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Bürgerinitiative warnt vor 25-Millionen-Euro-Beschluss in Koblenz ohne Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

In Koblenz steht ein 25,75-Millionen-Beschluss zur Schul-Modulanlage an. Eine Bürgerinitiative warnt vor erheblichen Verfahrensmängeln und der Wiederholung kostspieliger Fehlplanungen.

BildKOBLENZ. Am 28. Mai 2026 entscheidet der Koblenzer Stadtrat über ein Bauvorhaben mit einer Grobkostenschätzung von 25,75 Millionen Euro und einer angegebenen Nutzungsdauer von bis zu 50 Jahren. Konkret geht es um die Errichtung einer Schul-Modulanlage auf der sogenannten Schulerweiterungsfläche im Stadtteil Goldgrube (Beschlussvorlage BV/0197/2026). Die als „Interimsschule“ bezeichnete Anlage soll zunächst das Max-von-Laue-Gymnasium aufnehmen, anschließend mehrere weitere Schulstandorte während ihrer jeweiligen Sanierungsphasen.

Die neu gegründete Koblenzer Bürgerinitiative für nachhaltige Schulplanung “ ein ehrenamtlicher Zusammenschluss von Eltern, Anwohnerinnen, Anwohnern und Fachleuten “ hat die Vorlage und ihre Anlagen ausgewertet. Das Ergebnis wirft erhebliche Fragen zur Rechtmäßigkeit des Verfahrens und zur Tragfähigkeit der Entscheidungsgrundlage auf.

Zentrale Befunde:

– Für ein 25,75-Millionen-Euro-Vorhaben mit 50-jähriger Nutzungsdauer fehlt die nach § 93 Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz vorgesehene vollständige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
– Die Standortbewertung umfasst sechs Standorte und zehn Kriterien “ ohne Gewichtung, ohne Punktzahlen, ohne Kostenvergleich. Andere städtische Freiflächen wurden nicht geprüft.
– Eine erneute Vorprüfung nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) wurde nicht durchgeführt, obwohl das jetzige Vorhaben fundamental von der ursprünglich geprüften Bebauungsplanung abweicht.
– Ein Verkehrs- und Schulwegkonzept für täglich rund 1.180 Kinder und über 100 Lehrkräfte liegt nicht vor.
– Eine Bürgerbeteiligung zum geänderten Vorhaben fand nicht statt; die Vorlage wurde am 12. April als Nachtrag in die Tagesordnung des Vorberatungsausschusses aufgenommen.

„Wir sind nicht gegen die Sanierung des Max-von-Laue-Gymnasiums. Wir sind dagegen, dass eine Entscheidung dieser Tragweite ohne belastbare Datenbasis durchgewunken wird. Eine sorgfältige Prüfung jetzt ist günstiger als eine gerichtliche Korrektur später“, so die Initiative.

Erinnerung an das Peter-Altmeier-Ufer: Dass kurzfristig eingeführte Stadtplanungs-Maßnahmen in Koblenz schnell zu Korrekturkosten führen können, hat die Stadt 2025 erlebt. Für rund 75.000 Euro wurden im Herbst des Vorjahres mobile Verkehrshürden installiert, die nach sechs Monaten wieder abgebaut und durch Fahrbahnschwellen ersetzt werden mussten. Der jetzt anstehende Schulbeschluss bewegt sich in einer Größenordnung, die das über das 300-fache übersteigt.

Der Fall steht beispielhaft für eine wachsende Debatte in deutschen Kommunen: Komplexe Bauvorhaben werden unter erheblichem Zeitdruck beschlossen, oft ohne dass die nach Gemeindeordnung und Bauplanungsrecht erforderlichen Verfahrens- und Wirtschaftlichkeitsschritte vollständig abgeschlossen sind. Die Folgekosten “ durch Nachbesserungen, Rückbauten oder gerichtliche Aufhebungen “ tragen am Ende die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

Die vollständige Auswertung, die fünfzehn juristisch geordneten Argumente sowie zahlreiche Bürgerstimmen sind unter schulstandort-koblenz.de frei zugänglich. Die zugehörige Petition auf openPetition hat bereits über 800 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner. Sie fordert keine Ablehnung der Schulsanierung, sondern eine Vertagung der Beschlussfassung bis zur Vorlage einer ordnungsgemäßen Datenbasis.

Über die Initiative: Die Koblenzer Bürgerinitiative für nachhaltige Schulplanung ist ein ehrenamtlicher, parteipolitisch ungebundener Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern aus Koblenz und den umliegenden Stadtteilen. Sie tritt ausdrücklich für eine zügige Sanierung des Max-von-Laue-Gymnasiums, für den Neubau der Pestalozzi-Grundschule und für die geplante Kindertagesstätte ein “ gegen den jetzigen Verfahrensweg und die unzureichende Datenbasis der Beschlussvorlage BV/0197/2026.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Koblenzer Bürgerinitiative für nachhaltige Schulplanung
Herr Dirk Schmid
Pestalozzistr. 26
56073 Koblenz
Deutschland

fon ..: 0261 29584914
web ..: https://schulstandort-koblenz.de/
email : kontakt@schulstandort-koblenz.de

Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.

