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ANINOVA deckt tierschutzwidrige Kälberhaltung auf – bundesweites Problem, NRW besonders betroffen

ANINOVA deckt illegale Kälberhaltung auf: In mehreren Bundesländern – besonders in NRW – leiden Tiere in engen Boxen. Anzeigen gestellt, strukturelles Problem der Milchindustrie sichtbar.

Immer wieder werden in Deutschland junge Kälber entgegen gesetzlicher Vorgaben in zu kleinen Einzelboxen gehalten – ohne Sichtkontakt zu Artgenossen und ohne ausreichende Bewegungsmöglichkeit. Diese tierschutzwidrige Praxis verursacht massiven Stress und gesundheitliche Schäden und stellt einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Obwohl die gesetzlichen Vorgaben eindeutig sind, handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem in der Nutztierhaltung.

In den vergangenen Wochen wurden der Tierrechtsorganisation ANINOVA entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung aus verschiedenen Regionen Deutschlands zugespielt. Besonders häufig betroffen war Nordrhein-Westfalen. Betroffen sind:

o Kreis Recklinghausen (NRW)
o Kreis Viersen (NRW)
o Kreis Borken (NRW)
o Ostalbkreis (Baden-Württemberg)
o Kreis Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein)
o Stadt Bremen (Freie Hansestadt Bremen)

ANINOVA hat die Hinweise jeweils an die zuständigen Veterinärämter weitergeleitet. In allen Fällen wurden die Betriebe überprüft und tierschutzwidrige Zustände abgestellt.
Bei Milchbetrieben im Kreis Viersen, Kreis Recklinghausen und einem weiteren in Bremen wurde der Hinweis auf „illegale Kälberhaltung“ sogar öffentlich sichtbar auf Google Maps dokumentiert. Teilweise bestehen die Missstände bereits seit Jahren. Bei allen betroffenen Betrieben handelt es sich um kleinere Milchviehbetriebe, die regional vermarkten und öffentlich mit besonders artgerechter Tierhaltung werben. Dennoch werden die Kälber nicht gesetzeskonform gehalten. Warum dies bei früheren Kontrollen durch die zuständigen Veterinärbehörden nicht aufgefallen ist, ist ANINOVA nicht bekannt.

Kälber werden in der Milchindustrie meist bereits kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt, damit die Milch vollständig für den menschlichen Konsum genutzt werden kann. Anschließend werden sie häufig isoliert in Einzelboxen gehalten. Diese Praxis widerspricht jedoch den ethischen und gesetzlichen Anforderungen an eine tiergerechte Haltung. Besonders gravierend ist, dass die Einzelhaltung vielerorts zur gängigen Praxis gehört. „Hier zeigt sich auch schon wieder, dass es der Milchindustrie nur um den Profit geht, die Tiere werden als Produktionseinheit gesehen“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.

Die Organisation ruft die Öffentlichkeit dazu auf, bei Tierleid nicht wegzusehen. Wer auf tierquälerische Haltungsformen stößt, sollte dies den Behörden melden. Gleichzeitig appelliert ANINOVA an alle Menschen, ihr eigenes Konsumverhalten zu hinterfragen – denn jede Entscheidung für pflanzliche Alternativen ist ein Schritt in Richtung Mitgefühl, Verantwortung und einer Zukunft ohne Tierleid.

Weitere Information und Bilder hier.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland

fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org

Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org

Pressekontakt:

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Nach Aufdeckung von Missständen in Milchbetrieb im Landkreis Uckermark: Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt

Versteckte Kameras dokumentieren über Monate, wie verschiedene Mitarbeitende und Betriebsverantwortliche Kühe mit Stöcken und anderen Gegenständen geschlagen haben

