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Griechenland im Schatten des Massentourismus

Griechenland verzeichnet Rekordzahlen im Tourismus. Doch der Boom belastet Inseln wie Santorini und Mykonos massiv und zwingt die Regierung zum Handeln.

BildGriechenland erlebt seit Jahren einen beispiellosen Tourismusboom. Während im Jahr 2005 noch rund 15 Millionen Urlauber das Land besuchten, waren es 2025 bereits etwa 43 Millionen Touristen Mit Einnahmen von knapp 24 Milliarden Euro zählt der Tourismus zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten.

Vor allem beliebte Urlaubsziele wie Mykonos, Santorini, Korfu oder Kreta leiden zunehmend unter den Folgen des Massentourismus. Überfüllte Ferienanlagen, Tavernen und Geschäfte prägen in der Hochsaison vielerorts das Bild. Für die Einheimischen bedeutet dies häufig erhebliche Einschränkungen im Alltag. Gleichzeitig geraten Natur und Landschaft immer stärker unter Druck.

Besonders deutlich wird die Situation auf Santorini. Laufen an einem einzigen Tag drei Kreuzfahrtschiffe in die Bucht ein, strömen tausende Besucher gleichzeitig in die Inselhauptstadt Thira. Die engen Gassen sind dann oft kaum noch passierbar. Auch auf Mykonos nimmt die Belastung weiter zu: Allein in diesem Jahr werden dort 768 Kreuzfahrtschiffe mit rund 1,5 Millionen Passagieren erwartet.

Lange Zeit verlief die touristische Entwicklung nahezu unkontrolliert. Immer neue Hotelanlagen entstanden, häufig auf Kosten wertvoller Naturräume. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die griechische Regierung nun einen neuen Raumordnungsplan verabschiedet. Künftig sollen Hotelneubauten auf maximal 100 Betten begrenzt werden. Ziel ist es, die weitere Zerstörung der Landschaft einzudämmen und den Tourismus nachhaltiger zu gestalten.

Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Balance zwischen wirtschaftlichem Nutzen und dem Schutz von Natur und Lebensqualität wiederherzustellen, bleibt jedoch abzuwarten.

Hier auch ein Verweis auf das eBook „Griechenland – Faszination einer Reise“

(https://www.hugendubel.de/de/ebook_epub/frank_walter-griechenland_faszination_einer_reise-52219416-produkt-details.html)

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Die Schummelstraße

Initiativen in Mittelhessen kämpfen gegen Neubau der B49 + Plan beruht auf grob falschen, zT manipulierten Verkehrszahlen + Gericht verweist auf „Gestaltungsspielraum“ + Artenschutz vorgetäuscht?

BildEine geplante Umgehungsstraße im Kreis Gießen sorgt seit Wochen für Furore. Einerseits leisten Anwohner*innen und Verkehrswende-Aktive erbitterten Widerstand einschließlich mehrfacher Sabotage bei den Versuchen, die Baustellen einzurichten. Andererseits bringen sie immer wieder neue Belege für massive Fälschungen bei der Planung der Straße ans Tageslicht. So wurden der Planfeststellung zugrunde liegende Verkehrsprognosen und die behauptete Entlastungswirkung auf vorhandene Straßen fast doppelt so hoch angesetzt wie sich aus offiziellen Zähl- und Messergebnissen ergeben würde. Negative Wirkungen wurden verschwiegen und aktuell kommen weitere Schummeleien hinzu: Die Umsiedlung geschützter Arten wird nur simuliert. Tatsächlich werden die Tiere der Asphaltpiste geopfert. Dass damit auch Recht gebrochen wird, interessiert nicht mehr: Wo kein Kläger, da kein Richter. Und wo doch ein Kläger, drücken die Gerichte alle Autoaugen zu.

