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Vernetzt, entschlossen, prämiert Green Fashion zeigt sich zuversichtlich auf der 58. INNATEX

Die Branche für Sustainable Fashion stellt sich der angespannten wirtschaftlichen Lage mit Realismus und Pragmatismus – mit dieser Bilanz schließt die INNATEX am 20. Juli 2026 ihre Türen.

Bild21. Juli 2026 Die Branche für Sustainable Fashion stellt sich der angespannten wirtschaftlichen Lage mit Realismus und Pragmatismus – mit dieser Bilanz schließt die INNATEX am 20. Juli 2026 ihre Türen. Von der Krisenwarnung, die der Handelsverband Deutschland (HDE) vor wenigen Tagen vermeldet hatte, lässt sich die Green-Fashion-Community nicht entmutigen.

„Die im Handel wahrgenommene Kaufzurückhaltung der Konsumentinnen und Konsumenten ist natürlich Thema“, sagt Alexander Hitzel, Projektleiter der INNATEX. „Niemand erwartet derzeit einen großen Wurf, aber die Branche zeigt sich konstruktiv und bereit, die nötigen Maßnahmen umzusetzen. Sie weiß zu schätzen, dass die Messe ein verlässlicher Partner ist. Auch wir erkennen neue Anforderungen und gehen sie an.“

Während sich jetzt im Sommer der Kidsbereich rückläufig zeigt, wächst das Interesse internationaler Brands an der INNATEX. Die Messe wird den Blick deshalb verstärkt auf bekannte und internationale Neuzugänge setzen und ihr Angebot im Messecenter Hofheim Rhein-Main künftig neu clustern. Das Retail Summer Camp will die veranstaltende MUVEO GmbH weiter ausbauen und enger mit strategischen Kooperationen und Kampagnen verknüpfen.

Green Fashion mit Zukunft
Der Verband Deutscher Mode- und Textildesigner (VDMD) verlieh im Rahmen der Messe seinen Design Award nachhaltige Kollektionen an Vaude, Jan’n June, Wote und Sweersocean. Die Laudatio hielt Dr. Jürgen Janssen, Generalsekretär des Rats für Nachhaltige Entwicklung. Er lobte, dass die Preisträgerinnen und Preisträger ihrer Vision treu bleiben.
„Wir brauchen jetzt Unternehmen, die Kurs halten. Der Gegenwind, den wir derzeit bei vielen Nachhaltigkeitsthemen wahrnehmen, wird sich wieder drehen“, prognostiziert Dr. Janssen. „Wir reden schließlich nicht nur von Kosten, sondern auch von einem Nutzen, der sich etwa in der höheren Qualität und Langlebigkeit zeigt. Und dass der Einsatz nachhaltiger Rohstoffe sowie Transparenz und Fairness in der Lieferkette weniger öffentliche Aufmerksamkeit erhalten als noch vor wenigen Jahren heißt in keiner Weise, dass diese Themen irrelevant wären, auch betriebswirtschaftlich. Diese Werte werden wieder an Bedeutung gewinnen. Man hat es eben buchstäblich mit Moden zu tun, die sich ständig verändern. Ich bin davon überzeugt, dass Unternehmen wie die, die auf der INNATEX ausstellen, zukunftsfähig sind.“

Gewissenhafte Unternehmen werden von der EmpCo profitieren
Als feste Größe im INNATEX-Programm gilt mittlerweile das Gespräch der Textilwirtschaft mit einer relevanten Expertenstimme. In dieser Ausgabe sprach Korrespondentin Kirsten Reinhold mit Ronja Hüttinger, Nachhaltigkeitsberaterin von BAM! Bock auf Morgen, über die Auswirkungen der Empowering Consumers for the Green Transition Directive (EmpCo) auf die Branche. Beide waren sich einig: Die EmpCo verschafft kleinen und mittleren Modeunternehmen einen strategischen wie finanziellen Vorsprung gegenüber den großen, konventionellen Konzernen.

