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Bildungspolitik im Spannungsfeld: Was Clemens‘ Reformen für Kinder mit Lernschwächen bedeuten

Dresden, 30.06.2026 – Kultusminister Clemens Reformen: Hoffnung für Kinder mit Legasthenie & Dyskalkulie? Experte Lehmann analysiert Stärken und Schwächen.

Dresden, 30. Juni 2026 – Seit 16 Jahren beobachtet Lars Michael Lehmann, Legasthenie-Experte und Gründer der Legasthenie Coaching gUG, die strukturellen Schwächen des sächsischen Bildungssystems – insbesondere für Kinder mit Lernschwächen wie Legasthenie oder Dyskalkulie. Kultusminister Conrad Clemens (CDU), seit 2024 im Amt, steht vor der Herausforderung, ein System zu reformieren, das seit Jahren mit Lehrermangel, Digitalisierungsrückständen und wachsendem Förderbedarf kämpft. Anlässlich eines aktuellen Pressegesprächs mit dem Minister im Rahmen des Presseclub Dresden e. V. zieht Lehmann ein kritisches Fazit: Es tut sich was, aber es reicht noch lange nicht.

Unterrichtsausfall: Ein akutes Problem mit langfristigen Folgen

Ein zentrales Thema des Gesprächs war der anhaltende Unterrichtsausfall an sächsischen Schulen, insbesondere an Grund- und Oberschulen. Minister Clemens, der selbst als ehemaliger Lehrer und Schulamtsleiter über langjährige Praxis im Bildungsbereich verfügt, betonte: „60 % Unterrichtsausfall in einer Oberschule – das ist eine Katastrophe.“ Sein Ziel: Zum ersten Mal seit zehn Jahren soll die Jahresstatistik einen Rückgang des Unterrichtsausfalls verzeichnen.

Warum das wichtig ist:
Kinder mit Legasthenie oder sozial benachteiligte Schüler leiden besonders unter Unterrichtsausfall. Jede ausgefallene Stunde bedeutet für sie einen Rückschritt im Lernfortschritt. Die Ankündigung, den Ausfall zu reduzieren, ist daher ein wichtiger Schritt – doch die Umsetzung bleibt abzuwarten.

Lehrkräftemangel: Quereinsteiger als Notlösung?

Der chronische Lehrermangel bleibt eine der größten Herausforderungen. Unter Clemens‘ Führung wird versucht, den Mangel durch Quereinsteiger zu kompensieren – eine Maßnahme, die bereits unter seinen Vorgängern diskutiert, aber nie konsequent umgesetzt wurde. Aktuell gehen jährlich 1.763 Lehrkräfte in den Ruhestand, während gleichzeitig ein Rückgang der Schülerzahlen erwartet wird. Um die Lücken zu füllen, setzt das Ministerium auf Quereinsteiger – darunter auch Bewerber aus der Industrie, etwa von Volkswagen. Clemens: „Wir haben über 1.000 Bewerber, die gerne Lehrer werden wollen.“

Kritische Stimme:
Lars Michael Lehmann warnt: „Ein Crashkurs von drei Monaten reicht nicht aus, um didaktisch hochwertigen Unterricht zu gewährleisten. Die Qualität des Unterrichts könnte darunter leiden – besonders für Kinder mit speziellen Förderbedarfen.“ Langfristig brauche es bessere Ausbildungsstandards und attraktivere Rahmenbedingungen, um qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Digitalisierung und Handyverbot: Mehr Fokus, weniger Ablenkung

Sachsen hat in den letzten Jahren Milliarden in die Digitalisierung investiert. Clemens, der die Digitalisierung als eine seiner Prioritäten sieht, betont, dass unter seiner Ägide fast alle Schulen mit digitaler Infrastruktur ausgestattet wurden. Fast jede Schule verfügt mittlerweile über Internet, digitale Tafeln und Tablets. Dennoch zeigt die Praxis: Die Nutzung digitaler Medien ist von Schule zu Schule unterschiedlich.

