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Stilllegung/Sanierung von Deponien sowie zugehörige Umweltprüfungen

Das Seminar wendet sich an Mitarbeiter von Behörden und Planungsbüros, die der Projektsteuerung, Fachplanung und Umsetzung von Deponievorhaben in der Stilllegungs-/Sanierungsphase befasst sind.

Bild„Stilllegung/Sanierung von Deponien sowie zugehörige Umweltprüfungen“ lautet der Titel des Seminars, das am 25. September 2025 in der Umwelthauptstadt Magdeburg stattfindet. Veranstalter ist das Institut für Wirtschaft und Umwelt e. V.

Deponien als Beseitigungsorte für Abfälle sind je nach Abfallinventar, Entstehungszeit und Beendigungszeitpunkt der Ablagerung unterschiedlichen Umweltrechtsbereichen zuzuordnen.

Somit ergeben sich für den geordneten Deponieabschluss unterschiedliche rechtliche und fachliche Anforderungen. Hierzu erfolgt im ersten Teil des Seminars ein Überblick der Anforderungen und Unterschiede.

Da zwischen dem Zeitpunkt der Einlagerungsbeendigung und dem Deponieabschluss älterer Standorte häufig bereits intensive natürliche Sukzession auf den Abfallkörpern stattgefunden hat, werden in der Planungs- und Bauphase des Deponieabschlusses umwelt- und naturschutzfachliche Sachverhalte relevant.

Diese führen oft zu Konflikten in der Genehmigungs- oder Ausführungsphase.

Im zweiten Teil des Seminars wird ein Überblick über die rechtlichen und fachlichen Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes bei der Planung und Umsetzung von Stilllegung-/Sanierungsmaßnahmen auf Deponien gegeben.

– Allgemeine Grundlagen für die Zulassung der Sanierung und spezielle Lösungen werden anhand von Fallbeispielen vermittelt.

– Überblick über die umweltrechtlichen und fachlichen Randbedingungen bei der Stilllegung/Sanierung von Deponien in Verbindung mit Umwelt- und Naturschutz

Das Seminar wendet sich an Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden und Planungsbüros, die mit Fragen der Projektsteuerung, Fachplanung und Umsetzung von Deponievorhaben in der Stilllegungs-/Sanierungsphase befasst oder von diesen betroffen sind.

Das IWU ist eine gemeinnützige Einrichtung und macht daher keine Mehrwertsteuer geltend.

Teilnahmepauschale: 399EUR (MwSt.-frei)

Programmablauf, weitere Inhalte und Anmeldung unter https://www.iwu-ev.de/pdf/A250925.pdf

Programm
09.30 Uhr Begrüßung und Einführung

09.35 Uhr Einordnung von „Deponien“ in den unterschiedlichen Umweltrechtsbereichen

– Begriffsdefinitionen (Ablagerungen, Deponien, Verfüllungen)

– Rechtsbereiche BBodSchG, KrWG, BbergG

10.45 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Umweltrelevante Anforderungen und Unterschiede bei der Stilllegung/Sanierung von Deponien in den jeweiligen Rechtsbereichen

– Stilllegungen nach KrWG

– Sanierungen nach BBodSchG

– Verfüllungen nach BBergG

– Länderspezifische Regelungen

12.15 Uhr Mittagspause

13.30 Uhr Grundlagen des Umwelt- und Naturschutzes

– UVP, Habitat- und Artenschutz

– … Eingriffsregelung, Biotopschutz

– Fachbeitrag WRRL

14.15 Uhr Einfluss von umwelt- und naturschutzfachlichen Anforderungen bei der Planung der Stilllegung/Sanierung von Deponien

– Erfassung vorhandener natürlicher Sukzession und Arten vor Stilllegung/Sanierung

– Umgang mit wasser-, natur- und artenschutzfachlichen Konflikten

– Berücksichtigung wasser-, natur- und artenschutzfachlicher Randbedingungen bei der Rekultivierung

15.00 Uhr Kaffeepause

15.15 Uhr Fallbeispiele

16.00 Uhr Abschlussdiskussion und Auswertung

16.15 Uhr Ende der Veranstaltung

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Institut für Wirtschaft und Umwelt e. V.
Frau Romy Steinke
Maxim-Gorki-Str. 13
39108 Magdeburg
Deutschland

fon ..: +49 391 7447894
web ..: https://www.iwu-ev.de
email : presse@iwu-ev.de

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und konzentrieren uns schwerpunktmäßig auf das Organisieren von Fachseminaren und -tagungen für Führungskräfte und das Fachpersonal in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und in öffentlichen Einrichtungen.