„Bei der EmpCo geht es darum, dreisten Umweltlügen ein Ende zu setzen“, so Hüttinger. „Statt Pauschalaussagen zählen jetzt konkrete, belegte Angaben. Unternehmen, die über Jahre viel Herzblut in ihre Produkte gesteckt haben, die mit Naturfasern arbeiten, fair produzieren und recyceln, sind klar im Vorteil, denn sie kennen ihre Lieferkette. Genau diesen Vorteil haben die großen Player nicht: Ihnen fehlen die Nachweise. Die EmpCo darf auf keinen Fall zu Greenhushing führen. Im Gegenteil, sie soll den Unterschied zwischen echter gewissenhafter Arbeit und Greenwashing endlich sichtbar machen.“

„Die Akteurinnen und Akteure der Branche müssen sich zusammentun“

Eine der wichtigsten Maßnahmen, die Unternehmen weiterbringen, sind Kollaborationen – so der Tenor unter den Modemacher:innen und Expert:innen. Die Möglichkeiten reichen von der Zusammenarbeit zwischen Marke und Handel über Charity-Projekte bis zu gemeinsamen Events.

„Als wir mit unserem liebsten Falafel-Laden in Mülheim an der Ruhr ein T-Shirt gemacht haben, hatten wir nicht damit gerechnet, dass es sich so schnell verkauft“, sagt Henry Canton von Mazine Streetwear. „Die Leute lieben es, weil sie das Gefühl haben, Teil einer Bewegung zu sein. Kooperationen müssen nicht immer den klassischen Mustern folgen. Neben großen Kampagnen können auch kleinere, lokale Partnerschaften eine starke Wirkung entfalten. Dafür braucht es vor allem Offenheit und Kreativität – und den Austausch mit einer Community, die sich gegenseitig inspiriert. Genau das macht die INNATEX für mich aus.“

Der INNATEX Showroom Bern am 16. und 17. August 2026 rundet diese Orderrunde ab. Die nächste INNATEX findet 16. bis 18. Januar 2027 statt.

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Die INNATEX ist die weltweit einzige internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien, die neben dem klassischen Bekleidungssektor auch zahlreichen weiteren textilen Produktgruppen wie Accessoires, Schuhen, Heimtextilien, Stoffen und Spielzeug eine Vertriebs- und Kommunikationsplattform bietet. Die Fachbesuchermesse findet seit 1997 zweimal im Jahr jeweils im Winter und im Sommer in Hofheim-Wallau bei Frankfurt am Main statt. Seit 2014 ergänzt der Showroom in Bern (Schweiz) das Portfolio des Messeveranstalters MUVEO GmbH. Der INNATEX Podcast besteht aus der Aufzeichnung des Talkprogramms und liefert Insights aus dem Modebusiness.
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Starke Namen, kostenloses Coaching 58. INNATEX Messe setzt Feedback des Handels um

Die internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien erweitert ihr Ausstellerportfolio von rund 200 Green Fashion Marken um neue internationale Namen. Hinzu kommen neue Formate für den Handel.

Bild_9. Juli 2026 _Die vom 18. bis 20. Juli 2026 von der MUVEO GmbH veranstaltete INNATEX – Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien – legt in mehreren Bereichen zu: Das Ausstellerportfolio aus rund 200 Green Fashion Marken im Messecenter Hofheim Rhein-Main erweitert sich mitunter um neue internationale Namen. Hinzu kommt ein neues zielgerichtetes Trainingsangebot für den Handel.

Strategisch ausgerichtete Zusammenstellung von Ausstellern und Ausstellerinnen

„Wir haben das Feedback von Einkäuferinnen und Einkäufern angefragt und, soweit für die Sommeredition in dem knappen Zeitraum möglich, direkt umgesetzt“, sagt Projektleiter Alexander Hitzel. „Bei der Ansprache sowie Auswahl von erstmals ausstellenden Labels haben wir bewusst auf stark nachgefragte Namen gesetzt – darunter Elvine aus Schweden, Ecoalf und die Schuhmarke Saye, beide aus Spanien. Diese etablierten Marken stellen eine Bereicherung in unserem vielfältigen Markenportfolio dar. Insgesamt fällt uns auf, dass der Heritage-Bereich im Sommer mit den progressiveren Labels gegenüber den Pionierunternehmen deutlich zunimmt.“

Auf der Messe feiert auch das spanische Label Nouten seinen Launch mit „casual, sehr stylischer“ Herrenmode, wie die zuständige Agentur beschreibt. Weitere Aussteller sind unter anderem Vaude, Kuyichi, Basic Apparel, Iriedaily und Knowledge Cotton Apparel.

Die Brands der zum zweiten Mal stattfindenden Evolution Stage stehen ebenfalls fest. Erstmals präsentiert Komana aus der Schweiz elegante, teils von Hand bedruckte Damenmode. Noneed.Project bringt großzügig geschnittene Unisex-Hosen aus Deadstockstoffen mit. Von der letzten Ausgabe der Sonderfläche kehren Jungle Folk, Makesomebodyhappy und Halt.Clothing zurück. Das von Designer Jonathan Radetz kuratierte Format zeigt, wie modernes Visual Merchandising und kreative Produktinszenierung am Point of Sale aussehen können.