BildAnfang April 2025 hat ANINOVA umfangreiches Videomaterial aus einem der größten Rinderbetriebe in Brandenburg veröffentlicht. In dem Milchviehbetrieb in Brüssow, Landkreis Uckermark, werden rund 1.000 Tiere gehalten. Versteckte Kameras dokumentieren über Monate, wie verschiedene Mitarbeitende und Betriebsverantwortliche Kühe mit Stöcken und anderen Gegenständen geschlagen haben. Die Bilder zeigen auch, wie Tiere getreten, geworfen und gequält wurden. Vor allem hat es Kühe getroffen, die ohnehin schon verletzt oder krank waren. Der Betreiber zeigte sich bestürzt über die Brutalität seiner Mitarbeitenden. Er beteuerte, dass er selbst keine Tiere misshandeln würde. Besonders pikant: Laut mehreren Zeugen ist der Betreiber in einer markanten Szene selbst zu sehen, wie er mit einem spitzen Gegenstand auf eine verletzte Kuh einsticht und ihren Schwanz verdreht. „Dies ist in dieser Form gesetzeswidrig, daher haben wir auch Strafanzeige gegen den Betreiber gestellt“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA e.V. Die Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin nun aufgenommen (AZ 334 Js 10590/25). Weitere Informationen hier.

Brüssow, Landkreis Uckermark, 25.04.2025. Die Tierrechtsorganisation ANINOVA hat Anfang April Bilder veröffentlicht, die nur schwer zu ertragen sind. Die Bilder zeigen, dass Mitarbeitende eines Milchbetriebs in Brüssow immer wieder Kühe treten, mit Stöcken schlagen oder mit spitzen Gegenständen quälen. Auch werden immer wieder Kälber geworfen oder getreten. Die Aufnahmen zeigen einen brutalen Umgang mit den Tieren. Zudem hatten viele Kühe Geschwüre, die teilweise die Größe eines Medizinballs überschritten und offen waren. Mehrere Tiere hatten stark geschwollene Beine, die einen Umfang von bis zu dem Dreifachen des Normalen erreicht hatten. Diverse Tiere wiesen offene Wunden auf, andere konnten sich überhaupt nicht mehr aufrichten.
Die Videoaufnahmen sorgten landesweit für Aufsehen, auch die brandenburgische Landwirtschaftsministerin, Hanka Mittelstädt, zeigte sich schockiert. Das zuständige Veterinäramt in Prenzlau hatte bei Kontrollen selbst Missstände vorgefunden und will Strafanzeige erstatten.

Der Betreiber des Milchbetriebs hatte in diversen Interviews und Stellungnahmen dargestellt, dass er selbst über die Videos schockiert war. Zudem behauptete er, dass die Schuld ausschließlich seine Mitarbeitenden treffen würde, denn er selbst würde niemals ein Tier quälen. „Pikant an dieser Aussage ist, dass sie offenbar nicht stimmt“, sagt Peifer. Auf Grund der Berichterstattungen haben sich diverse Menschen aus dem näheren Umfeld des Landwirts bei der Tierrechtsorganisation gemeldet. Diesen Menschen hat ANINOVA das unverpixelte Bildmaterial gezeigt und alle Personen bestätigten, dass der Landwirt in einer Szene klar zu erkennen ist. „Wir sehen den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt und haben daher eine weitere Strafanzeige erstattet“, gibt Peifer an. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin teilt nun mit, dass sie die Ermittlungen gegen die Mitarbeitenden und gegen den Betreiber aufgenommen hat (AZ 334 Js 10590/25).

ANINOVA selbst hat den Betreiber vor mehr als einer Woche die entsprechende Szene per E-Mail geschickt und zur Stellungnahme aufgefordert. „Eine Antwort auf unsere Fragen haben wir nicht erhalten“, so Peifer. So wollte die Tierrechtorganisation z.B. wissen, um welchen Gegenstand es sich handelt und warum Kühe derart misshandelt werden. „Wir empfehlen jeder Person die vegane Lebenweise, anders ist diese Tierquälerei nicht zu stoppen“, so Peifer abschließend.

Mehr Informationen und ein Video gibt’s auf der Organisationswebsite unter dem Titel „Die Milch-Lüge: Tierquälerei in jedem Tropfen“, hier der Link.

Bildmaterial auf Anfrage.

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ANINOVA e.V. (vormals Deutsches Tierschutzbüro e.V.)
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Geschlagen, getreten, misshandelt: Versteckte Kameras dokumentieren Tierquälerei in Milchbetrieb Brüssow

ANINOVA liegt umfangreiches Videomaterial aus einem der größten Rinderbetriebe in Brandenburg vor. In dem Milchviehbetrieb in Brüssow, Landkreis Uckermark, werden rund 1.000 Tiere gehalten.

