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Kreis Steinfurt: Fast jede 2. Schweine-Kontrolle mit Missständen – ANINOVA fordert Konsequenzen

Neue Zahlen aus der Antwort der Kreisverwaltung Steinfurt auf eine Anfrage der Grünen im Kreistag sind alarmierend: Bei fast jeder zweiten Kontrolle in Schweinehaltungen wurden Verstöße festgestellt.

BildDer Antrag der Grünen wurde am 02. Mai 2025 eingereicht – unmittelbar nach der letzten großen Aufdeckung von ANINOVA Ende April. Die Behörde musste damit auf Enthüllungen reagieren, die bereits bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatten und auch im Kreis Steinfurt massive Missstände in der Schweinemast belegten.
Im Gesamtzeitraum von Juni 2022 bis Mai 2025 wurden im Kreis Steinfurt 719-mal Schweinehaltungen kontrolliert. Bei 306 Kontrollen stellten die Behörden Verstöße fest – das entspricht einer Quote von über 42 Prozent. Damit zeigt sich über drei Jahre hinweg ein konstant hohes Niveau an Missständen in der Schweinehaltung. Laut Beantwortung des Antrags wurden dabei einige Schweinehaltungsbetriebe mehrfach kontrolliert.

Die Einzeljahre verdeutlichen die Dramatik: Im Zeitraum 01.06.2022 bis 31.05.2023 wurden 287 Kontrollen durchgeführt, durch die in 125 Fällen Mängel auffielen (43 Prozent). Im darauffolgenden Zeitraum 01.06.2023 bis 31.05.2024 gab es 209 Kontrollen, in 90 wurden Verstöße festgestellt (43 Prozent). Für den Zeitraum 01.06.2024 bis 31.05.2025 wurde 223-mal kontrolliert, in 91 Fällen wurden Missstände festgestellt (41 Prozent). Für das laufende Jahr 2025 liegen bislang nur unvollständige Daten vor, sodass die endgültige Quote noch höher ausfallen könnte. Alle Kontrollen beziehen sich auf Schweinehaltungsbetriebe. Vermutlich wurden dabei mehrere Betriebe mehrfach kontrolliert. Wie viele dies sind, geht aus dem Dokument nicht hervor.

Die in den amtlichen Berichten aufgeführten Beispiele verdeutlichen die alltägliche Realität in den Ställen. So wurden etwa fehlende oder defekte technische Einrichtungen wie Zeitschaltuhren für die Klimasteuerung oder Beleuchtung festgestellt. Es mangelte an ausreichendem Beschäftigungsmaterial, wodurch Schweine Verhaltensstörungen entwickeln. Zudem traten wiederholt gesundheitliche Probleme ganzer Herden auf, etwa Durchfallerkrankungen, ohne dass rechtzeitig ein Tierarzt hinzugezogen wurde. Auch gravierende hygienische Mängel bis hin zu nicht entfernten Kadavern wurden dokumentiert.

Ordnungswidrigkeiten oder Strafanzeigen wurden in den letzten 3,5 Jahren allerdings kaum vom Amt verhängt bzw. gestellt. Lediglich 14 Ordnungswidrigkeiten hat das Veterinäramt insgesamt selbst eingeleitet und sieben Strafanzeigen erstattet.

„Bei Tierquälerei muss konsequent durchgegriffen werden. Und bei diesen alarmierenden Zahlen muss davon ausgegangen werden, dass Tierquälerei in der Schweinemast an der Tagesordnung ist. Eigentlich müssten jetzt sofort alle Betriebe umfassend kontrolliert werden“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. „Wir empfehlen den Menschen, sich vegan zu ernähren – denn nur so können Tiere wirklich geschützt werden.“

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschland

fon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.org

Der Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org

Pressekontakt:

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Sänger Tom Twers rettet Puten aus Mastanlage – ANINOVA deckt grausame Zustände auf

Blutige Verletzungen, legales Tierleid, keine Haltungsverordnung: Gemeinsam mit ANINOVA erlebt Tom Twers das Grauen der Putenmast – und schenkt vier Tieren ein neues Leben.

BildIn einer nächtlichen Undercover-Aktion haben Sänger und Influencer Tom Twers ( bekannt aus der Castingshow X Factor und durch sein aktuelles Debütalbum „Ein Ja reicht“) gemeinsam mit der Tierrechtsorganisation ANINOVA erschütternde Zustände in einer Putenmastanlage in NRW dokumentiert. Zusammen mit Tierretterin Lisa Wilhelm und einem Recherche-Team betrat Twers einen Betrieb mit über 100.000 Tieren. Vier schwer verletzte Puten konnten sie retten – für den Künstler und Influencer eine zutiefst emotionale Erfahrung. Deformierte Körper, blutige Verletzungen, rechtlich erlaubtes Tierleid ohne gesetzliche Haltungsverordnung: Die Bilder lassen ihn nicht mehr los. Weitere Informationen und ein Video hier.

