Tag Archives: Sportwetten

Uncategorized

90.000 rote Karten für Sportwetten!

Mit dem Start der Fußball-WM 2026 rückt nicht nur der Sport in den Fokus der Öffentlichkeit, sondern auch ein Geschäft, das untrennbar mit Großereignissen dieser Art verknüpft ist: Sportwetten.

BildDie Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) warnt aus diesem Anlass eindringlich davor, Sportwetten als harmlosen Bestandteil des Fußballerlebnisses darzustellen. Denn bei aller Inszenierung als Unterhaltung gilt: Sportwetten sind und bleiben Glücksspiel – mit einem erheblichen Suchtpotenzial. Jährlich werden in Deutschland rund zwei Milliarden Euro bei Sportwetten verzockt. Um diesen Fakt verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, wird die LSG zum WM-Start in hunderten bayerischen Kneipen 90.000 rote Karten auslegen lassen – alle mit der klaren Ansage: Sportwetten sind Glücksspiel!

Konrad Landgraf, Suchtexperte und Geschäftsführer der LSG: „90.000 rote Karten für Sportwetten, das ist unsere unmissverständliche Botschaft. Sportwetten werden von der Glücksspielindustrie äußerst geschickt und gezielt als emotionaler Teil des Spiels inszeniert. Das Problem ist aber, dass viele Menschen dadurch das Bewusstsein dafür verlieren, dass sie echtes Geld einsetzen und reale Risiken eingehen. Sportwetten sind kein harmloser Spaß, sondern Glücksspiel mit einem hohen Suchtpotenzial.“

Seit Jahren kritisiert Landgraf die massive Präsenz von Wettanbietern, insbesondere bei Fußballspielen: „Ob im Fernsehen, im Internet, über Sponsoring im Profisport oder über Social Media – Werbung für Sportwetten ist nahezu allgegenwärtig und vermittelt vielen Menschen das Gefühl, das Tippen auf
Spielergebnisse sei ein normaler, risikofreier Zeitvertreib.“ Und Sportwettenwerbung, da ist sich Landgraf sicher, trägt dazu bei, Menschen überhaupt erst zum Glücksspiel zu bewegen oder bestehendes Spielverhalten zu intensivieren.

Die Glücksspielindustrie hat im Jahr 2025 weit über 600 Millionen Euro für Werbung ausgegeben. Damit gehört sie zu den Top 10 aller Branchen, was die Werbeausgaben angeht. Mit Vehemenz kämpfen Glücksspielanbieter um Aufmerksamkeit – und ihre Botschaften sind gerade im sportlichen Kontext unübersehbar. Landgraf betont: „Wir stehen hier vor einem klassischen Fall von David gegen Goliath. Während die Glücksspielindustrie über extrem hohe Mittel für Werbung verfügt, sind die Budgets, die für Präventionskampagnen zur Verfügung stehen, sehr gering.“

Die Struktur moderner Wettangebote verschärft die Risiken zusätzlich. Durch Live-Wetten, schnelle Spielzyklen und permanente Verfügbarkeit via Smartphone entsteht eine Dynamik, die impulsives Verhalten begünstigt und Kontrolle erschwert. Für einen Teil der Spielenden entwickelt sich daraus eine Abhängigkeit mit oft drastischen Folgen. Dazu zählen psychische Belastungen wie Depressionen, Angstzustände und zunehmender Verlust der Selbstkontrolle. Gleichzeitig geraten viele Betroffene in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, die bis zu Überschuldung und Existenzgefährdung reichen können. Auch das soziale Umfeld leidet massiv – Konflikte in Partnerschaften und Familien sind häufig die Folge.

Die LSG fordert als ersten Schritt, dass Werbung für Sportwetten deutlich eingeschränkt werden muss. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass für Sportwetten rund um die Uhr Werbung gemacht werden darf. Für Sportwetten müssen endlich die gleichen Einschränkungen gelten wie für andere Glücksspiele auch“, sagt Landgraf. Außerdem bräuchte es große öffentlichkeitswirksame Aufklärungskampagnen zu den Risiken von Sportwetten und anderen Glücksspielen.

