Tag Archives: Sehenswürdigkeiten Venedig

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Wiederweihe der Markusbasilika im November 1626

Erneuerte Orgeln, strahlende Mosaike und Monteverdis Klangkunst lassen die Staatskirche San Marco zum Höhepunkt venezianischer Musik und Baukunst erblühen.

BildAm 8. November 1626 fand in Venedig die feierliche Wiederweihe der Markuskirche statt. San Marco war die Staatskirche der Seerepublik Venedig und im Jahre 1094 nach ihrem Neubau – die alte 832 geweihte Vorgängerkirche war stark beschädigt gewesen – geweiht worden. Im Laufe des Mittelalters und bis in die frühe Neuzeit war die Kirche stetig ausgeschmückt und bereichert worden: die Kuppeln wurden aufgestockt, Vorhallen, Mosaike und reiche Dekorationen kamen hinzu. Die notwendig gewordenen umfangreichen Restaurierungen an Gewölben, Wänden und an den Kuppelinnenstein führten zu einer fast vollständigen Erneuerung des Innenraums. Besonders im 16. und 17. Jahrhundert wurden ältere Mosaikbilder überarbeitet oder ersetzt, um sie zeitgemäßer erscheinen zu lassen. So wurden z.B. die Mosaiken an der Südfassade wie auch an einzelnen Portalbögen durch frühneuzeitliche Entwürfe neu gesetzt, was die ikonographische Wirkung der Basilika auch für zeitgenössische Besucher verständlicher machte, da nun antike bzw. mittelalterliche Szenen in modernen Stilformen interpretiert wurden. Das alles machte eine neue Weihe der Kirche erforderlich.

Claudio Monteverdi war dazumal seit 1613 Chorkapellmeister der Markuskirche und hatte damit eine der prestigeträchtigsten Musikstellen in Europa inne. Mit seiner musikalisch gestalteten Einweihungs-Zeremonie erreichte die für Europa einzigartige Verbindung von Architektur, Musik und politischem Selbstverständnis in San Marco ihren Höhenpunkt. Monteverdi prägte in Venedig einen Wendepunkt der Musik weg von der Renaissance hin zum Barock und machte Venedig damit zum Zentrum der modernen Musik in Europa. Seine Musik war ausdrucksstärker und emotionaler, sie sollte nicht nur schön klingen, sondern den religiösen Text fühlbar machen.
Wichtig dafür waren die Doppelorgel- wie auch die Mehrchörigkeit, die sich in Venedig seit der ersten Hälfte des 16. Jh. entwickelt hatten: in den beiden im Chorbereich sich gegenüberliegenden Orgelemporen befinden sich je eine Orgel und ein Chor, die gezielt räumlich getrennt eingesetzt werden, so dass eine musikalische Bewegung im Raum entsteht. Auch die Orgeln waren erneuert worden, so dass der Klang der Musik besonders rein war.

Weitere Informationen über Führungen zu den Stätten der Musik in Venedig – Claudio Monteverdi, Barbara Strozzi, Antonio Vivaldi, Giuseppe Verdi u.a.
https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/musik.htm

Dieser Effekt wird zudem dadurch verstärkt, dass die Markuskirche im Gegensatz zu zeitgleich entstandenen romanischen Kirchen des 11. Jh. keine Basilika mit Tonnengewölbe, sondern eine byzantinisch geprägte Kreuzkuppelkirche mit fünf großen Kuppeln ist, die den Raum nicht nach vorne, sondern nach oben und zur Mitte hin öffnen und damit eine ganz besondere Akustik erzeugen: Der Schall wird von den Kuppeln gesammelt, reflektiert und gleichmäßig auf den Raum verteilt. Durch die Kuppel bekam die Musik einen regelrecht räumlichen Effekt und verstärkte den Eindruck der Fühlbarmachung des Klanges.

Im Zuge der Renovierung waren ferner die Mosaikflächen gereinigt worden, deren harte Oberflächen den Klang in den Raum tragen, anstatt ihn zu absorbieren. Die Schallreflexion erzeugt einen langen, reichen Hall, der besonders für Orgel- und Chormusik geeignet ist. Die Mosaike der Markuskirche sind in unregelmäßigen Winkeln angeordnet, was den Schall diffus reflektiert und ein gleichmäßiges harmonisches Nachklingen erzeugt.

