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Francisco de Pájaro ist erster Preisträger von BOA.ART.Distinction

Neuer Kunstpreis von BOA.ART zeichnet den spanischen Künstler und Begründer von „Art Is Trash“ aus

BildDüsseldorf / Barcelona, 2026

Mit Francisco de Pájaro erhält der spanische Künstler und Begründer des internationalen Kunstprojekts „Art Is Trash“ die erste Auszeichnung des neu geschaffenen Kunstpreises BOA.ART.Distinction. Der Preis wird im Jahr 2026 erstmals vergeben und markiert zugleich den Auftakt von BOA – Beyond Ordinary Answers, einem interdisziplinären Projekt, das sich mit Wahrnehmung, Resonanz und Erkenntnis beschäftigt.

BOA.ART.Distinction soll künftig jährlich vergeben werden – jedoch nicht zwingend. Ausgezeichnet werden künstlerische Positionen, die nicht auf Zustimmung oder Marktlogik zielen, sondern bestehende Denk- und Wahrnehmungsmuster sichtbar machen und verschieben. Wird keine Position gefunden, die diesem Anspruch entspricht, bleibt der Preis unvergaben.

Die erste Auszeichnung geht an Francisco de Pájaro (*1970, Zafra, Spanien), der heute in Barcelona lebt und arbeitet. Unter dem programmatischen Titel „Art Is Trash“ verwandelt de Pájaro seit mehr als fünfzehn Jahren weggeworfene Gegenstände des urbanen Alltags in temporäre Kunstwerke. Müllsäcke, Matratzen, Kartons, Möbel oder Bauschutt werden durch wenige gestische Eingriffe zu Figuren und Wesen, die Passanten irritieren, zum Lachen bringen und ihre Wahrnehmung verändern.

„Francisco de Pájaro gelingt etwas Seltenes“, erklärt Dr. Michael W. Driesch, Jury-Vorsitzender von BOA.ART.Distinction. „Seine Arbeiten verschieben nicht nur den Blick auf Kunst, sondern auf die Kategorien, mit denen wir unsere Wirklichkeit ordnen. Sie stellen Fragen nach Wert und Wertlosigkeit, nach Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, nach Dauer und Vergänglichkeit. Damit berühren sie den Kern dessen, was BOA interessiert.“

Für die Auswahlkommission verkörpert de Pájaros Werk beispielhaft die Idee, dass Erkenntnis häufig dort beginnt, wo Gewohnheiten unterbrochen werden. Seine Arbeiten entstehen aus Materialien, die von der Gesellschaft bereits aussortiert wurden. Durch minimale Eingriffe verwandeln sie sich in Träger neuer Bedeutung. Was zuvor übersehen wurde, tritt plötzlich in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Diese Verschiebung von Wahrnehmung und Perspektive ist ein zentraler Bezugspunkt von BOA.

Die Vergänglichkeit seiner Arbeiten ist dabei kein Nebeneffekt, sondern Teil des Konzepts. Viele seiner Interventionen existieren nur wenige Stunden oder Tage, bevor sie von der Müllabfuhr entfernt werden. In einer Zeit, in der Kunst häufig als dauerhaftes Objekt, Investition oder Statussymbol betrachtet wird, setzt de Pájaro damit ein bewusstes Zeichen. Bedeutung entsteht nicht durch Besitz oder Dauer, sondern durch Wirkung.

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und beinhaltet darüber hinaus einen Werkankauf von bis zu 7.000 Euro. Ergänzt wird die Auszeichnung durch die BOA-Trophy, ein eigens für den Preis entwickeltes skulpturales Objekt.

Mit der ersten Vergabe von BOA.ART.Distinction setzt BOA bewusst ein Zeichen für Kunst, die bestehende Gewissheiten hinterfragt und neue Perspektiven eröffnet. Die Wahl von Francisco de Pájaro versteht sich dabei nicht als Würdigung einer Karriere, sondern als Anerkennung einer künstlerischen Haltung, die seit vielen Jahren zeigt, wie Wahrnehmung verändert werden kann – mit den einfachsten Mitteln und oft dort, wo niemand hinsieht.

