Tag Archives: eHealth

Uncategorized

Intelligent, vernetzt, adaptiv: Echtzeitsteuerung für Klinikprozesse der nächsten Generation

Das ZIM-Projekt ORCHESTRA entwickelt eine KI-gestützte Echtzeitlösung zur Steuerung von Klinikprozessen und verknüpft Sprache, Bewegung und Ort für effizientere Abläufe im Krankenhaus.

Bild_Hamburg, 24.03.2026 – _Ziel des Innovationsprojekts „ORCHESTRA“ ist die Entwicklung einer orchestrierten, kontextbasierten Echtzeitlösung zur Ablauf- und Ressourcensteuerung im Krankenhaus. Anders als klassische IT-Systeme, die auf rein administrative oder dokumentarische Funktionen begrenzt sind, verfolgt ORCHESTRA einen neuartigen, integrativen Steuerungsansatz. Das System erkennt klinische Ereignisse über Sprache, Bewegung und Ort, analysiert sie semantisch und generiert daraus adaptive Planungsentscheidungen – automatisiert und in Echtzeit. Die Entwicklung erfolgt im Rahmen eines ZIM-Verbundprojekts durch die Partner Health365 AC GmbH, cibX GmbH, Hochschule Niederrhein (Competence Center eHealth und Institut für Modellbildung & Hochleistungsrechnen). Die Förderung erfolgt in einer Höhe von rund 1.1 Mio. Euro durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWE.

Klinikprozesse neu denken – durch Sprache, Tracking und semantische KI

Klinische Arbeitsabläufe sind heute durch Medienbrüche, hohe Dokumentationslast und mangelnde Echtzeitreaktionsfähigkeit gekennzeichnet. Systeme zur Sprachdokumentation und zur Lokalisierung existieren zwar, arbeiten aber bislang isoliert. ORCHESTRA schafft erstmals eine integrierte Lösung, die kontextuelle Spracheingaben – erkannt über ein tragbares Gerät mittels Ambient Listening – mit Bewegung und Raumdaten verknüpft. So wird etwa eine Aussage wie „Patient übergeben“ automatisch mit Ort, Zeit und Rolle kombiniert, als Ereignis interpretiert und an ein Planungssystem übergeben, das die nächsten Schritte initiiert.

Technologischer Kern: Adaptive Ablauf- und Ressourcenplanung

Kern der Innovation ist ein intelligenter Orchestrator, der klinische Prozesse wie Diagnostik, Pflege oder Verlegung vorausschauend steuert. Sprach- und Bewegungssignale werden dabei semantisch analysiert und in Planungsentscheidungen überführt – etwa zur Allokation von Personal, Geräten oder Behandlungsräumen. Das System reagiert dynamisch auf Kontextänderungen, erkennt Notfälle oder Verzögerungen und passt die Planung in Echtzeit an – ohne medizinische Entscheidungen zu treffen. Die Interoperabilität mit bestehenden Kliniksystemen (z. B. KIS, HL7/FHIR) ist dabei zentraler Bestandteil der Architektur.

Vier Partner – eine Vision: Intelligente Assistenz für die Klinik von morgen

Im Projekt ORCHESTRA bündeln vier Partner aus Industrie und Forschung ihre komplementären Stärken zu einem leistungsfähigen Konsortium:

Die Health365 AC GmbH entwickelt ein tragbares Spracheingabegerät, das mittels Edge-Computing klinisch relevante Spracheingaben lokal verarbeitet – datenschutzkonform, latenzarm und robust gegenüber Störgeräuschen. Damit entsteht die Basis für eine intuitive, sprachgestützte Interaktion im Klinikalltag. Die cibX GmbH realisiert ein BLE-basiertes Echtzeit-Trackingmodul, das Bewegungs- und Positionsdaten medizinischer Akteure erfasst. So werden Aufenthaltsorte, Interaktionen und Prozesskontexte zuverlässig erkannt und digital nutzbar gemacht. Die Hochschule Niederrhein bringt ihre wissenschaftliche Expertise in zwei Schlüsselbereichen ein: Am Institut für Modellbildung & Hochleistungsrechnen entsteht ein KI-gestütztes Sprachmodul zur semantischen Analyse natürlicher Sprache. Parallel entwickelt das Competence Center eHealth einen adaptiven Orchestrator zur intelligenten Ablauf- und Ressourcenplanung. Durch das enge Zusammenspiel der Partner entsteht ein innovatives Gesamtsystem, das Sprache, Ort und Zeit erstmals systematisch verknüpft – für eine vorausschauende, kontextbasierte Steuerung klinischer Prozesse.

