Tag Archives: E-Rechnung

Wirtschaft

E-Rechnungen ohne ERP: Warum viele Unternehmen mehr Aufwand haben als nötig – Eine praxisnahe Einordnung

E-Rechnungen lassen sich technisch schnell einführen. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig, dass ohne integrierte ERP-Prozesse der manuelle Aufwand steigt und Effizienzgewinne ausbleiben.

BildDie elektronische Rechnung ist in vielen Unternehmen inzwischen angekommen. Formate wie XRechnung und ZUGFeRD sind bekannt, Empfangslösungen sind eingerichtet, erste E-Rechnungen gehen ein. Technisch funktioniert das in vielen Fällen problemlos. In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Der erhoffte Effizienzgewinn bleibt oft aus, der manuelle Aufwand steigt sogar.

Die Ursache liegt dabei selten im Rechnungsformat selbst. Entscheidend ist vielmehr, ob die E-Rechnung in einen durchgängigen Prozess eingebunden ist. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einer reinen Empfangslösung und einer integrierten ERP-Struktur.

E-Rechnung ist mehr als ein digitales Dokument

Eine E-Rechnung ist immer ein strukturierter XML-Datensatz auf Basis der europäischen Norm EN 16931. Die Idee dahinter: Pflichtfelder, feste Datenstrukturen und definierte Codes sollen eine automatisierte Verarbeitung ermöglichen. Dieses Ziel wird jedoch nur erreicht, wenn die Daten nicht nur ausgelesen, sondern systematisch weiterverarbeitet werden.

Ohne ERP endet der Prozess häufig nach dem Empfang. Die XML-Daten werden angezeigt oder geprüft, anschließend erfolgt die Buchung manuell. Medienbrüche bleiben bestehen, der Zeitaufwand verschiebt sich lediglich.

Document Type Codes: Ein oft unterschätztes Detail

E-Rechnungen unterscheiden verschiedene Rechnungstypen, etwa Rechnung, Gutschrift, Storno- oder Abschlagsrechnung. Diese Unterscheidung erfolgt über sogenannte Document Type Codes. Sie steuern, wie ein Beleg fachlich einzuordnen und zu verarbeiten ist.

In Insellösungen werden diese Codes häufig ignoriert oder falsch interpretiert. Die Folge sind Ablehnungen, fehlerhafte Buchungen oder zusätzliche manuelle Prüfungen. Ein ERP-System kann diese Informationen nutzen, um Buchungslogiken automatisch anzuwenden und Sonderfälle korrekt abzubilden.

Steuerdaten sind kein Beiwerk

Ein weiterer zentraler Punkt sind die steuerlichen Informationen. E-Rechnungen enthalten strukturierte Angaben zu Steuersätzen, Steuerkategorien und Bemessungsgrundlagen. Diese Daten sind eindeutig definiert und maschinenlesbar – Stichwort Tax Codes.

Gibt es Fehler in diesem Bereich, müssen diese Angaben manuell geprüft oder nacherfasst werden. Das erhöht nicht nur den Aufwand, sondern auch das Fehlerrisiko. Ein ERP-System stellt sicher, dass steuerliche Regeln einheitlich angewendet und nachvollziehbar dokumentiert werden.

Anlagen und Zusatzdokumente sauber integrieren

In der Praxis bestehen Rechnungen selten nur aus einem einzelnen Beleg. Lieferscheine, Leistungsnachweise, Verträge oder Stundenzettel gehören häufig dazu. Ohne ein ERP-System werden diese Dokumente oft getrennt erzeugt oder abgelegt und per E-Mail nachgereicht.

Das erschwert die Nachvollziehbarkeit und kann zu Problemen bei internen Prüfungen oder Betriebsprüfungen führen. ERP-Systeme ermöglichen es, Rechnung und zugehörige Anlagen als zusammengehörigen Vorgang zu führen und revisionssicher zu verarbeiten.

Medienbrüche und unklare Zuständigkeiten

Ein häufiges Praxisbild zeigt getrennte Verantwortlichkeiten: Die IT betreut das Empfangstool, die Buchhaltung prüft die Rechnung, der Fachbereich liefert ergänzende Informationen. Ohne ein zentrales System entstehen Rückfragen, Wartezeiten und doppelte Arbeit.