Neue Regelung:
Ab sofort gilt an sächsischen Grundschulen ein Handyverbot für die private Nutzung – ausgeweitet bis zur 8. Klasse. Mit dieser Entscheidung positioniert sich Clemens als Befürworter einer klaren, aber pragmatischen Bildungslinie: „Ein Handyverbot bei Erstklässlern? Das ist doch verrückt, dass man darüber diskutieren muss.“ Er begründet das Verbot mit der dramatisch sinkenden Konzentrationsfähigkeit der Schüler: „Dopamin, Ablenkung – das alles beeinflusst die Lernleistung.“ Die Geräte sollen während des Schultags in einer „Box“ verbleiben, um eine ruhige Lernumgebung zu schaffen.

Chance für Kinder mit Legasthenie:
Digitale Tools wie Vorlese-Apps oder anpassbare Schriftgrößen können für betroffene Schüler entscheidend sein. Doch das Verbot allein reicht nicht: „Medienpädagogik muss ab Klasse 1 beginnen“, fordert Clemens. Schüler sollen lernen, verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen – von Datenschutz bis Cybergrooming.

Dyskalkulie endlich anerkannt: Ein überfälliger Schritt

Sachsen war bisher das einzige Bundesland, das Dyskalkulie nicht offiziell als Lernschwäche anerkannte. Hier zeigt Clemens Handlungswillen: „Wir haben als einziges Bundesland die besondere Rechenschwäche nicht anerkannt. Das fügen wir jetzt ein.“ Dies führte zu Frustration bei Eltern, die für ihre Kinder keinen Nachteilsausgleich (z. B. bei Prüfungen) erwirken konnten.

Praktische Umsetzung:
Ab dem kommenden Schuljahr soll Dyskalkulie im schulrechtlichen Nachteilsausgleich berücksichtigt werden. Doch Lehmann warnt: „Ein rechtlicher Rahmen allein reicht nicht. Ohne ausreichend Schulpsychologen und Förderangebote bleibt die Unterstützung für betroffene Kinder eine Illusion.“

Individueller Förderbedarf: Eine gesellschaftliche Aufgabe

Der individuelle Förderbedarf bei Schülern nimmt massiv zu – nicht nur bei Lernschwächen, sondern auch bei emotionalen und sozialen Störungen, Angststörungen und Depressionen. Clemens erkennt an, dass die Schule hier an ihre Grenzen stößt: „Die Bewältigung von Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Problemen ist kein rein pädagogisches Problem mehr, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe.“ Er kritisiert, dass Eltern diese Probleme oft bei der Schule „abladen“. Sein Kommentar: „Eltern laden ihre Probleme in der Schule ab.“

Forderung:
Es braucht mehr Schulpsychologen, Sozialarbeiter und Entlastung für Lehrkräfte. Die Schule kann nicht alle Probleme der Gesellschaft lösen – doch sie muss bessere Rahmenbedingungen erhalten, um Kinder mit Förderbedarf angemessen zu unterstützen.

Fazit: Reformen ja – aber reichen sie aus?

Kultusminister Clemens agiert als pragmatischer Reformer, der die drängendsten Probleme des sächsischen Bildungssystems angeht – jedoch ohne revolutionäre Ansätze. Er hat wichtige Weichen gestellt:

* Reduzierung des Unterrichtsausfalls
* Anerkennung der Dyskalkulie
* Ausbau der Digitalisierung und Medienpädagogik
* Fokus auf individuelle Förderung

Doch aus Sicht von Lars Michael Lehmann fehlt es an konkreten Maßnahmen für Kinder mit Legasthenie und anderen Lernschwächen. „Clemens wirkt eher als Verwaltungspolitiker denn als pädagogischer Visionär. Sein größter Erfolg könnte sein, dass er die Not der Lehrkräfte erkannt hat – doch ob er die richtigen Lösungen findet, bleibt abzuwarten.“ „Ohne spezifische Förderung bleiben die Reformen unvollständig. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Ankündigungen auch umgesetzt werden.“

