Tag Archives: Krebsprävention

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Meilenstein für den UV-Schutz: 1.000. WATCH OUT-UV-Index-Tafel eingeweiht

TV-Moderatorin Susanne Klehn übergibt Jubiläumstafel in Leipzig

Bonn, Hamburg, Leipzig (sts) – UV-Strahlung ist die Hauptursache für Hautkrebs. Wer sein persönliches Risiko senken will, sollte sein Verhalten in der Sonne am UV-Index ausrichten. Genau dabei helfen die UV-Index-Tafeln des bundesweiten Präventionsprojekts „WATCH OUT“ der Deutschen Krebshilfe, der Arbeitsgemeinschaft Dermatologischer Prävention (ADP) und ihrer Partner. Sie informieren tagesaktuell über die UV-Belastung und geben konkrete Verhaltenstipps. Im Leipziger Freibad „Schreberbad“ wurde heute die 1.000 WATCH OUT-Tafel eingeweiht. Das Projekt ist inzwischen in über 80 Städten und Gemeinden sowie zwölf Bundesländern aktiv. Weitere Freizeiteinrichtungen sind bundesweit eingeladen, sich anzuschließen.

„Die 1.000. UV-Index-Tafel, die ich heute überreichen darf, steht symbolisch für das große Engagement vieler Menschen und Einrichtungen, UV-Schutz im Alltag sichtbar und selbstverständlich zu machen. Dafür danke ich sehr“, sagt Susanne Klehn, Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention. „Ich selbst habe zweimal die Diagnose Hautkrebs erhalten. Diese Erfahrung wünsche ich niemandem. Umso mehr freue ich mich, dass meine Heimatstadt dieses wichtige Zeichen für den UV-Schutz setzt.“

Die Stadt Leipzig stattet ihre Freibäder mit insgesamt sechs UV-Index-Tafeln aus. „Unsere Freibäder sind Orte für Bewegung, Erholung und Freizeit. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste. Mit den UV-Index-Schildern geben wir eine zusätzliche Orientierung, damit Besucher durch die entsprechenden Hinweise zu Schatten, geeigneter Kleidung und Sonnencreme sonnige Tage unbeschwert genießen können“, erklärt Martin Gräfe, Geschäftsführer der Leipziger Sportbäder.

Der Klimawandel führt nachweislich zu mehr Hitze und einer höheren UV-Belastung. „Auch in Sachsen sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich spürbar. Prävention ist eine zentrale Aufgabe unseres Gesundheitsamtes. Deshalb wollen wir den Schutz vor Hitze und UV-Strahlung dauerhaft im Alltag verankern. Die UV-Index-Tafeln des Projekts WATCH OUT leisten hierzu einen wichtigen Beitrag“, sagt Constanze Anders, Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes.

„Noch immer unterschätzen viele Menschen die Gefahr der UV-Strahlung und halten gebräunte Haut für ein Schönheitsideal und Zeichen von Gesundheit. Dies ist ein Irrtum, der das Hautkrebsrisiko erheblich erhöht“, betont Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP. Hautkrebs zählt in Deutschland zu den häufigsten Tumorarten. Bundesweit erkranken jährlich rund 355.000 Menschen neu daran, darunter fast 42.000 am malignen Melanom. Diese auch als schwarzer Hautkrebs bekannte Tumorart ist besonders aggressiv: Sie bildet früh Metastasen und ist dann deutlich schwerer zu behandeln.

Die UV-Index-Tafel
Der UV-Index (UVI) ist international anerkannt und informiert darüber, wie hoch die UV-Belastung am jeweiligen Tag ausfällt. Mit den UV-Index-Werten sind konkrete Empfehlungen zum Sonnenschutz verbunden. Bereits ab einem UV-Index von 3 (gelb) ist es ratsam, in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr Schatten aufzusuchen. Kleidung, die auch Stellen wie Schultern oder Fußrücken bedeckt, eine Kopfbedeckung bestenfalls auch für Nacken, Stirn und Ohren sowie eine UV400-Sonnenbrille, welche auch die Seiten abdeckt, schützen Haut und Augen besonders wirksam.
Sonnencreme ergänzt diesen Schutz an unbedeckten Hautstellen. Bei sehr hoher UV-Belastung ab einem UV-Index von 8 (rot oder violett) wird empfohlen, die Mittagssonne möglichst zu meiden und Innenräume aufzusuchen.
Ausführliche Informationen zum UV-Index bieten das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): www.bfs.de/uv-prognose und der Deutsche Wetterdienst (DWD): www.uv-index.de.