Mehr Infos zur Führung Glas-Handwerk in Venedig – Die Firma Orsoni
https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/glas.htm

Die Markuskirche war die Staatskirche der Seerepublik Venedig – nicht die Kathedrale, das war die Peterskirche in Castello. In der (Kuppel-) Architektur und mit der (Orgel-) Musik – beides vom Papst nicht geschätzt – machte Venedig seine Selbstständigkeit Rom gegenüber deutlich: dem Willen des Kirchenoberhauptes in Rom hat sich die Serenissima in ihrer jahrhundertelangen Geschichte nicht gebeugt – ganz im Gegenteil.

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1525: vor 500 Jahren kam der Ohrring nach Venedig

1525 überraschte Siora Marina bei einer adligen Hochzeit in Venedig alle Gäste mit durchstochenen Ohren und Perlenohrringen. Schon bald eroberten diese Schmuckstücke die Modewelt und auch die Kunst.

BildAn 6. Dezember 1525 wurde der lokale Chronist Marin Sanudo d. Jüngere in Venedig von Francesco Bragadin als Berichterstatter zur Hochzeit seiner Nichte mit Sir Lorenzo da Mula geschickt. Das Fest war großartig mit seinen mehr als dreihundert geladenen adeligen Gästen, von denen zudem viele wichtige Ämter der Regierung der Republik Venedig bekleideten, und ihren prachtvoll gewandeten Damen.

In seinen Tagebüchern (Band 40) allerdings verwies Sanudo nicht nur auf die Pracht des Events, sondern vor allem auf einen ganz besonderen Umstand, der nicht nur ihn schwer beeindruckt hatte: … ich sah unter den Adligen Siora Marina, Tochter des Filippo Sanudo, meines Verwandten, und Ehefrau von Zuane Foscari, welche sich hatte die Ohren durchstechen lassen und an einem schmalen goldenen Reifen große Perlen trug.
Der Erfolg war Siora Marina gesichert, alle bestaunten sie und vor allem die anderen Damen waren von einem gewissen Neid erfüllt, denn die herrlichen Perlen ließen die Schönheit der Siora Marina besonders erstrahlen.
Auch wenn Sanudo diese neue Mode überhaupt nicht gefiel – Ohrringe seien Gebrauch afrikanischen Frauen und missfielen ihm sehr – ließ sich der Siegesmarsch dieses Schmuckstücks nicht aufhalten: Frauen aller Schichten fanden schnell Gefallen an der neuen alten Mode.
Mehr zu Führungen über Venedigs Frauen auf https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/venedigsfrauen.htm

Ohrringe kannte schon die Antike: von den Sumerern (3. Jahrtausend v. Chr.) bis zu den Römern wurde dieser Schmuck getragen von Männern und/oder Frauen. Auch in der Bibel finden sich (AT) positive (Hesekiel, 16.12) wie auch negative (Moses 35,2-4) Kommentare zu Ohrringen, hier in Bezug auf Frauen. Im Mittelalter dominierte eine durch die Kirche postulierte negative Beurteilung des profanen und darum verwerflichen Schmuckes, vor allem da durch die Perforierung des Ohres die göttliche Schöpfung „Mensch“ beschädigt wurde.
Dass das Schmuckstück gerade im 16. Jahrhundert in die Schmuckschatullen der Damen zurückkehrte, hat u.a. mit dem Beginn der Neuzeit in der Renaissance zu tun, mit dem eine Hinwendung zum irdischen Schönen einherging.

