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Zwei Lehrer hinterfragen das Bildungssystem in Deutschland – neues Sachbuch“Wieso sind euch eure Kinder egal?“

Robin Kny und Dominik Lassisch berichten aus 16 Jahren Schulpraxis. Ihr Buch über das Bildungssystem in Deutschland stellt eine unbequeme Frage.

BildKonstanz, im Juli 2026. Mit dem Sachbuch „Wieso sind euch eure Kinder egal?“ haben die beiden Lehrer Dominik Lassisch und Robin Kny eine Bestandsaufnahme des deutschen Schulalltags veröffentlicht. Die Autoren stützen sich auf langjährige eigene Erfahrung im Klassenzimmer und beschreiben, wie das Bildungssystem in Deutschland vielerorts an seine Belastungsgrenze gelangt ist. Das Buch ist ab sofort über Amazon erhältlich. Es richtet sich an Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Schulleitungen und alle, die verstehen möchten, warum trotz guter Absichten so viele Kinder im System zurückbleiben. Die Verfasser verstehen ihre Veröffentlichung ausdrücklich nicht als neutrales Gutachten, sondern als Weckruf – formuliert aus der Innensicht zweier Pädagogen, die den Schulbetrieb täglich erleben.

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung trifft einen wunden Punkt der gesellschaftlichen Debatte. Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall, zunehmende Bürokratie und sinkende Bildungsleistungen gehören inzwischen regelmäßig zur öffentlichen Diskussion. Hinzu kommen marode Gebäude, überfüllte Klassen, fehlende Förderkapazitäten und steigender Leistungsdruck. Statt Schuldige zu suchen, analysieren die beiden Autoren Strukturen, zeigen Zusammenhänge auf und fragen, weshalb sich viele Probleme an deutschen Schulen über Jahre hinweg verfestigt haben. Das Buch verbindet dabei persönliche Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Folgen der beschriebenen Entwicklung, so die Kernaussage, tragen nicht Ministerien oder Verwaltungen, sondern die Kinder selbst. Damit reiht sich das Werk in eine wachsende Zahl kritischer Stimmen ein – allerdings aus der seltenen Perspektive von Lehrkräften, die unmittelbar betroffen sind.

Inhaltlich gliedert sich das Sachbuch in mehrere Themenfelder, die den Schulalltag aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Im Fokus stehen unter anderem Lehrkräftemangel und Bürokratie, Gewalt an Schulen, Inklusion und Integration, Digitalisierung sowie die Zusammenarbeit zwischen Schule, Elternhaus und Politik. Behandelt werden zudem der frühe Verlust von Basiskompetenzen in der Grundschule und der wachsende Einfluss von Smartphones, Mobbing und psychischer Belastung auf den Lernalltag. Der bewusst provokante Titel soll zum Nachdenken anregen – inhaltlich setzt das Buch jedoch auf eine sachliche Auseinandersetzung und zeigt in einem eigenen Abschnitt konkrete Schritte auf, die kurzfristig umsetzbar wären. „Wir greifen weder Eltern noch Lehrkräfte an. Wir beschreiben ein System, das vielerorts an seine Grenzen gestoßen ist – und stellen die Frage, wann wir endlich anfangen, Kinder wirklich wichtig zu nehmen“, sagt Dominik Lassisch, Mitautor und Lehrer der Sekundarstufe.

Hinter dem Buch stehen zwei Autoren mit komplementären Perspektiven auf das Bildungswesen. Robin Kny ist Primarlehrer und begleitet täglich die ersten Schuljahre, die für die gesamte weitere Bildungsbiografie eines Kindes prägend sind. Er erlebt unmittelbar, wie früh sich Chancen entscheiden und wie folgenreich fehlende Grundlagen wirken. Dominik Lassisch unterrichtet in der Sekundarstufe an einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe, die im Rahmen des Deutschen Schulpreises 2025 zu den 15 besten Schulen Deutschlands zählte. Als Autor schreibt er über Schule, Verantwortung und die Bedingungen, unter denen Kinder heute lernen – sachlich, verständlich und bewusst klar. Beide kennen unterschiedliche Schulformen aus eigener Anschauung und teilen einen nüchternen Blick darauf, was Schule leisten kann und woran sie im Alltag häufig scheitert. Aus dieser Kombination von Grundschul- und Sekundarstufenperspektive bezieht das Buch seine Bandbreite.