Diese Themen werden alle Unternehmen betreffen

Im Rahmen einer Kooperation mit der Textilwirtschaft diskutieren Ronja Hüttinger, Strategie- und Kommunikations-Beraterin bei BAM! Bock auf Morgen, und Kirsten Reinhold von der Textilwirtschaft. Im Fokus steht die Empowering Consumers Direktive, die ab September 2026 ohne Übergangsphase greift und Herausforderungen, aber auch viele Chancen für die Modebranche mit sich bringen kann. Die EmpCo betrifft alle Unternehmen, die in Europa mit Endkonsument:innen kommunizieren.

Eine Reihe an Community Talks rundet wie gewohnt das Programm ab. „The Power of Collaboration“ widmet sich den vielen Benefits der Zusammenarbeit auch über Branchen hinweg – etwa bei Reichweiten, Fachwissen und Ressourcen. Über eine erfolgreiche Strategie, die Maßnahmen wie regenerative Baumwolle und Markenkommunikation vereint, sprechen Heike Hess vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft und Tomas Schmidt von Ecoalf.

Auf großes Interesse in der Handelsszene stößt das erstmals stattfindende Retail Summer Camp am Messesamstag. Das kostenlose Angebot ist eine Offensive der MUVEO GmbH, des CDH Mitte (Wirtschaftsverband für Handelsvermittlung und Vertrieb e.V.) und des Handelsverbands Hessen e.V., um dem Fachhandel sektorübergreifend Tools an die Hand zu geben, die beim Erfolg und Verkauf helfen. Die Trainer leiten die Teilnehmer:innen so an, dass sie an konkreten Fällen arbeiten und diese direkt praxisnah umsetzen können.

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Die INNATEX ist die weltweit einzige internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien, die neben dem klassischen Bekleidungssektor auch zahlreichen weiteren textilen Produktgruppen wie Accessoires, Schuhen, Heimtextilien, Stoffen und Spielzeug eine Vertriebs- und Kommunikationsplattform bietet. Die Fachbesuchermesse findet seit 1997 zweimal im Jahr jeweils im Winter und im Sommer in Hofheim-Wallau bei Frankfurt am Main statt. Seit 2014 ergänzt der Showroom in Bern (Schweiz) das Portfolio des Messeveranstalters MUVEO GmbH. Der INNATEX Podcast besteht aus der Aufzeichnung des Talkprogramms und liefert Insights aus dem Modebusiness.

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Worum es jetzt geht in der nachhaltigen Modebranche

Ausgebucht, diskussionsstark, praxisnah: Die 57. INNATEX zeigt, wie nachhaltige Mode zwischen Marktdruck und Verkauf bestehen kann – mit neuen Formaten, klaren Impulsen und Raum für Austausch.

Bild57. INNATEX bündelt Marken, Formate und Fragestellungen zum nachhaltigen Markt

_Hofheim am Taunus, 8. Januar 2026_ Während auch nachhaltige Mode wirtschaftlich unter Druck steht, zeigt die INNATEX im Messecenter Hofheim Rhein-Main, dass die Branche weiterhin an tragfähigen Modellen arbeitet. Die vollständig ausgebuchte 57. Ausgabe der internationalen Fachmesse für nachhaltige Textilien stellt sich programmatisch dem aktuellen Branchendiskurs, der sich auf zwei Hauptaspekte verdichten lässt: die öffentliche Relevanz sowie der Verkauf von Green Fashion.

Mit neuen Formaten, der Premiere der Evolution Stage und Themen, denen sich die Akteur:innen der nachhaltigen Mode derzeit stellen müssen, rückt die Orderplattform Herausforderungen und Lösungsansätze in den Vordergrund. Zu den ausstellenden Marken gehören sowohl etablierte Player wie Recolution, Dawn Denim, Vaude, Mela, Rotholz, Two Thirds, Reiff und Moea, als auch erstmals ausstellende Marken.

