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Einladung Pressekonferenz: Vollendung der Festetage und Eröffnung der neuen Dauerausstellung Masken und Kronen

Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof am Montag, 20. April 2026, 11 Uhr im Residenzschloss, Kleiner Ballsaal

Bildmit
Bernd Ebert, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Marius Winzeler, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, Projektleiter
Holger Schuckelt, Oberkonservator der Rüstkammer und Kurator der Ausstellung

Mit der baulichen Vollendung von Propositionssaal und Großem Ballsaal ist die Rekonstruktion der Festetage im Dresdner Residenzschloss abgeschlossen. Ab dem 22. April 2026 wird es erstmals wieder möglich sein, alle Repräsentationsräume in ihrer historischen Abfolge zu besichtigen. Diese führt von der Englischen Treppe in eine Reihe prächtiger Festsäle: vom Riesensaal mit seinen Turnierszenen in das wiedererstandene Audienzzimmer der Königin, den Kleinen und Großen Ballsaal mit seinen eindrücklichen Resten originaler Dekoration, das lichterfüllte Porzellankabinett und den Propositionssaal, der in die barocken Paraderäume Augusts des Starken überleitet. Abgeschlossen wird der Rundgang durch die Türckische Cammer mit ihrer suggestiven Inszenierung osmanischer Kunst.

Die neue Dauerausstellung

In den im Stil des Historismus gestalteten Festsälen wird die Dauerausstellung „Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof“ der Rüstkammer präsentiert. Sie umfasst über 450 Objekte, von denen viele seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zu sehen waren. Der größte Teil stammt aus der Rüstkammer, zusätzliche Exponate kommen aus anderen Sammlungen des Museumsverbundes – aus dem Münzkabinett, dem Grünen Gewölbe, dem Kupferstich-Kabinett, der Galerie Neue Meister und der Skulpturensammlung ab 1800. Leihgaben gewährten zudem das Sächsische Staatsarchiv und die Kunstsammlungen der Veste Coburg. Die Kunstwerke gehören zu den kostbarsten Zeugnissen europäischer Festkultur und jahrhundertealter Repräsentation fürstlicher Macht. Darunter befinden sich der einzige in Deutschland erhaltene barocke Kurhut, die Krönungsfigur Augusts des Starken und seine berühmte goldene Sonnenmaske, geschaffen von Johann Melchior Dinglinger.

Zahlreiche Sammlungsexponate wurden in den letzten Jahren dank großzügiger Unterstützung des Freistaates Sachsen und des Bundes aufwendig restauriert, so ein Schlittenzeug mit über 500 Glöckchen, das der Sohn Augusts des Starken, Friedrich August II. nutzte, um in Wien um die Hand der Kaisertochter Maria Josepha anzuhalten.

Gemeinsam mit der Ausstellung wird auch das Turmzimmer mit dem historischen Porzellankabinett, einst der erste Showroom der Meissener Porzellanmanufaktur, wiedereröffnet. Unter der originalgetreu ergänzten Renaissancestuckdecke glänzen dort auf vergoldeten Konsolen vor roten Paneelen und Spiegeln Dragonervasen und exquisites Meissener Porzellan, das den Krieg überlebt hat.

Großer Ballsaal

Über Jahrhunderte war Dresden berühmt für seine glanzvolle Festkultur. Die dafür nötigen Kostüme und das Zubehör wurden in der Rüstkammer aufbewahrt. Im Großen Ballsaal kommen sie nun in der opulenten Schau höfischer Festrequisiten des 16. bis 18. Jahrhunderts wieder zur Geltung. Vergoldete Helme, Silberharnische, Prunkwaffen und außergewöhnlich geschmückte Pferde demonstrieren die enge Verbindung von Macht und Pracht. Der Glanz der Spätrenaissance und des Barocks wird in den Ausstattungen für Maskeraden und Festaufzügen lebendig.

