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Wirtschaft

Der Carbon-Rennrad-Effekt, Warum Top-Manager gefunden werden – oder eben nicht.

Auf Executive-Level wird man gefunden – oder die Positionierung stimmt nicht. Warum die entscheidenden Gespräche über Sie stattfinden, wenn Sie nicht im Raum sind.

BildFast täglich erreichen mich Nachrichten von Executives in Neuorientierung. 10 bis 30 Jahre Führungserfahrung. P&L-Verantwortung im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich. Beeindruckende Stationen.

Und trotzdem: Sie suchen. Aktiv. Breit. Seit Monaten.

Dabei gilt auf diesem Level eine einfache Wahrheit: Man wird gefunden – oder die Positionierung stimmt nicht.

Der Grund dafür ist strukturell.

Warum Führungspositionen selten ausgeschrieben werden

Je höher die Position, desto seltener wird sie ausgeschrieben. Mandate auf Geschäftsführungs- und Vorstandsebene werden überwiegend vertraulich besetzt: über Personalberater, über Aufsichtsräte, über Investoren, über Empfehlungen aus dem engen Kreis. Ein erheblicher Teil dieser Rollen erreicht nie eine Stellenbörse.

Das heißt: Die entscheidenden Gespräche über Sie finden statt, wenn Sie nicht im Raum sind.

Was Personalberater sehen, wenn sie Ihren Namen prüfen

Jemand nennt einen Namen. Ein anderer schaut nach. Und was dann zu sehen ist – Profil, Lebenslauf, Spuren im Markt – entscheidet darüber, ob Sie auf der Longlist landen oder gar nicht erst erwähnt werden.

Genau deshalb ist die eigene Positionierung kein Marketingthema. Sie ist die Eintrittskarte in einen Markt, zu dem es keinen anderen Zugang gibt.

Die häufigsten Schwachstellen in Executive-Profilen

Was ich in der Arbeit an Executive-Profilen regelmäßig sehe:

Ein Lebenslauf, der Verantwortungsbereiche auflistet statt Wirkung. Er dokumentiert eine Karriere korrekt – und lässt den Menschen dahinter kleiner wirken, als sie es waren.

Erfahrung, die im entscheidenden Moment unsichtbar bleibt. Da hat jemand über Jahre operative Verantwortung getragen, Standortstrukturen mitgestaltet, Werke im Rahmen von Akquisitionen integriert. Im Suchprozess wird genau danach gefragt – und im Profil steht davon kein Wort.

Ein veralteter Lebenslauf, der bei einer Beratung im Umlauf ist und die Person seit Jahren nicht mehr abbildet.

Mehrere LinkedIn-Profile derselben Person, von denen nur eines gepflegt wird. Der Entscheider landet natürlich auf dem anderen.

Eine Headline, die beschreibt statt zu positionieren.

Das sind keine kosmetischen Themen. Das ist der Unterschied zwischen aussortiert und auf der Shortlist.

Positionierung als Business Case

In Ihrem Unternehmen haben Sie diese Entscheidung hunderte Male getroffen: Ein Produkt hat Substanz, aber der Markt greift nicht zu. Sie hätten nie gesagt „warten wir ab“. Sie hätten in Positionierung, Vertrieb und Sichtbarkeit investiert – weil der Business Case eindeutig ist.

Bei sich selbst gilt exakt dieselbe Logik. Nur wird sie selten angewendet.

Wer den Markteintritt in eigener Sache versäumt hat, korrigiert das nicht durch Abwarten, sondern durch eine gezielte Investition. Rechnen wir sie durch, wie jede andere auch:

Investition: einmalig, im niedrigen fünfstelligen Bereich. Ertrag: bereits ein um zehn Prozent besser verhandeltes Package auf Führungsebene liegt regelmäßig im sechsstelligen Bereich – über die Vertragslaufzeit kumuliert. Payback: in der Regel mit dem ersten Vertrag. Und berufliche Weiterbildung ist grundsätzlich steuerlich absetzbar, was die Nettobelastung weiter senkt.

Der Carbon-Rennrad-Effekt

Ein Carbon-Rennrad für 12.999 Euro verliert an Wert, sobald es aus dem Laden rollt. Es steht trotzdem in vielen Garagen.

Die eigene Positionierung zahlt über Jahre ein. Über sie wird länger nachgedacht.

Und je früher in der Laufbahn diese Investition erfolgt, desto länger wirkt sie.

Kein Unternehmen würde sein bestes Produkt ohne klare Positionierung in den Markt geben.

Warum tun es Führungskräfte mit sich selbst?