ORCHESTRA legt damit die technologische Basis für ein klinisches Assistenzsystem, das Prozesse nicht nur dokumentiert, sondern aktiv mitgestaltet. Das Potenzial reicht von der Notaufnahme über die stationäre Versorgung bis hin zur Entlasskoordination – mit dem Ziel, Ressourcen effizienter zu nutzen, Personal zu entlasten und die Versorgungsqualität zu verbessern.

Die Idee zum Projekt „ORCHESTRA“ ist im Rahmen des Innovationsnetzwerks „MEREPA – Das Metaverse als remotes Patientenversorgungssystem“ entstanden, das über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert wird. Im Zuge der Mitgliedschaft werden die Partner aktiv bei der Realisierung von F&E-Projekten sowie der Sicherstellung der Finanzierung unterstützt. Betreut wird ORCHESTRA von der IWS GmbH, die auch das Antragsmanagement der Kooperationsprojekte übernimmt und die Mitglieder intensiv bei der Entwicklung neuer Technologien begleitet.

Projektpartner:innen „ORCHESTRA“:

Health 365 AC GmbH | Berlin

cibX GmbH | Münster

Hochschule Niederrhein – Competence Center eHealth | Krefeld

Hochschule Niederrhein – Institut für Modellbildung und Hochleistungsrechnen | Krefeld

_Weitere Informationen finden Sie unter _https://www.merepa.net/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Frau Lisanne Pfeiffer
Deichstraße 29
20459 Hamburg
Deutschland

fon ..: 04036006630
web ..: https://www.iws-nord.de/
email : presse@iws-nord.de

IWS steht für den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Industrie und Spitzenforschung und agiert branchenübergreifend dort, wo Innovationen entstehen. Wir arbeiten in mehreren Innovationsnetzwerken mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, die den Nukleus für die gemeinschaftliche Entwicklung hochinnovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen darstellen.

Pressekontakt:

IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Lisanne Pfeiffer
Deichstraße 29
20459 HAMBURG

fon ..: 04036006630
email : presse@iws-nord.de

Uncategorized

Innovationsnetzwerk MEREPA startet in Phase 2: Digitale Gesundheitsversorgung im Metaverse

Das ZIM-Innovationsnetzwerk MEREPA startet in Phase 2. Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickeln digitale Lösungen für Telemedizin, XR und KI, für eine ortsunabhängige Gesundheitsversorgung.

BildHamburg, 05.03.2026 – Das ZIM-Innovationsnetzwerk „MEREPA – Das Metaverse als remotes Patientenversorgungssystem“ ist in die zweite Förderphase gestartet. Gemeinsam entwickeln klein- und mittelständische Unternehmen mit Forschungseinrichtungen innovative Lösungen für eine digitale, ortsunabhängige und vernetzte Gesundheitsversorgung. Das Netzwerk wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) bis Ende 2027 gefördert und durch die IWS GmbH betreut.

Digitale Gesundheitslösungen strategisch weiterentwickeln

Der Fokus der zweiten Förderphase liegt auf der Initiierung mehrerer Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie auf der vertieften technologischen Skalierung in Phase 1 entstandener Innovationsansätze.

MEREPA adressiert zentrale Herausforderungen im Gesundheitswesen: steigende Versorgungsbedarfe, Fachkräftemangel, demografischen Wandel sowie die Notwendigkeit effizienter, digital unterstützter Prozesse.

Ziel ist es, innovative Technologien aus den Bereichen Extended Reality, Sensorik, künstliche Intelligenz und interoperable Plattformlösungen in tragfähige, praxisnahe Anwendungen zu überführen.