Pressekontakt:

Koblenzer Bürgerinitiative für nachhaltige Schulplanung
Herr Dirk Schmid
Pestalozzistr. 26
56073 Koblenz

fon ..: 0261 29584914
web ..: https://schulstandort-koblenz.de/
email : kontakt@schulstandort-koblenz.de

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EU-Pelzfarmverbot droht zu scheitern: 150.000 Menschen erhöhen Druck auf EU-Kommission

Trotz 1,7 Mio. Unterstützern der Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ droht ein EU-weites Pelzfarmverbot zu scheitern. 150.000 Menschen erhöhen nun mit einer E-Mail-Aktion den Druck auf die EU-Kommissio

BildKurz vor einer erwarteten Entscheidung der EU-Kommission Ende März wächst die Sorge, dass ein europaweites Verbot von Pelzfarmen ausbleiben könnte. Hintergrund ist die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“, die von mehr als 1,7 Millionen Menschen unterstützt wurde und ein EU-weites Verbot der Pelztierzucht sowie ein Import- und Handelsverbot für Pelzprodukte fordert. Die EU-Kommission prüft derzeit die Initiative und will voraussichtlich Ende März ihre Entscheidung bekannt geben.

Nach Informationen aus Brüssel könnte statt eines klaren Verbots jedoch lediglich eine Anpassung der Haltungsbedingungen beschlossen werden. Demnach sollen Pelzfarmen möglicherweise nur zu geringfügigen Änderungen verpflichtet werden, etwa durch zusätzliche Beschäftigungsmaterialien in den Käfigen. Für Tierrechtsorganisationen wäre dies ein gravierender Rückschritt. Denn auch mit zusätzlichen Gegenständen bleiben Füchse, Nerze oder Marderhunde weiterhin ihr gesamtes Leben in engen Drahtkäfigen eingesperrt und werden ausschließlich für ihre Felle gezüchtet und getötet.
„Ein paar Gegenstände im Käfig lösen das grundlegende Problem nicht. Pelz bedeutet immer Leid für die Tiere. Millionen Füchse und Marderhunde würden weiterhin ihr gesamtes Leben eingesperrt verbringen, nur damit am Ende ein Luxusprodukt entsteht“, erklärt Lisa Wilhelm von ANINOVA.

Die aktuelle Entwicklung sorgt besonders deshalb für Kritik, weil die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ zu den erfolgreichsten Initiativen dieser Art gehört. Innerhalb kurzer Zeit wurden über 1,7 Millionen Unterschriften gesammelt, die ein vollständiges Ende der Pelztierzucht in Europa fordern.

Um kurz vor der erwarteten Entscheidung den politischen Druck zu erhöhen, hat ANINOVA und andere Organisationen vor einigen Wochen eine europaweite E-Mail-Aktion gestartet. Innerhalb kurzer Zeit wurden dabei rund 150.000 Nachrichten an Mitglieder der EU-Kommission verschickt. Ziel der Aktion ist es, die EU-Kommission dazu aufzufordern, den Forderungen der Bürgerinitiative zu folgen und ein konsequentes Verbot der Pelztierzucht umzusetzen.

Gleichzeitig dokumentiert ANINOVA immer wieder die Zustände auf europäischen Pelzfarmen. Erst kürzlich veröffentlichte die Organisation neue Aufnahmen aus finnischen Pelzfarmen, die gemeinsam mit den bekannten Tierschützer*innen Malte Zierden und Phia Quantius entstanden sind. Die Bilder zeigen Füchse und Marderhunde, die in engen Drahtkäfigen gehalten werden, ohne festen Boden unter den Pfoten und ohne Möglichkeiten, ihr natürliches Verhalten auszuleben.

„Unsere Recherchen zeigen immer wieder, dass Pelzproduktion untrennbar mit Tierleid verbunden ist. Wer diese Bilder sieht, erkennt sofort, dass kosmetische Änderungen an Käfigen das Problem nicht lösen können. Die einzige konsequente Lösung ist ein vollständiges Verbot von Pelzfarmen in Europa“, so Wilhelm von ANINOVA.

ANINOVA fordert die EU-Kommission daher auf, die Forderungen der Bürgerinitiative ernst zu nehmen und ein europaweites Verbot der Pelztierzucht sowie ein Import- und Handelsverbot für Pelzprodukte zu beschließen. Nur so könne verhindert werden, dass weiterhin Millionen Tiere allein für Modeartikel gezüchtet und getötet werden.

Weitere Informationen, die Mailaktion und das Video aus Finnland sind hier zu finden.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland

fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org

Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org

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Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin

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