ERP-Strukturen schaffen klare Prozesse und Zuständigkeiten. Sie ersetzen nicht die Fachprüfung, verringern aber Reibungsverluste zwischen den Beteiligten.

Warum Insellösungen für eine Skalierung nicht geeignet sind

Bei geringen Belegmengen könnten manuelle Abläufe noch akzeptabel sein. Mit steigender Anzahl an Rechnungen, mehr Geschäftspartnern und unterschiedlichen Sonderfällen wächst der Aufwand jedoch überproportional. Was anfangs als einfache und pragmatische Lösung gedacht war, wird schnell zum Engpass.

ERP-Systeme vereinfachen und stabilisieren Abläufe vor allem durch ihren Ordnungsrahmen. Sie ermöglichen stabile Prozesse, auch wenn Volumen und Komplexität zunehmen.

Fazit

E-Rechnungen lassen sich technisch auch ohne ERP-System empfangen und anzeigen. Der eigentliche Nutzen der elektronischen Rechnung entsteht jedoch erst durch die Integration in durchgängige Prozesse. Ohne ERP bleibt die E-Rechnung oft ein zusätzlicher Arbeitsschritt statt einer echten Erleichterung.

Wer E-Rechnung langfristig effizient und revisionssicher einsetzen will, kommt an strukturierten ERP-Prozessen kaum vorbei.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Website von Jochen Treuz.

www.treuz.de

Hinweis: Jochen Treuz steht Redaktionen gerne als Gastautor oder Interviewpartner zur Verfügung.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim
Deutschland

fon ..: 06201877470
web ..: https://www.treuz.de
email : info@treuz.de

Über Jochen Treuz
Jochen Treuz ist Diplom-Kaufmann, Trainer, Berater und Coach mit langjähriger Erfahrung im Rechnungswesen. Seine Fachgebiete sind die elektronische Rechnungsabwicklung (E-Invoicing), Liquiditätsmanagement sowie die Digitalisierung von Finanzprozessen. Er unterstützt Unternehmen bei der Einführung der E-Rechnung, GoBD-konformer Archivierung und digitaler Prozessoptimierung.

Pressekontakt:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim

fon ..: 06201877470
email : info@treuz.de

Wirtschaft

E-Rechnung 2026: Die unterschätzte Herausforderung

In vielen Unternehmen beginnen jetzt die tatsächlichen Herausforderungen. Das aktuelle BMF-Schreiben beschreibt die Anforderungen an die technische Validierung für alle E-Rechnungen.

BildKünftig entscheidet diese Validierung darüber, ob eine Rechnung als gültige E-Rechnung oder nur noch als „Sonstige Rechnung“ verarbeitet werden darf. Damit stehen Unternehmen vor deutlich komplexeren Aufgaben, als bislang vielerorts angenommen.

Neue Validierungsregeln: Das BMF verschärft die Anforderungen

Das BMF-Schreiben präzisiert erstmals verbindlich, wie E-Rechnungen strukturell, inhaltlich und geschäftslogisch geprüft werden müssen. Werden die Validierungsanforderungen nicht erfüllt, verliert die Rechnung ihren Status als E-Rechnung. Der Rechnungsempfänger wird diese fehlerhafte Rechnung ablehnen (müssen!).

In vielen Unternehmen ist noch nicht angekommen, dass die vorgeschriebene Validierung nicht lediglich eine ergänzende Prüfung ist, sondern eine Voraussetzung für die steuerrechtliche Anerkennung der Rechnung.

Formatvielfalt: XRechnung, ZUGFeRD und Peppol BIS

Die größte Fehlannahme besteht darin, dass „die E-Rechnung“ ein einheitliches Format sei. Tatsächlich besteht ein komplexes Ökosystem aus unterschiedlichen Standards.

XRechnung liegt sowohl als UBL-Variante als auch als CII-Variante vor – jeweils mit eigenen Prüfregeln.
ZUGFeRD basiert ebenfalls auf CII und bietet Profile mit sehr unterschiedlichen Funktionalitäten. Während Basic oft zu wenig Informationen enthält, decken Comfort und Extended deutlich mehr Geschäftsfälle ab.
Peppol BIS Billing 3.0 wiederum setzt auf ein international harmonisiertes UBL-Format und ergänzt es um eigene, teils strengere Business-Rules. Ein Dokument kann deshalb innerhalb Deutschlands gültig, im Peppol-Netzwerk jedoch nicht übertragbar sein.

