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Francisco de Pájaro ist erster Preisträger von BOA.ART.Distinction

Neuer Kunstpreis von BOA.ART zeichnet den spanischen Künstler und Begründer von „Art Is Trash“ aus

BildDüsseldorf / Barcelona, 2026

Mit Francisco de Pájaro erhält der spanische Künstler und Begründer des internationalen Kunstprojekts „Art Is Trash“ die erste Auszeichnung des neu geschaffenen Kunstpreises BOA.ART.Distinction. Der Preis wird im Jahr 2026 erstmals vergeben und markiert zugleich den Auftakt von BOA – Beyond Ordinary Answers, einem interdisziplinären Projekt, das sich mit Wahrnehmung, Resonanz und Erkenntnis beschäftigt.

BOA.ART.Distinction soll künftig jährlich vergeben werden – jedoch nicht zwingend. Ausgezeichnet werden künstlerische Positionen, die nicht auf Zustimmung oder Marktlogik zielen, sondern bestehende Denk- und Wahrnehmungsmuster sichtbar machen und verschieben. Wird keine Position gefunden, die diesem Anspruch entspricht, bleibt der Preis unvergaben.

Die erste Auszeichnung geht an Francisco de Pájaro (*1970, Zafra, Spanien), der heute in Barcelona lebt und arbeitet. Unter dem programmatischen Titel „Art Is Trash“ verwandelt de Pájaro seit mehr als fünfzehn Jahren weggeworfene Gegenstände des urbanen Alltags in temporäre Kunstwerke. Müllsäcke, Matratzen, Kartons, Möbel oder Bauschutt werden durch wenige gestische Eingriffe zu Figuren und Wesen, die Passanten irritieren, zum Lachen bringen und ihre Wahrnehmung verändern.

„Francisco de Pájaro gelingt etwas Seltenes“, erklärt Dr. Michael W. Driesch, Jury-Vorsitzender von BOA.ART.Distinction. „Seine Arbeiten verschieben nicht nur den Blick auf Kunst, sondern auf die Kategorien, mit denen wir unsere Wirklichkeit ordnen. Sie stellen Fragen nach Wert und Wertlosigkeit, nach Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, nach Dauer und Vergänglichkeit. Damit berühren sie den Kern dessen, was BOA interessiert.“

Für die Auswahlkommission verkörpert de Pájaros Werk beispielhaft die Idee, dass Erkenntnis häufig dort beginnt, wo Gewohnheiten unterbrochen werden. Seine Arbeiten entstehen aus Materialien, die von der Gesellschaft bereits aussortiert wurden. Durch minimale Eingriffe verwandeln sie sich in Träger neuer Bedeutung. Was zuvor übersehen wurde, tritt plötzlich in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Diese Verschiebung von Wahrnehmung und Perspektive ist ein zentraler Bezugspunkt von BOA.

Die Vergänglichkeit seiner Arbeiten ist dabei kein Nebeneffekt, sondern Teil des Konzepts. Viele seiner Interventionen existieren nur wenige Stunden oder Tage, bevor sie von der Müllabfuhr entfernt werden. In einer Zeit, in der Kunst häufig als dauerhaftes Objekt, Investition oder Statussymbol betrachtet wird, setzt de Pájaro damit ein bewusstes Zeichen. Bedeutung entsteht nicht durch Besitz oder Dauer, sondern durch Wirkung.

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und beinhaltet darüber hinaus einen Werkankauf von bis zu 7.000 Euro. Ergänzt wird die Auszeichnung durch die BOA-Trophy, ein eigens für den Preis entwickeltes skulpturales Objekt.

Mit der ersten Vergabe von BOA.ART.Distinction setzt BOA bewusst ein Zeichen für Kunst, die bestehende Gewissheiten hinterfragt und neue Perspektiven eröffnet. Die Wahl von Francisco de Pájaro versteht sich dabei nicht als Würdigung einer Karriere, sondern als Anerkennung einer künstlerischen Haltung, die seit vielen Jahren zeigt, wie Wahrnehmung verändert werden kann – mit den einfachsten Mitteln und oft dort, wo niemand hinsieht.

