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Der Vetter aus Dingsda – das deutschsprachige Opereretten-Feuerwerk auf der Bühne im Palmengarten Frankfurt

Die Kammeroper Frankfurt lässt den Palmengarten beben: witzig, schnell, modern und phantastisch auf die Bühne gebracht – die Kammeroper präsentiert ein Highlight, das jeden mitreißt.

BildDas darf man nicht verpassen: Der Vetter aus Dingsda, die Verwechslungskomödie von Eduard Künneke um Liebe, Geld, einem immer hungrigen Onkel, der das Erbe von Julia in der Familie behalten möchte, der neugierigen Verwandtschaft und dem Traum von der großen Liebe, war seit der Erstaufführung 1921 ein Welterfolg. Die deutschsprachig aufgeführte Operette mit ihren spritzigen Melodien, dem Drive und dem teilweise absurden sprachspielerischen Spott der Lieder, begeisterte auch heute noch das Publikum, nicht zuletzt auch wegen der wunderbaren Stimmen von Oda Lou Johansen als Julia, Anastasia Fendel, als ihre Freundin Hannchen, David Jakob Schläger als August der Wandergesell, Thomas Peter als Josef Kuhbrot und Joana Rueffler als seine Frau Wilhelmine.
Das Genre „Operette“ begeistert nicht alle, aber diese Ausnahme zieht alle in ihren Bann. In dieser Verwechslungskomödie geht es um das böse Trachten von Tante und Onkel, das Vermögen der gerade 18 Jahre alt werdenden Julia durch eine arrangierte Heirat in die eigenen Kanäle zu lenken.

Ob der echte Vetter oder der Wandergesell am Ende das Herz von Julia gewinnen wird, entscheidet am Ende die Liebe und nicht die Pläne der Akteure. Eine herrliche, schwungvolle und begeisternde Unterhaltung, die auch den Zuschauern fast alles abverlangt. Ein Erlebnis in der Botanik des Palmengartens in Frankfurt, was man in keinem Fall versäumen sollte. Der „Vetter aus Dingsda“ ist Lebensfreude und beste stimmungsvolle Unterhaltung.

Eine Operette aus dem Geist der „Opera buffa“
Zwei Dinge machen dieses Werk zu einer Klasse für sich: Künneke kommt in jeder Hinsicht von der Klassik her, der Spätromantik und der frühen Moderne. Er lernte das Komponistenhandwerk bei Max Bruch und er beherrschte es ebenso meisterhaft wie furchtlos gegenüber aberwitzigen Stilbrüchen. Sein „Vetter aus Dingsda“ ist ein legitimer Vetter der Opera buffa und gerade deshalb frisch und qualifiziert für die Kammeroper Frankfurt.
Die Personen sind Getriebene ihres Glücks. Virtuos plappernd und singend steigern sich die Gesangs-Ensembles wie bei Rossini lustvoll gegenseitig bis zur Ekstase; aber wenn es die Situation erfordert, hat Künneke auch Humperdinck-Töne oder gar Wagnergetöse im Register. Und mitten dazwischen die entfesselten Tänze der 20er. Oder etwas Polkaeskes. Aber dabei klingt „Dingsda“ nie einfach nur „nach Demda und Demda“. Künneke verübelte den Klassikkollegen seiner Zeit, dass ihnen keine originellen Melodien mehr einfallen würden. Der „Vetter“ ist ein echtes, melodiensattes Original.

