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Wirtschaft

Bundesweite Einführung des beruflichen Gymnasiums Ingenieurwissenschaften

Der ZBI sieht das berufliche Gymnasium für Ingenieurwissenschaften als Steuerungselement, junge Menschen für ein Ingenieurstudium zu interessieren, sie adäquat auf ein solches Studium vorzubereiten.

BildObwohl die offenen Stellen im technischen Arbeitsbereich aufgrund der wirtschaftlichen Lage zurückgegangen sind, besteht weiterhin in einigen Sparten Fachkräfte- und Ingenieurmangel. So weist das Internetportal „INGENIEUR.de“ auf einen akuten Engpass in den Ingenieurberufen Bau, Vermessung, Gebäudetechnik, Architektur hin. In der Energie- und Elektrotechnik besteht ein sehr hoher, in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik ein deutlicher Bedarf.

Neben der Förderung der MINT-Fächer in den Schulen, die Voraussetzung für technische Berufe sind, sieht der ZBI das berufliche Gymnasium für Ingenieurwissenschaften als ein Steuerungselement, junge Menschen für ein Ingenieurstudium zu interessieren und sie adäquat auf ein solches Studium vorzubereiten. Diese Schulform gibt es bisher nur in den Ländern Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt sowie seit 2024 auch in Niedersachsen. „Berufliche Gymnasien mit Technikfokus sind ein Schlüssel für mehr Studienerfolg in den Ingenieurwissenschaften – sie bereiten gezielt vor, verbinden Schulwissen mit Praxis und senken so die Abbruchquote,“ unterstreicht Dipl.-Ing. Wilfried Grunau, Präsident des Zentralverbands der Ingenieurvereine (ZBI).

Das berufliche Gymnasium für Ingenieurwissenschaften führt die Schülerinnen und Schüler nach drei Jahren zur Allgemeinen Hochschulreife. Vorteil dieser Ausbildung ist ein Unterricht, der sich inhaltlich am Schwerpunkt Technik und am profilbildenden Fach Ingenieurwissenschaften orientiert, wobei ein fächerverbindendes Lernen gegeben ist. Infolgedessen fordert der ZBI die bundesweite Einführung des beruflichen Gymnasiums Ingenieurwissenschaften.

Prof. Dr. Ralph Dreher ist Universitätsprofessor an der Universität Siegen und ist dort Leiter TVD – Technical Vocational Didactics: Ein Berufliches Gymnasium, welches disziplinenübergreifend die Realität der Ingenieurarbeit in den Bereichen des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Bautechnik mit ihren jeweiligen Subdisziplinen wie z. B. Fahrzeugtechnik oder Versorgungstechnik durch entsprechende Projektarbeit abdeckt, zeigt zum einen den Facettenreichtum und die Wirksamkeit des Ingenieurberufs gerade im Hinblick auf Kernprobleme der Nachhaltigkeit wie Energieerzeugung/-versorgung und Umweltschutz/Renaturierung. Zum anderen sozialisiert eine solche Schulform bereits im Hinblick auf ein interdisziplinäres Arbeiten.“

Prof. Dr. Klaus Jenewein: „Das Berufliche Gymnasium für Ingenieurwissenschaften vermittelt wichtige, für ein Ingenieurstudium grundlegende technische Fachkenntnisse. Diese werden verbunden mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung – etwa zur ökonomischen und ökologischen Gestaltung von Technik in unserer modernen Gesellschaft. Wert gelegt wird auf eine Orientierung der Schülerinnen und Schüler über ingenieurwissenschaftliche Studien- und Karrierewege.
Hochschulen und Betriebe finden hier hoch qualifizierte junge Menschen, die eine hervorragende Vorbereitung auf die Anforderungen des Ingenieurstudiums mitbringen.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V.
Herr Dr. Heinz Leymann
Christinenstr. 79
44575 Castrop-Rauxel
Deutschland

fon ..: 02305 9679087
web ..: http://www.zbi-berlin.de
email : leymann@zbi-berlin.de

Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 40.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Der ZBI nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung von Bund und Ländern und pflegt hierzu seine fachlichen und direkten Kontakte zu Politikern aller Parteien. Präsident ist Dipl.-Ing. Wilfried Grunau.
www.zbi-berlin.de

TVD – Technical Vocational Didactics wurde von Prof. Dr. phil. Ralph Dreher im Jahr 2013 gegründet und wird von ihm seitdem geleitet. Die Professur „Technikdidaktik am Berufskolleg“, die als Stiftungsprofessur an der naturwissenschaftlich-technischen Fakultät der Universität Siegen eingerichtet und 2018 verstetigt wurde, realisiert ein Ausbildungskonzept, welches analog zum Lernfeldkonzept der KMK den Studierenden ein ganzheitliches Problemlösen von
der Erfassung der technischen Inhalte über die notwendigen Arbeitsprozessanalysen hin zu einer binnendifferenzierenden Unterrichtsentwicklung ermöglicht.
http://www.tvd-edu.com/

Prof. Dr. Klaus Jenewein, Dipl.-Ing., ist Professor für Ingenieurpädagogik im Institut Bildung, Beruf und Medien der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und war als wissenschaftlicher Begleiter an der Entwicklung und Einführung des Beruflichen Gymnasiums für Ingenieurwissenschaften in den Bundesländern Hamburg, NRW und Sachsen-Anhalt beteiligt.

„Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.“

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Wirtschaft

ZBI: Naturschutz und Infrastruktur sind kein Widerspruch

Der ZBI begrüßt die Ziele, den Schutz der biologischen Vielfalt zu stärken, den natürlichen Klimaschutz voranzubringen. Die Eingriffsregelungen hierzu sind praxisnah weiterzuentwickeln.

BildDer Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) e.V. hat eine umfassende Stellungnahme zum Referentenentwurf für ein Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur und zur Weiterentwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung vorgelegt. Als technisch-wissenschaftlicher Spitzenverband begrüßt der ZBI die Ziele des Entwurfs: den Schutz der biologischen Vielfalt zu stärken, den natürlichen Klimaschutz voranzubringen und die Eingriffsregelung praxisnah weiterzuentwickeln. Zugleich unterbreitet der Verband konkrete Vorschläge, wie sich die neuen Regelungen praxistauglich gestalten und die Belange des Naturschutzes mit den Anforderungen einer leistungsfähigen technischen Infrastruktur in Einklang bringen lassen.

Ingenieurwissenschaften in der Verantwortung

Der Gesetzentwurf dient der Umsetzung nationaler und europäischer Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Stärkung des natürlichen Klimaschutzes. Gleichzeitig wird er Planung, Genehmigung, Bau, Betrieb und Unterhaltung technischer Infrastruktur maßgeblich beeinflussen. Vor diesem Hintergrund sieht der ZBI die Ingenieurwissenschaften in der Pflicht, ihre fachliche Expertise frühzeitig in das Gesetzgebungsverfahren einzubringen.

„Naturschutz und moderne Infrastruktur sind kein Widerspruch – sie sind zwei Seiten einer Medaille. Beide sind unverzichtbar für einen zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort Deutschland. Das neue Gesetz sollte daher nicht nur den Naturschutz stärken, sondern auch mehr Planungssicherheit, rechtssichere Verfahren und eine bessere Verzahnung von Naturschutz- und Infrastrukturplanung schaffen“, so ZBI-Präsident Dipl.-Ing. Wilfried Grunau

Grundsätzlich bewertet der ZBI zahlreiche Regelungen des Gesetzentwurfs positiv. Dazu gehören insbesondere die vorgesehene Flexibilisierung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung, Erleichterungen bei der Unterhaltung bestehender Verkehrswege sowie die stärkere Berücksichtigung multifunktionaler Kompensationsmaßnahmen. Diese Ansätze können nach Auffassung des Verbandes dazu beitragen, Naturschutzmaßnahmen wirksamer umzusetzen und gleichzeitig Planungs- und Genehmigungsverfahren effizienter zu gestalten.

