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Wirtschaft

B. Eng. Mika Wissel erhielt den IfKom-Preis 2025 an der TH Aschaffenburg

Mika Wissel erhielt den IfKom-Preis an der TH Aschaffenburg für seine Bachelorarbeit mit dem Titel „Konzeption und Implementierung eines Webservers für Feldgeräte der Prozessinstrumentierung“.

BildKürzlich verliehen die IfKom an der TH Aschaffenburg aus Anlass der Akademischen Bachelorfeier der Fakultät Ingenieurwissenschaften den Hochschulpreis an Mika Wissel für herausragende Leistungen. Seine Bachelorarbeit zum Thema: „Konzeption und Implementierung eines Webservers für Feldgeräte der Prozessinstrumentierung“ wurde von Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes betreut. Den beruflichen Teil seines Dualen Studiums im Fach Elektro – und Informationstechnik absolvierte er erfolgreich im Unternehmen WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG. Bei der feierlichen Übergabe der Urkunde war Alexander Wiegand (CEO/Vorstand) zugegen.

Im Rahmen der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung der Prozessindustrie besteht das Bestreben Ethernet-basierte Technologien zur Datenübertragung bis auf die Feldgeräteebene hinab zu verwenden. Vor diesem Hintergrund wurde Ethernet Advanced Physical Layer (APL) entwickelt, um den hohen Anforderungen dieser Industrie gerecht zu werden. Mit dieser neuen physikalischen Schicht soll sich die Datenqualität verbessern und der Komfort für Anlagenbetreibende erhöhen, indem neue Schnittstellen, wie beispielsweise ein Webserver, bereitgestellt werden, welche aus Sicht wichtiger Vertreter der Prozessbranche für Messgeräte der nächsten Generationen sogar essenziell ist.

Deshalb wurde sich im Rahmen der Bachelorarbeit „Konzeption und Implementierung eines Webservers für Feldgeräte der Prozessinstrumentierung“ bei dem Kooperationsunternehmen des dualen Studiums WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Dazu wurde der Stand der Technik diskutiert, eine Anforderungsanalyse sowie eine Technologierecherche durchgeführt und ein erstes Konzept ausgearbeitet. Darauf aufbauend wurde unter Beachtung der Anforderungen ein prototypischer HTTP-Server auf Basis eines Mikrocontrollers mit Real Time Operating System (RTOS) entwickelt. Da die Ressourcen eines Messgeräts trotz der durch APL erweiterten Möglichkeiten stark beschränkt sind, wurden mit Hilfe eines automatisierten Testsystems die einzelnen Funktionalitäten des Webservers auf ihre Ressourcenauslastung untersucht und verschiedene Technologien verglichen. Hieraus haben sich erste Abschätzungen der Speicher- und Prozessorlast eines Webservers innerhalb eines eingebetteten Systems ergeben und es konnten bereits Empfehlungen zum Systemkonzept für die Integration in ein Produkt abgeleitet werden. Hierfür konnte zudem ein Testsystem für zukünftige Entwicklungsarbeiten bereitgestellt werden.

Dem Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation ist es ein besonderes Anliegen, herausragende Master- und Bachelorarbeiten zu fördern. Mit diesem Ingenieurpreis unterstreichen die IfKom die Notwendigkeit, junge Menschen von der besonderen Relevanz technischer Studiengänge zu überzeugen, zu fördern und damit den akademischen Nachwuchs in den Ingenieurausbildungen zu sichern. Die TH Aschaffenburg mit über 4.000 Studierenden kooperieren seit 2017 mit dem Berufsverband IfKom – Ingenieure für Kommunikation.

