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Wirtschaft

Asiens erster mehrstufiger Product Carbon Footprint Datenaustausch läuft auf der Infrastruktur von Cofinity-X

Catena-X Meilenstein: Koreanischer OEM teilt CO?-Daten mit Partnern entlang der Lieferkette bis Tier4. Die mehrstufige Kollaboration zeigt, wie souveräner Datenaustausch praktisch funktionieren kann.

BildKöln, 15. Juli 2026. Cofinity-X hat den ersten Product Carbon Footprint (PCF)-Datenaustausch in Asien auf Basis von Catena-X-Standards über mehrere Lieferkettenstufen hinweg ermöglicht. Ein von dem Sustainability Software Provider Glassdome initiertes Pilotprojekt erlaubt KG Mobility (KGM), LG Electronics Vehicle Solution (VS) und mehreren südkoreanischen Zulieferern den sicheren Austausch von CO?-Fußabdruckdaten entlang der Lieferkette über den Catena-X-Datenraum.

Das ist das erste Mal, dass ein asiatischer Automobilhersteller und seine Zulieferer einen durchgängigen CO?-Datenaustausch über mehrere Lieferkettenstufen hinweg auf Basis von Catena-X umgesetzt haben. Damit stellt das Projekt einen wichtigen Meilenstein für die globale Expansion des Catena-X-Ökosystems dar.

Wie der souveräne Datenaustausch in dem Piloten funktioniert

Alle teilnehmenden Unternehmen nutzen den Cofinity-X-Datenraumkonnektor Dataspace OS sowie die Cofinity-X Beta-Umgebung, um den souveränen Austausch von PCF-Daten in Catena-X zu validieren. Das Projekt zeigt, wie Unternehmen über Unternehmensgrenzen und Lieferkettenstufen hinweg zusammenarbeiten können während gleichzeitig alle Beteiligten die volle Kontrolle über ihre Daten behalten.

Angesichts steigender regulatorischer Anforderungen wie der EU-Batterieverordnung (EUBR), dem Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und künftigen Anforderungen rund um den Digital Product Passport (DPP) wird standardisierter und sicherer Datenaustausch zu einer zentralen Fähigkeit für global vernetzte Fertigungsindustrien.

Der PCF-Use Case in Catena-X ermöglicht die genormte Berechnung und den sicheren Austausch produktbezogener CO?-Emissionen entlang der automobilen Wertschöpfungskette. Auf Basis von ISO-Standards, der WBCSD PACT Guidance und dem Catena-X PCF Rulebook fördert er die Vergleichbarkeit von CO?-Fußabdruckdaten und beschleunigt den Übergang von generischen Schätzungen und Datennutzung aus Vergleichsregistern (Sekundärdaten) zu Primärdaten aus realen Produktionsprozessen.

Der südkoreanische Pilot konzentriert sich auf Cluster-Komponenten, die im KG Mobility Musso (Q270) verbaut werden, und verbindet die gesamte Lieferkette von den Rohmaterialien bis zur Endmontage. Zu den beteiligten Partnern gehören LG Chem (Rohmaterialien), New Material Industry und Shinsung Autotech (Verarbeitung), LG Electronics Vehicle Solution (VS) Company (Fahrzeugkomponenten) sowie der Hersteller KGM (OEM).

Glassdome nutzt seine Carbon Management Platform, um primäre, faktisch gemessene Daten entlang der Lieferkette zu erfassen und die PCF-Berechnung sowie Verifizierung durchzuführen. Durch die Partnerschaft mit Cofinity-X wird jedes teilnehmende Unternehmen über eine Catena-X-konforme Infrastruktur angebunden, die souveränen und sicheren Datenaustausch ermöglicht und zugleich Datensouveränität und Sicherheit gewährleistet.

Thomas Rösch, CEO von Cofinity-X, sagt:

„Wir sind stolz darauf, dieses Pilotprojekt mit unserer Catena-X-konformen Infrastruktur und einer Testumgebung für sicheren Datenaustausch zu unterstützen. Der Test von Catena-X für den Austausch von Nachhaltigkeitsdaten durch die koreanischen Partner zeigt ihre starke Zukunftsorientierung und verdeutlicht, wie sich globale Hersteller proaktiv auf kommende regulatorische und marktseitige Anforderungen vorbereiten können.“

Jinki Ham, CEO von Glassdome, ergänzt:

„Durch die Kombination der Glassdome-Plattform mit dedizierter Catena-X-Konnektortechnologie von Cofinity-X konnten wir eine durchgängige Integration entlang der Lieferkette ermöglichen – von der Datenerfassung bis zum Austausch. Unser Ziel ist es, dieses Projekt als Industrie-Standard zu etablieren und koreanische Hersteller dabei zu unterstützen, sich nahtlos in das globale Ökosystem für CO?-Daten zu integrieren.“

KGM betont die Bedeutung des Projekts beim Aufbau eines transparenten CO?-Managements entlang der asiatischen automobilen Lieferkette, während LG Electronics die Möglichkeit hervorhebt, sich auf zunehmend anspruchsvolle CO?-Datenanforderungen globaler Kunden vorzubereiten.