Gleichzeitig betont der ZBI, dass der Erfolg des Gesetzes von einer bundesweit einheitlichen und rechtssicheren Umsetzung abhängt. Unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe oder Vollzugspraxen in den Ländern könnten die angestrebte Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren behindern und zu vermeidbaren Rechtsunsicherheiten führen.

Digitalisierung und Technologieoffenheit für effizienten Naturschutz

Ein zentraler Punkt der Stellungnahme ist die Digitalisierung: Der Gesetzentwurf basiert auf räumlichen Planungsgrundlagen, Landschaftsplänen und Flächenkulissen. Der ZBI betont jedoch, dass diese Aufgaben nur mit aktuellen, qualitätsgesicherten und interoperablen Geodaten dauerhaft bewältigt werden können. Moderne Geoinformationssysteme, standardisierte Datenmodelle und digitale Planungsverfahren leisten dabei einen wesentlichen Beitrag zu Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Verfahrensbeschleunigung.

Der ZBI setzt sich für eine technologieoffene Ausgestaltung des Gesetzes ein. Digitale Zwillinge, Fernerkundung, satellitengestützte Erdbeobachtung, Building Information Modeling (BIM), moderne Geodatenanalysen und Verfahren der Künstlichen Intelligenz bieten erhebliche Potenziale: Sie ermöglichen eine effizientere Planung von Naturschutzmaßnahmen, eine objektive Überwachung ihrer Wirksamkeit und eine Unterstützung von Verwaltungsverfahren.

Gleichbehandlung kritischer Infrastrukturen

Besondere Bedeutung misst der ZBI der Unterhaltung bestehender Infrastrukturen bei. Die im Gesetzentwurf vorgesehene Klarstellung, dass ordnungsgemäße Unterhaltungsmaßnahmen an Verkehrswegen grundsätzlich keinen naturschutzrechtlichen Eingriff darstellen, bewertet der Verband ausdrücklich positiv. Gleichzeitig regt der ZBI an, diese Regelung konsequent auf weitere netzgebundene Infrastrukturen der Daseinsvorsorge auszuweiten – insbesondere auf Energie- und Telekommunikationsnetze. Gerade im Zuge der Energiewende und des flächendeckenden Glasfaser- und Mobilfunkausbaus sei eine Gleichbehandlung aller kritischen Infrastrukturen sachgerecht.

Wasserbau: Ökologie und Hochwasserschutz vereinen

Auch die vorgesehenen Erleichterungen für Maßnahmen zur ökologischen Entwicklung oberirdischer Gewässer werden begrüßt. Nach Auffassung des ZBI verbinden wasserbauliche Maßnahmen häufig Hochwasserschutz, Klimaanpassung, ökologische Aufwertung und die Sicherung wasserwirtschaftlicher Infrastruktur. Diese Mehrfachfunktion sollte bei der weiteren Ausgestaltung des Gesetzes konsequent berücksichtigt werden.

Der ZBI vertritt als Spitzenverband technisch-naturwissenschaftliche Berufs- und Fachverbände aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Eisenbahnwesen, Geodäsie und Geoinformatik, Telekommunikation, Umweltschutz und Umwelttechnik sowie Wasserbau und Wasserwirtschaft. Daher konzentriert sich die Stellungnahme auf die technischen, planerischen und verfahrenstechnischen Auswirkungen des Gesetzentwurfs.

„Ingenieurinnen und Ingenieure entwickeln täglich Lösungen, die ökologische, technische und wirtschaftliche Anforderungen miteinander verbinden. Dieses Wissen möchten wir konstruktiv in das Gesetzgebungsverfahren einbringen“, betont Grunau. „Wir verstehen unsere Stellungnahme ausdrücklich als fachlichen Beitrag, um die Ziele des Gesetzentwurfs mit praxistauglichen und rechtssicheren Regelungen zu unterstützen.“

Der ZBI hat seine Stellungnahme im Rahmen der Verbändeanhörung an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) übermittelt. Zudem steht der Verband bereit, seine ingenieurwissenschaftliche Expertise auch in den weiteren Beratungen einzubringen.