Für die beiden Pädagogen ist die Veröffentlichung weniger Abschluss als Ausgangspunkt einer Diskussion. Sie verstehen ihr Werk als faktenbasierten Beitrag zu einer ehrlicheren Debatte über das Bildungssystem in Deutschland – eine Debatte, die aus ihrer Sicht zu oft an den eigentlich Betroffenen vorbeigeführt wird. Die zentrale Frage des Titels verschiebt sich dabei im Verlauf des Buches: Nicht mehr ob Kindern Aufmerksamkeit zukommt, sondern wann ernsthaft gehandelt wird, steht am Ende im Mittelpunkt. Die Autoren stehen für Interviews, Podcasts, Gastbeiträge und Vorträge zur Verfügung und möchten den Austausch mit Eltern, Lehrkräften und Bildungsverantwortlichen suchen. Sie stellen sich auf www.dominiklassisch.de sowie www.robinkny.de vor. Das Sachbuch „Wieso sind euch eure Kinder egal?“ ist ab sofort über Amazon erhältlich. Weiterführende Informationen, Hintergrundmaterial und Leseproben sind abrufbar unter www.wseeke.de

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Wseeke
Herr Robin Kny
Wessenbergstraße 12
78462 Konstanz
Deutschland

fon ..: +49 176 84880426
web ..: http://www.wseeke.de
email : kontakt@wseeke.de

Dominik Lassisch und Robin Kny sind Lehrer und beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Bildungsfragen, Unterrichtspraxis und schulischer Entwicklung. Kny unterrichtet als Primarlehrer an einer Grundschule und begleitet die prägenden ersten Schuljahre; Lassisch unterrichtet in der Sekundarstufe an einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe, die im Rahmen des Deutschen Schulpreises 2025 zu den 15 besten Schulen Deutschlands zählte. Gemeinsam schreiben sie über Schule, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung. Mit „Wieso sind euch eure Kinder egal?“ möchten sie einen faktenbasierten Beitrag zur aktuellen Bildungsdebatte leisten – es ist ihre erste gemeinsame Buchveröffentlichung.

Pressekontakt:

SEOfolgreich
Herr Christoph Specht
Brienner Straße 29
80333 München

fon ..: +4989200077840
web ..: https://www.seofolgreich.de/
email : hallo@seofolgreich.de

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Bildungspolitik im Spannungsfeld: Was Clemens‘ Reformen für Kinder mit Lernschwächen bedeuten

Dresden, 30.06.2026 – Kultusminister Clemens Reformen: Hoffnung für Kinder mit Legasthenie & Dyskalkulie? Experte Lehmann analysiert Stärken und Schwächen.

Dresden, 30. Juni 2026 – Seit 16 Jahren beobachtet Lars Michael Lehmann, Legasthenie-Experte und Gründer der Legasthenie Coaching gUG, die strukturellen Schwächen des sächsischen Bildungssystems – insbesondere für Kinder mit Lernschwächen wie Legasthenie oder Dyskalkulie. Kultusminister Conrad Clemens (CDU), seit 2024 im Amt, steht vor der Herausforderung, ein System zu reformieren, das seit Jahren mit Lehrermangel, Digitalisierungsrückständen und wachsendem Förderbedarf kämpft. Anlässlich eines aktuellen Pressegesprächs mit dem Minister im Rahmen des Presseclub Dresden e. V. zieht Lehmann ein kritisches Fazit: Es tut sich was, aber es reicht noch lange nicht.

Unterrichtsausfall: Ein akutes Problem mit langfristigen Folgen

Ein zentrales Thema des Gesprächs war der anhaltende Unterrichtsausfall an sächsischen Schulen, insbesondere an Grund- und Oberschulen. Minister Clemens, der selbst als ehemaliger Lehrer und Schulamtsleiter über langjährige Praxis im Bildungsbereich verfügt, betonte: „60 % Unterrichtsausfall in einer Oberschule – das ist eine Katastrophe.“ Sein Ziel: Zum ersten Mal seit zehn Jahren soll die Jahresstatistik einen Rückgang des Unterrichtsausfalls verzeichnen.

Warum das wichtig ist:
Kinder mit Legasthenie oder sozial benachteiligte Schüler leiden besonders unter Unterrichtsausfall. Jede ausgefallene Stunde bedeutet für sie einen Rückschritt im Lernfortschritt. Die Ankündigung, den Ausfall zu reduzieren, ist daher ein wichtiger Schritt – doch die Umsetzung bleibt abzuwarten.