Zwei Ereignisse stehen als Anlass für solche Feierlichkeiten im Mittelpunkt der Präsentation: 1709 besuchte der dänische König Frederik IV. seinen Dresdner Cousin, wofür Hofjuwelier Johann Melchior Dinglinger nicht nur die goldene Sonnenmaske mit den Gesichtszügen Augusts des Starken gestaltete, sondern auch einen Adlerhelm für den Gast. Im September 1719 inszenierte August der Starke die wochenlangen Festlichkeiten zur Hochzeit seines Sohnes Friedrich Augusts II. mit der habsburgischen Kaisertochter Maria Josepha. Untrennbar mit dem höfischen Festwesen verbunden war der Austausch von Geschenken. Schmuck, Prunkwaffen und reich aufgezäumte Pferde sollten beeindrucken. Das auf einem eigens angefertigten Holzpferd präsentierte Schellen-Schlittenzeug erinnert an die erfolgreiche Brautwerbung des sächsischen Kurprinzen am Wiener Hof.

Projektionen von zeitgenössischen Abbildungen der schönsten Dresdner Festszenen aus dem Kupferstich-Kabinett der SKD runden die Schau effektvoll ab. Im Großen Ballsaal findet sich zudem der Beweis für eine sächsische Legende: das Hufeisen, das August der Starke anlässlich der Taufe des „Hofzwerges“ Hante am 15. Februar 1711 eigenhändig in zwei Teile zerbrochen hatte.

Propositionssaal

Auch der holzverkleidete Propositionssaal diente Bällen und höfischen Festivitäten. Vor allem war er jedoch ein Ort staatlicher Repräsentation. Hier wurde Geschichte geschrieben: Hier tagten die Stände, hier fand 1831 die Proklamation der ersten sächsischen Verfassung statt, mit der das Königreich zur konstitutionellen Monarchie wurde. Als Thronsaal und Versammlungsort genutzt, war der Saal ein Vorläufer des heutigen Landtages.

In der neuen Dauerausstellung dient der Propositionssaal mit seinen originalen Leuchtern aus vergoldeter Bronze (Lauchhammer, 1846-1848) als Kulisse für ikonische Symbole der Macht: die Insignien der Kurfürsten und Könige, wie das einzige in Deutschland erhaltene Exemplar eines originalen barocken Kurhutes oder die nur zur Kaiserwahl vom Kurfürsten getragenen roten Stiefel. Seit 1423 hatten die sächsischen Herzöge aus dem Haus Wettin die Kurwürde inne. Als Kurfürsten gehörten sie damit zur Elite des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, bestimmten die Reichspolitik maßgeblich mit und waren allein dem Kaiser untergeordnet.

An die Krönung des sächsischen Kurfürsten Friedrich August I. (genannt August der Starke) zum König von Polen am 15. September 1697 in Krakau erinnert die von ihm selbst in Auftrag gegebene Figur mit dem königlich-polnischen Krönungsornat. Der Kopf der Figur wurde nach einem Lebendabdruck vom Gesicht des Königs originalgetreu gestaltet. Einen Höhepunkt königlicher Würde stellt das ausgestellte Original des hermelingesäumten Krönungsmantels aus blauem Seidensamt mit Goldstickerei dar. Von der Krönung des Sohnes August III. 1734 zeugen unter anderem die originalen Etuis für die Kronen und die monumentalen Kronschwerter Polens und Litauens. Ordensgewänder und dazugehörige Kleinodien sowie Münzen und Medaillen spiegeln die symbolische Bedeutung exklusiver europäischer Gesellschaften wider, namentlich des Königlich-Dänischen Elefantenordens, des Königlich-Polnischen Weißen Adler-Ordens und des Ordens vom Goldenen Vlies sowie des Königlich-Englischen Hosenbandordens. Den zeitlichen und historischen Abschluss des Raumes bildet die Präsentation von Büsten der sächsischen Könige. Auf einer Bank am Ort, wo einst der Thron stand, dürfen sich alle Besucherinnen und Besucher selbst krönen und einen Moment lang als Königin und König genießen. Dazu führt eine Bildprojektion den Weg Sachsens von der Monarchie zur Demokratie vor Augen – ermöglicht mit Unterstützung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.

Turmzimmer

Teil der neuen Dauerausstellung ist auch das bereits 2019 eingeweihte Turmzimmer mit dem historischen Porzellankabinett. Über 200 Jahre war es der vornehmste Schauraum für Meissener Porzellan. Neben Silberleuchtern und ausgewählten Vasen aus China und Japan ließen August der Starke und sein Sohn auf vergoldeten Konsolen vor rot lackierten und verspiegelten Wänden die besten Erzeugnisse ihrer ersten europäischen Porzellanmanufaktur wirkungsvoll in Szene setzen.

