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Veraltete Leitlinien, reale Folgen

Überholte Ernährungsempfehlungen zu Fett, Ei und Gluten und ihre Konsequenzen für Gesundheit und Gesundheitssystem

BildBerlin, 1. Juni 2026 – Ernährungsmythen entstehen nicht nur in sozialen Netzwerken. Viele der hartnäckigsten Fehlinformationen über gesunde Ernährung stammen aus einer weitaus weniger verdächtigen Quelle: aus offiziellen Leitlinien, Broschüren gesetzlicher Krankenkassen und europäischen Kennzeichnungsvorschriften. Das Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) und der Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftler PhDr. Sven-David Müller nehmen drei solche institutionalisierten Fehlinformationen unter die Lupe und zeigen, was aktuelle Forschung stattdessen sagt. Denn veraltete Empfehlungen haben reale Konsequenzen: Fehlinformationen aus offiziellen Quellen beeinflussen täglich Ernährungsentscheidungen von Millionen Menschen, tragen zur Entstehung vermeidbarer chronischer Erkrankungen bei und führen letztlich zu erhöhten Kosten für das Gesundheitssystem.

„Gesundheitsempfehlungen, die von offiziellen Stellen ausgehen, sind nicht automatisch evidenzbasiert. Beim Fett, beim Cholesterin, beim Ei und beim Gluten zeigt die aktuelle Wissenschaft: Die institutionelle Kommunikation hat die Evidenz aus den Augen verloren“, sagt Felix Große-Plankermann, Geschäftsführer des FEBPH. Öffentliche Institutionen tragen hier eine besondere Verantwortung. Leitlinien und Empfehlungen, die nicht mit dem aktuellen Forschungsstand Schritt halten, können das Vertrauen der Bevölkerung in die Gesundheitskommunikation nachhaltig beschädigen.

Die Low-Fat-Lüge: Wie eine jahrzehntelange Leitlinienempfehlung Fettleber und Diabetes mellitus Typ 2 befördert hat

Seit den 1970er-Jahren lautet eine der zentralen Botschaften in Ernährungsleitlinien, Krankenkassenbroschüren und staatlichen Gesundheitskampagnen: Fett reduzieren, Herzerkrankungen vermeiden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die WHO und zahlreiche Krankenkassen empfehlen bis heute, die Fettaufnahme auf maximal 35 Prozent der Tagesenergie zu begrenzen, gesättigte Fettsäuren auf höchstens 10 Prozent. Krankenkassen kommunizieren ergänzend, bei erhöhten Cholesterinwerten die Fett- und Cholesterinzufuhr generell zu senken.

Was diese Botschaft außer Acht lässt: Die DGE stellte in ihrer eigenen Leitlinie bereits 2015 fest, dass kein gesicherter Zusammenhang zwischen der Menge an Gesamtfett und dem Risiko für koronare Herzkrankheit besteht. Entscheidend ist nicht die Fettmenge, sondern die Qualität der Fettsäuren und vor allem, womit Fett im Alltag ersetzt wird. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren senken das Herzrisiko tatsächlich. Raffinierte Kohlenhydrate hingegen, auf die viele Menschen beim Weglassen von Fett instinktiv ausweichen, erhöhen das Fettleber und Diabetes mellitus (Typ 2) -Risiko.

Harvard-Forscher bezeichneten vier Jahrzehnte Low-Fat-Politik rückblickend als „gescheitertes Experiment“. Die Konsequenzen sind messbar: steigende Raten von Übergewicht und Adipositas, Typ-2-Diabetes mellitus und nicht-alkoholischer Fettleber. „Eine fettreiche Ernährung kann sehr gesund sein, wenn die richtigen Fette gewählt werden“, sagt PhDr. Sven-David Müller, ernährungsmedizinischer Wissenschaftler. „Was uns die Low-Fat-Welle hinterlassen hat, ist eine Generation, die Fett fürchtet und stattdessen Zucker und Weißmehl konsumiert. Die Konsequenzen für Leber und Stoffwechsel sehen wir täglich in der Praxis.“

