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Hören und Demenz: Warum versteckter Hörverlust zur Belastung für das Gehirn wird

Klassische Hörtests übersehen einen Frequenzbereich, in dem sich kognitive Risiken früh ankündigen. Hörforscherin Marlies Knipper im A|F|A|N-Interview über Hörverlust und Demenzrisiko.

BildVlotho, 1. Mai 2026. Klassische Hörtests übersehen einen entscheidenden Frequenzbereich, in dem sich kognitive Risiken früh ankündigen. Darauf weist die Tübinger Hörforscherin Prof. Dr. Marlies Knipper im Gespräch mit Uli Funke hin, dem Leiter der Akademie für angewandte Neurowissenschaft A|F|A|N. Die Aufzeichnung des Interviews steht ab sofort kostenfrei im Online-Archiv der Akademie zur Verfügung. Sie ist Teil eines Angebots, in dem neurowissenschaftliche Weiterbildung für Führung mit aktueller Spitzenforschung verbunden wird.

Tübinger Hörforschung: Geschwindigkeit ist die entscheidende Größe

Marlies Knipper leitet seit über drei Jahrzehnten die Arbeitsgruppe »Hearing, Cognition and Tinnitus« am Hörforschungszentrum der Universität Tübingen. Als Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina untersucht sie, wie das Gehör mit Aufmerksamkeit, Gedächtnis und kognitiver Leistung verknüpft ist.

Knippers Befund: Das Ohr verarbeitet rund 1.000 Bits pro Sekunde und ist damit etwa 30-mal schneller als das Auge. Bereits in den ersten 10 bis 70 Millisekunden eines gesprochenen Wortes erfasst es 90 Prozent der Information. Geht diese Geschwindigkeit verloren, bricht die Synchronizität neuronaler Signale zusammen, und das Gehirn kompensiert mit erheblichem Energieaufwand. Genau diese Verbindung zwischen Sinneswahrnehmung und Denkleistung macht das Thema für jede praxisorientierte Weiterbildung in Neurowissenschaft und Führung relevant, die Wirkungsfähigkeit unter Druck zum Gegenstand hat.

Hidden Hearing Loss: Wo Standardtests versagen

Klassische Audiogramme messen die Hörschwelle in der Regel nur bis 8 Kilohertz. Doch Knippers Forschung zeigt, dass der Bereich zwischen 8 und 16 Kilohertz für die zeitliche Präzision des Hörens und damit für das Sprachverstehen eine zentrale Rolle spielt. Wer in diesem Bereich Verluste hat, bleibt im Standardtest unauffällig, kämpft aber zunehmend damit, Sprache in Geräuschkulissen zu verstehen.

»Hörverlust über acht Kilohertz beeinflusst die Hörschnelligkeit am Stimulusbeginn massiv. Dieser Bereich wird zurzeit jedoch weder diagnostiziert noch therapiert und bleibt in der klassischen Hörgeräteversorgung bisher völlig unberücksichtigt«, so Marlies Knipper im Gespräch.

Die Folge ist eine kognitive Dauerbelastung. Das Gehirn rekonstruiert fehlende auditive Signale unter hohem Energieaufwand. Was viele für Müdigkeit halten, ist häufig eine metabolische Last, die Konzentration, Entscheidungsqualität und langfristig die kognitive Reserve schwächt.

A|F|A|N Akademie: Neurowissenschaftliches Wissen für Führungspraxis

Mit Marlies Knipper führt Uli Funke ein weiteres Gespräch in seiner Reihe mit international ausgewiesenen Forschenden. Die Aufzeichnung ist Teil des wachsenden Online-Archivs der Akademie für angewandte Neurowissenschaft, das nach kostenfreier Registrierung im Mitgliederbereich von afan.academy unter »Aufzeichnungen« zugänglich ist.

Diese Inhalte ergänzen die Weiterbildungsangebote der Akademie. Mit BRAIN FOR BUSINESS® bietet A|F|A|N eine zertifizierte Weiterbildung an, die neurowissenschaftliche Erkenntnisse in den Führungsalltag überträgt: Selbstführung, Stressregulation, Aufmerksamkeitssteuerung und Entscheidungsqualität. Das Programm ist auf moderne Führungskräfteentwicklung zugeschnitten und richtet sich an Menschen, die ihre Wirkung auf einer wissenschaftlichen Grundlage weiterentwickeln wollen. Die Weiterbildung zum NEURO IMPACT COACH®, gemeinsam mit Prof. Dr. Bruno Haller entwickelt, verbindet Neurowissenschaft, zukunftsfähige Führungsmethoden und wissenschaftliche Persönlichkeitsdiagnostik. Sie qualifiziert Coaches, HR-Verantwortliche und Führungskräfte für die wirkungsvolle Begleitung von Veränderungsprozessen und nachhaltige Führungsqualität.