Foto v.l.n.r.: Prof. Dr. Jürgen Vaupel, Alexander Wiegand (WIKA), Mika Wissel (Preisträger), Dr. Heinz Leymann (IfKom), Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Yvonne Busch (Ausbildungsleiterin WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG), Prof. Dr. Hinrich Mewes
BU: Thomas Goldhammer

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 40.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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Wirtschaft

Chancen nutzen – Studienaussteiger zu Fachkräften ausbilden

Im Interesse des Ingenieur- und Fachkräftemangels sollte die gegenseitige Anerkennung der Studienleistungen und des Technikerstudiums sowie die Berufsausbildung zum deutschen Bildungsstandard werden.

BildUm dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sollten Studienaussteiger gezielt für eine Technikerausbildung gewonnen werden. Dafür muss sich das Bildungssystem stärker den Marktbedürfnissen anpassen. Viele Berufs- und Fachschulen stehen bereit. In der föderalen Struktur fehlen jedoch Entscheidungen, unter anderem zur gegenseitigen Anerkennung von akademischer und beruflicher Ausbildung.

Bis zu 30 Prozent aller Studierenden brechen laut einer Statistik des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ihr Studium ab. Das bis dahin erworbene Potenzial an Wissen sollte zielgerichtet eingesetzt werden, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Im volkswirtschaftlichen Kontext muss es möglich sein, den in die Wissensvermittlung investierten Aufwand nutzbar zu machen, indem die erworbenen Kompetenzen beim weiteren beruflichen Werdegang berücksichtigt und anerkannt werden. Diese Chancen erfordern ein Umdenken in der Politik, in der Wirtschaft sowie im Bereich der Bildung. Im Rahmen der Fachkräftedebatte sind wissenschaftlichen Impulse zu setzen.

„Die vorzeitige Beendigung eines Ingenieurstudiums verursacht oft erhebliche Kosten für die Studierenden, aber auch für die Volkswirtschaft“, wies IfKom-Bundesvorsitzender Dr. Heinz Leymann hin und fügte hinzu „die Studienaussteiger verlieren wertvolle Zeit, der danach erfolgende Berufseinstieg verzögert sich“. Die IfKom e. V. sehen zudem die Gefahr, am Ende keinen beruflichen Abschluss zu haben.

„Es sollte möglich sein, diese wertvollen Lernerfahrungen auch ohne Abschlusszertifikat für die Unternehmen und somit für den Arbeitsmarkt zu nutzen“ betonte IfKom-Bundesvorstandsmitglied Dipl.-Ing. Andreas Hofert. Die IfKom unterstützen den Vorschlag, angesichts der Ausbildungskosten und des Fachkräftemangels eine bundesweite „Koordinierungsstelle“ einzurichten. Die dort im Sinne eines Bildungsnetzwerkes von Vertretern der Universitäten und Hochschulen, den Fachschulen für Technik, der Politik und der Wirtschaft aufgezeigten Wege müssen trotz föderaler Zuständigkeiten einheitlich umgesetzt werden.

Für den Ingenieurverband IfKom ist zudem eine Stärkung der MINT-Fächer in den allgemeinbildenden Schulen bereits eine wichtige Weichenstellung, um genügend Interessenten für die Ingenieurausbildung zu finden, die diese auch erfolgreich beenden.

Infolge der Ergebnisse des Projektes DuBA „Reziproke Durchlässigkeit zwischen Bildungsgängen auf DQR-Stufe 6“ befasste sich der BAK FST intensiv mit der Gestaltung von Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Besonderes Augenmerk lag auf den eingeforderten Modellvorschlägen zur organisatorischen Gestaltung unter Berücksichtigung der jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen.

Eine wichtige Zielgruppe sind die Studienumsteiger*innen, die aus dem akademischen Bachelorstudium in eine berufliche Qualifizierung mit dem Ziel Bachelor Professional wechseln. Attraktive Angebote können eine Alternative zum Abbruch einer Bildungslaufbahn ohne konkrete Perspektive sein. Im Fokus beidseitiger Durchlässigkeit steht die Anrechnung von erbrachten Leistungen mit dem Ziel, den alternativen Bildungsweg in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren.