Zerstörung wertvoller Landschaft, um Gewerbeflächen zu schonen

Der Plan für den Neubau der Bundesstraße 49 um Reiskirchen und Lindenstruth war schon viele Jahre alt, als im Dezember 2016 die Planfeststellung beschlossen wurde. Zunächst tobte ein Kampf um verschiedene Trassenalternativen, bei dem sich die Gemeinde Reiskirchen mit ihrem Wunsch durchsetzte, die Straße im Süden zu bauen. Ihre absurde Begründung, festgehalten in einem späteren Gerichtsurteil: Durch diese Trassenführung würden, anders als im Norden, keine Flächen für neue Gewerbe- und Wohngebiete verloren gehen. Dass damit der ganze Sinn der Straße verloren ging, blieb unbeachtet. Schließlich erzeugen genau diese Wohn- und Gewerbegebiete die Verkehrsmengen, die als Grund für den Neubau benannt werden. Direkt in der Planfeststellung fand sich eine Tabelle, die 6.000 zusätzliche Fahrbewegungen durch Neubauten im Norden Reiskirchens prognostizierte – fast so viele, wie aktuelle durch den Ortsteil Lindenstruth fahren, wo sich viele aufgrund dieser Belastung nach der Umgehungsstraße sehnen. Die Straße ist also bewusst so geplant, dass sie auf der falschen Seite des Ortes liegen würde. Die Verkehrsbelastung in Reiskirchen wird also bleiben. Die jetzt geplante Trasse wird nur wenige Autofahrten anlocken. Dafür zerstört sie Erholungsgebiete und naturnahe Lebensräume, verdrängt geschützt Arten und wird einen landwirtschaftlichen Hof sowie das Martinsheim in ihrer Existenz gefährden. Doch was zählen die, wenn es um schnelleres Autofahren geht …

Lügen mit Zahlen

Dass diese Straße überhaupt jemals geplant wurde, liegt an den manipulierten Zahlen im Bedarfsplan. Dieser Plan basiert auf dem Bundesverkehrswegeplan und hat den Rang eines Bundesgesetzes. Er muss in jeder konkreten Planung beachtet werden – so will es das Fernstraßenausbaugesetz im Paragraphen 1. Der B49-Ausbau ist unter der Projekt-Nummer B49-G10-HE-T1-HE zu finden. Die Notwendigkeit der Straße wird mit stark wachsender Verkehrsbelastung begründet: „Bis zum Prognosejahr 2020 wird das Verkehrsaufkommen in Reiskirchen Mitte auf 16.800 Kfz/24 h und in Lindenstruth auf 13.100 Kfz/24 h ansteigen.“ Dieses Jahr, für das die hohen Zahlen angenommen wurden, ist inzwischen vorbei – und die Steigerung ist nicht eingetreten. Ganz im Gegenteil: Der Verkehr hat abgenommen. Eine Zählung im Jahr 2024 ergab für Lindenstruth 7.417 Kfz/24h, also etwas mehr als die Hälfte des Vorausgesagten. Es fahren so wenig Autos auf der Straße, dass geplante Lärmschutzmaßnahmen nicht durchgeführt werden durften, weil die Menge der Autos dafür nicht reiche. Aber für eine komplett neue Straße, da reicht es. Der Grund: Rein rechtlich zählen für Lärmschutz und Tempolimit die realen Zahlen, für die Frage des Neubaus aber die fiktiven aus dem Bedarfsplan. „Die Feststellung des Bedarfs ist … für die Planfeststellung … verbindlich“, sagt das das FStrAbG. Basta – Straßenplanungen lassen sich nicht durch Fakten irritieren. Das schrieb das Hessische Verkehrsministerium sogar in die Planfeststellung hinein. Dem lagen nämlich niedrigere Zählungen aus eigenen Institutionen vor, wurden aber als „unplausibel“ (so wörtlich in den Planfeststellungsunterlagen) beiseitegeschoben. Anfragen über die Umweltinformationsgesetze, wie eigentlich die hohen Prognosezahlen errechnet wurden, blieben bis heute unbeantwortet – auch ein Rechtsbruch.

Ebenso völlig daneben liegt die Planung bei den behaupteten Entlastungshöhen. An verschiedenen Stellen der Planunterlagen werden Prozentwerte aufgeführt, um wieviel der Verkehr in den Ortsdurchfahrten von Reiskirchen und Lindenstruth abnehmen wird, wenn der Neubau vollendet ist. Die Zahlen bewegen sich zwischen 70 und 92 Prozent. Die skandalöse Praxis der Verkehrsprognosen wiederholt sich bei diesen Entlastungszahlen. Zum einen verweigern die Planungsbehörden die Auskunft, wie diese Zahlen berechnet wurden. Zum anderen reicht der Blick in die Planungsunterlagen, dass die Wirklichkeit anders aussieht. Es wurden nämlich Befragungen durchgeführt, welche Ziele die Autofahrenden ansteuern, die von Westen nach Reiskirchen reinfahren, also die bisherige B49 benutzen. Sie lassen sich in fast gleich große Teile gliedern. Das erste Drittel bleibt in Autobahnnähe in den dortigen Industrie- und Gewerbegebieten. Spielhöllen, Bordelle, Tankstellen, Supermärkte und Schnellrestaurants sind hier besondere Magnete. Das zweite Drittel sucht Ziele im Kernort Reiskirchen oder biegt nach Norden auf die Bersröder Straße ab. Nur ein Drittel verlässt Reiskirchen in Richtung Osten oder Süden und könnte in Zukunft statt der Durchfahrt durch den Ort den Neubau nutzen. Zwei Drittel des aktuellen Verkehrs verbleiben also auch nach dem Neubau auf der bisherigen Trasse. Tatsächlich wird ihr Anteil aber noch geringer sein, denn erstens durchfahren einige Reiskirchen zwar, würden aber trotzwerden trotzdem weiter die alte Strecke nutzen, weil sie in Reiskirchen Zwischenstopps einlegen – sei es an der Tankstelle, zum Einkauf oder an der Post. Und zweitens ist der rein innerörtliche Verkehr in der Befragung gar nicht erfasst worden, muss also noch hinzugerechnet werden. An Ende könnte es gerade mal ein Viertel aller aktuellen Fahrten sein. Welches die neue Straße nutzt – ein mickriger Effekt für ein teures, wertvolle Landschaften und landwirtschaftliche Flächen vernichtendes Projekt. Kommen am Ende noch die 6.000 zusätzlichen Fahrten durch die Neubaugebiete hinzu, könnten die Verkehrsverhältnisse auf der bisherige B49 trotz Neubau am Ende so bleiben, wie sie jetzt sind..