Ein Meilenstein für die globale Expansion von Catena-X

Über die erfolgreiche Umsetzung des PCF-Use Cases hinaus unterstreicht der Pilot die zunehmende internationale Verbreitung von Catena-X-Standards. Während Unternehmen weltweit nach vertrauenswürdigen und interoperablen Ansätzen für Nachhaltigkeitsberichterstattung und Lieferkettentransparenz suchen, macht dieses Pilotprojekt deutlich, wie sicherer und souveräner Datenaustausch über Regionen und Lieferkettenstufen hinweg durch Catena-X skalieren kann.

Hanno Focken, Geschäftsführer des Catena-X Automotive Network e.V., sagt:

„Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für Catena-X: Erstmals ermöglicht ein koreanischer OEM standardisierten CO?-Datenaustausch entlang seiner Lieferkette. Die mehrstufige Einbindung der Zulieferer bis hinunter zu Tier 4 ist ein echter Durchbruch und visualisiert, wie vertrauenswürdiger und souveräner Datenaustausch in der Praxis funktionieren kann. Partner wie Glassdome, KGM und LG Electronics setzen damit eine Benchmark für skalierbare, durchgängige Zusammenarbeit.“

Durch die Vernetzung von Unternehmen über mehrere Lieferkettenstufen hinweg und den Austausch primärer PCF-Daten verdeutlicht der Pilot, wie interoperable Datenräume regulatorische Compliance, Nachhaltigkeitsziele und grenzüberschreitende Zusammenarbeit weltweit unterstützen können.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Cofinity-X GmbH
Herr Rafael Rabe
Breslauer Platz 4
50668 Köln
Deutschland

fon ..: +49 1578 0601327
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email : rafael.rabe@cofinity-x.com

Über Cofinity-X
Als Betreiber von Datenökosystemen wie Catena-X ermöglicht Cofinity-X standardisierten, sicheren und souveränen Datenaustausch zwischen allen Teilnehmenden der Wertschöpfungsketten. Das Unternehmen stellt die technische Infrastruktur für Datenökosysteme bereit, unterstützt die Anbindung von Teilnehmenden und betreibt einen Marktplatz für Apps und Services, einschließlich eigener Lösungen.

About Glassdome
Glassdome provides an integrated carbon data management solution and collects and standardizes energy and process data across manufacturing sites, from manual Excel and utility bill management to MES/ERP integration and down to PLC and instrumentation levels, enabling companies to meet the requirements of global regulations and supply chains. Major players across regulated industries, including automotive, battery, steel, aluminum, and textiles, such as KG Mobility, Samsung SDI, Samsung Electro-Mechanics, L&F, and Lotte InfraCell, have already adopted and are actively operating Glassdome’s solution. www.glassdome.com

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Medien

Neues Softwaremodul soll EPD-Erstellung effizienter machen

KEDRA entwickelt ein KI-basiertes Softwaremodul, das fehlende Daten für Environmental Product Declarations erkennt, ergänzt und validiert.

Bild_Hamburg, 27.05.2026 – _Ziel des Innovationsprojekts „KEDRA“ ist die Entwicklung eines KI-basierten, plattformübergreifenden Softwaremoduls zur Datenerfassung und Datenvervollständigung im Rahmen der automatisierten Erstellung von Environmental Product Declarations, kurz EPDs.

Im Mittelpunkt steht eine digitale Lösung, die fehlende oder unvollständige Daten für Nachhaltigkeitsbewertungen systematisch erkennt, ergänzt und validiert. Die Entwicklung erfolgt im Rahmen eines ZIM-Kooperationsprojekts durch die Partner brands & values GmbH und OFFIS e.V..

Die Förderung erfolgt in einer Höhe von rund 590.000 Euro durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des BMWE.