Kaufen konnten – und können – die venezianischen Damen die nun und bis heute sehr begehrten Schmuckstücke (Abb.1) in immer größerer Vielfalt in der Ruga dei Oresi (Abb. 2). Während in Venedig die meisten Straßen „Calle“ heißen, wurden nur Einkaufsstraßen nach dem Vorbild des französischen Wortes „Rue“ in Venedig „Ruga“ genannt, so auch die elegante „Ruga“ der Goldschmiede am Rialto (Abb.3). Es wird berichtet, dass schon im Jahre 1526 der Goldschmied Battista Rizzoletti in nur drei Monaten Ohrringe im Wert von 10.000 Dukaten verkaufte (mit 1 Dukat kam man eine Woche als Lebensunterhalt gut aus).
Mehr zu Führungen über Venedigs Handwerk auf https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/handwerk.htm

Protagonistin der Ohrring-Mode wurde die Perle, vor allem die großen „barocken Perlen“ aus den südlichen Meeren, die als Hängeohrringe mit ihren unregelmäßigen Formen in vielfältigste Goldschmiedearbeiten gefasst nicht nur das Gesicht der Damen umschmeichelten, sondern zugleich auch Ausdruck ihres Reichtums waren.

Auch in die zeitgenössische Malerei hatte der Ohrring als Accessoire modebewusster Damen schnell Eingang: malte Bernardino Licinio noch im Jahre 1524 eine blonde venezianische Schönheit ohne Ohrschmuck (Bernardino Licinio, Porträt einer Frau, Venedig, Ca´d`Oro, 1524), so zeigen viele Porträts Tizians nach 1525 Schönheiten mit Ohrring (Tizian, La Bella, Florenz, Palazzo Pitti, 1536). Natürlich gab es auch die Damen, die diese neue Mode ebenso wenig schätzen wie Marin Sanudo, so die Dogaressa Morosina Morosini, die sich 1597 von Palma il Giovane als ehrenvolle Dame ohne Ohrring und dafür mit großem Kreuzanhänger an der Kette portraitieren ließ (Palme il Giovane, Morosina Morosini, Venedig, Museo Correr, nach 1597).

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Marco Polo – Händler, Reisender und Buchautor

Im Jahre 1254 wurde Marco Polo in Venedig geboren, wo er am 8. Januar 1324 – also vor 700 Jahren – verstarb.

BildMarco Polo gilt bis heute als einer der größten Entdecker der Weltgeschichte, dessen berühmter Reisebericht das Wissen der Europäer über die Länder im Osten Asiens wesentlich erweiterte.

„Nicolò Polo (Vater des Marco Polo) aus der Kontrada di San Giovanni Grisostomo und sein Brunder Matteo waren Söhne des Andrea Polo aus der Kontrada San Polo und waren die Nachfahren einer reichen und ehrenwerten Händlerfamilie, die im Jahre 1033 aus Dalmatien nach Venedig kam, um sich dort niederzulassen.“ So berichtet uns Marco Barbaro (1511-1570) in seiner Genealogie der venezianischen Patrizierfamilien.
Wie viele Venezianer waren auch die Polos auf den Orienthandel spezialisiert, sie handelten vor allem mit Edelsteinen. Die Brüder Niccolò und Maffeo Polo hatten schon zuvor China bereist und nahmen 1271 auf einer weiteren Orientreise den 17jährigen Sohn bzw. Neffen mit. Auf dem Seeweg gelangten sie nach Persien (heute Iran), von wo es auf dem Landweg weiterging über die Seidenstraße bis sie in die Sommerresidenz des Großkhans der Mongulen, Kublai Khan, gelangten, womit sie das Ziel ihrer Reise erreicht hatten. Unter der Obhut des Khans blieben die Polos bis 1291 im Reich der Mongolen.
Marco Polo wurde von Kublai Khan zum Präfekten ernannt und mit immer vertraulicheren später sogar geheimen Kurierdiensten betraut, so dass er das riesige Reich der Mongolen kennenlernte, welches sich von China bis in den heutigen Irak und im Norden bis nach Russland erstreckte. Auch von Ländern wie z.B. Japan, die den Europäern unbekannt waren, erhielt er Kunde.
1295 dann kehrten die Polos nach mehr fast 4jähriger Heimreise und nach mehr als 20jähriger Abwesenheit nach Venedig zurück, wo Marco Polo sich im Stadtsechstel Cannaregio [https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/cannaregio.htm] niederließ und eine Familie gründete.
Seine Berichte über seine ereignisreiche Reise nahm man in der Heimat jedoch nicht allzu ernst: Millionenstädte mit gut ausgebauten Straßen, Papiergeld, Postverkehr mit Rasthäusern und noch viel mehr – das alles war einfach unglaublich. Und fast wären Marco Polos Berichte als Aufschneidereien in Vergessenheit geraten.

