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Rinder offenbar in Anhänger gehalten: ANINOVA zeigt Betrieb im Landkreis Augsburg an

ANINOVA liegt Bildmaterial aus einer Rinderhaltung in Fischach vor. Die Organisation erstattete Anzeige, Behörden kontrollierten den Betrieb mehrfach und stellten Beanstandungen fest.

BildDer Tierrechtsorganisation ANINOVA liegt aktuelles Bildmaterial aus einer Rinderhaltung in Fischach im Landkreis Augsburg (Bayern) vor, das erhebliche Zweifel an der Einhaltung der gesetzlichen Mindestanforderungen aufwirft. Die Aufnahmen zeigen mehrere Rinder, die offenbar in einem gewöhnlichen Anhänger untergebracht sind, der nach Einschätzung von ANINOVA dauerhaft zur Tierhaltung genutzt wird.

Die Bilder wurden der Organisation zugespielt. Sie zeigen eine stark beengte Haltungssituation. Nach Einschätzung von ANINOVA steht den Tieren nicht ausreichend Platz zur Verfügung, um sich gleichzeitig hinzulegen. Auffällig sind zudem starke Verschmutzungen an Rücken und Flanken der Tiere. Diese lassen darauf schließen, dass die Rinder versucht haben, sich gemeinsam hinzulegen, dabei jedoch aufgrund des begrenzten Platzangebots übereinander liegen mussten.
Darüber hinaus wirkt der Bereich stark verschmutzt und mit Kot sowie Urin durchsetzt. Trockene Liegeflächen sind auf dem vorliegenden Material nicht erkennbar. Auch ausreichender Witterungsschutz scheint in der improvisierten Unterbringung nicht gewährleistet zu sein.

Ein weiterer zentraler Kritikpunkt betrifft die Versorgung der Tiere mit Wasser. Nach der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung muss Rindern jederzeit Zugang zu ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen. Auf dem vorliegenden Bildmaterial ist jedoch keine Vorrichtung oder Einrichtung erkennbar, die eine dauerhafte Wasserversorgung der Tiere sicherstellt.
Besonders kritisch ist zudem, dass es sich bei der Unterbringung offenbar um einen gewöhnlichen Anhänger handelt, der zur dauerhaften Tierhaltung genutzt wird. Eine solche Haltung entspricht nach Einschätzung von ANINOVA weder den Anforderungen an eine tiergerechte Unterbringung noch den gesetzlichen Vorgaben.
Hinzu kommt, dass sich die Tierhaltung offenbar an einem Ort befindet, der von öffentlichen Straßen aus kaum einsehbar ist. Die Haltung liegt versteckt und ist nur erkennbar, wenn man gezielt nach ihr sucht.

Nachdem ANINOVA aktuelles Bildmaterial vorlag und Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen waren, erstattete die Organisation eine Tierschutzanzeige beim zuständigen Veterinäramt des Landkreises Augsburg. Nach Angaben der Behörde führte diese Anzeige zu einer weiteren Kontrolle des Betriebs.
Das Landratsamt teilte zudem mit, dass die betreffende Tierhaltung in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 15-mal kontrolliert worden sei. Dabei seien wiederholt Beanstandungen festgestellt worden, die unter anderem zu tierschutzrechtlichen Anordnungen gegenüber dem Tierhalter geführt hätten. Auch vor und nach der Anzeige von ANINOVA seien Kontrollen durch Amtstierärztinnen erfolgt. Weitere Einzelheiten zu den Maßnahmen wurden aus Datenschutzgründen nicht mitgeteilt. Der Betrieb werde jedoch weiterhin engmaschig überwacht.

