Tag Archives: Internationales Filmfest Emden-Norderney

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„Ein Schreibtisch am Meer“: Inselstipendium auf Norderney an Ben Voit verliehen

Ben Voit erhielt auf Norderney das Insel-Stipendium „Ein Schreibtisch am Meer“. Sein Film „Gropiusstadt Supernova“ begeisterte anschließend das Filmfest-Publikum.

BildGroße Freude auf Norderney: Im Rahmen des 36. Internationalen Filmfestes Emden-Norderney ist jetzt das Insel-Stipendium „Ein Schreibtisch am Meer“ an den Berliner Regisseur und Autor Ben Voit verliehen worden. Die Auszeichnung wurde vor der Vorführung seines Films „Gropiusstadt Supernova“ überreicht, der im Anschluss vom Publikum mit großer Aufmerksamkeit und spürbarer Begeisterung begleitet wurde.

Im Beisein von Filmfest-Moderator Ansgar Ahlers, Preissponsor Philip Menke vom Hotel Inselloft sowie Angelika Bierich, Veranstaltungsleiterin der Staatsbad Norderney GmbH, nahm Ben Voit die Auszeichnung freudestrahlend entgegen. Mit dem Stipendium erhält der Preisträger die Möglichkeit, sich auf Norderney ganz auf die Entwicklung neuer Stoffe und das Drehbuchschreiben zu konzentrieren – mit Meeresrauschen, Inselruhe und einem Schreibtisch in besonderer Umgebung.

„Ein Schreibtisch am Meer“ zählt zu den besonderen Auszeichnungen des Internationalen Filmfestes Emden-Norderney. Der Preis würdigt junge Talente der deutschen Filmszene und schafft zugleich Raum für kreatives Arbeiten abseits des Alltags. Gestiftet wird das Insel-Stipendium vom Inselloft Norderney.

Mit Ben Voit wurde in diesem Jahr ein vielversprechender neuer Stern des jungen deutschen Kinos ausgezeichnet. Der Regisseur und Autor studierte Medienwissenschaften, Fotojournalismus und Regie und machte bereits mit Kurzfilmen auf sich aufmerksam. Mit „Gropiusstadt Supernova“ gelang ihm nun ein viel beachtetes Langfilmdebüt: Der Film wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2026 mit dem Hauptpreis als bester Spielfilm ausgezeichnet – einer der bedeutendsten Auszeichnungen für den deutschsprachigen Filmnachwuchs.

In „Gropiusstadt Supernova“ erzählt Ben Voit von drei jungen Menschen in der Berliner Gropiusstadt, deren Leben sich in einer Silvesternacht an entscheidenden Wendepunkten befinden. Zwischen urbaner Härte, Freundschaft, Aufbruch und existenziellen Entscheidungen entfaltet der Film ein intensives Großstadtdrama, das das Alltägliche mit einer besonderen filmischen Energie auflädt. Gerade diese Mischung aus Nähe, Tempo und emotionaler Wahrhaftigkeit überzeugte auch das Norderneyer Publikum.

Die Verleihung auf Norderney unterstrich einmal mehr die enge Verbindung zwischen dem Internationalen Filmfest Emden-Norderney, der Insel und der Förderung junger Filmschaffender. Mit Ben Voit erhält in diesem Jahr ein Regisseur das Insel-Stipendium, dessen Arbeiten bereits jetzt eine klare eigene Handschrift erkennen lassen – und von dem auch künftig spannende filmische Projekte zu erwarten sind.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Staatsbad Norderney GmbH
Herr Uwe Schneider
Am Kurplatz 3
26548 Norderney
Deutschland

fon ..: 04932/891-196
web ..: https://www.norderney.de/medienraum
email : presse@norderney.de

Die Staatsbad Norderney GmbH verantwortet zentrale touristische Aufgaben auf der ostfriesischen Insel Norderney. Dazu gehören die Entwicklung und Vermarktung von Angeboten für Gäste, die Organisation und Kommunikation eines Veranstaltungsprogramms sowie Serviceleistungen wie Touristinformation und Gästeservice inklusive NorderneyCard. Darüber hinaus gehören Freizeit- und Gesundheitsangebote, unter anderem im bade:haus Norderney, zum Leistungsspektrum.