Eine Stilikone der Zwanziger Jahre
Das andere entscheidende „Ding“ beim „Vetter aus Dingsda“ sind die 20er Jahre. Sie bilden 2025, rund einhundert Jahre später, erneut eine wichtige Folie der Jetztzeit. Sie werden allgemein bewundert und gleichzeitig besorgt betrachtet. Die 20er waren nicht umsonst die Zeit, in der der „Vetter“ entstand: eine Zeit des Umbruchs, der Verunsicherung und des Aufbruchs. Vermögen und Verlust lagen nur um Haaresbreite auseinander wie bei der jungen Julia, der Hauptperson der Operette, einer Erbin, einer „Stilikone“, die von Onkel und Tante unter der Fuchtel gehalten und ausgenutzt wird und darauf irgendwann keine Lust mehr hat. Sie lernt einen mysteriösen, anziehenden, aber auch mittellosen und mitunter nervigen Fremden kennen, aber ihr Herz gehört immer noch einer fernen Jugendliebe in Batavia, heute Jakarta in Indonesien. ER ist dort reich geworden. Aber trotz ihrer Träumerei muss Julia den exotischen Ort immer noch im Lexikon nachschlagen, er bleibt für alle der „Vetter aus Dingsda“ – bis ER irgendwann auftaucht.

Die Inszenierung der Kammeroper: Entdeckungen mit Liebe zur Oper und Humor
Diese Operette ist witzig, brisant und entzückend und scheint in vielerlei Hinsicht hundert Jahre später nur allzu aktuell. Wo sie nicht aktuell ist, ist sie zeitlos in den Themen wie Fernweh, Liebe, Verwandtschaft, Geld, Macht und Sehnsucht nach dem Mond.

Die Kammeroper Frankfurt poliert nach hundert Jahren Genügsamkeit gegenüber dem „Vetter“ und gegenüber der Operette im Allgemeinen den Mond wie den Gesang (an den Mond und das Geld) gehörig auf – ebenso wie den Witz, der schon drin ist – und bringt alles zum Leuchten und für die junge Generation fassbar.

Informationen zur Sommerproduktion der Kammeroper Frankfurt:
„Der Vetter aus Dingsda“ von Eduard Künneke
Ort: Im wundervollen Palmengarten Frankfurt, Musikpavillion / Orchestermuschel
Eingang: Bockenheimer Landstraße/Palmengartenstraße 11 und Siesmayerstraße 63

Regie: Regiedebut von Ingrid El Sigai
Operette: in drei Akten, Libretto von Herman Haller und Fritz Oliven, Musik von Eduard Künneke
Leitung: Rosenberg, El Sigai, Keller, Kraatz, Bresgen, Menshchikova, Villalobos, Dorn
Mitwirkende: Fendel, Johansen, Rueffer, Banzer, Engel, Guy, Peter, Purner, Schläger, Mathes
Orchester: Orchester der Kammeroper Frankfurt
Restliche Aufführungen: Mittwoch 16. Juli, Freitag 18. Juli, Samstag 19. Juli, Mittwoch 23. Juli, Freitag 25. Juli, Samstag 26. Juli 2025 – jeweils 19.30 Uhr
Bei Regen findet die entsprechende Aufführung konzertant statt.
Vorverkauf: Bei Frankfurt Ticket online kaufen
https://www.frankfurtticket.de/tickets/152-der-vetter-aus-dingsda-2.12236
oder telefonisch unter 069 1340 400, außerdem an der Kasse des Palmengarten, an der Abendkasse oder per E-Mail an pudenz@kammeroper-frankfurt.de.

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Herr Rainer Schilling
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fon ..: 0172 61 535 11
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Der Vetter aus Dingsda – gibt’s den noch?

Jubel, Trubel, Heiterkeit – die Kammeroper Frankfurt lässt den Palmengarten beben.

BildMit dem „Vetter aus Dingsda“, der Operette mit ihren spritzigen Melodien, dem Drive und dem teilweise absurden sprachspielerischen Spott der Lieder, kann dieses Stück von Eduard Künneke nach einer Erstaufführung 1921 auch heute noch begeistern und ein Bühnenspektakel bescheren. Das Genre „Operette“ begeistert nicht alle, aber diese Ausnahme zieht alle in ihren Bann. In dieser Verwechslungskomödie geht das böse Trachten von Tante und Onkel, das Vermögen der gerade 18 Jahre alt werdenden Julia durch eine arrangierte Heirat in die eigenen Kanäle zu lenken – so viel sei verraten – zum Glück schief.
Ob der echte Vetter oder der Wandergesell am Ende das Herz von Julia gewinnen wird, entscheidet am Ende die Liebe und nicht die Pläne der Akteure. Eine herrliche, schwungvolle und begeisternde Unterhaltung, die auch den Zuschauern fast alles abverlangt. Ein Erlebnis in der Botanik des Palmengartens in Frankfurt, was man in keinem Fall versäumen sollte. Der „Vetter aus Dingsda“ ist Lebensfreude und beste stimmungsvolle Unterhaltung.

