Tag Archives: Resilienz

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Studie rückt den Arbeitsplatz als Faktor für Resilienz in den Blick

Eine Zwei-Jahres-Kohorte aus dem spanischen Gesundheitswesen legt nahe, dass Resilienz stärker an den Bedingungen am Arbeitsplatz hängt als an der Person. Rückhalt, Vertrauen und Erholung zählten.

BildVlotho, 11. August 2026. Resilienz gilt gemeinhin als Eigenschaft, die jemand mitbringt oder eben nicht. Eine prospektive Kohortenstudie aus dem spanischen Gesundheitswesen, am 1. August 2025 unter dem Titel Resilience changes and occupational resilience factors among healthcare workers im Fachjournal Scientific Reports erschienen, legt eine andere Gewichtung nahe. Von allen geprüften Merkmalen sagten drei die spätere Widerstandsfähigkeit am zuverlässigsten vorher, und alle drei beschreiben nicht die Person, sondern ihren Arbeitsplatz: Rückhalt durch Kolleginnen und Kollegen, Vertrauen in den Betrieb und die Möglichkeit, sich von Belastung tatsächlich zu erholen.

Der Messansatz ist ungewöhnlich. Statt die Beschäftigten nach ihrer Widerstandskraft zu fragen, rechneten die Forschenden sie aus. Sie bestimmten, wie viel Symptomlast bei einer gegebenen Belastung im Mittel zu erwarten ist, und werteten jede Abweichung nach unten als Resilienz. Befragt wurde in drei Wellen über zwei Jahre, beginnend 2020 mit 2.422 Personen. In der dritten Welle nahmen noch 538 Personen teil.

Ein Nebenbefund widerspricht einer verbreiteten Erzählung. Wer zu Beginn stark belastet war, zeigte sich zwei Jahre später tendenziell weniger widerstandsfähig, nicht widerstandsfähiger. Belastung scheint nach diesen Daten eher zu zehren als abzuhärten.

Die Autorinnen und Autoren benennen die Grenzen ihrer Arbeit deutlich. Die Angaben beruhen auf Selbstauskunft, die Stichprobe war eine Gelegenheitsstichprobe, und über die Wellen hinweg sank die Beteiligung erheblich. Ein Ursache-Wirkungs-Nachweis ist damit nicht erbracht, wohl aber ein zeitlich geordneter Zusammenhang: Die drei Merkmale wurden erhoben, bevor sich zeigte, wem es später wie ging.

»Eine einzelne Kohortenstudie trägt für sich genommen keine Führungsempfehlung«, erklärt Uli Funke, Gründer der Akademie für angewandte Neurowissenschaft A|F|A|N. »Bemerkenswert ist, dass alle drei Faktoren in eine Richtung zeigen, zu der auch unabhängig von dieser Arbeit Befunde vorliegen, etwa aus der Forschung zu sozialem Rückhalt, zu Vertrauen in Führung und zu Erholung. Wenn mehrere Forschungslinien dasselbe nahelegen, lohnt es sich, Resilienz nicht nur als Trainingsthema für Einzelne zu behandeln. Das gehört in jede Coaching-Weiterbildung, die mit Neurowissenschaft arbeitet.«

Für Führungskräfteentwicklung und Coaching verschiebt das den möglichen Ansatzpunkt. Wer Menschen in Führung begleitet, arbeitet im Coaching üblicherweise an deren persönlichem Umgang mit Druck. Die Daten deuten darauf hin, dass daneben ein zweiter Hebel liegt, nämlich in den Bedingungen, die eine Führungskraft für ihr Team herstellt. Genau diese Verbindung aus biologischen Grundlagen, individueller Diagnostik und einer Messung der Führungswirkung steht im Zentrum der Weiterbildung zum NEURO IMPACT COACH®, die Uli Funke und Prof. Dr. Bruno Haller gemeinsam anbieten. Die Coaching-Ausbildung mit Neurowissenschaft folgt dort einem Kreislauf aus vier Schritten: verstehen, verorten, intervenieren und die Wirkung anschließend erneut messen.

Das Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz beschreibt Resilienz als den Erhalt oder die rasche Wiederherstellung psychischer Gesundheit während oder nach belastenden Lebensumständen. Gelingende Bewältigung entsteht demnach im Zusammenspiel von Person und Umwelt, nicht in der Person allein.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

AFAN Solutions GmbH
Herr Uli Funke
Johanne-Stelzer-Str. 2
32602 Vlotho
Deutschland

fon ..: +49 171 5309404
web ..: https://afan.academy
email : uli.funke@afan.academy

Die Akademie für angewandte Neurowissenschaft A|F|A|N (AFAN Solutions GmbH) vermittelt seit 2021 neurowissenschaftlich fundiertes Wissen für Menschen in Führung, Training, Coaching und Organisationsentwicklung. Gründer Uli Funke hat mit BRAIN FOR BUSINESS® eine praxisnahe Weiterbildung entwickelt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Bruno Haller bietet A|F|A|N die Weiterbildung zum NEURO IMPACT COACH® an.

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Impuls 19- Resilienz

Resilienz bedeutet nicht, Krisen zu vermeiden, sondern gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

BildImpuls 19 – Studium mit Perspektive

„Resilienz – Die innere Stärke, die durch Herausforderungen wächst“

Wissen in kürze

Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, mit Belastungen, Veränderungen und Krisen konstruktiv umzugehen. Sie ist keine angeborene Eigenschaft, sondern entwickelt sich durch Erfahrungen, Einstellungen und bewusstes Verhalten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass resiliente Menschen Herausforderungen realistischer einschätzen, ihre Handlungsmöglichkeiten erkennen und soziale Unterstützung aktiv nutzen.

Zu den wichtigsten Resilienzfaktoren zählen Optimismus, Selbstwirksamkeit, Akzeptanz, Lösungsorientierung und stabile Beziehungen. Resilienz schützt nicht vor Stress oder Rückschlägen, sie hilft jedoch dabei, schneller wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

In einer zunehmend komplexen und dynamischen Arbeits- und Lebenswelt gilt sie deshalb als eine zentrale Zukunftskompetenz für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und psychisches Wohlbefinden.