„Unsere Flächen sind wieder ausgebucht, viele Marken berichten von gefüllten Terminkalendern – und trotzdem bleibt Unsicherheit“, stellt Alexander Hitzel, Projektleiter der INNATEX, fest. „Niemand weiß, wie sich der Markt entwickelt. Aber wir können zumindest eines beeinflussen, nämlich eine INNATEX, die maximalen Mehrwert bietet: mit Handelsempfehlungen, innovativen Impulsen, Tools und Raum für ehrlichen Austausch.“

TextilWirtschaft-Experten-Talk: Was jetzt zählt

Ein Programmhighlight ist der Dialog zwischen Mara Javorovic und Franziska von Becker. Unter dem Titel „Wie Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil wird“ spricht die Textilwirtschaft-Redakteurin mit der Unternehmensberaterin, die auch als Mitglied des TW-Expertenrats agiert, über Nachhaltigkeitsmüdigkeit und was heute wichtig ist, um als Marke zu bestehen sowie unternehmerische Lösungsansätze.

„Nachhaltigkeit wird nur dann zum Wettbewerbsvorteil, wenn sie Teil der Unternehmensstrategie ist – nicht als Haltung, sondern als wirtschaftlich wirksame Entscheidungsgrundlage“, so Franziska von Becker.

INNATEX Evolution Stage: Brands stehen fest

Die ,Evolution Stage – Shaping Tomorrow’s Fashion‘ versammelt Labels, die Design, Qualität und Zukunftsfähigkeit vereinen und präsentiert sie auf einer Fläche in Form eines Concept Stores. Konzipiert und kuratiert von Designer Jonathan Radetz steht das Format für Wirtschaftlichkeit, die Nutzung von Synergien und eine verkaufsstarke Sortimentsgestaltung am Point of Sale. Ausgewählt für die Premiere wurden die Labels Maatroom, VIDAR Sport, Jungle Folk, ZAMT, Halt.Clothing, DeLin und Makesomebodyhappy.

Wissen und Handelsempfehlungen für eine Branche im Umbruch

Das weitere Rahmenprogramm greift ebenfalls Fragestellungen auf, mit denen Marktteilnehmer:innen sich beschäftigen sollten, um fit für die Zukunft zu bleiben: von KI-gestützten Strategien im Modeeinzelhandel über langfristige Entwicklungen in Design und Produktkonzeption bis zur Bedeutung von Langlebigkeit und Markenarbeit für Kaufentscheidungen.

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INNATEX: Green Fashion steht mitten in einer grundlegenden Transformation

Über 200 Labels, innovative Ansätze und aktuelle Herausforderungen: Die 56. INNATEX zeigt, wie sich nachhaltige Mode inmitten einer tiefgreifenden Transformation positioniert.

BildINNATEX Internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien
„Green Fashion steht mitten in einer grundlegenden Transformation“

_Frankfurt am Main, 22. Juli 2025 _Nachhaltigkeit braucht heute mehr als gute Absichten – das hat die 56. INNATEX in Hofheim-Wallau bei Frankfurt am Main gezeigt. Vom 19. bis 21. Juli 2025 versammelten sich über 200 Green-Fashion-Brands auf der internationalen Fachmesse für nachhaltige Textilien, um die Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2026 zu präsentieren. Besonders am Sonntag herrschte erfreulich gute Orderstimmung, vor allem in Anbetracht der allgemeinen Herausforderungen im Markt.

„Während Fast Fashion wächst, ist das öffentliche Interesse an nachhaltiger Mode gesunken. Das betrifft nicht nur uns Händler:innen, sondern die gesamte Lieferkette“, sagt Laura Ott, Einkäuferin bei Marlowe green fashion und Mitglied im Marketingausschuss des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN). „Wir sind alle Unternehmer:innen mit ähnlichen Herausforderungen, aber unterschiedlichen Schwerpunkten und Erfahrungen. Das ist eine Ressource, die nicht zuletzt wirtschaftlich wertvoll ist.“

Reframing altbekannter Konzepte

Viele Modemarken setzen auf alternative Materialien, die mehrere Vorteile vereinen. Sloppy Tunas etwa hat in Kooperation eine eigene Version eines Hightech-Textils entwickelt – teils aus aufgesammeltem Meeresplastik. Das Label aus Barcelona fertigt daraus leichte, schnelltrocknende Badeshorts und schließt den Kreislauf selbst: Getragene Shorts werden zurückgenommen und mit Schnittresten aus dem Zuschnitt zu neuem Garn und Stoff recycelt.