In dieser historischen Szenerie präsentiert die Ausstellung imposante chinesische Dragonervasen und 21 der weltweit einzigartigen, plastisch überbordenden Elementvasen des Porzellankünstlers Johann Joachim Kaendler. Diese repräsentativen Prunkgefäße entstanden im Auftrag des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August III. im Dezember 1741 als Geschenk für den französischen König Ludwig XV., den er als Bündnispartner zu gewinnen suchte. Doch als die Vasen nach sechs Monaten fertiggestellt waren, hatte Preußen durch die Besetzung Schlesiens und den Friedensschluss mit Österreich bereits neue Realitäten geschaffen, weshalb die prunkvollen Vasen nie verschenkt wurden und in Dresden verblieben.

Mit kleinen Veränderungen blieb das barocke Porzellankabinett bis zur Zerstörung des Schlosses 1945 bestehen. 1941 wurde das Porzellan zum Schutz ausgelagert, viele wertvolle Stücke gingen im Krieg und den Nachkriegswirren verloren. Leere Wandkonsolen erinnern heute an diese großen Verluste.

Die berühmten Elementvasen blieben zwar erhalten, verschwanden aber 80 Jahre lang aus der Öffentlichkeit. Die Neueinrichtung des rekonstruierten Porzellankabinetts war Anlass für eine aufwendige Restaurierung und die Ergänzung fehlender Deckel und Füße in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen. Im Dresdner Residenzschloss bezeugt die Vasengruppe nun erneut das virtuose Können und die Meisterschaft der sächsischen Porzellankünstler des 18. Jahrhunderts.

Audienzzimmer der Königin und Bilderkabinette

Zu den neugestalteten Räumen der Festetage gehören schließlich das vor dem Kleinen Ballsaal gelegene Audienzzimmer der Königin und die Bilderkabinette. Ersteres ist insbesondere der letzten sächsischen Regentin, Carola, geborene Prinzessin Wasa, gewidmet. Im Glanz eines sorgsam restaurierten Prunkleuchters erstrahlt dort ihr Staatsporträt von Leon Pohle. Zudem wird eine Auswahl eleganter Damenschuhe des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Rüstkammer gezeigt und das Publikum ist eingeladen, die Walzerschritte auf dem Parkett nachzutanzen.

Im Kleinen Bilderkabinett hinter dem Audienzzimmer der Paraderäume werden exquisite Geschenke Napoleons gezeigt, der 1806 Sachsen zum Königreich erhoben hatte und aus Paris Gobelins und Porzellan nach Dresden schicken ließ. Das anschließende Große Bilderkabinett widmet sich dem Thema Kinder und Tiere bei Hof. Neben Bildnissen von Prinzen, Pferden und Hunden sind Kinderwaffen sowie Dutzende unterschiedlicher Hundehalsbänder der Spätrenaissance und des Barocks ausgestellt. Sie zeigen anschaulich die große Verbundenheit fürstlicher Personen mit ihren Vierbeinern und stellen ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Dresdner Sammlungen dar – eine vergleichbar qualitätvolle und umfangreiche Kollektion historischer Hundehalsbänder blieb nirgendwo sonst bis heute erhalten.

Festwoche

Die SKD feiern die Eröffnung der Festetage und der Ausstellung mit einer Festwoche. Diese beginnt mit einem Tag der offenen Tür am Mittwoch, den 22. April 2026 und endet am Sonntag, den 26. April 2026. Angeboten werden Führungen zu unterschiedlichen Themen wie Königskrönungen, Restaurierung und Pferden bei Hofe. Außerdem erklingen barocke Musikinstrumente. Vorgestellt werden ebenso Perücken und ein Parfum, das seit der Barockzeit im Original hergestellt wird und dessen Duft in der Ausstellung geschnuppert werden kann. An der Familienführung „Vom Maskenball bis zur Schlittenfahrt“ können Kinder gern im Kostüm teilnehmen. Für alle, die verkleidet kommen, ist der Eintritt frei.

