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Wirtschaft

Wenn Vertrauen zur Schwachstelle wird – Ein Praxisfall aus der Deliktrevision

Wie viel ist Vertrauen wert, wenn Kontrollen fehlen? Ein aktueller Praxisfall aus unserer Fraud-Analyse zeigt, wie schnell aus Vertrauen ein erhebliches Unternehmensrisiko werden kann.

BildEin mittelständisches Modehaus wandte sich mit einer dringenden Anfrage an uns. Der Geschäftsführer bat um ein vertrauliches Gespräch und wirkte sichtlich verunsichert. Anlass war ein Geständnis seiner langjährigen Buchhalterin, die seit über 20 Jahren im Unternehmen tätig war.

Sie gab an, einmalig versucht zu haben, Geld vom Geschäftskonto auf ihr Privatkonto zu überweisen. Aufgrund eines Zahlendrehers in der IBAN wurde die Transaktion jedoch nicht ausgeführt und als Fehlermeldung im System zurückgespielt. Im Rahmen des Vier-Augen-Prinzips fiel dieser Vorgang unmittelbar auf. Die Mitarbeiterin suchte daraufhin das Gespräch und beteuerte, dass es sich um einen einmaligen Vorfall handele, ausgelöst durch private finanzielle Belastungen.

Der Geschäftsführer stand vor einer schwierigen Frage: Handelte es sich tatsächlich um einen einmaligen Fehltritt – oder um ein strukturelles Problem?

Unser Prüfungsansatz

Nach Freistellung der Mitarbeiterin erhielten wir Zugriff auf die SAP-Systemlandschaft und begannen mit einer umfassenden Fraud-/Auffälligkeitsanalyse.

Bereits zu Beginn zeigte sich ein gravierendes strukturelles Defizit:
Es existierten keine wirksamen systemseitigen Kontrollen. Weder Rollen- und Berechtigungskonzepte noch Zugriffsbeschränkungen oder dokumentierte Kontrollmechanismen waren implementiert. In den Modulen FI, CO und weiteren Bereichen bestand faktisch uneingeschränkter Zugriff.

Ein solches Umfeld schafft ideale Bedingungen für dolose Handlungen.

Die Feststellungen

Im Rahmen der datenanalytischen Prüfungen konnten wir nachvollziehbar belegen, dass über mehrere Jahre hinweg wiederholt Gelder auf das Privatkonto der Mitarbeiterin transferiert wurden. Der zunächst geschilderte „Einzelfall“ stellte sich somit als Teil eines systematischen Vorgehens dar.

Die Ergebnisse wurden anhand belastbarer Belege – darunter Transaktionsdaten, Kontobewegungen und Prüfberichte – dokumentiert und der Geschäftsführung vorgestellt.

Die Reaktion war geprägt von Schock und persönlicher Enttäuschung. Gerade in inhabergeführten oder mittelständischen Unternehmen ist das Vertrauen in langjährige Mitarbeitende oft besonders hoch – und genau das wird in solchen Fällen zur größten Schwachstelle.

Die menschliche Dimension

Neben aller fachlichen Nüchternheit zeigt dieser Fall deutlich:
Deliktrevision ist nicht nur Zahlenarbeit. Es geht immer auch um Menschen, Beziehungen und Vertrauen.

Für die Betroffenen ist der finanzielle Schaden häufig nur ein Teil des Problems – der Vertrauensbruch wiegt emotional oft schwerer.

Unsere Empfehlungen

* Aus diesem Fall lassen sich klare Handlungsempfehlungen ableiten:
* Einführung und konsequente Umsetzung eines strukturierten Berechtigungskonzepts
* Trennung von Funktionen (Segregation of Duties) in kritischen Prozessen
* Implementierung und Überwachung eines wirksamen Internen Kontrollsystems (IKS)
* Etablierung eines funktionierenden Mehr-Augen-Prinzips
* Regelmäßige Überprüfung und Rezertifizierung von Benutzerrechten
* Durchführung periodischer Auffälligkeits- und Fraud-Analysen in rechnungslegungsrelevanten Prozessen

Fazit

Finanzielle Schäden lassen sich in vielen Fällen beziffern und teilweise kompensieren. Der Verlust von Vertrauen hingegen ist meist irreversibel.

Unternehmen sollten sich daher nicht auf gewachsene Strukturen oder persönliche Loyalität verlassen, sondern auf funktionierende Systeme und Kontrollen setzen.

Unsere Erfahrung aus zahlreichen Projekten zeigt:
Dolose Handlungen entstehen selten spontan – sie entwickeln sich dort, wo Gelegenheiten bestehen und vor allem Kontrollen fehlen.