Die Stellungnahme im Volltext finden Sie hier: https://t1p.de/yh4uk

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Über den ZBI
Der Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI) ist der Spitzenverband technisch-naturwissenschaftlicher Berufs- und Fachverbände. Zu seinen Mitgliedern zählen Verbände aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Eisenbahnwesen, Geodäsie und Geoinformatik, Telekommunikation, Umweltschutz und Umwelttechnik sowie Wasserbau und Wasserwirtschaft. Der ZBI vertritt die Interessen seiner Mitgliedsverbände mit über 40.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren gegenüber Politik und Gesellschaft.
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Wirtschaft

IfKom fordern bundesweite Einführung des beruflichen Gymnasiums Ingenieurwissenschaften

Die IfKom fordern die Stärkung der MINT-Fächer in den Schulen, die eine wichtige Voraussetzung für ein Ingenieurstudium darstellen.

BildTrotz künstlicher Intelligenz und Wandel von Ingenieurarbeitsplätzen: Die demographische Entwicklung verlangt wirksame Maßnahmen, um mehr junge Menschen für Technik zu interessieren. Denn allein im Bereich der Elektrotechnik gehen bis zum Ende des Jahrzehnts rund 30.000 Ingenieurinnen und Ingenieure mehr in Rente als über die Hochschulen nachkommen. Darauf weist der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE) im Mai 2026 hin. Nach seiner Prognose liegt von 2027 an die jährliche Zahl der Verrentungen doppelt so hoch wie die Zahl der Abschlüsse, so dass auf 13.100 Menschen, die den Arbeitsmarkt verlassen, nur noch 6.523 kommen, die in ihr Berufsleben starten.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, bei jungen Menschen möglichst früh für eine technische Ausbildung oder ein ingenieurwissenschaftliches Studium zu werben. Dr. Heinz Leymann, IfKom-Bundesvorsitzender appelliert: „Um auf diese kritische Arbeitsmarkt-Situation zu reagieren, sind die MINT-Fächer in den Schulen stärker zu fördern, die eine wichtige Voraussetzung für ein Ingenieurstudium darstellen.“

Als einen wirksamen Beitrag zur Gewinnung von Studierenden begrüßen die IfKom die ab Schuljahr 2014/2015 erfolgte Einrichtung des beruflichen Gymnasiums für Ingenieurwissenschaften in Hamburg, NRW und Sachsen-Anhalt. Schülerinnen und Schüler erwerben in dieser Schulart in drei Jahren neben dem Abitur ein grundlegendes Verständnis für den Ingenieurberuf sowie für das ingenieurwissenschaftliche Denken und Handeln.

IfKom Bundesvorstandsmitglied Dipl.-Ing. Andreas Hofert fügt hinzu: „Aus der Sicht der IfKom sollte diese Schuleinrichtung auch für andere Bundesländer Vorbild sein. Wir plädieren für eine bundesweite Einführung. Darüber hinaus sind alle Anstrengungen zu unternehmen, um junge Menschen für den Ingenieurberuf zu interessieren.“

Prof. Dr. Jenewein betont: „Interessierte Schülerinnen und Schüler haben im Beruflichen Gymnasium für Ingenieurwissenschaften nicht nur die Möglichkeit, grundlegende Fachkenntnisse zu erwerben. Diese werden verbunden mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung – etwa zur ökonomischen und ökologischen Gestaltung von Technik in unserer modernen und sich stetig verändernden Gesellschaft. Für Hochschulen und Betriebe entsteht ein bedeutender Beitrag zur Orientierung und Vorbereitung junger Menschen auf ingenieurwissenschaftliche Berufs- und Karrierewege.“