_Den Bericht zu PM lesen hier weiter. _

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Legasthenie Coaching – Institut für Bildung und Forschung gUG (haftungsbeschränkt)
Lars M. Lehmann
Bamberger Str. 7
01187 Dresden
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fon ..: 0351-89991590
web ..: https://www.legasthenie-coaching.de
email : info@legasthenie-coaching.de

Legasthenie Coaching in Dresden bieten professionelle Unterstützung bei Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Legasthenie. Unser erfahrenes Team entwickelt individuelle Lernstrategien für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Unsere Dienstleistungen umfassen: o Individuelle Beratung o Fachkundige Diagnostik o Maßgeschneiderte Lerntherapien o Innovative Forschung im Bereich LRS unser Ansatz kombiniert Praxis und Forschung. Wir setzen auf personalisierte Lernstrategien, die auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt sind. Unser Team, darunter der erfahrene Legasthenie-Experte Lars Michael Lehmann, nutzt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse & persönliche Erfahrungen. Ziel ist es, die Kompensation der Lernschwierigkeiten.

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Neues Buch von Mio Lindner: Was LRS und Dyskalkulie wirklich bedeuten, für Familien und Schule

UMTY von Mio Lindner erklärt LRS und Dyskalkulie ohne Schuldzuweisungen. Das Sachbuch zeigt
Eltern, Lehrkräften und Betroffenen starke Wege. Im YessYess Verlag erschienen.

Bild_Lerntherapeut und Betroffener Mio Lindner bricht Mythen und zeigt Familien konkrete Auswege_

Berlin, – Mit UMTY: Leben mit Legasthenie und Dyskalkulie ist im YessYess Verlag das neue Sachbuch von Lerntherapeut Mio Lindner erschienen. Es richtet sich an Eltern, Lehrkräfte und Betroffene, die endlich verstehen wollen, was hinter der Diagnose LRS oder Dyskalkulie steckt: nicht Schuld, nicht Scham, sondern Wege. Mio Lindner schreibt aus 14 Jahren Praxiserfahrung. Und aus eigener Betroffenheit.

Mythen aufräumen, Druck rausnehmen: Was UMTY leistet

Viele Eltern kennen das: Hausaufgaben als Familienkonflikt, ein Kind, das glaubt, zu dumm zu sein, und Lehrkräfte, die beruhigen, ohne wirklich zu helfen. UMTY ordnet ein, was die Diagnosen LRS und Dyskalkulie tatsächlich bedeuten, was sie nicht bedeuten, und welche Unterstützungsformen wirklich greifen. Das Buch erklärt den Unterschied zwischen Nachhilfe, Lerncoaching und integrativer Lerntherapie. Es zeigt, was Nachteilsausgleich kann und wo seine Grenzen liegen. Und es räumt klar mit dem Mythos auf, Legasthenie sei heilbar, ohne dabei falsche Hoffnungen zu wecken. Statt Defizitblick: Stärken, Selbstwert, Alltag. Mehr Informationen zum Buch unter https://hilfe-bei-lrs-und-dyskalkulie.de

Eigene Erfahrung als Fundament: Mio Lindners Weg

Mio Lindner hat selbst LRS erlebt. Heute ist er hochschulzertifizierter Lerntherapeut mit mehr als 14 Jahren Praxiserfahrung und Gründer des Duden Instituts für Lerntherapie International-Online. Dieses Buch kennt beide Seiten: den schwierigen Schulalltag und den fachlichen Blick auf das, was wirklich hilft.