Eine Operette aus dem Geist der „Opera buffa“
Zwei Dinge machen dieses Werk zu einer Klasse für sich: Künneke kommt in jeder Hinsicht von der Klassik her, der Spätromantik und der frühen Moderne. Er lernte das Komponistenhandwerk bei Max Bruch und er beherrschte es ebenso meisterhaft wie furchtlos gegenüber aberwitzigen Stilbrüchen. Sein „Vetter aus Dingsda“ ist ein legitimer Vetter der Opera buffa und gerade deshalb frisch und qualifiziert für die Kammeroper Frankfurt.
Die Personen sind Getriebene ihres Glücks. Virtuos plappernd und singend steigern sich die Gesangs-Ensembles wie bei Rossini lustvoll gegenseitig bis zur Ekstase; aber wenn es die Situation erfordert, hat Künneke auch Humperdinck-Töne oder gar Wagnergetöse im Register. Und mitten dazwischen die entfesselten Tänze der 20er. Oder etwas Polkaeskes. Aber dabei klingt „Dingsda“ nie einfach nur „nach Demda und Demda“. Künneke verübelte den Klassikkollegen seiner Zeit, dass ihnen keine originellen Melodien mehr einfallen würden. Der „Vetter“ ist ein echtes, melodiensattes Original.

Eine Stilikone der Zwanziger Jahre
Das andere entscheidende „Ding“ beim „Vetter aus Dingsda“ sind die 20er Jahre. Sie bilden 2025, rund einhundert Jahre später, erneut eine wichtige Folie der Jetztzeit. Sie werden allgemein bewundert und gleichzeitig besorgt betrachtet. Die 20er waren nicht umsonst die Zeit, in der der „Vetter“ entstand: eine Zeit des Umbruchs, der Verunsicherung und des Aufbruchs. Vermögen und Verlust lagen nur um Haaresbreite auseinander wie bei der jungen Julia, der Hauptperson der Operette, einer Erbin, einer „Stilikone“, die von Onkel und Tante unter der Fuchtel gehalten und ausgenutzt wird und darauf irgendwann keine Lust mehr hat. Sie lernt einen mysteriösen, anziehenden, aber auch mittellosen und mitunter nervigen Fremden kennen, aber ihr Herz gehört immer noch einer fernen Jugendliebe in Battavia, heute Jakarta in Indonesien. ER ist dort reich geworden. Aber trotz ihrer Träumerei muss Julia den exotischen Ort immer noch im Lexikon nachschlagen, er bleibt für alle der „Vetter aus Dingsda“ – bis ER irgendwann auftaucht.

Die Inszenierung der Kammeroper: Entdeckungen mit Liebe zur Oper und Humor
Diese Operette ist witzig, brisant und entzückend und scheint in vielerlei Hinsicht hundert Jahre später nur allzu aktuell. Wo sie nicht aktuell ist, ist sie zeitlos in den Themen wie Fernweh, Liebe, Verwandtschaft, Geld, Macht und Sehnsucht nach dem Mond.

Die Kammeroper Frankfurt poliert nach hundert Jahren Genügsamkeit gegenüber dem „Vetter“ und gegenüber der Operette im Allgemeinen den Mond wie den Gesang (an den Mond und das Geld) gehörig auf – ebenso wie den Witz, der schon drin ist – und bringt alles zum Leuchten und für die junge Generation fassbar.