Die Straßenbauverwaltung ficht das nicht an. Sie zieht ihr Bauvorhaben mit den alten, falschen Zahlen durch. Ein Versuch, einen Baustopp zu erreichen, scheiterte im Mai 2026 am Hessischen Verwaltungsgerichtshof, der die Verwendung falscher oder beliebiger Zahlen als „Gestaltungsspielraum“ von Behörden für rechtmäßig erklärte. Behörden dürfen fälschen, lügen, manipulieren, sie müssen nur die Verfahrenswege einhalten.

Bei wie vielen Straßen ist das wohl passiert? Die B49 ist vermutlich ein Zufallstreffer. Hier haben Verkehrswende-Aktive nur ungewöhnlich genau hingeschaut. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass bei anderen Straßenbauten weniger geschummelt wird.

Neue Straße = neuer Verkehr

Neue Straßen erzeugen neuen Verkehr. Das ist eine Binsenweisheit, doch der geplante Neubau der B49 liefert jetzt bereits im Vorfeld einen bemerkenswerten Beweis. Dafür sorgte eine 2024 vom Haushaltsausschusses des Bundestages in Auftrag gegebene Nachberechnung – darin auch sechs Seiten zur B49-Südumgehung Reiskirchen-Lindenstruth. Die Ergebnisse sind brisant. Danach würde durch den Neubau die Zahl der Fahrzeuge im Bereich Reiskirchen, zusammengerechnet auf der alten und neuen B49, um bis zu 6.000 Fahrzeuge steigen. Das sind zwei Drittel mehr als ohne Neubau. Ein Blick auf die Zahlen der parallel verlaufenden A5 zeigt: Dort werden es weniger, d.h. es werden Autos von der Autobahn abgezogen – zusätzlich zu wachsendem Verkehr durch die dann attraktivere Bundesstraße. Damit belegt der Neubau der B49 die bereits in vielen Studien beschriebene Tendenz, dass neue Straßen auch neuen Verkehr induzieren.

Während sich die gewachsenen Verkehrsströme im Bereich Reiskirchen auf alte B49 und den Neubau aufteilen, wird das östlich im weiteren Verlauf der B49 liegende Grünberg den zusätzlichen Verkehr in der Ortsmitte spüren. Die Nachberechnung erwartet für Grünberg 3.000 zusätzliche Fahrzeuge durch den Neubau der B49 um Reiskirchen. Auch die östlich folgenden Ortsteile der Gemeinde Mücke werden stärker belastet.

Doppelt hält besser? Ausbau von zwei parallel verlaufenden Fernstraßen

Der Abschnitt der B49, für den der Neubau geplant ist, verläuft parallel zur A5, beginnend an der Anschlussstelle Reiskirchen bis zur Anschlussstelle Alsfeld-West. Mehrere Querverbindungen, vor allem Landesstraßen, bieten Möglichkeiten, von einer auf die andere Straße zu wechseln. Insofern teilen sich B49 und A5 zwischen Alsfeld und Reiskirchen die dort fließenden Verkehrsmengen. Der Ausbau des einen würde Verkehr des anderen herüberziehen, was auch die Verkehrszunahme auf der B49 nach einem Neubau erklärt.