Prof. Dr. Ralph Dreher wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sich das Berufsbild in den Ingenieurwissenschaften durch die Integration von KI in einem transformativen Wandel befindet: Kern von Ingenieurarbeit sei perspektivisch nicht länger Entwurf und Konstruktion, sondern eine umfassende, auf Nachhaltigkeit hin fokussierte Bewertung und Zusammenführung von KI-Ergebnissen. Durch den dadurch holistischeren Anspruch an die Dienstleistungsarbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren wird ein interdisziplinäres Denken über die klassischen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen wie Elektrotechnik, Maschinenbau und Bautechnik hinweg notwendig. Informatorische Kompetenzen seien dabei basal immer erforderlich. Folglich sei es nur konsequent und begrüßenswert, wenn die beruflichen Gymnasien durch das Fach Ingenieurwissenschaften diese Interdisziplinarität abbilden. Damit entstände ein wirklichkeitsnaher Eindruck von aktueller Ingenieurarbeit – gerade im Hinblick auf die sinkendenden Studierendenzahlen ist dies ein wichtiges Moment, da so gezeigt werden könne, was Ingenieurarbeit durch Kombination der Disziplinen erbringen kann. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Feststellung der UNESCO, dass wesentliche Zielvorstellungen in den Sustainable Goals nur mittels Ingenieurarbeit erreichbar seien. Voraussetzung hierfür sei allerdings eine Reform der hochschulischen Studiengänge, die ebenfalls interdisziplinärer und projektbasierter angelegt werden müssten. Und: Die traditionelle Fokussierung auf abschreckend wirkende Grundlagenfächer, die nunmehr in der Praxis durch die KI substituiert werden, bedarf einer hochschuldidaktischen Reform.

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email : info@ifkom.de

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 40.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
www.ifkom.de

Prof. Dr. Ralph Dreher ist Vizepräsident der Ingenieurpädagogischen Wissenschaftsgesellschaft (IPW e. V.), die sich als Forum für alle an technischer Bildung interessierten Personen aus der beruflichen und akademischen Bildung sowie aus Wirtschaft und Politik, national und international versteht. Die Ingenieurpädagogische Wissenschaftsgesellschaft, IPW e. V. hat sich das Anliegen der „Engineering Initiative“ der UNESCO, 2011, zu eigen gemacht: Die Kunst der Technik in Theorie und Praxis einzusetzen, um der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 mit der Kernforderung nach höherer Nachhaltigkeit näher zu kommen und diese weltweit verstärkt in die Technik-Lehre einzubinden.
www.ipw-edu.org

Prof. Dr. Klaus Jenewein, Dipl.-Ing., ist Professor für Ingenieurpädagogik im Institut Bildung, Beruf und Medien der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und war als wissenschaftlicher Begleiter an der Entwicklung und Einführung des Beruflichen Gymnasiums für Ingenieurwissenschaften beteiligt.

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Wirtschaft

B. Eng. Mika Wissel erhielt den IfKom-Preis 2025 an der TH Aschaffenburg

Mika Wissel erhielt den IfKom-Preis an der TH Aschaffenburg für seine Bachelorarbeit mit dem Titel „Konzeption und Implementierung eines Webservers für Feldgeräte der Prozessinstrumentierung“.

BildKürzlich verliehen die IfKom an der TH Aschaffenburg aus Anlass der Akademischen Bachelorfeier der Fakultät Ingenieurwissenschaften den Hochschulpreis an Mika Wissel für herausragende Leistungen. Seine Bachelorarbeit zum Thema: „Konzeption und Implementierung eines Webservers für Feldgeräte der Prozessinstrumentierung“ wurde von Prof. Dr.-Ing. Hinrich Mewes betreut. Den beruflichen Teil seines Dualen Studiums im Fach Elektro – und Informationstechnik absolvierte er erfolgreich im Unternehmen WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG. Bei der feierlichen Übergabe der Urkunde war Alexander Wiegand (CEO/Vorstand) zugegen.