UV-Schutz stärken – mit Projekten der Deutschen Krebshilfe und ihrer Partner
Die Deutsche Krebshilfe und ihre Kooperationspartner setzen sich bundesweit dafür ein, UV-Schutz nachhaltig im Alltag zu verankern: Mit dem Projekt WATCH OUT können private und kommunale Akteure insbesondere im Freizeit- und Sportbereich niederschwellig auf den UV-Index aufmerksam machen und das Bewusstsein für wirksamen UV-Schutz stärken. Informationen zu den Projekten und Partnern finden Interessierte unter: www.krebshilfe.de/uv-schutz.
Mit dem Projekt CLEVER IN SONNE UND SCHATTEN wird altersgerecht und zielgruppenspezifisch Wissen zum UV-Schutz vermittelt – unter anderem in Kitas, Schulen und Sportvereinen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Deutsche Krebshilfe
Frau Charlotte Weiß
Buschstr. 32
53113 Bonn
Deutschland

fon ..: 02287299096
web ..: https://www.krebshilfe.de/
email : presse@krebshilfe.de

Die Deutsche Krebshilfe ist eine gemeinnützige Organisation. Ihr Ziel ist es, die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Die Deutsche Krebshilfe fördert Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe.

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Sonnenschutz-Faktencheck im Hautkrebsmonat Mai

Deutsche Krebshilfe klärt über Falschinformationen und gefährliche Trends auf

BildTipps für angeblich gesunde Bräune, UV-Schutz durch bestimmte Lebensmittel oder Sonnenbrand-Tattoos als Social-Media-Trend: Im Netz kursieren zahlreiche Empfehlungen rund um Sonne und Bräune – viele davon sind unseriös gefährlich. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) klären anlässlich des Hautkrebsmonats Mai über solche Falschinformationen auf und setzen auf wissenschaftlich fundierte Fakten. Denn: Konsequenter UV-Schutz beugt Hautkrebs wirksam vor.

„Über 355.000 neue Hautkrebsfälle pro Jahr – diese hohe Zahl zeigt, wie groß die gesundheitliche Belastung ist. Und sie ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe. „Auch wenn die Sterblichkeit im Vergleich zu anderen Krebsarten geringer ist, bleibt Hautkrebs eine sehr ernstzunehmende Erkrankung. Umso wichtiger ist eine klare, faktenbasierte Aufklärung über wirksamen UV-Schutz – damit Hautkrebs gar nicht erst entsteht.“

Sonnenschutz-Mythen und Trends im Check:

Braune Haut ist gesund.
Falsch! Leider wird gebräunte Haut vielfach immer noch mit einem „gesunden“ Aussehen gleichgesetzt. Richtig ist, dass jede sichtbare Bräunung bereits ein Hinweis auf UV-bedingte Hautschäden ist. Bräune ist nichts anderes als ein begrenzt wirksamer Schutzmechanismus der Haut: Sie bildet das Pigment Melanin, um das Erbgut der Hautzellen vor weiterer UV-Strahlung zu schützen.

Sonnenbrand-Tattoos – harmlos und schön.
Influencer in den sozialen Medien machen es vor und insbesondere junge Menschen machen es nach: Sie decken beim Sonnenbaden bestimmte Hautpartien ab, sodass nach dem Sonnenbrand helle Muster entstehen. Diese Sonnenbrand-„Tattoos“ mögen dekorativ wirken, sind aber vor allem gefährlich und ein deutliches Warnsignal für eine massive UV-Belastung. Jeder Sonnenbrand verursacht erhebliche Schäden an der DNA der Hautzellen – besonders in der Kindheit und Jugend – und erhöht langfristig das Risiko für Hautkrebs.

Sonnencreme ist als alleiniger UV-Schutz ausreichend.
Falsch! Sonnenschutzmittel verzögern zwar schmerzhaften Sonnenbrand, blocken die UV-Strahlen aber nicht vollständig ab. Daher gilt: Am besten am UV-Index (UVI) orientieren – der über viele Wetter-Apps verfügbar ist – und mehrere Schutzmaßnahmen kombinieren. Zuallererst Schatten suchen, Kleidung und Kopfbedeckung tragen, Sonnenbrille aufsetzen und abschließend unbedeckte Haut eincremen.

