Tag Archives: Zollmanagement

Uncategorized

Studie: Hersteller fokussieren Zollmanagement stärker – handeln bei Lieferkettenherausforderungen aber reaktiv

Geopolitische Instabilität und grenzüberschreitende Komplexität erhöhen den Stellenwert des Zollmanagements – doch für proaktives Handeln fehlt oft noch internes Know-how.

BildDer Welthandel wird rauer: Geopolitik, schwankende Märkte und immer neue Vorgaben machen Zollmanagement zu einem strategischen Thema für europäische Unternehmen. Doch oft halten Kapazitäten und Spezialwissen mit der steigenden Komplexität nicht Schritt. Das zeigt der zweite _Strategic Radar Customer Survey 2026_ der Customs Support Group (CSG). Für die Studie hat Europas führender unabhängiger Anbieter von Zollabfertigungs- und Handelslösungen die Antworten von fast 200 europäischen Produktions- und Einzelhandelsunternehmen ausgewertet.

Zollmanagement rückt vom Backoffice in die Management-Ebene: Bei fast 44 Prozent der befragten Unternehmen ist die Bedeutung gestiegen, bei 18,5 Prozent davon sogar deutlich. Dies zeigt, dass Unternehmen die wachsende Komplexität und Volatilität des internationalen Handels zunehmend strategisch ernst nehmen.

Doch die Realität in der Unternehmenspraxis sieht anders aus: Während die strategische Bedeutung steigt, fehlen zollspezifisches Fachwissen und personelle Ressourcen. „Die Studie zeigt ein paradoxes Bild“, sagt John Wegman, CEO der Customs Support Group. „Zoll-Compliance ist wichtiger denn je, aber viele Unternehmen sind diesbezüglich unterbesetzt und handeln reaktiv statt proaktiv. Das ist eine riskante Kombination in Zeiten geopolitischer Instabilität. Externe Berater und spezialisierte Zollagenten schließen diese Lücke – und positionieren sich als langfristige strategische Wegbereiter statt als rein operative Dienstleister.“

Outsourcing bleibt Standard

Trotz wachsender strategischer Relevanz bleibt die operative Zollabfertigung in vielen Unternehmen ausgelagert: 70 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über kein internes Team für Zollanmeldungen und setzen dabei auf Outsourcing an externe Partner. Selbst dort, wo interne Teams bestehen, sind diese meist klein: Rund zwei Drittel der Unternehmen, die Zollanmeldungen selbst managen, beschäftigen dafür nur bis zu vier Vollzeitkräfte – und arbeiten in der Regel zusätzlich mit externen Partnern zusammen.

Der Mangel an spezialisiertem Zollwissen ist bei 38 Prozent der Befragten der Hauptgrund für das Outsourcing. Ein Drittel nennt Kapazitätsmangel als Grund, und knapp 30 Prozent sehen Outsourcing als kosteneffizienter an. Hinzu kommen Vorteile wie Zugang zu digitalen Lösungen (22 Prozent), bessere Dokumentationsqualität (19 Prozent) und Unterstützung bei schnell wechselnden Vorschriften (18,5 Prozent).

Auch beim Personalaufbau bleibt die Zurückhaltung groß: Zwar haben 23 Prozent in den letzten 24 Monaten zusätzliche Mitarbeitende in den Zolldeklarationsabteilungen eingestellt – doch nur sechs Prozent planen weitere Einstellungen, während 58 Prozent keine Expansion vorsehen.

Expertenthema Warenklassifizierung

Angesichts zunehmender Zolltarif-Spannungen bleibt eine akkurate Warenklassifizierung entscheidend, um Zölle und anderen Abgaben korrekt zu bestimmen und die Auswirkungen von Veränderungen in der Lieferkette verlässlich zu bewerten. Während Zollanmeldungen häufig ausgelagert werden, bleibt die Warenklassifizierung weiterhin eine interne Aufgabe. 60 Prozent klassifizieren Waren vollständig intern, weitere 20 Prozent kombinieren internes Know-how mit externer Unterstützung.

Gleichzeitig liegt das Vertrauen in die eigene Klassifizierung im Schnitt bei knapp 3,9 (von 5) und ist damit – gemessen an der Bedeutung der Aufgabe – vergleichsweise niedrig. Hinzu kommt, dass nur 30 Prozent großes Vertrauen in ihre eigene Warenklassifizierung haben.

