Tag Archives: außenpolitik

Uncategorized

Sovereign Europe Forum schlägt europäisches NATO-Kommando vor

Handover Council soll Übergabe der europäischen NATO-Einheiten an ein europäisches Kommando koordinieren

Bild– Weitere Empfehlungen: europäische Streitkräfte, viel mehr aus dem defence Budget für Investitionen in Tech-Souveränität und ein EU-weiter Rechtsrahmen für Unternehmen

– Verteidigungs- und Kapitalmarktunion „verstärken sich gegenseitig“

– Empfehlungspapier im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz erarbeitet; Mitunterzeichner ist der frühere EU-Kommissionpräsident José Manuel Duaro Barroso

Das Souvereign Europe Forum (SEF) hat im Zuge eines offiziellen Side Event auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof konkrete Empfehlungen erarbeitet, um den Aufbau einer Verteidigungsunion zu beschleunigen und den Standort Europa zu stärken resilienter und unabhängiger zu machen.

Unter dem Titel „Responsibilty means response ability“ plädiert das SEF dafür, dass die europäischen NATO-Mitgliedstaaten das Kommando über die europäischen NATO-Einheiten übernehmen. Dafür soll am Obersten Hauptquartier der Allierten Streitkräfte in Europa (SHAPE) ein „Handover Council“ eingerichtet werden, das die Übergabe koordiniert – wenn möglich durch den Deputy Supreme Commander, der immer eine Europäer ist. Die Militärs können hier den politischen Willen kompentent und effizient umsetzen.

Zudem soll das Council im Falle eines Waffenstillstandsabkommens die Sicherheitsgarantien für die Ukraine koordinieren. Im Rahmen des Prozesses müsse deutlich kommuniziert werden, dass sich Europa stärker einbringt, um die Gesamtfähigkeiten der NATO zu stärken. „Es ist nur fair, dass Europa nach so vielen Jahrzehnten des Schutzes durch die USA einen größeren Anteil übernimmt“, sagt der SEF-Mitgründer und Unternehmer Martin A. Schoeller.

Der Vorschlag des EU-Verteidigungskommissar Kubilius, der ebenfalls an dem Forum als Keynote Speaker und an der Diskussion teilnahm, eine Europäische Task Force mit rund 100.000 Soldaten zu bilden, wird vom SEF stark unterstützt, da es für den Handover erforderlich ist.

Darüber hinaus empfiehlt das SEF, die nationalen und europäischen Verteidigungshaushalte deutlich in Richtung digitale Infrastruktur und Zukunftstechnologien wie Drohnen, Laser und Roboter zu verlagern. Auch durch PPPs (Public Private Partnerships), etwa durch das langfristige Anmieten von Tech-Infrastruktur kann ein Vielfaches an privatem Kapital mobilisiert werden.

Integrierte Kapitalmärkte als Booster für die Verteidigungsfinanzierung

Außerdem brauche Europa ein größeres EU-Budget für Projekte, die auf europäischer Ebene effizienter und kostengünstiger als national gemanagt werden können, und eine Behörde nach dem Vorbild der US-amerikanischen DARPA, die Forschungsprojekte unterstützt und eng mit Startups zusammenarbeitet.

Auch über den militärischen Bereich im engeren Sinne hinaus gelte es, die europäische technologische Souveränität zu erhöhen. Technologische Souveränität muss Ziel und Leitlinie für europäische Investitionen und Partnerschaften sein. Technologie-Investitionen würden nicht nur helfen, souverän und widerstandsfähig zu werden, sondern könnten auch das Wachstum ankurbeln.

Ein weiterer wichtiger Hebel für ein unabhängiges, sicheres Europa sei eine Kapitalmarktunion. Denn ohne integrierte Kapitalmärkte könne Europa den notwendigen Ausbau der Verteidigung nicht finanzieren. „Die Verteidigungs- und die Kapitalmarktunion verstärken sich gegenseitig“, sagt SEF-Mitgründer Klaus Regling, ehemaliger Geschäftsführer des Euro-Rettungsschirms ESM. Durch eine vertiefte Finanzmarktintegration wäre auch mehr Kapital für Ventures und IPOs in Europa verfügbar

„Eine Kapitalmarktunion ist unverzichtbar, um Europas Wachstumspotenzial zu erhöhen, eine Europäische Verteidigungsunion zu finanzieren und die internationale Rolle des Euro zu stärken, all das würde Europas Souveränität verbessern“, so Regling.