Gezielte Ernährung ersetzt Sonnenschutz.
Falsch! Tomaten, Karotten oder Beeren, Nüsse, Lachs und grüner Tee enthalten zwar Stoffe, wie beispielsweise Beta-Carotin, die die Haut gegen negative Wirkungen von UV-Strahlen unterstützen können. Als alleiniger Schutz reichen sie jedoch nicht aus. Richtiger UV-Schutz basiert immer auf drei Säulen: meiden, kleiden, cremen.

Sonnenbrillen erhöhen die Sonnenbrandgefahr.
Im vergangenen Jahr kursierte die Falschinformation, dass das Tragen einer Sonnenbrille die körpereigene Melaninproduktion reduziert, und damit die Sonnenbrandgefahr erhöht. Dies ist eindeutig falsch. Melanin wird überwiegend in der Haut gebildet und schützt zudem nur begrenzt vor Sonnenbrand. Richtig ist: Sonnenbrillen mit der Kennzeichnung UV 400 oder DIN EN ISO 12312-1 schützen die Augen zuverlässig vor UV-Schäden – etwa vor Hornhautentzündungen, Grauem Star oder sogar bestimmten Krebsarten am Auge. Daher am besten immer eine Sonnenbrille in der Tasche haben und sie an sonnigen Tagen tragen!

Intensives Sonnenbaden gut gegen Vitamin-D-Mangel.
Falsch! Für die Vitamin-D-Produktion reichen bereits kurze Sonnenpausen aus: Laut Robert Koch-Institut genügt es zwischen März und Oktober, zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme wenige Minuten ungeschützt der Sonne auszusetzen. Längere Aufenthalte in der prallen Sonne bringen keinen zusätzlichen Nutzen – es erhöht lediglich das Hautkrebsrisiko.

Richtiger UV-Schutz – so geht’s!
Wenn Sie in die Sonne gehen, achten Sie auf ausreichenden Schutz durch Schatten, Kleidung und Sonnencreme. Tragen Sie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz und eine Kopfbedeckung. Meiden Sie, insbesondere im Sommer, die Mittagssonne und schützen Sie Ihre Kinder. Gehen Sie nicht ins Solarium.

_Über Hautkrebs – Neuerkrankungen in Deutschland_
_In Deutschland werden 2026 über 355.000 Neuerkrankungen an Hautkrebs prognostiziert. Hautkrebs ist damit bundesweit die häufigste Krebserkrankung. Die meisten Menschen erkranken am weißen oder hellen Hautkrebs, dazu gehören das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Diese beiden Hautkrebsarten müssen behandelt werden, aber sie bilden nur selten Tochtergeschwülste und sind daher weniger bedrohlich. Rund 41.700 Menschen sind allerdings vom malignen Melanom betroffen. Er ist besonders gefährlich, weil er Metastasen bilden kann und potenziell tödlich ist. Laut Statistischen Bundesamts starben im Jahr 2023 etwa 4.500 Menschen an einer Hautkrebserkrankung._

_Quelle der Hautkrebsneuerkrankungen: Institut für Krebsepidemiologie e.V., Prognose für 2026 und Zahlen zu Hautkrebs in Deutschland, veröffentlicht im April 2026._

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Sonnenschutz darf beim Sport nicht fehlen!

Deutsche Krebshilfe und Partner bieten Vereinen kostenlose Unterstützung

BildSportlerinnen und Sportler sowie ihre Trainerinnen und Trainer sind oft viel und lange in der Sonne. Deshalb ist ein geeigneter Sonnenschutz zur Hautkrebsprävention – etwa durch Kleidung, Kopfbedeckung, Sonnencreme und Trainingszeiten außerhalb der Mittagszeit – für sie besonders wichtig. Hierauf macht die Deutsche Krebshilfe aufmerksam. Gemeinsam mit ihren Partnern ruft sie Sportvereine- und Verbände dazu auf, sich für den UV-Schutz einzusetzen und unterstützt sie dabei mit dem Programm „Clever in Sonne und Schatten – UV-Schutz bei Sport und Bewegung“. Materialien hierzu können unter www.CleverinSonne.de kostenfrei bestellt werden.

