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Wirtschaft

Schlachthof Buckl wird abgewickelt – Strafbefehle nach Tierquälerei verhängt

Nach der Veröffentlichung von Videomaterial zu schweren Tierschutzverstößen wird der Schlachthof Buckl liquidiert. Sieben Strafbefehle wurden gegen Mitarbeitende erlassen.

BildDer wegen massiver Tierquälerei bundesweit bekannt gewordene Hühnerschlachthof Buckl in Wassertrüdingen (Landkreis Ansbach, Bayern) wird derzeit vollständig abgewickelt. Nach Informationen, die ANINOVA vorliegen, verkauft das Unternehmen aktuell seine Fahrzeuge und Maschinen. Rund 125 Mitarbeitende waren bereits vor einiger Zeit entlassen worden. In den kommenden Monaten soll die Liquidierung des Betriebs abgeschlossen sein.

ANINOVA hatte im Frühjahr 2025 umfangreiches Bildmaterial aus dem Schlachthof veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigten massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, darunter das Würgen, Schlagen und Töten von Hühnern bei vollem Bewusstsein. Das Bildmaterial war ANINOVA zugespielt worden und wurde anschließend vollständig ausgewertet. Dabei wurden 728 Übergriffe dokumentiert, von denen über 530 als Straftaten eingestuft wurden.

In dem Schlachthof wurden bis zu 100.000 Hühner pro Tag getötet – hochgerechnet mehrere Millionen Tiere pro Jahr. Es handelte sich überwiegend um sogenannte Althennen, deren Fleisch anschließend bundesweit als „Luna“-Suppenhühner in Supermärkten verkauft wurde.

Unmittelbar nach der Veröffentlichung schloss die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) den Betrieb. Die Staatsanwaltschaft Ansbach leitete daraufhin Ermittlungen ein. Inzwischen wurden gegen Mitarbeitende des Schlachthofs sieben Strafbefehle erlassen, mit Geldstrafen zwischen 30 und 180 Tagessätzen. Zwei der Strafbefehle liegen über 91 Tagessätzen und führen damit zur Vorstrafe; einer davon ist bereits rechtskräftig. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um Beschäftigte, die unmittelbar mit dem Schlachtvorgang befasst waren und anhand des Videomaterials identifiziert werden konnten. Weitere Verfahren wurden als Ordnungswidrigkeiten an die zuständige Verwaltungsbehörde abgegeben. Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Betriebs dauern weiterhin an.

Nach der behördlichen Schließung gab es wiederholt Versuche, den Schlachthof wirtschaftlich zu erhalten. Im Oktober 2025 scheiterten Gespräche über eine finanzielle Unterstützung oder Bürgschaften durch die bayerische Landesregierung. Auch eine mögliche Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg, über die im Dezember 2025 verhandelt wurde, kam nicht zustande. Da keine weiteren Investoren, Käufer oder Übernahmeoptionen in Aussicht standen, fiel schließlich die Entscheidung, den Betrieb vollständig zu liquidieren.

„Die nun laufende Abwicklung des Schlachthofs ist die direkte Folge unserer Veröffentlichung und der anschließenden Ermittlungen“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Der Fall Buckl zeigt exemplarisch, dass Tierquälerei in industriellen Schlachtbetrieben kein Ausnahmefall ist, sondern systembedingt entsteht.“

ANINOVA appelliert an Politik und Gesellschaft, aus diesem Fall die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, und empfiehlt allen Menschen, die Ausbeutung von Tieren nicht länger zu unterstützen, einen konsequent pflanzlichen Lebensstil.

Weitere Informationen hier.

Bildmaterial kann angefordert werden

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland

fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org

Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org

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Erfolg für ANINOVA: Skandal-Schlachthof in Wassertrüdingen bleibt für immer geschlossen

Der berüchtigte Hühnerschlachthof Buckl in Wassertrüdingen bleibt dauerhaft geschlossen – ein wichtiger Erfolg für ANINOVA und den Tierschutz. Ermittlungen gegen sieben Beschuldigte laufen.

BildDer umstrittene „Luna“- Hühnerschlachthof Buckl in Wassertrüdingen bleibt endgültig geschlossen. Wie ANINOVA erfahren hat, sind sämtliche Gespräche zwischen den Betreibern, der Landesregierung und potenziellen Unterstützern gescheitert. Damit ist klar: Der Betrieb wird nicht wieder eröffnen, sondern dauerhaft abgewickelt.
Nach Informationen aus dem Umfeld des Schlachthofs sind insbesondere die geplanten Finanzierungs- und Bürgschaftsgespräche mit der Bayerischen Landesregierung ohne Ergebnis geblieben. Auch die Idee, dass sich mehrere Geflügelhalter zusammenschließen und eine eigene GmbH zur Weiterführung des Schlachthofs gründen, ist gescheitert – eine entsprechende Unterstützung durch das Land wäre Voraussetzung gewesen.

„Damit ist endgültig klar: Der Schlachthof Buckl bleibt Geschichte. Das ist ein wichtiges Signal für den Tierschutz und ein Erfolg für alle, die sich gegen die Wiedereröffnung ausgesprochen haben“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.

ANINOVA hatte im Frühjahr 2025 erschütterndes Bildmaterial aus dem Betrieb veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigten, wie Mitarbeitende Legehennen brutal misshandelten – sie wurden geschlagen, gewürgt, getreten oder ihnen wurde der Kopf abgerissen. Insgesamt wurden 728 Verstöße, darunter über 530 Straftaten, dokumentiert. Daraufhin hat die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) den Betrieb geschlossen. Die Staatsanwaltschaft Ansbach ermittelt in diesem Zusammenhang gegen sieben Beschuldigte, die derzeit angehört werden.