Das detaillierte Programm findet sich unter: https://ruestkammer.skd.museum 

Bernd Ebert, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: „Die heute im Dresdner Residenzschloss eröffnete Dauerausstellung ,Masken und Kronen‘ setzt neue Maßstäbe. An keinem anderen Ort der Welt wird die Festkultur am sächsischen Hof so eindrucksvoll lebendig. Die Inszenierung prunkvoller Gewänder, Waffen und Schmuckstücke in den historisch rekonstruierten Sälen des einstigen Zentrums politischer Macht lässt die Besuchenden eintauchen in das höfische Leben der sächsischen Regenten. Die für das Publikum nun wieder zugänglichen Räume machen den Rundgang auf der Festetage komplett. Im Herzen der Altstadt erobert das Residenzschloss seinen Platz im historischen Ensemble zwischen Frauenkirche, Zwinger und Semperoper zurück.“

Marius Winzeler, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, Projektleiter: „Jahrelang haben zahlreiche Restauratorinnen und Restauratoren in minutiöser Arbeit oft schwer beschädigte Kostüme, Fahnen, Schuhe, Reitzeuge, Turnierlanzen und Prunkwaffen aus der Dresdner Rüstkammer sorgsam wieder ausstellbar gemacht. Ich freue mich sehr, dass damit ein weiterer Schatz im Dresdner Residenzschloss öffentlich zugänglich wird – weltweit einzigartige Zeugnisse einer glanzvollen Festkultur und symbolreichen Machtpräsentation von europäischem Rang.“

Beteiligte Sammlungen der SKD: Rüstkammer, Grünes Gewölbe, Porzellansammlung, Kupferstich-Kabinett, Münzkabinett, Skulpturensammlung ab 1800, Galerie Neue Meister

Katalog: Marius Winzeler, Holger Schuckelt (Hrsg.), Museumsführer Rüstkammer: Masken und Kronen – Festkultur und Repräsentation der Macht, Deutscher Kunstverlag, 160 Seiten, 19 EUR, ISBN 978-3-422-80310-7

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 10-17 Uhr, Dienstag geschlossen

Eintrittspreise: Regulär 18 EUR, ermäßigt 13,50 EUR, Schülerinnen und Schüler bis 20 Jahre 2 EUR, Gruppen ab 10 Personen p. P. 16 EUR

Um eine Anmeldung zum Pressegespräch bis zum Donnerstag, den 16. April 2026, 12 Uhr unter presse@skdmuseum.info wird gebeten.

Hochauflösende Pressebilder stehen zum kostenfreien Download unter https://www.skd.museum/presse zur Verfügung.

Der Wiederaufbau des Residenzschlosses wurde gefördert durch:
– Freistaat Sachsen
– Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Die Filme im Propositionssaal wurden gefördert durch:
– Ostsächsische Sparkasse Dresden

Weitere Informationen unter: https://www.skd.museum/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Frau Medien und Kommunikation
Residenzschloss ? Taschenberg 2
01067 Dresden
Deutschland

fon ..: +49 (0)351/4914 2643
web ..: https://www.skd.museum/
email : presse@skdmuseum.info

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Staatliche Kunstsammlungen Dresden stellen Zukunftsagenda und Programm 2026 vor

SDK – Ausstellungshighlights 2026

BildIm Rahmen ihrer Jahrespressekonferenz zogen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) heute eine Bilanz des Jahres 2025, präsentierten programmatische Schwerpunkte und stellten die Ausstellungshighlights für 2026 vor.

Der Museumsverbund schaute dabei optimistisch nach vorn. Vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage schärfen die SKD ihren Fokus und entwickeln Organisation und Struktur gezielt weiter. Forschung, Wissenschaft und Sammlungspräsentation werden strategisch verzahnt, um Relevanz und Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

„Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden stehen für höchste Qualität in allen Bereichen. Gerade in herausfordernden Zeiten setzen wir entschlossen Prioritäten, handeln agil und gestalten den Wandel aktiv“, erklärt Dr. Bernd Ebert, Generaldirektor der SKD.

Mit diesem Anspruch positionieren sich die SKD als zukunftsorientierter Museumsverbund, der die Erforschung, Präsentation und Vermittlung der Sammlungen und die Zufriedenheit der Besuchenden künftig noch stärker in den Fokus rückt.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die SKD rund 1,8 Millionen Besuchende. 40 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland, 60 Prozent aus dem Inland, davon 24 Prozent aus Sachsen.