Viele Menschen, die sportlich aktiv sind, bewegen sich vor allem im Sommer im Freien. Durch den Klimawandel verstärken sich jedoch die Belastungen beim Sport unter freiem Himmel: Steigende Temperaturen führen unmittelbar zu einer stärkeren Hitzebelastung. Darauf wird im Sport bereits reagiert, zum Beispiel durch häufigere (Trink-)Pausen. „Die Stärke der UV-Strahlung wird jedoch oft unterschätzt“, so Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Gerade an sonnigen Sommertagen steigt die Intensität der UV-Strahlung erheblich, welche der Hauptrisikofaktor für Hautkrebs ist.“

UV-Schutz beim Sport
„Sport macht Spaß, stärkt das Immunsystem und kann auch das Risiko für einige Krebsarten verringern“, betont Susanne Klehn, Fernsehmoderatorin und Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention. „Auch bei sonnigem Wetter sind Sport und Bewegung möglich – es sollten dabei nur ein paar Dinge beachtet werden. Zum Beispiel sollte das Training möglichst im Schatten stattfinden, um die Belastung mit UV-Strahlung zu reduzieren.“ Lässt sich der Bewegungsort nicht beschatten, eignen sich die Morgen- und Abendstunden für Training und Wettkampf am besten, da der UV-Index zu diesen Tageszeiten niedriger ist. Auch beim Wassersport ist der Schutz vor intensiver UV-Strahlung wichtig, wie zum Beispiel beim Segeln. „Durch den langen ungeschützten Aufenthalt im Freien und die Reflexion durch das Wasser ist Sonnenschutz beim Segeln ein absolutes Muss“, bekräftigt Moritz Klingenberg, Bundesstützpunkt-Leiter Segeln und ehemaliger Top-Segler. „Da wir uns selten im Schatten aufhalten, ist textiler Schutz beim Segeln die beste Wahl. Dazu gehört eine windsichere Kopfbedeckung mit möglichst breiter Krempe, eine Sonnenbrille und Kleidung, die luftig ist und möglichst viel Haut bedeckt. Freiliegende Hautstellen sollten außerdem großzügig mit einem umweltfreundlichen Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Schutz eingecremt und regelmäßig nachgecremt werden.“

Clevere Sportvereine
Das Programm „Clever in Sonne und Schatten – UV-Schutz bei Sport und Bewegung“ unterstützt Sportvereine und -verbände bei der Entwicklung einer eigenen UV-Schutz-Strategie. Wer sich für den UV-Schutz engagiert, kann sich dafür auszeichnen lassen. Auch Menschen, die selbstorganisiert Sport treiben, finden unter https://www.cleverinsonne.de/sport-und-bewegung/ hilfreiche Tipps.

Über Clever in Sonne und Schatten
Die Kampagne „Clever in Sonne und Schatten“ wurde 2016 von der Deutschen Krebshilfe initiiert. Kooperationspartner sind das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen UniversitätsKrebsCentrum Dresden (NCT/UCC), die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. (ADP), das Projekt „Die Sonne und Wir“ der Universität zu Köln Uniklinik Köln und das Universitäre Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH). Wichtigstes Ziel der Kampagne ist die Verbreitung der UV-Schutz-Botschaft in verschiedenen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Sensibilisierung von Personengruppen mit erhöhter UV-Belastung, z. B. bei sportlichen Aktivitäten im Freien.

Über Hautkrebs
In Deutschland erkranken so viele Menschen an Hautkrebs wie nie zuvor. Dies belegen aktuelle Erhebungen des Instituts für Krebsepidemiologie e.V. an der Universität zu Lübeck auf Basis des Krebsregisters Schleswig-Holstein. Die prognostizierten Neuerkrankungen aller Hautkrebsarten im Jahr 2025 liegen bei über 370.000 Diagnosen. Diese verteilen sich auf weißen Hautkrebs (189.000 Basalzellkarzinome und 132.000 Plattenepithelkarzinome) sowie schwarzen Hautkrebs (50.000 maligne Melanome, jeweils inklusive der bösartigen Frühformen (in situ Karzinome)). Bundesweit ist Hautkrebs damit mit Abstand die häufigste Krebsart. Im Jahr 2023 starben laut Statistischem Bundesamt insgesamt 4.500 Menschen an den Folgen ihrer Hautkrebserkrankung.

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Gemeinsam für UV-Schutz in der Freizeit

UV-Index-Projekt „WATCH OUT“ zum Schutz vor Hautkrebs wächst weiter

BildDie großen UV-Index-Tafeln des Projekts „WATCH OUT“ zeigen tagesaktuell an, wie intensiv die Sonnenstrahlung ist und vermitteln Verhaltensmaßnahmen zum Schutz vor Hautkrebs. Das Projekt, gefördert von der Deutschen Krebshilfe und umgesetzt von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), setzt seinen Erfolgskurs weiter fort. Unterstützt wird es vom Bundesverband der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), zahlreichen Akteuren des Gesundheits-, Sport- und Freizeitbereichs und der TV-Moderatorin Susanne Klehn. „WATCH OUT“ ist aktuell in über 70 Städten und Gemeinden sowie in neun Bundesländern etabliert. Weitere Partner sind bundesweit eingeladen, sich ebenfalls zu beteiligen.