Informationen zur Sommerproduktion der Kammeroper Frankfurt:
„Der Vetter aus Dingsda“ von Eduard Künneke
Ort: Im wundervollen Palmengarten Frankfurt, Musikpavillion / Orchestermuschel
Eingang: Bockenheimer Landstraße/Palmengartenstraße 11 und Siesmayerstraße 63

Regie: Regiedebut von Ingrid El Sigai
Operette: in drei Akten, Libretto von Herman Haller und Fritz Oliven, Musik von Eduard Künneke
Leitung: Rosenberg, El Sigai, Keller, Kraatz, Bresgen, Menshchikova, Villalobos, Dorn
Mitwirkende: Fendel, Johansen, Rueffer, Banzer, Engel, Guy, Peter, Purner, Schläger, Mathes
Orchester: Orchester der Kammeroper Frankfurt
Premiere: Samstag 5. Juli 2025 um 19.30 Uhr
Weitere Aufführungen: Mittwoch 9.7., Freitag 11.7., Samstag 12.07, Mittwoch 16.07., Freitag 18.07., Samstag 19.07., Mittwoch 23.07., Freitag 25.07., Samstag 26.07. 2025 – jeweils 19.30 Uhr
Bei Regen findet die entsprechende Aufführung konzertant statt.
Vorverkauf: Bei Frankfurt Ticket HIER online kaufen oder telefonisch unter 069 1340 400, außerdem an der Kasse des Palmengarten, an der Abendkasse oder per E-Mail an pudenz@kammeroper-frankfurt.de.

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„Die fröhliche Neurose“ – Der Wahnsinn des „Sanatorio Express“ der Kammeroper Frankfurt geht weiter

„Sanatorio Express“, die lebensfrohe finnische „Komische Oper“ in deutscher Übersetzung war ein Spektakel der Kammeroper Frankfurt. Ingrid El Sigai hat jetzt den amüsanten Nachklapp inszeniert.

BildDer „Sanatorio Express“ im Palmengarten Frankfurt, der diesjährigen Heimstätte von Iiro Rantalas komischer Oper, der umjubelten deutschen Uraufführung und der großen Sommerproduktion der Kammeroper Frankfurt, kommt Ende Juli zum Stoppen und das Sanatorio schließt seine Pforten. So war’s geplant, so steht’s am Ende des Librettos.
Nach dem großen Erfolg wäre es aber doch zu schade, alles einfach mit einem doppelten Opera buffa Happy End (zwei glücklich geheilte Paare vereint) aufzuhören, denn: Nach der Neurose ist vor der Neurose! Und es gibt in der Geschichte der Oper reichlich wunderbare, witzige oder dramatische Arien, Lieder und Texte, die ironisch begierig in all die Abgründe der Seele lugen.

Die fröhliche Neurose
Die Fortsetzung beginnt direkt am 2. August (…bis 10.8) wiederum im Palmengarten Frankfurt als „Die fröhliche Neurose“ mit fünf szenischen Konzerten.
Alle gefeierten Sängerinnen und Sänger der Sanatorio-Produktion: Annette Fischer, David Schläger, Cornelia Haslbauer, Alexander Winn u.a. sind hier wieder mit von der Partie – bis auf den Ehemann, der wieder im Schrank verschwunden ist (?). Aber an seiner Stelle singt der langjährige Publikumsliebling der Kammeroper: Thomas Peter.
Die Patientinnen und Patienten des Sanatorio haben nach Ende der Oper neue Neurosen und Spleens entwickelt und verlieben sich stets in den oder die „Falsche“ wie man es aus der Oper und dem „richtigen Leben“ kennt. Die dargebotene Musik kennt man auch, aber sie macht selbst wilde, neurotische Sprünge wie sie nur die Kammeroper Frankfurt komponieren kann. Sie reicht von Macbeth, Fidelio, Ariadne auf Naxos über Kurt Weill bis zum Antivoyeurs-Song „Zuschau’n kann i net“ aus dem „Weißen Rössl“ von Ralph Benatzky. Philipp Hunscha schaut als dichtender, lamentierender und deklamierender Hagestolz zwischendurch nach dem Unrechten, wie es das Publikum liebt.