BildDie gefilmten Missstände sind gravierend. So haben versteckte Kameras über Monate hinweg Übergriffe von Mitarbeitenden an Kühen und Kälbern dokumentiert. Vor allem werden Kühe mit Stöcken geschlagen und getreten, oft handelt es sich um Tiere, die ohnehin schon krank oder verletzt sind. „In dem Betrieb werden Tiere gequält, daher haben wir Strafanzeige erstattet“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA e.V. Zusätzlich wurde das Veterinäramt in Prenzlau und das Landwirtschaftsministerium in Potsdam informiert. Die Milch der gequälten Tiere wird als Haltungsstufe 3 bei LIDL, REWE und Kaufland verkauft. Teilweise wird es mit „Milch aus einem Tierwohl-Stall“ beworben. Weitere Informationen hier.

Es sind Bilder, die nur schwer zu ertragen sind. Immer wieder sind Mitarbeitende des Milchbetriebs zu sehen, wie sie Kühe treten, mit Stöcken schlagen oder mit spitzen Gegenständen quälen. Auch werden immer wieder Kälber geworfen oder getreten. Die Aufnahmen zeigen einen brutalen Umgang mit den Tieren. Einer der Hauptvorwürfe ist, dass kranke und verletzte Kühe augenscheinlich nicht tierärztlich behandelt werden. Viele Kühe haben Geschwüre, die teilweise die Größe eines Medizinballs überschreiten und offen sind. Mehrere Tiere haben stark geschwollene Beine, die einen Umfang von bis zu dem Dreifachen des Normalen erreichen. Diverse Tiere weisen offene Wunden sowohl an den vorderen als auch an den hinteren Karpalgelenken sowie an anderen Stellen auf. Einige Kühe können sich überhaupt nicht mehr aufrichten. Rund 50 der Kälber-Iglus verstoßen gegen die gesetzlichen Vorgaben, da es an sozialem Kontakt zu anderen Kälbern fehlt. „Die Liste der Vorwürfe ist sehr lang“, resümiert Peifer.

Dass der Landwirt gegen Tierschutzvorschriften verstößt, sollte ihm eigentlich bewusst sein, denn schließlich nimmt er an der Haltungsstufe 3 Außenklima teil. Die Milch wird an die Molkerei Fude + Serrahn in Gransee geliefert. Fude + Serrahn beliefert u.a. die Eigenmarken von LIDL, Kaufland und REWE. Im Supermarkt wird die Milch als „Tierwohl“, Haltungsstufe 3 verkauft.
Insgesamt sieben versteckte Kameras haben zwischen Mitte Dezember 2024 bis Mitte Februar 2025 rund 1.000 Stunden Videomaterial aus dem Betrieb aufgenommen. Das zuständige Veterinäramt in Prenzlau sowie das Landwirtschaftsministerium in Potsdam wurden direkt nach Abschluss der Recherche informiert. ANINOVA wurde das Bildmaterial zugespielt. Nach detaillierter Auswertung hat die Organisation eine umfangreiche Strafanzeige erstattet und Mitte März 2025 das gesamte Bildmaterial der Staatsanwaltschaft Neuruppin übermittelt. „Wir hoffen, dass die Täter hart bestraft werden“, so Peifer.

Die Tierrechtsorganisation will mit der Veröffentlichung der Bilder generell aufzeigen, wie Milchkühe in Deutschland gehalten werden. Bezeichnungen wie „Tierwohl“ oder Haltungsstufe 3 sagen am Ende überhaupt nichts darüber aus, ob die Tiere artgerecht gehalten werden oder nicht. „Diese Begriffe täuschen die Menschen“, so Peifer und ergänzt: „Wir empfehlen die pflanzliche Lebensweise, denn dann ist sicher, dass kein Tier gequält wird“.

ANINOVA hat mehr Informationen und ein Video auf der Organisationswebsite unter dem Titel „Die Milch-Lüge: Tierquälerei in jedem Tropfen“ veröffentlicht, hier der Link.

Bildmaterial auf Anfrage.