Auch die Übermittlung von Anlagen folgt in den Formaten unterschiedlichen Prinzipien. ZUGFeRD erlaubt eingebettete Dateien, XRechnung und Peppol arbeiten hingegen mit klar definierten externen Verweisen und festgelegten MIME-Types. Diese Unterschiede werden häufig unterschätzt und führen in der Praxis dann zu Ablehnungen.

Unterschiedliche Validatoren: Warum „validiert“ nicht immer „gültig“ bedeutet

Eine weitere Herausforderung ergibt sich aus der Qualität der eingesetzten Validatoren. Viele ERP-Systeme prüfen lediglich grundlegende Schema-Anforderungen. Diese Tests erkennen zwar grobe syntaktische Fehler, bilden jedoch weder die vollständigen BMF-Anforderungen noch die aktuellen Schematron-Kataloge ab.

Open-Source-Validatoren liefern wichtige Hinweise, weisen jedoch häufig einen geringeren Aktualisierungsgrad auf. Kommerzielle Prüftools sind umfassender, prüfen jedoch nicht immer länderspezifische Erweiterungen. Erst professionelle, Peppol-zertifizierte Validatoren decken alle Ebenen ab: EN 16931, nationale Geschäftsregeln, Peppol-Business-Rules und zusätzliche technische Anforderungen der Access Points.

Die Folge: Eine Rechnung kann „lokal validiert“ worden sein, aber dennoch beim Empfänger oder im Peppol-Netzwerk scheitern. Dieser Unterschied gewinnt ab 2026 erheblich an Bedeutung.

Warum die eigentlichen Herausforderungen noch kaum erkannt sind

Die Übergangsphase bis Ende 2027 vermittelt vielen Unternehmen trügerische Sicherheit. Solange s PDFs noch versendet werden dürfen, scheint die Dringlichkeit gering. Doch die parallele Existenz verschiedener Formate, Übertragungswege und Validierungsregeln führt dazu, dass Probleme erst sichtbar werden, wenn Rechnungen plötzlich nicht mehr verarbeitet werden können bzw. vom Empfänger abgelehnt werden.

Viele Unternehmen wissen zudem nicht, welches Format ihre Software tatsächlich erzeugt, ob alle Schematron-Regeln eingehalten werden oder ob die Peppol-spezifischen Business-Rules unterstützt werden. Hinzu kommt: Die Zahl der Dienstleister, die sowohl die technischen als auch prozessualen Dimensionen der E-Rechnung beherrschen, ist begrenzt. Bereits heute verzeichnen viele Anbieter eine starke Nachfrage nach kurzfristiger Unterstützung.

Handlungsdruck für 2026: Unternehmen müssen frühzeitig aktiv werden

Alle Unternehmen – unabhängig von Branche und Größe – müssen daran arbeiten, die neuen Anforderungen vollständig berücksichtigen. Dazu gehören sowohl technische Anpassungen der ERP-Systeme als auch Veränderungen in Prozessen, Verantwortlichkeiten und Dokumentationswegen. Wer die Umstellung zu spät beginnt, riskiert Verzögerungen, Ablehnungen im Rechnungsaustausch und damit zusätzliche Kosten bei der Rechnungsverarbeitung.

Fazit

Die Einführung der E-Rechnung endet nicht mit der Annahmepflicht. Erst die technischen Validierungsregeln, die unterschiedlichen Formatwelten und die strengen Vorgaben im Peppol-Netzwerk machen sichtbar, wie umfassend die Anforderungen tatsächlich sind. Unternehmen, die diese Themen frühzeitig und strukturiert angehen, sichern sich Prozessstabilität, reduzieren Risiken und vermeiden Engpässe in der späteren Umsetzung.

Praxisorientierte Unterstützung: Kompaktseminare „Update E-Rechnung 2026“

Um Unternehmen bei der Einordnung und Umsetzung der neuen Vorgaben zu unterstützen, werden die 2-Stunden-Kompaktseminare „Update E-Rechnung 2026“ angeboten. Sie vermitteln die wesentlichen Änderungen des BMF-Schreibens, erläutern die Unterschiede der Formate und zeigen konkrete technische Hürden im Validierungs- und Peppol-Umfeld. Die Veranstaltungen finden – wie gewohnt – in Zusammenarbeit mit verschiedenen IHK-Bildungseinrichtungen und Seminaranbietern statt und richten sich an Verantwortliche aus Rechnungswesen, IT, Einkauf und Geschäftsführung.