In Phase 2 konzentrieren sich die Netzwerkpartner:innen auf
folgende Entwicklungsfelder:

* Echtzeit-Datenverarbeitung und KI-gestützte Assistenzsysteme
* XR-basierte Interaktionsräume für Diagnose, Therapie und Schulung
* Miniaturisierte Sensorik und Trackinglösungen
* Interoperable Plattformarchitekturen für digitale Versorgungsmodelle

Durch die systematische Vernetzung von Technologieanbieter:innen, Softwareentwickler:innen, Forschungseinrichtungen und medizinischen Anwender:innen entsteht ein innovationsgetriebenes Ökosystem für die Gesundheitsversorgung im digitalen Raum.

MEREPA Netzwerkpartner:innen:

* Capture-Media-Beteiligungs GmbH
* cibX GmbH
* CorporateHealth – die Gesundheits Company GmbH
* demodern GmbH
* MediTECH Electronic GmbH
* DIERS International GmbH
* Health365 AC GmbH
* GeBioM mbH

Dr. Tim Förster als neuer Netzwerkmanager für MEREPA
Mit dem Start der zweiten Förderphase übernimmt Dr. Tim Förster das Netzwerkmanagement von MEREPA.

Dr. Förster studierte Biologie an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund im Bereich Chemische Biologie. Seit 2019 war er in Hamburg in der medizinischen Diagnostik tätig – zunächst wissenschaftlich, später im operativen Management.

Mit seiner wissenschaftlichen Expertise und seiner Erfahrung im Gesundheitssektor verantwortet er in Phase 2 die inhaltliche und strategische Weiterentwicklung des Netzwerks. Er begleitet neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte von der ersten Idee bis zur Antragstellung und stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Netzwerkpartner:innen.

Darüber hinaus steht Dr. Tim Förster als zentraler Ansprechpartner für alle organisatorischen und strategischen Fragestellungen rund um MEREPA zur Verfügung. Er vertritt das Netzwerk regelmäßig auf Fachmessen und Branchenevents und treibt die Gewinnung neuer Netzwerkpartner:innen gezielt voran.

Werden Sie Teil unseres Netzwerks und profitieren Sie von attraktiven Fördermöglichkeiten!

Die IWS GmbH unterstützt die Netzwerkpartner:innen von der Projektidee über die Fördermittelberatung bis zur Antragstellung, insbesondere im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Innovationsideen im Bereich Telemedizin, XR, KI oder digitaler Versorgungsmodelle sind eingeladen, sich dem Netzwerk anzuschließen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.merepa.net

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Lisanne Pfeiffer
Deichstraße 29
20459 Hamburg
Deutschland

fon ..: 04036006630
web ..: https://www.iws-nord.de/
email : l.pfeiffer@iws-nord.de

IWS steht für den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Industrie und Spitzenforschung und agiert branchenübergreifend dort, wo Innovationen entstehen. Wir arbeiten in mehreren Innovationsnetzwerken mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, die den Nukleus für die gemeinschaftliche Entwicklung hochinnovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen darstellen.

Pressekontakt:

IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Lisanne Pfeiffer
Deichstraße 29
20459 Hamburg

fon ..: 04036006630
email : mail@iws-nord.de

Uncategorized

Verimedis startet in Deutschland: Digitale radiologische Zweitmeinungen – schnell, sicher, verständlich

Verimedis bietet digitale, verständliche und sichere radiologische Zweitmeinungen – für mehr Klarheit, Vertrauen und Selbstbestimmung bei wichtigen medizinischen Entscheidungen.

BildWenn die Diagnose Fragen aufwirft, schafft eine fundierte Zweitmeinung Klarheit. Verimedis verbindet radiologische Expertise mit digitalem Zugang und verständlicher Aufbereitung – für bessere medizinische Versorgung und Entscheidungen, die Patient:innen selbstbestimmt treffen.

Neckargemünd, Juli 2025 – Verimedis (www.verimedis.de), ein digitales Gesundheitsunternehmen aus Neckargemünd, startet in Deutschland mit einem innovativen Online-Portal, das Patient:innen einfache und schnelle radiologische Zweitmeinungen ermöglicht. Bereits innerhalb von 48 Stunden erhalten Patient:innen eine fundierte Einschätzung ihrer MRT-, CT- oder Röntgenbilder – digital, bequem von zu Hause und mit höchsten Sicherheitsstandards.