In diesem Jahr gelang ein fulminanter Auftakt mit großem Besucher- und Medieninteresse bereits Anfang Februar. In Kooperation mit dem Munch Museum in Oslo ist im Albertinum eine umfassende Werkschau von Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch unter dem Titel „Die großen Fragen des Lebens“ zu sehen (bis 31.05.2026). Anlass ist der 150. Geburtstag der in Dresden geborenen Künstlerin.

Das nächste Highlight erwartet das Publikum im April: Mit der baulichen Vollendung des Großen Ballsaals und Propositionssaals schließt sich der Rundgang in der Festetage des Dresdner Residenzschlosses. In den beiden neu eröffneten Sälen im Nordflügel wird die neue Dauerausstellung „Masken und Kronen. Festkultur und Machtrepräsentation am Dresdner Hof“ zu sehen sein (ab 22.04.2026). Ausgestellt werden einzigartige Zeugnisse der Festkultur und der Machtrepräsentation, die zu den kostbarsten Werken ihrer Art aus der Zeit der Renaissance und des Barock zählen.

Die Ausstellung „Japan auf Papier in Dresden“ (26.06.“20.09.2026) im Kupferstich-Kabinett rückt ausgewählte, darunter bisher nie gezeigte Arbeiten aus dem heute über 10.000 Objekte umfassenden Bestand in den Fokus. Präsentiert werden Werke der berühmtesten Holzschnittkünstler des 18. und 19. Jahrhunderts: Kitagawa Utamaro, Katsushika Hokusai und Utagawa Hiroshige.

Der Veranstaltungskalender hält auch im Spätsommer eine Besonderheit bereit: Die Ausstellung „Correggio. Berührend menschlich“ (19.09.2026″10.01.2027) ist die erste große, monographische Ausstellung des Künstlers außerhalb Italiens. Die Gemäldegalerie Alte Meister widmet dem für die Galerie und die italienische Malerei so bedeutenden Künstler des 16. Jahrhunderts eine umfassende Schau mit einer Vielzahl hochkarätiger, internationaler Leihgaben.

Der Begriff „Kryptowährung“ ist allgegenwärtig “ doch was steckt dahinter? Die Sonderausstellung „Krypto, was?“ (03.10.2026″29.08.2027) im Münzkabinett nimmt die digitale Währung in den Blick und fragt: Wo kommt sie her und wie funktionieren sie?

Neben den Ausstellungshighlights warten weitere Höhepunkte im Programm: So begeht das Kunstgewerbemuseum mit einem Festakt (11.09.2026) sein 150-jähriges Jubiläum. Im Anschluss findet eine Tagung des Forschungsnetzwerkes der Kunstgewerbeschulen im Japanischen Palais statt.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: 2027 feiern die SKD den 450. Geburtstag von Peter Paul Rubens mit einer großen Sonderausstellung. Die Schau „Rubens. Ein Weltstar in Dresden!“ (25.06.2027- 09.01.2028) ehrt den Diplomaten und berühmtesten Maler des europäischen Barock nördlich der Alpen, dessen Gemälde seit Jahrhunderten die Sempergalerie prägen.

Weitere Informationen unter: https://www.skd.museum

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Frau Medien und Kommunikation
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fon ..: +49 (0)351 4914 2621
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Staatliche Kunstsammlungen Dresden – Einladung zum Pressegespräch: 06.02.2026, 11 Uhr im Albertinum

Anmeldung zum Pressegespräch bis zum Donnerstag, 5. Februar 2026, 12 Uhr

BildPressegespräch „Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens“

mit

Bernd Ebert, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Hilke Wagner, Direktorin des Albertinum

Katja Müller, Pressesprecherin der Sparkassen-Versicherung Sachsen für die Sparkassen-Finanzgruppe

Birgit Dalbajewa, Oberkonservatorin und Kuratorin der Ausstellung

Andreas Dehmer, Konservator und Kurator der Ausstellung

In einer außergewöhnlichen Sonderausstellung begegnen sich im Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erstmals Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Rund 150 Werke lassen zwei der eindrucksvollsten Künstlerpersönlichkeiten um 1900 aufeinandertreffen und erzählen vom Leben in seiner ganzen Vielfalt. Anlass ist ein besonderes Jubiläum: Am 8. Februar 1876 wurde Paula Modersohn-Becker in Dresden geboren, vor 150 Jahren.