Für Sie bieten wir seit 1990 ein umfangreiches Programm berufsbegleitender Fort- und Weiterbildungen, vor allem auf den Gebieten der Verwaltung, des Rechts, der Betriebswirtschaft, im Bereich Arbeitssicherheit, Umweltschutz und des modernen Managements an.

Umweltorientierte Unternehmensführung ist dabei das Ziel unserer Teilnehmer.

Ergänzt wird der Fokus des IWU durch Seminare zu neuen rechtlichen und technischen Entwicklungen für Fachkräfte in Unternehmen der kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie der Abfall- und Energiewirtschaft.

Das IWU trägt damit dem Konsens Rechnung, dass Unternehmen im 21. Jahrhundert nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern ebenso den Interessen der Gesellschaft und der Umwelt verpflichtet sind.

Seminare des IWU werden durchweg von Fachkräften aus den jeweiligen Bereichen geleitet.
Dazu haben wir einen Pool an hochkarätigen Dozenten, welche in unseren Seminarräumen und Veranstaltungssäalen, ihr KnowHow weitergeben. Dabei hat das IWU zur Umsetzung der aktuellen Weiterbildungsveranstaltungen und Tagungen zahlreiche Innovatoren, Querdenker, Vernetzer und Kommunikatoren als spannende und inspirierende Referenten zur Verfügung. Fachkompetenz wird vorrangig aus Rechtsanwaltskanzleien, Planungs- und Ingenieurbüros, Führungsebenen der Wirtschaft sowie aus Behörden akquiriert.

Das IWU setzt auf flexibles Wissensmanagement, dazu zählt ein weit verzweigtes Netzwerk an fachspezifischen und spezialisierten Kompetenzen.

Pressekontakt:

Institut für Wirtschaft und Umwelt e. V.
Frau Romy Steinke
Maxim-Gorki-Str. 13
39108 Magdeburg

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email : presse@iwu-ev.de

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Vom Gipsabbau-Gelände zum Biotop

Stuttgarter Gips-Schüle-Stiftung pflegt naturschutzfachlich hochwertiges Gelände bei Ammerbuch-Entringen

BildBraunkohle-Tagebau, Abholzung der Regenwälder – weltweit zerstört der Mensch jeden Tag ein Stück Natur. Doch es geht auch anders. Beispielsweise bei Ammerbuch-Entringen, unweit von Stuttgart. Dort hat die Stuttgarter Gips-Schüle-Stiftung ein ehemaliges Gipsabbaugelände, das über die Jahre mit Gebüschen überwuchert war, nun mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg Stück für Stück wieder geöffnet. Nach sechs Jahren intensiver Naturschutz- und Landschaftspflegeentstand auf dem mehr als sechs Hektar großen Gelände ein idyllisches Biotop mit malerischen Streuobstwiesen, seltenen Tier- und Pflanzenarten.

„Als ich 2017 das Gelände das erste Mal gesehen hatte, war mein erster, ganz schwäbischer Gedanke: Da muss richtig aufgeräumt werden“, schmunzelt Dr. Stefan Hofmann, Vorstand der Gips-Schüle-Stiftung und fügt hinzu: „Alles war mit meterhohem Gestrüpp zugewuchert und zum Teil auch vermüllt – eigentlich ein totes Gelände inmitten eines Naturschutzgebietes.“ Die Gips-Schüle-Stiftung entschied, das Gelände wieder in eine naturschutzfachlich hochwertige Streuobstwiesenlandschaft zurück zu verwandeln. „Wir wollen unseren Beitrag zur Biodiversität leisten und auch den Erholungssuchenden in der Region Stuttgart ein attraktives Naherholungsgebiet bieten“, so Dr. Stefan Hofmann.

Blühende Landschaften
Gemeinsam mit dem Landratsamt Tübingen und dem Regierungspräsidium Tübingen wurde mit dem behutsamen Öffnen der zugewucherten Flächen begonnen und mit einer Ziegenbeweidung zur unterstützenden Gehölzreduktion begonnen. Es entstand eine offene Landschaft mit Magerwiesen und Streuobstbäumen. Gerade jetzt im Frühjahr und Sommer verwandelt sich das Gelände in blühende Landschaften. Damit das auch so bleibt schickt Schäfer Paul Lemke regelmäßig seine 750 Schafe und Ziegen übers Gelände. Er war es unteranderen auch, der Stück für Stück erst mit der Motorsäge und dann mit seinen Tieren das Areal mühevoll entbuscht und „entrümpelt“ hat.