Lehrkräftemangel: Quereinsteiger als Notlösung?

Der chronische Lehrermangel bleibt eine der größten Herausforderungen. Unter Clemens‘ Führung wird versucht, den Mangel durch Quereinsteiger zu kompensieren – eine Maßnahme, die bereits unter seinen Vorgängern diskutiert, aber nie konsequent umgesetzt wurde. Aktuell gehen jährlich 1.763 Lehrkräfte in den Ruhestand, während gleichzeitig ein Rückgang der Schülerzahlen erwartet wird. Um die Lücken zu füllen, setzt das Ministerium auf Quereinsteiger – darunter auch Bewerber aus der Industrie, etwa von Volkswagen. Clemens: „Wir haben über 1.000 Bewerber, die gerne Lehrer werden wollen.“

Kritische Stimme:
Lars Michael Lehmann warnt: „Ein Crashkurs von drei Monaten reicht nicht aus, um didaktisch hochwertigen Unterricht zu gewährleisten. Die Qualität des Unterrichts könnte darunter leiden – besonders für Kinder mit speziellen Förderbedarfen.“ Langfristig brauche es bessere Ausbildungsstandards und attraktivere Rahmenbedingungen, um qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen.

Digitalisierung und Handyverbot: Mehr Fokus, weniger Ablenkung

Sachsen hat in den letzten Jahren Milliarden in die Digitalisierung investiert. Clemens, der die Digitalisierung als eine seiner Prioritäten sieht, betont, dass unter seiner Ägide fast alle Schulen mit digitaler Infrastruktur ausgestattet wurden. Fast jede Schule verfügt mittlerweile über Internet, digitale Tafeln und Tablets. Dennoch zeigt die Praxis: Die Nutzung digitaler Medien ist von Schule zu Schule unterschiedlich.

Neue Regelung:
Ab sofort gilt an sächsischen Grundschulen ein Handyverbot für die private Nutzung – ausgeweitet bis zur 8. Klasse. Mit dieser Entscheidung positioniert sich Clemens als Befürworter einer klaren, aber pragmatischen Bildungslinie: „Ein Handyverbot bei Erstklässlern? Das ist doch verrückt, dass man darüber diskutieren muss.“ Er begründet das Verbot mit der dramatisch sinkenden Konzentrationsfähigkeit der Schüler: „Dopamin, Ablenkung – das alles beeinflusst die Lernleistung.“ Die Geräte sollen während des Schultags in einer „Box“ verbleiben, um eine ruhige Lernumgebung zu schaffen.

Chance für Kinder mit Legasthenie:
Digitale Tools wie Vorlese-Apps oder anpassbare Schriftgrößen können für betroffene Schüler entscheidend sein. Doch das Verbot allein reicht nicht: „Medienpädagogik muss ab Klasse 1 beginnen“, fordert Clemens. Schüler sollen lernen, verantwortungsvoll mit digitalen Medien umzugehen – von Datenschutz bis Cybergrooming.

Dyskalkulie endlich anerkannt: Ein überfälliger Schritt

Sachsen war bisher das einzige Bundesland, das Dyskalkulie nicht offiziell als Lernschwäche anerkannte. Hier zeigt Clemens Handlungswillen: „Wir haben als einziges Bundesland die besondere Rechenschwäche nicht anerkannt. Das fügen wir jetzt ein.“ Dies führte zu Frustration bei Eltern, die für ihre Kinder keinen Nachteilsausgleich (z. B. bei Prüfungen) erwirken konnten.

Praktische Umsetzung:
Ab dem kommenden Schuljahr soll Dyskalkulie im schulrechtlichen Nachteilsausgleich berücksichtigt werden. Doch Lehmann warnt: „Ein rechtlicher Rahmen allein reicht nicht. Ohne ausreichend Schulpsychologen und Förderangebote bleibt die Unterstützung für betroffene Kinder eine Illusion.“

Individueller Förderbedarf: Eine gesellschaftliche Aufgabe

Der individuelle Förderbedarf bei Schülern nimmt massiv zu – nicht nur bei Lernschwächen, sondern auch bei emotionalen und sozialen Störungen, Angststörungen und Depressionen. Clemens erkennt an, dass die Schule hier an ihre Grenzen stößt: „Die Bewältigung von Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Problemen ist kein rein pädagogisches Problem mehr, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe.“ Er kritisiert, dass Eltern diese Probleme oft bei der Schule „abladen“. Sein Kommentar: „Eltern laden ihre Probleme in der Schule ab.“

Forderung:
Es braucht mehr Schulpsychologen, Sozialarbeiter und Entlastung für Lehrkräfte. Die Schule kann nicht alle Probleme der Gesellschaft lösen – doch sie muss bessere Rahmenbedingungen erhalten, um Kinder mit Förderbedarf angemessen zu unterstützen.