Der BAK FST hat hierzu ein Positionspaper mit Modellvorschlägen erarbeitet. Die Rückmeldung aus der KMK der Länder ergab, dass es keinerlei Einschränkungen gibt, da die bestehenden gesetzlichen Regelungen den vorgetragenen Modellen des BAK FST nicht entgegenstehen. Die Umsetzung dieser Modelle scheitert jedoch an deren Bekanntheitsgrad, weshalb der BAK FST verstärkt auf die Kontakte zur akademischen Bildung setzt. Die beidseitige Durchlässigkeit soll dadurch erreicht werden. Die Anerkennung von Studienleistungen des Technikerstudiums auf das Bachelorstudium und umgekehrt sind möglich und müssen zum Standard in der deutschen Bildungslandschaft werden. Wir können es uns nicht leisten auch nur einen bildungswilligen Menschen zu verlieren!

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 40.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
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Der Bundesarbeitskreis Fachschule für Technik (BAK FST) ist ein informeller Zusammenschluss von Schulleiter*innen bzw. Abteilungsleiter*innen von Technikerschulen, Technikakademien oder Berufsbildungszentren mit Techniker*innen-Ausbildung in Deutschland. Sowohl in staatlicher als auch freier Trägerschaft befindlicher Schulen hat er in der Vergangenheit durch sein Engagement einiges erreicht (u. a. Verortung der Abschlüsse in DQR- Stufe 6), gleichwohl von einer Gleichwertigkeit beruflicher und akademisch erworbener Abschlüsse in Deutschland keine Rede sein kann. Ferner war der BAK FST jahrelang bei den Forderungen nach der international besser verständlichen Abschlussbezeichnung „Bachelor Professional“ gemäß DQR 6 beteiligt.
www.bak-fst.de

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Wirtschaft

Attraktive Studiengänge durch Implementierung des Nachhaltigkeitsgedankens

Es besteht Einigkeit, Studiengänge mit energie- und ressourcenschonenden Prozessen und weiteren Nachhaltigkeitsaspekten sind attraktiver zu gestalten, ohne das Grundlagenwissen zu vernachlässigen.

BildMit attraktiven Studiengängen werben Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften um Studierende, um der sinkenden Nachfrage in ingenieurtechnischen Fächern entgegenzuwirken. Welches Potenzial sich dabei durch den Nachhaltigkeitsgedanken heben lässt, entwickelten Prof. Dr. Ralph Dreher von TVD – Technical Vocational Didactics und Prof. Dr. Rainer Holmer von der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg im Expertengespräch mit dem Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.).

Es herrschte Konsens über das Ziel, die Studiengänge mit digitaler Vernetzung, energie- und ressourcenschonenden Prozessen und weiteren Nachhaltigkeitsaspekten attraktiver zu gestalten, ohne das notwendige Grundlagenwissen zu vernachlässigen. Denn technische Bildung bewegt sich im Kontext gesellschaftlicher, ökologischer, wirtschaftlicher und ethisch-technologischer Entwicklungen.

„Mit ihrer Einstellung, etwas gegen den Klimawandel und für die Nachhaltigkeit unternehmen zu müssen, sollten junge Menschen, die auf der Suche nach einem Studienfach sind, ein Ingenieurstudium in ihre Überlegung einbeziehen“, forderte IfKom-Bundesvorsitzender Dr. Heinz Leymann und fügte hinzu: „Auch ein Studium der Elektrotechnik befähigt dazu, einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten zu können“. Aus der Sicht der IfKom müssen Jugendliche stärker für Technik begeistert und – auch mit Blick auf die sich verändernden Arbeitswelten – für ein Ingenieurstudium gewonnen werden.