Warum eine radiologische Zweitmeinung wichtig ist
Eine erste Diagnose wirft oft Fragen auf – besonders wenn es um schwerwiegende Entscheidungen geht. Studien zeigen, dass sich durch eine ärztliche Zweitmeinung in bis zu 81 % der Fälle die ursprüngliche Behandlungsempfehlung ändert. Rund 72 % der Patient:innen treffen ihre endgültige Therapieentscheidung basierend auf der Zweitmeinung. Dies verdeutlicht, wie entscheidend eine zusätzliche Expertenmeinung für die Patientensicherheit ist.

„Wir verbinden schnelle Ergebnisse mit fachlicher Exzellenz und höchsten Sicherheitsstandards“, betont Kilian Lamadé, Mitgründer und Geschäftsführer von Verimedis. „Unsere Patient:innen profitieren dabei nicht nur von in Deutschland approbierten spezialisierten Fachärzten mit langjähriger klinischer Erfahrung, sondern auch von maximaler Transparenz und Datensicherheit.“

Differenzierung durch Qualität, Geschwindigkeit und Sicherheit
Verimedis hebt sich von bestehenden Zweitmeinungs-Angeboten durch fünf entscheidende Vorteile ab:
– Qualifizierte Expertise: Alle Zweitmeinungen werden ausschließlich durch in Deutschland approbierte und spezialisierte Radiolog:innen erstellt.
– Schnelle Bearbeitung: Standardmäßige Einschätzungen innerhalb von maximal 48 Stunden – Express-Option sogar innerhalb von 24 Stunden verfügbar.
– Einfacher Ablauf: Komplett digitaler Prozess bequem von zu Hause aus, kein Praxisbesuch notwendig.
– Verständliche Einordnung: Neben der fachlichen Bewertung erhalten Patient:innen eine Erklärung in klarer, laienverständlicher Sprache – ohne Fachjargon, der verunsichert oder verwirrt.
– Maximale Datensicherheit: DSGVO-konforme Plattform, verschlüsselte Speicherung auf zertifizierten Servern in Deutschland, kompletter Verzicht auf Tracking – im Gegensatz zu vielen anderen Webseiten.

Der Ablauf in drei Schritten
1. Hochladen der radiologischen Bilddaten und relevanter Informationen auf dem gesicherten Portal.
2. Befundung durch spezialisierte Radiolog:innen innerhalb von maximal 48 Stunden.
3. Empfang der verständlichen und ausführlichen Zweitmeinung, inklusive konkreter Erläuterungen zu Krankheitsbild und empfohlenen nächsten Schritten.

Die Preise beginnen bei 84,99 EUR pro Zweitmeinung. Eine (teilweise) Kostenerstattung ist je nach Versicherungstarif durch private Krankenkassen möglich.

Ausblick und weitere Entwicklung
Verimedis plant, das Angebot künftig auch für internationale, englischsprachige Patient:innen zugänglich zu machen sowie Partnerschaften mit privaten Versicherungen und Fachkliniken einzugehen.

Weitere Informationen unter verimedis.de.
Wir stellen die vollständigen Presseunterlagen über folgenden Download-Link zur Verfügung: verimedis.de/files/presseunterlagen-juli25.zip
Enthalten sind:
– Unsere aktuelle Pressemitteilung (PDF)
– Ein Interview mit Geschäftsführer Kilian Lamadé (PDF)
– Eine grafische Übersicht des Ablaufs (JPG)
– Das Verimedis-Logo (JPG)
– Ein Foto der Geschäftsführer (JPG) – Dr. med. Daniel Schroth (links) und Kilian Lamadé (rechts)

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Verimedis UG (haftungsbeschränkt)
Herr Kilian Lamadé
Peter-Schnellbach-Straße 17
69151 Neckargemünd
Deutschland

fon ..: +49 (0) 157 570 508 58
web ..: https://verimedis.de
email : presse@verimedis.de

Die Verimedis UG (haftungsbeschränkt) aus Neckargemünd ist ein spezialisiertes digitales Gesundheitsunternehmen, das sich auf radiologische Zweitmeinungen fokussiert. Ziel ist es, Patient:innen bei wichtigen medizinischen Entscheidungen effektiv und sicher zu unterstützen – jederzeit und von überall.

Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.