Die Kontrollmechanismen bleiben zudem schwach: Lediglich etwa jedes dritte Unternehmen überprüft seine Klassifizierung jährlich, während ein weiteres Drittel bislang noch nie eine Überprüfung durchgeführt hat. Nur 12 Prozent von ihnen planen 2026 eine Überprüfung.

Die Folge: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56 Prozent) ist latenten Fehlklassifizierungsrisiken ausgesetzt. 28 Prozent von ihnen berichten bereits von negativen Konsequenzen wie höheren Kosten oder Zollprüfungen. „Diese Diskrepanz zwischen Verantwortung und Review-Praxis ist besorgniserregend“, sagt John Wegman. „Wer Klassifizierungen einmal festlegt und dann nicht regelmäßig überprüft, schafft unnötige Risiken – von Nachzahlungen über zusätzliche Überprüfungen bis zu operativen Verzögerungen. Wenn die internen Kapazitäten begrenzt sind, kann eine teilweise Auslagerung an vertrauenswürdige externe Partner helfen, die Lücke zu schließen.“

KI bleibt Hilfswerkzeug – menschliche Expertise unverzichtbar

Im Gegensatz zum Vorjahr spielt künstliche Intelligenz in diesem Jahr eine weniger prominente Rolle. Kein Unternehmen verlässt sich bei der Klassifizierung vollständig auf KI. Nur 24 Prozent nutzen KI regelmäßig oder gelegentlich für die Warenklassifizierung. Bemerkenswert: 55 Prozent sehen immer noch davon ab, KI für diese Aufgaben einzusetzen.

„Diese Zurückhaltung ist berechtigt“, sagt John Wegman. „Die Warenklassifizierung hat erhebliche Compliance-Implikationen und Unternehmen wollen nicht riskieren, dass ein Algorithmus Waren falsch klassifiziert und dadurch kostspielige Sanktionen auslöst. Menschliche Expertise – die wir ,Real Intelligence‘ nennen – bleibt die Grundlage. Dennoch kann KI einen Mehrwert schaffen, indem sie Daten konsolidiert und Analysen unterstützt, während die finale Entscheidung über die Klassifizierung erfahrenen Spezialisten überlassen bleibt.“

Viele Unternehmen reagieren erst im Ernstfall

Der Russland-Ukraine-Krieg ist und bleibt die größte externe Belastung für Lieferketten: 32 Prozent der Unternehmen berichten von erheblichen direkten Auswirkungen. Dicht dahinter folgen die Krise im Roten Meer mit 23 Prozent und US-Zollspannungen mit 21 Prozent.

Unternehmen sind angesichts der künftigen geopolitischen Volatilität und Unsicherheit spürbar alarmiert. Auf einer Skala von 1 bis 5 liegt das „Besorgnisniveau“ bei rund 3,1, wobei rund ein Drittel besorgt oder sehr besorgt ist.

Dennoch reagieren viele Unternehmen nur passiv: Mehr als 42 Prozent haben keine konkreten Maßnahmen gegen geopolitische Spannungen ergriffen. Drei Viertel der Unternehmen haben keine Maßnahmen zur Minderung der Risiken durch Zolltarif-Konflikte umgesetzt. Insgesamt geben nur rund 18 Prozent an, Handelsunsicherheit proaktiv und vorausschauend zu managen. Ein Drittel reagiert erst, wenn Probleme auftreten, und etwa 10 Prozent beschreiben ihren Ansatz als passiv.

„Das ist nicht nachhaltig“, warnt John Wegman. „Mit Blick auf 2026 dürfte ein reaktiver Ansatz kaum noch tragfähig sein, da steigender Regulierungsdruck, eine intensivere Durchsetzung und geopolitische Volatilität zunehmend proaktive und strukturierte Antworten erfordern. Unternehmen, die ihre Vorbereitungen hinauszögern, müssen mit höheren Compliance-Risiken, Kosten und Betriebsstörungen rechnen, da immer weniger reaktive Optionen zur Verfügung stehen.“

Vollständigen Bericht herunterladen:

https://www.customssupport.com/the-strategic-power-of-customs-in-an-uncertain-trade-landscape/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Customs Support Group
Julia Verbunt
Willem Barentszstraat 11
3165 AA Rotterdam Albrandswaard
Niederlande

fon ..: +31 6 2575 1994
web ..: https://www.customssupport.com
email : press@customssupport.com

Über die Customs Support Group
Die Customs Support Group (CSG) ist Europas führender unabhängiger Anbieter von Zollabfertigungs- und Handelslösungen und ermöglicht nahtlose grenzüberschreitende Abläufe durch moderne digitale Innovation und tiefgehende Branchenexpertise.