Der Schlachthof in Wassertrüdingen galt als der größte Althennen-Schlachthof Bayerns und einer der größten in Deutschland. Laut internen Unterlagen, die ANINOVA vorliegen, wurden dort nicht nur Tiere aus Bayern, sondern auch aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und sogar Frankreich geschlachtet – vielfach nach Transporten von über zwölf Stunden Dauer. „Dass dieser Ort des Leidens nun endgültig schließt, ist ein längst überfälliger Schritt. Statt weiter öffentliche Gelder in eine ausbeuterische Industrie zu stecken, sollte die Politik konsequent in eine pflanzliche Zukunft investieren“, so Peifer abschließend.

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Euskirchener Hühnerbetrieb „Eierhof Hennes“ quält Legehennen & lässt diese bei Skandal-Schlachthof schlachten

Vor einigen Wochen hat ANINOVA erschreckendes Bildmaterial aus dem größten Legehennenschlachthof in Bayern veröffentlicht.

BildDie Bilder zeigten, wie mehrere Mitarbeitende Hühner systematisch gewürgt, geschlagen und geworfen haben. Der Betrieb wurde sofort geschlossen. Dokumentierte Lieferscheine belegen, dass auch ein großer Hühnerbetrieb aus Euskirchen bei Bonn, NRW, dort rund 100.000 Tiere schlachten ließ und dies nur wenige Tage vor der amtlichen Schließung. Es handelt sich dabei um die Eierhof Hennes GmbH. Zusätzlich liegt ANINOVA aktuelles Bildmaterial aus diesem Eierhof in Euskirchen vor. Hier werden die Tiere auf mehreren Etagen mit Gitterböden zusammengepfercht, Auslauf und direktes Tageslicht gibt es nicht. Die Eier der gequälten Tiere werden als Bodenhaltungseier in Bonner Supermärkten verkauft. Die Tierrechtsorganisation lässt derzeit rechtlich eine Strafanzeige prüfen. „Jeder Mensch, der Eier isst, sollte im Klaren darüber sein, dass dies auch mit Tierquälerei verbunden ist“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Weitere Informationen und ein Video hier.

Die Veröffentlichung von versteckt aufgenommen Bildern aus dem Hühnerschlachthof Buckl in Bayern sorgte Ende April für viel Aufsehen. Die Videoaufnahmen zeigten unvorstellbare Tierquälerei. Neun Mitarbeitende des Schlachthofs haben Hunderte von Legehennen am Schlachtband gewürgt, immer wieder in Transportboxen eingeklemmt, mit Eisenstangen geschlagen und geworfen. Einigen Tieren wurde bei lebendigem Leib der Kopf abgerissen. „Diese Tierquälerei kann ich kaum in Wort fassen“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Die Tierrechtsorganisation hatte die Behörden unmittelbar informiert und diese haben den Schlachthof direkt geschlossen. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass über 700 Verstöße auf dem Bildmaterial zu sehen sind, davon 539 Straftaten. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen bereits aufgenommen. Der Schlachthof hat die Tiere unter dem Handelsnamen Luna im Supermarkt verkauft.

Eine weitere Auswertung der dokumentierten Unterlagen zeigt, dass die Eierhof Hennes GmbH aus Euskirchen an den Skandal-Schlachthof in Bayern geliefert hat. Das ist überraschend, denn der Schlachthof warb mit Regionalität. Euskirchen liegt jedoch knapp 500 km vom Schlachthof entfernt. Die letzte Lieferung der Hühner erfolgt direkt nach Ostern und damit wenige Tage vor der amtlichen Schließung des Schlachthofs. Dabei wurden rund 100.000 Legehennen aus dem Euskirchener Betrieb nach Bayern transportiert. „Am letzten Tag in ihrem Leben, waren sie über Stunden in engen Transportboxen gefangen“, so Peifer.

ANINOVA liegt auch Bildmaterial aus der Eierhof Hennes GmbH in Euskirchen vor. Die Aufnahmen sind kurz vor dem Transport nach Bayern am Osterwochenende entstanden. Ein Recherche-Team schlich sich in den Betrieb und dokumentierte die Hühner. Das Bildmaterial ist der Tierrechtsorganisation zugespielt worden. Die Bildaufnahmen zeigen Hühner, die auf Gitterböden übereinander gestapelt sitzen. Ein Fenster mit Tageslicht ist auf den Aufnahmen nicht zu sehen. Dafür sind kranke, verletzte und tote Hühner dokumentiert worden. Generell wirken die Tiere nicht in einem guten Zustand. Viele sind abgemagert, ihr Federkleid ist stumpf und voller Lücken. Auf der Website präsentiert sich der Eierhof als transparent und nachhaltig, Tierwohl würde im Vordergrund stehen. „Davon sieht man auf den Bildern nichts“, sagt Peifer. Dabei kritisiert die Tierrechtsorganisation vor allem die nicht artgerechte Haltung der Tiere.

ANINOVA hat das zuständige Veterinäramt gestern informiert und das vorliegende Bildmaterial übermittelt. Wobei die Tiere auf den Bildern nicht mehr in dem Betrieb sind, sondern bereits geschlachtet wurden. Zudem lässt die Tierrechtsorganisation derzeit rechtlich prüfen, ob eine Straftat vorliegt. „Sollte die von uns beauftragte Rechtsanwaltskanzlei zu dem Ergebnis kommen, dann werden wir Strafanzeige erstatten“, sagt Peifer. Abschließend empfiehlt Peifer die vegane Lebensweise, denn nur so kann sichergestellt werden, dass kein Tier gequält wird.

Weitere Informationen hier.

Bildmaterial kann angefordert werden.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ANINOVA e.V. (vormals Deutsches Tierschutzbüro e.V.)
Herr Jan Peifer
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