Der präventologische Perspektivwechsel
Wer Resilienz besitzt, erlebt schwierige Situationen nicht automatisch als Bedrohung, sondern auch als Lernchance.

Der präventologische Ansatz fördert eine Haltung, die den Fokus nicht ausschließlich auf Probleme richtet, sondern den Blick bewusst auf vorhandene Ressourcen und Potenziale richtet: Was hat bereits in ähnlichen Situationen geholfen? Welche Stärken stehen mir zur Verfügung? Jede gemeisterte Herausforderung erweitert die persönliche Erfahrung und stärkt das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und somit wächst auch das Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Der Alltagstipp

Führen Sie eine „Stärken-Minute“ ein: Notieren Sie am Ende jedes Tages drei Dinge, die Ihnen gelungen sind – auch kleine Erfolge zählen. Fragen Sie sich zusätzlich, welche persönliche Stärke dabei hilfreich war. Diese kurze Übung schärft den Blick für vorhandene Ressourcen und stärkt langfristig das Vertrauen in die eigene Widerstandskraft und Selbstwirksamkeit.

Dieser Impuls wurde von unserer Präventologin Stephanie Erikson verfasst.

Eschede, Niedersachsen

Ihr Schwerpunkt: Stressbewältigung

Ihre Website: https://www.stephanie-erikson.de/

https://www.praeventologe.de/mitglieder-deutschland/niedersachsen/erikson-stephanie?highlight=WyJlcmlrc29uIl0=

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Berufsverband der Präventologen e.V.
Frau Denise Iwanek
Gneisenaustraße 42
10961 Berlin
Deutschland

fon ..: 01727814210
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email : info@praeventologe.de

Präventologinnen und Präventologen sind Experten der Prävention und Gesundheitsförderung. Sie tragen kompetent und wirksam zur Gesundheitsförderung jedes Einzelnen bei. Zum Berufsverband der Präventologen e.V. gehören Menschen, die ein gesundes Leben in Deutschland ermöglichen und die dafür nötigen Voraussetzungen schaffen oder verbessern wollen. Zum Berufsverband gehören geprüfte Präventologinnen und Präventologen, Studierende des Fernstudienganges, Angehörige der unterschiedlichen Gesundheits- und Sozialberufe, Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sowie interessierte Einzelpersonen. Der Verband versteht sich als lernende Gemeinschaft, die ihr Wirken kontinuierlich reflektiert, um stetige Verbesserungen zu erreichen.

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„Beat the System Without Losing Yourself“ beschreibt den Übergang: Überlebenskampf zu einem inneren Manifest.

Vom Obdachlosen zum Experten: Stefan von Hofens Weg ist ein Manifest der Resilienz. Mit „Beat the System“ bietet er Strategien für den Pivot in der Krise – radikal, ehrlich und praxiserprobt.

BildDer strategische Aufhänger: Internationaler Erfolg trifft auf digitalen Launch

Am heutigen 29. Juli 2026 markiert die Veröffentlichung des E-Books „Beat the System Without Losing Yourself“ auf Amazon Kindle einen entscheidenden Wendepunkt in der medialen Positionierung von Stefan von Hofen. Nachdem der Autor in der britischen Presse bereits als „Geheimtipp“ für außergewöhnliche Lebensläufe galt, vollzieht er nun den strategischen Schritt vom autobiografischen Erzähler zum global agierenden Experten für Resilienz. Dieser Wechsel ist weit mehr als eine bloße Genre-Erweiterung; es ist die gezielte Überführung einer dramatischen Lebensgeschichte in ein anwendbares Sachbuch-Format, das die Mechanismen der Selbstbehauptung in einer volatilen Weltwirtschaft dechiffriert.

Hinter dieser literarischen Transformation steht eine biografische Radikalität, deren ungeschönte Wahrheit als notwendiges Fundament für den nun folgenden Wissenstransfer dient.

Die Anatomie der Resilienz: Eine Odyssee über drei Kontinente

Der Lebensweg von Stefan von Hofen (bürgerlich: Stefan Schenkelberg) ist eine Fallstudie extremer Amplituden. Seine Historie ist keine theoretische Abhandlung über das Scheitern, sondern eine physisch erfahrene Validierung dessen, was es bedeutet, alles zu verlieren – außer der inneren Substanz.

Sein Weg lässt sich in drei kritische Phasen unterteilen, die die Basis seiner heutigen Expertise bilden:

* Der Aufstieg: In den 1990er-Jahren agierte Schenkelberg im Epizentrum des Immobilienbooms. Mit Provisionen von über 400.000 DM verkörperte er den wirtschaftlichen Erfolg par excellence.
* Der Nullpunkt: Nach dem Kollaps seines geschäftlichen Netzwerks folgte die existenzielle Flucht in die USA. Dort stieß er in Washington D.C. auf eine „Mauer des Schweigens“ – ein diplomatisches und institutionelles Vakuum, das ihn schließlich in die Obdachlosigkeit führte. Vom Penthouse landete er in einem Stockbett des „New Hope“-Shelters in Costa Mesa, Kalifornien, geteilt mit 15 Fremden. In dieser Zeit bildete seine Partnerin Godivana, eine Künstlerin und ehemalige DDR-Flüchtling, das emotionale Rückgrat. Ihre eigene Erfahrung – die Flucht aus der DDR und das Zurücklassen ihres Trabants in Prag – verschmolz mit seiner Odyssee zu einer unerschütterlichen „Survivor-Mentalität“.
* Die Neuerfindung: Die Rückkehr nach Oberbayern markierte den strategischen Pivot. Mit dem Konzept des „Mobile Tasting Experience Rocker“ transformierte er seine Erfahrungen in ein agiles Geschäftsmodell, das stationären Kostendruck durch Mobilität und Innovationskraft ersetzte.

Dieser Verlust von materiellem Reichtum führte zur Entdeckung einer unzerstörbaren Integrität, die nun als strategischer Leitfaden für Führungskräfte dient.