Das sind die nächsten Seminartermine: 12.12.25 | 13.01.26 | 30.01.26 (weitere Termine sind Vorbereitung)

Informationen zu den Seminarinhalten: https://www.treuz.de/online-seminar-e-rechnung-update-zum-bmf-schreiben-vom-15-10-2025/

Ausführlicher Blog-Beitrag zum Thema: https://www.treuz.de/2025/12/05/e-rechnung-2026-die-unterschaetzte-herausforderung/

Hinweis: Jochen Treuz steht Redaktionen gerne für Interviews und Gastbeiträge zur Verfügung.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim
Deutschland

fon ..: 06201877470
web ..: https://www.treuz.de
email : info@treuz.de

Über Jochen Treuz
Jochen Treuz ist Diplom-Kaufmann, Trainer, Berater und Autor mit langjähriger Erfahrung im Rechnungswesen. Seine Fachgebiete sind die elektronische Rechnungsabwicklung (E-Invoicing), Liquiditätsmanagement sowie die Digitalisierung von Finanzprozessen. Er ist Autor des Buches „E-Rechnungen für Dummies“ (Wiley-VCH, 2024) und begleitet Unternehmen bei der Einführung der E-Rechnung, GoBD-konformer Archivierung und digitaler Prozessoptimierung.

Pressekontakt:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim

fon ..: 06201877470
email : info@treuz.de

Wirtschaft

E-Rechnung 2026: Automatisierte Validierung und Formatvorgaben erhöhen den Druck auf Unternehmen

Mit dem aktuellen BMF-Schreiben vom 15.10.2025 zur elektronischen Rechnungsstellung gewinnt die Umstellung auf echte E-Rechnungsprozesse erneut an Bedeutung.

BildDie jetzt veröffentlichten Vorgaben zur technischen Validierung gelten für alle E-Rechnungen in Deutschland – unabhängig davon, ob diese als XRechnung, ZUGFeRD oder über Peppol übertragen werden. Damit beginnt für Unternehmen eine Phase, in der die bisherige zum Teil von den Unternehmen zögerlich angegangene Übergangspraxis nicht mehr aus.

Das BMF definiert erstmals verbindlich, wie E-Rechnungen mit einer technischen Validierung strukturell, inhaltlich und geschäftslogisch zu prüfen sind. Fehler werden in Klassen eingeteilt und führen im Zweifel dazu, dass ein Dokument nicht als gültige E-Rechnung, sondern nur noch als „Sonstige Rechnung“ verarbeitet werden darf. Diese Einstufung ist keineswegs eine formale Randnotiz. Sie bedeutet höhere Prüfpflichten, aufwendigere Abläufe, mögliche Rückfragen in Betriebsprüfungen und zusätzliche Dokumentationslast. Unternehmen müssen deshalb sicherstellen, dass ihre Systeme automatisiert Rechnungen validierne können und alle Validierungsregeln einhalten – und zwar dauerhaft und nachweisbar.

Besonders deutlich zeigt sich die Komplexität bei der Wahl des zukünftigen Rechnungsformats. XRechnung – in der Regel auf UBL-Basis, in Sonderfällen als CII-Variante – ist weiterhin der Maßstab für den öffentlichen Sektor. ZUGFeRD bietet zwar hybride Dokumente, rechtlich maßgeblich bleibt jedoch ausschließlich das XML. Gleichzeitig bringt Peppol als Übermittlungsstandard eigene, teils deutlich strengere Regeln mit, die über die nationalen Anforderungen hinausgehen. Für öffentliche Auftraggeber ist die Leitweg-ID als Empfängerkennung zwingend, für Unternehmen wird die USt-ID in einer technisch eindeutigen Peppol-Struktur verwendet. Übrigens: Ein XML-Dokument kann daher formal korrekt sein und dennoch nicht den Peppol-Regeln entsprechen. Das gilt besonders für den Umgang mit Anlagen. Diese Unterschiede werden im Alltag oft unterschätzt – mit entsprechenden Risiken für die Verarbeitung.