Think different. Act precisely. Lead deliberately.

Gregor Ghirmay

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Executive Advisory
Herr Gregor Teamrat Ghirmay
Auf der Scheib 6a
65439 Flörsheim
Deutschland

fon ..: +49 6145 546 1701
web ..: https://www.boardadvisoryconsulting.de/
email : office@ghirmay-executiveadvisory.de

Als spezialisierter Berater für Executive Search und Leadership Advisory unterstütze ich Mittelstand, Finanzdienstleister, Hidden Champions sowie Private-Equity- und DAX-Unternehmen im DACH-Raum bei der Besetzung kritischer C-Level-, VP- und Führungspositionen – sowohl in klassischen Suchmandaten als auch in ausgewählten „Emergency“-Suchen mit klar definierten Timelines von 6-8 Wochen.

Statt anonymer Datenbanken setze ich auf gezielte Direktansprache, fundierte Beurteilung von Eignung und Kulturfit sowie ein belastbares Netzwerk. So gewinnen Sie Führungspersönlichkeiten, die fachlich exzellent sind und zugleich zu Ihrer Organisation und Strategie passen.

Vertrauen Sie auf meine Erfahrung in Executive Search und Unternehmensberatung, um die richtigen Köpfe für die nächste Entwicklungsstufe Ihres Unternehmens zu gewinnen.

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Wirtschaft

Plötzlich ohne Job: Wie ein Standortschluss ganze Lebensentwürfe erschüttert – und neue Wege eröffnet

Standortschließung trifft Identität und Existenz vieler Beschäftigter. Ein IT-Manager zeigt, wie Bewerbungscoaching nach Kündigung hilft, Erfahrung neu zu erzählen und beruflich neu zu starten Heute.

BildBerlin – Als die Nachricht kam, war der Besprechungsraum voll. Der Standort werde geschlossen, hieß es. Für viele der Beschäftigten bedeutete das mehr als den Verlust des Arbeitsplatzes. Es war das Ende einer vertrauten Ordnung: Kolleginnen und Kollegen, die über Jahre hinweg zu einem sozialen Umfeld geworden waren, Routinen, Sicherheit – und für manche die Grundlage für Hauskredite, Familienplanung und Zukunftsvorsorge.

So erging es auch Maximilian Kraus (42), Senior Projektmanager im Bereich IT und Digitalisierung. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeitete er im selben Unternehmen. „Man baut sein Leben um den Job herum“, sagt Kraus. „Freunde kommen aus dem Betrieb, der Tagesrhythmus ist klar, die finanzielle Planung basiert auf einem stabilen Einkommen.“ Der Standortschluss habe dieses Gefüge abrupt beendet.

Arbeits- und Organisationspsychologen weisen darauf hin, dass betriebsbedingte Kündigungen nach Standortschließungen häufig unterschätzt werden – nicht wegen der formalen Kündigung selbst, sondern wegen ihrer sozialen und psychologischen Wirkung. „Für langjährige Beschäftigte ist der Job Teil der Identität“, sagt Dr. Petra Naumann, Arbeits- und Organisationspsychologin. „Der Verlust löst oft eine Krise aus: Existenzängste, Schuldgefühle gegenüber der Familie, Zweifel am eigenen Wert.“ Angst, Kontrollverlust und Rückzug seien typische Reaktionen.

Diese Erfahrung teilen viele. Studien zeigen, dass der emotionale Stress nach einem Arbeitsplatzverlust mit der Dauer der Betriebszugehörigkeit zunimmt. Gleichzeitig ist der Arbeitsmarkt nicht so verschlossen, wie es sich für Betroffene zunächst anfühlt. Eine arbeitsmarktökonomische Langzeitstudie _“Reemployment or Unemployment“_ (Springer Nature, 2025), basierend auf dem Schweizer Haushaltspanel, kommt zu dem Ergebnis, dass rund zwei Drittel der entlassenen Beschäftigten innerhalb von zwei Jahren wieder eine neue Stelle finden. Besonders gut gelingt dies jenen, die aktiv nach vorne schauen und ihre Bewerbungsstrategie anpassen.

Genau hier setzte bei Kraus ein Wendepunkt ein. Nach einer Phase der Orientierung entschied er sich für professionelles Bewerbungscoaching. „Ich musste lernen, über meine Kündigung zu sprechen, ohne mich zu rechtfertigen“, sagt er. „Und ich musste lernen, meine Geschichte neu zu erzählen“. Nicht als Kündigung, sondern als Ergebnis einer unternehmerischen Entscheidung.