Der Ruf nach Innovation und Funktionalität ist so laut, dass bewährte, von Natur aus nachhaltige Textilien in den Hintergrund geraten können. Unternehmen reagieren damit, dass sie Klassiker neu aufsetzen: Die Kleider des Berliner Labels Moefe bestehen zu
100 Prozent aus Biobaumwolle. Eine spezielle Stricktechnik macht den Stoff formstabil, langlebig und dehnbar – auch ohne Elasthan. Mor Khadi wiederum übersetzt indisches Traditionshandwerk in moderne Streetwear. Die besondere Qualität des Khadi-Gewebes macht die Kleidung atmungsaktiv und thermoregulierend.

Gesetzliche Veränderungen fordern Anpassungsfähigkeit

„Die Branche steht mitten in einer grundlegenden Transformation zwischen Sheinification, Rechtsruck, Generationenwechsel, Digitalisierung und wachsender Preissensibilität“, sagt Nina Lorenzen, Mitgründerin der Fashion Changers und Mitglied im Expert:innen-Rat Nachhaltigkeit der Fachzeitschrift Textilwirtschaft. „Unternehmen bleiben relevant, wenn sie bereit sind, neu zu denken – etwa indem sie Shopping zum Erlebnis machen oder Mode als Statement und Protestform gestalten.“

Der Umgang mit sowohl neueren als auch bevorstehenden gesetzlichen Vorgaben stellt ebenfalls eine Herausforderung dar. Bis September 2026 müssen die EU-Mitgliedsstaaten die 2024 in Kraft getretene EmpCo-Richtline (_Empowering Consumers for the Green Transition)_ in nationales Recht überführen. Sie regelt unter anderem, wie Unternehmen Nachhaltigkeit kommunizieren dürfen. Ein weiteres Beispiel betrifft die Lederverarbeitung: Aktuell wird ein Stoff, der auch für die ökologische Gerbung verwendet wurde, von der EU eingeschränkt. Das zwingt Hersteller:innen dazu, ihre Prozesse umzustellen.

„Wir stellen einen überaus hohen Gesprächsbedarf fest“, resümiert Alexander Hitzel, Projektleiter der INNATEX. „Die Anforderungen an Green Fashion werden komplexer und dynamischer. Es gibt nicht die eine einfache Lösung für alle Akteur:innen und Problematiken. Jetzt zählt, dass Unternehmen passgenaue Antworten auf ihre spezifischen Fragen finden. Plattformen, die Impulse geben und Kooperation fördern, sind wichtiger denn je.“

Am 17. und 18. August ­­lädt der INNATEX Showroom in Bern (Schweiz) mit rund 40 Brands zum Abschluss der Order-Saison.
Die kommende INNATEX findet vom 17. bis 19. Januar 2026 statt.

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Die INNATEX ist die weltweit einzige internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien, die neben dem klassischen Bekleidungssektor auch zahlreichen weiteren textilen Produktgruppen wie Accessoires, Schuhen, Heimtextilien, Stoffen und Spielzeug eine Vertriebs- und Kommunikationsplattform bietet. Die Fachbesuchermesse findet seit 1997 zweimal im Jahr jeweils im Winter und im Sommer in Hofheim-Wallau bei Frankfurt am Main statt. Seit 2014 ergänzt der Showroom in Bern (Schweiz) das Portfolio des Messeveranstalters MUVEO GmbH.

Das Projekt DESIGN DISCOVERIES hat die MUVEO GmbH für die INNATEX ins Leben gerufen, um ausgewählte Newcomer-Labels sowie Neulinge auf der Messe mit subventionierten Ständen und besonderen Kommunikationsmaßnahmen zu unterstützen.

Der INNATEX Podcast macht das Talkprogramm der Messe im Nachhinein zugänglich und liefert Insights aus dem Modebusiness.

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Interaktiv, zeitgeistig, relevant: 56. INNATEX

Auf der 56. INNATEX präsentieren über 200 Labels Green Fashion. Talks und neue Formate thematisieren Vertrieb, Sicherheit im Handel und aktuelle Branchenentwicklungen.

BildDie 56. INNATEX bei Frankfurt widmet sich drängenden Fragen der Green Fashion-Branche. Vom 19. bis 21. Juli 2025 bietet die internationale Fachmesse für nachhaltige Textilien im Messecenter Hofheim Rhein-Main neben der Ausstellung von über 200 Green-Fashion-Labels eine Reihe an neuen Formaten. Generell lässt sich ein Anstieg an jungen und progressiven HERITAGE-Brands feststellen.