Ingrid El Sigai inszeniert kunstvoll diese amüsante Fortsetzung des „Sanatorio Express“ – aber eben auf einem anderen Gleis. Am Ende des Spektakels steht ein Lied, das in unseren zerrissenen Zeiten nötiger scheint denn je:
„Ich seh‘, dass sich die Paare gefunden,
dass manche Herzen in Liebe verbunden,
drum lasset uns alle ein grosser Verein
von Schwestern und von Brüdern sein!
Brüderlein, Brüderlein und Schwesterlein,
lasst das traute »Du« uns schenken,
für die Ewigkeit, immer so wie heut,
wenn wir morgen noch dran denken!“
„Brüderlein und Schwesterlein“ von Johann Strauß.

Der große Erfolg der deutschen Erstaufführung der Opera buffa bei den Besuchern und in den Medien war zudem das Regiedebüt von Dzuna Kalnina. Sie machte den „Sanatorio Express“ des international berühmten finnischen Komponisten und Jazz-Pianisten Iiro Rantala, der 2018 in Helsinki von der Finnischen Nationaloper uraufgeführt wurde, zu einem mitreißenden Erlebnis – eine zeitgenössische komische Oper die Spaß machte, ohne den sogenannten „Ernst des Lebens“ zu ignorieren.

Gewöhnlich ist hier nichts.
Im Palmengarten Frankfurt wirkt die „Opera Buffa“ auf alle Sinne. Mitunter singt bei einer Aufführung eine Nachtigall mit dem Libretto um die Wette, oder der sorgenvolle Blick der Zuschauer richtet sich bei dunklen Wolken gen Himmel. Mit sehr guter Akustik und mit einem leidenschaftlichen Ensemble in bester Theaterqualität erlebt man ein Opernfeeling, das insbesondere durch die deutsch-sprachige Inszenierung verzaubert und begeistert.

Zwanglos erlebt der Besucher in einem intimen Rahmen die „Komische Oper“ mit Picknickkorb statt mit Abendtäschchen, opern-unüblich im Freien und inmitten einer Szenerie der Natur. Ein solcher Opernabend im Palmengarten kann leicht zur Einstiegsdroge zu dem Rausch der Opernwelt werden. Dazu trägt auch der, dem Komischen zugeneigte, freche Inszenierungsstil bei – auch wenn sich die Opern-Macher konsequent dem Werk verpflichtet fühlen, weit weg vom sommerlichen Eventtheater oder einem Stadttheater.
Für jede Produktion kommt das Ensemble jeweils neu zusammen, geprobt wird dort, wo gespielt wird: Unter freiem Himmel im Biotop des Palmengarten Frankfurt zwischen Sträuchern, Blumen, Bäumen und Teichen.
Ein Abend, ein Erlebnis, das man auf keinen Fall versäumen sollte.

Wann- Wie – Wo
„Die fröhliche Neurose“ – ein von Anfang bis Ende inszeniertes Konzert
Mit Musik von Franz Lehar, Georg Friedrich Händel, Jacques Offenbach, Richard Wagner, Nico Dostal, Ludwig van Beethoven, Kurt Weil, Richard Heuberger, Ralf Benatzky, Otto Nicolai, Giuseppe Verdi, Emmerich Kalman, Richard Strauss, Carl Millöcker, Johann Strauß, Paul Linke, Henry Purcell und Texten von Friedrich Nietzsche, Kurt Tucholsky, Erik Satie, Klaus Eder, Sokrates, Machiavelli, La Rochefoucauld

Aufführungsort:
Musikpavillon /Orchestermuschel im Palmengarten Frankfurt
Vorstellungen:
jeweils 19:30 h. Bei Regen finden die Aufführungen konzertant statt.
Freitag 2., Samstag 3., Mittwoch 7., Freitag 9., Samstag 10. August 2024, jeweils 19.30 Uhr
Eintrittskarten:
Frankfurt Ticket Tel. 069 13 40 400 und an der Abendkasse
Eingang:
Bockenheimer Landstraße / Palmengartenstraße 11, und Siesmayerstraße 61, 60325 Frankfurt
Weitere Informationen:
www.kammeroper-frankfurt.de