Mit Präsenz in 14 europäischen Ländern an strategisch wichtigen Standorten bietet CSG das umfassendste Spektrum an Zolldienstleistungen am Markt. Mehr als 60.000 Kunden vertrauen auf ein Team von 1.700 engagierten Zollexperten, das sie dabei unterstützt, operative Effizienz und regulatorische Compliance in einem zunehmend komplexen Handelsumfeld zu steigern.

Weitere Informationen zur Customs Support Group finden Sie unter www.customssupport.com

Pressekontakt:

STROOMER PR Concept GmbH
Herr Christian Stephan
Rellinger Str. 64a
20257 Hamburg

fon ..: +494085313316
email : stephan@stroomer-pr-concept.de

Uncategorized

Customs Support Group: Fünf Zolltrends für 2026

Fünf Zolltrends zeigen, wie sich Unternehmen 2026 mit Zollexpertise, zentralen Daten, proaktivem Abgabenmanagement und sauberer Warenklassifizierung gegen Unsicherheit wappnen.

BildNach einem turbulenten Jahr 2025, in dem Zölle in fast allen Branchen zum Dauerthema wurden, bleibt auch 2026 die einzige Konstante die Unsicherheit. Geopolitische Spannungen, Handelskonflikte, neue Vorschriften und eine anfällige Weltwirtschaft prägen den Außenhandel – und verändern die Rolle des Zollmanagements. Die Customs Support Group, Europas führender unabhängiger Anbieter von Zollabfertigungs- und Handelslösungen, hat hierbei fünf Schlüsseltrends für das Jahr 2026 identifiziert. Sie basieren auf Kundenprojekten, Marktentwicklungen und regulatorischen Veränderungen und werden 2026 für Unternehmen besonders relevant.

„Mit wachsenden Handelsbarrieren und der anhaltenden geopolitischen Volatilität wird 2026 das Jahr, in dem sich das Zollmanagement endgültig von einer Verwaltungsaufgabe im Hintergrund zu einem strategischen Motor für widerstandsfähige Lieferketten wandelt“, prognostiziert John Wegman, CEO der Customs Support Group. „Zentralisierte Daten, proaktives Abgabenmanagement und fundiertes Fachwissen im Zollrecht werden entscheidend sein, um neue Vorgaben, Störungen und Risiken zu bewältigen – und den grenzüberschreitenden Warenverkehr zuverlässig aufrechtzuerhalten.“

Trend 1: Zollexpertise wird zum Wettbewerbsfaktor

Unternehmen können die äußeren Rahmenbedingungen zwar weder kontrollieren noch vorhersagen – aber sie können sich vorbereiten, indem sie ein starkes Fundament im Zollmanagement legen, um Turbulenzen zu begegnen. Entsprechend rücken Zoll- und Außenhandelsabteilungen näher an die Unternehmensleitung. Entscheidungen über Beschaffung, Lieferantenwechsel, Routenführung, Gesamtkostenkalkulation und Risikosteuerung hängen zunehmend von der fachlichen Bewertung durch Zollspezialistinnen und -spezialisten ab, beispielsweise zu Warenursprung, Wert, Tarifierung, Genehmigungen, Abgabengestaltung und internationalen Übereinkommen.

Diese wachsende Bedeutung verschärft den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Unternehmen müssen daher 2026 verstärkt in ihr eigenes Zollfachwissen investieren – kombiniert mit der Zusammenarbeit mit erfahrenen Zolldienstleistern oder der vollständigen Auslagerung der Zollabwicklung an spezialisierte Partner.

