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Wirtschaft

24.064 Pleiten, eine Ursache

Analyse belegt Managementversagen als Haupttreiber der DACH-Insolvenzwelle 2025/2026

BildZürich, 22.04.2026

Warum jetzt – für wen – mit welchen Folgen: Wenn Führungskultur zur Bilanzfrage wird, braucht die DACH-Region keine besseren Märkte, sondern bessere Entscheidungsprozesse.

Deutschland verzeichnete im Jahr 2025 laut Statistischem Bundesamt 24.064 Unternehmensinsolvenzen – der höchste Stand seit 2014 und ein Anstieg von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Österreich zählte 6.857 Firmenpleiten (+4,1 %; Quelle: KSV1870), im Schnitt 19 Betriebe pro Tag. Die Schweiz verzeichnet laut Dun & Bradstreet einen historischen Höchststand mit 54 Prozent mehr Insolvenzverfahren als im Vorjahr. Eine aktuelle Analyse von Dr. Hartmut Frenzel und Izolda Petrosyan (Executive Mediation, Zürich) kommt zu einem unbequemen Befund: Nicht Konjunktur, Energiepreise oder geopolitische Verwerfungen sind der primäre Auslöser – sondern hausgemachte Managementfehler. Die Autoren fordern eine strukturelle Neubewertung von Beteiligungsprozessen in der Unternehmensführung und benennen präventive Mediation als konkretes Steuerungsinstrument.

Einordnung

Dieser Befund steht nicht im luftleeren Raum. Christoph Niering, Vorsitzender des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID), hält im Handelsblatt fest: „Managementfehler – und nur bedingt unbeeinflussbare Einflüsse von außen – sind die Hauptursache für Unternehmenspleiten.“ Eine unabhängige Befragung von 550 Interimsmanagern durch die Plattform United Interim kommt zu demselben Ergebnis. Zwei voneinander unabhängige Quellen – und beide mit identischem Urteil.

Die wirtschaftliche Tragweite verschärft sich: Laut AlixPartners (DACH Debt Report, April 2026) werden bis 2027 mehr als 151 Milliarden Euro Unternehmensschulden in der DACH-Region fällig. In diesem Umfeld ist Führungsversagen kein weiches Thema mehr – es ist ein Bilanzrisiko.

Kennzahlen im Überblick

* Unternehmensinsolvenzen Deutschland 2025: 24.064 Fälle (+10,3 % gegenüber Vorjahr) – höchster Stand seit 2014. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), März 2026.
* Großinsolvenzen Deutschland 2025: 94 Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz – Negativrekord seit Beginn der Allianz-Trade-Auswertung 2015. Deutschland steht für rund 20 Prozent aller Großinsolvenzen weltweit. Rechnerisch: eine Großpleite alle 18 Stunden. Quelle: Allianz Trade, 2025.
* IWH-Insolvenztrend Q1 2026: Höchster Insolvenzwert seit über 20 Jahren; März 2026 lag 18 Prozent über dem Vorjahresmonat. Quelle: Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
* Unternehmensinsolvenzen Österreich 2025: 6.857 Fälle (+4,1 %) – im Schnitt 19 Betriebe pro Tag. Quelle: KSV1870.
* Insolvenzverfahren Schweiz 2025: +54 Prozent gegenüber dem Vorjahr – historischer Höchststand. Quelle: Dun & Bradstreet.
* Fällige Unternehmensschulden DACH bis 2027: Mehr als 151 Milliarden Euro. Quelle: AlixPartners, DACH Debt Report, April 2026.

Dr. Hartmut Frenzel, Mediator und Organisationsberater, Executive Mediation:

„Wir sitzen in Mediationsräumen und sehen dasselbe Bild: Führungskräfte, die nicht verstehen, warum ihre Entscheidung Widerstand erzeugt. Mitarbeiter, die nicht verstehen, warum niemand mit ihnen sprach – bevor alles beschlossen war. Beide haben recht. Das ist das Problem. Mediation als Feuerwehr ist Schadensbegrenzung. Wer den Mediator früher ruft, verhindert den Brand.“

Christoph Niering, Vorsitzender des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID), zitiert nach Handelsblatt:

„Managementfehler – und nur bedingt unbeeinflussbare Einflüsse von außen – sind die Hauptursache für Unternehmenspleiten.“

Implikationen

Für Unternehmensführung und Vorstände: Entscheidungen ohne Beteiligungsprozesse erzeugen systematisch Widerstand und innere Kündigung – mit messbaren Folgen für Produktivität, Umsetzungsgeschwindigkeit und Retention. Machtansatz und Expertenansatz (externe Berater) kaufen Legitimation, nicht Akzeptanz – das Risiko verbleibt beim Unternehmen, nicht beim Mandat. Der Beteiligungsansatz nach Friedrich Glasl ist der einzige Veränderungsansatz, der dauerhaft trägt.

Für HR und Change Management: Innere Kündigung ist kein Stimmungsphänomen, sondern ein quantifizierbarer Produktivitätsverlust. Präventive Mediation ist günstiger als reaktive Sanierung: Wer den Konflikt moderiert, bevor er eskaliert, spart Ausfalltage, Fluktuation und Restrukturierungskosten. Strukturveränderungen wirken auf alle sieben Wesensmerkmale einer Organisation (nach Glasl: Identität, Strategie, Struktur, Menschen, Funktionen, Prozesse, physische Mittel) – werden nur Struktur und Strategie adressiert, entstehen unkontrollierte Nebenwirkungen in den übrigen Dimensionen.

