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Berliner Spielplan Audiodeskription beginnt neue Spielzeit mit „Cabaret“

Theatervergnügen für Blinde

BildDer Berliner Spielplan Audiodeskription begann nach seiner Sommerpause am 12. August seine neue Saison im „Tipi – Das Zelt am Kanzleramt“ mit einer Aufführung des Berlin-Musicals „Cabaret“. Liza Minelli spielte in den Siebzigern die weibliche Hauptrolle in dem gleichnamigen Hollywood-Filmklassiker.

In dem Musical geht es um zwei Liebesgeschichten, die ohne Happy-End enden. Die Tänzerin Sally Bowles und der Schriftsteller Clifford Bradshaw sind die zwei Hauptakteure des politischen Liebesdramas, dass am Anfang der aufkommenden Nazizeit und -herrschaft spielt. Ort der Handlung ist der sehr bekannte KitKat-Club.
Eine weitere Hauptrolle spielt der Conférencier des Clubs.

Die blinden und sehbehinderten Gäste wurden von der Spielplanleiterin Imke Baumann empfangen und begrüßt. Danach gab es eine Tastführung, bei der die Gäste einige der Kostüme und Requisiten anfassen und fühlen konnten.
Die Führung wurde vom Darsteller Oliver Urbanski, dem Conférencier und Cindy Walter, dem KitKat-Girl Helga, begleitet. Ein tolles Erlebnis!
Als zweites Highlight wurde zum Abendessen geladen. Die blinde Gemeinschaft konnte da im Vorfeld aus drei Gerichten wählen. Für den Spielplan Audiodeskription wurde ein günstiger Sonderpreis kredenzt. Es schmeckte den Besuchern vorzüglich!

Mit Kopfhörern ausgestattet, gab es dann eine audiodeskriptive Einführung über das Stück, den Hintergrund des Stückes und über das Showzelt Tipi.
Hier waren sicher die blinden Besucher mit ihrem Wissen den anderen Showgästen gegenüber im Vorteil.
Mit einer inhaltlich hervorragenden Audiodeskription sorgte Sprecherin Anne Bickert für einen tollen Musical-Abend der blinden Spielplan-Showbesucher.
Nach der Audiodeskriptionspremiere im Juli waren auch diesmal die Gäste (bei einer kleinen Nachbefragung) mit der Umsetzung sehr zufrieden. Weiter so!
Das „Tipi – Zelt am Kanzleramt“ ist auch sonst einen Besuch wert.

Der Berliner Spielplan Audiodeskription ist ein Projekt in Trägerschaft der TheaterhausBerlin | Kulturinitiative Förderband gGmbH.
Finanziert wird das Projekt bis Dezember 2027 über den Berliner Landeshaushalt durch Mittel der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, durch die L0TT0-Stiftung Berlin und die Herbert Funke-Stiftung.

Kulturelle Teilhabe für blinde und sehbehinderte Menschen ist ein Grundrecht nach der UN-Behindertenrechtskonvention und kein „Almosen“ der Berliner Regierung.
Das gilt grundsätzlich für ganz Deutschland.

Die sehbehinderten und blinden Berliner und ihre Gäste können durch den Berliner Spielplan Audiodeskription hier Opernaufführungen in der Deutschen Oper besuchen, die große Show im Friedrichstadt-Palast oder Sprechtheater im Berliner Ensemble, in der Schaubühne, im Schlosspark-Theater und Deutschen Theater. Aber auch Kinder- und Jugendtheater in Theater an der Parkaue und dem Grips-Theater.

Nächste Aufführungen:
Donnerstag 3. September – Richard III., von William Shakespeare in der Schaubühne
Freitag 4. Sept. – Perspektiven barrrierefreierr Kultur im Theaterhaus Berlin, 12 Uhr
„Blinded by Delight“ – die große Show im Friedrichstadt-Palast
Samstag 5. Sept. – „Blinded by Delight“,
die große Show im Friedrichstadt-Palast
Sonntag 6. September – Was ihr wollt von William Shakespeare, Berliner Ensemble
Sonntag 27. September – Das Spiel, Jugendtheater im Theater an der Parkaue

Weitere Infos unter
https://blog.theaterhoeren-berlin.de/

Bericht: Hans Peter Sperber/ Sperbys Musikplantage
Fotoquelle: Berliner Spielplan/ Szene aus der Tastführung

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Sperbys Musikplantage
Herr Hans Peter Sperber
Weisestraße 55
12049 Berlin
Deutschland

fon ..: 01723832237
web ..: http://Sperbys-Musikplantage.de
email : kontakt@sperbys-musikplantage.de

Presse- und Promotionagentur:

Hans Peter Sperber
Sperbys Musikplantage

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Berliner Spielplan Audiodeskription! – Trauerdemonstration für den Erhalt des nachhaltigen Pilotprojektes

Sind die Berliner Parteien CDU und SPD etwa blindenfeinlich?

