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Berliner Spielplan Audiodeskription! – Trauerdemonstration für den Erhalt des nachhaltigen Pilotprojektes

Sind die Berliner Parteien CDU und SPD etwa blindenfeinlich?

Berlin, 10. September 2025

An diesem Tage tagte im Berliner Abgeordnetenhaus zum ersten Mal der Hauptausschuss, um über den Haushalt 2026/ 2027 zu beraten. Im Haushalt ist von der Berliner Landesregierung eine sehr starke Kürzung im Kultur-Etat vorgesehen. Das betrifft auch das Projekt „Berliner Spielplan Audiodeskription“. Der „Berliner Spielplan Audiodeskription“ richtet Bühnenaufführungen mit Live-Beschreibung speziell für blinde und sehbehinderte Theatergänger ein. Das Projekt läuft Ende des Jahres aus. Eine Verlängerung ist nicht in Sicht. Insbesondere gibt es keine Hoffnung auf eine nachhaltige verlässliche Finanzierung: Eine Übernahme in den regulären Kulturhaushalt ist nicht geplant.

Die blinden Theatergänger sollen aus der Berliner Bühnenkultur total ausgeschlossen werden!

Ist das echt der Plan von CDU und SPD?

Zu Beginn der Haushaltsberatungen in den Ausschüssen und im Parlament riefen Team und blinde Unterstützer des Berliner Spielplan Audiodeskription zu einem demonstrativen Trauerumzug vor dem Abgeordnetenhaus auf. Diesen Aufruf unterstützten mit Anwesenheit des Berliner Blindenverein ABSV und die Selbsthilfeorganisation Pro Retina. Auch das Netzwerk „Berlin ist Kultur“ verbreitete den Demoaufruf.

Die Teilnehmenden zogen in einer Trauerprozession über den Vorplatz des Abgeordnetenhauses. Im Anschluss sprachen die sehbehinderte Bloggerin Lavinia Knop-Walling und zwei Theaterbesucher die Trauerrede und klagten die mangelnde Unterstützung der Berliner Kulturpolitiker an. Noch im letzten Jahr war auf einem Podium in der Volksbühne von Vertretern der CDU, der SPD und der Grünen Unterstützung bei dem Kampf um den Erhalt des Spielplans versprochen worden.

Nach Trauerrede und Blindenminute (Schweigeminute) legte die Trauergemeinde einen Kranz vor dem Parlament ab. Viermal trafen sich die Teilnehmenden zur Trauerprozession im Zeitraum zwischen 15 und 17 Uhr.
Leider zeigten sich keine Abgeordneten, um mit den blinden Aktivisten zu sprechen. Seit Kurzem gibt es bundesweit das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, welches mehr Barrierefreiheit und soziale Teilhabe ermöglichen soll. Die Berliner Landesregierung ignoriert diese gesetzlichen Grundlagen.

Den blinden Theatergängern ist es egal, welche Senatsverwaltung die Finanzierung übernimmt, Hauptsache nächstes Jahr können die blinden und sehbehinderten Menschen weiterhin Theaterfreuden genießen!
Dieses supertolle Projekt ist ein Musterbeispiel für sozial-kulturelle Teilhabe. Es gehört ausgeweitet und nicht gestrichen!

Ein CDU-Abgeordneter sagte im Vorfeld, dass bei einem Haushalt von 44 Milliarden der kleine Betrag, den es brauchen würde, um den Spielplan weiter zu führen, nur ein Müh (noch viel weniger als Peanuts) wäre.
Auch einige SPD-Kulturpolitiker/Innen sagten per Mail ihre Unterstützung zum Erhalt des Spielplanes zu.

Die Veranstalter des Trauerumzuges machten klar: Die soziale und kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist ein Menschenrecht und kein zusätzliches Nice to have, wenn die kapitalistischen Interessen es gerade zulassen.

Sie nutzten die Demonstration, um auf ihre Petition

https://www.openpetition.de/mqflw

zum Erhalt des Spielplans hinzuweisen.