_“Mir wurde prophezeit, ich werde kaum die Mittlere Reife schaffen.“_

Mio Lindner, Lerntherapeut und Autor von UMTY

_“UMTY füllt eine Lücke, die im deutschsprachigen Raum lange offen war. Es gibt Ratgeber zu Legasthenie und Dyskalkulie. Aber keinen, der gleichzeitig fachlich fundiert, persönlich berührend und frei von Schuldzuweisungen ist. Mio Lindner hat genau das geschrieben.“_

Manuela Plaisier, Geschäftsführerin YessYess Verlag

Über Mio Lindner

Mio Lindner ist Lerntherapeut, hochschulzertifiziert für LRS in Deutsch und Englisch sowie Dyskalkulie, und Gründer des Duden Instituts für Lerntherapie International-Online. Seit mehr als 14 Jahren begleitet er Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Lernschwächen. 2024 wurde er als Franchise Gründer des Jahres vom Deutschen Franchise-Verband sowie mit dem Silver Award der European Franchise Federation ausgezeichnet. In seinem Podcast Potenzialfrei?! erscheinen wöchentlich neue Beiträge zu Lerntherapie und Bildung.

Bezugsquellen

UMTY: Leben mit Legasthenie und Dyskalkulie ist ab sofort bei Amazon erhältlich. ISBN 978-3-98631-145-2 (Paperback), 978-3-98631-147-6 (eBook). Landingpage mit weiteren Informationen und kostenloser Online-Lerntherapie-Beratung: https://hilfe-bei-lrs-und-dyskalkulie.de. Rezensionsexemplare können über die Landingpage angefragt werden.

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„UMTY“ von Mio Lindner: Neues Sachbuch zu Legasthenie und Dyskalkulie im YessYess Verlag

„UMTY“ von Lerntherapeut Mio Lindner: Neues Sachbuch über die unsichtbaren Folgen von Legasthenie und Dyskalkulie. Erscheint am 11. Juni 2026 im YessYess Verlag. ISBN 978-3-98631-145-2.

BildNeuerscheinung im YessYess Verlag

„UMTY“ von Mio Lindner: Neues Sachbuch zu Legasthenie und Dyskalkulie im YessYess Verlag

Was die Diagnose LRS und Dyskalkulie für Kinder wirklich bedeutet und welche Wege ihnen wieder Vertrauen schenken

Ostrhauderfehn, 9. Juni 2026.

Am 11. Juni 2026 erscheint im YessYess Verlag „UMTY. Leben mit Legasthenie und Dyskalkulie“ von Lerntherapeut Mio Lindner (ISBN 978-3-98631-126-1). Das Buch macht sichtbar, was Eltern, Lehrkräfte und betroffene Kinder selbst meist nur fragmentarisch erleben: dass Lernschwierigkeiten weit über schulische Leistung hinausgehen und tief in das Selbstbild, das Familienleben und die Lebensplanung junger Menschen eingreifen.

Wenn ein Wort fehlt: Was UMTY beschreibt

Mio Lindner schmiedet im Buch ein neues Wort für ein bislang unbenanntes Gefühl. UMTY (Adjektiv) beschreibt jenen Zustand, in dem Anstrengung nicht mehr trägt und sich selbst Kleinigkeiten schwer und falsch anfühlen. „Ich habe einen umty Tag“ ist eine Aussage, die viele Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie kennen, ohne sie je in Worte fassen zu können. Der Autor folgt damit der Idee, dass Sprache erst möglich macht, was vorher diffus bleibt. Veränderung beginnt damit, dass etwas einen Namen bekommt.

Konkrete Zahlen einer stillen Belastung

Die PuLs-Studie der Duden Institute für Lerntherapie (2016) zeigt: 69,7 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten leiden mindestens unter einer Form psychosozialer Belastung. 26,4 Prozent berichten von Mobbing-Erfahrungen, 83 Prozent dieser Betroffenen entwickeln zusätzlich Ängste, depressive Verstimmungen oder Schulvermeidung. „UMTY“ verbindet diese Forschung mit Geschichten echter Kinder aus Mio Lindners lerntherapeutischer Praxis. Sätze wie „Ich bin zu dumm“ oder „Ich werde das nie lernen“ sind dort keine Stimmungsschwankungen. Sie sind eingebrannte Glaubenssätze.