„Ich wusste, dass die Zustände schlimm sind – aber das, was ich dort gesehen habe, hat mich fassungslos gemacht“, so Tom Twers, der sich seit seiner Kindheit vegetarisch ernährt und für den Tierschutz einsetzt. Inmitten kranker, verletzter und sterbender Tiere begleitete er das Team von ANINOVA durch mehrere Hallen einer industriellen Mastanlage für Puten in einer nächtlichen Aktion irgendwo in NRW. „Man spürt das Leid dieser Tiere in jeder Ecke. Und dabei gibt es in Deutschland nicht einmal spezifische gesetzliche Vorgaben für die Haltung von Puten. Das ist Wahnsinn!“, so Tom Twers.

Die Bilder aus der Putenmast sprechen eine deutliche Sprache: Tiere mit offenen Wunden, blutigen Verletzungen durch Kannibalismus, deformierte Körper, Atemnot und Tod. „Verluste sind einkalkuliert – etwa 13 % der Tiere sterben schon vor dem eigentlichen Schlachttag“, erklärt Lisa Wilhelm. „Die Tiere brechen oft unter ihrem eigenen Gewicht zusammen. Und das alles geschieht völlig legal.“ Denn für die Haltung von Puten gibt es in Deutschland keine spezifischen Haltungsverordnungen.
In Deutschland wurden 2024 über 30 Millionen Puten geschlachtet – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr, obwohl der Fleischkonsum insgesamt sinkt. „Putenfleisch wird in der Fitness- und Gesundheitsbranche als ,leicht‘ und ,gesund‘ vermarktet. Doch die Wahrheit ist: Puten leiden massiv. Ihr Fleisch ist oft mit antibiotikaresistenten Keimen belastet und die Haltung ist grausam“, so Wilhelm weiter.

Die Realität: Über 98 % aller Puten stammen aus konventionellen Mastbetrieben. Es gibt keinerlei verbindliche Vorschriften zur Haltung, keine maximale Besatzdichte, keine Anforderungen an Licht, Beschäftigung oder Untergrund. Die Tiere leben eingepfercht in riesigen Hallen – ohne Auslauf, ohne Tageslicht, ohne Rückzugsorte. Um Verletzungen durch aggressives Verhalten zu verringern, wird ihnen bereits als Küken schmerzhaft die Schnabelspitze gekürzt – ein Eingriff ohne Betäubung.
„Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie sensibel und intelligent Puten sind“, sagt Lisa Wilhelm. „Sie führen soziale Beziehungen, erkennen Menschen wieder, zeigen Mitgefühl und spielen sogar. Doch in der Mast können sie nichts davon ausleben.“

Tom und das ANINOVA Team beschlossen vier Puten zu retten. Die Tiere – jetzt liebevoll Tom, Max, Alvin und Lisa genannt – leben nun auf einem Lebenshof. „Ich werde ihren Blick nie vergessen. Man kann so ein Leben nicht betreten und dann so weitermachen wie vorher“, sagt Twers. „Diese Rettung verändert nicht die ganze Welt – aber für diese vier Tiere bedeutet sie alles.“
Sein Appell: „Esst kein (Puten-)Fleisch. Jeder Mensch sollte wissen, was hinter diesem Produkt steckt. Wir müssen Verantwortung übernehmen.“

„Wer auf tierische Produkte verzichtet, rettet Leben – jeden Tag“, so Wilhelm abschließend.

Weitere Informationen und das Video zur Aktion hier.

Bildmaterial senden wir auf Anfrage gerne zu.