Die Kammeroper Frankfurt e.V.
Geschäftsführung und Künstlerische Leitung: Rainer Pudenz
Leitung:
Ingrid El Sigai (Regie), Nelya Menshchikova (Klavier)
Mitwirkende:
Fischer, Haslbauer, Nomikou, Peter, Schläger, Peter, Winn, Crowe, Meister, Stén, Mathes, Hunscha

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Kammeroper Frankfurt lädt mit Sanatorio Express zu einem Opera Buffa Spektakel im Palmengarten ein

Das Sommer-Special in der Open Air Atmosphäre des Frankfurter Palmengarten. Eine finnische „Komische Oper“ der Gegenwart in deutscher Übersetzung, mitten aus dem Leben gegriffen, rasant unterhaltsam.

BildAuch mit ihrer diesjährigen Sommerproduktion betritt die Kammeroper Frankfurt Neuland. Und bleibt damit ihrer Linie treu. Nach den erfolgreichen Farcen Rossinis in den letzten Spielzeiten, zaubert sie in diesem Jahr etwas noch Ungewöhnlicheres aus Ihrem vielfarbigen Genre-Hut, etwas, das eigentlich als undenkbar gilt: eine zeitgenössische komische Oper. Eine die Spass macht, ohne den sogenannten „Ernst des Lebens“ zu ignorieren.

Sanatorio Express
Die Kammeroper Frankfurt zeigt unter dem Regiedebüt von Dzuna Kalnina die deutsche Erstaufführung der Opera buffa „Sanatorio Express“ des international berühmten finnischen Komponisten und Jazz-Pianisten Iiro Rantala, die 2018 in Helsinki von der Finnischen Nationaloper uraufgeführt und danach in weiteren 8 Orten in Finnland gezeigt wurde.
„Sanatorio Express“ entführt das Publikum in ein skurriles Sanatorium, in dem ein heilender Scharlatan seine Geschäfte betreibt. Zu seinem Patientenstamm gehören eine übergewichtige Sopranistin, Einkaufssüchtige und Eifersüchtige ebenso wie ein zwischen Leidenschaftlichkeit und Apathie stets schwankender Tenor (Berufskrankheit?).
Die Oper ist entgegen dem, was man üblicherweise mit zeitgenössischer Oper verbindet, voller Humor und wunderbar hörbarer Musik. „Sanatorio Express“ folgt liebevoll der klassischen Opera buffa wie man sie seit Rossini kennt. Es gibt Duellforderungen und Verwechslungen, Verwirrungen, Verfluchungen und Versöhnungen, klassische Duette und Quintette, aber auch Flamenco, Tango und der Tenor schwärmt von Social Media. Rantala wirbelt Ernstes und Heiteres auf raffinierteste Weise durcheinander wie ehemals sein klassisches Idol Mozart. Dass ihm selbst diese Fußstapfen nicht zu groß sind, konnte er beweisen, als er als Auftragswerk für die Komische Oper Berlin 2021 eine vielbeachtete Fortsetzung von Mozarts Zauberflöte auf die Bühne brachte.

Der vielfach preisgekrönte Tausendsassa Rantala (ECHO Jazz: Album des Jahres 2012, Preis der deutschen Schallplattenkritik 2011), der schon Jazz in Bayreuth spielte, mischt wie in seiner gesamten Karriere auch hier munter und ebenso skrupellos wie virtuos ALLE Stile. Weil er es liebt und er es kann, ohne jemals den eigenen Ton zu verlieren.

Die Kammeroper Frankfurt freut sich, Rantalas „Sanatorio Express“ mi dem Libretto von Minna Lindgren, diesen Sommer in deutscher Erstaufführung und wie stets in deutscher Sprache im Palmengarten zu präsentieren.