Über BOA – Beyond Ordinary Answers

BOA – Beyond Ordinary Answers ist ein entstehender Denk- und Resonanzraum für Menschen, die nicht nur nach Antworten suchen, sondern die Voraussetzungen hinterfragen wollen, unter denen Antworten entstehen. Im Zentrum stehen die Begriffe Awareness, Resonance und Transformation (ART). Kunst nimmt dabei eine besondere Stellung ein, da sie Formen der Erkenntnis ermöglicht, die sich nicht vollständig in Begriffen oder Modellen beschreiben lassen.

www.boa.art

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

MARAMAX art & culture e. V.
Herr Michael W. Driesch
Benrather Str. 6a
40213 Düsseldorf
Deutschland

fon ..: +49 211 20051486
web ..: https://www.boa.art
email : doc@boa.art

MARAMAX art & culture e. V.: Der gemeinnützige Verein mit Sitz in der Düsseldorfer Carlstadt initiiert und fördert Projekte an den Schnittstellen von Kunst, Literatur und gesellschaftlicher Reflexion. BOA.ART ist sein aktuelles Hauptvorhaben.

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Tiemann-Preis 2026 geht an den Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

50.000 Euro für den Ankauf von Werken von Elif Saydam

BildBereits zum vierten Mal verleiht die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung in diesem Jahr den mit 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis für zeitgenössische Malerei. Preisträger 2026 ist der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart in Berlin, der mit dem Preisgeld sechs Arbeiten aus der Werkgruppe „Späti Paintings“ (2021-2025) von Elif Saydam für seine Sammlung erwirbt.

Die Arbeiten werden Teil der neuen Sammlungspräsentation Tausendmal Berlin, die am 12. Juni 2026 eröffnet wird und die Berliner Kunstszene seit 1989 im globalen Dialog beleuchtet. Mit dem Ankauf stärkt der Hamburger Bahnhof gezielt künstlerische Positionen, die Fragen von Identität, Zugehörigkeit und urbanen Lebenswelten aus einer zeitgenössischen Perspektive verhandeln.

Die Jury des Tiemann-Preises zeigte sich überzeugt von der künstlerischen Qualität der vorgeschlagenen Werkgruppe sowie ihrer nachhaltigen Einbindung in die Sammlung des Hauses. Die Arbeiten von Elif Saydam erweitern die Bestände des Hamburger Bahnhofs um eine markante malerische Position, die aktuelle gesellschaftliche Diskurse mit einer eigenständigen Bildsprache verbindet.

Die Ausschreibung des Tiemann-Preises 2026 stieß auch in diesem Jahr auf großes Interesse. Zahlreiche Museen und Kunstinstitutionen aus ganz Deutschland reichten Bewerbungen ein und unterstrichen damit die Bedeutung des Preises für die Förderung zeitgenössischer Malerei.

„Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten darf die Förderung von Kunst und Kultur nicht nachlassen. Kunst eröffnet Perspektiven, schafft gesellschaftlichen Dialog und bewahrt unsere kulturelle Vielfalt. Wir freuen uns sehr, dass der Tiemann-Preis in diesem Jahr nach Berlin geht und mit dem Hamburger Bahnhof ein Haus auszeichnet, das mit seiner Sammlung und seinem Programm ein starkes Zeichen für die zeitgenössische Kunst setzt,“ so Gründer Dr. H. Jürgen Tiemann

Die feierliche Verleihung des Tiemann-Preises findet am Freitag, 30. Oktober 2026, im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart statt.Anlässlich der Preisverleihung lädt das Museum um 16 Uhr zu einem öffentlichen Gespräch mit Elif Saydam ein. Die Werkgruppe soll mindestens bis 2029 präsentiert werden.

Elif Saydam (*1985 in Calgary, Kanada) lebt und arbeitet in Berlin. Die künstlerische Praxis verbindet Fragen von Diaspora, Zugehörigkeit und Identität mit einer erweiterten Auffassung von Malerei. In den ausgezeichneten Späti Paintings überlagern sich Motive der Berliner Alltagsarchitektur mit ornamentalen Strukturen, Goldapplikationen und vielschichtigen Bildräumen. Die Werke greifen prägende Elemente der Berliner Stadtkultur auf und übersetzen sie in eine eigenständige malerische Sprache. Dabei entstehen Arbeiten, die lokale Erfahrungsräume mit globalen Perspektiven verbinden und aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen reflektieren.