Im Rahmen der fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung der Prozessindustrie besteht das Bestreben Ethernet-basierte Technologien zur Datenübertragung bis auf die Feldgeräteebene hinab zu verwenden. Vor diesem Hintergrund wurde Ethernet Advanced Physical Layer (APL) entwickelt, um den hohen Anforderungen dieser Industrie gerecht zu werden. Mit dieser neuen physikalischen Schicht soll sich die Datenqualität verbessern und der Komfort für Anlagenbetreibende erhöhen, indem neue Schnittstellen, wie beispielsweise ein Webserver, bereitgestellt werden, welche aus Sicht wichtiger Vertreter der Prozessbranche für Messgeräte der nächsten Generationen sogar essenziell ist.

Deshalb wurde sich im Rahmen der Bachelorarbeit „Konzeption und Implementierung eines Webservers für Feldgeräte der Prozessinstrumentierung“ bei dem Kooperationsunternehmen des dualen Studiums WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG ausführlich mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Dazu wurde der Stand der Technik diskutiert, eine Anforderungsanalyse sowie eine Technologierecherche durchgeführt und ein erstes Konzept ausgearbeitet. Darauf aufbauend wurde unter Beachtung der Anforderungen ein prototypischer HTTP-Server auf Basis eines Mikrocontrollers mit Real Time Operating System (RTOS) entwickelt. Da die Ressourcen eines Messgeräts trotz der durch APL erweiterten Möglichkeiten stark beschränkt sind, wurden mit Hilfe eines automatisierten Testsystems die einzelnen Funktionalitäten des Webservers auf ihre Ressourcenauslastung untersucht und verschiedene Technologien verglichen. Hieraus haben sich erste Abschätzungen der Speicher- und Prozessorlast eines Webservers innerhalb eines eingebetteten Systems ergeben und es konnten bereits Empfehlungen zum Systemkonzept für die Integration in ein Produkt abgeleitet werden. Hierfür konnte zudem ein Testsystem für zukünftige Entwicklungsarbeiten bereitgestellt werden.

Dem Berufsverband der Ingenieure für Kommunikation ist es ein besonderes Anliegen, herausragende Master- und Bachelorarbeiten zu fördern. Mit diesem Ingenieurpreis unterstreichen die IfKom die Notwendigkeit, junge Menschen von der besonderen Relevanz technischer Studiengänge zu überzeugen, zu fördern und damit den akademischen Nachwuchs in den Ingenieurausbildungen zu sichern. Die TH Aschaffenburg mit über 4.000 Studierenden kooperieren seit 2017 mit dem Berufsverband IfKom – Ingenieure für Kommunikation.

Foto v.l.n.r.: Prof. Dr. Jürgen Vaupel, Alexander Wiegand (WIKA), Mika Wissel (Preisträger), Dr. Heinz Leymann (IfKom), Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, Yvonne Busch (Ausbildungsleiterin WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG), Prof. Dr. Hinrich Mewes
BU: Thomas Goldhammer

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 40.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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Wirtschaft

Wirtschaftsstandort Deutschland muss international wettbewerbsfähig sein

Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V.: Die deutsche Wirtschaft ist international vernetzt und muss infolgedessen wettbewerbsfähig sein.

BildZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine im Gespräch mit der Bundesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann (MdB).

Die Mitgliedsverbände des ZBI e. V. vertreten Ingenieurinnen und Ingenieure aus technischen Dienstleistungsbereichen, aus Ingenieurbüros und öffentlichen Verwaltungen aus den Fachbereichen Abfallwirtschaft, Architektur, Bauingenieurwesen, Eisenbahnwesen, Elektrotechnik, Gartenbau, Geodäsie und Geoinformatik, Kulturbau, Landespflege, Straßen- und Brückenbau, Telekommunikation, Umweltschutz u. Umwelttechnik, Verfahrenstechnik, Wasserbau und Wasserwirtschaft.