Laut geltendem Bedarfsplan soll die A5 ausgebaut werden und das in dem Abschnitt, zu dem die B49 parallel verläuft, zu einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen von mehreren Tausend Kraftfahrzeugen führen. Zudem würde, so im Bedarfsplan beschrieben, die Staugefahr auf Null gesenkt. Diese Veränderungen würden die Verkehrsmengen in den betroffenen Ortsdurchfahrten der B49 deutlich absenken, noch zusätzlich zur weiter abnehmenden Bevölkerungszahl im Vogelsbergkreis. All das ist in die Planung nicht eingeflossen. Die einzelnen Straßenbauten werden losgelöst und ohne Blick auf gegenseitige Beeinflussungen, also mehr oder weniger blind durchgezogen. Dass eine Stärkung der ebenfalls parallel verlaufenden Bahnlinie nicht bedacht oder als Alternative geprüft wurde, dürfte ebenfalls der Normalfall von Scheuklappenplanung im Straßenverkehr sein.

Der Kampf um die Eidechsen

Zu all diesem Geschummel und den Manipulationen in der Planungsphase kommen nun erste Unregelmäßigkeiten in der beginnenden Bauphase. Die Einrichtung der Baustellen zu den Brückenbauwerken 3 und 4 erfordern die Umsiedlung der geschützten Zauneidechse. Zu diesem Zweck wurden die Flächen Anfang März mit Plastikzäunen umgrenzt, die für Eidechsen undurchdringlich sein sollten, damit umgesiedelte Exemplare nicht wieder zurück auf die Fläche wandern konnten. Zudem wurde ein Ersatzlebensraum erstellt, in den die Eidechsen verbracht werden sollten.

Am 15. März überschritt die Lufttemperatur im Jahr 2026 erstmals die 15 Grad, bei welcher Eidechsen aus der Winterstarre erwachen und aktiv werden. Eine Umsiedlung hätte dann bis Mitte Mai erfolgen müssen, da dann die Eiablage beginnt. Das würde erstens dazu führen, dass auch mit dem Plastikzaun als Zuwanderbarriere von außen neue Eidechsen auf dem Gelände erscheine, nämlich aus den Eiern schlüpfen würden. Und zweitens könnten die Eidechsen im Ersatzbiotop keine neue Population aufbauen, weil die Eiablage schon geschehen.

Die Flächen wurden von Anwohner*innen und Verkehrswende-Aktiven täglich beobachtet. Daher ist bekannt, wann zwischen Mitte März und dem Ende der Eiablagephase Mitte Juni die Umsiedlungsaktivitäten stattfanden. Das war nur in den ersten Apriltagen (bis 11.4.) der Fall. In dieser Zeit war der Plastikzaun allerdings durch Sabotage zerstört, d.h. das Wegtragen der Eidechsen war wirkungslos, da diese zurückwandern konnten. Nachdem dieses Vorgehen dokumentiert (Foto im Internet) und die handelnde Person auf ihr Verhalten bzw. die durchführende Firma Naturplanung (Wölfersheim) angesprochen wurde, wurde die Umsiedlung abgebrochen. Nach Mitte Mai gab es über Pfingsten eine sehr heiße Phase, in welcher die Eiablage spoätestens begann. Bis zu dem Zeitpunkt fand kein weiteres Einfangen von Eidechsen statt, was sich bis Mitte Juni nicht änderte. Passend dazu wurde auch das Zielbiotop nicht gepflegt und wucherte zu, was es für Eidechsen weitgehend unbrauchbar machte (Fotos im Internet). Es gab weitere Sabotageaktionen und der Plastikzaun wurde mehrfach wieder aufgebaut. Auf beiden Flächen wurde einmal gemäht, bei Bauwerk 3 zu einem Zeitpunkt, als der Plastikzaun kurzzeitig vollständig funktionsfähig war, das Mähen also die Eidechsen nicht hätte vertreiben können.

Damit steht fest: In 2026 ist eine den Anforderungen entsprechende Umsiedlung und damit auch der Baubeginn nicht mehr möglich. Anfang Juni erfuhren Verkehrswende-Aktive aber aus zwei verschiedenen, an der Baustellenvorbereitung beteiligten Stellen, dass trotzdem mit dem Bau begonnen und die erfolgreiche Umsiedlung einfach behauptet werden sollte. So geschah es: Mitte Juni schrieb Hessen Mobil an den Hessischen Rundfunk, dass die Eidechsen vertrieben worden wären. Es sei eine aufgrund der „durchgeführten Vergrämungsmaßnahmen herbeigeführte Unattraktivität“ entstanden. Besorgte Anrufe bei verschiedenen Behörden und weitere Pressenachfragen beim Bauträger brachten dann immer neue Versionen, was passiert sein sollte: Mal verjagt („vergrämt“), mal umgesiedelt (also gefangen und abtransportiert – aber wohin?), mal waren gar keine zu finden. Es riecht nach Ausreden – und demnächst ein Massaker an geschützten Tieren ohne Rücksicht auf das geltende Naturschutzrecht.