Dann aber nahm Marco Polo 1298 als Flottenkommandant an der Schlacht gegen die Genuesen bei Curzola (heute Korcula, Kroatien – dazumal venezianisches Hoheitsgebiet) teil, welche die Venezianer verloren.
Und so geriet Marco Polo bis 1299 in die Gefangenschaft der Genuesen. In dieser Zeit diktierte der Venezianer seinem Mitgefangenen Rustichello von Pisa, einem dazumal bekannten Autor von Ritterromanen, seine Reiseerinnerungen und schuf damit das bedeutendste Werk mittelalterlicher Reiseliteratur, das bis heute auf uns überkommen ist.
Das Original wie auch sein ursprünglicher Titel sind nicht mehr erhalten. Der offizielle Titel war vielleicht „Die Aufteilung der Welt“ („Le divisament dou monde“) oder „Libro di Marco Polo detto Milione“. Bekannt wurde es als „il Milione“.
Marco Polo schilderte alles – und vielleicht auch noch viel mehr -, was er auf seiner jahrzehntelangen Reise in den fernen Orient gesehen und kennengelernt hat. Manches so außerordentlich, dass es selbst heute noch Zweifler am Wahrheitsgehalt seiner Schilderungen gibt.

Marco Polo brachte zudem aus China das in Europa vollkommen unbekannte Porzellan mit. Dokumentarisch gesichert besaß er Moschus, welches für die Herstellung von Parfüm bedeutend ist. [https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/parfuem.htm] Cristophorus Columbus hatte sich von Polos „Il Milione“ zu seiner Suche nach einem Seeweg zu den Gewürzinseln des Ostens inspirieren lassen. Und dass Marco Polo das Speiseeis nach Europa brachte, ist in den heißen Sommermonaten bis in die Jetztzeit nicht nur in Venedig eine köstliche Wohltat.

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THE MILK OF DREAMS – Kunstbiennale Venedig 23. April – 27. November 2022

Zum 59. Mal findet in Venedig die Kunstbiennale statt – die bedeutendste Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst weltweit.

BildNach der Schweizerin Bice Curiger (2011) und der Französin Christine Macel (2017) ist es wieder eine Frau, dieses Mal eine Italienerin, die diese wichtige Ausstellung kuratiert: Cecilia Alemanni (Mailand 1977).
Alemanni ist kein Newcomer im Biennale-Kontext, sie hat schon im Jahre 2017 auf der Biennale „Viva Arte Viva“ den italienischen Nationalpavillon kuratiert, in dem Roberto Cuoghis befremdlichen Christus-Imitationen und Giorgio Andreotta Calòs herrliche Wasserinstallation zu sehen waren. Alemanni ist die bisher jüngste Kuratorin der Kunstbiennale in Venedig so wie ihr Ehemann Massimiliani Giorni im Jahre 2013 der bisher jüngste Kurator der Ausstellung war und ist.

Der Titel der diesjährigen Biennale, die wegen Corona verschoben wurde und nun in einem geraden Jahr stattfindet, ist „The Milk of Dreams“ (Die Milch der Träume), angelehnt an den Titel eines Kinderbuches, das die britischen Surrealistin Leonora Carrington (1917-2011) in den 1940er Jahren schrieb. Wenngleich Britin verbrachte Carrington fast ihr ganzes Leben in Mexiko und erfand in Wort und Bild die eigentümlichen Geschichten aus „The Milk of Dreams“ für ihre eigenen Kinder. Schon die Titel der Geschichten des Bändchens sprechen für sich: Johann Ohnekopf , Die scheussliche Geschichte der Fleischstueckchen usw.. Als Leitfaden für die Ausstellung ist diese Geschichtensammlung richtungsweisend.
Alemanni hat insgesamt 213 Künstler aus 58 Nationen eingeladen, an der Ausstellung teilzunehmen, 180 von ihnen sind – und das ist bemerkenswert – zum ersten Mal auf der Biennale vertreten. Die Gesamtzahl der ausgestellten Werke beläuft sich auf stolze 1.433 Exponate.
Mehr Informationen zu klassisch moderner und zeitgenössisch moderner Kunst in Venedig: https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/modernekunst.htm