Über BOA – Beyond Ordinary Answers

BOA – Beyond Ordinary Answers ist ein entstehender Denk- und Resonanzraum für Menschen, die nicht nur nach Antworten suchen, sondern die Voraussetzungen hinterfragen wollen, unter denen Antworten entstehen. Im Zentrum stehen die Begriffe Awareness, Resonance und Transformation (ART). Kunst nimmt dabei eine besondere Stellung ein, da sie Formen der Erkenntnis ermöglicht, die sich nicht vollständig in Begriffen oder Modellen beschreiben lassen.

www.boa.art

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

MARAMAX art & culture e. V.
Herr Michael W. Driesch
Benrather Str. 6a
40213 Düsseldorf
Deutschland

fon ..: +49 211 20051486
web ..: https://www.boa.art
email : doc@boa.art

MARAMAX art & culture e. V.: Der gemeinnützige Verein mit Sitz in der Düsseldorfer Carlstadt initiiert und fördert Projekte an den Schnittstellen von Kunst, Literatur und gesellschaftlicher Reflexion. BOA.ART ist sein aktuelles Hauptvorhaben.

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Wenn Argumente nicht mehr genügen: BOA.ART setzt Polarisierung einen kuratierten Denkraum entgegen

BOA.ART: Wer Polarisierung verstehen will, muss früher ansetzen “ nicht bei den Antworten, sondern bei den Bedingungen, unter denen Antworten überhaupt entstehen.

BildDüsseldorf, 13. Mai 2026. Härtere Debatten, schärfere Lager, weniger geteilte Wirklichkeit: Der Befund ist nicht neu, aber die Antworten darauf sind meist dieselben “ bessere Argumente, mehr Faktenchecks, klarere Positionen. Genau hier setzt BOA.ART an, ein Projekt des gemeinnützigen MARAMAX art & culture e. V., das im Sommer 2026 in Düsseldorf startet. Seine These: Wer Polarisierung verstehen will, muss früher ansetzen “ nicht bei den Antworten, sondern bei den Bedingungen, unter denen Antworten überhaupt entstehen.

„Viele der entscheidenden Fragen unseres Lebens scheitern nicht am Wissen“, heißt es in der ersten Publikation des Projekts. „Sie scheitern an den Denkrahmen, die wir für selbstverständlich halten.“ Diese Denkrahmen sichtbar zu machen “ kunst, literarisch, filmisch und im Gespräch “ ist das erklärte Anliegen von BOA.ART.

Eine Schrift als Ausgangspunkt

Den inhaltlichen Auftakt macht ein schmaler Essayband mit dem Titel „Der Glaube, zu wissen“, herausgegeben vom MARAMAX art & culture e. V. und kostenfrei erhältlich. Auf 56 Seiten beschreibt der Text, wie aus Erfahrungen Deutungen werden, aus Deutungen Überzeugungen “ und wie sich diese in Konflikten so verfestigen, dass selbst gute Argumente an ihnen abprallen. Die Verfasser nehmen sich dabei ausdrücklich nicht aus: Die beschriebene Dynamik gelte für jede Überzeugung “ auch für jene, die in der Schrift selbst formuliert werden.

Vier Felder, ein Muster

Greifbar wird der Ansatz an vier Bereichen, in denen unterschiedliche Weltbilder besonders deutlich aufeinandertreffen: Geld, Gesundheit, Gesellschaft und „Gott“, also Fragen nach Ursprung und Beschaffenheit der Wirklichkeit. In jedem dieser Felder, so die Diagnose, stehen sich Positionen gegenüber, die innerhalb ihres jeweiligen Rahmens stimmig sind “ und gerade deshalb so schwer in Bewegung zu bringen.

Bausteine eines langfristigen Projekts

BOA.ART ist als mehrjähriges Vorhaben angelegt. Vorgesehen sind:

* die Edition BOA, eine kuratierte belletristische Buchreihe; der Auftakt erfolgt mit der Novelle „Die Verwunderung“ von Miguel G. Baldío,
* die BOA.ART.Distinction, ein jährlicher Kunstpreis (bis 10.000 Euro) für Arbeiten, die etablierte Wahrnehmungsmuster sichtbar machen,
* ein Dokumentarfilm zum Thema sowie
* regelmäßige Gesprächsformate und Veranstaltungen, nicht nur am Düsseldorfer Vereinssitz.