Die Ausstellung vereint Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen. Schlüsselwerke aus den Beständen der SKD verbinden sich mit hochkarätigen Leihgaben aus dem Munchmuseet Oslo, dem Kooperationspartner der Ausstellung, sowie mit Arbeiten internationaler Museen, Stiftungen und privater Sammlungen. Viele dieser Werke sind erstmals in Deutschland zu sehen.

Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und Edvard Munch (1863-1944) schufen ihre Werke in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche um 1900. Technischer Fortschritt und Industrialisierung, neue Lebensmodelle und ein wachsender Sinn für Eigenständigkeit prägten ihr Dasein und ihre Kunst. Beide richteten ihren Blick dabei auf das Wesentliche: den Menschen, seine Würde, aber auch seine Verletzlichkeit. Ihre Arbeiten erzählen von Geburt und Tod, von Krankheit, Mutterschaft, Geschlechterbeziehungen und der Kraft der Natur – den großen Fragen des Lebens.

Modersohn-Becker entwickelte in Worpswede und Paris eine radikal reduzierte Bildsprache, die Einfachheit und Naturnähe zusammenbringt. Ihre Portraits und Landschaftsbilder machten sie zu einer Wegbereiterin des Expressionismus, auch wenn ihr Werk erst nach ihrem frühen Tod volle Anerkennung fand.

Munch erlangte in den 1890er-Jahren in Berlin mit Werken wie „Vampir“ oder „Das kranke Kind“ große Bekanntheit. Obwohl seine Arbeiten zunächst auf stark geteilte Reaktionen stießen, verschaffte ihm gerade diese Kontroverse eine außergewöhnliche Aufmerksamkeit. Geprägt von frühen Verlusten, vor allem von Mutter und Schwester, verwandelte Munch persönliche Erfahrungen in Bilder, deren emotionale Intensität noch heute anhält.

Die Gegenüberstellung der Werke beider Kunstschaffenden macht ihre inhaltliche Nähe sichtbar und spürbar, während ihnen auch jeweils eigene, großzügige Ausstellungsbereiche gewidmet sind. Ergänzt werden sie durch ausgewählte Werke unter anderem von Vincent van Gogh, Auguste Rodin, Ernst Ludwig Kirchner und Otto Modersohn, die Zusammenhänge im künstlerischen Denken um 1900 verdeutlichen.

Ein zeitgenössischer Akzent verbindet Vergangenheit und Gegenwart: Mit dem Projekt „Life Letters“ waren und sind Besuchende fortlaufend eingeladen, eigene Texte zu den großen Fragen des Lebens einzureichen. Diese Stimmen werden digital in der Ausstellung sowie auf der SKD-Plattform voices erlebbar und durch Videostatements bekannter Persönlichkeiten ergänzt.

Der Katalog zur Ausstellung, herausgegeben von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Birgit Dalbajewa und Andreas Dehmer, erscheint bei Sandstein Kultur. 280 Seiten, Museumspreis 25EUR, Buchhandelspreis 38EUR, ISBN: 978-3-95498-898-3.


Um eine Anmeldung zum Pressegespräch bis zum Donnerstag, 5. Februar 2026, 12 Uhr unter presse@skdmuseum.info wird gebeten.

Hochauflösende Pressebilder stehen zum kostenfreien Download unter https://www.skd.museum/presse zur Verfügung.

Laufzeit
8. Februar bis 31. Mai 2026

Öffnungszeiten
täglich 11 bis 17 Uhr, Montag geschlossen
Abendöffnung donnerstags, 17 bis 20 Uhr

Eintrittspreise
Zeitticket: regulär 14 EUR, ermäßigt 10,50 EUR, Inhaber Sparkassen-Card 10,50 EUR, unter 17 Jahren frei
Kombiticket für Sonderausstellung und Dauerausstellung des Albertinum: regulär 19 EUR, ermäßigt 14,50 EUR, unter 17 Jahren frei, ab April 2026 Kinder ab 6 Jahre 2 EUR

Weitere Informationen unter: https://www.skd.museum/

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Frau Medien und Kommunikation
Residenzschloss ? Taschenberg 2
01067 Dresden
Deutschland

fon ..: +49 (0)351 4914 2643
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email : presse@skdmuseum.info

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Pressekontakt:

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