Fazit

Die B49 steht symbolisch nicht nur für das Desaster einer Verkehrspolitik, die auf fotogene neue Straßen setzt, bei denen Politiker*innen rote Bänder durchschneiden können, während Brücken und Bahntrassen ebenso vernachlässigt werden wie die Verkehrswende insgesamt. Der geplante Neubau steht aber auch symbolisch für die Art von Straßenplanung. Warum sollte die B49 eine Ausnahme sein? An wie vielen Orten sind Fälschungen und Manipulationen die Grundlage für staatliches Planen?

Die Zerstörung des Jossollertales, den Tod der Eidechsen, den Verlust von Erholungsgebiet und den Flächen für die Lebensmittelproduktion noch zu verhindern wird trotz der offengelegten Schummeleien schwer, denn kritische Stimmen in den Parteien werden unterdrückt oder schweigen aus Angst, genauso wie die klagefähigen Umweltverbände das Risiko scheuen. Die dörfliche „Heimatzeitung“ drückt Infos der Straßenkritiker*innen nicht ab, während Behörden und Politik den Protest zu kriminalisieren versuchen. Die typische Situation also, in der sich Willkür und Rücksichtslosigkeit durchsetzen können …

Mehr Informationen mit vielen frei verwendbaren Fotos auf https://b49-natur.siehe.website und https://b49-zahlen.siehe.website

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Die Projektwerkstatt bietet in den kreativ ausgebauten Räumen, Werkstätten und Seminarbereichen die Chance, der gegenwärtigen Welt zu beweisen, dass wirkungsvoller Protest ohne Hauptamtlichenapparate, Hierarchien, ständige Eigen- und Spendenwerbung plus Jagd nach staatlichen Zuschüssen auch geht – oder sogar besser. Jede Ecke des Hauses strahlt die Kraft kreativer Ideen aus – und ist dennoch voller Widersprüche.

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Luxus-Safari durch die Linse: Warum Great Plains seine Gäste mit Profi-Equipment ausstattet

Fotografie ist bei Great Plains, einer der führenden Organisationen für Safari und Naturschutz, tief in der DNA verankert.

BildSeit über vier Jahrzehnten dokumentieren Dereck und Beverly Joubert, den Mitbegründern von Great Plains, Afrikas Wildnis mit einer Klarheit und Nähe, die weltweit Maßstäbe gesetzt hat. Als preisgekrönte Filmemacher, National Geographic Fotografen und Erzähler haben sie dabei konsequent weitergedacht: Wenn Fotografie der Schlüssel ist, um die Essenz Afrikas auf einer Safari festzuhalten, warum sollte sie nicht jedem Gast ihrer Camps zugänglich sein?

In den Camps der Réserve Collection in Botswana, Kenia und Simbabwe wird diese Idee konkret. Bereits bei der Ankunft steht in jeder Suite hochwertige spiegellose Canon-Kameras oder die größeren 5D-Modelle bereit, ergänzt durch ein professionelles Objektivset. Dazu gehören Teleobjektive mit 100 bis 400 Millimetern Brennweite für detailreiche Tieraufnahmen. Nach einer kurzen, präzisen Einführung durch die Guides, die nach den fotografischen Standards von National Geographic geschult und kontinuierlich weitergebildet werden, beginnt das Erlebnis dort, wo es zählt, draußen im Feld.

Dereck Joubert unterstreicht: „Der Grund, warum wir unseren Gästen diese Kameras zur Verfügung stellen wollten, ist nicht nur, ihnen die Mühe zu ersparen, ihre eigene Ausrüstung um die ganze Welt mitzuschleppen – denn wir wissen, was das bedeutet -, sondern auch, weil wir ihnen die Freuden der Fotografie als Kunst näherbringen möchten. Sicher, sie können ihr Smartphone benutzen, aber das ist etwas ganz anderes als das „Schaffen“ von Bildern.“

Die Safari verändert sich damit spürbar. Gäste beobachten nicht nur, sie beginnen zu sehen. Sie achten auf Licht, auf Bewegung, auf den richtigen Moment. Die Guides begleiten diesen Prozess aktiv. Sie verstehen sich nicht nur als Kenner der Tierwelt, sondern auch als Vermittler von Perspektive, Timing und Komposition.

Auch die Infrastruktur folgt dieser Logik. Speziell entwickelte offene Toyota Land Cruiser mit erhöhten Dächern, ausreichend Rand-Sitzplätzen, stabilisierenden Auflagen und Kamerahalterungen schaffen optimale Bedingungen für präzises Arbeiten. In wassergeprägten Regionen ergänzen Boote mit drehbaren Sitzen das Erlebnis und eröffnen neue fotografische Blickwinkel auf die Tierwelt.