Das neue Werk: „Beat the System Without Losing Yourself“ als strategischer Guide

In der heutigen Wirtschaftswelt, die oft einem institutionellen Vakuum gleicht, positioniert sich „Beat the System Without Losing Yourself“ als unverzichtbarer Guide für Professionals und Entrepreneure. Das Buch dechiffriert die „Mauer des Schweigens“ als Metapher für den systemischen Druck, dem Individuen in Krisenzeiten ausgesetzt sind.

Die Kernbotschaften des Buches:

* Radikale Resilienz: Die Fähigkeit, Krisen nicht nur operativ zu überstehen, sondern sie als Energiequelle für den strategischen Pivot zu nutzen.
* Integrität im System: Wie man unter ökonomischem Druck seine Werte bewahrt. Ein konkreter Beweis für Schenkelbergs Integrität ist die transparente Abwicklung von Altschulden in Höhe von 8.200 Euro, die er trotz existenzieller Not in symbolischen Raten von 50 Euro monatlich tilgt – ein Detail, das Gläubiger und Geschäftspartner gleichermaßen von seiner Verlässlichkeit überzeugte.
* Der Entrepreneurial Spirit: Die Erkenntnis, dass Scheitern kein finaler Zustand, sondern ein notwendiger Zwischenschritt in einem kontinuierlichen Lernprozess ist.

Wertebasiertes Unternehmertum: Das Vermächtnis von Rainers Bavarian

Das literarische Werk ist untrennbar mit Schenkelbergs unternehmerischer Praxis bei „Rainers Bavarian“ verknüpft. Das Unternehmen ist eine Hommage an seinen Bruder Rainer, der aufgrund eines angeborenen Herzfehlers (Trikuspidalatresie) und einer anschließenden Sauerstoffunterversorgung während einer Operation am offenen Herzen schwere Hirnschäden erlitt.

Die Mission von „Rainers Bavarian“ umfasst:

* Der Mobile Tasting Experience Rocker: Diese 3,10 Meter hohe mobile Einheit im Litfaßsäulen-Design (Design: Axel Jäckel) wird ab dem 3. August 2026 von Ingolstadt nach Seeon-Seebruck rollen. Sie dient künftig nicht nur als kulinarischer Hub, sondern auch als rollende Bühne für „Kulinarische Lesereisen“.
* Das 10%-Versprechen: Ein fester Anteil aller Sponsoreneinnahmen des Buchprojekts fließt in die Neugeborenenforschung, um die Vision einer eigenen Stiftung zu realisieren.
* Expertise und Sichtbarkeit: Schenkelbergs Erfolg im Hermann Scherer Gold Programm und der Gewinn des International Speaker Slams (gegen 150 Teilnehmer aus 21 Nationen) unterstreichen seine Fähigkeit, komplexe Resilienz-Strategien medial wirksam zu vermitteln.

Fazit und Pressekontakt: Einladung zum Dialog

Stefan von Hofen steht für einen neuen Typus des Unternehmers: nahbar, krisenerprobt und radikal transparent. Er lädt Pressevertreter ein, am Diskurs über resiliente Unternehmensführung und wertebasiertes Wachstum teilzunehmen. Seine internationale Expertise, geschärft auf drei Kontinenten, ist nun bereit für den deutschsprachigen Markt.

PRESSEKONTAKT

Name:

Stefan Schenkelberg (Pseudonym: Stefan von Hofen)

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Rainers Bavarian Feinkost & Mehr „Mobile Tasting Experience“
Herr Stefan Schenkelberg
Bürgerwaldstr. 1
83278 Traunstein
Deutschland

fon ..: 017676283180
web ..: https://www.linkedin.com/in/schenkelberg
email : hallo@rainersbavarian.info

Die Globalen Jahre: Entrepreneurship zwischen Irland und London
Der Wechsel nach Limerick und später in die Weltmetropole London markiert Schenkelbergs Aufstieg zum globalen Akteur. Die strategische Entscheidung, von der Leitung einer spezialisierten Online-Übersetzungsagentur (Schenkelberg Global Solutions Ltd) zur Führung der Schenkelbergs London Bar und des Gourmet Express Mobile Catering zu wechseln, zeugt von einer außergewöhnlichen Anpassungsfähigkeit.
An der Seite seiner Frau Regina Schenkelberg, einer versierten Konditorin, steuerte er als „Husband and Wife Team“ komplexe Logistikketten in einem hochkompetitiven Markt. Dieser Kontrast – das Management hochpräziser Linguisten einerseits und die raue, logistisch anspruchsvolle Welt der Gastronomie andererseits – bildet die Basis seiner heutigen Beratungskompetenz. Er beherrscht sowohl die intellektuelle Feinmechanik der Strategie als auch die „Boots-on-the-Ground“-Mentalität, die notwendig ist, um unter extremem Druck Ergebnisse zu liefern. Diese internationale Schule der Agilität bereitete den Boden für seine Rückkehr nach Bayern und die dort folgende Prüfung seiner Resilienz.

Pressekontakt:

Rainers Bavarian Feinkost & Mehr „Mobile Tasting Experience“ Inhaber Stefan Schenkelberg
Stefan Schenkelberg
Bürgerwaldstr. 1
Traunstein 83278

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Facility Management muss Standorte krisenfähig machen

Zivile Verteidigung und betriebliche Krisenfähigkeit: Gebäude müssen bei Strom-, Wasser-, Kommunikations- und Versorgungsausfällen handlungsfähig bleiben.

BildFM-Connect.com fordert belastbare Notbetriebs-, Versorgungs- und Kommunikationskonzepte für Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen

Seestermühe, 27. Juli 2026 – Mit dem Pakt für den Bevölkerungsschutz und den neuen Arbeitshilfen zur Zivilen Verteidigung rückt die Krisenfestigkeit Deutschlands stärker in den politischen Mittelpunkt. Für Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen stellt sich damit eine praktische Frage: Wie lange bleiben ihre Gebäude und Standorte handlungsfähig, wenn Strom, Trinkwasser, Kommunikation, Verkehr oder externe Dienstleistungen ausfallen?