Begleitet wurde er von Jessica Wahl, Bewerbungscoach und Karriereberaterin. „Viele kommen zu uns mit dem Gefühl, aus dem System gefallen zu sein“, sagt Wahl. „Dabei haben sie oft jahrelange Erfahrung, Verantwortung getragen und Projekte gestemmt. Diese Kompetenzen müssen sichtbar gemacht werden.“ „Unsere Arbeit beginnt mit Reflexion: Was habe ich geleistet? Welche Kompetenzen sind übertragbar?“ Danach folge gezieltes Training – etwa für Bewerbungsgespräche und Selbstpräsentationen. „Nicht mit Versprechen, sondern mit Struktur.“

„Wir üben, wie man über den Standortschluss spricht – sachlich, ohne Rechtfertigung“, erklärt Wahl. „Und wir trainieren Interviewsituationen, Selbstpräsentationen und die klare Benennung von Ergebnissen.“ Das Ziel sei nicht, den Bruch zu kaschieren, sondern ihn professionell einzuordnen.

Auch aus Sicht der Unternehmen hat sich der Blick verändert. Tim Berger, Personalmanager eines international tätigen Konzerns, bestätigt: „Eine Kündigung wegen Standortschließung ist kein Makel. Entscheidend ist, ob jemand reflektiert auftreten kann und zeigt, was er gelernt hat.“ Gerade erfahrene Fachkräfte seien gefragt, wenn sie bereit seien, Verantwortung neu zu denken.

Für Kraus zahlte sich der Prozess aus. Heute arbeitet er wieder in einer leitenden Funktion, in einem anderen Unternehmen, mit größerem Gestaltungsspielraum. „Der Weg dorthin war nicht leicht“, sagt er. „Aber rückblickend war die Kündigung auch ein Einschnitt, der mich gezwungen hat, mich ehrlich mit meiner beruflichen Entwicklung und meinem Leben auseinanderzusetzen.“

Psychologin Neumann ordnet solche Entwicklungen vorsichtig ein: „Nicht jede Kündigung führt zu einem Neuanfang. Aber viele Betroffene berichten rückblickend, dass sie gezwungen waren, bewusster Entscheidungen zu treffen, was ihnen im Nachhinein sehr gut getan hat.“

Der Arbeitsmarkt bietet dafür derzeit widersprüchliche Signale. Laut dem Jahresrückblick Arbeitsmarkt 2025 der Bundesagentur für Arbeit konnten mehr als 14.500 Arbeitslose wieder in Beschäftigung vermittelt werden, während Unternehmen gleichzeitig über Fachkräfteengpässe klagen. Für entlassene Beschäftigte ist das kein Trost, aber ein Hinweis: Der Neustart ist möglich.

Für Kraus bleibt vor allem eine Erkenntnis: „Die Kündigung war ein Einschnitt.“ Aber sie habe nicht alles beendet. „Sie hat etwas geöffnet, das vorher keinen Platz hatte. Heute bin ich reifer, selbstbestimmter. Und viele sehr nette neue Kollegen habe ich auch gefunden.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Institut für Personal Performance Coaching
Frau Jessica Wahl
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Das Institut für Personal Performance Coaching begleitet seit 20 Jahren Fach- und Führungskräfte sowie Persönlichkeiten in herausfordernden beruflichen Kontexten.

Jessica Wahl, Senior Performance Coach, Atem-, Stimm- und Sprechtherapeutin, und Jörg Tewes, Diplom-Schauspieler und Senior Performance Coach, sind international als führende Experten für Performance- und Karriere-Coaching bekannt.

Das Coaching findet in einem einzigartigen Ambiente im Herzen von Berlin-Kreuzberg statt: Das Institut befindet sich in einer wunderschönen Kirche, die eine Atmosphäre von Ruhe, Konzentration und Klarheit bietet – ein bewusster Kontrapunkt zur pulsierenden Dynamik der Großstadt.

Der Fokus des Coaching-Ansatzes liegt auf Haltung, Präsenz und nachhaltiger Performance – alles unter realen Bedingungen und mit einem klaren Ziel: Menschen nicht nur fachlich, sondern auch persönlich zu stärken. Besonders wird auf die Entwicklung von Soft Skills, emotionaler Intelligenz und der Fähigkeit zur authentischen Selbstpräsentation Wert gelegt. So werden die Klienten optimal auf die komplexen Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorbereitet, die sowohl technisches Wissen als auch ausgeprägte zwischenmenschliche Fähigkeiten erfordern. https://www.bewerbungstraining-berlin.com

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