Die Übergangsfristen bis Ende 2027 schaffen zwar eine gewisse zeitliche Flexibilität, doch sie ersetzen keine strukturelle Umstellung. Spätestens 2026 müssen sich alle Unternehmen mit der Frage befassen, wie sie die gesetzlichen Vorgaben technisch, organisatorisch und prozessual umsetzen. Die Anzahl an spezialisierten Beratern, Umsetzungsdienstleistern und ERP-Experten ist jedoch begrenzt. Viele Anbieter verzeichnen bereits jetzt eine steigende Nachfrage nach kurzfristiger Unterstützung. Wer die Umstellung später angeht, muss damit rechnen, dass externe Ressourcen knapp werden.

Mit der zunehmenden technischen Tiefe der E-Rechnung, der verbindlichen Gültigkeitsprüfung und den unterschiedlichen Anforderungssätzen der Formate wächst der Druck zur Umstellung. Unternehmen, die frühzeitig planen, verschaffen sich nicht nur Prozesssicherheit, sondern verringern auch das Risiko späterer Engpässe bei Dienstleistern und Softwareanbietern.

Vor diesem Hintergrund bieten kompakte, praxisnahe Informationsangebote einen Einstieg, um den eigenen Handlungsbedarf besser einschätzen zu können. Die neuen 2-Stunden-Kompaktseminare „Update E-Rechnung 2026“ stellen die wichtigsten Änderungen aus dem BMF-Schreiben, die technischen Validierungsvorgaben, die Unterschiede der Formate sowie die Herausforderungen im Peppol-Umfeld übersichtlich dar. Die Veranstaltungen werden – wie gewohnt – gemeinsam mit verschiedenen Seminaranbietern und Bildungseinrichtungen der Industrie- und Handelskammern durchgeführt und richten sich an Rechnungswesen, IT, Einkauf und Geschäftsführung.

Das sind die nächsten Termine: 05.12.2025 | 12.12.2025 | 13.01.2026 | 30.01.2026 | 05.03.2026 | 28.04.2026 | 26.06.2026. Weitere Termine sind in Planung.

Zur Seminarübersicht: https://www.treuz.de/online-seminar-e-rechnung-update-zum-bmf-schreiben-vom-15-10-2025/

Jochen Treuz steht Redaktionen gerne als Interviewpartner und Gastautor zur Verfügung.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim
Deutschland

fon ..: 06201877470
web ..: https://www.treuz.de
email : info@treuz.de

Über Jochen Treuz
Jochen Treuz ist Diplom-Kaufmann, Trainer, Berater und Autor mit langjähriger Erfahrung im Rechnungswesen. Seine Fachgebiete sind die elektronische Rechnungsabwicklung (E-Invoicing), Liquiditätsmanagement sowie die Digitalisierung von Finanzprozessen. Er ist Autor des Buches „E-Rechnungen für Dummies“ (Wiley-VCH, 2024) und begleitet Unternehmen bei der Einführung der E-Rechnung, GoBD-konformer Archivierung und digitaler Prozessoptimierung.

Pressekontakt:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim

fon ..: 06201877470
email : info@treuz.de

Wirtschaft

E-Rechnung 2025: Neuer Anwendungserlass bringt Klarheit – und neue Pflichten

Der aktuelle Anwendungserlass des Bundesfinanzministeriums vom 15. Oktober 2025 klärt zahlreiche Detailfragen rund um die E-Rechnung. Enthalten sind erweiterte Pflichten aber auch Erleichterungen.

BildEin zentraler Punkt ist die neu eingeführte Fehlerklassifikation, die zwischen Formatfehlern, Geschäftsregelfehlern und Inhaltsfehlern unterscheidet. Diese Einteilung ist entscheidend, weil nur formal korrekte E-Rechnungen als ordnungsgemäß im Sinne des § 14 UStG gelten – und damit zum Vorsteuerabzug berechtigen.

Zudem schreibt der Erlass vor, dass jede E-Rechnung künftig technisch validiert werden muss. Dabei wird automatisiert geprüft, ob die Datei den Anforderungen des europäischen Standards EN 16931 entspricht, alle Pflichtfelder enthält und keine strukturellen oder logischen Fehler aufweist. Eine manuelle Prüfung allein genügt künftig nicht mehr.