Wie gerechtfertigt dieser Ansatz ist, zeigt sich in der Schönheit und Vielseitigkeit der Naturerlebnisse in den einzelnen Camps der Réserve Collection:

In einem Camp wie dem Zarafa Camp in Botswanas Selinda Reserve entstehen Aufnahmen von Elefantenherden und Raubkatzen in einer der ursprünglichsten Landschaften Afrikas. Das Mara Nyika Camp in Kenia beispielsweise liegt mitten im dynamischen Geschehen der Maasai Mara und bietet nicht nur während der großen Migration intensive fotografische Möglichkeiten. Am Sambesi im Tembo Plains Camp in Simbabwe prägen Wasser, Licht und Bewegung die Bildsprache, mit außergewöhnlichen Perspektiven auf Elefanten und Flusslandschaften.

Der fotografische Prozess endet dabei nicht nach der Wildbeobachtungsfahrt. Noch am selben Tag lassen sich die Aufnahmen über WLAN direkt auf das eigene Smartphone übertragen. Am Ende der Reise erhalten Gäste Zugriff auf eine personalisierte Bilder-Galerie, in der alle ihre Bilder verfügbar und herunterladbar sind. So entsteht ein visuelles Archiv für Erzählungen zurück in der Heimat, persönlich gestaltete Fotobücher oder Social Media.

Dass Fotografie bei Great Plains mehr ist als Technik, zeigt sich auch in der Gestaltung der Camps. Großformatige Fine Art Prints von Beverly Joubert prägen zusammen mit dem Design des Paares die Räume und zeigen die typische Joubert-Handschrift. Mit Beverlys aktuellen Bildband „Wild Eye: A Life in Photographs'“ verdichten sie ihre jahrzehntelange Arbeit zu einer Hommage an das Sehen selbst und setzt zugleich den inhaltlichen Rahmen für das, was Gäste vor Ort erleben.

www.greatplainsconservation.com

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Family Time auf höchstem Niveau

Exklusive Reiseerlebnisse zwischen Istrien, Afrika und den Seychellen

BildFamilienurlaub kann so vieles sein: laut und lebendig, ruhig und verbindend, inspirierend und erholsam zugleich. Vor allem aber sollte er eines schaffen – echten Mehrwert für Groß und Klein. Zeit, die man bewusst miteinander verbringt. Und genauso Momente, in denen jeder für sich auftanken darf. Genau das gelingt mit außergewöhnlichen Konzepten wie der privaten Villa und dem individuellen Service von Firstclass Holidays in Istrien, nachhaltigen Safari-Erlebnissen für Kinder mit Great Plains Conservation oder dem liebevoll gestalteten Kinderprogramm auf North Island auf den Seychellen. Hier entstehen nicht nur gemeinsame Erinnerungen, sondern auch Freiräume: für Kinder, die spielerisch entdecken und wachsen dürfen, und für Eltern, die zwischendurch abschalten, durchatmen und genießen können. So wird „Family Time“ nicht nur zur schönen Idee – sondern zu einer Reise, die alle bereichert.

Das private Inselparadies North Island auf den Seychellen für große und kleine Entdecker

Die private Insel zählt zu den exklusivsten Rückzugsorten der Welt. Sie ist ein außergewöhnliches Ziel für Familien, die Natur, Privatsphäre und Abenteuer miteinander verbinden möchten. Die großzügigen Villen bieten viel Raum für gemeinsame Zeit während Kinder die Insel spielerisch entdecken: Riesenschildkröten beobachten und füttern, im kristallklaren Wasser schnorcheln oder mit den Villa Hosts die einzigartige Flora und Fauna erkunden.

Das Resort legt größten Wert auf maßgeschneiderte Erlebnisse für Familien: Kein Kids Club mit steifem Programm, sondern individuelle 1:1-Betreuung mit kreativen Ausflügen, Naturprogrammen bis hin zu kindgerechten Menüs und der Adoption einer der geschlüpften Aldabra Rießenschildkröten. So wird North Island zu einem Ort, an dem Luxus und unvergessliche Familienmomente auf ganz natürliche Weise zusammenfinden.

www.north-island.com

Persönlicher Service für die ganze Familie in privater Luxusvilla – Firstclass Holidays

Für Familien mit Kindern ist die Villa Green Oasis in Istrien, Kroatien von Firstclass Holidays ein ideales Hideaway, das Natur, Privatsphäre und maßgeschneiderte Erlebnisse perfekt verbindet. Die Villa mit 4 Schlafzimmern und großzügigen Wohnbereichen für bis zu 8 Gäste liegt eingebettet in mediterrane Landschaft, umgeben von Weinbergen, Olivenhainen und duftenden Trüffelwäldern – ein sicherer und entspannter Raum auf 3500m2 Privatgrundstück, auf dem Kinder frei spielen und Eltern sich erholen können. Die großzügige Anlage mit beheizbarem Infinity-Pool, Spielplatz und großzügigen Lounging-Bereichen lädt zu gemeinsamen Abenteuern im Freien ein, sei es beim gemeinsamen Schwimmen, bei gemütlichen Picknicks oder beim Entdecken der Natur rund um das Anwesen.