»Wer die Befunde aus Tübingen ernst nimmt, versteht, warum eine fundierte Weiterbildung in Neurowissenschaft und Führung den Unterschied macht«, erklärt Uli Funke, Gründer der Akademie für angewandte Neurowissenschaft A|F|A|N. »Führungskräfteentwicklung darf nicht bei Methoden stehen bleiben. Sie muss die biologischen Grundlagen kennen, auf denen Wahrnehmung, Konzentration und Selbstführung beruhen.«

Die Akademie kombiniert dafür drei Bausteine: kostenfreie Aufzeichnungen mit führenden Expert*innen, strukturierte Online-Weiterbildung und persönliche Begleitung. Auf diese Weise wird neurowissenschaftliches Wissen nicht zu einem abstrakten Lernfeld, sondern zu einem konkreten Werkzeug für Selbstführung und Führungskräfteentwicklung im Alltag.

Hörgesundheit als Faktor in der Demenzprävention

Knippers Plädoyer für eine erweiterte Diagnostik fügt sich in die internationale Befundlage. Die Lancet Commission 2024 zu Demenzprävention zählt unbehandelten Hörverlust zu den bedeutsamsten modifizierbaren Risikofaktoren für Demenz im mittleren Lebensalter. Insgesamt benennt der Bericht 14 modifizierbare Faktoren, deren konsequente Reduktion theoretisch bis zu 40 Prozent der Demenzfälle verhindern oder verzögern könnte.

Die Botschaft beider Seiten, der Lancet wie der Tübinger Forschung, ist eindeutig: Hörgesundheit ist kein Komfortthema des Alters, sondern ein Faktor kognitiver Leistungsfähigkeit. Wer die Diagnostik über 8 Kilohertz hinaus erweitert und Hörhilfen frühzeitig akzeptiert, schützt nicht nur das Verstehen, sondern auch die kognitive Reserve. Für Führungskräfte, deren Berufsalltag von Sprachverstehen unter Stress geprägt ist, bedeutet das: Selbstführung schließt die Sorge um die eigenen Sinne mit ein. Genau hier setzt das Verständnis an, das eine moderne Weiterbildung in Neurowissenschaft und Führung in der Praxis vermittelt, als Brücke zwischen Forschung und Alltag der Führungskräfteentwicklung.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

AFAN Solutions GmbH
Herr Uli Funke
Johanne-Stelzer-Str. 2
32602 Vlotho
Deutschland

fon ..: +491715309404
web ..: https://afan.academy
email : presse@afan.academy

Die Akademie für Angewandte Neurowissenschaft A|F|A|N wurde 2021 von Uli Funke gegründet, um (Neuro-)Wissenschaft und Praxis miteinander zu verbinden. Regelmäßig finden Online-Events mit kompetenten Expertinnen und Experten statt, an denen alle Mitglieder teilnehmen können. Alle Akademietreffen liegen danach als Aufzeichnung in der Mediathek vor. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Zusätzlich bietet die Akademie kostenpflichtige Weiterbildungen wie BRAIN FOR BUSINESS®, Zertifizierung zum Practitioner in applied Neuroscience, oder NEURO IMPACT COACH® an.

Akademiegründer und -leiter Uli Funke ist Wissenschaftsjournalist, Keynote Speaker und Experte für Neurowissenschaft in Führung, Organisationsentwicklung und Coaching.

Pressekontakt:

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Herr Uli Funke
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Großes Interesse in Friedrichshafen: HÖRTEC informiert über Hören, Gehirn und geistige Fitness

Großes Interesse bei HÖRTEC in Friedrichshafen: Die Veranstaltung „Wie Sie Ihr Demenzrisiko senken“ zeigte, warum gutes Hören eng mit geistiger Fitness verbunden ist.