FM-Connect.com sieht hier eine zentrale Aufgabe des Facility Managements. Gebäude sind nicht nur Immobilien. Sie sind Arbeitsorte, Versorgungsstrukturen, Verwaltungszentren, Produktionsstätten, Behandlungsorte, Bildungsstätten und Knotenpunkte gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit. Ihre technische und organisatorische Widerstandsfähigkeit entscheidet darüber, ob Menschen geschützt, wichtige Prozesse fortgeführt und Störungen geordnet bewältigt werden können.

„Bevölkerungsschutz wird häufig mit Einsatzfahrzeugen, Warnsystemen und staatlichen Krisenstäben verbunden. Der Ernstfall entscheidet sich aber auch im Gebäude: Funktioniert die Notstromversorgung? Gibt es Wasser, Kommunikation und sichere Bereiche? Sind Verantwortliche erreichbar? Und weiß die Organisation, welche Funktionen sie aufrechterhalten muss?“, sagt Kay Meyer, Geschäftsführer der FM-Connect.com Network GmbH.

Politischer Hintergrund: Vom Katastrophenschutz zur gesamtgesellschaftlichen Vorsorge

Die Bundesregierung reagiert mit dem Pakt für den Bevölkerungsschutz auf eine veränderte europäische Sicherheitslage, zunehmende hybride Bedrohungen und die Erfahrungen aus Naturkatastrophen und größeren Versorgungsausfällen. Bis 2029 sollen zehn Milliarden Euro in den Bevölkerungsschutz und die Zivile Verteidigung investiert werden. Vorgesehen sind unter anderem modernere Warn- und Kommunikationssysteme, eine Stärkung des Technischen Hilfswerks, Verbesserungen der Trinkwasser- und Notstromversorgung sowie neue Strukturen für Koordination und Lagebewertung.

Das BBK stellt Kommunen seit Juni 2026 konkrete Arbeitshilfen zur Verfügung. Sie sollen ein gemeinsames Verständnis möglicher Krisen- und Verteidigungslagen schaffen und helfen, Informationen über Bevölkerung, Energieversorgung, Gesundheitsversorgung, kritische Infrastrukturen, Gefahrenabwehr und vorhandene Ressourcen zusammenzuführen.

Auch die Europäische Union verfolgt mit ihrer Preparedness-Union-Strategie einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz. Öffentliche Stellen, Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen sollen besser in Vorsorge und Krisenbewältigung eingebunden werden. Die Strategie sieht unter anderem öffentlich-private Notfallprotokolle, Mindestanforderungen an Vorsorge, Übungen sowie Leitlinien für eine Eigenversorgungsfähigkeit der Bevölkerung von mindestens 72 Stunden vor.

Aus Sicht von FM-Connect.com folgt daraus eine klare Konsequenz: Staatliche Vorsorge und betriebliche Vorsorge müssen ineinandergreifen. Öffentliche Einsatzkräfte können den internen Gebäudebetrieb, die Kenntnis technischer Anlagen und die objektspezifische Notfallorganisation nicht ersetzen.

Gebäude sind operative Bestandteile gesellschaftlicher Resilienz

Ein Stromausfall betrifft in einem Gebäude nicht nur die Beleuchtung. Er kann Aufzüge, Zutrittskontrolle, Lüftung, Kühlung, Trinkwasserförderung, Kommunikation, Sicherheitsanlagen, Küchen, Labore, medizinische Geräte oder Produktionsanlagen beeinträchtigen.

Ein Ausfall der Wasserversorgung betrifft nicht allein das Trinken. Er kann Sanitäreinrichtungen, Betriebsgastronomie, Pflege, Reinigung, Kühlung, Produktion, Löschwasserversorgung und hygienische Mindeststandards beeinflussen.

Eine gestörte Kommunikation führt dazu, dass Verantwortliche, Dienstleister, Nutzer und Einsatzkräfte nicht mehr zuverlässig erreicht werden. Gleichzeitig können digitale Zutritts-, Buchungs-, Alarmierungs- und Gebäudemanagementsysteme ausfallen.

Facility Management muss diese Abhängigkeiten kennen und in beherrschbare Betriebszustände übersetzen. Dafür reicht ein allgemeiner Notfallordner nicht aus. Erforderlich sind objektspezifische Szenarien, technische Last- und Prioritätenlisten, eindeutige Entscheidungsbefugnisse und regelmäßig geprüfte Ersatzverfahren.

Keine pauschale Bunkerpflicht – aber eine klare Vorsorgeaufgabe

Aus dem Pakt für den Bevölkerungsschutz ergibt sich gegenwärtig keine allgemeine Pflicht für Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen, ihre Gebäude zu Schutzräumen umzubauen. Der Pakt ist zunächst ein politisches und finanzielles Eckpunkteprogramm. Weitere gesetzliche Anpassungen sollen nach den bisherigen Planungen bis 2027 vorbereitet werden.

Facility Management sollte deshalb weder in Alarmismus verfallen noch die Entwicklung abwarten. Bestehende Pflichten zum Arbeits-, Gesundheits-, Brand- und Personenschutz, zur sicheren Betriebsorganisation und zur Gefahrenabwehr gelten unabhängig vom neuen Pakt weiter.

Objektbezogen zu klären ist insbesondere, welche Reaktion bei einem Ereignis sicherer ist:

* vollständige Räumung,
* Teilräumung,
* Verbleib in geschützten Gebäudebereichen,
* kontrollierter Notbetrieb,
* geordnete Stilllegung,
* Verlagerung kritischer Prozesse,
* Aufnahme oder Betreuung zusätzlicher Personen.

Ein interner sicherer Bereich ist dabei nicht automatisch ein behördlich anerkannter öffentlicher Schutzraum. Die Begriffe und Funktionen müssen eindeutig getrennt werden.

FM-Einordnung: Vom Normalbetrieb zum definierten Notbetrieb

Business Continuity Management im Facility Management beginnt mit der Frage, welche Leistungen und Gebäudefunktionen für Menschen, Kerngeschäft und öffentliche Aufgaben unverzichtbar sind.

FM-Connect.com unterscheidet dabei zwischen Normalbetrieb, eingeschränktem Betrieb, Notbetrieb, kontrollierter Stilllegung und Wiederanlauf. Die dafür erforderlichen technischen und organisatorischen Fähigkeiten müssen bereits vor einer Krise geplant werden. Die FM-Connect-Microsite zum BCM behandelt unter anderem Business-Impact-Analyse, Risikobewertung, Szenarioanalyse, Redundanz, Wiederanlaufplanung und Krisenorganisation.