Starke Wege statt Defizitsprache

Der dritte Teil des Buches widmet sich konsequent den Lösungen. Mio Lindner beschreibt, wie Veränderung mit Zuhören beginnt, warum Entlastung wichtiger ist als Mehr-Üben, wie Eltern den passenden Rahmen für Förderung finden und wie Schule mitgenommen oder abgegrenzt werden kann. Der Anspruch ist klar: weg von Schuld, Druck und Defizitdenken, hin zu Verständnis, individueller Förderung und echter Teilhabe.

„Anstrengung allein ist kein Maß für Entwicklung. Wenn Kinder erleben, dass sie verstanden werden, dass ihre Anstrengungen gesehen werden und es Wege gibt, die zu ihnen passen, verändert sich ihre Geschichte. Nicht plötzlich, aber spürbar. Nicht über Nacht, aber zuverlässig“, so Mio Lindner, Lerntherapeut und Autor von „UMTY“.

Über den Autor

Mio Lindner begleitet seit 14 Jahren Kinder, Jugendliche und Familien mit Legasthenie, Dyskalkulie und anderen Lernschwierigkeiten. 2024 wurde er vom Deutschen Franchise-Verband als „Franchise Gründer des Jahres“ ausgezeichnet, im selben Jahr erhielt seine Online-Lerntherapie den Silver Award der European Franchise Federation. Seine Praxis arbeitet bundesweit als Online-Lerntherapie für deutschsprachige Familien weltweit. Mit dem Podcast „Potenzialfrei?!“ und seiner Plattform hilfe-bei-lrs-und-dyskalkulie.de bringt er Fachwissen, eigene Betroffenheit und Praxiserfahrung zusammen. Mio Lindner hatte selbst eine ausgeprägte Lese-Rechtschreib-Schwäche.

Bezugsquellen

„UMTY. Leben mit Legasthenie und Dyskalkulie“, Mio Lindner, YessYess Verlag, ISBN 978-3-98631-145-2, erscheint am 11. Juni 2026 (Hardcover, Softcover und Ebook). Erhältlich im Buchhandel und auf Amazon. Weitere Informationen, Leseprobe und Anforderung von Rezensionsexemplaren über die Autorenwebsite hilfe-bei-lrs-und-dyskalkulie.de oder die Verlagsseite twentyseconds.de/verlag/mio-lindner-umty.

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Was ist Legasthenie? Was ist Dyskalkulie? EÖDL klärt über die wichtigsten Fakten auf

Zum 30-jährigen Jubiläum räumt der Dachverband mit hartnäckigen Missverständnissen auf – Genetische Veranlagung statt Faulheit oder mangelnder Intelligen

BildKlagenfurt, Januar 2026 – Etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung sind von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen. Dennoch kursieren noch immer zahlreiche Missverständnisse über diese Phänomene. Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie (EÖDL), der 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert, nimmt dies zum Anlass, grundlegend über Legasthenie und Dyskalkulie aufzuklären und mit verbreiteten Irrtümern aufzuräumen.

Was Legasthenie nicht ist

Hartnäckige Vorurteile erschweren betroffenen Menschen noch immer das Leben und führen zu falschen Förderansätzen. Der EÖDL stellt klar: Legasthenie ist keine Frage der Intelligenz. Viele legasthene Menschen sind überdurchschnittlich intelligent. Berühmte Beispiele wie Albert Einstein, Leonardo da Vinci und Walt Disney belegen eindrucksvoll, dass Legasthenie und herausragende Begabung keineswegs im Widerspruch zueinander stehen.

Legasthenie ist auch keine Krankheit, die „geheilt“ werden müsste. Vielmehr benötigen betroffene Kinder eine andere Art des Lernens, die ihren besonderen Bedürfnissen entspricht. Ebenso falsch ist die Annahme, Legasthenie sei das Ergebnis von Faulheit, mangelndem Üben oder schlechter Erziehung. Und schließlich handelt es sich bei Legasthenie keineswegs um eine „Modediagnose“ – sie ist wissenschaftlich anerkannt und betrifft einen erheblichen Teil der Bevölkerung.

