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Wirtschaft

Schwankungen – Ärgernis oder verborgener Vorteil im Lean Management?

Lean Management lebt von stabilen Prozessen. Doch immer wieder treten ärgerliche Schwankungen auf. Mal läuft alles glatt, und plötzlich stockt es. Doch was, wenn man von Störfaktoren profitieren kann?

BildVielleicht sind die Unterschiede zwischen guten und schlechten Tagen der Schlüssel, um die Prozessstabilität auf ein neues Niveau zu heben.

Schwankungen: Nötiges Übel oder hilfreiche Wegweiser?

Im Lean Management strebt man Abläufe an, die ohne Reibungsverluste funktionieren. Schwankungen erscheinen dabei als störende Abweichungen, die uns Zeit, Geld und Nerven kosten. Doch sie könnten genau das Gegenteil bewirken: Sie geben uns ein besseres Verständnis dafür, welche Faktoren die Prozesse wirklich stabil macht.

Die Schwankungen entstehen aus vielen Faktoren, darunter Personal, Maschinen und Materialien. An einigen Tagen läuft alles geregelt und dann plötzlich kommt es zu Abweichungen, sei es beispielsweise durch unterschiedliche Arbeitsabläufe oder durch variierende Verfügbarkeiten in der Produktion. Wenn wir diese Abweichungen genau betrachten, erkennen wir möglicherweise Muster: Warum läuft es an manchen Tagen besser als an anderen? Vielleicht greifen unbewusst günstige Bedingungen ineinander, die wir identifizieren und gezielt fördern können.

So nutzt man Schwankungen als Faktor zur Prozessverbesserung

Um Schwankungen für das bessere Verständnis sinnvoll zu nutzen, müssen sie zunächst erfasst werden. Dafür gibt es zahlreiche Methoden, die von einfachen bis zu komplexen Ansätzen reichen:

o Manuelle Strichlisten für die unkomplizierte Sammlung von Daten.
o Shopfloor Tafeln für eine klare Visualisierung direkt am Arbeitsplatz.
o Mängelkartensysteme zur detaillierten Dokumentation von Störungen.
o OEE-Auswertungen zur Analyse der Gesamtanlageneffektivität.

Der erste Schritt ist dabei immer die Dokumentation von Schwankungen. In den analysierten Daten können sich oft wiederkehrende Muster zeigen: Vielleicht läuft es besser, wenn ein bestimmtes Team arbeitet, das Material besser ist oder eine Maschine mit bestimmten Einstellungen betrieben wird. Diese Erkenntnisse können wertvolle Hinweise auf die Stellhebel der Prozessstabilität geben.

Störfaktoren strategisch nutzen

Wer Schwankungen und Störfaktoren nicht ignoriert, sondern gezielt untersucht, kann aus ihnen lernen. Sie ermöglichen nicht nur das Aufdecken von Schwachstellen, sondern auch die Optimierung von Abläufen. Konkret kann das bedeuten:

o Erfolgreiche Bedingungen standardisieren.
o Fehlerquellen durch Prävention ausschalten.
o Abläufe anpassen, sodass schlechte Tage seltener werden.

Das macht Schwankungen nicht mehr zu Feinden, sondern zu wertvollen Helfern. Durch diese neue Sichtweise wird klar: Schwankungen sind keine Hindernisse, sondern Chancen. Damit sind sie eine unscheinbare Geheimwaffe im Lean Management.

Wenn ein Prozess ins Stocken gerät, sollte man nicht vom Schlimmsten ausgehen. Stattdessen lohnt sich ein genauer Blick. Schwankungen zeigen, wo es hakt, aber auch, was besser laufen kann. Sie liefern Ansatzpunkte, um Prozesse stabiler und nachhaltiger zu gestalten. Wer die Schwankungen versteht, kann neue Chancen im Lean-Prozess entdecken.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Simplefactory Alexander Schlegel
Herr Alexander Schlegel
Ruppmannstrasse 43
70565 Stuttgart
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Als Spezial-Etikettendruckerei setzt Schlegel Etiketten auf höchste Qualität. Wir nutzen ein großes Spektrum an Spezialmaterialien, die wir kombinieren, um die bestmöglichen Produkteigenschaften zu generieren.

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Unsere Erfahrung aus über 40 Jahren ermöglicht es uns, den Anforderungen unserer Kunden entsprechend individuelle Etiketten, Stanzteile und selbstklebende Laminate herzustellen oder gegeben falls zu entwickeln.

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Der PDCA-Zyklus ohne den A-Schritt? Macht das Sinn?

Der PDCA-Zyklus hat sich im Lean Management als fester Bestandteil der KVP Methode bewährt, um kontinuierliche Lösungen zu finden. Dies liegt daran, dass dessen Prozess recht selbsterklärend ist.

BildIm Team wird zuerst geplant (P – Plan), dann wird die eigentliche Umsetzung (D – Do) angegangen, gefolgt von der Überprüfung (C – Check). Hier wird analysiert, ob das Vorhaben erfolgreich war. Hat es geklappt, war die Durchführung ein Erfolg! Wenn nicht, beginnt ein neuer PDCA-Zyklus. Und so geht es weiter, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird.