Besonders wichtig ist aus Sicht des SEF das sogenannte „28. Regime“ – also ein einheitlicher EU-weiter Rechtsrahmen, zu dem grenzüberschreitend tätige Unternehmen optieren können. Darüber hinaus gelte es, kapitalgedeckte Altersversorgungssysteme zu fördern, den digitalen Euro als Alternative zu ausländischen Zahlungssystemen voranzutreiben, die Finanzaufsicht zu zentralisieren und einen gemeinsamen europäischen Aktienmarkt aufzubauen.

Das Souvereign Europe Forum (SEF) fördert den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Expertinnen und Experten, um konkrete und umsetzbare Handlungsvorschläge zu entwickeln und einen wirksamen Beitrag zur strategischen und operativen Umsetzung europäischer Souveränität zu leisten.

Das Forum wurde im Dezember 2025 von Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft gegegründet. Es arbeitet eng mit den Organisationen United Europe e.V. und European Forum Alpbach (EFA) zusammen. Den Vorstand des SEF bilden EFA-Vizepräsidentin Antonella Mei-Pochtler, Andreas Treichl (Vorsitzender der ERSTE Foundation) sowie die Familienunternehmer Patrick Adenauer und Martin Schoeller.

Die weiteren Gründer sind José Manuel Duaro Barroso (früherer Präsident der Europäischen Kommission), Jürgen Großmann (Unternehmer und Gründer von United Europe), Klaus Regling (ehemaliger Geschäftsführer des Euro-Rettungsschirms ESM) und Beat Wittmann (Mitgründer und Vorsitzender der Porta Advisors).

Weitere Informationen unter: https://sovereign-europe-forum.org/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Bernstein Communications GmbH für Souvereign Europe Forum (SEF) 
Herr Josef Arweck
Neustädtische Kirchstraße 6
10117 Berlin
Deutschland

fon ..: –
web ..: https://bernstein-group.com/de/
email : arweck@bernstein-group.com

.

Pressekontakt:

Bernstein Communications GmbH für Souvereign Europe Forum (SEF) 
Herr Josef Arweck
Neustädtische Kirchstraße 6
10117 Berlin

fon ..: –
web ..: https://bernstein-group.com/de/
email : arweck@bernstein-group.com

Uncategorized

Organisation Human Rights in Afghanistan veranstaltete erstes Online-Event am 20. Oktober 2021

Die Veranstaltung wurde von mehr als 70 Teilnehmern aus der ganzen Welt besucht.

Am 20. Oktober hielt die neu gegründete Organisation „Human Rights in Afghanistan“ ihre erste Online-Veranstaltung mit dem Ziel, die Menschenrechtslage in Afghanistan zu kennen, die Ursachen zu untersuchen, die Lösungen zu finden, die afghanische Bevölkerung zu informieren und über ihre Situation zu vernetzen.

Die Veranstaltung wurde von mehr als 70 Teilnehmern aus der ganzen Welt besucht. Die zweistündige Diskussion mit fünf Referenten, gefolgt von einigen Fragen der Zuhörer, konzentrierte sich auf Themen wie die allgemeine Lage der Menschenrechte heute, politische Entscheidungen und deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, die Militärpräsenz in Afghanistan in den letzten 20 Jahren, menschliche Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie die Lage in Afghanistan und ihre Folgen im Bereich der internationalen Beziehungen.

Auffällig war der Standpunkt einiger Redner, die deutlich machten, dass in der Vergangenheit viele Medienpublikationen zu Afghanistan unwissend, unvollständig oder manipuliert waren.