WATCH OUT wird dort eingesetzt, wo Menschen ihre Freizeit verbringen. Denn gerade hier wird die UV-Strahlung der Sonne schnell unterschätzt. Dies ist nicht nur an Stränden und Badeseen der Fall. Auch bei Großveranstaltungen, Festivals und Sportaktivitäten im Freien riskieren viele Menschen Sonnenbrände, wie eine Umfrage des Bundesamts für Strahlenschutz von 2024 belegt.

„Die Quittung dafür zeigt sich oft erst im Alter. Denn Hautkrebs entsteht durch Schäden im Erbgut von Hautzellen, die sich über Jahrzehnte hinweg durch UV-Strahlungsbelastungen ansammeln“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP. Hautschäden entstehen lange vor einem Sonnenbrand – dies gilt es zu vermeiden. Der international gültige UV-Index hilft dabei. Die WATCH OUT UV-Index-Tafeln zeigen den Tagesspitzenwert an, der durch den Deutschen Wetterdienst ermittelt wird. Ab einem Index-Wert von 3 ist UV-Schutz notwendig. „Ziel ist es, viele Menschen an vielen Orten dafür zu motivieren, täglich den UV-Index zu beachten. Über 500 Tafeln konnten wir bereits aufstellen und hoffen, dass es noch viele mehr werden“, betont Carina Annalena Jung, die das Projekt seitens der ADP leitet.

Mehr als 370.000 Menschen erkranken, derzeit jährlich neu an Hautkrebs. Der bedeutendste Risikofaktor für das Entstehen ist die UV-Strahlung. Bedingt durch den Klimawandel ist diese in Deutschland heute intensiver als vor Jahrzehnten und könnte zukünftig noch weiter steigen. „Um Hautkrebs besser vorzubeugen, muss UV-Schutz im Alltag selbstverständlich werden. Zudem müssen die äußeren Rahmenbedingungen verbessert werden, beispielsweise durch mehr Schattenplätze auf Kita-Außengeländen, Schulhöfen, Sportplätzen und Plätzen im öffentlichen Raum. Auch angepasste Trainingszeiten jenseits der Mittagssonne bei sportlichen Aktivitäten sind hilfreich. Dafür braucht es ein Umdenken engagierter Akteure – auch in den zuständigen politischen Bereichen – denn der Schutz vor Hautkrebs ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Auch Susanne Klehn betont aus eigener Erfahrung, wie wichtig konsequenter Sonnenschutz für die eigene Gesundheit ist. Die Fernsehmoderatorin und Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention ist selbst zweimal an einem Tumor der Haut erkrankt und motiviert daher zu richtigem Sonnenverhalten: „Der UV-Index ist ein einfaches Alltagsinstrument, das mich bei intensiver UV-Strahlung daran erinnert, Schatten zu suchen, meine Haut mit Kleidung zu schützen sowie eine Kopfbedeckung und Sonnenbrille parat zu haben. Auch viele Wetter-Apps geben den UV-Index tagesaktuell an. Für mich ist dies eine wertvolle Orientierungshilfe“, so Klehn.

Nähere Informationen zum Projekt „Watch out“ und den Standorten der UV-Index-Tafeln erhalten Interessierte unter www.watch-out.io sowie www.krebshilfe.de/uv-schutz.

Für weitere Informationen und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:

Henriette Bunde | Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V.
E-Mail: bunde@adpev.de | Telefon 040/20913-134 | Fax 040/20913-161

Charlotte Weiß | Stiftung Deutsche Krebshilfe
E-Mail: presse@krebshilfe.de | Telefon 0228 72990-96

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Die UV-Index-Tafel

Der UV-Index (UVI) ist ein internationales Maß für die Stärke der UV-Strahlung, die an einem Tag maximal auftritt. Mit den UV-Index-Werten sind Empfehlungen zum Sonnenschutz verbunden. Bereits ab einem UVI von 3 ist es ratsam, in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr Schatten aufzusuchen. Haut und Augen schützt man am besten durch Kleidung, die auch wichtige Stellen wie Schultern oder den Fußrücken bedeckt, eine Kopfbedeckung, die auch Stirn, Nacken und Ohren schützt, sowie eine UV400-Sonnenbrille, die auch an den Seiten keine UV-Strahlung ans Auge lässt. Sonnencreme rundet den Schutz ab. Sie ist für Hautstellen gedacht, die von Kleidung nicht bedeckt werden. Steht der UV-Index auf rot oder violett, also ab einem UV-Index 8 oder höher, sollte man sich zum Schutz seiner Haut und Augen in der Mittagszeit besser in Gebäuden aufhalten.