Umsätze steigern mit der richtigen digitalen Strategie

Erstmals findet ein Impulsvortrag mit dem CDH Mitte (Wirtschaftsverband für Handelsvermittlung und Vertrieb Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz e.V.) zum Thema „Digitalisierung, die verkauft – Wie Textil- & Lifestyle-Brands neue Kundschaft heute wirklich erreichen“ statt. Anhand eines digitalen Showrooms demonstriert Referentin Meltem Alca, wie emotionale Ansprache von Kund:innen und moderne Vertriebspsychologie funktionieren. Der Vortrag richtet sich an Modemacher:innen, Labels, Agenturen und Händler:innen.

„Wer heute die Umsätze steigern will, muss so verkaufen, wie Menschen entscheiden – persönlich, intuitiv, digital“, sagt Meltem Alca. „Tools für Video, Voice und Neurosales ermöglichen eine beziehungsstarke Vertriebsstrategie. Diese neuen Konzepte erlauben emotionale Ansprachen, sind gehirngerecht und messbar.“

Ebenfalls neu im Programm: die Handelsverband Hessen Expert Session „Sicherheit im Handel: Ladendiebstahl, Rechte, Prävention“. In diesem Q&A-Format geben Manuel Hable, Head of Security & Fraud Prevention bei JC New Retail AG (Holding der Peek und Cloppenburg Gruppe), Ina Kasperski, Polizeihauptkommissarin beim Hessischen Landeskriminalamt und Stefan Siegel, Geschäftsführer der Rentario Sicherheitsmanagement GmbH praktische Orientierung für den Umgang mit einem Problem, das den stationären Handel immer mehr betrifft.

Von Weitsicht, Weiterentwicklung und Weltgeschehen

Die Keynote „Zur Lage der nachhaltigen Mode: Was jetzt wichtig ist“ analysiert, warum Nachhaltigkeit trotz Klimawandel aus dem Fokus gerät, während Fast Fashion floriert. Speakerin Nina Lorenzen von den Fashion Changers präsentiert die Hintergründe sowie Chancen, die sich auch und gerade für kleinere Unternehmen ergeben.

„Wir teilen alle die Vision von einer nachhaltigeren, fairen Welt. Aber ohne den strategischen Blick auf die Umsätze, die Wirtschaftlichkeit und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung kommen Unternehmen nicht mehr weit“, so Alexander Hitzel, Projektleiter der INNATEX. „Das mag offensichtlich sein, ist in der Umsetzung aber gar nicht mal so einfach. Von Digitalisierung über steigende Diebstahlraten bis hin zu gesellschaftlichen Trends – Veränderungen auf diversen Ebenen sind evident. Unternehmen tun gut daran, darauf zu reagieren und langfristig zu handeln.“

Drei Tage Inspiration für Modemenschen

An allen drei Messetagen empfängt Lena Huber im Foyer Besucher:innen und Aussteller:innen, um die Faszination an der textilen Pflanzenfärbung zu entfachen. Modeprofis entdecken Techniken für den Umgang mit Farben aus der Natur. Die interaktive Färbewerkstatt findet in Kooperation mit Fashion Campus 2030 und Halt.Clothing statt.

Weitere Programmpunkte sind die beiden Community Talks mit Moderatorin Mirjam Smend (Greenstyle Munich): Eines ihrer Panels beschäftigt sich mit Ideen für die Kreislaufwirtschaft („Die zweite, dritte, vierte Chance: So bleiben Mode und Materialien im Umlauf“), das andere mit Mode, die Zeitgeist und Zeitlosigkeit vereint („Made to Last: Contemporary Fashion mit Substanz und Haltung“).

Immer mehr jüngere Brands

Die gefragten, erstmals bei der INNATEX ausstellenden DESIGN DISCOVERIES bringen ganz unterschiedliche Themen zusammen: mor Khadi Streetwear verbindet handgesponnenes Denim aus Indien mit lässigem Streetstyle. Die aktuelle Linie des Berliner Labels Zamt realisiert minimalistische Unisex-Schnitte mit Deadstock-Materialien. Sloppy Tunas bringt Boardshorts aus recycelten Materialien mit, und moefe liefert office-taugliche DOB aus Biobaumwolle.

Zu den Neuzugängen unter den Aussteller:innen gehören unter anderem Rotholz mit casual Coolness für Frauen sowie Männer und Patron Socks mit Gutelaune-Patterns.

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Das Projekt DESIGN DISCOVERIES hat die MUVEO GmbH für die INNATEX ins Leben gerufen, um ausgewählte Newcomer-Labels sowie Neulinge auf der Messe mit subventionierten Ständen und besonderen Kommunikationsmaßnahmen zu unterstützen.

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