Pressekontakt:

Verimedis UG (haftungsbeschränkt)
Kilian Lamadé
Peter-Schnellbach-Straße 17
69151 Neckargemünd

fon ..: +49 (0) 157 570 508 58
web ..: https://verimedis.de
email : presse@verimedis.de

Uncategorized

Fraunhofer IGD – DMEA 2025: Datenschutzkonforme und intuitive Verwaltung von Patientendaten

Digitale Zwillinge für die Medizin

BildGesundheitsdaten sind besonders sensibel und müssen gleichzeitig einfach und sicher nutzbar sein. Patientinnen und Patienten sowie medizinisches Fachpersonal benötigen daher Lösungen, mit denen sie gezielt steuern können, wer auf welche Informationen zugreifen darf. Genau hier setzt das Fraunhofer IGD an und stellt auf der DMEA in Berlin an Stand D-109 in Halle 2.2 seine aktuellen Forschungsergebnisse zu sicheren digitalen medizinischen Zwillingen vor.

Medizinische Digitale Zwillinge sind virtuelle Abbilder eines Patienten, die auf anatomischen, physiologischen, diagnostischen und behandlungsbezogenen Informationen aus verschiedenen Quellen basieren. Sie können nicht nur existierende Daten zusammenführen, sondern auch neue Informationen ableiten, indem sie bekannte Zusammenhänge zwischen medizinischen Parametern nutzen. Aufgrund der hohen Sensibilität dieser Daten unterliegen sie allerdings den strengen Anforderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung.

Sichere Speicherung dank attributbasierter Schlüssel

Für die sichere Speicherung und Verarbeitung medizinischer Daten entwickeln Forschende des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT neue Konzepte. Beim Projekt MeDiTwin am Forschungszentrum ATHENE steht – anders als am Markt üblich – die dezentrale Speicherung mit feingranularer Zugriffskontrolle im Mittelpunkt. „Der Zugriff erfolgt über attributbasierte Schlüssel, sodass nur berechtigte Personen die jeweils relevanten Informationen einsehen können“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Jörn Kohlhammer, Abteilungsleiter Informationsvisualisierung und Visual Analytics am Fraunhofer IGD. Statt zentral gespeicherte Gesundheitsdaten in einem einzelnen System wie einer Cloud zu bündeln, das bei einem Cyberangriff vollständig kompromittiert werden könnte, bleiben die Daten verschlüsselt und verteilt gespeichert.

Zugriffsrechte einfach verwalten

Neben der Datensicherheit spielt die Benutzerfreundlichkeit eine zentrale Rolle im MeDiTwin. Patientinnen und Patienten sollen leicht nachvollziehen können, welche Daten sie freigeben und welche Konsequenzen dies hat. So können sie besser informiert Entscheidungen treffen und ihre Gesundheitsdaten selbstbestimmt verwalten. Dabei spielt eine intuitive Visualisierung eine entscheidende Rolle. „Unsere Dashboards zeigen übersichtlich, welche Daten gespeichert sind, wer darauf aktuell zugreifen kann und welche Informationen für medizinische Entscheidungen relevant sind“, erklärt Prof. Kohlhammer.

Intuitive Visualisierung für ein besseres Datenverständnis

Ärztinnen und Ärzte haben im MeDiTwin die Möglichkeit, gezielt bestimmte Datentypen – etwa Laborwerte oder Bildaufnahmen – anzufordern und sich anzeigen zu lassen. Diese können in MeDiTwin nicht nur als einzelne Datenpunkte dargestellt, sondern grafisch als Kurven, die ihren zeitlichen Verlauf sichtbar machen. Diese Darstellungsform erleichtert es auch Patientinnen und Patienten, Trends auf einen Blick zu erkennen und frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Künftig sollen auch medizinische Bilddaten mit Zusatzinformationen versehen dargestellt werden und damit für ein individuell besseres Verständnis einer Erkrankung sorgen.

Demonstrator auf der DMEA: Interaktive Nutzung von Digitalen Zwillingen

Auf der DMEA präsentiert das Fraunhofer IGD den aktuellen Entwicklungsstand des MeDiTwin als Proof-of-Concept und in einer prototypischen Umsetzung. Anhand eines Demonstrators zeigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie medizinische Digitale Zwillinge in verschiedenen Szenarien eingesetzt werden können – zum Beispiel bei nephrologischen Fragestellungen, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) oder Parkinson.