Ein Ei pro Woche: Eine Klimaempfehlung, die als Herzwarnung verstanden wird

Im März 2024 aktualisierte die DGE ihre Ernährungsempfehlungen und senkte die empfohlene Eierverzehrmenge auf ein Ei pro Woche. In Gesundheitsportalen, Patientenmedien und Krankenkassen-Publikationen wurde die Empfehlung umgehend auch als kardiovaskuläre Warnung weitertransportiert. Was dabei kaum kommuniziert wurde: Die DGE begründete die Revision ausdrücklich mit ökologischen und Nachhaltigkeitserwägungen, nicht mit neuen medizinischen Erkenntnissen. Zur gesundheitlichen Wirkung von Eiern räumte die DGE selbst ein, dass die Studienlage „weder eindeutig negativ noch eindeutig positiv“ sei. Studien zeigen, dass maximal ein Ei täglich das Herzinfarktrisiko nicht erhöht oder sogar reduzieren kann, fasst Sven-David Müller aktuelle Studien zusammen.

Die aktuelle Wissenschaft zeichnet ein klares Bild. Der PROSPERITY Trial, eine der bislang umfangreichsten klinischen Untersuchungen zum Thema Ei und Herzgesundheit, präsentiert beim American College of Cardiology 2024, untersuchte den Verzehr von bis zu zwölf Eiern pro Woche über mehrere Monate und fand keine signifikanten negativen Auswirkungen auf das Lipidprofil. In der Subgruppe älterer Teilnehmer und Diabetiker zeigten sich sogar Tendenzen zur Verbesserung der Blutfettwerte. Eine 2025 im Fachjournal PubMed publizierte Studie kommt zu einem weiteren wichtigen Befund: Nicht das Nahrungscholesterin aus Eiern erhöht den LDL-Spiegel, sondern gesättigte Fettsäuren. Zwei Eier täglich als Teil einer Ernährung, die arm an gesättigten Fettsäuren ist, können schädliche LDL sogar senken.

„Es ist heute Stand der Wissenschaft, dass Hühnereier bei praktisch allen Menschen kein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko erzeugen, einschließlich vieler Risikopatienten wie Diabetiker“, sagt Sven-David Müller. „Dass eine Nachhaltigkeitsempfehlung in der Öffentlichkeit als Herzschutz-Maßnahme ankommt, ist ein Musterbeispiel dafür, wie institutionelle Kommunikation Fehlinformationen produziert, ohne es zu beabsichtigen.“

Glutenfrei ohne Grund: Wie EU-Verordnungen eine Diät ohne Nutzen salonfähig machen

Glutenfreie Lebensmittel sind ein weltweiter Wachstumsmarkt. In Deutschland und ganz Europa dürfen Produkte offiziell als „glutenfrei“ gekennzeichnet werden, geregelt durch die EU-Verordnung Nr. 828/2014. Gleichzeitig schließt die EU Health Claims Regulation (EG) Nr. 1924/2006 keine negativen Gesundheitsaussagen über Gluten für Gesunde ein, sodass Glutenfreiheit als implizit wünschenswertes Merkmal im Markt verbleibt. Die Kennzeichnung richtet sich an niemanden im Besonderen: Eine medizinische Indikation beim Käufer ist nicht erforderlich.

Das Ergebnis: Glutenfreiheit hat sich als implizites Gesundheitsmerkmal etabliert, befeuert durch Influencer, Produktkennzeichnungen und Gesundheitsmedien, die nicht klar zwischen Zielgruppen differenzieren. Die Datenlage ist dabei eindeutig. Für Menschen ohne Zöliakie, Weizenallergie oder nachgewiesene Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität gibt es keine Evidenz für einen gesundheitlichen Nutzen einer glutenfreien Ernährung.

Eine Studie mit über 100.000 Teilnehmern, publiziert im British Medical Journal, fand keinen Zusammenhang zwischen Glutenverzehr und dem Risiko für koronare Herzkrankheit bei Gesunden. Im Gegenteil: Glutenfreie Produkte weisen häufig Defizite bei Ballaststoffen, Folsäure, Eisen, Zink, Magnesium und Kalzium auf. Einzelne Untersuchungen verweisen zudem auf erhöhte Schwermetallspiegel bei Menschen, die ohne medizinische Notwendigkeit dauerhaft glutenfrei essen. Natürlich führt eine glutenfreie Ernährung auch nicht zur Gewichtsreduktion und kann sogar das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2 steigern.