Oder anders gesagt:
Verantwortung zeigt sich nicht im Vertrauen allein, sondern in der konsequenten Gestaltung und
Überwachung von Kontrollsystemen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

REVIDATA GmbH
Frau Brigitte Jordan
Postfach 10 42 27
40033 Düsseldorf
Deutschland

fon ..: +49 211 65584395
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email : datenschutz@revidata.de

REVIDATA GmbH mit ihrem Hauptsitz in Düsseldorf ist seit 1981 prüfend, beratend und schulend tätig. REVIDATA® ist ein auf dem Markt anerkannt führender und produktneutraler Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen betriebswirtschaftliche Prüfung, IT-Prüfung, Interne Revision, Datenschutz, Datensicherheit, (Massen-)Datenanalyse, Compliance-Audit, Risikomanagement und der jeweils damit verbundenen Beratung und Aus- und Weiterbildung. Unabhängigkeit, Neutralität und langjährige Praxiserfahrung in der Prüfung und Beratung sind das Rüstzeug der REVIDATA GmbH. Genauso wichtig wie die, jeweils zu beachtende aktuellste Gesetzgebung.

Der REVIDATA® Kundenkreis umfasst eine große Anzahl namhafter Unternehmen unterschiedlichster Größen und Branchen sowie Behörden und Ministerien. Hierzu gehören auch Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften und Rechtsanwaltskanzleien, die eng mit REVIDATA® verbunden sind und das Know-how im Rahmen ihrer Jahresabschlussprüfungen und/oder Sonderprüfungen nutzen.

Aus den zahlreich gewonnenen Projekterkenntnissen hat REVIDATA® zur Aus- und Weiterbildung ein besonders wegen seiner Praxisnähe anerkanntes Seminarangebot aufgebaut. Neben der grundsätzlichen Aus- und Weiterbildung in Bezug auf die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit und Sicherheit der eingesetzten Informationstechnologie bietet REVIDATA® zusätzliche individuelle Spezialseminare an.

REVIDATA GmbH bietet, ausgerichtet auf Ihren tatsächlichen Bedarf, die Möglichkeiten der Unterstützungsformen in

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– Analyse und der
– Aus- und Weiterbildung
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Wirtschaft

Kriminalist Oliver Peth warnt vor neuer Betrugswelle – von Lohnfortzahlung bis SEO-Fraud

Die 1000 Gesichter des Betruges. Von Lohnfortzahlungsbetrug bis SEO Fraud.

BildWährend klassische Delikte wie Lohnfortzahlungs- und Versicherungsbetrug boomen, professionalisieren Täter digitale Angriffe: SEO-Fraud, Fake-Leads und Manipulation im Online-Marketing treffen zunehmend Unternehmen – oft unbemerkt.

Pressekontakt:
Oliver Peth – Kriminalist & Betrugsexperte
Detektei Detegere – Privat Investigation Service
E-Mail: oliver.peth@kriminalistik.info
Telefon: 0049 170 24 8 12 78
Website: www.detektei-detegetre.com

Ort, Datum:
Alzenau / Rhein-Main, 30.01.26

Betrug ist längst kein Randphänomen mehr – er ist ein System. Der Kriminalist und Betrugsexperte Oliver Pethbeobachtet eine auffällige Entwicklung: Klassische Betrugsfelder wie Lohnfortzahlungsbetrug und Versicherungsbetrug nehmen zu – gleichzeitig entstehen digitale Betrugsformen wie SEO-Fraud, Fake-Traffic, Manipulation von Kampagnen, Affiliate-Betrug und Fake-Leads, die Marketingbudgets „verbrennen“ und interne Entscheidungen verfälschen. Peth fordert: Unternehmen müssen Ermittlungs- und Präventionsstrukturen verbinden – kriminalistisch, digital und rechtssicher.

Wenn Betrug normal wirkt: Warum 2026 ein Wendepunkt ist

„Was früher als Einzelfall galt, ist heute oft ein wiederholbares Geschäftsmodell“, sagt Oliver Peth, Kriminalist und Spezialist für Wirtschaftskriminalität. „Wir sehen Täter, die hybrid arbeiten: Sie kombinieren klassische Täuschung mit digitaler Skalierung. Das ist neu in der Dynamik – und gefährlich in der Wirkung.“

Neu ist nicht nur die Methode, sondern die Geschwindigkeit: Betrug wird schneller, günstiger, arbeitsteiliger – und dadurch häufiger. Besonders kritisch: Viele Delikte bleiben lange unentdeckt, weil sie im Alltag „plausibel“ wirken: Krankmeldung, Schadensmeldung, Klickzahlen, Leads, Rankings.

Klassiker, die bleiben: Lohnfortzahlungsbetrug & Versicherungsbetrug

Lohnfortzahlungsbetrug (z. B. vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit, Nebentätigkeiten während Krankschreibung, auffällige Muster rund um Wochenenden/Urlaub) ist nach Beobachtung von Peth für Unternehmen nach wie vor ein Top-Schadenfeld: „Die meisten Fälle sind keine Hollywood-Geschichten. Es sind Routinen – und genau deshalb übersieht man sie.“

Auch im Versicherungsbetrug zeigen sich bekannte Muster – teils mit neuen Varianten: „Schadenbilder wirken professioneller, Narrative sind einstudiert, digitale Spuren sind bereinigt. Gleichzeitig gibt es mehr Kooperationen zwischen Beteiligten.“

Was alt ist: Täuschung, Motiv, wirtschaftlicher Vorteil.
Was neu ist: Professionalisierung, digitale Unterstützung, internationale Bezüge, schnellere Wiederholung.