Elif Saydam war zuletzt unter anderem am MIT List Visual Arts Center in Massachusetts, in den Oakville Galleries in Toronto, im Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg sowie auf der Istanbul Biennale vertreten. Arbeiten von Elif Saydam befinden sich bereits in bedeutenden öffentlichen Sammlungen.

Ein Preis mit Weitblick

Der Tiemann-Preis, der mit 50.000 Euro dotiert ist, wird seit 2023 jährlich von der Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung vergeben. Ziel ist es, Museen mit zeitgenössischen Sammlungen beim Erwerb bedeutender malerischer Werke zu unterstützen und herausragende künstlerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Fachjury ohne Mitsprache der Stifter.

Die Jury des Tiemann-Preises 2026 bestand aus:

o Christiane Mennicke-Schwarz, Kunsthaus Dresden

o Dr. Kathleen Reinhardt, Georg Kolbe Museum Berlin

o Milan Ther, Kunstverein in Hamburg

o Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Leipzig/München

o Moritz Wesseler, Fridericianum Kassel

Über den Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart Im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart begegnen sich Kunst und Gesellschaft im Zentrum Berlins.
Als Sammlungsmuseum für zeitgenössische Kunst sammelt der Hamburger Bahnhof in die Zukunft und ist ein offenes Haus für die Stadtgesellschaft und ihre Gäste. Kostenlose Programme und partizipative Formate richten sich an Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen und internationalen Geschichten.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung
Frau Annett Möller
Bernadottestraße 66
14195 Berlin
Deutschland

fon ..: 030 315 84 525
web ..: https://www.tiemann-stiftung.de
email : a.moeller@tiemann-stiftung.de

Das Stifterpaar möchte mit dem Tiemann-Kunstpreis Häuser im Ausbau ihrer Sammlungen unterstützen und zugleich künstlerische Positionen würdigen, die auf dem Gebiet der zeitgenössischen Malerereinen wesentlichen Beitrag zum aktuellen Kunstdiskurs leisten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass herausragende malerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der Tiemann-Preis ist ein außergewöhnlich hoch dotierter Ankaufspreis und in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Preisträger war im vergangenen Jahr das Museum Marta Herford mit Werken von Kerstin Brätsch, 2024 das Kunstmuseum Magdeburg mit Werken von Özlem Altin. Im Jahr 2023 erhielt das Museum Folkwang in Essen erstmalig das Preisgeld für den Ankauf von Werken von Armin Boehm.
www.tiemann-preis.de

Pressekontakt:

mehnert paris GmbH
Frau Manuela Mehnert
Salzufer 15/16
10587 Berlin

fon ..: 030 863 29 96 – 0
email : presse@mehnertparis.com

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Tiemann-Preis 2025 feierlich im Marta Herford verliehen

Wandinstallation von Kerstin Brätsch wird Teil der Sammlung

BildIn einem feierlichen Festakt wurde am Samstag, den 15. November 2025, im Marta Herford Museum der diesjährige Tiemann-Preis übergeben. Der mit 50.000 Euro dotierte Ankaufspreis der Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung ging in seiner dritten Vergabe an das Marta Herford, das damit Werke der international renommierten Künstlerin Kerstin Brätsch für seine Sammlung erwerben konnte.

Museumsdirektorin Kathleen Rahn nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. „Es ist eine große Ehre und Freude, dass wir den Tiemann-Preis erhalten. Dieser Preis ist ein nachhaltiges Geschenk, das es uns ermöglicht, unsere Sammlung zukunftsweisend zu erweitern. Die Arbeiten von Kerstin Brätsch treten dabei in einen besonderen Dialog mit der ikonischen Gehry-Architektur unseres Hauses.“

Im Rahmen des Preises entstand eine raumgreifende Wandinstallation im Marta Café. Die Basis bildet eine eigens angefertigte Tapete aus der Serie META Rorschach (2024), die das Prinzip der gespiegelten Bildstruktur aufnimmt. Auf dieser Präsentationsfläche befinden sich fünf Werke der Künstlerin – darunter zwei reliefartige Arbeiten aus der Serie Fossil Psychic for Christa (Stucco Marmo) (2020), die zum offiziellen Ankauf durch den Tiemann-Preis gehören.