Die Regisseurin Dzuna Kalnina
Die lettische Mezzosopranistin Dzuna Kalnina, seit 20 Jahren Mitglied im Ensemble der Kammeroper Frankfurt und in den letzten Jahren gefeierte Solistin, hat mit diesem Stück erstmals das Ensemble arrangiert. Aus Anlass dieser Aufführung konnte auch ein Patenschaftsprojekt der Kammeroper Frankfurt für Schüler und Studenten realisiert werden, um mit freiem Eintritt mehr junge Menschen für das Musiktheater zu sensibilisieren. Dafür stifteten Förderer für die Vorstellungen des „Sanatorio Express“ 100 Eintrittskarten. Dzuna Kalnina stellt mit einigen Ensemblemitgliedern diese Inszenierung der „Komischen Oper“ direkt in Schulen vor und lädt zu einem Besuch ein, so auch in der Helmholzt Schule, Gymnasium der Stadt Frankfurt.

Gewöhnlich ist hier nichts.
Im Palmengarten Frankfurt wirkt die „Opera Buffa“ auf alle Sinne. Mitunter singt bei einer Aufführung eine Nachtigall mit dem Libretto um die Wette, oder der sorgenvolle Blick der Zuschauer richtet sich bei dunklen Wolken gen Himmel. Mit sehr guter Akustik und mit einem leidenschaftlichen Ensemble in bester Theaterqualität erlebt man ein Opernfeeling, das insbesondere durch die deutsch-sprachige Inszenierung verzaubert und begeistert.

Zwanglos erlebt der Besucher in einem intimen Rahmen die „Komische Oper“ mit Picknickkorb statt mit Abendtäschchen, opern-unüblich im Freien und inmitten einer Szenerie der Natur. Ein solcher Opernabend im Palmengarten kann leicht zur Einstiegsdroge zu dem Rausch der Opernwelt werden. Dazu trägt auch der, dem Komischen zugeneigte, freche Inszenierungsstil bei – auch wenn sich die Opern-Macher konsequent dem Werk verpflichtet fühlen, weit weg vom sommerlichen Eventtheater oder einem Stadttheater.
Für jede Produktion kommt das Ensemble jeweils neu zusammen, geprobt wird dort, wo gespielt wird: Unter freiem Himmel im Biotop des Palmengarten Frankfurt zwischen Sträuchern, Blumen, Bäumen und Teichen.
Ein Abend, ein Erlebnis, das man auf keinen Fall versäumen sollte.

Wann- Wie – Wo
Sanatorio Express – Komische Oper in zwei Akten
Libretto von Minna Lindgren – Musik von Iiro Rantala
In einer neuen deutschen Übersetzung von Stanislav Rosenberg

Aufführungsort:
Musikpavillon /Orchestermuschel im Palmengarten Frankfurt
Termine:
Jeweils 19:30 h. Bei Regen finden die Aufführungen konzertant statt.
Premiere: 13.7.2024
Weitere Aufführungen:
Mittwoch 17.7., Freitag 19.7., Samstag 20.7., Mittwoch 24.7., Freitag 26.7., Samstag 27.7., Mittwoch 31.7.2024
Eintrittskarten:
Frankfurt Ticket Tel. 069 13 40 400 und an der Abendkasse
Eingang:
Bockenheimer Landstraße / Palmengartenstraße 11,
und Siesmayerstraße 61, 60325 Frankfurt
Weitere Informationen: www.kammeroper-frankfurt.de

Die Kammeroper Frankfurt e.V.
Geschäftsführung und Künstlerische Leitung: Rainer Pudenz
Leitung:
Rosenberg, Kalnina, Keller, Kraatz, Bresgen, El Sigai, Menshchikova, Villalobos, Dorn
Mitwirkende:
Fischer, Haslbauer, Nomikou, Peter, Crowe, Schläger, Berenznyakov, Meister, Stén, Mathes und das Orchester der Kammeroper Frankfurt

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Die Kammeroper Frankfurt bezaubert mit Rossinis „Seidener Leiter“

Diese „Komischen Oper“ hätte keinen besseren Platz finden können als den Palmengarten Frankfurt: Hohe alte Bäumen und ein Teich inszenieren ein einzigartiges Opernhaus.