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ANINOVA e.V. (vormals Deutsches Tierschutzbüro e.V.)
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Bundeslandwirtschaftsminister „Alois Rainer, den mag keiner“

ANINOVA landet viralen Video-Hit mit Humor und harter Realität gegen Anbindehaltung von Kühen

BildDie Tierrechtsorganisation ANINOVA veröffentlicht aktuelles Bildmaterial aus einem Milchviehbetrieb in Baden-Württemberg, das das extreme Leid von Kühen in Anbindehaltung dokumentiert. Zeitgleich startet eine Social-Media-Kampagne mit satirischen Kurzvideos, in den bekannte Gesichter wie Daniel Noah, Victoria Müller und Stephan Pütz den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer scharf kritisieren – etwa mit Reimen wie:

„Alle Kinder sagen: ,Kühe anketten ist gemein.‘ ,Ist doch Tradition!‘, ruft Alois ganz allein. Alois Rainer, den mag keiner.“

Die Kampagne wird auf Instagram, TikTok und YouTube ausgespielt – mit durchschlagendem Erfolg: Die Videos werden zum viralen Hit, alleine das Video mit Kampfsportler und Influencer Stephan Pütz erreicht auf Instagram über 500.000 Menschen. Auf TikTok und YouTube wächst die Reichweite weiter – und mit ihr die öffentliche Empörung über die Blockadehaltung des Ministers. Besonders empörend: Ein fertiger Gesetzesentwurf zum Verbot der Anbindehaltung liegt bereits seit der letzten Ampel-Regierung vor – doch Minister Rainer hat angekündigt, ihn nicht ins Parlament einzubringen. Weitere Informationen hier.

Während in deutschen Ställen weiterhin hunderttausende Kühe angebunden in engen Stallreihen ausharren, verweigert Landwirtschaftsminister Alois Rainer gezielt ein längst überfälliges Verbot dieser Tierquälerei. Der CSU-Politiker stammt aus Bayern, dem Bundesland mit den meisten Anbindehaltungsbetrieben in Deutschland. Zudem ist Rainer gelernter Metzger – und steht offen für den Erhalt sogenannter „traditioneller“ Haltungsformen, auch wenn diese mit großem Tierleid einhergehen.

Die Tierrechtsorganisation ANINOVA macht nun öffentlich Druck – mit schockierendem Bildmaterial, scharfem Protest und bitterer Satire.
Aktuelle Aufnahmen aus einem Milchviehbetrieb in Baden-Württemberg zeigen, was es bedeutet, als Kuh in sogenannter Anbindehaltung zu leben: Die Tiere sind einzeln fixiert, über Monate hinweg, ohne Auslauf oder Bewegung. Die Tiere verbringen ihr Leben fast vollständig an derselben Stelle – bewegungslos.
„Das ist einfach nur Tierquälerei“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.

Laut Schätzungen leben in Deutschland weiterhin rund 800.000 Rinder in Anbindehaltung, vor allem in Süddeutschland. Und obwohl die gesellschaftliche Ablehnung gegenüber dieser Praxis wächst, verweigert Bundeslandwirtschaftsminister Rainer aktiv den politischen Wandel: Ein bereits abgestimmter Gesetzesentwurf aus der vorherigen Ampel-Regierung, der die Anbindehaltung beendet hätte, liegt vor – doch der Minister hat öffentlich angekündigt, diesen nicht ins Parlament einbringen zu wollen. „Hier geht es nicht um fehlende Möglichkeiten, sondern um fehlenden Willen“, sagt Peifer. „Minister Rainer könnte mit einem Federstrich die Grundlage für ein Verbot schaffen – stattdessen schützt er Tierquälerei unter dem Deckmantel der Tradition.“
Um auf diese politische Blockade aufmerksam zu machen, kombiniert ANINOVA harte Realität mit satirischer Zuspitzung. In Social-Media-Videos sprechen bekannte Persönlichkeiten provokante Reime, die sich direkt gegen die Haltung des Ministers richten. Mitgewirkt haben:

Daniel Noah, Schauspieler und DJ, bekannt für seine gesellschaftspolitischen Rollen und klare Haltung.
Victoria Müller, Historikerin und Content Creatorin, die in ihren Formaten regelmäßig Tierrechte und soziale Gerechtigkeit thematisiert.
Stephan Pütz, Kampfsportler und Influencer mit starker Stimme für Tier- und Umweltthemen.

Ein Beispiel aus den Videos:
„Alle Kinder sagen: ,Anbindehaltung ist Tierqual pur!‘
Nur Alois sagt: ,Das bleibt so – ist halt bayrische Kultur.‘
Alois Rainer, den mag keiner.“

Die Videos verbreiten sich rasant und erzeugen hohe mediale Aufmerksamkeit. Für ANINOVA ist klar: Humor ist hier ein Mittel zum Zweck – denn ohne öffentliche Empörung bleibt Tierleid politisch unsichtbar.

Doch nicht nur die Politik steht in der Verantwortung – auch jede Person kann etwas verändern: ANINOVA ermutigt dazu, sich mit den Lebensbedingungen von Tieren in der Landwirtschaft auseinanderzusetzen und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Eine vegane Lebensweise ist der wirkungsvollste Weg, Tierleid zu vermeiden, die Umwelt zu entlasten und Mitgefühl praktisch werden zu lassen. Wer auf tierische Produkte verzichtet, setzt ein klares Zeichen gegen Ausbeutung – Tag für Tag.

