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Neuer Magazinartikel: Warum Männer im Streit wie ihr eigener Vater klingen

Coach Torsten Nassall beschreibt in einem neuen Magazinartikel sechs unbewusste Vater-Muster und einen Drei-Schritte-Weg, sie im Alltag zu durchbrechen.

BildAus dem Magazin »Impulse« von torsten-nassall.de

Neuer Magazinartikel: Warum Männer im Streit wie ihr eigener Vater klingen

Sechs Muster, die Väter unbewusst weitergeben, und ein Drei-Schritte-Weg, sie zu durchbrechen

Berlin, 2. Juli 2026. Der Berliner Coach Torsten Nassall veröffentlicht heute auf torsten-nassall.de einen neuen Magazinartikel zum Thema transgenerationale Weitergabe und beschreibt sechs Verhaltensmuster, die Väter unbewusst aus der eigenen Kindheit an ihre Kinder weitergeben. Der Text richtet sich an Männer, die sich in stressigen Momenten plötzlich wie ihr eigener Vater verhalten, obwohl sie das nie wollten.

Der Moment, in dem der eigene Vater durchbricht

Nassall beschreibt einen Moment, den viele Väter kennen: Sie hören sich plötzlich im Ton oder mit den Worten ihres eigenen Vaters sprechen, obwohl sie sich das nie vorgenommen hatten. Der Grund liegt laut Nassall nicht im Charakter, sondern in der Prägung. Verhalten, das ein Kind über Jahre beobachtet und erlebt, wird tiefer gespeichert als jede spätere Absicht. Unter Stress, Erschöpfung oder in Konfliktsituationen tritt dieses früh gelernte Muster automatisch in den Vordergrund, oft bevor das erwachsene Ich reagieren kann.

Sechs Muster, die stumm weitergegeben werden

Im Artikel benennt Nassall sechs wiederkehrende Muster aus seiner Coaching-Praxis: emotionale Nichterreichbarkeit, Wut als Standard-Reaktion auf Stress, Leistung als Bedingung für Zuneigung, Schweigen bei Konflikt, Härte als vermeintliche Männlichkeit und das vollständige Vermeiden von Vaterschaft. Jedes dieser Muster wird laut Nassall in der Regel nicht ausgesprochen, sondern über Jahre vorgelebt und dadurch übernommen.

Ein Drei-Schritte-Weg, das Muster zu unterbrechen

Nassall stellt im Artikel einen dreistufigen Ansatz vor, um eingeübte Reaktionen im Alltag zu unterbrechen: das Muster im Moment benennen, eine bewusste Pause zwischen Impuls und Reaktion einbauen und anschließend bewusst anders handeln als gewohnt. Der Coach betont, dass es dabei nicht um perfekte Reaktionen geht, sondern um wiederholte kleine Abweichungen vom alten Programm.

„Was du in dir trägst, gibst du weiter, ob du willst oder nicht, außer du machst dich sichtbar dafür. Es geht nicht darum, ein besserer Vater zu sein als der eigene. Es geht darum, ein echter zu sein: einer, der zugibt, wenn er falsch reagiert hat, und der sich bei seinem Kind entschuldigt.“
Torsten Nassall, Coach für Männer

Über Torsten Nassall

Torsten Nassall, geboren 1971 in Berlin, ist seit über 20 Jahren als Coach für Männer tätig. Über zwei Jahrzehnte seines eigenen Lebens war er süchtig nach Alkohol, Drogen und Essen, bis er 2005 seinen Tiefpunkt erreichte. Heute begleitet er andere Männer im Einzelgespräch, in wöchentlichen Gruppenkreisen und auf Drei-Tages-Retreats. Sein Ansatz schöpft aus seiner Ausbildung als systemischer Coach, aus über zehn Jahren ManKind-Project-Arbeit und aus gelebter Erfahrung. Sein erstes Buch „Als ich nach Hause kam“ erscheint im dritten Quartal 2026 im YessYess Verlag.

Bezugsquellen

Der Magazinartikel ist frei zugänglich unter torsten-nassall.de/impulse/vater-werden-ohne-der-eigene-vater-zu-werden.html. Weitere Informationen zu Torsten Nassalls Arbeit als Coach für Männer gibt es auf torsten-nassall.de.

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Vaterschaft ist politisch – wie Erziehung unsere Zukunft retten kann

Wie Vaterschaft & Erziehung gestaltet wird, hat massiven Einfluss darauf, wie Kinder mit dieser komplexen Welt umgehen lernen. Wie bewusst Väter ihre Rolle leben, ist dabei entscheidend.

BildBad Berka, März 2026. Väter kommen zu spät. Das ist die ehrlichste Zusammenfassung dessen, was Carsten Vonnoh, Deutschlands bekanntester Vätercoach, seit 10 Jahren in seiner Arbeit beobachtet. Sie kommen in die Beratung, wenn die Beziehung bereits bedroht ist. Sie kommen in die Elternbildung, wenn die Kinder schon im Schulalter sind. Und in die politische Debatte kommen sie als eigenständige Zielgruppe kaum.