Die neue Angriffsfläche: SEO-Fraud, Fake-Leads & Marketing-Manipulation

Besonders stark nimmt laut Peth ein Feld zu, das viele noch unterschätzen: SEO-Fraud und Performance-Fraud. Gemeint sind u. a.:

Fake-Traffic & Bot-Netzwerke, die KPIs aufblasen

Fake-Leads, die Vertrieb und CRM verstopfen

Manipulation von Kampagnen, z. B. durch Click-Fraud oder Affiliate-Missbrauch

Negative SEO / Sabotage, die Rankings und Reputation schädigt

Täuschung durch „saubere“ Reports, während Budgets versickern

„Viele Unternehmen merken erst spät, dass sie nicht schlechter performen – sondern gezielt manipuliert werden“, so Peth. „Das ist Wirtschaftskriminalität im Marketing-Gewand.“

Wie man entgegenwirkt: Drei Ebenen, die zusammengehören

Oliver Peth empfiehlt einen dreistufigen Ansatz, der Prävention und Beweissicherung verbindet:

1) Frühwarnsysteme statt Bauchgefühl

Klare Indikatoren & Schwellenwerte (z. B. Lead-Qualität, Traffic-Anomalien, Krankheitsmuster)

Regelmäßige Plausibilitätschecks (fachlich & datenbasiert)

Interne Meldewege für Verdachtsmomente

2) Beweise rechtssicher sichern

Dokumentation, die arbeitsrechtlich und prozessfest verwertbar ist

Saubere Kette der Nachweise (Zeit, Ort, Quelle, Integrität)

Vermeidung typischer Fehler (z. B. „selbst ermitteln“ ohne Standards)

3) Kriminalistik + OSINT + digitale Forensik kombinieren

OSINT-Analysen, Verknüpfungen, Muster, Identitäten

Digitale Spurenauswertung bei Kampagnen/Traffic/Lead-Quellen

Strukturierte Täterhypothesen statt Aktionismus

„Wer Betrug bekämpfen will, muss ihn wie ein Täter denken – aber wie ein Profi dokumentieren“, sagt Peth. „Das Ziel ist nicht Verdacht. Das Ziel ist Beweis.“

Zitat zur freien Verwendung (für Redaktionen)

„Betrug ist nicht mehr nur ,klassisch‘ oder ,digital‘ – er ist beides gleichzeitig. Unternehmen brauchen deshalb keine Einzellösungen, sondern ein System aus Prävention, Analyse und gerichtsfester Beweissicherung.“ – Oliver Peth, Kriminalist & Betrugsexperte

Über Oliver Peth

Oliver Peth ist Kriminalist, Profiler und Betrugsexperte. Er unterstützt Unternehmen, Kanzleien und Versicherungen bei der Aufklärung von Wirtschaftsbetrug – von Lohnfortzahlungs- und Versicherungsbetrug bis zu digitalen Betrugsformen wie SEO-Fraud und Performance-Manipulation. Sein Fokus liegt auf diskreter, strukturierter und rechtssicherer Beweisführung.

Redaktioneller Hinweis / Interviewangebot

Oliver Peth steht für Interviews, Hintergrundgespräche, Case-Insights (anonymisiert) sowie Fachvorträge zur Verfügung – u. a. zu:

Lohnfortzahlungsbetrug im Krankheitsfall (Indikatoren, rechtssichere Schritte)

Versicherungsbetrug (Muster, Prävention, Ermittlung)

SEO-Fraud / Performance-Fraud (Erkennung, Beweisführung, Gegenmaßnahmen)

Kontakt: oliver.peth@kriminalistik.info / 0049 170 24 8 12 78 / www.detektei.detegere.com

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Detektei Detegere
Herr Oliver Peth
Emmy-Noether-Str. 5
63755 Alzenau
Deutschland

fon ..: 0170/2481278
web ..: https://detektei-detegere.com
email : oliver.peht@kriminalistik.info

Kurzporträt (Oliver Peth)
Oliver Peth ist Kriminalist, Profiler und Betrugsexperte. Er unterstützt Unternehmen, Kanzleien und Versicherungen bei der Aufklärung von Wirtschaftskriminalität – von Lohnfortzahlungs- und Versicherungsbetrug bis zu digitalen Betrugsformen wie SEO-Fraud, Fake-Leads und Performance-Manipulation. Sein Schwerpunkt liegt auf diskreter, strukturierter und rechtssicherer Beweisführung – kombiniert aus kriminalistischer Methodik, OSINT und digitaler Analyse.
Firmenporträt (Detektei Detegere)
Die Detektei Detegere – Privat Investigation Service ist eine auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Detektei mit Sitz im Rhein-Main-Gebiet. Das Team unterstützt Unternehmen, Versicherungen und Rechtsanwälte bei der professionellen Beweisbeschaffung, Risikoaufklärung und Prävention – national wie international. Detektei Detegere verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit OSINT, digitaler Forensik und praxiserprobten Abläufen, um Verdachtslagen effizient zu prüfen und Ergebnisse gerichtsfest zu dokumentieren – stets mit höchster Diskretion.

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