Weitere Informationen und die Videos hier.

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Molkerei Hohenlohe Zulieferbetrieb hält Kühe ein ganzes Leben an der Kette

ANINOVA deckt Tierquälerei auf – Staatsanwaltschaft Heilbronn nimmt Ermittlungen auf

BildDer Tierrechtsorganisation ANINOVA liegt Bildmaterial aus einem Rinderbetrieb in Bretzfeld, Hohenlohekreis (Baden-Württemberg) vor. Die Bilder sind Mitte März 2025 entstanden und zeigen rund 50 Kühe in Anbindehaltung. Nach Informationen des Landwirts werden die Tiere ganzjährig im Stall an einer Kette gehalten. Die Milch wird laut Landwirt von der Molkerei Hohenlohe abgeholt „Die Kühe werden im Stall lebenslang an Ketten gehalten, umdrehen ist nicht möglich“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Unmittelbar nach Erstellung der Bilder wurde das zuständige Veterinäramt in Künzelsau informiert, zudem wurde eine Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn ermittelt bereits wegen Tierquälerei (AZ 251 Js 10929/25), das Veterinäramt stellt Mängel in der Haltung fest. Die Milch wird u.a. unter dem Markennamen Hofgut bei EDEKA24 und Rewe verkauft. Weitere Informationen hier.

Die Aufnahmen, die ANINOVA (ehemals Deutsches Tierschutzbüro) vorliegen, sind am 15.03.2025 entstanden und zeigen einen kleinen Stall, in dem rund 50 Milchkühe gehalten werden. Der Betrieb liegt in Bretzfeld, Hohenlohekreis (Baden-Württemberg). Laut Auskunft des Landwirts werden die Tiere sogar ihr gesamtes Leben an der Kette gehalten. Diese Haltungsform ist unfassbar grausam, da die Tiere so angebunden keine Möglichkeit haben, sich zu bewegen oder miteinander zu interagieren. „In diesem Betrieb stehen die Tiere tagein tagaus auf derselben Stelle, unfähig, auch nur ihren grundlegendsten Bedürfnissen nachzugehen“, kritisiert Peifer.

Neben der Anbindehaltung kritisiert die Tierrechtsorganisation aber auch das geringe Platzangebot für die Tiere, zudem wirkt der Stall heruntergekommen und unhygienisch. Aus diesen Gründen wurde am 17.03.2025 das zuständige Veterinäramt in Künzelsau informiert. Bei einer Kontrolle durch das Amt wurden geringe- bis mittelgradige Mängel in der Haltung der Jungrinder sowie zu lange Klauen bei einer Milchkuh festgestellt. Es wurden Auflagen erteilt.

Laut dem Landwirt wird die Milch von der Molkerei Hohenlohe Milch aus Schwäbisch Hall abgeholt. Die Molkerei wirbt auf ihrer eigenen Website mit glücklichen Kühen auf grünen Wiesen sowie mit Nachhaltigkeit, Regionalität und Tierwohl. Nirgendwo ist zu lesen, dass die Milch auch von Kühen stammt, die ihr gesamtes Leben an der Kette festgebunden sind. „Auf der Website der Hohenloher Molkerei wird den Menschen eine heile Welt vorgegaukelt – das hat mit der Realität aber nicht viel zu tun“, so Peifer.

Die Milch wird u.a. unter dem Markennamen Hofgut bei EDEKA24, Amazon und Rewe verkauft.

ANINOVA hat nach Auswertung des Bildmaterials am 20.03.2025 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Heilbronn erstattet. „Wir sehen den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt, denn die ganzjährige Anbindehaltung verstößt gegen das Tierschutzgesetz“, so Peifer. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat die Ermittlungen aufgenommen (AZ 251 Js 10929/25).
Die Aufnahmen beweisen einmal mehr, dass Regionalität nicht vor Tierleid schützt. Gerade in kleinen Betrieben wie in Bretzfeld, dem oft lobend erwähnten „Bauern von nebenan“, werden Rinder häufig in Anbindehaltung gehalten. Und obwohl sie gegen das Tierschutzgesetz verstößt, wird die Anbindehaltung von den Behörden nach wie vor geduldet. „Daher empfehlen wir allen Menschen, die diese Tierquälerei nicht weiter unterstützen möchten, die vegane Lebensweise“, so Peifer abschließend.