Ist Ihnen etwas aufgefallen? Ein Schritt fehlt! Der letzte Schritt (A – Act) wurde vollständig ausgelassen. Dennoch scheint es so als würde er nicht vermisst werden. Auch in der Praxis hat sich gezeigt, dass bereits durch die wiederholte Durchführung der Schritte Plan, Do und Check kontinuierlich und zielgerichtet an der Prozessverbesserung gearbeitet werden kann. Das wirft die Frage auf: Welche Bedeutung hat der Act-Schritt im PDCA-Zyklus wirklich?

Sollte es daher nicht eher „PDC-PDC-PDC-…-PDCA-Zyklus“ heißen? In dieser Auslegung würde der Act-Schritt nach mehreren erfolgreich durchgeführten Schleifen die Nachhaltigkeit sichern.

In diesem Zusammenhang gibt es sicherlich viele Handlungsfelder wie Lessons Learned, Rollout, Standardisierung und fortlaufende Ergebniskontrollen.

Welche Maßnahmen und Handlungsfelder sehen Sie im Act-Schritt? Wie kann man noch sicherstellen, dass die erzielten Verbesserungen dauerhaft Bestand haben und kontinuierlich weiterentwickelt werden?

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„Trotz der langen Historie der Verbesserungsprozesse, wie Lean, TPM, KVP, 5S & weiteren Ansätze, entwickelt oft jedes Unternehmen die Produkte zur Lösungsumsetzung selbst oder hat einen hohen Suchaufwand bei der Beschaffung! Doch warum das Rad immer wieder neu erfinden?“

Bei Simplefactory tragen wir praktische Ideen, Beispiele und Anregungen zu den Methoden des Verbesserungsprozesses wie Lean, TPM & KVP zusammen, damit das Rad nicht immer neu erfunden werden muss. Dieses Praxiswissen bauen wir durch intensiven Austausch mit Lean-Praktikern stetig aus.

Als Netzwerk der guten Ideen helfen wir von Simplefactory Lean, TPM, KVP und 5S- Verantwortlichen durch die praxiserprobten Tipps, Ideen und Produkte bei einer erfolgreichen Umsetzung.

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SMED-Rüstzeitoptimierung – Wie viel Training ist nötig?

Bei der SMED-Rüstzeitoptimierung gilt wie beim Sport: Expertise erfordert Übung. Nur geht es darum, die Rüstzeiten zu halbieren. Doch im Unternehmen hat man nicht die Zeit, 10000 Stunden lang zu üben.

BildEin Stolperstein bei SMED – Vom Plan zur praktischen Umrüstung

Das Ziel ist es, die die Rüstzeiten zu halbieren oder idealerweise die Dauer des Maschinenstillstandes auf einstellige Minuten zu reduzieren. Das sagt der Name „Single Minute Exchange of Dies“ schon aus. In Rüstworkshops können Teams daher oft mit guten Ideen und cleveren Lösungen antreten, um dieses Ziel zu erreichen. Neben konstruktiven Verbesserungen sind es oft Verbesserungen der Prozessabläufe, von denen man hohe Einsparungen bei der Rüstzeit erhofft. Jedoch gilt hier: Während bei konstruktiven Änderungen häufig nur das Kosten-Nutzen-Verhältnis ein begrenzender Umsetzungsfaktor ist, sind Veränderungen im Prozessablauf und damit Veränderungen im menschlichen Handeln oft schwieriger umzusetzen.

Tatsächlich gibt es verschiedene Gründe, wieso Prozessverbesserungen beim Rüstablauf scheitern. Die Praxis zeigt jedoch, dass ein häufiger Punkt die Vernachlässigung von Schulungs- und Trainingsmaßnahmen ist. Daher sollten bereits im Voraus mit den Entscheidern die Möglichkeiten und zeitlichen Ressourcen für Rüsttraining und Schulungen abgeklärt werden.

Cleveres Rüsttraining zur Steigerung der Mitarbeiterbeteiligung

Erfahrungen zeigen, dass eine für die Mitarbeiter ansprechende Gestaltung von Rüstschulungskonzepten wichtig für den langfristigen Erfolg ist. Trainingskonzepte sollten nicht nur die neuen Abläufe vermitteln, sondern auch das Bewusstsein jedes Einzelnen fördern. Durch konsequentes Training wird das Verständnis für die Notwendigkeit der SMED-Rüstzeitoptimierung und der kontinuierliche SMED Verbesserungsprozess vorangetrieben.

Die Schulung und das Training beginnt bereits im Rüstworkshop. Sobald die neuen Rüststandards im Team definiert sind, müssen alle Beteiligten in den neuen Abläufen geschult werden. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze:

* Initial-Schulung
* Unterweisung mit neuer Arbeitsanweisung
* Mini-Schulungen
* Intensiv-Schulungen
* On-the-Job-Training
* Kontroll-Training
* Nachhaltigkeitsschulung
* Bewusstseinsbildung

Damit das Interesse an Rüstzeitverbesserungen erhalten bleibt, sollten die Schulungsblöcke nicht nur verständlich und zielgruppengerecht, sondern zudem noch ansprechend und abwechslungsreich aber auch kurzweilig gestaltet sein. Von der Initialschulung über On-the-Job-Training bis hin zu Nachhaltigkeitsschulungen – attraktiv gestaltete Schulungskonzepte helfen, die erarbeiteten Rüsteinsparungspotenziale nachhaltig zu nutzen.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – auch nicht bei der SMED-Rüstzeitoptimierung. Daher ist es entscheidend, den Mitarbeitern die Möglichkeit und die Zeit zu geben, damit sie durch Schulungen und Training immer besser werden.

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