„Langfristig wollen wir eine Lösung entwickeln, die sich flexibel an neue regulatorische Vorgaben und technische Entwicklungen anpasst“, erklärt Dr.-Ing. Stefan Wesarg, Abteilungsleiter Visual Healthcare Technologies am Fraunhofer IGD. Geplant sind Optimierungen der Benutzeroberflächen sowie neue Visualisierungsmöglichkeiten, um die Daten noch übersichtlicher darzustellen.

Über ATHENE:
ATHENE ist ein Forschungszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft unter Mitwirkung der Fraunhofer-Institute SIT und IGD sowie der Hochschulen TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt am Main und Hochschule Darmstadt. Es wird seit 2019 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) gefördert. ATHENE ist heute das größte und erfolgreichste Forschungszentrum für Cybersicherheit in Europa und betreibt missionsorientierte Spitzenforschung, die auf effizienten Wissenstransfer und schnelle Nutzung von Forschungsergebnissen ausgerichtet ist.

Weiterführende Informationen: 

– Mehr zu den Exponaten des Fraunhofer IGD auf der DMEA 2025: https://fh-igd.de/dmea25-pi-meditwin

– Mehr über das Projekt MediTwin: https://www.igd.fraunhofer.de/de/forschung/oeffentliche-projekte/gesundheit-und-pflege/meditwin-nutzerfreundliche-medizinische-digitale-zwillinge.html

Fraunhofer IGD auf der DMEA 2025 

Stand D-109, Halle 2.2

Berlin, 08. bis 10. April

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
Deutschland

fon ..: +49 6151 155-146
web ..: https://www.igd.fraunhofer.de
email : presse@igd.fraunhofer.de

Über das Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 260 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützten Unternehmen und Institutionen der Branchen Automotive, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie, Software- und IT-Wirtschaft, Maritime Wirtschaft sowie Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Problemanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen zwei Standorten Darmstadt und Rostock den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen. Internationale Relevanz entfalten seine Produkte durch die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Schwesterinstitut an den Standorten Graz und Klagenfurt sowie die Beteiligung an verschiedensten EU-Projekten.

Pressekontakt:

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt

fon ..: +49 6151 155-146
web ..: https://www.igd.fraunhofer.de
email : presse@igd.fraunhofer.de

Uncategorized

Mitglieder gesucht: Telemedizin der neuen Generation

Ein neues ZIM-Innovationsnetzwerk der IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH zum Thema „Telemedizin der neuen Generation“ wird ab Herbst 2024 an telemedizinischen Lösungen der Zukunft arbeiten.

BildInnovative Lösungen für die Gesundheitsversorgung der Zukunft

Wir stehen vor enormen gesellschaftlichen Herausforderungen: In vielen ländlichen Regionen ist der Zugang zu medizinischer Versorgung im Akutfall, aber auch bei Therapie und Nachsorge eingeschränkt. Telemedizinische Innovationen können den Zugang durch ihre Ortsunabhängigkeit verbessern. Bisher lag der Schwerpunkt dabei vor allem auf der Kommunikation sowie auf spezialisierter Diagnostik. Die hausärztliche und pflegerische Versorgung bleibt dagegen weiterhin stark ortsgebunden.

Um das Potenzial der Telemedizin voll auszuschöpfen, sind innovative Ansätze erforderlich. Durch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz, immersiven Interaktionstechnologien und fortschrittlicher Sensorik können ein engmaschiges Gesundheitsmonitoring realisiert, individuelle Therapiemaßnahmen und -anpassungen frühzeitig eingeleitet und das Selbstmanagement der Betroffenen besser gefördert werden. Darüber hinaus gibt es ungenutzte Potenziale in der Aus- und Weiterbildung von Fachpersonal durch fortschrittliche Remote-Technologien.

Ein neues ZIM-Innovationsnetzwerk der IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH wird ab Herbst 2024 an telemedizinischen Lösungen der Zukunft arbeiten.