Ergänzend zum Preisankauf konnte das Museum drei weitere Werke der Künstlerin erwerben, die ebenfalls Teil der Wandinszenierung sind.

Die Jury würdigte insbesondere die künstlerische Tiefe und konzeptuell Stärke der ausgewählten Werke, die das interdisziplinäre Profil der Sammlung Marta Herford unterstreichen und weibliche Positionen im zeitgenössischen Kunstdiskurs stärken.

Dr. H. Jürgen Tiemann

„Wir freuen uns sehr, dass mit unserem Preis eine so lebendige und außergewöhnliche Installation ins Marta Herford eingezogen ist – ein Kunstwerk, das  im ständigen Dialog mit seinen Besucherinnen und Besuchern steht.“

Weitere Informationen unter: https://www.tiemann-preis.de/ 

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Der Tiemann-Preis:
Seit 2023 verleiht die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung jährlich den mit bis zu 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis. Das Stifterpaar möchte mit dem Tiemann-Preis Häuser im Ausbau ihrer Sammlungen unterstützen und zugleich künstlerische Positionen würdigen, die auf dem Gebiet der zeitgenössischen Malerei einen wesentlichen Beitrag zum aktuellen Kunstdiskurs leisten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass dank dieser Förderung herausragende malerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Eine fünfköpfige Fachjury wählt – unabhängig vom Stifterpaar – jedes Jahr eine*n Preisträger*in aus. Der Tiemann-Preis ist ein außergewöhnlich hoch dotierter Ankaufspreis und in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. 

Marta Herford:
Das von Stararchitekt Frank Gehry entworfene Marta Herford ist mit seiner geschwungenen Form, der roten Backsteinfassade und dem markanten Edelstahldach ein architektonisches Wahrzeichen weit über die Region Ostwestfalen-Lippe hinaus. Das international ausgerichtete Museum für zeitgenössische Kunst mit besonderem Blick auf Architektur und Design bietet Raum für vielfältige künstlerische Auseinandersetzungen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2005 umfasst das Profil des Hauses neben wechselnden Ausstellungen auch eine Sammlung von mittlerweile rund 500 Werken mit Schwerpunkt auf installativen Raumkonzepten. Die besondere Architektur ermöglicht dabei multisensorische Kunsterlebnisse. Mit Café, Veranstaltungsräumen und einer Vermittlungsetage schafft das Museum zudem einen offenen Rahmen für Austausch, Bildung und kulturelle Praxis.

Die Künstlerin:
Kerstin Brätsch (*1979 in Hamburg, lebt in Berlin und New York) zählt zu den prägenden Stimmen zeitgenössischer Malerei. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Bildtradition, Materialforschung und kollektiven Arbeitsformen. Brätsch studierte an der UdK Berlin und der Columbia University New York und lehrt heute in Hamburg. In Kollaborationen – etwa als Duo DAS INSTITUT (mit Adele Röder), sowie KAYA (mit Debo Eilers) – lotet sie mediale und konzeptuelle Grenzen der Malerei aus. Ihre Werke waren u. a. im MoMA (New York), der Serpentine Gallery (London), der Kunsthalle Zürich sowie auf der Venedig-Biennale (2011, 2022) zu sehen und sind in internationalen Sammlungen wie dem Museum Brandhorst und dem Museum of Modern Art vertreten.

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Thea Moeller erhielt den Blickachsen-Kunstpreis 2025

Der mit 5.000 Euro dotierte „Kunstpreis der Freunde der Blickachsen“ anlässlich der Ausstellung Blickachsen 14 wurde gestern in Bad Homburg an die in Wien lebende Künstlerin Thea Moeller verliehen.