„Wir fordern, die Implementierung des Nachhaltigkeitsgedankens in die Studiengänge konsequent vorzunehmen und weiterzuentwickeln. Dabei lässt sich der Grundgedanke sehr gut an dem von Prof. Dr. Ralph Dreher verfassten Leonardischen Eid festmachen“, erklärte IfKom-Bundesvorstandsmitglied Andreas Hofert und ergänzte: „Denn eine Ingenieurausbildung soll dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen und Prinzipien der ethischen Legitimierbarkeit, der Nachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Kontrollierbarkeit in das berufliche Handeln einzubringen.“

Nach Auffassung der IfKom müssen Ingenieurinnen und Ingenieure bereits im Studium befähigt werden, zu reflektieren, welche Auswirkungen sich aus ihren konzeptionellen Entscheidungen ergeben und lernen, sich mit ihrer Expertise konstruktiv in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Diese Vielfalt an Themen und Ansprüchen muss zugleich technische Studiengänge für junge Menschen attraktiv machen.

Prof. Dr. Dreher ergänzte hier um die bereits seit längerem bekannte „Purpose-Problematik“ die ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge betreffend: „Bei dem riesigen Angebot dessen, wie ich mich beruflich entwickeln kann, rückt im Zuge der Berufsentscheidung immer mehr die Frage nach der Sinnhaftigkeit, dem Zweck meines Tuns und meiner eigenen Existenz für junge Menschen in den Mittelpunkt. Die klassischen ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge haben sich dabei dem Eindruck der potenziell Studieninteressierten oft so aufgestellt, dass sie genau diesen Eindruck nicht vermitteln. Deutsche Studiengangskonzeptionen mit starker Grundlagen- und Theorielastigkeit spiegeln oftmals nicht die Hoffnung der UNESCO, dass gerade die Ingenieurswissenschaften zur Lösung der großen Probleme dieser Welt wie Nahrungsmittelversorgung, sauberes Trinkwasser, Bildung durch digitale Infrastruktur und so einem Mehr an Verteilungsgerechtigkeit wider. Ergänzend muss gefragt werden. Wie viel Grundlagenlernen in Seminarform benötige ich im Studium noch, wenn diese mir via den KI-Systemen angeboten wird? Hier brauche ich dem flipped-classroom-Konzept folgend stattdessen die Hochschule als Ort für Reflexion und Einordnung. Gelingen hier nicht einschneidende didaktische Veränderungen, verliert gerade Deutschland weiter und verstärkt den Ingenieurnachwuchs.

Prof. Dr. Holmer betonte, dass im Studium zunächst eine klare Vorstellung von Nachhaltigkeit in Bezug auf technische Lösungen entwickelt werden muss. Dies kann sich an den „klassischen“ 3 Dimensionen orientieren, wobei nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien bewertet werden sollte. Eine Bewertung in Bezug auf Nachhaltigkeit kann sowohl anhand des Erlernens von nötigem technischem Grundlagenwissen als auch bei der Diskussion über zukünftige Herausforderungen und möglichen technischen Lösungen durchgeführt und geübt werden. Ein interessanter Aspekt ist in diesem Zusammenhang auch die Verantwortung des Einzelnen in diesem Kontext. Es ist wichtig, dass jeder selbst das naheliegende und mögliche tut, andere zum Mitmachen motiviert und gleichzeitig aber auch weder sich selbst noch andere durch überzogene Zielsetzungen demotiviert – wichtig ist hier eine smarte Zielsetzung (ambitioniert, aber nicht illusorisch). Oft besteht bei Themen der Nachhaltigkeit ein (tatsächlicher oder manchmal auch vermeintlicher) Konflikt zwischen ökonomischen Randbedingungen und nachhaltigen Lösungen. Hier optimale Lösungen zu finden, wird vielfach die Aufgabe der Ingenieurinnen und Ingenieure sein. Viele Unternehmen sind weltweit vernetzt und es ist möglich, dass im Bereich der Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Regionen unterschiedliche Prioritäten gesetzt werden – auch damit müssen Ingenieurinnen und Ingenieure umgehen lernen. Nicht zuletzt wird es immer auch technische Aufgaben geben, wo das primäre Ziel die reine technische Performance und erst in zweiter Linie die Nachhaltigkeit ist, was wiederum eine ausgewogene Herangehensweise erfordert. Nicht zuletzt sollte Nachhaltigkeit nicht so verstanden werden, dass technische Aktivitäten zurückgefahren werden („keine Technik macht auch keine Probleme“), sondern vielmehr können und sollen Aspekte der Nachhaltigkeit eine wunderbare Motivation für die Entwicklung von neuen, innovativen technischen Lösungen sein.