Auch bei der Archivierung wurden die Anforderungen gelockert: Es reicht aus, die strukturierte Rechnungsdatei (z. B. XML) unverändert aufzubewahren. Ein zusätzliches PDF nicht erforderlich. Gleichwohl bleiben die GoBD-Grundsätze weiterhin verbindlich – insbesondere Unveränderbarkeit, Nachvollziehbarkeit und maschinelle Auswertbarkeit.

Einschätzung

Der Anwendungserlass sorgt für mehr Rechtssicherheit, macht aber auch deutlich, dass viele Unternehmen noch Handlungsbedarf haben. Die Vielzahl der Formate (XRechnung, ZUGFeRD, UBL) und der Übertragungswege (E-Mail, Peppol, Portallösungen) führen weiterhin zu Unsicherheiten.
Es bleibt dabei: Die E-Rechnung ist kein Thema allein für Rechnungswesen und IT. Einkauf und Vertrieb müssen ebenso eingebunden werden, da die Frage nach Format und Übertragungsweg bereits beim Vertragsabschluss geklärt werden sollte. Wer das versäumt, riskiert Rückläufer, Mehraufwand oder auch den Verlust des Vorsteuerabzugs.

Empfehlungen

Unternehmen sollten das aktuelle BMF-Schreiben zum Anlass nehmen, ihre Syteme und Prozesse jetzt zu überprüfen:

* Formate und Übertragungswege abstimmen: Mit Geschäftspartnern klären, welche Standards verwendet werden.
* Technische Validierung einführen: Software einsetzen, die Format- und Geschäftsregelfehler automatisch erkennt.
* Archivierung anpassen: Nur die strukturierte Datei aufbewahren, GoBD-Vorgaben weiter beachten.
* Organisation vernetzen: Rechnungswesen, IT, Einkauf und Vertrieb gemeinsam einbinden.
* Mitarbeitende schulen: Verantwortliche auf neue Prüfpflichten vorbereiten.

Seminare bieten Orientierung

Praxisnahe Online-Seminare zeigen, wie Unternehmen die neuen Vorgaben sicher umsetzen, E-Rechnungen technisch prüfen und organisatorisch in bestehende Abläufe integrieren können.
Nächste ganztägige Termine:
04.11.25 | 10.11.25 | 02.12.25 | 08.12.25 | 22.01.26 | 18.02.26 – jeweils in Zusammenarbeit mit verschiedenen Anbietern.

Mehr zu den Seminaren: https://www.treuz.de/seminare-e-rechnung/

Zum Download des 31-seitigen Anwendungserlasses: https://kurzlinks.de/gc2x

Hinweis: Jochen Treuz steht Redaktionen auch gerne als Interviewpartner und Gastautor zur Verfügung.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim
Deutschland

fon ..: 06201877470
web ..: https://www.treuz.de
email : info@treuz.de

Über Jochen Treuz
Jochen Treuz ist Diplom-Kaufmann, Trainer, Berater und Autor mit langjähriger Erfahrung im Rechnungswesen. Seine Fachgebiete sind die elektronische Rechnungsabwicklung (E-Invoicing), Liquiditätsmanagement sowie die Digitalisierung von Finanzprozessen. Er ist Autor des Buches „E-Rechnungen für Dummies“ (Wiley-VCH, 2024) und begleitet Unternehmen bei der Einführung der E-Rechnung, GoBD-konformer Archivierung und digitaler Prozessoptimierung.

Pressekontakt:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim

fon ..: 06201877470
email : info@treuz.de

Wirtschaft

Digitalisierung im Rechnungswesen – Anspruch und Wirklichkeit

ZDF WISO zeigt: Viele Unternehmen hinken bei der Digitalisierung im Rechnungswesen hinterher. Alte Systeme, fehlende Standards und mangelnde Sicherheit bremsen – mit teuren Folgen.

BildZum Teil noch große (Wissens-)Lücken bei den Unternehmen

Am 22. September 2025 strahlte ZDF WISO die Dokumentation _“Wie digital ist die Wirtschaft?“_ aus. Die Sendung machte schonungslos deutlich, wie groß die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit vielerorts noch ist. So arbeiten Unternehmen teilweise noch mit Windows XP aus dem Jahr 2001 – und wundern sich anschließend, dass die Digitalisierung teuer wird. Auch die mangelhafte Internetversorgung auf dem Land bremst nach wie vor ganze Betriebe aus. Dabei steht mit Starlink seit zwei Jahren eine marktreife Lösung bereit, die vielerorts schlicht nicht genutzt wird.