Auftakt am 23. Juli 2026

Öffentlich vorgestellt wird BOA.ART am Donnerstag, den 23. Juli 2026, in den Räumlichkeiten des MARAMAX art & culture e. V. in der Benrather Straße 6a in Düsseldorf-Carlstadt.

BOA.ART versteht sich ausdrücklich nicht als Plattform für schnelle Lösungen und nicht als weitere Meinungsstimme im aufgeladenen Diskurs. „Wir möchten dazu beitragen, Diskurs und inhaltliche Auseinandersetzung zu versachlichen und wieder streitfreier möglich zu machen“, so der Vorstand von MARAMAX art & culture e. V., Dr. Michael W. Driesch. Das Projekt verstehe sich dabei als „bescheidener Versuch, über Verständnis zu einer befriedenden Sachlichkeit zu kommen“.

Das Buch _“Der Glaube, zu wissen“_ kann ab sofort kostenfrei unter www.boa.art bestellt werden.

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Erster Titel der Edition BOA: Novelle „Die Verwunderung“ erscheint im August

BOA.ART hatte im Mai die Edition BOA angekündigt – eine kuratierte Buchreihe, die einmal jährlich erscheint. Mit „Die Verwunderung“ von Miguel G. Baldío liegt nun der erste Titel vor.

BildMünchen, Englischer Garten, ein Samstagnachmittag im August 1997. Sechs alte Freunde – ein Mathematiker, ein Biologe, eine Archäologin, eine Lehrerin, ein Stadtarchäologe und eine Mutter – picknicken auf einer Wiese. Als die Brieftasche des Biologen vor aller Augen verschwindet und trotz systematischer Suche nicht wieder auftaucht, entspinnt sich aus diesem kleinen, hartnäckigen Rätsel eine Debatte, die den ganzen Nachmittag dauert: über Vernunft, über Staunen, über Bewusstsein, über Gott, über das, was Argumente leisten können – und was nicht.

Mit dieser Novelle eröffnet die Edition BOA, die im Mai als Teil von BOA.ART angekündigt wurde, ihre erste Ausgabe. Das Projekt des gemeinnützigen MARAMAX art & culture e. V. hatte seinerzeit dafür plädiert, Polarisierung nicht bei den Antworten, sondern bei den Denkrahmen anzusetzen, unter denen Antworten überhaupt entstehen. „Die Verwunderung“ überträgt diese Frage in eine literarische Form: Sechs Figuren streiten wirklich in der Sache, nicht zur Unterhaltung. Niemand gewinnt, niemand verliert – aber niemand geht am Abend ganz als derselbe nach Hause.

Das Epigraph der Novelle stammt von Aristoteles: Durch Verwunderung seien die Menschen zum Philosophieren angetrieben worden. Früh im Gespräch der Figuren erhält dieser Satz eine Entgegnung: Staunen sei kein Argument, sondern eine Erfahrung. Das Buch gibt keiner der beiden Positionen das letzte Wort, sondern zeigt, wie das Staunen – über das, was geschieht, über das Bewusstsein, über das, was Menschen einander nicht sagen können – der Ort ist, an dem Denken anfängt, nicht aufhört.

„Wir haben nach einem Buch gesucht, das nicht illustriert, was wir denken, sondern dieselben Fragen stellt, die wir stellen“, so der Vorstand von MARAMAX art & culture e. V., Dr. Michael W. Driesch. „‚Die Verwunderung‘ tut das auf einer Picknickdecke, zwischen Kartoffelsalat und einem verschwundenen Stück Leder – und genau deshalb passt sie an den Anfang der Reihe.“

Eine Besonderheit der Entstehungsgeschichte: Miguel G. Baldío ist das schriftstellerische Pseudonym von Michael W. Driesch. Aus der Arbeit an dieser Novelle wuchs die Idee zu BOA – „Die Verwunderung“ steht insofern nicht nur am Anfang der Edition, sondern auch am Anfang des gesamten Projekts.

„Die Verwunderung“ erscheint im August 2026 als Taschenbuch (101 Seiten, 9,80 Euro, ISBN 978-3-00-087021-7) und als E-Book (5,99 Euro, ISBN 978-3-00-087022-4) in der Edition BOA.

Weitere Informationen unter www.boa.art.

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