Trend 2: Zentralisierung von Zollabwicklung und Datentransparenz

Digitale Transparenz, vorausschauende Analysen, Echtzeit-Tracking und lückenlose Übersichten gelten in vielen Branchen längst als Standard für widerstandsfähige Lieferketten. Zolldaten bilden dabei jedoch häufig noch eine Lücke: Sie sind über verschiedene Dienstleister, Formate und Systeme verteilt – und damit nur schwer ganzheitlich auszuwerten.

Die Lösung ist die Zentralisierung der Zollabwicklung – nicht nur operativ, sondern auch durch ein einheitliches Zollabfertigungsmodell. Die Zusammenarbeit mit einem Anbieter, der mehrere Länder abdeckt und moderne digitale Lösungen sowie idealerweise eine durchgängige Steuerungsplattform bietet, stellt sicher, dass alle Zolldaten einheitlich erfasst, angereichert und in Kernsysteme für Stammdatenverwaltung, Analysen und Planung integriert werden.

Trend 3: Compliance-Komplexität – mehr nichttarifäre Handelshemmnisse

2025 war das Jahr der Zölle. Gleichzeitig sehen sich Unternehmen mit einem Trend konfrontiert, der vor einigen Jahren begann und sich 2026 noch verstärken wird: die Zunahme nichttarifärer Handelshemmnisse. Weltweit entstehen neue Regelwerke, Genehmigungspflichten und Sorgfaltsanforderungen. So verschärft China seine Ausfuhrkontrollen für kritische Rohstoffe und Hochtechnologie, Europa führt Klimaschutzinstrumente wie CBAM und Sorgfaltspflichten in Lieferketten ein, und die USA erhöhen die Anforderungen an den inländischen Wertschöpfungsanteil und begrenzen den Export bestimmter Technologien.

Daher sind Unternehmen gefordert, strukturierte, risikobasierte Programme zur Einhaltung von Außenhandels- und Zollvorschriften aufzubauen – und diese in ihre täglichen Abläufe zu integrieren. Nur wenn Prozesse, IT-Systeme und Fachwissen zusammenspielen, bleibt die zusätzliche Regelvielfalt beherrschbar.

Trend 4: Proaktives Zollmanagement

2025 haben viele Unternehmen vor allem reagiert – auf kurzfristige Zollerhöhungen, neue Maßnahmen oder Störungen in Lieferketten. 2026 ist der ideale Zeitpunkt, um diesen Ansatz gezielt weiterzuentwickeln und eine systematische Abgabenstrategie zu etablieren.

Im Mittelpunkt steht dabei der Aufbau eines global ausgerichteten Zollkostenmanagements. Es macht die gesamte Zollbelastung eines Unternehmens transparent, identifiziert Einsparpotenziale und Erstattungsmöglichkeiten, nutzt bestehende Handelsabkommen und Sonderverfahren konsequent, optimiert Ursprungsstrategien und verankert Zölle als festen Bestandteil der Kosten- und Preisplanung. Auf dieser Basis entsteht ein klarer Handlungsrahmen für alle zollrelevanten Entscheidungen – von der Beschaffung über die Standortwahl bis hin zur Gestaltung von Lieferketten. Unternehmen, die ihre Zölle nicht länger nur verwalten, sondern aktiv steuern, können die Auswirkungen von Abgaben deutlich begrenzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel stärken.

Trend 5: Warenklassifizierung – die Grundlage für Widerstandsfähigkeit

Trotz zunehmender Komplexität bleibt die korrekte Warenklassifizierung das Rückgrat eines widerstandsfähigen Zoll- und Handelsmanagements. Sie bestimmt Zollsätze, Kontrollen, Genehmigungspflichten und Dokumentationsanforderungen – und beeinflusst somit die Gesamtkosten jedes Produkts.

In einem Umfeld mit häufigen Änderungen von Zollsätzen, Sanktionen und handelspolitischen Maßnahmen ermöglicht eine korrekte und aktuelle Warenklassifizierung eine schnelle Bewertung neuer Vorgaben und eine fundierte Anpassung von Preisgestaltung, Beschaffungswegen und Transportentscheidungen. Regelmäßige Überprüfungen der Klassifizierung und die enge Verknüpfung mit Stammdaten und Analyseinstrumenten sind unerlässlich, um Risiken vorzubeugen.