1. Kritische Funktionen priorisieren

Nicht jede Gebäudefunktion muss im Notbetrieb uneingeschränkt fortgeführt werden. Betreiber müssen zunächst festlegen:

* Welche Prozesse schützen unmittelbar Leben und Gesundheit?
* Welche Anlagen verhindern erhebliche Folgeschäden?
* Welche Funktionen werden für öffentliche Aufgaben oder die Produktion benötigt?
* Welche Bereiche können kontrolliert abgeschaltet werden?
* Wie lange darf eine Funktion ausfallen?
* Welche Mindestleistung ist erforderlich?
* Welche Abhängigkeiten bestehen zu Personal, Lieferanten und Medien?

Eine Business-Impact-Analyse schafft hierfür eine belastbare Grundlage.

2. Notstromversorgung realistisch bewerten

Das Vorhandensein eines Notstromaggregats bedeutet noch keine belastbare Notstromversorgung. Zu prüfen sind:

* tatsächlich angeschlossene Verbraucher,
* verfügbare elektrische Leistung,
* Kraftstoffvorrat und Nachbetankungsmöglichkeit,
* Start- und Umschaltverhalten,
* Dauerbetriebsfähigkeit,
* Wartungs- und Prüfstatus,
* Kühlung und Lüftung des Aggregatraums,
* Verfügbarkeit von Ersatzteilen,
* personelle Bedienfähigkeit,
* Verhalten bei Ausfall der Gebäudeautomation.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern Systeme, die im Alltag nicht als kritisch wahrgenommen werden, im Notbetrieb aber unverzichtbar sind. Dazu gehören beispielsweise Abwasserpumpen, Druckerhöhungsanlagen, Kommunikationssysteme, Ladegeräte, Türen, Schranken oder die Kühlung technischer Räume.

3. Trinkwasser und Sanitärbetrieb sichern

Bei einer Unterbrechung der öffentlichen Wasserversorgung muss geklärt sein:

* Welche Mindestmengen werden für Menschen und Prozesse benötigt?
* Welche Bereiche müssen aus hygienischen Gründen geschlossen werden?
* Welche Ersatzversorgung ist möglich?
* Gibt es geeignete Einspeise- oder Übergabepunkte?
* Wie werden Toiletten, Pflege, Küchen und Reinigung organisiert?
* Wie wird eine Wiederinbetriebnahme hygienisch abgesichert?
* Wer stimmt Maßnahmen mit Wasserversorger und Gesundheitsamt ab?

Die Anforderungen unterscheiden sich erheblich zwischen Bürogebäude, Krankenhaus, Pflegeeinrichtung, Schule, Industrieanlage und Verwaltungsstandort.

4. Kommunikationsfähigkeit erhalten

Krisenkommunikation darf nicht ausschließlich von Mobilfunk, Cloud-Diensten oder dem Unternehmensnetz abhängig sein. Notwendig sind abgestufte Kommunikationswege, beispielsweise:

* Festnetz und Mobilfunk,
* Betriebsfunk,
* Satellitenkommunikation für besonders kritische Standorte,
* Lautsprecher- und Sprachalarmanlagen,
* Boten- und Meldeverfahren,
* gedruckte Kontakt- und Alarmierungslisten,
* definierte Informationspunkte für Nutzer,
* abgestimmte Kommunikation mit Behörden und Einsatzkräften.

Entscheidend ist nicht die Anzahl der Systeme, sondern ihre Verfügbarkeit, Reichweite und Bedienbarkeit unter realen Störungsbedingungen.

5. Evakuierung und Verbleib im Gebäude gemeinsam planen

Klassische Evakuierungskonzepte sind häufig auf Brandereignisse ausgerichtet. Zivile Krisenlagen können jedoch andere Reaktionen erfordern.

Bei Gefahrstofffreisetzungen, Angriffslagen, großflächigen Verkehrsunterbrechungen oder unsicheren Außenbereichen kann ein vorübergehender Verbleib im Gebäude sicherer sein als eine sofortige Räumung. Umgekehrt können ein längerer Strom-, Wasser- oder Lüftungsausfall eine geordnete Evakuierung erforderlich machen.

Die FM-Connect-Microsite zur Evakuierung behandelt unter anderem Teil-, Voll- und phasenweise Räumungen, sichere Bereiche, Alarmierung, Sammelstellen, Evakuierungshelfer und den Schutz besonders gefährdeter Personen.

6. Besonders schutzbedürftige Menschen berücksichtigen

Gesellschaftliche Verantwortung zeigt sich daran, wie Organisationen mit Personen umgehen, die sich nicht ohne Unterstützung schützen können. Dazu können gehören:

* Menschen mit Mobilitäts-, Seh- oder Hörbeeinträchtigungen,
* ältere oder pflegebedürftige Personen,
* Kinder,
* Patienten,
* Personen mit regelmäßig benötigten Medikamenten,
* Besucher ohne Ortskenntnis,
* Fremdfirmen und Lieferanten,
* Menschen mit geringen Deutschkenntnissen.

Notfallplanung muss hierfür Hilfsmittel, Begleitpersonen, barrierefreie Kommunikation, Rückzugsbereiche und alternative Transportmöglichkeiten vorsehen.

7. Schnittstellen zur Kommune vorbereiten

Kommunale Krisenstäbe und Einsatzkräfte benötigen im Ereignisfall verlässliche Informationen. Betreiber größerer oder gesellschaftlich wichtiger Standorte sollten daher objektbezogen klären, welche Daten vorbereitet und bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden können.

Dazu gehören beispielsweise:

* Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis,
* aktuelle Gebäude- und Lagepläne,
* Personenzahlen und Nutzungsarten,
* Gefahrstoff- und Anlageninformationen,
* Zufahrten und Aufstellflächen,
* Notstrom- und Wasserkapazitäten,
* verfügbare Räume und Ressourcen,
* vorhandene Kommunikationsmittel,
* besonders schutzbedürftige Nutzungen,
* mögliche Auswirkungen eines Standortausfalls.