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Zum Weltmilchtag (01.06): Die Miss Bayern, Carina Schätz, hat im ANINOVA Reaction-Video Tränen in den Augen

„So brutal werden Milchkühe in Bayern und Deutschland misshandelt“

BildZum morgigen Weltmilchtag (01.06.2024) hat sich die Miss Bayern 2022/2023, Carina Schätz, Videomaterial von ANINOVA Undercover Einsätzen angeschaut. „Es sind Bildaufnahmen, die den ganzen normalen Alltag von Milchkühen in Bayern und Deutschland zeigen“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA (ehemals Deutsches Tierschutzbüro). Kälber, die direkt nach der Geburt ihren Müttern entrissen werden, Kühe in der Anbindehaltung, Kühe, die auf Tiertransporter geprügelt und anschließend brutal geschlachtet werden. All das bewegt Carina Schätz sehr. Im Reaction-Video schießen ihr Tränen in die Augen, sie will diese Tierquälerei nicht wahrhaben. „Ich verstehe einfach nicht, warum immer noch Kühe misshandelt und gequält werden“, sagt die Miss Bayern, Carina Schätz. Viele der Aufnahmen stammen dabei aus Bayern, also aus dem Bundesland, das Carina Schätz als Miss vertritt. Sie fordert: „Hört endlich auf wegzuschauen und erhebt eure Stimme!“ Das Video werden ANINOVA und Carina Schätz morgen zum Weltmilchtag auf Instagram veröffentlichen, bereits heute ist es vorab auf der ANINOVA-Website einzusehen.

Immer wieder dokumentiert ANINOVA die Milchkuh-Haltung in Bayern und Deutschland. Dabei entstehen Bildaufnahmen von grausamen und schrecklichen Lebensbedingungen. „Milchkühe werden brutal ausgebeutet, das Leid beginnt unmittelbar nach der Geburt bei den Kälbern“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Denn die Kälber werden der Mutter entrissen, damit sie nicht die Milch wegtrinken. Viele wissen nicht, dass eine Kuh nur Milch gibt, wenn sie kalbt. Doch das grausame Leben der Tiere beginnt dabei jetzt erst: Nach der Trennung werden die Kälber in sogenannte Kälberiglus gesperrt, meist werden sie dann betäubungslos enthornt. Nach wenigen Wochen werden sie in die Mast oder in Stallungen gebracht, wo sie dann ebenfalls für die Milchindustrie ausgebeutet werden. Rund eine Million Kühe leben dabei in der Anbindehaltung und stehen dort auf Spaltenböden. „Auf den Milchverpackungen sieht man davon nichts“, kritisiert Peifer.
Als Veganerin weiß Carina Schätz zwar von den Zuständen, unter denen Kühe und Kälber gehalten werden, aber dennoch bekommt sie beim Anschauen des ANINOVA- Videos Weltschmerz. „Meist schaue ich weg, denn ich kann das Elend einfach nicht mehr sehen. Doch auf dieses Video habe ich mich ganz bewusst eingelassen und dann schossen mir die Tränen in die Augen. Es ist einfach nur schlimm“.

Viele Aufnahmen stammen dabei aus Bayern, also aus dem Bundesland, das Carina Schätz als Miss vertritt. Gerade in Bayern werden sehr viele Kühe in der umstritten Anbindehaltung gehalten. Das bedeutet, die Tiere haben einen Strick oder eine Kette um den Hals und können gerade mal einen Schritt nach vorne und hinten machen. Ein Umdrehen ist nicht möglich. „Wenn ich das sehe, dann schäme ich mich für Bayern“, sagt Carina Schätz. Schätz wohnt in der Nähe von Nürnberg.

Auch wenn der Weltmilchtag von der Milchindustrie 2001 ins Lebens gerufen wurde, so wollen ANINOVA und die Miss Bayern, Carina Schätz den Anlass nutzen, um den Menschen die Augen und Herzen zu öffnen. „Diese Tierquälerei hat erst ein Ende, wenn wir alle aufhören Kühe anzubinden, zu schlagen, zu misshandeln, auszubeuten und zu töten“.

Am Weltmilchtag (01.06.) wird das Reaction-Video auf den Instagram-Seiten von ANINOVA und Carina Schätz veröffentlicht. Vorab kann es auf der ANINOVA Website eingesehen werden. Vorab kann es auf der ANINOVA Website eingesehen werden. Hier der Link.