„Ich erlebe täglich Männer, die beschreiben, dass sie als Kinder nie wirklich gesehen wurden, die massive Gewalt und Vernachlässigung erlebt haben, ohne das bisher wirklich präsent gehabt zu haben. Männer, die gelernt haben, dass Stärke bedeutet, nichts zu brauchen. Und Männer, die massive Angst davor haben, erneut beschämt zu werden und nicht gut genug zu sein. Diese oft unbewusste Erfahrung formt, wie sie ihre eigenen Kinder begleiten, was sie ihnen weitergeben und wie sie Partnerschaft leben“, sagt Vonnoh.

Was das gesellschaftlich bedeutet, belegt der Kinderarzt Herbert Renz-Polster in „Demokratie braucht Erziehung“ (2025): Die Landkarten des Rechtspopulismus sind deckungsgleich mit den Karten kindlicher Not. Wer in frühen Jahren keine verlässliche Anerkennung, keine Zugehörigkeit und kein Erleben von Wirksamkeit erfahren hat, ist als Erwachsener anfälliger für Botschaften, die genau das versprechen, durch Feindbilder statt durch echte Verbindung.

Die Entwicklungsforschung belegt seit Jahren, was in der Präventionspolitik kaum aufgegriffen wird: Väter sind eigenständige Bindungspersonen mit einem nachweislichen, eigenständigen Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Ihr Beitrag lässt sich nicht allein durch mütterliche Bindungsqualität ersetzen. Gerade für Selbstregulation, soziale Kompetenz und das Erleben von Wirksamkeit spielen väterliche Präsenz und emotionale Verfügbarkeit eine bedeutsame Rolle. Besonders wenn wir so oft über „gesunde Vorbilder sprechen“.

Gleichzeitig fehlen väterspezifische Angebote in der institutionellen Prävention fast überall. Kommunen investieren in Familienzentren und Elternbildung, sprechen damit aber hauptsächlich Mütter an. Männer, die als Väter gefordert sind, stehen mit dieser Anforderung häufig allein. „Wir fordern von Männern, emotional präsente Väter zu sein, und lassen sie dabei strukturell im Stich“, sagt Vonnoh, ohne zu vergessen, dass Männer „ganz klar auch eigene Verantwortung haben, sich ihren Herausforderungen bewusster zu stellen“.

Was Kommunen, Unternehmen und Hochschulen konkret ändern könnten: Väterarbeit als eigenständiges Handlungsfeld begreifen, mit eigenen Formaten und eigener Sprache statt als „Anhängsel der Mütterberatung“. Väterzeit & Väterbildung im Unternehmen als essentielle Investition betrachten, nicht als Sahnehäubchen. Und in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte die emotionale Komplexität von Männern und Jungen endlich systematisch berücksichtigen.

Was Vonnoh unter bewusster Vaterschaft versteht, ist keine neues Schlagwort, sondern eine Haltung: die Bereitschaft, die eigene Geschichte anzuschauen und aufzuhören, Muster unreflektiert weiterzugeben. „Was wir Kindern in den ersten Jahren nicht geben, wird später um ein Vielfaches teurer. Menschlich wie gesellschaftlich. Väter sind ein Teil dieser Rechnung, den wir nicht länger ignorieren können.“

Service: Carsten Vonnoh ist als Referent und Keynote-Speaker buchbar. Die Vaterherz® Akademie bietet offene Vortragsimpulse für Väter und Weiterbildungsformate für Fachkräfte. www.vaterherz.de | www.carstenvonnoh.de

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Die Vaterherz® Akademie mit Sitz in Weimar ist eine auf vätersensible Entwicklung spezialisierte Akademie. Sie qualifiziert Fachkräfte, unterstützt Kommunen, Träger, Hochschulen und Unternehmen für eine zeitgemäße, beziehungsorientierte Väterarbeit. Im Zentrum steht die Überzeugung, dass bewusste und präsente Vaterschaft nicht nur Familien stärkt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu Gleichstellung, sozialem Zusammenhalt und gesunder Organisationskultur leistet. ?

Gegründet wurde die Vaterherz® Akademie von Carsten Vonnoh, Vätercoach, Autor sowie systemischer Familien- und Paarberater (DGSF). Er bringt mehr als 8 Jahre Erfahrung in der Väterarbeit mit; zudem hat er über 1.000 Väter und Paare begleitet, und wirkte in 400+ Vorträgen und Workshops. ?

Die Arbeit der Akademie verbindet systemische Ansätze, Bindungsforschung und Traumapädagogik mit einer klaren, beziehungs- und traumasensiblen Haltung. Ziel ist es, vätersensible Kompetenz nicht nur individuell zu stärken, sondern auch strukturell wirksam in Organisationen und gesellschaftlichen Kontexten zu verankern. ?

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