BildBei einer feierlichen Preisverleihung nahm Thea Moeller gestern in Bad Homburg den diesjährigen „Kunstpreis der Freunde der Blickachsen“ entgegen. Die in Wien lebende Künstlerin erhielt die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihre für die Blickachsen 14 geschaffene Skulptur „Sign“.

Der Preis wird seit der vierten Ausgabe der Skulpturenbiennale Blickachsen im Jahr 2003 vergeben und würdigt alle zwei Jahre den eigenständigen künstlerischen Ansatz eines oder einer der jüngeren Teilnehmenden an der Ausstellung. Seit 2015 wird er von den „Freunden der Blickachsen“ ausgelobt.

„In diesem Jahr fiel die Wahl der Jury einstimmig auf Thea Moeller“, sagte gestern Blickachsen-Gründer und -Kurator Christian K. Scheffel von der Stiftung Blickachsen – auch im Namen von Carina Plath (Leiterin der Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum und Curator at Large beim Sprengel Museum Hannover), die als Co-Kuratorin der Blickachsen 14 in der Jury war, Sir Peter Murray CBE (Gründungsdirektor Emeritus des britischen Yorkshire Sculpture Park) als permanentem externen Jury-Mitglied sowie Thomas Buhl von den Freunden der Blickachsen.

„Die Verleihung des Skulpturenpreises ist nach wie vor ein wichtiger und bedeutender Bestandteil der Blickachsen-Biennale. Ich freue mich, dass wir Thea Moeller zur diesjährigen Auszeichnung anlässlich der Blickachsen 14 gratulieren können“, so Sir Peter Murray bei der Preisverleihung.

Carina Plath würdigte in ihrer anschließenden Ansprache die Arbeit der 1985 geborenen Preisträgerin mit den Worten: „Mit ‚Sign‘ hat Thea Moeller ein scheinbar nicht funktionierendes Leuchtschild in den kultivierten Park gesetzt. Als Störfaktor behauptet es seine Autonomie und verweist auf seine detaillierte formale Ausarbeitung, die feinen linearen Zeichnungen im Rahmen, seine Materialität und gut gewählten Proportionen. Moeller trifft den Kern des Spannungsfelds von Park und Kunst, Skulpturenbiennale und künstlerischer Selbstbehauptung mit ihrer Skulptur, die zu den besonders gelungenen Werken der diesjährigen Blickachsen gehört.“

Thea Moeller, 1985 in Hannover geboren, hat an den Kunstakademien in Nürnberg (2008-2010) und Wien (2010-2014) studiert. Seitdem wurden ihre Werke in verschiedenen Ländern Europas und in den USA ausgestellt. Sie lebt und arbeitet in Wien.

Die Ausstellung Blickachsen 14 im Kurpark, im Schlosspark und im Gustavsgarten Bad Homburg ist noch bis zum 5. Oktober zu sehen.

Ausführliche Informationen zu den Blickachsen 14 finden Sie im Internet auf www.blickachsen.de.

Fotos zur honorarfreien Verwendung schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Daten und Fakten:

Blickachsen 14
Skulpturen im Kurpark, im Schlosspark und im Gustavsgarten Bad Homburg
In Zusammenarbeit mit dem Sprengel Museum Hannover

Laufzeit: 18. Mai – 5. Oktober 2025

Künstlerinnen und Künstler:
Pawel Althamer, Joscha Bender, Alexandra Bircken, Julius von Bismarck, Monica Bonvicini, Martin Boyce, Richard Deacon, Simone Fattal, Kasia Fudakowski, Asta Gröting, Georg Herold, Olaf Holzapfel, Judith Hopf, Franka Hörnschemeyer, David Horvitz, Elizabeth Jaeger, Hans Josephsohn, Gary Kuehn, Maria Loboda, Christiane Möbus, Thea Moeller, Manfred Pernice, Thomas Schütte, Grace Schwindt, Manolo Valdés, Georg-Friedrich Wolf

Partnerinstitution: Sprengel Museum Hannover
Kuratorisches Team: Christian K. Scheffel (Stiftung Blickachsen), Carina Plath (Sprengel Museum Hannover)