Die WM 2026 bietet aus Sicht der LSG nicht nur Anlass zur sportlichen Begeisterung, sondern auch zur gesellschaftlichen Verantwortung. Sport sollte für Fairness, Gemeinschaft und Freude stehen – nicht als Einfallstor für Glücksspielrisiken dienen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Konrad Landgraf
Edelsbergstraße 10
80686 München
Deutschland

fon ..: 089 55 273 59 10
web ..: https://www.lsgbayern.de
email : info@lsgbayern.de

Die Landesstelle Glücksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspielen. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention finanziert. Kooperationspartner sind die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS gGmbH, der Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V. und das IFT Institut für Therapieforschung gGmbH. Die LSG arbeitet fachlich unabhängig und ist nicht weisungsgebunden.

Pressekontakt:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Thomas Baur
Edelsbergstr. 10
80686 München

fon ..: 085 55 273 59 13
email : thomas.baur@lsgbayern.de

Uncategorized

Rekordbeteiligung am bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Über 30 bayerische Fach- und Kompetenznetzwerkstellen setzen beim bundesweiten Aktionstag ein starkes Zeichen gegen Glücksspielsucht.

BildAm 24.09.2025 findet der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt – auch die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) ist wieder mit zahlreichen Aktionen dabei. Erstmals beteiligen sich bayernweit mehr als 30 Fach- und Kompetenznetzwerkstellen der LSG – so viele wie noch nie zuvor. Ziel des Aktionstags ist es, die Öffentlichkeit für die Risiken und Folgen von Glücksspielsucht zu sensibilisieren und über Hilfeangebote zu informieren. In diesem Jahr setzen die Suchtberater:innen der LSG auf auffällige Aktionen wie Riesenzeitungen, Protestzwerge und Entscheidungsröhren sowie auf Beachflags als Eye-Catcher, um Passant:innen auf das Thema aufmerksam zu machen. Einige Stellen haben darüber hinaus eigene kreative Formate geplant.

„Glücksspielsucht ist eine ernstzunehmende Suchterkrankung, die oft lange im Verborgenen bleibt. Betroffene und Angehörige schämen sich und holen sich häufig erst sehr spät Hilfe – wenn überhaupt“, betont Konrad Landgraf, Suchtexperte und Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern. „Deshalb ist es wichtig, das Thema noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und am Aktionstag aktiv darüber aufzuklären.“

Der Aktionstag ist Teil eines bundesweiten Engagements. Die teilnehmenden Stellen ermutigen Betroffene sowie Angehörige, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig werben sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel, besseren Spieler- und Jugendschutz und strengere gesetzliche Regelungen – insbesondere im Hinblick auf Werbung für Sportwetten und Online-Glücksspiele. „Der Aktionstag ist eine sehr gute Gelegenheit, Glücksspielsucht aus der Tabuzone zu holen. Je sichtbarer das Thema in der Öffentlichkeit ist, desto eher gelingt es, Betroffene zu erreichen und Hilfeangebote bekannt zu machen“, so Landgraf.

Die Liste aller LSG-Aktionen in Bayern finden Sie hier.

Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern lädt alle Bürger:innen ein, unsere Aktionen vor Ort zu besuchen, sich über Glücksspielsucht zu informieren und sich der damit verbundenen Risiken bewusst zu werden.

Vertreter:innen der Presse sind herzlich eingeladen, den Aktionstag zu begleiten, mit den Suchtberater:innen ins Gespräch zu kommen und das Thema medial zu beleuchten.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Konrad Landgraf
Edelsbergstraße 10
80686 München
Deutschland

fon ..: 089 55 273 59 10
fax ..: 089 55 273 59 22
web ..: https://www.lsgbayern.de/
email : info@lsgbayern.de

Die Landesstelle Glücksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspielen. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention finanziert. Kooperationspartner sind die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS gGmbH, der Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V. und das IFT Institut für Therapieforschung München. Die LSG arbeitet fachlich unabhängig und ist nicht weisungsgebunden.

Pressekontakt:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Thomas Baur
Edelsbergstr. 10
80686 München

fon ..: 089 55 273 59 13
email : thomas.baur@lsgbayern.de

Uncategorized

Bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht: Sportwetten – ein „Vergnügen“ mit gefährlichen Folgen

Am bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht am 25.09.2024 klären Expertinnen und Experten über die Risiken von Sportwetten auf und präsentieren vielfältige Hilfeangebote.