„Dass Rinder offenbar dauerhaft in einem Anhänger gehalten werden, ist aus unserer Sicht völlig inakzeptabel“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Die Bilder zeigen deutlich, dass diese Form der Haltung weder artgerecht noch tierschutzkonform ist.“

Der Fall zeigt einmal mehr, dass Missstände in der Tierhaltung häufig erst durch Hinweise aus der Bevölkerung oder durch zugespieltes Bildmaterial sichtbar werden.
„Solange Tiere als Produktionsmittel betrachtet werden, sind solche Zustände leider keine Einzelfälle“, so Peifer weiter. „Wer Tierleid vermeiden möchte, kann dies am effektivsten durch eine pflanzliche Lebensweise.“

ANINOVA stellt Medien auf Anfrage das vorliegende Bild- und Videomaterial zur Verfügung.

Weitere Informationen und ein Video hier.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland

fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org

Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org

Pressekontakt:

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Herr Jan Peifer
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ANINOVA deckt tierschutzwidrige Kälberhaltung auf – bundesweites Problem, NRW besonders betroffen

ANINOVA deckt illegale Kälberhaltung auf: In mehreren Bundesländern – besonders in NRW – leiden Tiere in engen Boxen. Anzeigen gestellt, strukturelles Problem der Milchindustrie sichtbar.

Immer wieder werden in Deutschland junge Kälber entgegen gesetzlicher Vorgaben in zu kleinen Einzelboxen gehalten – ohne Sichtkontakt zu Artgenossen und ohne ausreichende Bewegungsmöglichkeit. Diese tierschutzwidrige Praxis verursacht massiven Stress und gesundheitliche Schäden und stellt einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Obwohl die gesetzlichen Vorgaben eindeutig sind, handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem in der Nutztierhaltung.

In den vergangenen Wochen wurden der Tierrechtsorganisation ANINOVA entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung aus verschiedenen Regionen Deutschlands zugespielt. Besonders häufig betroffen war Nordrhein-Westfalen. Betroffen sind:

o Kreis Recklinghausen (NRW)
o Kreis Viersen (NRW)
o Kreis Borken (NRW)
o Ostalbkreis (Baden-Württemberg)
o Kreis Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein)
o Stadt Bremen (Freie Hansestadt Bremen)

ANINOVA hat die Hinweise jeweils an die zuständigen Veterinärämter weitergeleitet. In allen Fällen wurden die Betriebe überprüft und tierschutzwidrige Zustände abgestellt.
Bei Milchbetrieben im Kreis Viersen, Kreis Recklinghausen und einem weiteren in Bremen wurde der Hinweis auf „illegale Kälberhaltung“ sogar öffentlich sichtbar auf Google Maps dokumentiert. Teilweise bestehen die Missstände bereits seit Jahren. Bei allen betroffenen Betrieben handelt es sich um kleinere Milchviehbetriebe, die regional vermarkten und öffentlich mit besonders artgerechter Tierhaltung werben. Dennoch werden die Kälber nicht gesetzeskonform gehalten. Warum dies bei früheren Kontrollen durch die zuständigen Veterinärbehörden nicht aufgefallen ist, ist ANINOVA nicht bekannt.

Kälber werden in der Milchindustrie meist bereits kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt, damit die Milch vollständig für den menschlichen Konsum genutzt werden kann. Anschließend werden sie häufig isoliert in Einzelboxen gehalten. Diese Praxis widerspricht jedoch den ethischen und gesetzlichen Anforderungen an eine tiergerechte Haltung. Besonders gravierend ist, dass die Einzelhaltung vielerorts zur gängigen Praxis gehört. „Hier zeigt sich auch schon wieder, dass es der Milchindustrie nur um den Profit geht, die Tiere werden als Produktionseinheit gesehen“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.

Die Organisation ruft die Öffentlichkeit dazu auf, bei Tierleid nicht wegzusehen. Wer auf tierquälerische Haltungsformen stößt, sollte dies den Behörden melden. Gleichzeitig appelliert ANINOVA an alle Menschen, ihr eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen – denn jede Entscheidung für pflanzliche Alternativen ist ein Schritt in Richtung Mitgefühl, Verantwortung und einer Zukunft ohne Tierleid.

Weitere Information und Bilder hier.

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An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
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