigen Zeit!

Als einer der wichtigsten Gründe für Webkonferenzen wird häufig der geringere Aufwand im Vergleich zu einem realen Treffen genannt. Zusätzlich zu eingesparter Zeit und Kosten wird dabei auch die Umwelt geschont. Anstatt internationale Teilnehmer einzufliegen, können diese von jedem Ort der Welt aus an dem Meeting teilnehmen. Dadurch wird jede Menge CO2 eingespart. Online Meetings wie auch Unified Messaging-Anwendungen haben zudem den großen Vorteil der Dokumentation. Die Reproduzierbarkeit von Besprechungen gewährleistet die schnelle und zielgerichtete Verteilung von Informationen. In Kombination mit internetbasierten Arbeitsumgebungen stellen Unified Messaging Anwendungen und Webkonferenzen eine zeitgemäße und leistungsfähige Weiterentwicklung unserer Arbeitsplätze dar, die ein effektives Arbeiten an allen Orten und zu jeder Zeit der Welt ermöglicht. Und dies mit gutem grünen Gewissen!

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Damenröcke in schwedischem Design

Schweden – das ist nicht das Land, das Modeinteressenten zuerst in den Sinn kommt, wenn sie nach einer modebewussten Nation gefragt werden. Schade, denn Schweden sowie Skandinavien im Allgemeinen bietet für die Designer eine inspirierende Quelle: einzigartige Naturerlebnisse, Traditionen und ganz besondere Farbeindrücke, wie man sie nur im Norden finden kann. Die skandinavischen Modemacher geben diese Inspiration gerne in ihrer Kleidung wieder. Als Damenröcke im schwedischen Design etwa. Natürliche Materialien wie Wolle, Seide, Flachs und Baumwolle werden ebenso wie synthetische Rohstoffe wie Viskose oder Kunstfasern zu einzigartigen Produkten in einem frischen Design verarbeitet. Kleidung aus Öko-Baumwolle ist vielen nordischen Designern zudem sehr wichtig. Textilien, die recycelt werden können,  sollen die Produkte von heute und vor allem von morgen sein.

Form und Farbe der Kleidung wird so in Einklang gebracht, dass sie die Persönlichkeit des Trägers unterstreicht, zudem aber bequem zu tragen und leicht zu pflegen ist. Naturnahe Mode  wie Röcke aus Öko-Baumwolle wird insbesondere von Frauen getragen, die zwar Mode lieben, aber dennoch naturnah leben möchten. Das Alter und die Figur der Trägerin sowie die aktuellen Modetrends spielen dabei eine untergeordnete Rolle – skandinavische Mode ist zeitlos.

Auch immer mehr nationale Labels sowie weltweit agierende Unternehmen setzen auf den Trend der Bio-Stoffe. Lange als Nischenprodukt gehandelt, haben die Produkte aus biologisch angebauter Baumwolle längst den deutschen Markt erobert. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Kleidung aus Bio-Baumwolle als Schlabber-Look und Hippie Mode abgetan worden ist. Heutzutage werden extravagante Oberteile, elegante Röcke und schlichte Basics aus biologischer Baumwolle hergestellt, zahllose Kaufhausketten bieten Kleidung aus Biofasern an und finden in ihren Kunden freudige Abnehmer.

Wie viel Prozent der gesamten Industrie Öko-Stoffe ausmachen, kann sich nur schätzen lassen. Insbesondere, da eine einheitliche Zertifizierung, etwa in Form eines Gütesiegels, bislang noch nicht vorhanden ist. Der Verband der Naturtextilwirtschaft vergibt für Textilien, die mindestens aus 90 Prozent biologischen Fasern bestehen, das Gütesiegel Global Organic Textil Standard, einheitlich ist es dennoch nicht. Um die 20 Gütesiegel für ökologische Kleidung befinden sich allein auf dem deutschen Markt, vollständig aus Bio-Baumwolle sind nur die wenigsten Textilien, die eines dieser Siegel tragen. Geschätzt wird, dass etwa 15 bis 20 Prozent (lt. einer Sprecherin des Verbandes Transfair) der in Deutschland gehandelten Kleidungsstücke aus Öko-Baumwolle hergestellt worden sind.