Was den Aufenthalt besonders macht, sind die maßgeschneiderten Extras, die aus einem schönen Urlaub echte Familienzeit machen: Freiluft-Kinoabende unter dem Sternenhimmel sorgen für zauberhafte gemeinsame Filmmomente, während individuell arrangierte Mal-Sessions kreative Köpfe beflügeln und kleine Gäste spielerisch inspirieren. Zusätzlich kommt auf Wunsch eine professionelle Yoga-Trainerin direkt in die Villa – für Eltern wie Kinder – um Ruhe, Bewegung und Achtsamkeit in den Familienalltag zu bringen. Und für noch mehr Wohlbefinden sorgt eine Spa-Therapeutin, die vor Ort Behandlungen für Groß und Klein anbietet, damit sich alle vom Alltagsstress lösen können. Diese besonderen Services harmonieren ideal mit der traumhaften Destination Istrien: das milde Klima, die natürliche Umgebung und die kulturellen Highlights der Region machen jeden Moment – vom Morgen-Yoga bis zur abendlichen Entspannung – zu einem ganzheitlichen Familienurlaub, wie ihn Firstclass Holidays mit Leidenschaft realisiert.

www.firstclass-holidays.org

Kids on Safari – Great Plains Conservation

Für Familien, die Safari nicht nur erleben, sondern verstehen möchten, hat Great Plains Conservation das Young Explorers Programm ins Leben gerufen – ein durchdachtes, pädagogisch fundiertes Erlebnis für Kinder ab sechs Jahren, das Abenteuer mit echtem Conservation-Wissen verbindet. Entwickelt von den National Geographic Filmemachern Dereck und Beverly Joubert, verfolgt das Programm das Ziel, junge Gäste spielerisch zu zukünftigen „Conservation Ambassadors“ zu inspirieren.

Bereits bei Ankunft erhalten die Kinder ihr eigenes Young Explorers Pack mit Safari-Cap, Neck Buff, Wildtier-Stickern und einem liebevoll gestalteten Activity Book. Dieses steckt voller Rätsel, Tierfährten, Tagebuchseiten, Informationen zu Flora, Fauna und den Sternbildern der südlichen Hemisphäre – und wird während des Aufenthalts aktiv genutzt. Begleitet werden die jungen Gäste von speziell geschulten Guides, die altersgerecht Wissen vermitteln und Familien auf Pirschfahrten, beim Spurenlesen oder bei „Little Bug Safaris“ betreuen.

n Botswana auf Sitatunga Private Island stehen Wasserabenteuer wie Mokoro-Fahrten durch das Okavango-Delta im Mittelpunkt, während in Kenias Mara Toto Tree Camp kulturelle Begegnungen mit Maasai-Kriegern, Bogenschießen oder traditionelle Kochsessions mit den Camp-Köchen auf dem Programm stehen. Im Tembo Plains Camp in Simbabwe – gelegen im privaten Sapi-Reservat nahe Mana Pools – erleben Familien intensive Tierbeobachtungen in einer der wildreichsten Regionen Afrikas, dürfen Gipsgießen von Tierfährten und dürfen am Lagerfeuer traditionelle Tänze und Lieder erlernen. Ob Tierbeobachtungen im Morgengrauen, Sternenbeobachtung am klaren afrikanischen Nachthimmel oder handwerkliche Aktivitäten im Camp – das Young Explorers Programme verbindet Naturerlebnis, kulturellen Austausch und spielerisches Lernen zu einer Safari, die Generationen verbindet.

www.greatplainsconservation.com/kids-on-safari/

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Natur verstehen und vermitteln: NABU Umweltwerkstatt startet Ausbildung zum Naturführer 2026

Die NABU Umweltwerkstatt öffnet ab sofort die Anmeldung für die begehrte Ausbildungsreihe „NABU-Naturführer:in“ 2026. Das Programm bietet fundiertes Fachwissen über Artenvielfalt und Ökologie.