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„Der Heimatlose kehrt heim“: Begeisterte Inselpremiere im Kurtheater

Ausverkauftes Haus, Emotionen und Applaus: Die Inselpremiere „Der Heimatlose“ im Rahmen des 36. Int. Filmfestes Emden-Norderney wurde im Inselkino im Kurtheater Norderney zu einem besonderen Ereignis.

BildUnter dem Motto „Der Heimatlose kehrt heim“ wurde der Film dort gezeigt, wo ein wesentlicher Teil seiner Entstehungsgeschichte liegt: auf Norderney. Große Teile der historischen Kinoproduktion waren im Spätsommer und Herbst 2024 auf der Insel gedreht worden. Rund 80 Komparsinnen und Komparsen von Norderney – etwa 60 Erwachsene und 20 Kinder – hatten damals an der Produktion mitgewirkt.

Zur Premiere war auch Hauptdarsteller Paul Boche nach Norderney gekommen. Er wurde vom Publikum begeistert und mit großem Applaus empfangen. Ebenfalls mit dabei war Produzent Dirk Decker von der Hamburger Produktionsfirma Tamtam Film GmbH. Die Zuschauerinnen und Zuschauer zeigten sich tief beeindruckt von dem intensiven Film, seiner besonderen Atmosphäre und der schauspielerischen Leistung von Paul Boche, der nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als bekennender Fan des 1. FC Union Berlin Sympathien gewann.

Im Anschluss an die Vorstellung plauderten Paul Boche und Produzent Dirk Decker auf der Bühne ein wenig aus dem Nähkästchen. Sie berichteten von den Dreharbeiten auf Norderney, den besonderen Herausforderungen einer historischen Produktion in der Dünenlandschaft und der außergewöhnlichen Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Dabei wurde deutlich, wie sehr die Insel, ihre Kulisse und ihre Bewohnerinnen und Bewohner den Film geprägt haben.

Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung der Norderneyer Komparsinnen und Komparsen. Unter dem Beifall von Paul Boche, Dirk Decker und dem gesamten Publikum wurden mehr als 30 Komparsinnen und Komparsen auf der Bühne begrüßt und gewürdigt. Viele von ihnen hatten die Dreharbeiten im Jahr 2024 über mehrere Tage begleitet und waren als Bewohnerinnen und Bewohner eines Fischerdorfes Ende des 19. Jahrhunderts Teil der Filmwelt geworden.

„Der Heimatlose“ erzählt die Geschichte von Hein, der nach vielen Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt – und dort auf eine Gemeinschaft trifft, die ihn nicht wiedererkennt und anzweifelt, dass er der ist, der er zu sein behauptet. In einem Dorfgericht muss er den Beweis antreten. Der Film setzt sich eindringlich mit Identität, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und der Frage auseinander, was Heimat eigentlich bedeutet.

Gedreht wurde auf Norderney unter anderem am Nordstrand und im Osten der Insel. Für die Produktion entstanden dort ein historisches Fischerdorf sowie ein Open-Air-Gerichtssaal in den Dünen. Damit wurde Norderney nicht nur zum Drehort, sondern zu einem prägenden Bestandteil der Bildsprache und Atmosphäre des Films.

Auch ein Team des NDR war bei der Inselpremiere anwesend und begleitete den besonderen Abend filmisch. Der Beitrag wird am Sonntag, 7. Juni 2026 ab 19.30 Uhr im Regionalmagazin „Hallo Niedersachsen“ ausgestrahlt und wird anschließend in der ARD-Mediathek abrufbar sein.

Nach seiner Weltpremiere bei der Berlinale 2026 und weiteren internationalen Festivalstationen – unter anderem in New York – war die Inselpremiere auf Norderney für viele Beteiligte ein emotionaler Höhepunkt: Der Film kehrte an den Ort zurück, an dem ein großer Teil seiner Geschichte entstanden ist – und wurde dort mit Begeisterung empfangen.

Film:
„Der Heimatlose | Trial of Hein“
Regie und Buch: Kai Stänicke
Produktion: Tamtam Film GmbH, Hamburg
Mit: u. a. Paul Boche, Philip Froissant, Emilia Schüle, Stephanie Amarell
Deutschland 2026, 122 Minuten
Kinostart: 27. August 2026

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