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 40.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
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TVD – Technical Vocational Didactics wurde von Prof. Dr. phil. Ralph Dreher im Jahr 2013 gegründet und wird von ihm seitdem geleitet. Die Professur „Technikdidaktik am Berufskolleg“, die als Stiftungsprofessur an der naturwissenschaftlich-technischen Fakultät der Universität Siegen eingerichtet und 2018 verstetigt wurde, realisiert ein Ausbildungskonzept, welches analog zum Lernfeldkonzept der KMK den Studierenden ein ganzheitliches Problemlösen von
der Erfassung der technischen Inhalte über die notwendigen Arbeitsprozessanalysen hin zu einer binnendifferenzierenden Unterrichtsentwicklung ermöglicht.
http://www.tvd-edu.com/

Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) wurde 1971 als Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen gegründet. Sie garantiert beste Startbedingungen für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Mit mehr als 10.000 Studierenden ist sie eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Über 50 praxisorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Soziales, Gesundheit, Architektur und Gestaltung überzeugen durch hohe Qualität in Lehre und Forschung.
www.oth-regensburg.de

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Wirtschaft

IfKom: Vom Kupfer zum Glas mit viel Information und wenig Regulierung

Neben den Kooperationsverträgen der Netzbetreiber untereinander, haben noch weitere Faktoren Einfluss auf die Akzeptanz der Endkunden.

Ingenieure für Kommunikation bewerten Eckpunkte des Digitalministeriums zur Kupfer-Glas-Migration überwiegend positiv.

Der Berufsverband IfKom – Ingenieure für Kommunikation spricht sich für eine zurückhaltende Regulierung und eine Unterstützung der Marktmechanismen aus, wenn es um die Migration der Zugangsnetze der so genannten Netzebenen 3 und 4 geht. In seiner Stellungnahme zu den Eckpunkten eines Gesamtkonzeptes zur Kupfer-Glas-Migration begrüßt der Verband den Ansatz des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), die Zugangsnetze baldmöglichst von Kupfer auf Glasfaser umzustellen.

„Wir machen in unserer Bewertung deutlich, dass der freiwillige Umstieg der Endkunden das erstrebenswerte Ziel ist“, betont Reinhard Genderka, Mitglied des IfKom-Bundesvorstands und Leiter der Arbeitsgruppe Regulierung und Netze. Mit dem Blick auf den Endkunden präzisiert er die IfKom-Forderung nach Wettbewerb: „Es dürfen keine neuen Monopole entstehen, weil ein Netzbetreiber nur die eigenen Produkte über seine Leitung transportiert. Endkunden müssen im Sinne von Open Access die freie Auswahl der Produkte und Vertragspartner haben.“

Derzeit ist das Interesse an Glasfaseranschlüssen zwar vorhanden, tatsächlich bestellt haben jedoch weniger als erwartet. Die Zahlen der Bundesnetzagentur vom Jahresanfang zeigen noch viel Potenzial. Von bundesweit 21,8 Mio. aktivierbaren Glasfaseranschlüssen waren gerade erst 5,3 Mio. tatsächlich aktiv. Für 13,2 Mio. Anschluss-Möglichkeiten liegen die Glasfasern bereits an der Grundstücksgrenze, z. T. auch schon auf dem Grundstück, werden aber nicht aktiv genutzt.