„Die deutsche Wirtschaft ist international vernetzt und muss infolgedessen wettbewerbsfähig sein“, merkte der ZBI-Vizepräsident Heinz Leymann an und fügte hinzu: „hierzu müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden.“ Aus der Sicht des ZBI e. V. leisten mittelständische Unternehmen und Kleinstbetriebe, wie beispielsweise die Ingenieurbüros, einen großen Beitrag. Der ZBI fordert daher den Abbau von bürokratischen Hürden und gesetzlichen Regulierungen. Zudem sind entsprechende steuerliche Anreize zu schaffen. Wir brauchen eine effiziente und moderne sowie eine leistungsfähige öffentliche Verwaltung. Der Einsatz von KI- gesteuerten Systemen ist Grundvoraussetzung für Wachstum und Innovation, in dem Verwaltungsprozesse hinterfragt und optimiert werden.

Zur Stärkung der deutschen Wirtschaft sind wir als rohstoffarmes Industrieland auf
technologische Spitzenleistungen angewiesen. „Aus der Sicht des ZBI haben gerade Ingenieurinnen und Ingenieure bei einer nachhaltigen Technikentwicklung im Rahmen einer erforderlichen Transformation zur Klimaneutralität eine globale Generationenaufgabe. Technischer Erfindergeist und Einfallsreichtum müssen in Deutschland wieder gezielt gefördert werden. Dies fängt bei der MINT-Bildung an. „Sie ist der unabdingbare Schlüssel für Innovationen und unternehmerische Kreativität. Infolgedessen sind Schülerinnen und Schüler für MINT-Fächer zu motivieren und zu begeistern, dass es lohnt, sich für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu interessieren“, wies Leymann darauf hin.

Um die Attraktivität der MINT-Fächer zu erhöhen, ist aus der Sicht des ZBI die Aufnahme von Themen, wie beispielsweise „Energiesparhaus und Wärmedämmung, elektrische Schaltkreise und Robotik sowie Mobilität und KI-Systeme“ in den Unterricht in Form von theoretischen und praktischen Workshops erforderlich. In den höheren Klassen könnte dies in Kooperation mit Hochschulen und Universitäten sowie mit Wirtschaftsunternehmen erfolgen. In diesem Kontext begrüßt der ZBI die Einrichtung des beruflichen Gymnasiums Ingenieurwissenschaften in drei Bundesländern, in dem Schülerinnen und Schüler in drei Jahren bis zum Abitur ein grundlegendes Verständnis für ingenieurwissenschaftliche Tätigkeiten erwerben können.

Gitta Connemann: „Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts muss im Mittelpunkt der kommenden Legislaturperiode stehen. Dafür muss Energie endlich günstiger werden, Steuern für Unternehmen und Arbeitnehmer müssen sinken, und wir müssen durch strukturelle Reformen wie bspw. durch die zwingende 1:1 Umsetzung von EU-Recht mit dem Bürokratierückbau beginnen.

Deutschland ist nach wie vor das Land der Ideen und zählt zu den Spitzenreitern bei Patenten. Dies ist auch unseren Ingenieurinnen und Ingenieuren zu verdanken, die weltweit gefragt sind. Damit dies auch künftig so bleibt, ist ein leistungsfähiges Bildungssystem in seiner gesamten Breite eine zwingende Voraussetzung. Dafür bedarf es nicht nur einer Stärkung der MINT-Fächer in den Schulen, sondern auch einer Förderung starker Fachhochschulen und Universitäten sowie eines verbesserten Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis, vor allem für unsere mittelständischen Unternehmen.“

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Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 40.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Der ZBI nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung von Bund und Ländern und pflegt hierzu seine fachlichen und direkten Kontakte zu Politikern aller Parteien.
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Die „Mittelstands- und Wirtschaftsunion“ (MIT) Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ist mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der Politik ein.
www.mit-bund.de

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