Was Legasthenie ist: Die wissenschaftliche Definition

Legasthenie ist genetisch bedingt, also angeboren, und wird häufig vererbt. Wenn ein Elternteil legasthen ist, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind betroffen ist. Das Kernmerkmal liegt in different ausgeprägten Sinneswahrnehmungen: Das Gehirn legasthener Menschen verarbeitet Informationen – besonders beim Umgang mit Symbolen wie Buchstaben und Zahlen – auf andere Weise.

Die wissenschaftliche Definition nach Dr. Astrid Kopp-Duller aus dem Jahr 1995 beschreibt das Phänomen präzise: Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr. Seine Aufmerksamkeit lässt nach, wenn er auf Symbole wie Buchstaben oder Zahlen trifft, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens und/oder Rechnens.

Der entscheidende Unterschied: Legasthenie versus LRS

Für die richtige Förderung ist die Unterscheidung zwischen Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) von fundamentaler Bedeutung. Legasthenie ist genetisch bedingt und von Geburt an vorhanden. Sie begleitet den Menschen ein Leben lang, lässt sich jedoch durch gezieltes Training gut managen. Die Förderung muss alle drei Bereiche der AFS-Methode umfassen: Aufmerksamkeit, Funktionen (Sinneswahrnehmungen) und Symptom.

Eine Lese-Rechtschreibschwäche hingegen ist erworben und durch äußere Umstände entstanden, etwa durch längere Krankheit, Schulwechsel oder familiäre Probleme. Sie kann vorübergehend sein und wird durch verstärktes Üben am Symptom verbessert. Bei einem Kind mit LRS führt intensives Schreiben- und Lesenüben zu guten Erfolgen. Bei einem legasthenen Kind wird diese Maßnahme alleine nicht zum Ziel führen – hier ist der ganzheitliche Ansatz der AFS-Methode erforderlich.

Dyskalkulie: Die oft übersehene Problematik

Was für das Lesen und Schreiben die Legasthenie ist, ist für das Rechnen die Dyskalkulie. Leider wurde diesem Bereich von der Wissenschaft lange Zeit weniger Beachtung geschenkt, weshalb Dyskalkulie oft als die „vergessene“ Problematik bezeichnet wird.

Dyskalkulie bezeichnet anhaltende Schwierigkeiten beim Erlernen des Rechnens. Betroffene haben Probleme mit dem Zahlenverständnis, der Mengenerfassung und den Grundrechenarten. Wie die Legasthenie ist auch die Dyskalkulie genetisch bedingt und keineswegs auf mangelnde Intelligenz zurückzuführen. Laut der Universität Bielefeld sind etwa 10 bis 15 Prozent aller Schüler von Rechenproblemen betroffen – eine Zahl, die die gesellschaftliche Relevanz dieses Themas unterstreicht.

Früherkennung als Schlüssel zum Erfolg

Je früher Legasthenie oder Dyskalkulie erkannt werden, desto besser können betroffene Kinder gefördert werden. Es gibt typische Anzeichen, auf die Eltern und Lehrer achten können. Der EÖDL stellt umfassende Informationsmaterialien zur Verfügung, die bei der Früherkennung helfen. Das pädagogische AFS-Testverfahren, das weltweit bereits über 250.000 Mal durchgeführt wurde, ermöglicht eine zuverlässige Feststellung und bildet die Grundlage für einen individuellen Förderplan.

30 Jahre Aufklärungsarbeit und Spezialistenausbildung

Der EÖDL setzt sich seit seiner Gründung 1996 für ein besseres Verständnis von Legasthenie und Dyskalkulie ein. In drei Jahrzehnten wurden über 17.000 diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer in 64 Ländern ausgebildet, die betroffenen Menschen professionell helfen. Die sechsfache Auszeichnung als „Top Anbieter für Weiterbildung“ durch FOCUS-BUSINESS und die ISO 9001:2015 Zertifizierung bestätigen die Qualität der Arbeit des Verbandes.