„Neben der Open-Access-Forderung, also den Kooperationsverträgen der Netzbetreiber untereinander, haben noch weitere Faktoren Einfluss auf die Akzeptanz der Endkunden“, stellt Peter Stöberl aus dem IfKom-Bundesvorstand fest. „Breitbandige Anwendungen, zum Teil beruflich bedingt, werden zunehmen und die Bereitschaft zum Umstieg auf einen Glasfaseranschluss erhöhen. Für erfolgskritisch halten wir eine ausführliche und verlässliche Informationspolitik sowie eine verbindliche Kommunikation.“ Konkret macht er deutlich: „Allein schon die Ankündigung der Kupfer-Netz-Abschaltung mit dem genauen Zeitpunkt wäre für alle Endkunden eine einflussreiche Information um zu entscheiden, entweder in der Ausbauprojektphase zu geringen Kosten oder kostenlos ein Glasfaserkabel im Gebäude installieren zu lassen oder zu einem späteren Zeitpunkt höhere Kosten und möglichen Ärger in Kauf zu nehmen.“

Weiterhin enthält die Stellungnahme an das Digitalministerium die Position des Ingenieurverbandes, staatliche Regulierung auf wesentliche Leitplanken zu beschränken. Zunehmende Digitalisierung und bandbreitenintensive Produkte werden die Kupferkabelnetze überfordern und die Endkunden zur Umstellung auf aktive Glasfaserkabel-Anschlüsse bewegen.

Zugleich halten die IfKom einen spätesten Abschaltezeitpunkt drei Jahre nach der flächendeckenden Versorgung eines Gebietes mit Glasfaser zwar für ambitioniert, aber dennoch für unbedingt erforderlich. Die Bundesnetzagentur sollte in Abstimmung mit den Netzbetreibern ein für alle Gebiete jeweils verbindliches Konzept für die Migration erarbeiten und das BMDS dieses Konzept verbindlich festlegen. Das Eckpunktepapier sollte nach Eingang aller Stellungnahmen zügig umgesetzt werden.

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Der ZBI zählt zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
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M. Eng. Johannes Kiener erhielt an der OTH Regensburg den IfKom-Preis 2025

Johannes Kiener erhielt den IfKom-Preis an der OTH Regensburg für seine Masterarbeit mit dem Titel „Porting and Evaluation of a Python Machine Learning System for a Linux-based Microcontroller“.

BildDie Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) verliehen am 17. Oktober einen IfKom-Preis an Johannes Kiener an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg für seine Masterarbeit mit dem Titel „Porting and Evaluation of a Python Machine Learning System for a Linux-based Microcontroller“. Die Verleihung dieses Preises erfolgte im Rahmen der Absolventenfeier der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik für eine Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades „Master of Engineering“.