Die fünf Redner der Veranstaltung waren Fernando Moragón Meseguer, ebenfalls Präsident der Organisation für Menschenrechte in Afghanistan, Jacques Cheminade, jahrzehntelanger Zivilverwalter der Direktion für Außenwirtschaftsbeziehungen (DREE) des Ministeriums für Wirtschaft, Finanzen und Industrie, französischer Handelsattaché in New York, Gründer der politischen Partei Solidarity and Progress in France, Felipe Debassa, Professor für Zeitgeschichte und Gegenwart an der Universität Rey Juan Carlos, Alejandro Requeijo, Journalist bei El Confidencial Digital, spezialisiert auf Sicherheits- und Terrorismusfragen, und Marcelo Muñoz, Spezialist für globale Wirtschaft und Zivilisationen.

Marcelo Muñoz war auch Präsident des China Chair, Dekan der spanischen Unternehmer in China. Mit 40 Jahren Erfahrung in China als Geschäftsmann, Dozent und Politikwissenschaftler verfasste er die Bücher „The Chinese Enigma“, „China 2050“ und zahlreiche Artikel zur chinesischen Realität in verschiedenen Publikationen. Er erlangte einen Blickwinkel über den westlichen Bereich hinaus und hatte einen aufschlussreichen Blick auf die Gesamtsituation der menschlichen Welt. Mit schweren Worten an die Zuhörer verurteilte er den 20-jährigen US-Aufenthalt in Afghanistan, der nur Zerstörungen und Gräueltaten mit sich gebracht habe. Er glaubte an eine Zukunft für die Afghanen, unterstützt durch gegenseitige Dialoge und wirtschaftlich unterstützende Projekte mit anderen Ländern.

Der französisch-argentinische Politiker Jacques Cheminade machte in seiner Rede deutlich, dass zu den Menschenrechten das Recht auf Essen und Wohnung gehört. Die seit 20 Jahren bestehende westliche Macht in Afghanistan hat den Afghanen diese Grundrechte aber vorenthalten. Auch die Rechte der Frauen in Afghanistan würden sich nicht ändern, außer in den wenigen Großstädten. Da 42 % der gesamten afghanischen Bevölkerung jetzt Hunger leiden, auch die afghanische Währung vor dem Zusammenbruch steht (Die westliche Macht, bzw. die USA, blockierte alle Investitionen in Höhe von 9,5 Mrd Dollar gehören zu den Vermögenswerten der afghanischen Zentralbank und stoppte die Bargeldlieferungen an die Nation), ist die Besetzung nicht mehr nur eine physische mit bewaffneten Truppen, sondern auch ein finanzieller und neokolonialer Fall. Dies ist die Realität in Afghanistan. Die Herausforderung besteht daher darin, Afghanistan aus den geopolitischen Spielchen zu befreien und wieder ins Spielbrett der internationalen Zusammenarbeit zu bringen.

Jacques Cheminade betonte, dass Afghanistan zwar bereits Teil mehrerer Wirtschaftsorganisationen in Ostasien sei, im Westen aber nichts getan worden sei außer ein paar Millionen Dollar als Spende, die nichts gegen das Einfrieren von 9,5 Milliarden Dollar seien. Die große Frage vor der der Westen der Welt steht, ist daher was für das afghanische Volk getan werden soll trotz Taliban. Hier wies er auf die größte Bedeutung der Infrastruktur hin. Das Dringendste ist aber, wie man den Afghanen hilft, die nahende Wintersaison zu überstehen. Auf jeden Fall sei es an der Zeit, dass sich die westliche Welt um die Konsequenzen ihrer Taten in Afghanistan kümmert, sagte er.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Sinopress
Frau Presse Team
Wollzeile 11 / 2. Et
1010 Wien
Österreich

fon ..: –
web ..: http://www.sinopress.net/
email : office@sinopress.net

.

Pressekontakt:

Sinopress
Frau Presse Team
Wollzeile 11 / 2. Et
1010 Wien

fon ..: –
web ..: http://www.sinopress.net/
email : office@sinopress.net