BildDer Deutsche Sportwettenverband DSWV rechnete vor Beginn der Fußball-EM 2024 mit Einsätzen für Sportwetten von bis zu einer Milliarde Euro. Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, aber es gibt schon einen guten Grund, warum Sportwettanbieter große Turniere gerne mal den 13. Monat nennen. Und auch die neue Bundesliga-Saison wird weitere willkommene Umsätze generieren. Doch während die Kassen der meisten Anbieter klingeln, schlagen Suchtexpertinnen und -experten Alarm, denn je mehr Menschen an Sportwetten teilnehmen, desto mehr können potenziell ein problematisches Glücksspielverhalten entwickeln.

Um vor derartigen Risiken zu warnen, findet jedes Jahr der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt, heuer am 25. September. Unter dem Motto „Sportwetten sind Glücksspiel und ein gutes Geschäft – aber nur für die Anbieter“ beteiligt sich wie in den Jahren zuvor auch wieder die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) an dieser wichtigen Initiative. Zahlreiche Fach- und Kompetenznetzwerkstellen aus dem über 70 Einrichtungen umfassenden Suchthilfe-Netzwerk der LSG werden ebenfalls teilnehmen und mit auffälligen Bodenplanen, prägnanten Slogans oder anderen Aktionen auf die Risiken von Sportwetten aufmerksam machen.

„Sportwetten sind nicht harmlos. Im Gegenteil: Sie bergen ein hohes Suchtpotenzial und können Menschen in die Abhängigkeit führen“, warnt Konrad Landgraf, Geschäftsführer der LSG und Suchtexperte. „Wir möchten mit unserer Teilnahme am Aktionstag auf die Gefahren hinweisen, die von Glücksspielen im Allgemeinen und Live-Wetten im Besonderen ausgehen.“

Ein Milliardengeschäft mit hohem Suchtpotenzial

Sportwetten, oft als harmloser Spaß oder gesellschaftlicher Zeitvertreib dargestellt, sind laut Landgraf in Wirklichkeit ein gefährliches Spiel mit dem Feuer und häufig viel zu hohem Einsatz. Denn: Menschen, die eine Glücksspielproblematik entwickeln, setzen nicht nur ihr Geld aufs Spiel, sondern riskieren auch ihre berufliche Karriere, ihre Freundschaften und ihre Familien. „Es ist erschreckend, wie schnell aus einer kleinen Wette auf einen vermeintlich sicher geglaubten Sieger eine ernsthafte Sucht entstehen kann“, warnt Landgraf. Immer wieder, sagt der Suchtexperte, erleben die Suchtberaterinnen und Suchtberater aus dem Netzwerk der LSG, wie Menschen alles verlieren, was ihnen wichtig ist. Ziel sei es deshalb, den Menschen klarzumachen, dass auf Dauer nur die Anbieter von Sportwetten und Glücksspielen die Gewinner sind. Vor allem die geschickt gemachte und platzierte Werbung kritisiert Landgraf, denn sie suggeriert, dass Sportwetten cool, trendy und harmlos sind: „Das ist jedoch ein Trugschluss, die Spielenden gehen am Ende meistens leer aus, das Geschäft machen nur die Anbieter“, weiß Landgraf.

Aufruf zur Achtsamkeit

Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern ruft am 25.09.2024 alle dazu auf, sich am Aktionstag zu informieren, sich der Risiken bewusst zu werden und die Aktionen der LSG und ihrer Fach- und Kompetenznetzwerkstellen vor Ort zu besuchen.

Natürlich ist die Presse herzlich eingeladen, den Aktionstag zu begleiten, mit den Beraterinnen und Beratern vor Ort ins Gespräch zu kommen und das Thema medial zu beleuchten.

Eine Liste mit den teilnehmenden Stellen sowie deren Standorten und Uhrzeiten finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass manche Stellen ihre Aktion einige Tage vor oder nach dem Aktionstag durchführen, dies können Sie der oben verlinkten Liste entnehmen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Konrad Landgraf
Edelsbergstraße 10
80686 München
Deutschland

fon ..: 089 55 273 59 10
fax ..: 089 55 273 59 22
web ..: https://www.lsgbayern.de/
email : info@lsgbayern.de

Die Landesstelle Glücksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspielen. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention finanziert. Kooperationspartner sind die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS gGmbH, der Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V. und das IFT Institut für Therapieforschung München. Die LSG arbeitet fachlich unabhängig und ist nicht weisungsgebunden.