Fazit: Reformen ja – aber reichen sie aus?

Kultusminister Clemens agiert als pragmatischer Reformer, der die drängendsten Probleme des sächsischen Bildungssystems angeht – jedoch ohne revolutionäre Ansätze. Er hat wichtige Weichen gestellt:

* Reduzierung des Unterrichtsausfalls
* Anerkennung der Dyskalkulie
* Ausbau der Digitalisierung und Medienpädagogik
* Fokus auf individuelle Förderung

Doch aus Sicht von Lars Michael Lehmann fehlt es an konkreten Maßnahmen für Kinder mit Legasthenie und anderen Lernschwächen. „Clemens wirkt eher als Verwaltungspolitiker denn als pädagogischer Visionär. Sein größter Erfolg könnte sein, dass er die Not der Lehrkräfte erkannt hat – doch ob er die richtigen Lösungen findet, bleibt abzuwarten.“ „Ohne spezifische Förderung bleiben die Reformen unvollständig. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die Ankündigungen auch umgesetzt werden.“

_Den Bericht zu PM lesen hier weiter. _

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Legasthenie Coaching – Institut für Bildung und Forschung gUG (haftungsbeschränkt)
Lars M. Lehmann
Bamberger Str. 7
01187 Dresden
Deutschland

fon ..: 0351-89991590
web ..: https://www.legasthenie-coaching.de
email : info@legasthenie-coaching.de

Legasthenie Coaching in Dresden bieten professionelle Unterstützung bei Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Legasthenie. Unser erfahrenes Team entwickelt individuelle Lernstrategien für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Unsere Dienstleistungen umfassen: o Individuelle Beratung o Fachkundige Diagnostik o Maßgeschneiderte Lerntherapien o Innovative Forschung im Bereich LRS unser Ansatz kombiniert Praxis und Forschung. Wir setzen auf personalisierte Lernstrategien, die auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt sind. Unser Team, darunter der erfahrene Legasthenie-Experte Lars Michael Lehmann, nutzt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse & persönliche Erfahrungen. Ziel ist es, die Kompensation der Lernschwierigkeiten.

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Legasthenie Coaching – Institut für Bildung und Forschung gUG (haftungsbeschränkt)
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23.04.2022 Welttag des Buches: Neue Lesementoren in Ostdeutschland gesucht

28 % der Viertklässler haben aufgrund der Pandemie nicht richtig lesen gelernt. Zusätzliche Förderung ist für sie essentiell, dafür sucht der MENTOR-Bundesverband weitere Lesementor*innen.

BildDer Welttag des Buches am 23. April feiert die Bücher und das Lesen. Es geht darum, vor allem Kinder für das Lesen zu begeistern und das ist dringend notwendig: Aufgrund der Pandemie können 28 Prozent der Viertklässler nur noch schwach oder sehr schwach lesen. Ihnen fehlt ein halbes Lernjahr, so die aktuellen Ergebnisse der ersten wissenschaftlichen Studie zum Lesen nach der Pandemie von der TU Dortmund.

Die 13.000 Mentor*innen des MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverbands e.V. beobachten, dass auch viele Erst- und Zweitklässler in den letzten zwei Jahren gar nicht erst richtig lesen gelernt haben, andere haben es einfach wieder verlernt. Deshalb fordert der MENTOR-Bundesverband eine Verstärkung der ehrenamtlichen Leseförderung an den Schulen. Dafür sucht der Verband vor allem in Ostdeutschland weitere, ehrenamtliche Lesementor*innen und Vereinsgründer*innen, um seine erfolgreiche Leseförderung im Osten stärker anzubieten. Dabei zeichnen sich erste Erfolge ab.
Auch für geflüchtete Kinder aus der Ukraine können die Mentor*innen wertvolle Unterstützung beim Lernen und für die Integration beisteuern. So lässt sich die Arbeit der schulischen Fachkräfte sinnvoll und schnell ergänzen.