M.Eng. Johannes Kiener hat in seiner Masterarbeit, die er überwiegend an der Tokyo University of Science in Japan durchgeführt hat, ein Predictive Maintenance System (PDMS) auf einen leistungsfähigen Raspberry-Pi-Mikrocontroller portiert. Mit den dabei erzielten Ergebnissen hat er für das gemeinsame Edge-AI-Projekt von Prof. Yoshida und Prof. Sehr die Weichen für künftige Entwicklungen und die Einführung komplexerer Algorithmen gestellt. Predictive Maintenance ist ein kritischer Bestandteil der modernen Industrie, mit dem Maschinenschäden frühzeitig erkannt und präzise prognostiziert werden können. Dadurch lassen sich Wartungsmaßnahmen bedarfsgerecht planen, Stillstandszeiten minimieren und der kostspielige vorzeitige Austausch von Komponenten verhindern.
Die Portierung der PDMS-Software von der bisherigen Hardware, einem ESP32-Mikrocontroller, auf den Raspberry Pi erfolgte in zwei Schritten: Der erste Teil umfasste die Installation und Konfiguration des Linux Betriebssystems auf dem Mikrocontroller sowie die Implementierung von Softwaretreibern für das Touchscreen-Interface. Darüber hinaus wurde eine Hardware-Abstraktionsschicht entwickelt, die den Einsatz derselben Software auf den nun unterschiedlichen Mikrocontrollern ermöglicht. Um die Softwarequalität zu gewährleisten, wurde zusätzlich ein Testframework für automatisierte Softwaretests realisiert.
Im zweiten Teil der Arbeit wurde die Performance des neuen Systems im Hinblick auf Predictive-Maintenance Anwendungen evaluiert und mit der alten Hardware verglichen. Hierfür wurden sechs verschiedene Machine-Learning-Modelle auf den beiden Mikrocontrollern trainiert, wobei Erkennungsrate, Trainingsdauer, Speichernutzung und Stromverbrauch erfasst wurden. Trainingsziel war dabei das Erkennen von Anomalien und Beschädigungen anhand von Vibrationssignalen zweier Kugellager-Datensätze. Insbesondere das Gaussian Mixture Model überzeugte mit hohen Erkennungsraten auf beiden Plattformen (F1 > 94,4 %) und einer insgesamt überdurchschnittlichen Performance in den übrigen Metriken. Mit einer 60-80-fachen Steigerung der Ausführungsgeschwindigkeit und der Möglichkeit, Rohdaten zu trainieren, war der neue Raspberry Pi dem bisherigen ESP32 überlegen. Darüber hinaus liegt der größte Vorteil des neuen Systems in der deutlichen Vereinfachung des Entwicklungsprozesses. Mithilfe von Linux besteht Zugang zu weit verbreiteten Machine-Learning-Bibliotheken sowie einer Vielzahl an Open Source Tools und Komponenten, die zukünftige Entwicklungen am PDMS deutlich erleichtern werden.

Prof. Dr. Sehr, der die Masterarbeit in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Takahiro Yoshida von der Tokyo University of Science in Japan, betreute, beglückwünschte M. Eng. Johannes Kiener zusammen mit den regionalen Vertretern des Berufsverbandes Dipl.-Ing. Helmut Steinberger (Bezirksvorsitzender) und Dipl.-Ing. Peter Stöberl (Mitglied des Bundesvorstandes), zu seiner herausragenden, mit dem Förderpreis ausgezeichneten Abschlussarbeit. Diese Masterarbeit zeigt auch die sehr gute wissenschaftliche Zusammenarbeit, die die OTH Regensburg international pflegt.

Seit vielen Jahren verleihen die IfKom an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg den Förderpreis. Dem Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation ist es ein besonderes Anliegen, herausragende Master- und Bachelorarbeiten zu fördern. Insbesondere den Technischen Hochschulen kommt in der so wichtigen Ingenieurausbildung eine entscheidende Rolle zu. Hierzulande fehlen vor allem in den klassischen Ingenieurwissenschaften immer mehr akademische Nachwuchskräfte. Deutsche Ingenieurkunst ist seit jeher ein Garant bester deutscher Entwicklungen und -produkte. Mit den jährlichen Ingenieurpreisen unterstreichen die IfKom die Notwendigkeit, junge Menschen von der besonderen Relevanz technischer Studiengänge zu überzeugen, zu fördern und damit den akademischen Nachwuchs in den Ingenieurausbildungen zu sichern.

Mit ihren technischen Studiengängen leisten die Hochschulen einen wertvollen Beitrag zu der Ausbildung der technischen, akademischen Nachwuchskräfte und damit zur Zukunftssicherung unseres Landes.

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Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) wurde 1971 als Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen gegründet. Sie garantiert beste Startbedingungen für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Mit mehr als 10.000 Studierenden ist sie eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Über 50 praxisorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Soziales, Gesundheit, Architektur und Gestaltung überzeugen durch hohe Qualität in Lehre und Forschung.
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