Ziele der Netzwerkarbeit

Nach dem Prinzip „Hausarztpraxis und Pflegedienst neu denken“ sollen im Rahmen der Netzwerkarbeit neue telemedizinische Produkte und Verfahren entwickelt werden, deren Ziele darin bestehen:

* durch eine dezentrale Datenerfassung Diagnostik zukunftsfähig zu machen,
* durch immersive Erlebnisse Prävention und Therapie individuell und ortsunabhängig zu fördern,
* durch Simulationen und 3D-Visualisierungen Fachpersonal zielgerichtet zu schulen und
* durch sektorübergreifende Lösungen strukturelle Problematiken anzugehen.

In gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sollen die technologischen Voraussetzungen geschaffen werden, um die benötigten, innovativen Komponenten, Prozesse und Zukunftstechnologien zielgruppengerecht nutzen zu können. Das Netzwerk fokussiert sich dabei auf die folgenden Themenbereiche:

* Sensorik: z. B. dezentrale bioanalytische Datenerfassung, mobile EKG-Recorder, smartes Stethoskop, automatische Einstufung von Pflegegraden, Telekonsilien-Lösungen (Arzt-zu-Arzt)

* Extended Reality und Interaktionstechnologien: z. B. immersive Therapieansätze wie Exergaming, Physiotherapie und Rehasport in virtuellen Räumen, interaktive Lernmodule, simulierte Patienteninteraktionen

* Integriertes Gesundheitsmanagement: z. B. betriebliche Gesundheitsmanagementplattformen, umfassende Belastungsanalysen von Arbeitsabläufen, 360°-Rundgänge in medizinischen Einrichtungen

Nutzen Sie jetzt ideale Förderbedingungen für Ihre Entwicklungsprojekte!

Das Netzwerk dient als Plattform, um eine aktive Zusammenarbeit aller Partner:innen zu ermöglichen. Die IWS GmbH fungiert als Managementeinrichtung und steht den Partner:innen aktiv mit Rat und Tat zur Seite. Wir begleiten sie von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Bewilligung von Förderprojekten und übernehmen auf Wunsch im Anschluss deren Verwaltung. Damit möchten wir Unternehmen bei der Realisierung ihrer innovativen Projekte unterstützen. Wir freuen uns über neue Kontakte zu Vertreter:innen folgender Technologiebereiche, Branchen und Wirtschaftszweige:

Unternehmen (KMU):

* eHealth
* Medizinische Diagnostik
* Medical Fitness
* Digitale Therapeutika
* Telemedizinische Anwendungen
* Patienten-Fernüberwachungssysteme

Forschungseinrichtungen (FE):

* Digitale Medizin
* Gesundheitsforschung
* Personalisierte Medizin
* Gesundheitsinformatik
* Serious Games
* Extended Reality (XR)

Machen Sie den nächsten Schritt und werden Sie Teil unseres Innovationsnetzwerks.

Gemeinsam gestalten wir die Zukunft der Gesundheitsversorgung! Seien Sie beim Start des Netzwerks im Herbst 2024 dabei und werden Sie Netzwerkpartner:in!

_Haben Sie Interesse am Austausch mit uns, einer Netzwerkmitgliedschaft oder bereits eine eigene, innovative Projektidee für das geplante Netzwerk? Melden Sie sich gern bei mir._

Dr. Emma Pietsch
Netzwerkmanagerin
IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Deichstraße 29 | 20459 Hamburg
Telefon +49 40 3600 663-22
E-Mail e.pietsch@iws-nord.de
Web www.iws-nord.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Frau Carmen Schulte
Deichstraße 29
20459 Hamburg
Deutschland

fon ..: 04036006630
fax ..: 040360066320
web ..: https://www.iws-nord.de/
email : mail@iws-nord.de

Die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen ist der Schlüsselfaktor für Wachstum und Beschäftigung. Viele dieser Unternehmen sind Weltmarktführer mit Hightech-Produkten in bestimmten Marktnischen oder in Zulieferketten für große Unternehmen. IWS steht für den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Industrie und Spitzenforschung und agiert branchenübergreifend dort, wo Innovation entsteht. Wir arbeiten in mehreren Technologienetzwerken mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, die den Nukleus für die gemeinschaftliche Entwicklung hochinnovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen darstellen. Wir machen Ihre innovativen Ideen marktfähig!

Pressekontakt:

IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Herr Patrick Zessin
Deichstraße 29
20459 Hamburg

fon ..: 04036006630
email : mail@iws-nord.de