Die BBK-Arbeitshilfe zur Kreisbeschreibung verfolgt auf kommunaler Ebene einen vergleichbaren Ansatz: Vorhandenes Wissen und lokale Ressourcen sollen systematisch erfasst und für den Ereignisfall nutzbar gemacht werden.

Konkreter Bezug zu den FM-Connect-Microsites

Business Continuity Management

Die Microsite bcm.fm-connect.com stellt die Aufrechterhaltung kritischer Unternehmensfunktionen in den Mittelpunkt. Sie verbindet Kerngeschäft, Gebäude, technische Anlagen, infrastrukturelle Dienstleistungen, Kommunikation und Lieferketten. Ziel ist ein betriebsbereiter und dokumentierter Notfallvorsorgeplan, der auf die jeweilige Organisation zugeschnitten ist.

Gebäudebetrieb und technische Anlagen

Das Teilthema „Gebäudebetrieb und technische Anlagen“ behandelt Brandmeldeanlagen, Sicherheitsbeleuchtung, Entrauchung, Alarmierung, elektrische Schutzsysteme, Aufzüge, Fluchtwegtechnik und Notstromversorgung als Voraussetzungen für Personenschutz und sichere Reaktionen.

Betriebliches Notfallmanagement

Die Microsite notfallmanagement.fm-connect.com verbindet Risikoanalyse, Alarm- und Notfallpläne, Krisenorganisation, Kommunikation, Notfallausrüstung, Schulung und Zusammenarbeit mit externen Einsatzorganisationen.

Evakuierungsmanagement

Die Microsite evakuierung.fm-connect.com behandelt die Vorbereitung kurzfristiger und längerfristiger Evakuierungen, sichere Bereiche, Personenstromplanung, Alarmierung, Sammelstellen sowie die Zusammenarbeit mit Behörden und Hilfsorganisationen.

Wahrnehmbare BCM-Indikatoren

Notfallfähigkeit darf nicht nur auf dem Papier bestehen. FM-Connect.com nennt mess- und beobachtbare Kriterien wie Ersatzsysteme, technische Verfügbarkeit, Erreichbarkeit verantwortlicher Personen, belastbare Kommunikationswege und funktionierende operative Abläufe.

Interview mit Kay Meyer, Geschäftsführer der FM-Connect.com Network GmbH

Frage: Herr Meyer, warum ist der Pakt für den Bevölkerungsschutz für Facility Manager relevant?

Kay Meyer: Weil Bevölkerungsschutz nicht an der Grundstücksgrenze endet. Unternehmen und öffentliche Einrichtungen müssen ihre Gebäude zunächst selbst in einen sicheren Zustand bringen. Einsatzkräfte kennen nicht jede Anlage, jede Abhängigkeit und jeden betrieblichen Prozess. Dieses Wissen liegt beim Betreiber und beim Facility Management.

Frage: Wird Facility Management damit Teil der Zivilen Verteidigung?

Kay Meyer: Facility Management übernimmt keine staatlichen Aufgaben. Es leistet aber einen wichtigen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Handlungsfähigkeit. Wer ein Krankenhaus, eine Verwaltung, eine Produktionsstätte oder ein großes Bürogebäude betreibt, trägt Verantwortung dafür, dass Menschen geschützt und kritische Funktionen geordnet aufrechterhalten oder heruntergefahren werden.

Frage: Müssen Unternehmen jetzt Schutzräume bauen?

Kay Meyer: Aus dem aktuellen Pakt ergibt sich keine pauschale Schutzraumpflicht für Unternehmen. Das wäre auch fachlich zu undifferenziert. Zunächst braucht es eine Risiko- und Nutzungsanalyse. Je nach Standort kann es sinnvoll sein, geeignete interne Aufenthaltsbereiche zu bestimmen. Diese sind aber nicht automatisch öffentliche Schutzräume.

Frage: Wo liegen in Gebäuden die größten Schwachstellen?

Kay Meyer: Häufig in den Abhängigkeiten. Ein Notstromaggregat ist vorhanden, versorgt aber nicht alle tatsächlich kritischen Verbraucher. Eine Alarmierung funktioniert, solange Mobilfunk und IT verfügbar sind. Ein Notfallplan nennt Personen, die das Unternehmen längst verlassen haben. Technische Anlagen sind vorhanden, aber niemand hat den Notbetrieb praktisch erprobt.

Frage: Wie sollte die Notstromversorgung bewertet werden?

Kay Meyer: Nicht nach Typenschild, sondern nach Funktion. Welche Verbraucher sind angeschlossen? Wie lange reicht der Kraftstoff? Wer kann die Anlage bedienen? Funktioniert die Umschaltung? Welche Wärme entsteht im Technikraum? Wie wird nachgetankt, wenn der Verkehr eingeschränkt ist? Diese Fragen müssen praktisch beantwortet werden.

Frage: Reichen bestehende Brandschutz- und Evakuierungspläne aus?

Kay Meyer: Nein. Sie sind wichtig, decken aber andere Szenarien nicht vollständig ab. Bei einem Brand wird in der Regel geräumt. Bei einer Gefahrstoffwolke oder einer unsicheren Außenlage kann der Verbleib im Gebäude richtig sein. Bei längerem Wasser- oder Stromausfall muss vielleicht zeitversetzt evakuiert werden. Dafür braucht es differenzierte Entscheidungen.

Frage: Welche Bedeutung hat soziale Verantwortung?

Kay Meyer: Eine Organisation ist nur so krisenfest wie ihr Umgang mit den Menschen, die besondere Unterstützung benötigen. Barrierefreiheit, verständliche Alarmierung, Medikamente, Pflege, Begleitpersonen und geeignete Rückzugsbereiche dürfen nicht erst im Ereignisfall diskutiert werden.

Frage: Welche Rolle spielen FM-Dienstleister?