Fazit: 2026 wird zum Prüfstein für das Zollmanagement

Die fünf Trends zeigen: Zoll ist kein reines Abwicklungsthema mehr, sondern ein Steuerungsinstrument für Kosten, Sicherheit und Verlässlichkeit internationaler Lieferketten. „Wer jetzt seine Zollorganisation stärkt, macht sein Unternehmen unabhängiger von politischen und wirtschaftlichen Stürmen“, fasst John Wegman zusammen. „Unternehmen, die in qualifizierte Fachkräfte, klare Strukturen, zentrale Datenhaltung und vorausschauende Strategien für Abgaben investieren, verschaffen sich 2026 einen spürbaren Vorsprung – fachlich, finanziell und organisatorisch.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Customs Support Group
Julia Verbunt
Willem Barentszstraat 11
3165 AA Rotterdam Albrandswaard
Deutschland

fon ..: +31 6 2575 1994
web ..: https://www.customssupport.com
email : press@customssupport.com

Über die Customs Support Group
Die Customs Support Group (CSG) ist Europas führender unabhängiger Anbieter von Zollabfertigungs- und Handelslösungen und ermöglicht nahtlose grenzüberschreitende Abläufe durch moderne digitale Innovation und tiefgehende Branchenexpertise.

Mit Präsenz in 14 europäischen Ländern an strategisch wichtigen Standorten bietet CSG das umfassendste Spektrum an Zolldienstleistungen am Markt. Mehr als 60.000 Kunden vertrauen auf ein Team von 1.700 engagierten Zollexperten, das sie dabei unterstützt, operative Effizienz und regulatorische Compliance in einem zunehmend komplexen Handelsumfeld zu steigern.

Weitere Informationen zur Customs Support Group finden Sie unter www.customssupport.com

Pressekontakt:

STROOMER PR Concept GmbH
Christian Stephan
Rellinger Str. 64a
20257 Hamburg

fon ..: 04085313316
email : stephan@stroomer-pr-concept.de

Uncategorized

Zoll als Margenmotor: Studie von Customs Support Group und Boston Consulting Group zeigt ungenutztes Potenzial

Zollmanagement wird von der Pflichtaufgabe zum Performance-Hebel: Die gemeinsame Studie von CSG und BCG zeigt, wie Unternehmen Kosten senken, Lieferketten beschleunigen und Risiken wirksam steuern.

BildRotterdam, 23. September 2025. Die Customs Support Group (CSG), Europas führender unabhängiger Anbieter von Zoll- und Handelslösungen, und die Boston Consulting Group (BCG) haben eine Studie veröffentlicht, die belegt: Zoll ist nicht länger eine reine Compliance-Pflicht, sondern ein wirksamer Hebel für Wachstum und Marge. Weltweit erhoben Zollbehörden 2024 zwischen 600 und 900 Milliarden US-Dollar an Abgaben, was fast einem Prozent der globalen Wirtschaftsleistung entspricht. Zugleich steigt die Komplexität durch neue Sanktionen, strengere Ursprungsregeln, CO?-Grenzinstrumente und dynamische Zollsätze.

Die Studie „The Hidden Power of Customs Management in Global Trade“ zeigt: Unternehmen unterschätzen die wirtschaftliche Tragweite von Zoll. In Europa dauern Abfertigungen im Schnitt zwei bis drei Tage, wobei 20 bis 40 Prozent der Verzögerungen auf vermeidbaren Klassifizierungs- bzw. Dokumentationsfehlern beruhen. Hinzu kommen Standgeld und Nutzungsgebühren im Bereich von mehreren Tausend Euro pro Container sowie rückwirkende Berichtigungen der Zollgebühren von bis zu zehn Jahren. Zudem erreichen Überzahlungen aufgrund der unzureichenden Nutzung von Freihandelsabkommen (FTA) oder der falschen Klassifizierung bei globalen Unternehmen häufig siebenstellige Beträge pro Jahr.

Wer Zollaspekte frühzeitig in die Beschaffung und das Produktdesign integriert, senkt die Einstandskosten, verkürzt Durchlaufzeiten und reduziert Prüf- und Nachzahlungsrisiken. Das belegen drei Praxisbeispiele aus der Studie:

– Ein globaler OEM erzielte im Schnitt rund zehn Prozent geringere Zölle auf beschaffte Komponenten, nachdem Ursprungs- und FTA-Aspekte systematisch in die Lieferantenauswahl einflossen.
– Ein Pharmaunternehmen senkte seine durchschnittlichen Einstandskosten um etwa 12 Prozent durch Anpassungen bei Verpackung und Rezeptur, die zu günstigeren Klassifizierungen führten.
– Ein Technologiekonzern verkürzte die Durchlaufzeiten um 15 Prozent durch Vorabfreigaben über Zollläger und digitalisierte Dokumentenprozesse.