Der häufige Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht und zuletzt massiver Unterrichtsausfall haben dramatische Auswirkungen auf die Lesekompetenz der Schüler*innen. Daher sucht der MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V. vor allem in Ostdeutschland neue Lesementor*innen und Vereinsgründer*innen, um die Kinder und Jugendlichen vor Ort zu fördern. Er möchte die im Osten bereits erfolgreichen und etablierten Angebote in der Leseförderung mit seinem 1:1-Prinzip ergänzen und unterstützen. Ein*e Lesementor*in fördert ein Kind, einmal in der Woche, mindestens ein Jahr lang. Diese Förderung ist ehrenamtlich und erfolgt ausschließlich in Kooperation mit den Schulen.

Huguette Morin-Hauser, 1. Vorsitzende des MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverbands e.V. berichtet: „Seit Januar sind wir mit zahlreichen Bürgern, ehrenamtlich Engagierten und Bildungsinstitutionen in den Bundesländern im Osten im Gespräch. Da es in Ostdeutschland nur acht MENTOR-Vereine gibt, hat der MENTOR-Bundesverband ein Programm aufgelegt, um dort neue Mitstreiter zu gewinnen und sie umfassend bei der Etablierung der Lese- und Lernförderung von MENTOR zu begleiten.“ Ziel ist es, mit dem Programm im Jahr 2022 Gründer für neue Vereine, Mentoren und Partner zu finden. Gefördert wird es von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE).

In Leipzig und Nordhausen sowie im Havelland und in Vorpommern planen bereits engagierte Bürger*innen die Gründung von neuen MENTOR-Vereinen. Wer sie unterstützen möchte oder in anderen Regionen aktiv werden will, ist herzlich willkommen. Informationen gibt es über www.mentor-bundesverband.de.

Die Schulen fragen die Unterstützung von MENTOR stärker nach als je zuvor. Denn dort erschweren der Lehrkräftemangel, die nur langsam anlaufende Hilfe aus dem Corona-Aufholpaket der Bundesregierung sowie die anstehende Integration der geflüchteten Kinder aus der Ukraine die Situation und lassen kaum Raum für zusätzliche Leseförderung.

Wie dringend diese aktuell nötig ist, berichtet Huguette Morin-Hauser: „Unserer 13.000 ehrenamtlichen Lesementor*innen erleben täglich, dass viele Kinder nicht nur auf dem alten Lese-Niveau stehen geblieben sind, sondern große Rückschritte gemacht haben. Manche Erst- und Zweitklässler konnten noch gar nicht richtig lesen lernen. Wer diese Kinder jetzt nicht zusätzlich fördert, hängt sie wissentlich ab. Denn das Lesen ist die Basis für das Lernen in allen Fächern.“

Diese extremen Auswirkungen der Pandemie bestätigt seit Mitte März auch eine repräsentative Studie des Instituts für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund: Die aktuelle Schülergeneration in Deutschland zeigt generell eine wesentlich geringere Lesekompetenz als noch vor fünf Jahren – das sei alarmierend, meinen auch die Wissenschaftler. Wer nicht lesen kann, macht in der Regel keinen Schulabschluss und kann sich in einer immer digitaleren Welt kaum orientieren und wird Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden.

Über MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.
Oberstes Prinzip ist die 1:1-Betreuung: Ein*e Mentor*in fördert ein Kind, einmal in der Woche, mindestens ein Jahr lang. Die Förderung erfolgt ausschließlich in Kooperation mit den Schulen. Unter dem Dach des Bundesverbandes engagieren sich 13.000 ehrenamtliche Lesementor*innen für 16.600 Kinder und Jugendliche.
Der erste MENTOR-Verein wurde 2003 in Hannover gegründet. Der Bundesverband mit Sitz in Köln sorgt vor allem für die Qualifizierung der Lesementor*innen, damit sie ihr Ehrenamt gut vorbereitet aufnehmen und bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe begleitet werden. Schirmherren sind Richard David Precht, Sandra Maischberger, Armin Maiwald, Simone Standl und Markus Wasmeier.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.
Frau Agnes Gorny
Grafenwerthstr. 27
50937 Köln
Deutschland

fon ..: 0221 16844745
web ..: http://www.mentor-bundesverband.de
email : gorny@mentor-bundesverband.de

Pressekontakt:

MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V.
Frau Agnes Gorny
Grafenwerthstr. 27
50937 Köln

fon ..: 0221 16844745
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email : gorny@mentor-bundesverband.de