Kay Meyer: Eine erhebliche. Sie betreiben Anlagen, kennen technische Details und stellen Personal bereit. In der Krise muss aber klar sein, welche Leistungen weiter erbracht werden, welches Personal tatsächlich verfügbar ist und welche Prioritäten gelten. Allgemeine Verfügbarkeitsversprechen reichen nicht. Das gehört konkret in Verträge und Notfallvereinbarungen.

Frage: Sollten Unternehmen ihre Planung mit den Kommunen abstimmen?

Kay Meyer: Bei größeren, kritischen oder besonders sensiblen Standorten ist das sinnvoll. Die Kommune muss nicht den internen Notfallplan genehmigen. Aber Ansprechpartner, Zufahrten, Gefahren, Personenzahlen, technische Ressourcen und wesentliche Abhängigkeiten sollten dort bekannt sein, wo sie im Ereignisfall relevant werden.

Frage: Wie verhindert man übertriebene oder unwirtschaftliche Maßnahmen?

Kay Meyer: Durch eine saubere Business-Impact-Analyse. Nicht alles muss redundant ausgeführt werden. Entscheidend ist, welche Funktion wie lange benötigt wird und welche Folgen ein Ausfall hätte. Daraus ergibt sich eine risikobasierte und wirtschaftlich vertretbare Priorisierung.

Frage: Was sollten Geschäftsführungen und öffentliche Träger jetzt beschließen?

Kay Meyer: Sie sollten ein objektspezifisches Resilienzprogramm beauftragen. Dazu gehören Szenarien, kritische Prozesse, technische Abhängigkeiten, Zuständigkeiten, Notbetriebsanforderungen, Investitionsbedarf und Übungen. Bevölkerungsschutz wird erst wirksam, wenn aus politischen Zielen konkrete Betriebsfähigkeit entsteht.

Handlungsprogramm für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen

FM-Connect.com empfiehlt ein Vorgehen in sieben Schritten:

1. Verantwortlichkeiten festlegen

Geschäftsführung, Krisenstab, Facility Management, Arbeitsschutz, Sicherheit, IT, Kommunikation und Dienstleister müssen klare Rollen und Vertretungen erhalten.

2. Business-Impact-Analyse durchführen

Zeitkritische Prozesse, maximal tolerierbare Ausfallzeiten, Mindestleistungen und technische Abhängigkeiten sind zu bestimmen.

3. Objektspezifische Szenarien entwickeln

Mindestens zu betrachten sind:

* Stromausfall,
* Wasserausfall,
* Kommunikationsausfall,
* Ausfall von Heizung, Lüftung oder Kälte,
* Verkehrs- und Lieferunterbrechungen,
* Gefahrstoffereignisse,
* Räumung oder Verbleib im Gebäude,
* Personalausfall,
* Ausfall wesentlicher Dienstleister.

4. Technische Notbetriebsfähigkeit prüfen

Notstrom, Wasserversorgung, Sanitärbetrieb, Alarmierung, Zutritt, Beleuchtung, Lüftung, Aufzüge, Kommunikation und manuelle Ersatzverfahren sind funktional zu testen.

5. Notfall- und Wiederanlaufpläne aktualisieren

Die Pläne müssen klare Auslösekriterien, Entscheidungsbefugnisse, Prioritäten, Kommunikationswege und Übergänge zwischen Not- und Normalbetrieb enthalten.

6. Kommunale und externe Schnittstellen klären

Kontakte zu Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Kommune, Versorgern, Gesundheitsamt und wichtigen Lieferanten sind aktuell und redundant vorzuhalten.

7. Regelmäßig üben und auditieren

Planspiele, technische Funktionstests und praktische Übungen zeigen, ob Personal, Anlagen und Kommunikation tatsächlich zusammenwirken.

Nutzen für Unternehmen

Ein systematisch aufgebautes Resilienz- und BCM-Konzept ermöglicht:

* besseren Schutz von Beschäftigten und Besuchern,
* geringere Betriebsunterbrechungen,
* klare Priorisierung knapper Ressourcen,
* belastbare Entscheidungen in Krisen,
* höhere Verfügbarkeit technischer Anlagen,
* bessere Steuerung von FM-Dienstleistern,
* nachvollziehbare Investitionsentscheidungen,
* geringere Folgeschäden,
* höhere Liefer- und Leistungsfähigkeit,
* Stärkung des Vertrauens von Kunden und Beschäftigten.

Nutzen für öffentliche Einrichtungen

Kommunen, Behörden, Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser und soziale Träger gewinnen:

* größere Handlungsfähigkeit bei Versorgungsausfällen,
* besseren Schutz besonders gefährdeter Nutzergruppen,
* transparente Ressourcen- und Zuständigkeitsübersichten,
* abgestimmte Schnittstellen zu Krisenstäben und Einsatzkräften,
* belastbare Notbetriebs- und Evakuierungsverfahren,
* bessere Grundlagen für Haushalts- und Investitionsplanung,
* höhere Widerstandsfähigkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge,
* nachvollziehbare Kommunikation gegenüber Politik und Bevölkerung.

Kernaussagen

Bevölkerungsschutz beginnt im betriebenen Gebäude.
Staatliche Einsatzkräfte können objektspezifische Betreiberkenntnis nicht ersetzen.

Der Pakt begründet derzeit keine pauschale Schutzraumpflicht.
Er ist jedoch ein klares Signal, betriebliche Vorsorge und technische Resilienz zu stärken.

Notstrom muss Funktionen sichern, nicht nur vorhanden sein.

Evakuierung und Verbleib im Gebäude sind szenarioabhängig zu planen.

Besonders schutzbedürftige Menschen gehören in den Mittelpunkt der Notfallvorsorge.

Notfallpläne müssen erprobt, messbar und tatsächlich anwendbar sein.

Facility Management verbindet politische Vorsorge mit operativer Handlungsfähigkeit.

Schlussstatement

Der Pakt für den Bevölkerungsschutz setzt einen notwendigen politischen Impuls. Seine Wirkung wird sich jedoch nicht allein an Haushaltsmitteln, Einsatzfahrzeugen oder neuen staatlichen Strukturen messen lassen. Entscheidend ist, ob Kommunen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen ihre Gebäude und Standorte unter erschwerten Bedingungen sicher betreiben können.