Weitere Informationen hier.

Foto- und Videomaterial kann angefordert werden.

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Nach Westfleisch-Skandal: Schlachtkonzern gerät unter Druck – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Zulieferer

„Initiative Tierwohl“ sperrt Betriebe – EDEKA nimmt keine Tiere mehr ab

BildEnde April hat die Tierrechtsorganisation ANINOVA verstörende Videoaufnahmen aus drei Westfleisch-Zulieferbetrieben veröffentlicht. Die Bilder sind in den Kreisen Borken und Steinfurt entstanden und zeigen kranke und verletzte Tiere, die augenscheinlich nicht tierärztlich behandelt wurden. Besonders eklatant waren die Zustände in einem Betrieb der Haltungsstufe 3 – „Außenklima“. Das Fleisch dieser Tiere wurde exklusiv bei EDEKA verkauft. Die Supermarktkette hat die Abnahme der Tiere vorerst eingestellt. Aufgrund von Strafanzeigen durch ANINOVA ermittelt die Staatsanwaltschaft Münster gegen alle drei Betriebe wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. In allen drei Fällen haben die zuständigen Veterinärämter selbst erhebliche Missstände bei Kontrollen festgestellt und ebenfalls Strafanzeige erstattet. Bereits 2022 hatte ANINOVA (damals unter dem alten Vereinsnamen „Deutsches Tierschutzbüro“) Missstände in 7 Westfleisch-Zulieferbetrieben festgestellt. „Westfleisch gerät immer weiter unter Druck und beendet die Tierquälerei nicht“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA. Der Schlachtgigant nimmt weiterhin Schweine aus den Betrieben ab und beendet die Zusammenarbeit nicht. Weitere Informationen auf der Website von ANINOVA.

In der letzten Aprilwoche hatte ANINOVA Bildmaterial aus drei Westfleisch-Zulieferbetrieben veröffentlicht. Die Betriebe liegen in Stadtlohn (Landkreis Borken), Emsdetten und Ibbenbüren (beides Landkreis Steinfurt). Die Bilder zeigen kranke und verletzte Schweine in teilweise riesigen Stallungen. Einige der Tiere weisen schwerwiegende Verletzungen auf, andere sind bereits verstorben und wurden von ihren Artgenossen angefressen. „Es sind Bilder aus einem Horrorfilm“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.

Unmittelbar nach Entstehung des Bildmaterials, wurden die zuständigen Veterinärämter informiert. Diese haben in allen Betrieben ebenfalls Missstände vorgefunden. Diese waren in allen drei Betrieben so massiv, dass sie selbst Strafanzeige erstattet haben.

Auch ANINOVA hat gegen alle Betriebe Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Münster hat die Ermittlungen gegen alle Betriebe wegen Tierquälerei aufgenommen (die Aktenzeichen lauten: Betrieb Ibbenbüren 540 Js 162/25, Betrieb Emsdetten 540 Js 1347/25, Betrieb Stadtlohn 540 Js 190/25).

Folgen für die Betriebe hat die Aufdeckung bereits jetzt: EDEKA hat die Zusammenarbeit mit dem Betrieb in Emsdetten zunächst eingestellt. Auch die Initiative Tierwohl hat den Betrieb in Emsdetten für die Belieferung gesperrt – ebenso den Betrieb in Stadtlohn. Laut aktuellen Medienberichten lässt sich Westfleisch aber von allen 3 Betrieben weiterhin beliefern.
„Interesse an einer Aufklärung oder Sanktionen gegen die Betriebe hat Westfleisch offenbar nicht“, kritisiert Peifer.

Bereits 2022 hatte die Tierrechtsorganisation (damals noch unter dem alten Vereinsnamen „Deutsches Tierschutzbüro“) unhaltbare Zustände aus Westfleisch-Zulieferbetrieben veröffentlicht. Auch damals hatte Westfleisch kaum etwas zur Aufklärung beigetragen.

„Die Tiere sind Westfleisch komplett egal – es geht nur um den Profit“, sagt Peifer. Westfleisch stellt sich der Kritik nicht – das wird auch dadurch deutlich, dass der Schlachtgigant auf E-Mails von ANINOVA nicht reagiert und stattdessen die Kommentarfunktion bei Instagram und TikTok deaktiviert. „Das ist einfach nur peinlich“, sagt Peifer abschließend.

ANINOVA empfiehlt allen Menschen, die diese Tierquälerei nicht weiter unterstützen wollen, die vegane Lebensweise.

Weitere Informationen auf der Website von ANINOVA:

Bildmaterial kann angefordert werden.

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