Neue Heimat für Wendehals und Halsbandschnäpper
Ines Aust, vom Referat Naturschutz und Landschaftspflege beim Regierungspräsidium Tübingen, freut sich sehr über die Wiederherstellung der Streuobstwiesen und Magerwiesen. „Die Flächen liegen im Naturschutzgebiet Schönbuch-Westhang/Ammerbuch. Einer der Schutzzwecke ist der Erhalt der heimischen Streuobstwiesen. Daher ist es unsere Pflicht als Naturschutzverwaltung, uns um diese Fläche zu kümmern.“ Zusammen bearbeitet sie die Schutzgebiete in der Raumschaft mit Ralf Wegerer, der sich im Landratsamt Tübingen um die Natura 2000 Gebiete Schönbuch kümmert, die Bestandteil der europäischen Naturschutzkonzeption Natura 2000 sind. „Im Vogelschutzgebiet Schönbuch ist die Erhaltung des Streuobstbestandes eines der wichtigsten Ziele, da es dort viele seltene Vogelarten gibt“, sagt der Naturschützer. Zum Beispiel der Wendehals oder der Halsbandschnäpper, welche auf höhlenreiche Obstbäume angewiesen sind. In diesen Baumhöhlen bauen die Vögel ihre Nester. Gleichzeitig sind die Obstbäume auch wichtige Fortpflanzungsstätten für die seltenen Fledermausarten Bechsteinfledermaus und Mopsfledermaus.

Seltene Blumen auf den Magerwiesen
Das Naturschutzgebiet „Schönbuch-Westhang/Ammerbuch“, das Vogelschutzgebiet „Schönbuch“ und das FFH-Gebiet „Schönbuch“ (FFH steht für Faune, Flora, Habitat) überlappen sich größtenteils und sind zusammen ca. 150 km² groß. Der Wald nimmt hierbei den größten Flächenanteil ein. Allein im Areal „Gipsbruch Entringen“ konnte die frühere überwucherte Fläche nun schon zu großen Teilen wieder in Offenland umgewandelt werden. Auf diesen blumenbunten Wiesen wachsen unter anderem die Blumen Wiesen-Salbei, Wiesen-Glockenblume, Skabiosen-Flockenblume, Wiesen-Margerite. Zudem konnten sich durch die Beweidung bereits 0,5 Hektar Magerrasen entwickeln. Dort ist unter anderem die Karthäuser-Nelke anzutreffen.

Zur Historie:
Das Gebiet, das nun wieder freigepflegt wurde, war früher ein Gipsabbaugelände der Familie Schüle, die vor mehr als 100 Jahren sehr erfolgreich in der Region den Gipsabbau betrieb. Damals, Anfang des 20. Jahrhunderts, wurde der Gips abgebaut und mit der Ammertalbahn zu den Bau-Kunden in ganz Baden-Württemberg und der Pfalz transportiert. Das Entringer Gipswerk wurde 1974 geschlossen. Der Gipsbruch selbst diente danach als Erddeponie und wurde nach der Verfüllung der Natur überlassen. Seit dem Tod der letzten Schüle-Nachkommen kümmert sich die Gips-Schüle-Stiftung mit Sitz in Stuttgart-Bad Cannstatt um das Vermächtnis der Familie.

Info Gips-Schüle-Stiftung
Die Gips-Schüle-Stiftung fördert Wissenschaft für den Menschen und junge Forschung mit Visionen in Baden-Württemberg. Ihr Fokus liegt auf den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie auf interdisziplinären Projekten. Die Stuttgarter Stiftung arbeitet eng mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg zusammen und ermöglicht die Durchführung zukunftsweisender Forschungsprojekte. Sie finanziert Stiftungsprofessuren, vergibt Stipendien, unterstützt Studienbotschafter zur Anwerbung von Abiturientinnen und Abiturienten für MINT-Fächer, Projekte zur Lehreraus- und -fortbildung und fördert fachübergreifende politische Bildung. Weitere Informationen unter: www.gips-schuele-stiftung.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Gips-Schüle-Stiftung
Herr Dr. Stefan Hofmann
Badstraße 9
70372 Stuttgart
Deutschland

fon ..: 0711/55059490
web ..: http://www.gips-schuele-stiftung.de
email : stefan.hofmann@gips-schuele-stiftung.de

Die Gips-Schüle-Stiftung fördert Forschung, Nachwuchs und Lehre in Baden-Württemberg. Ihr Fokus liegt auf den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie auf interdisziplinären Projekten. Die Stuttgarter Stiftung arbeitet eng mit den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg zusammen und ermöglicht die Durchführung zukunftsweisender Forschungsprojekte. Sie finanziert Stiftungsprofessuren, vergibt Stipendien, unterstützt Studienbotschafter zur Anwerbung von Abiturienten für MINT-Fächer und Projekte zur Lehreraus- und -fortbildung. Weitere Informationen unter: www.gips-schuele-stiftung.de

Pressekontakt:

IN-Press
Frau Irmgard Nille
Alsterdorfer Straße 459
22337 Hamburg

fon ..: 04046881030
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