BildVortrag „Wie Sie Ihr Demenzrisiko senken“ stieß auf große Resonanz

Friedrichshafen 17.03.2026. Auf großes Interesse stieß die Veranstaltung „Wie Sie Ihr Demenzrisiko senken“, zu der HÖRTEC Hörsysteme nach Friedrichshafen eingeladen hatte. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten den Nachmittag, um sich über aktuelle Erkenntnisse rund um Hörverlust, geistige Fitness und Prävention zu informieren.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Rolle gutes Hören für die Gesundheit des Gehirns spielt. Denn Hören ist weit mehr als das reine Wahrnehmen von Tönen. Sprache verstehen, Inhalte einordnen und Gesprächen folgen – all das ist auch eine Leistung des Gehirns. Genau dieser Zusammenhang zwischen Hören, Hörverarbeitung und geistiger Fitness wurde im Vortrag anschaulich und verständlich erläutert.

Ein Schwerpunkt lag auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die den Zusammenhang zwischen Hörverlust und kognitiver Gesundheit zunehmend in den Fokus rücken. Neuere Forschungsergebnisse, unter anderem aus den Veröffentlichungen der Lancet-Kommission, zeigen, dass Hörverlust zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für eine spätere Demenz zählt. Damit rückt die Hörgesundheit stärker denn je in den Mittelpunkt der Prävention.

HÖRTEC griff diese Erkenntnisse praxisnah auf und stellte konkrete Möglichkeiten vor, wie Menschen selbst aktiv werden können. Dazu gehört ein speziell entwickeltes digitales Hörtraining, das darauf ausgerichtet ist, nicht nur das Hören, sondern auch hörbezogene kognitive Fähigkeiten gezielt zu fördern. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Aufmerksamkeit, Konzentration, Verarbeitungsgeschwindigkeit und das Verstehen von Sprache im Alltag. Ziel ist es, das Zusammenspiel von Gehör und Gehirn gezielt zu trainieren und damit das Hören im täglichen Leben zu unterstützen.

Referent der Veranstaltung war Dipl.-Ing. Jan-Patric Schmid, Entwickler und Experte für digitales Gehörtraining. Er steht für einen innovativen Ansatz in der Hörakustik, der Hören und geistige Fitness gemeinsam betrachtet. Neben der Entwicklung digitaler Hörtrainings hat Schmid auch den DiCoDi® mitentwickelt – ein tabletbasiertes Verfahren, mit dem Menschen ihre geistige Fitness einfach, selbstständig und frühzeitig überprüfen können. Der wissenschaftlich veröffentlichte Test ist für Menschen mit und ohne Schwerhörigkeit konzipiert, dauert rund 20 bis 30 Minuten und kann exklusiv auch bei HÖRTEC durchgeführt werden. Er gibt einen ersten Anhaltspunkt zur geistigen Fitness und ist damit, vereinfacht gesagt, wie ein „Hörtest fürs Gehirn“.

Mit der Veranstaltung machte HÖRTEC deutlich, dass moderne Hörakustik heute weit über die klassische Hörversorgung hinausgeht. Immer stärker rückt ein ganzheitlicher Blick auf den Menschen in den Vordergrund – mit Augenmerk auf Hörvermögen, Hörverarbeitung und geistige Fitness gleichermaßen.

Das große Interesse der Besucherinnen und Besucher zeigte, wie relevant und bewegend dieses Thema für viele Menschen ist. Mit Veranstaltungen wie dieser möchte HÖRTEC aufklären, sensibilisieren und konkrete Wege aufzeigen, wie Hören und geistige Leistungsfähigkeit möglichst lange erhalten und unterstützt werden können.

Interessierte sind eingeladen, sich bei einem kostenfreien Termin bei HÖRTEC in Friedrichshafen und Markdorf beraten zu lassen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

KOJ hearing network
Herr Jan-Patric Schmid
Hänferstrasse 35
77855 Achern
Deutschland

fon ..: ?+49 7841 6825738?
web ..: https://koj.training
email : jps@koj.training

Das KOJ Hearing Network ist ein spezialisiertes Netzwerk für moderne Hörversorgung mit Sitz in Achern (D). Im Zentrum steht die wissenschaftlich entwickelte KOJ® Gehörtherapie – ein Training, das das Gehirn unterstützt, Sprache besser zu verarbeiten und Verstehen nachhaltig zu verbessern.

Als Pionier auf diesem Gebiet vereint KOJ praxisnahe Audiotherapie mit neurowissenschaftlicher Forschung. Mit dem DiCoDi®-Test (Digital Cognitive Diagnostics) bietet das Unternehmen außerdem ein innovatives Screening zur Messung kognitiver Hörverarbeitung.

Ziel von KOJ ist es, Menschen mit Hörminderung nicht nur besser hören zu lassen, sondern wieder sicher, aktiv und mit Freude am Leben teilzunehmen.

Pressekontakt:

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