Über den EÖDL

Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie wurde 1996 gegründet und ist die führende Institution im deutschsprachigen Raum für Aufklärung, Forschung und Ausbildung im Bereich Legasthenie und Dyskalkulie. Der Verband hat die AFS-Methode entwickelt und bildet Spezialisten aus, die betroffenen Menschen professionell helfen können.

Weitere Informationen und kostenlose Ressourcen: www.legasthenie.at www.legasthenie-lrs-dyskalkulie.com

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Erster Österreichischer Dachverband Legasthenie gGmbH
Frau Livia Pailer-Duller
Feldmarschall Conrad Platz 7
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Österreich

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web ..: https://www.legasthenie.at
email : lpd@legasthenie.com

Der EÖDL ist Österreichs größte Legasthenieinstitution. Unabhängig und gemeinnützig bieten wir Hilfe in ganz Österreich. Wenden Sie sich an einen Spezialisten in Ihrer Nähe.

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Individuelles Lerntraining für jedes Kind – kostenlos

EÖDL präsentiert innovatives Lern- und Fernförderungsprogramm nach 30 Jahren Forschung – Maßgeschneiderte Übungen für Deutsch und Mathematik in den Schulstufen 1 bis 4

BildKlagenfurt, Januar 2026 – Jedes Kind lernt anders, jedes Kind hat sein eigenes Tempo, und jedes Kind verdient Übungen, die genau auf seine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mit diesem Leitgedanken hat der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie (EÖDL) ein einzigartiges Lern- und Fernförderungsprogramm entwickelt, das Kindern mit Lese-, Schreib- und Rechenproblemen gezielt hilft. Das Ergebnis von 30 Jahren Forschung und Praxis steht Eltern ab sofort kostenlos zur Verfügung.

Ein Fördersystem, das seinesgleichen sucht

Das internationale Forschungsteam des EÖDL hat bei der Entwicklung des Fernförderungsprogramms höchste Maßstäbe angelegt. Das Ergebnis ist ein adaptives Lernsystem, das sich kontinuierlich an die Fortschritte und Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes anpasst. Anders als bei herkömmlichen Lernprogrammen erhält kein Kind dieselben Aufgaben wie ein anderes – jedes Übungsprogramm ist so einzigartig wie das Kind selbst.

So funktioniert die Lern- und Fernförderung

Das Programm folgt einem strukturierten Vier-Schritte-Prozess, der eine präzise Diagnose mit individueller Förderung verbindet:

Schritt 1 – Die Feststellung: Mit einem einfachen, kindgerechten Quiz wird das aktuelle Lernniveau des Kindes für die Fächer Deutsch und Mathematik in den Schulstufen 1 bis 4 ermittelt. Wo steht das Kind? Was kann es bereits? Wo benötigt es Unterstützung? Diese Fragen werden systematisch beantwortet.

Schritt 2 – Die Förderdiagnose: Aus den Ergebnissen der Feststellung wird automatisch eine grafische Darstellung erstellt. Eltern und Pädagogen sehen auf einen Blick, in welchen Bereichen das Kind gefördert werden sollte. Die Darstellung ist klar und verständlich gehalten, ohne komplizierte Fachbegriffe.

Schritt 3 – Das individuelle Förderdiagnoseprogramm: Die ausgefeilte Software des EÖDL erstellt daraufhin ein maßgeschneidertes Übungsprogramm. Basierend auf den diagnostizierten Stärken und Schwächen erhält jedes Kind genau die Aufgaben, die es für seinen Lernfortschritt benötigt.

Schritt 4 – Regelmäßige Überprüfung: Nach einigen Tagen oder Wochen wird das persönliche Lernniveau erneut festgestellt. So werden Fortschritte sichtbar dokumentiert und das Programm passt sich automatisch an den neuen Entwicklungsstand an.