Datenverfügbarkeit als Engpass in der EPD-Praxis

Die Nachfrage nach transparenten und belastbaren Umweltinformationen nimmt in vielen Branchen zu. EPDs gewinnen dabei als standardisierte Grundlage für Nachhaltigkeitsbewertungen, Produktvergleiche und regulatorische Nachweise an Bedeutung. Gleichzeitig stellt die Verfügbarkeit konsistenter Herstellerdaten weiterhin einen zentralen Engpass bei der EPD-Erstellung dar. Zwar ermöglichen moderne EPD-Tools inzwischen eine effizientere digitale Durchführung von Ökobilanzierung, Verifizierung und Dokumentenerstellung, die benötigten Informationen liegen in Unternehmen jedoch häufig verteilt über unterschiedliche IT-Systeme hinweg vor und gehören teilweise nicht zu den standardmäßig gepflegten Stammdaten. Dadurch entstehen fragmentierte Datenbestände mit unterschiedlichen Strukturen und Informationsgehalten, was die Zusammenführung und Nutzung der Daten erschwert. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen stellen unvollständige Primärdatenbestände eine erhebliche Hürde dar.

Das geplante Softwaremodul soll diesen Prozess deutlich vereinfachen. Es identifiziert fehlende Angaben ebenso wie widersprüchliche oder voneinander abweichende Informationen in bestehenden Datensätzen und ergänzt fehlende Werte nachvollziehbar mithilfe KI-gestützter Verfahren. Dadurch sollen Datenqualität, Transparenz und Effizienz in der EPD-Erstellung verbessert werden.

Methodischer Ansatz: Kombination aus Matrix Completion und Machine Learning

Das Projekt verbindet Verfahren der Datenimputation mit Methoden des maschinellen Lernens. Ziel ist es, vorhandene Datenzusammenhänge für die Ergänzung fehlender Werte nutzbar zu machen und die Ergebnisse anschließend plausibel und nachvollziehbar zu validieren. Dabei steht nicht nur die Automatisierung im Vordergrund, sondern auch die Transparenz der zugrunde liegenden Datenverarbeitung.

Ergänzend wird eine dialogbasierte Benutzeroberfläche geschaffen, die Anwenderinnen und Anwender bei Dateneingabe, Plausibilisierung und Dokumentation unterstützt. So soll eine nutzerfreundliche Lösung entstehen, die die Anforderungen moderner EPD- und LCA-Prozesse berücksichtigt.

Integration in bestehende Systemlandschaften

Das Modul wird als interoperabler Softwarebaustein konzipiert und soll perspektivisch an bestehende Unternehmenssysteme sowie EPD-Tool-Lösungen angebunden werden können. Damit soll eine effiziente Einbindung in vorhandene Daten- und Arbeitsprozesse ermöglicht werden, ohne zusätzliche Insellösungen zu schaffen. Der entwickelte Ansatz ist zudem grundsätzlich auch für weitere Anwendungen im Bereich Ökobilanzierung und Product Carbon Footprint (PCF) übertragbar.

Gebündelte Expertise für KI-gestützte Nachhaltigkeitsbewertungen

Im Projekt KEDRA bündeln die Partner brands & values GmbH und OFFIS e.V. ihre komplementären Kompetenzen in EPD-Software, Nachhaltigkeitsbewertung und KI-gestützter Datenverarbeitung. Während brands & values die Anforderungen aus der praktischen EPD-Erstellung und die Integration in bestehende Softwareumgebungen einbringt, verantwortet OFFIS die Entwicklung und Validierung KI-basierter Methoden.

Damit entsteht eine Lösung, die technologische Forschung und praktische Anwendbarkeit eng verbindet. KEDRA legt die Grundlage für eine teilautomatisierte, transparente und skalierbare EPD-Erstellung und bietet darüber hinaus Potenzial für datenbasierte Nachhaltigkeitsbewertungen in unterschiedlichen industriellen Anwendungsfeldern.

Die Idee zum Projekt „KEDRA“ ist im Rahmen des Innovationsnetzwerks „RE-FIBER – Kreislauffähige Faserverbundlösungen für nachhaltige Industrieanwendungen“ entstanden, das über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gefördert wird. Im Zuge der Mitgliedschaft werden die Partner aktiv bei der Realisierung von F&E-Projekten sowie der Sicherstellung der Finanzierung unterstützt. Betreut wird KEDRA von der IWS GmbH, die auch das Antragsmanagement der Kooperationsprojekte übernimmt und die Mitglieder intensiv bei der Entwicklung neuer Technologien begleitet.

Projektpartner KEDRA:

Brands & values GmbH | Bremen | www.brandsandvalues.com

OFFIS e.V. | Oldenburg | www.offis.de

_Weitere Informationen finden Sie unter __www.re-fiber.net_

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IWS Innovations- und Wissensstrategien GmbH
Frau Lisanne Pfeiffer
Deichstraße 29
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IWS steht für den Technologie- und Wissenstransfer zwischen Industrie und Spitzenforschung und agiert branchenübergreifend dort, wo Innovationen entstehen. Wir arbeiten in mehreren Innovationsnetzwerken mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, die den Nukleus für die gemeinschaftliche Entwicklung hochinnovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen darstellen.

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