E-Rechnung: Pflicht und Stolpersteine

Seit dem 1. Januar 2025 sind Unternehmen verpflichtet, elektronische Rechnungen empfangen und verarbeiten zu können. In der Praxis zeigt sich aber, dass die Umsetzung an Details scheitert. Häufig fehlen korrekte Angaben zu Document Type Codes, Tax Codes oder Payment Means Codes. Ebenso ist die europäische Übertragungsmöglichkeit Peppol in vielen Fachabteilungen noch kaum bekannt, obwohl sie ein zentrales Element für eine zukunftssichere Rechnungsabwicklung ist.

KI braucht vollständige Digitalisierung

Viele Verantwortliche setzen große Hoffnungen in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Doch klar ist: Ohne ein vollständig digitales Rechnungswesen bleibt KI wirkungslos. Automatisierte Prüfung, Kontierung oder Auswertung von Belegen sind nur möglich, wenn Prozesse standardisiert und Daten durchgängig verfügbar sind. Papierbelege, Insellösungen und manuelle Schnittstellen verhindern jede sinnvolle Automatisierung.

Cybersicherheit als Pflicht

Ein oft unterschätzter Punkt ist die Cybersicherheit im Rechnungswesen. Wer sensible Daten digital verarbeitet, muss für deren Schutz sorgen. Angriffe auf Buchhaltungssysteme nehmen zu – und ohne konsequente Sicherheitskonzepte können selbst moderne ERP-Lösungen schnell zur Schwachstelle werden.

Digitalisierung braucht Strategie

Digitalisierung im Rechnungswesen ist keine reine IT-Aufgabe, sondern eine Querschnittsaufgabe. Einkauf, Vertrieb, Controlling und Buchhaltung müssen gleichermaßen einbezogen werden. Nur wenn Verträge, Prozesse und Systeme frühzeitig aufeinander abgestimmt sind, lassen sich Medienbrüche vermeiden und Effizienzgewinne erzielen. Moderne ERP-Systeme bilden dafür das Fundament, BI-Tools ermöglichen tiefere Analysen und Szenarien. Unternehmen, die konsequent auf diesen Weg setzen, berichten von Zeitgewinnen, höherer Datenqualität und schnelleren Entscheidungen.

Kernpunkte für die Unternehmenspraxis

* Digitalisierung muss durchgängig gedacht werden – von der Unternehmensstrategie bis zur Verarbeitung von Belegen
* BI-Tools schaffen Transparenz und liefern Frühwarnsignale
* KI funktioniert nur in einem vollständig digitalisierten Umfeld
* Cybersicherheit ist kein Zusatz, sondern Grundvoraussetzung
* Der Controller kann zum Impulsgeber für digitale Prozesse werden.

Seminartermine

Wer die Umsetzung der Digitalisierung des Rechnungswesens vertiefen möchte, kann an ganztägigen Online-Seminaren von Jochen Treuz teilnehmen:

* 6. Oktober 2025 über die Bildungseinrichtungen der IHKs in Arensberg, Bonn, Darmstadt, Heilbronn, Mannheim und Siegen
* 30. Oktober 2025 über die AH Akademie Heidelberg

Mehr Infos: https://www.treuz.de/seminare-digitalisierung-im-rechnungswesen/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim
Deutschland

fon ..: 06201877470
web ..: https://www.treuz.de
email : info@treuz.de

Über den Autor
Jochen Treuz ist Diplom-Kaufmann, Trainer, Berater und Autor mit langjähriger Erfahrung im Rechnungswesen. Seine Schwerpunkte liegen in der elektronischen Rechnungsabwicklung (E-Invoicing), der Digitalisierung kaufmännischer Prozesse sowie im Liquiditätsmanagement. Mit praxisnahen Beispielen und klarer Sprache vermittelt er komplexe Inhalte verständlich – in Seminaren, Fachbeiträgen und Publikationen wie dem Buch „E-Rechnungen für Dummies“ (Wiley Verlag, 2024).
Jochen Treuz steht Redaktionen auch für Gastbeiträge und Interviews als Experte zur Verfügung.

Pressekontakt:

Jochen Treuz | Trainer und Berater
Herr Jochen Treuz
Nördliche Hauptstraße 44
69469 Weinheim

fon ..: 06201877470
email : info@treuz.de