Veranstalter:
Stiftung Blickachsen gGmbH
Magistrat der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe
Kur- und Kongreß-GmbH Bad Homburg v.d.Höhe
Staatliche Schlösser und Gärten Hessen

Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein

Hauptförderer:
Deutsche Leasing AG, Fresenius SE & Co. KGaA, Freunde der Blickachsen, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, Stefan Quandt

Weitere Förderer:
François-Blanc-Spielbank GmbH, Frankfurter Volksbank Rhein/Main, KanAm Grund Group, Messer SE & Co. KGaA, Willy A. Löw AG, Stiftung Historischer Kurpark Bad Homburg v. d. Höhe

Eintritt: frei
Regelmäßige Führungen: Programm auf www.blickachsen.de
Buchung von Gruppenführungen über die Stiftung Blickachsen gGmbH:
E-Mail: fuehrungen@blickachsen.de, Telefon: 06172 – 681 19 46

www.blickachsen.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Stiftung Blickachsen gGmbH
Frau Sunita Scheffel
Ferdinandstr. 19
61348 Bad Homburg v. d. Höhe
Deutschland

fon ..: 0178-4732591
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Über die Stiftung Blickachsen
Die gemeinnützige Stiftung Blickachsen mit Sitz in Bad Homburg richtet die Skulpturenbiennale Blickachsen aus, die sie gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt Bad Homburg, der Kur- und Kongreß-GmbH und den Staatlichen Schlössern und Gärten Hessen veranstaltet. Die Stiftung wurde im März 2013 mit dem Ziel gegründet, die Blickachsen-Biennale institutionell zu sichern und im öffentlichen Raum weiteren Bevölkerungskreisen einen Zugang zu zeitgenössischer Skulptur und Installationskunst zu vermitteln. Zugleich ist es der Stiftung ein Anliegen, die historisch gewachsene kulturelle Attraktivität der Stadt Bad Homburg und der Rhein-Main-Region weithin sichtbar zu machen. Sie ist bestrebt, die Region auch langfristig als Zentrum der zeitgenössischen Skulptur mit internationaler Strahlkraft zu etablieren, das im Zweijahresrhythmus jungen gemeinsam mit arrivierten Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt eine Plattform bietet. Dadurch sollen sowohl das allgemeine Interesse und Verständnis für die verschiedensten Positionen der dreidimensionalen Kunst und deren Wertschätzung gesteigert als auch der künstlerische Nachwuchs gefördert werden. Eine lebendige Begegnung mit zeitgenössischer Skulptur wird durch das vielfältige Angebot an Blickachsen-Führungen und Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeregt. Darüber hinaus versteht sich die Stiftung als Schnittstelle und Vermittlerin zwischen den Kultur- und Bildungseinrichtungen, sie fördert den Dialog von Kunstschaffenden und Museen ebenso wie von Kunst und Wissenschaft.

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Tiemann-Preis 2025 geht an Marta Herford

50.000 Euro für den Ankauf von Werken der Künstlerin Kerstin Brätsch

BildBereits zum dritten Mal verleiht die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung in diesem Jahr den mit 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis für zeitgenössische Malerei. Diesjähriger Preisträger ist das Museum Marta Herford, das mit dem Ankaufsetat zwei Werke der international renommierten Künstlerin Kerstin Brätsch in seine Sammlung aufnimmt.

Die Jury zeigte sich beeindruckt von der künstlerischen Relevanz und der konzeptuellen Einbindung der ausgewählten Werke in die Sammlung des Hauses. Mit dem Ankauf aus der Serie Fossil Psychic for Christa (Stucco Marmo) (2020) stärkt Marta Herford gezielt weibliche künstlerische Positionen und das interdisziplinäre Profil der Sammlung.

Die feierliche Verleihung des Preises findet am 15. November 2025 im Marta Herford statt. Die Werke werden ab Mitte November 2025 im Marta Café in einer raumgreifenden Installation dauerhaft sichtbar sein und unterstreichen die programmatische Ausrichtung des Hauses an der Schnittstelle von Kunst, Architektur und Design.