BildDie Kammeroper Frankfurt ist seit Jahrzehnten nicht nur bekannt für ihre amüsant-spielfreudigen Aufführungen berühmter Opern und Opere Buffe („Komischer Opern“) in deutscher Sprache, sondern auch für ihre enge Verbindung zu einem Komponisten: Rossini. Nach dem rauschenden Erfolg mit Rossinis „Glücklicher Täuschung“ im letzten Jahr präsentiert die Kammeroper 2023 ein weiteres frühes komödiantisches Juwel Rossinis: „Die seidene Leiter“.

Die Geschichte
Über die titelgebende seidene Leiter, klettert Dorvil jede Nacht zu seiner jungen Gattin Gulia, denn die beiden haben ohne Wissen ihres Vormunds Dormont geheiratet. Der hat nämlich einen Offizier als Bräutigam für sein Mündel vorgesehen. Also muss eine Intrige her, und Rossini brennt im Folgenden ein musikalisches und komisches Feuerwerk an Verwirrungen und Verwechslungen, Liebe und Eifersucht ab.

Das erst 20jährige Genie schrieb „Die seidene Leiter“ als Auftragswerk für das kleine venezianische Theater „Teatro San Moisè“ und der unbekümmerte Geist des venezianischen Karnevals scheint durch diese Werke zu strömen. Das Werk machte bei der Uraufführung 1812 „Furore im Großen“ wie Rossinis befriedigt vermerkte und die Overtüre ging um die Welt. Aber die Oper als Ganzes wurde im 20. Jahrhundert nur noch selten gespielt. Die Inszenierungen von Rainer Pudenz zeigen diese Frühwerke Rossinis in deutscher Sprache und so frisch, als säße man in der Premierenloge des Teatro San Moisè in Venedig.

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Im Palmengarten Frankfurt wirkt die „Opere Buffe“ auf alle Sinne. Mitunter singt bei einer Aufführung eine Nachtigall mit dem Liberetto um die Wette, oder der sorgenvolle Blick der Zuschauer richtet sich bei dunklen Wolken gen Himmel. Mit bester Akustik und mit einem leidenschaftlichen Ensemble in bester Theaterqualität erlebt man ein Opernfeeling, das insbesondere durch die deutsch-sprachige Inszenierung verzaubert und begeistert.

Zwanglos erlebt der Besucher in einem intimen Rahmen die Oper mit Picknickkorb statt mit Abendtäschchen, opern-unüblich im Freien und inmitten einer Szenerie der Natur. Ein solcher Opernabend im Palmengarten kann leicht zur Einstiegsdroge zu dem Rausch der Opernwelt werden. Dazu trägt auch der dem Komischen zugeneigte, freche Inszenierungsstil bei – auch wenn sich die Opern-Macher konsequent dem Werk verpflichtet fühlen, weit weg vom sommerlichen Eventtheater oder einem Stadttheater.
Seit Beginn der Produktion kam das Ensemble jeweils neu zusammen, geprobt wurde dort, wo gespielt wurde: Unter freiem Himmel im Biotop des Palmengarten Frankfurt zwischen Sträuchern, Blumen, Bäumen und Teichen.
Ein Abend und ein Erlebnis, das man auf keinen Fall versäumen sollte.

Wann- Wie – Wo
Aufführungsort: Musikpavillon /Orchestermuschel im Palmengarten Frankfurt
Termine: jeweils 20:00 h. Bei Regen finden die Aufführungen konzertant statt.
Premiere: 8.7.2023
Aufführungen siehe Ankündigung www.kammeroper-frankfurt.de
Eintrittskarten: Frankfurt Ticket Tel. 069 13 40 400 und an der Abendkasse
Eingang: Bockenheimer Landstraße / Palmengartenstraße 11, und Siesmayerstraße 61, 60325 Frankfurt
Internet: www.kammeroper-frankfurt.de

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