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Bioland-Landwirt hält Kälber in aufgeschnittenen Glascontainern – ANINOVA deckt Missstände auf

Durch Hinweise aus der Bevölkerung wird ANINOVA auf einen Bioland-Betrieb im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen aufmerksam.

BildDort werden Kälber in aufgeschnittenen Glascontainern und Wassertanks gehalten. Da die Schnitte scharfkantig sind und eine unmittelbare Verletzungsgefahr für die Tiere darstellen, hat ANINOVA die Behörden informiert. Einige der Kälber werden einzeln gehalten und haben auch keine Ohrmarken. Grundsätzlich wirkt der Hof verwahrlost und heruntergekommen. Einhundert Kühe sollen auf den Hof leben. Besonders pikant: Es handelt sich um einen Bioland-Landwirt, der nach eigenen Angaben an die Bio-Molkerei Söbbeke liefert. ANINOVA hat die Molkerei und Bioland informiert. „Auf diesen Hof wird deutlich: Aus Bio ist längst Massentierhaltung geworden“, meint Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Weitere Informationen und Bildmaterial hier.

ANINOVA liegt Bildmaterial aus einem Bioland-Betrieb in Lindlar bei Köln (Oberbergischer Kreis in Nordrhein-Westfalen) vor. Auf dem Hof werden hundert Tiere gehalten. Die Aufnahmen sind vor wenigen Tagen entstanden und zeigen eine nicht tiergerechte Haltung von Kühen und Kälbern. Primär kritisiert die Tierrechtsorganisation mit Sitz in Sankt Augustin (bei Bonn) die Unterbringung der Kälber. Dieser werden unmittelbar nach der Geburt von ihren Müttern getrennt, damit sie nicht die Milch trinken. Stattdessen werden sie in „Kälberiglus“ untergebracht. „Das ist extrem grausam für die Tiere, teilweise schreien die Kälber tagelang nach ihren Müttern“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Um offenbar Kosten zu sparen, werden die Kälber auf dem Biobetrieb in aufgeschnittenen Glascontainern und aufgeschnittenen Wassertanks gehalten. Da die Schnitte scharfkantig sind, besteht eine Verletzungsgefahr für die Jungtiere. Aus diesem Grund hat ANINOVA letzte Woche das zuständige Veterinäramt in Gummersbach informiert. „Dort werden die Ermittlungen aufgenommen und es soll eine Kontrolle stattfinden, wie uns mitgeteilt worden ist“, sagt Peifer. Bei der Sichtung der Bilder fiel auch auf, dass einige Kälber in Einzelboxen unterbracht worden sind. Dies ist grundsätzlich verboten und nur mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubt. Ob diese vorliegt, ist ANINOVA nicht bekannt. Auch trugen einige Kälber keine Ohrmarken, obwohl dies ab dem siebten Lebenstag gesetzlich vorgeschrieben ist.

Neben der schlechten Kälberunterbringung bemängelt ANINOVA auch die Haltung der Kühe. Diese erfolgt zum Teil in veralteten Stallungen. „Vieles auf dem Hof wirkt improvisiert“, kritisiert Peifer. So zeigen Fotos auch tote Tiere und verdreckte Hallen. Von Anwohnern wurde zudem bestätigt, dass nicht alle Kühe regelmäßig auf die Weide kommen. „Entgegen der Vorstellung vieler Menschen ist es bei Bioland nicht vorgeschrieben, dass die Kühe auf die Weide kommen. Auch schließt Bioland die Anbindehaltung von Kühen nicht aus“, so Peifer.

Die Milch wird auf der hofeigenen Milchtankstelle verkauft. Zudem liefert der Betrieb nach eigenen Angaben an die Bio-Molkerei Söbbeke. Die Molkerei beliefert große Supermarktketten und Bioläden in ganz Deutschland. ANINOVA hat sowohl Bioland als auch die Bio-Molkerei Söbbeke sowie Supermarktketten und Bioläden kontaktiert. „Ich kann jedem Menschen, der Tierquälerei nicht unterstützen möchte, nur raten, sich vegan zu ernähren“, so Peifer abschließend.

Weitere Informationen und Bildmaterial hier.

Bildmaterial senden wir auf Anfrage zu.

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