Hinzu kommen die Ausstellungen der jeweiligen Länderpavillons, von denen dieses mal 80 vertreten sind. Fünf Länder nehmen erstmalig an der Biennale teil: Kamerun, Namibia, Nepal, Oman, Uganda.

Das Institut fuer Auslandsbeziehungen hat den Kunsthistoriker und Kurator für zeitgenössische Kunst Yilmaz Dziewior (Bonn 1964), seit 2015 Direktor des Museums Ludwig in Köln, eingeladen, den deutschen Pavillon zu kuratieren. Bespielt wird der Pavillon auf Wunsch Dziewiors von der deutschen Künstlerin Maria Eichhorn (Bamberg 1962). Eichhorn hat sowohl 2002 als auch 2017 an der Dokumenta in Kassel teilgenommen. Die konzeptuellen Arbeiten Eichhorns sind institutionskritisch und fokussieren auf das Verhältnis von Kunstwerk, Umraum und Rezipient. Ihre Arbeit wird im Deutschen Pavillon (bis 1909 „bayrischer Pavillon“, ab 1912 „Deutscher Pavillon) in den Biennale-Gärten zu sehen sein, welcher zur Zeit des Nationalsozialismus im Jahre 1938 komplett im Stil der faschistischen Gesinnung erneuert wurde. Wenngleich 1948 der Reichsadler entfernt wurde, ist der Pavillon bis heute ein Verweis auf dieses besondere Kapitel der deutschen Geschichte womit sich so manch deutscher Künstler von Hans Haacke bis zu Isa Genzken nachhaltig befassten.

Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat den Schweizer Komponisten Alexandre Babel (Genf 1980) und den Italiener Francesco Stocchi (Rom 1975) eingeladen, den Pavillon zu kuratieren. Bespielt wird er von Alexandre Babel selbst und der französisch-marokkanischen Installationskünstlerin Latifa Eckakch (Marokko 1974). Titel des Pavillons ist „Das Konzert“.

Die Abteilung Kunst und Kultur des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport in Österreich hat die deutsche Kunsthistorikerin Karola Kraus (St. Georgen 1961) als Kuratorin des Länderpavillons berufen, welche die beiden Künstler/innen Jakob Lena Knebl (Martina Egger, Baden 1970) und Ashlez Hans Scheirl (Angela Scheierl, Salzburg 1956) eingeladen hat, den Pavillon zu bespielen. Der Titel des Pavillons ist „Invitation of the Love Machine and her Angry Body Parts“.
Die Goldenen Löwen der 59. Kunstbiennale für das Lebenswerk wurden wie üblich schon vorab benannt: Dieses mal sind es zwei Frauen, Cecilia Vicuna (Santiago de Chile 1948) und Katharina Fritsch (Essen 1956). Die deutsche Künstlerin hat mehrfach an der Biennale teilgenommen, vor allem ihre große Tierfigurengruppe der „Rattenkönig“, den sie 1999 auf der vom Schweizer Harald Szeemann (1933-2005) kuratierten 48. Kunstbiennale in der Hauptausstellung in den Giardini zeigte, war beeindruckend.
Weiterführende Informationen zur 59. Biennale in Venedig: https://www.stadtfuehrungen-venedig.de/biennale.htm

Als autorisierte Stadtführerin bietet Frau Kunz-Saponaro neben Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten in Venedig auch informative und kurzweilige Führungen zur zeitgenössischen Moderne auf der Biennale an.

Ob ausgewählte Länderpavillons in den Gärten Venedigs, Ausstellungen im Arsenal oder einen Spaziergang zu auserlesenen Beiträgen. Die Führungen zur 59. Biennale in Venedig sind auch für Familien mit Kindern interessant und spannend.

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