Pressekontakt:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Thomas Baur
Edelsbergstraße 10
80686 München

fon ..: 089 55 273 59 13
email : thomas.baur@lsgbayern.de

Uncategorized

Wirf dein Geld nicht zum Fenster raus!

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) und Bündnis gegen Sportwetten-Werbung (BgSwW) veranstalten am 27. Juni 2024 eine spektakuläre Aktion, um auf die Gefahren von Sportwetten hinzuweisen.

Pünktlich um 12:00 Uhr mittags werden deutschland- und österreichweit an vielen Orten (allein in Bayern von rund 20 Suchtberatungsstellen) falsche Geldscheine aus dem Fenster geworfen. Unter dem Motto „Wirf dein Geld nicht zum Fenster raus!“ soll diese Aktion verdeutlichen, wie leichtfertig viele Menschen ihr schwer verdientes Geld bei Sportwetten aufs Spiel setzen und größtenteils auch verlieren.

Konrad Landgraf, Geschäftsführer der LSG und Suchtexperte, erklärt: „Wir wollen mit dieser Aktion auf anschauliche und eindringliche Weise zeigen, dass bei Glücksspielen auf lange Sicht immer Verluste gemacht werden. Gerade jetzt während der EM ist die Versuchung groß, auf den Ausgang von Fußballspielen zu wetten. Doch selbst das beste Sportwissen garantiert keinen Gewinn.“ Landgraf weiter: „Es ist uns wichtig, dass die Menschen erkennen, dass Sportwetten eine Form des Glücksspiels sind und eben keine sichere Einnahmequelle. Auch wenn sich jemand gut im Fußball auskennt, kann er den Ausgang eines Spiels nicht vorhersagen.“

Die teilnehmenden Stellen erstellen Videos ihrer Aktion und veröffentlichen diese anschließend unter den Hashtags #genuggewettet, #bgsww, #letskickgamblingadsoutoffootball, #euro24, #rotekartefürsportwettenwerbung und #sportwettenwerbungneindanke auf ihren Social-Media-Kanälen.

Die zunehmende Werbung für und Popularität von Sportwetten – insbesondere während großer Sportereignisse wie einer Europameisterschaft – ist Landgraf, der ebenfalls Mitglied im BgSwW ist, seit langem ein Dorn im Auge. So wird die EM 2024 erstmalig von einem Sportwettenanbieter gesponsort. Dies könnte in der Bevölkerung den Eindruck verstärken, bei Sportwetten handele es sich um ein ganz normales Freizeitvergnügen. Dem ist allerdings nicht so, denn bei Sportwetten drohen hohe Verluste und im schlimmsten Fall das Abgleiten in eine Glücksspielsucht.

Übrigens hat der Sportwettanbieter, dem von der UEFA bei der EM eine große Bühne geboten wird, bis vor wenigen Jahren noch illegal Glücksspiele in Deutschland angeboten.

Die Presse ist herzlich eingeladen, die Aktionen zu begleiten, Fotos zu machen und darüber zu berichten. Die teilnehmenden Stellen informieren die Presse vor Ort. Zusätzlich gibt es hier eine einfache Übersicht der beteiligten Einrichtungen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Konrad Landgraf
Edelsbergstraße 10
80686 München
Deutschland

fon ..: 089552735910
web ..: https://www.lsgbayern.de
email : info@lsgbayern.de

Die Landesstelle Glücksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspielen. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention finanziert. Kooperationspartner sind die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), der Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V. und das IFT Institut für Therapieforschung München. Die LSG arbeitet fachlich unabhängig und ist nicht weisungsgebunden.

Pressekontakt:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Thomas Baur
Edelsbergstraße 10
80686 München

fon ..: 089 55 273 59 13
email : thomas.baur@lsgbayern.de

Uncategorized

Sportwetten – die unterschätzte Gefahr

Suchtexperten wie Konrad Landgraf, Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern, warnen eindringlich vor den Risiken, die von Sportwetten ausgehen können.