BildWETTERAU / LÜNEBURG – Die Wunder der Natur entdecken und dieses Wissen professionell an andere weitergeben: Die gemeinnützige NABU Umweltwerkstatt öffnet ab sofort die Anmeldung für die begehrte Ausbildungsreihe „NABU-Naturführer:in“ 2026. Das Programm bietet fundiertes Fachwissen über Artenvielfalt und Ökologie. Am 15. Januar lädt die Umweltwerkstatt zu einem unverbindlichen Online-Infoabend ein.

„Was kann es Schöneres geben, als die Natur in all ihren Facetten zu entdecken? Von den Schmetterlingen auf artenreichen Wiesen bis hin zu den Gesängen der Vögel – die Natur hält unzählige Wunder bereit“, sagt Frank Uwe Pfuhl von der NABU Umweltwerkstatt. Mit seinem Team aus Biologen, Naturpädagoginnen und Landschaftsökologen hat er das Programm für 2026 zusammengestellt, das viele Entdeckungen verspricht.

Ob Spurenlesen im Schnee, die Bestimmung heimischer Singvögel oder die faszinierende Welt der Pilze: Die Ausbildung zum NABU-Naturführer vermittelt die ökologischen Zusammenhänge unserer Natur praxisnah und fundiert. Das Programm richtet sich sowohl an naturinteressierte Laien als auch an Menschen, die ihr Wissen künftig in Schulen, Vereinen oder bei öffentlichen Führungen weitergeben möchten.

Flexibles Kurssystem: Wetterau oder Lüneburg
Für das Jahr 2026 bietet die NABU Umweltwerkstatt drei verschiedene Wege zum Zertifikat an:

* Reihe „Individuell“ (Wetterau): Start im März mit zwei parallel verlaufenden Kursen. Neben zwei Pflichtmodulen können die Teilnehmenden mit vier Wahl-Modulen aus 18 verschiedenen Wahlthemen – von Waldökologie bis Vogelkunde – ihren individuellen Schwerpunkt setzen.

* Reihe „Intensiv“ (Lüneburg): Kompakte Vermittlung der Inhalte an drei Block-Wochenenden.

* Neu in 2026: Spezialkurs „Naturpädagogik“
Erstmals wird der Zertifikatskurs „Naturpädagogik“ angeboten. Dieser ist gezielt auf die Bedürfnisse von Erzieher:innen, Lehrkräften und Gruppenleitungen zugeschnitten, die den Naturraum professionell in ihren pädagogischen Alltag integrieren möchten.

Für Interessierte, die sich lediglich punktuell weiterbilden wollen, bietet die Umweltwerkstatt zudem eine „Online-Flatrate“ für Einzelmodule an.

Einladung zum Online-Infoabend
Um alle Fragen zu Inhalten, Terminen und Zertifizierung zu klären, findet am 15. Januar 2026 um 19 Uhr ein kostenloser Online-Informationsabend statt. Eine Anmeldung hierfür ist über die Webseite möglich. Für alle, die den Termin verpassen, wird die Aufzeichnung im Anschluss online zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zur Ausbildungsreihe sind auf der Webseite www.NABU-Naturfuehrer.de verfügbar. Dort können sich Interessierte auch für die Infoveranstaltung anmelden (Direktlink zur Anmeldung: https://t1p.de/kpj89). Anfragen und Anmeldungen sind ebenfalls per E-Mail an info@NABU-Umweltwerkstatt.de oder telefonisch unter 06034-6119 möglich.

Kontakt:

NABU Umweltwerkstatt

Wirtsgasse 1, 61194 Niddatal

Telefon: 06034-6119

Bildunterschrift (1) – (3): Artenkenntnisse und Naturerlebnisse werden im Rahmen der Naturführer:innen-Ausbildung vermittelt. Dazu werden verschiedene Lebensräume wie Wälder, Obstwiesen und Flusslandschaften besucht.

Foto (1): NABU/Jesse Shindo

Foto (2): NABU/Dietmar Wäß

Foto (3): NABU/Frank Uwe Pfuhl

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Die NABU Umweltwerkstatt gGmbH ist eine gemeinnützige Bildungseinrichtung des Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit Sitz im Wetteraukreis (Hessen). Sie wird überwiegend ehrenamtlich getragen. Gesellschafter sind der NABU Landesverband Hessen und der NABU Kreisverband Wetterau. Die Bildungsangebote werden bundesweit ausgeschrieben und richten sich allgemein an ein naturkundlich interessiertes Publikum.
Für die Ausrichtung der NABU-Naturführerausbildung bestehen Kooperationen mit dem NABU Kreisverband Lüneburg und dem NABU Landesverband Baden-Württemberg.
Die NABU Umweltwerkstatt ist ein staatlich anerkannter, zertifizierter Bildungsträger.

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