Für Aufsichtsräte und Compliance: 94 Großinsolvenzen (>50 Mio. EUR Umsatz) in Deutschland 2025 werfen Fragen nach Frühwarnsystemen, Konfliktmanagementsystemen und Governance-Standards auf. Wenn der Verband der Insolvenzverwalter Managementfehler als Hauptursache benennt, hat das direkte Implikationen für D&O-Haftung und Aufsichtsratspflichten.

Methodik

Die Analyse von Dr. Hartmut Frenzel und Izolda Petrosyan wertet öffentlich verfügbare amtliche Statistiken (Destatis, KSV1870, Dun & Bradstreet), institutionelle Berichte (Allianz Trade, AlixPartners, IWH Halle) sowie Branchenstatements aus (VID/Niering; United Interim, n=550 Interimsmanager).

Beitrag: https://executivemediation.substack.com/p/deutschlands-vorstande-scheitern

Über Executive Mediation: https://executive-mediation.ch

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

EXECUTIVE MEDIATION
Herr Dr. Hartmut Frenzel
Fuhlrottstr. 15
42119 Wuppertal
Deutschland

fon ..: +49-1602912140
web ..: https://executive-mediation.ch
email : info@executive-mediation.pro

Über Executive Mediation

Dr. Hartmut Frenzel und Izolda Petrosyan sind die Gründer von Executive Mediation. Sie beraten Vorstände, Geschäftsführungen und Aufsichtsräte in der DACH-Region zu Konfliktprävention, Führungskultur und strukturierter Beteiligung in Veränderungsprozessen. Website: https://executive-mediation.ch

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Insolvenzwelle rollt auf deutsche Unternehmen zu – Energiekosten sparen als Rettungsanker

Immer mehr Betriebe stehen vor dem Kollaps. Droht 2024 eine Rezession? Welche Maßnahmen helfen, um Insolvenzen zu vermeiden und Kosten zu senken?

BildEine Insolvenzwelle bedroht die deutsche Wirtschaft: Die anhaltende Energiekrise und hohe Produktionskosten bringen immer mehr Unternehmen an ihre Belastungsgrenze. Nach neuesten Prognosen des Bundeswirtschaftsministeriums wird die deutsche Wirtschaft 2024 um 0,2 % schrumpfen, was die zweite Rezession in Folge bedeutet. Dies kündigte Wirtschaftsminister Robert Habeck kürzlich an und verwies dabei auf tief verwurzelte strukturelle Probleme der deutschen Wirtschaft, die bereits seit Jahrzehnten bestehen. Besonders betroffen sind energieintensive Branchen, die aufgrund steigender Energiekosten und niedriger Nachfrage ins Straucheln geraten.

Ursachen der Insolvenzwelle

Unternehmen leiden unter den drastisch gestiegenen Gas- und Strompreisen, insbesondere in der Metallverarbeitung, Chemieindustrie und im produzierenden Gewerbe. Die Energiepreise bleiben weiterhin auf hohem Niveau, da die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und der Mangel an erschwinglichen Alternativen spürbar sind. Diese Belastungen, gepaart mit einer schwächelnden Nachfrage und einem Fachkräftemangel, verschärfen die Situation vieler Unternehmen.

Energie sparen: Die wichtigsten Ansätze

In dieser angespannten Lage suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, Energiekosten zu senken, um Insolvenzen abzuwenden. Hier sind einige der wirkungsvollsten Maßnahmen:

_Energieaudits und Effizienzprogramme_
Durch professionelle Energieaudits können Unternehmen versteckte Einsparpotenziale entdecken. Optimierungen in der Produktion und Gebäudetechnik helfen, bis zu 20 % der Energiekosten einzusparen.

_Eigenproduktion von Energie_
Investitionen in Solaranlagen oder Blockheizkraftwerke (BHKW) ermöglichen Unternehmen, ihre eigene Energie zu erzeugen. Dies reduziert die Abhängigkeit von schwankenden Marktpreisen und senkt die Energiekosten langfristig.

_Flexiblere Energietarife_
Durch eine Umstellung auf flexiblere Energietarife und die Teilnahme am Lastmanagement können Unternehmen ihre Energienutzung zu günstigeren Zeiten anpassen und so die Kosten reduzieren.

_Abwärmenutzung_
Viele Unternehmen können ihre Produktionsprozesse durch Technologien zur Rückgewinnung von Abwärme effizienter gestalten.

Unterstützung durch Beratung

Unternehmen, die sich unsicher sind, wie sie ihre Energiekosten senken können, finden Unterstützung unter anderem bei Volta-Strom für Gewerbekunden. Als Plattform mit angeschlossenen Fachberatern bietet Volta-Strom maßgeschneiderte Lösungen zur Optimierung des Energieverbrauchs. Von der Analyse bis zur Implementierung nachhaltiger Energiekonzepte stehen Experten zur Seite, um Firmen in dieser kritischen Zeit zu entlasten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Fazit

Die wirtschaftlichen Aussichten für 2024 sind düster, doch mit den richtigen Maßnahmen können Unternehmen die Krise überstehen. Energiesparen und der Einsatz erneuerbarer Energien bieten langfristige Lösungsansätze, um nicht nur die Kosten zu senken, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

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Christian Kiewaldt und Ben Braun GbR
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