Sven-David Müller, der selbst an Zöliakie erkrankt ist, betont die Notwendigkeit einer klaren Abgrenzung: „Für Menschen mit Zöliakie ist eine glutenfreie Ernährung lebensnotwendig. Für alle anderen ist sie in der Regel weder nötig oder sinnvoll noch frei von Risiken. Dass diese Unterscheidung in der öffentlichen Kommunikation verloren gegangen ist, hat reale Folgen für die Nährstoffversorgung und das Krankheitsrisiko der Bevölkerung.“

Fett, Cholesterin, Ei und Gluten stehen exemplarisch für ein strukturelles Problem in der öffentlichen Gesundheitskommunikation: Empfehlungen, die einmal in Leitlinien, Krankenkassenbroschüren und Kennzeichnungsvorschriften verankert wurden, werden weitergetragen, auch wenn die Wissenschaft längst differenziertere Erkenntnisse liefert. Die Folgen sind messbar – in steigenden Raten chronischer Erkrankungen, Übergewicht und Adipositas sowie in wachsendem Misstrauen gegenüber institutionellen Gesundheitsbotschaften. FEBPH und PhDr. Sven-David Müller fordern eine konsequentere Aktualisierung offizieller Empfehlungen auf Basis des aktuellen Forschungsstands.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) gGmbH
Herr Felix Große-Plankermann
Potsdamer Platz 10
10785 Berlin
Deutschland

fon ..: +49 173 2578748
web ..: http://evidence-based-health.org
email : grosse-plankermann@evidence-based-health.org

Das Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) gGmbH ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Berlin. Es positioniert sich als Verbindungsglied zwischen Wissenschaft, Medien und Gesundheitspolitik und hat sich der evidenzbasierten Aufklärung über Prävention und öffentliche Gesundheitskommunikation verschrieben. Das FEBPH wurde von Prof. Dr. Frank-Ulrich Fricke und Felix Große-Plankermann gegründet.
Hier erfahren Sie mehr: evidence-based-health.org.

Pressekontakt:

Forum for Evidence-Based Preventative Health (FEBPH) gGmbH
Herr Felix Große-Plankermann
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blue-ME: Neue Pacing-App unterstützt Menschen mit ME/CFS im Alltag

Ehemann einer ME/CFS-Erkrankten entwickelt in Oggersheim eine APP für die mehr als 500 000 Betroffenen in Deutschland. Auch chronisch Erkrankte von Post-COVID, Post-VAC und Fibromyalgie profitieren.

BildMit „blue-ME“ ist kürzlich eine neue App erschienen, die Menschen mit ME/CFS (Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom) und anderen chronischen Erkrankungen wie Post-COVID-, Post-VAC- und Fibromyalgie ansprechen möchte. Sie hilft den Betroffenen dabei, ihre Krankheit besser zu managen. Entwickelt wurde sie von pw-s development UG. Der nebenberufliche Firmengründer Paul Wührl sieht sich als Ehepartner einer ME/CFS-Betroffenen selbst mit den Herausforderungen dieser schweren Multisystemerkrankung konfrontiert.

Die App entstand aus einer persönlichen Geschichte heraus: Nach einer schweren Covid-Infektion hat sich die Ehefrau des Firmengründers nie wieder vollständig erholt. Pacing – also das gezielte Haushalten mit Energie – wurde zu einem zentralen Thema. Auf der Suche nach einem besseren Weg, Symptome und Belastungen zu analysieren, entstand die Idee zu „blue-ME“. In Eigenregie und ohne externe Unterstützung wurde die App in mehr als tausend Stunden entwickelt.

Funktionen mit echtem Mehrwert

Im Vergleich zu bestehenden Anwendungen bietet „blue-ME“ eine besonders benutzerfreundliche Oberfläche und flexible Erfassungsmöglichkeiten – von minimalistischer Symptom-Dokumentation bis zur detaillierten Aktivitätsanalyse. Ein zentrales Feature ist die Trendanalyse, die es Nutzer*innen ermöglicht, Zusammenhänge zwischen Belastung und Symptomen sichtbar zu machen. Ergänzt wird die App durch Atemübungen, einen Pacing-Timer, HRV-Messung und FUNCAP-Testung. Eine KI-gestützte Auswertung der anonymisierten Daten kann optional hinzugezogen werden.