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Krebsprävention endlich zum Top-Thema machen

Deutsche Krebshilfe und DKFZ initiieren mit dem Tagesspiegel-Verlag den 1. Nationalen Krebspräventionsgipfel

Bonn/Heidelberg/Berlin (chw) – In Berlin wurden heute die Weichen für eine langfristige Krebspräventionsstrategie gestellt: Beim ersten Nationalen Krebspräventionsgipfel von Deutscher Krebshilfe und Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Zusammenarbeit mit dem Tagesspiegel-Verlag haben rund 40 Fachleute aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Zivilgesellschaft und Politik konkrete und messbare Handlungsempfehlungen für die neue Bundesregierung entwickelt. Das Potenzial der Prävention ist groß: Rund 40 Prozent der Krebsneuerkrankungen wären nach derzeitigem Stand des Wissens vermeidbar. Der Gipfel soll zukünftig jährlich stattfinden, um die Umsetzung der Empfehlungen zu überprüfen und sie kontinuierlich weiterzuentwickeln.

„Mit dem Nationalen Krebspräventionsgipfel wollen wir eine langfristige Krebspräventionsstrategie für Deutschland auf der Grundlage evidenzbasierter Ergebnisse aus der Forschung entwickeln“, sagte Professor Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ. „Umsetzung und Wirksamkeit der erarbeiteten Handlungsempfehlungen werden zukünftig durch ein unabhängiges und wissenschaftliches Monitoring sichergestellt und kontinuierlich mit dem neuesten Wissensstand abgeglichen.“

Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die Deutsche Krebshilfe bringen die Krebsprävention in Deutschland in strategischer Partnerschaft seit 2019 gemeinsam voran. In Heidelberg entsteht derzeit das Nationale Krebspräventionszentrum – eine Pioniereinrichtung für die Forschung auf diesem Gebiet. „Dieses Zentrum, zahlreiche weitere Projekte, Veranstaltungen und Initiativen auch auf politischer Ebene haben zweifellos dazu beigetragen, dass das Thema Krebsprävention immer sichtbarer geworden ist“, so Gerd Nettekoven von der Deutschen Krebshilfe. „Jetzt gilt es, die Erkenntnisse auch flächendeckend und nachhaltig in die Umsetzung zu bringen. Dafür muss das Thema auf der politischen Agenda ganz oben angesiedelt und in allen Politikbereichen mitgedacht werden.“

Fünf Handlungsfelder definiert – Veröffentlichung im Herbst
Beim ersten Nationalen Krebspräventionsgipfel am 17. Juni 2025 wurden insgesamt fünf Handlungsfelder definiert:

1. Verankerung von Krebsprävention im Bildungssystem
2. Strukturen für eine präventionsförderliche Gesellschaft
3. Angebote gezielt für verschiedene Zielgruppen auf- und ausbauen
4. Vom Labor in die Anwendung – Forschungsergebnisse effektiv umsetzen
5. Politische und ökonomische Priorisierung von Krebsprävention

Kleinere Expertengruppen werden die dazu entwickelten Handlungsempfehlungen über den Sommer weiter ausarbeiten. Für Herbst ist die Veröffentlichung und Übergabe an politische Entscheidungsträger geplant. „Dann wird es Aufgabe der Politik sein, die Handlungsempfehlungen in die Umsetzung zu bringen – sie sollen eine echte Unterstützung dabei sein, die Krebsprävention auf ein neues Level zu heben“, so Nettekoven.

Über das Nationale Krebspräventionszentrum
Das Nationale Krebspräventionszentrum wurde 2019 vom DKFZ und der Deutschen Krebshilfe im Rahmen einer langfristig angelegten strategischen Partnerschaft initiiert. Es bündelt die Forschungsaktivitäten des DKFZ unter einem Dach und vereint Forschung, Aus- und Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Politikberatung und Outreach. Das Nationale Krebspräventionszentrum ist damit eine zentrale Einrichtung für die Weiterentwicklung und den Ausbau der Krebsprävention in Deutschland. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Nationale Krebspräventionszentrum mit 25 Millionen Euro.
Weitere Informationen unter: www.krebspraevention.de

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