Facility Management übernimmt dabei eine verbindende Rolle. Es kennt die technischen Systeme, die Nutzer, die Dienstleister, die Gebäude und die Abhängigkeiten des Kerngeschäfts. Es kann politische Vorsorgeziele in konkrete Notbetriebs-, Versorgungs-, Kommunikations- und Wiederanlaufkonzepte übersetzen.

FM-Connect.com unterstützt Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bei Business-Impact-Analysen, objektspezifischen Risikobewertungen, Notstrom- und Versorgungskonzepten, Notfallhandbüchern, Evakuierungsplanung, Dienstleistersteuerung sowie bei Übungen und Audits der tatsächlichen Krisenfähigkeit.

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FM-Connect.com Network GmbH
Herr Kay Meyer
Am Altenfeldsdeich 16
25371 Seestermühe
Deutschland

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email : Kay.Meyer@FM-Connect.com

FM-Connect.com ist ein Beratungs- und Ingenieurnetzwerk für Facility Management. Das Netzwerk unterstützt Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Betreiberorganisationen bei strategischem, technischem, infrastrukturellem und organisatorischem Facility Management.

Im Mittelpunkt stehen sichere, effiziente, resiliente, nachhaltige und nutzerorientierte Gebäude und Services. Die Leistungen reichen von Risikoanalysen und Betreiberkonzepten über Ausschreibungen und Vertragsmanagement bis zur Optimierung des laufenden Gebäudebetriebs.

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Impuls 17 – Stressbalance

„Stress ist unvermeidbar – Umgang mit Stress ist erlernbar“

BildImpuls 17 Stressbalance

„Stress ist unvermeidbar – Umgang mit Stress ist erlernbar“

Wissen in kürze

Stress findet sich bei den meisten Erkrankungen und Einschränkungen unserer Lebensqualität in der Ursachenkette. Oder er entsteht, wenn ein Symptom oder eine Erkrankung offensichtlich wird und behindert dann die Heilung. Dabei ist Stress von seiner Funktion her in der Evolution als unverzichtbare Motivation zur Veränderung entstanden, als Reaktion auf eine mögliche Bedrohung oder auch nur eine Änderung der Lebensumstände. Bei drohender Gefahr reagieren wir ganz automatisch mit einer körperlichen und geistigen Stressreaktion: gesteigertem Blutdruck und Puls, verstärkter und vertiefter Atmung oder Atemanhalten, Schwitzen, Alarmierung, Tunnelblick und weiteres. Ein Grund für die allgegenwärtigen Stresssymptome mag einerseits die andauernde Belastung sein, andererseits aber auch die vermeintliche Unfähigkeit auf eine stressige Situation angemessen zu reagieren: bei einer Auseinandersetzung mit der Chefin können wir nicht mehr einfach fliehen oder kämpfen, was der natürliche Impuls wäre. Könnten wir körperliche Symptome in einer Stresssituation ausagieren, würden wir schnell wieder in einen ausgeglichenen Körperzustand zurückfinden. Gründe für die andauernde Stressbelastung finden sich auch darin, dass es heute nicht mehr konkrete Situationen allein sind, die die Stressreaktion auslösen, sondern sich häufig ein Stressor in unseren Gedanken und Bewertungen entwickelt. So ist das Geräusch des klingelnden Telefons an sich kein bedrohlicher Umstand. Wenn ich aber erwarte, nach dem Annehmen des Gespräches ein konfliktreiches Gespräch mit einem Vorgesetzten führen zu müssen, wird mitunter die gesamte Kaskade der Stressreaktion ausgelöst.

Der präventologische Perspektivwechsel

Wir sind nicht machtlos gegenüber den äußeren Gegebenheiten. Zwar können wir die Umstände oft nicht direkt beeinflussen, deren Bewertung und damit der Umgang damit liegen aber in unseren Händen oder vielmehr in unserem Geist. Dadurch können wir von Erleidenden zu aktiv Handelnden werden. Körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, die Pflege unterstützender sozialer Kontakte und der bewusste Umgang mit Herausforderungen können uns darin unterstützen, auch längerfristige Belastungen zu überstehen.

Der Alltagstipp

Wenn Sie in einer Situation Stresssymptome bemerken, können Sie einmal versuchen, den körperlichen und geistigen Folgen nicht sofort und in vollem Umfang nachzugeben. Setzen Sie ein „Stoppschild“. Wenn möglich, nehmen Sie einige bewusste Atemzüge. Versuchen Sie, sich gedanklich für einen Moment neben sich zu stellen und die Situation von außen, als Beobachter, zu analysieren. Vielleicht verwenden Sie hierzu die ABC-Regel: Was war genau der Auslöser der Situation? Wie haben Sie dann die Situation bewertet? Und welche Consequenz auf körperlicher, geistiger oder Verhaltensebene folgte? Mit etwas Abstand können Sie in einem vierten Schritt Ihre Bewertungen mit sich selbst diskutieren, z.B. derart, dass man die Situation auch ganz anders sehen könnte und dass Sie sich vielleicht von vorschnellen, erlernten Gedankenmustern haben leiten lassen.

Dieser Impuls wurde von unserem Präventologen Dr. Stefan Kanduth verfasst.

Sein Ort: 21335 Lüneburg

Sein Schwerpunkt: Integrative Allgemeinmedizin

Website: www.hausarzt-am-kurpark.de

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Präventologinnen und Präventologen sind Experten der Prävention und Gesundheitsförderung. Sie tragen kompetent und wirksam zur Gesundheitsförderung jedes Einzelnen bei. Zum Berufsverband der Präventologen e.V. gehören Menschen, die ein gesundes Leben in Deutschland ermöglichen und die dafür nötigen Voraussetzungen schaffen oder verbessern wollen. Zum Berufsverband gehören geprüfte Präventologinnen und Präventologen, Studierende des Fernstudienganges, Angehörige der unterschiedlichen Gesundheits- und Sozialberufe, Unternehmen der Gesundheitswirtschaft sowie interessierte Einzelpersonen. Der Verband versteht sich als lernende Gemeinschaft, die ihr Wirken kontinuierlich reflektiert, um stetige Verbesserungen zu erreichen.

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