Ein App-Projekt mit Herz und Hoffnung

„Die gemeinsame Arbeit an der App gibt uns ein neues Ziel“, sagt Caroline Reus-Wührl. „Sie ersetzt zwar nicht mein altes Leben, aber sie schafft Sinn – und hoffentlich auch Hilfe für andere.“ Für Paul Wührl ist „blue-ME“ ein Beweis dafür, dass man auch unter schwierigen Bedingungen Großes schaffen kann: „Wir sind stolz, diesen Weg gegangen zu sein – und freuen uns über das überwältigende Feedback aus der Community.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

pw-s development UG (haftungsbeschränkt)
Herr Paul Wuehrl
Geistgasse 6 675 c
67071 Ludwigshafen
Deutschland

fon ..: 062163454147
web ..: https://pws-development.de
email : info@pws-development.de

Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von betriebswirtschaftlichen Anwendungen und Individualsoftware spezialisiert.

Pressekontakt:

TextProfessionell
Herr Jürgen Rönsch
Obere Straße 7
34479 Breuna

fon ..: 01775919682
email : roensch@text-professionell.de

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Hanelore Branga veröffentlicht „Neurofeedback: Angewandte Neurowissenschaft und Neurotherapie“

Hanelore Branga’s Buch vereint Wissenschaft und Praxis, erläutert Neurotherapie-Konzepte und bietet eine umfassende EEG-Einführung. Ein unverzichtbares Werkzeug für Neurofeedback-Interessierte.

Bild„Neurofeedback – Angewandte Neurowissenschaft und Neurotherapie“ von Hanelore Branga ist ein bahnbrechendes Werk, das Leser in die Welt des Neurofeedbacks einführt. Die Autorin, eine anerkannte Psychologin und Neurotherapeutin, kombiniert Wissenschaft und klinische Praxis auf meisterhafte Weise und erklärt komplexe neuroanatomische Konzepte klar und einfach. Ihre persönlichen Erfahrungen und zahlreichen klinischen Fallbeispiele machen das Buch zu einem unverzichtbaren Werkzeug für alle, die sich für diese Technik interessieren oder sie bereits anwenden.

Der Text bietet eine umfassende Einführung in die EEG-Evaluation und zeigt, wie diese Erkenntnisse in die klinische Praxis integriert werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Entscheidungsprozessen in der klinischen Neurotherapie und auf der Vorstellung von Therapieansätzen, die Neurofeedback-Protokolle mit klassischen Methoden kombinieren.

Das Highlight des Buches ist das von Branga entwickelte Konzept des betätigungsorientierten Neurofeedbacks, das aktive Übungen mit Therapieprotokollen verbindet, um die Gehirnleistung gezielt zu verbessern. Dieses Buch ist nicht nur eine Informationsquelle, sondern inspiriert auch dazu, die Grenzen unseres Verständnisses des menschlichen Gehirns zu erweitern.

Wir freuen uns, Hanelore Branga, Autorin von „Neurofeedback – Angewandte Neurowissenschaft und Neurotherapie“ und Expertin in angewandten Neurowissenschaften, als führende Dozentin beim Institut für EEG-Neurofeedback (IFEN) zu haben. Ihre umfangreiche Fachkenntnis und ihr innovativer Ansatz zur Neurotherapie bereichern unser Team und inspirieren unsere Studierenden. Mit ihrem einzigartigen betätigungsorientierten Neurofeedback-Ansatz erweitert sie die Grenzen der Neurotherapie. Wir sind stolz darauf, mit ihr zusammenzuarbeiten und freuen uns auf weitere Beiträge zu unserer Arbeit.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Neurofeedback-Partner GmbH
Herr Thomas Feiner
Karl-Böhm-Str. 50
85598 Baldham
Deutschland

fon ..: +4915154603928
web ..: http://www.neurofeedback-info.de
email : info@neurofeedback-partner.de

Das Institut für EEG-Neurofeedback (IFEN) steht heute an der Spitze der Ausbildung von Neurofeedback-Therapeuten und der Entwicklung neuer Neurofeedback-Anwendungen in Deutschland und Europa Es bietet umfassende Fortbildungen, die auf dem neuesten Stand der Forschung basieren, und ist damit ein zentrales Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis.

Pressekontakt:

Neurofeedback-Partner GmbH
Herr Thomas Feiner
Karl-Böhm-Str. 50
85598 Baldham

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email : info@neurofeedback-partner.de