Experten der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit geben an, dass der biologische Anbau von Baumwolle leidglich geringfügig preisintensiver ist als der konventionelle, in einigen Kaufhausketten spiegelt sich der geringe Mehraufwand für den Produzenten im Vergleich zu herkömmlichen Textlilien nicht einmal im Preis wieder.

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Erfolgreich mit Tischaufstellern werben

Welchen Gastwirt plagen nicht auch Fragen wie diese: Wird mein Lokal heute wieder voll? Warum muss ich ständig Rechnungen begleichen und verdiene selbst nicht genug Geld? Ein häufiges Problem sind dabei, die nicht aufeinander abgestimmten Werbemaßnahmen. Zum positiven Gesamtbild von Gasträumen können dabei selbst schlichte, gut sichtbare Tischaufsteller bzw. Werbeaufsteller beitragen, indem sie das gastronomische Angebot kundennah präsentieren.

Marketingexperten weisen immer wieder darauf hin, dass die Vermarktung von den meisten Lokalen, Bars, Kneipen und Restaurants falsch angepackt wird. Denn vielfach versuchen Gastronomen das Marketing von größeren Firmen zu kopieren. Solchen Firmen steht nicht nur ein Werbebudget von vielen Millionen zur Verfügung, sondern es werden oft ganz andere Zielgruppensegmente bzw. viel größere Märkte anvisiert. Darüber hinaus geht es den größeren Firmen meist darum, ihr Image zu verändern und nicht direkt um die Gewinnung von Kunden. Werbemedienverkäufer drücken den Gastronomen häufig teure Anzeigen aufs Auge, die kaum Werbewirkung haben. Das einzige Ziel der Werbemedienverkäufer ist es, Werbeplätze in einer Zeitung, den gelben Seiten oder im Hörfunk zu verkaufen. Nicht selten überreden Werbeagenturen Ihre Gastronomiekunden möglichst „kreative“ Werbung zu betreiben, die eher für Applaus in der Werbebranche sorgt als für Umsatz.

Marketing-Tools
Natürlich muss das Angebot und dessen Kommunikation möglichst optimal auf die Kunden abgestimmt sein. Manchmal können aber schon ein paar kleinere Veränderungen in den Gasträumen ein neues, interessantes Bild schaffen. Ein gut gestalteter Tischaufsteller leistet nicht nur einen Beitrag zur Tischdekoration, sondern informiert den Gast über das Angebot, die Spezialitäten oder die Philosophie des Lokals . Doch zunächst einmal sollte ein Gastronom über seine Zielgruppen nachdenken. Wer soll mit dem Angebot bzw. mit der Werbung angesprochen werden? Welche Menschen besuchen derzeit im Wesentlichen das Lokal? Welche Gäste möchte der Gastronom in seinem Lokal begrüßen? Was für Erwartungen haben diese an das Lokal? Wenn man sich die momentanen Gäste anschaut, welche auffallende Gemeinsamkeit kann man bei diesen finden? Zum Beispiel Gehaltsklasse, Alter, Beruf, Hobbys, Gewohnheiten etc.? In jedem Lokal gibt es eine bestimmte Gruppe von Gästen, die für den Großteil der Einnahmen oder auch fehlenden Einnahmen verantwortlich ist.

Sobald diese Gruppe erkannt ist, geht es darum, herauszufinden, was diese Gäste genau ausmacht. Das heißt, was sind deren Wünsche, Bedürfnisse oder gar Probleme? Wie leben diese Menschen? Was wünschen sie sich tatsächlich von einem Lokal? Und vieles mehr. Bitte beachten: Je mehr der Gastronom über seine Gäste weiß, desto besser kann er sein Angebot und seine Vermarktung darauf abstimmen. Zudem braucht er eine Kern-Marketingbotschaft! Was ist es, was das Lokal für die Gäste so faszinierend, aufregend, unterhaltend und verblüffend macht, dass sie dazu bringt, es immer wieder zu besuchen? Solche Botschaften müssen variieren, um lebendig zu bleiben und nicht langweilig zu werden. Erst wenn der Gastronom weiß, wen er erreichen will und was er diesen Menschen mitteilen möchte, können alle Marketing-Tools in Einklang gebracht werden. Wenn dies alles beachtet wird, können aufmerksamkeitsstarke Werbeaufsteller das Angebot des Gastronomen nicht nur abrunden, sondern auch positiv inszenieren.