Umfassendes Deutsch-Training in vier Stufen

Das Deutschprogramm deckt alle wesentlichen Kompetenzbereiche der Grundschule ab und ist in vier aufeinander aufbauende Stufen gegliedert. Die erste Stufe umfasst ABC-Training, Bild-Wortzuordnung, Reimen, Anlaute erkennen und Gehörtes wiedergeben. In der zweiten Stufe folgen phonologische Übungen, Silbenerkennung, Zeitenanwendung, Oberbegriffe und Worterkennung. Die dritte Stufe beinhaltet vertiefte Zeitenanwendung, Wortarten, Satzteilerkennung, Satzzeichen, Fremdwörter und Leseverständnis. Die vierte Stufe behandelt Fallbestimmung, komplexe Zeitformen, Groß- und Kleinschreibung, erweiterte Wortarten, Lückentexte und fortgeschrittenes Lesevermögen.

Strukturiertes Mathematik-Training in vier Stufen

Auch das Mathematikprogramm ist in vier Stufen aufgebaut, die den Lehrplan der Grundschule abdecken. Die erste Stufe behandelt Ziffern, den Zahlenraum bis 20, Addieren, Subtrahieren, Zehnerübergang und erstes Sachrechnen. In der zweiten Stufe werden Zahlen bis 100, Umkehraufgaben, das Einmaleins, Teilen, Rechnen mit Geld und Sachaufgaben erarbeitet. Die dritte Stufe umfasst Zahlen bis 1000, Addition und Subtraktion bis 100, Teilen und Teiler, Rechnen mit Zeit sowie Zahlenrätsel. Die vierte Stufe beinhaltet Rechnen bis 10000, alle Grundrechenarten auf höherem Niveau und komplexes Sachrechnen.

Die Vorteile der Fernförderung im Überblick

Das Lern- und Fernförderungsprogramm des EÖDL bietet zahlreiche Vorteile für Kinder und Eltern. Jedes Kind kann in seiner eigenen Lerngeschwindigkeit arbeiten, ohne Druck und ohne Vergleich mit anderen. Die Förderung setzt genau dort an, wo sie benötigt wird – nicht mehr und nicht weniger. Immer wieder verschiedene Aufgabentypen halten die Motivation hoch und verhindern Langeweile. Erklärungshilfen für Eltern, Pädagogen und Trainer werden mitgeliefert, sodass eine optimale Begleitung des Kindes möglich ist. Der zeitliche Rahmen des Trainings ist völlig individuell gestaltbar – manche Kinder brauchen Wochen, andere Monate für ihre Lernziele. Es gibt keine Einschränkungen bei der Nutzung, denn Übung macht bekanntlich den Meister.

Kostenloser und unverbindlicher Einstieg

Der EÖDL ermöglicht allen interessierten Eltern einen kostenlosen und unverbindlichen Zugang zum Fernförderungsprogramm. Unter https://eltern.fernfoerderung.com können sich Eltern registrieren und sich selbst von der Qualität des Programms überzeugen. Ausführliche Informationen zum gesamten Förderkonzept sind unter www.fernfoerderung.com/infos/ verfügbar.

Teil eines bewährten Gesamtkonzepts

Die Lern- und Fernförderung ist ein wichtiger Baustein im umfassenden pädagogischen Angebot des EÖDL, der 2026 sein 30-jähriges Bestehen feiert. In drei Jahrzehnten wurden über 17.000 diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainer in 64 Ländern ausgebildet. Mit über 250.000 durchgeführten AFS-Tests und der sechsfachen Auszeichnung als „Top Anbieter für Weiterbildung“ durch FOCUS-BUSINESS hat sich der Verband als führende Institution auf dem Gebiet der Legasthenie- und Dyskalkulieförderung etabliert.

Über den EÖDL

Der Erste Österreichische Dachverband Legasthenie wurde 1996 gegründet und zählt zu den führenden Institutionen für die Förderung von Menschen mit Lese-, Schreib- und Rechenproblemen. Neben der Ausbildung von Spezialisten entwickelt der Verband innovative Lernprogramme und stellt viele Ressourcen kostenlos zur Verfügung.

Kostenlose Anmeldung für Eltern: https://eltern.fernfoerderung.com

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