Berlin, 10. September 2025

An diesem Tage tagte im Berliner Abgeordnetenhaus zum ersten Mal der Hauptausschuss, um über den Haushalt 2026/ 2027 zu beraten. Im Haushalt ist von der Berliner Landesregierung eine sehr starke Kürzung im Kultur-Etat vorgesehen. Das betrifft auch das Projekt „Berliner Spielplan Audiodeskription“. Der „Berliner Spielplan Audiodeskription“ richtet Bühnenaufführungen mit Live-Beschreibung speziell für blinde und sehbehinderte Theatergänger ein. Das Projekt läuft Ende des Jahres aus. Eine Verlängerung ist nicht in Sicht. Insbesondere gibt es keine Hoffnung auf eine nachhaltige verlässliche Finanzierung: Eine Übernahme in den regulären Kulturhaushalt ist nicht geplant.

Die blinden Theatergänger sollen aus der Berliner Bühnenkultur total ausgeschlossen werden!

Ist das echt der Plan von CDU und SPD?

Zu Beginn der Haushaltsberatungen in den Ausschüssen und im Parlament riefen Team und blinde Unterstützer des Berliner Spielplan Audiodeskription zu einem demonstrativen Trauerumzug vor dem Abgeordnetenhaus auf. Diesen Aufruf unterstützten mit Anwesenheit des Berliner Blindenverein ABSV und die Selbsthilfeorganisation Pro Retina. Auch das Netzwerk „Berlin ist Kultur“ verbreitete den Demoaufruf.

Die Teilnehmenden zogen in einer Trauerprozession über den Vorplatz des Abgeordnetenhauses. Im Anschluss sprachen die sehbehinderte Bloggerin Lavinia Knop-Walling und zwei Theaterbesucher die Trauerrede und klagten die mangelnde Unterstützung der Berliner Kulturpolitiker an. Noch im letzten Jahr war auf einem Podium in der Volksbühne von Vertretern der CDU, der SPD und der Grünen Unterstützung bei dem Kampf um den Erhalt des Spielplans versprochen worden.

Nach Trauerrede und Blindenminute (Schweigeminute) legte die Trauergemeinde einen Kranz vor dem Parlament ab. Viermal trafen sich die Teilnehmenden zur Trauerprozession im Zeitraum zwischen 15 und 17 Uhr.
Leider zeigten sich keine Abgeordneten, um mit den blinden Aktivisten zu sprechen. Seit Kurzem gibt es bundesweit das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, welches mehr Barrierefreiheit und soziale Teilhabe ermöglichen soll. Die Berliner Landesregierung ignoriert diese gesetzlichen Grundlagen.

Den blinden Theatergängern ist es egal, welche Senatsverwaltung die Finanzierung übernimmt, Hauptsache nächstes Jahr können die blinden und sehbehinderten Menschen weiterhin Theaterfreuden genießen!
Dieses supertolle Projekt ist ein Musterbeispiel für sozial-kulturelle Teilhabe. Es gehört ausgeweitet und nicht gestrichen!

Ein CDU-Abgeordneter sagte im Vorfeld, dass bei einem Haushalt von 44 Milliarden der kleine Betrag, den es brauchen würde, um den Spielplan weiter zu führen, nur ein Müh (noch viel weniger als Peanuts) wäre.
Auch einige SPD-Kulturpolitiker/Innen sagten per Mail ihre Unterstützung zum Erhalt des Spielplanes zu.

Die Veranstalter des Trauerumzuges machten klar: Die soziale und kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist ein Menschenrecht und kein zusätzliches Nice to have, wenn die kapitalistischen Interessen es gerade zulassen.

Sie nutzten die Demonstration, um auf ihre Petition

https://www.openpetition.de/mqflw

zum Erhalt des Spielplans hinzuweisen.

Wir werden die Entwicklung weiter verfolgen. Vielleicht werden die Aufführungen für blinde Theaterbesucher doch noch finanziert. Die Beratungen fangen ja erst an – und welcher Politiker will sich schon als blindenfeindlich bezeichnen lassen?

Bericht: Hans Peter Sperber

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Presse- und Promotionagentur:

Hans Peter Sperber
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