Hohe Resonanz auf den Preis
Die Ausschreibung für den Tiemann-Preis 2025 stieß erneut auf große Resonanz – noch mehr Museen und Kunstinstitutionen als im Vorjahr reichten überzeugende Konzepte ein. Die Stifter zeigen sich erfreut über das gestiegene Interesse und die Qualität der Bewerbungen.

„Dass sich so viele Häuser mit durchdachten Konzepten beteiligt haben, bestätigt die Relevanz des Preises im aktuellen Kunstgeschehen“ – Dr. H. Jürgen Tiemann

Ausgezeichnete künstlerische Perspektive
Kerstin Brätsch (*1979 in Hamburg, lebt in Berlin und New York) zählt zu den wichtigsten Stimmen zeitgenössischer Malerei. Ihre Werke bewegen sich zwischen Bildtradition, Materialforschung und kollektiven Arbeitsformen. In ihren Stucco-Marmo-Arbeiten verbindet sie barocke Stucktechniken mit einer postdigitalen Ästhetik. Diese „vergeistigten Fossilien“ sind zugleich Reminiszenz an ihre verstorbene Mutter, der die Serie gewidmet ist, als auch ein selbstreflexiver Kommentar zur Materialität von Malerei.

Mit Präsentationen im MoMA (New York), der Serpentine Gallery (London), dem Fridericianum (Kassel) und der Biennale von Venedig (2011, 2022) ist Brätsch international vertreten. Ihre Werke befinden sich u. a. in den Sammlungen des Museum Brandhorst und des Museum of Modern Art.

Ein Preis mit Weitblick
Der Tiemann-Preis wird seit 2023 jährlich von der Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung vergeben. Ziel ist es, Museen mit zeitgenössischer Sammlung beim Erwerb bedeutender malerischer Werke zu unterstützen und herausragende künstlerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Auswahl der Preisträger trifft eine unabhängige Fachjury ohne Einflussnahme des Stifterpaars.

Die diesjährige Jury bestand aus:

Christiane Mennicke-Schwarz / Kunsthaus Dresden

Prof. Dr. Annette Tietenberg / HBK Braunschweig

Prof. Dr. Wolfgang Ullrich / Leipzig/München

Moritz Wesseler / Fridericianum Kassel

Marcus Woeller / WELT

Weitere Informationen zum Tiemann-Preis: https://www.tiemann-preis.de/ 

Weitere Informationen zur Tiemann-Stiftung: https://www.tiemann-stiftung.de/ 

Über das Marta Herford:
Das Museum Marta Herford wurde 2005 im ostwestfälischen Herford eröffnet und gehört mit seinem spektakulären Gebäude des Architekten Frank Gehry zu den architektonischen Wahrzeichen der Region. Als Museum für Gegenwartskunst mit Blick auf Design und Architektur bietet Marta einen offenen Raum für künstlerische Auseinandersetzungen mit gesellschaftlich relevanten Themen. Die Sammlung umfasst derzeit rund 500 Werke von etwa 170 Künstler*innen und legt einen besonderen Schwerpunkt auf das Verhältnis von Kunst und Raum. Mit innovativen Ausstellungen, partizipativen Projekten und einem profilierten Vermittlungsprogramm versteht sich Marta als dynamischer Ort im Spannungsfeld von Kunst, Architektur und Design. https://marta-herford.de/ 

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Der Tiemann-Preis ist ein mit 50.000 Euro außergewöhnlich hoch dotierter Ankaufspreis und in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Die Preisträgerin war im letzten Jahr das Kunstmuseum Magdeburg mit Werken von Özlem Altin, im Jahr 2023 erhielt das Museum Folkwang das Preisgeld für den Ankauf von Werken von Armin Boehm.  

Die Tiemann-Stiftung

Im Jahr 2018 wurde die gemeinnützige Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung gegründet, sie konzentriert sich auf die Kernthemen:

– Förderung und wirtschaftliche Unterstützung von Kunst und Kultur einschließlich Denkmalpflege,

– Bildungsprojekte sowie

– Naturschutz und Landschaftspflege.

Die Aktivitäten werden in Verbindung mit den Freunden Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg e.V., der Studienstiftung des deutschen Volkes und der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zielgerichtet vorangebracht. 

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