Die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft im Juni verspricht, das sportliche Highlight des Jahres 2024 in Deutschland zu werden. Millionen Menschen vor den TV-Geräten und beim Public Viewing verfolgen die besten Teams aus ganz Europa. Die Stadien gleichen Hexenkesseln, und die Frage nach dem begehrten Titel „Fußball Europameister 2024“ hält Fußball-Fans weltweit in Atem.

Doch während wir uns auf nervenaufreibende Spiele und sportliche Höchstleistungen freuen, dürfen wir nicht vergessen: Sport ist ein Milliardengeschäft – insbesondere für die Anbieter von Sportwetten. Die Big Player wie Bet365, Betano, NEObet und Tipico machen immense Umsätze. Sie locken Millionen von Menschen in ihre Wettbüros und auf ihre Websites, versprechen viel Spaß beim Wetten und natürlich schnelle und hohe Gewinne. Doch hinter diesem vermeintlichen Spaß verbirgt sich eine ernsthafte Gefahr.

Konrad Landgraf, Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) und Suchtexperte, warnt: „Sportwetten sind nichts anderes als Glücksspiel – sie sind gefährlich, weisen ein hohes Suchtpotenzial auf und vermitteln vor allem jungen Menschen den Eindruck, sie könnten mit Wissen über Sport dauerhaft gewinnen.“ Doch dieser Schein trügt, betont Landgraf: „Den Ausgang eines Fußballspiels kann man nicht vorhersagen, ein Gewinn ist nicht garantiert, und die Verluste sind kaum begrenzbar. Mit Sportwetten geht der eigentliche Spaß am Sport verloren, denn wirklich guter Sport braucht keine Wetten.“ Aus diesem Grund wurde auch das Bündnis gegen Sportwetten-Werbung (BgSwW) ins Leben gerufen. Es setzt sich für eine weitestgehende Einschränkung von Sportwettenwerbung ein. Landgraf betont: „Die LSG ist natürlich Mitglied im BgSwW.“

Auch beim Thema Spielerschutz kritisiert Landgraf die Glücksspielanbieter. Häufig wird dieser von den Anbietern nicht oder nicht ausreichend umgesetzt. Daher mahnt der Suchtexperte von Anfang an zu einem besonnenen Umgang mit Sportwetten und dem eigenen, hart verdienten Geld. Denn Glücksspielsucht ist ein ernstes Problem, wie aktuelle Zahlen zeigen. Allein die Anzahl der Menschen mit einer Störung durch Glücksspiel (Glücksspielsucht) wird in Deutschland auf rund 1,4 Millionen geschätzt. 

„Wer ein glücksspielbezogenes Problem entwickelt, wird aber nicht allein gelassen“, sagt Landgraf. In Bayern bietet die LSG an 22 Standorten Fachstellen für Glücksspielsucht an und hat über 50 weitere Anlaufstellen im Kompetenznetzwerk gelistet. Dort finden Menschen mit einer Glücksspielproblematik sowie deren Angehörige professionelle, kostenlose und anonyme Hilfe. Die LSG informiert die Öffentlichkeit über die Sucht und bietet neben den klassischen Beratungsstellen vor Ort auch internetbasierte Hilfeangebote wie zum Beispiel die Online-Beratungsplattform PlayChange sowie die Website Verspiel nicht dein Leben und das neue Projekt der LSG streetwork.gambling, das digitale Streetwork in Internet-Foren und verschiedenen sozialen Medien betreibt.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Thomas Baur
Edelsbergstraße 10
80686 München
Deutschland

fon ..: 089 55 273 59 13
fax ..: 089 55 273 59 22
web ..: https://www.lsgbayern.de
email : thomas.baur@lsgbayern.de

Die Landesstelle Glücksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspielen. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention finanziert. Kooperationspartner sind die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), der Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V. und das IFT Institut für Therapieforschung München. Die LSG arbeitet fachlich unabhängig und ist nicht weisungsgebunden.

Pressekontakt:

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Herr Thomas Baur
Edelsbergstraße 10
80686 München

fon ..: 089 55 273 59 13
email : thomas.baur@lsgbayern.de