Wir werden die Entwicklung weiter verfolgen. Vielleicht werden die Aufführungen für blinde Theaterbesucher doch noch finanziert. Die Beratungen fangen ja erst an – und welcher Politiker will sich schon als blindenfeindlich bezeichnen lassen?

Bericht: Hans Peter Sperber

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Sperbys Musikplantage
Herr Hans Peter Sperber
Weisestraße 55
12049 Berlin
Deutschland

fon ..: 01723832237
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email : kontakt@sperbys-musikplantage.de

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Der „Berliner Spielplan Audiodeskription“ wird fortgeführt!

Ein Sieg der blinden Theaterbesucher!

Dieser wiegt umso schwerer angesichts der Ergebnisse des aktuellen Berliner Sparhammers der CDU und SPD geführte Landesregierung in der Kulturpolitik.
Nach langem Kampf wird in Berlin das Projekt für blinde Theatergänger verlängert. Seit 2019 gibt es in Berlin für blinde und seheingeschränkte Theater- und Opernbesucher die Möglichkeit Bühnenaufführungen mit Audiodeskription/ AD zu besuchen. Hier werden die Aufführungen von geschulten Autoren und Sprechern mit akustischer Bildbeschreibung erlebbar gemacht. Im Vorfeld gibt es Tastführungen auf der Bühne. Live gesprochene Einführungen in die Stücke können über Kopfhörer empfangen werden und informieren über das Bühnenbild, die die Requisititen, das Aussehen der Darsteller und die Kostüme. Während der Stücke bekommen die blinden Besucher einen genauen und detaillierten Einblick in das Geschehen auf der Bühne, denn die einzelnen Bewegungen, Gesten und das Spiel der Schauspieler wird genau via Kopfhörer erzählt. So wie bei Filmen mit AD. Aber eben live und hautnah dran am Geschehen!

Für dieses Projekt gab es keine Finanzierung über das Jahr 2024 hinaus. Nach monatelangen Protesten und Hunderten Beschwerden von blinden und sehbehinderten Menschen – inklusive sehenden Unterstützern, unter anderem vielen Künstlern – hat nun die CDU-Kulturverwaltung Geld locker gemacht, damit das Projekt bis Ende Dezember 2025 weiter geführt werden kann.
Es nützt also doch etwas, wenn man sich organisiert und sich mit großer Anzahl gegen schlechte Entscheidungen der Politik zur Wehr setzt!

Die Kulturpolitiker von Berlin sollten mal eine Aufführung mit AD beiwohnen, damit sie von ihrer Ahnungslosigkeit befreit werden und sich so neues gutes Wissen aneignen.

Die Politik redet ja immer gerne von Inklusion, Integration, Teilhaben und Barrierefreiheit im Zusammenhang mit behinderten Menschen. Dazu hat sie auch Gesetze erlassen. Doch hier hätten die Berliner CDU und ihr Kultursenator fast alle ihre Gesetze selbst verletzt und missachtet. Gott sei Dank sind sie rechtzeitig aufgewacht, haben ihren Fehler eingesehen und das Projekt verlängert.

Doch wir lassen nicht locker. Denn es fehlt noch der nächste Schritt.
Liebe Landesregierung! Stellen Sie das Projekt als Haushaltstitel in den kommenden Landeshaushalt ein!

Kulturelle Inklusion von blinden und seheingeschränkten Menschen ist ein Menschen-Grundrecht, das nicht aus kapitalistischen Spargründen abschafft werden darf. Machen sie kulturelle Inklusion zum Standard-Programm der Berliner Kultur!
Dieses Projekt ist einzigartig in Deutschland und ein Vorzeigeprojekt. Es gehört exportiert und nicht abgeschafft.
Bericht: Hans Peter Sperber

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Hans Peter Sperber
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Wir machen Mailbemusterung bei allen großen Radiostationen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande und Südtirol. Dann auch bei allen Webradios und lokalen UKW-Sendern in Deutschland und weltweit. Wir haben ca. 1250 Radiokontakte gelistet. Wir sind der Bemusterungs- und Promotion-Spezialist für deutsch gesungene Musik. Aber wir machen diese Arbeit auch für Musik in anderen Sprachen.

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