Daten, Digitalisierung und KI beschleunigen

Zentralisierte Daten, eine klare Governance sowie Digitalisierung und Automatisierung schaffen Transparenz über Deklarationen, Zahlungen, Produktstammdaten und Klassifizierungen. So erreicht KI-gestützte Klassifizierung heute über 85 Prozent Genauigkeit und erkennt Inkonsistenzen zwischen Spezifikationen und Zollanmeldungen.

Intelligente Dokumentenverarbeitung halbiert die Bearbeitungszeit in den Workflows – Fachkräfte können sich auf Wertschöpfungsthemen konzentrieren. Gleichzeitig zeigt die Befragung: 42 Prozent der Unternehmen sehen Innovation als Effizienztreiber, während 27 Prozent Compliance-Bedenken beim KI-Einsatz äußern, – ein klarer Auftrag zu menschlicher Aufsicht.

Fünf Hebel für mehr Wertschöpfung

Auf dieser Grundlage benennt die Studie fünf entscheidende Faktoren für mehr Wertschöpfung:

– Zoll früh in Beschaffung und Design einbinden: Das senkt Abgaben und Einstandskosten und beschleunigt Markteinführungen.
– Daten und Governance zentralisieren: Das schafft Transparenz, senkt Fehlerquoten und erhöht die Audit-Sicherheit.
– Funktionsübergreifende Verantwortung aufbauen (Steuern, Recht, Supply Chain, Einkauf, IT): Das führt zu schnelleren Entscheidungen und weniger Medienbrüchen.
– Anpassungsfähige Prozesse und Systeme etablieren (Zolllager, digitale Dokumentenflüsse): Das schafft stabilere Lieferketten und kürzere Durchlaufzeiten.
– KI und Automatisierung skalieren: Das bringt eine korrekte Klassifizierung von mehr als 85 Prozent und deutlich weniger Nacharbeit.

Ergebnis: messbar geringere Gesamteinstandskosten, schnellere Markteinführung, geringeres Prüf- und Nachzahlungsrisiko, höhere Lieferketten-Robustheit und stärkere Wettbewerbsfähigkeit. „Unsere Zusammenarbeit mit BCG belegt, wie sehr das Thema Zollmanagement in den Fokus internationaler Top-Unternehmen rückt“, sagt John Wegman, CEO der Customs Support Group und Co-Autor der Studie. „Nie zuvor war die strategische Verzahnung von Zoll mit Einkauf, Logistik und Technologie so entscheidend für den nachhaltigen Geschäftserfolg.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Customs Support Group
Frau Julia Verbunt
Willem Barentszstraat 11
3165 AA Rotterdam Albrandswaard
Niederlande

fon ..: +31107988300
web ..: https://www.customssupport.de/
email : press@customssupport.com

Die Customs Support Group (CSG) ist Europas führender unabhängiger Anbieter von Zollabfertigungs- und Handelslösungen und ermöglicht mit wegweisender digitaler Innovation sowie tiefgreifender Branchenexpertise reibungslose grenzüberschreitende Abläufe.

Mit Präsenz in 14 europäischen Ländern an strategisch wichtigen Standorten bietet CSG das umfassendste Spektrum an Zolldienstleistungen am Markt. CSG betreut über 60.000 Kunden und wird von einem Team aus 1.700 engagierten Zollexperten getragen, das Unternehmen in einem zunehmend komplexen Handelsumfeld dabei unterstützt, ihre operative Effizienz zu steigern und regulatorische Vorgaben sicher einzuhalten.

Weitere Informationen zur Customs Support Group finden Sie unter www.customssupport.com

Pressekontakt:

STROOMER PR Concept GmbH
Herr Christian Stephan
Rellinger Str. 64a
20257 Hamburg

fon ..: 040 85313316
email : stephan@stroomer-pr-concept.de