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Tiemann-Preis 2025 feierlich im Marta Herford verliehen

Wandinstallation von Kerstin Brätsch wird Teil der Sammlung

BildIn einem feierlichen Festakt wurde am Samstag, den 15. November 2025, im Marta Herford Museum der diesjährige Tiemann-Preis übergeben. Der mit 50.000 Euro dotierte Ankaufspreis der Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung ging in seiner dritten Vergabe an das Marta Herford, das damit Werke der international renommierten Künstlerin Kerstin Brätsch für seine Sammlung erwerben konnte.

Museumsdirektorin Kathleen Rahn nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. „Es ist eine große Ehre und Freude, dass wir den Tiemann-Preis erhalten. Dieser Preis ist ein nachhaltiges Geschenk, das es uns ermöglicht, unsere Sammlung zukunftsweisend zu erweitern. Die Arbeiten von Kerstin Brätsch treten dabei in einen besonderen Dialog mit der ikonischen Gehry-Architektur unseres Hauses.“

Im Rahmen des Preises entstand eine raumgreifende Wandinstallation im Marta Café. Die Basis bildet eine eigens angefertigte Tapete aus der Serie META Rorschach (2024), die das Prinzip der gespiegelten Bildstruktur aufnimmt. Auf dieser Präsentationsfläche befinden sich fünf Werke der Künstlerin – darunter zwei reliefartige Arbeiten aus der Serie Fossil Psychic for Christa (Stucco Marmo) (2020), die zum offiziellen Ankauf durch den Tiemann-Preis gehören.

Ergänzend zum Preisankauf konnte das Museum drei weitere Werke der Künstlerin erwerben, die ebenfalls Teil der Wandinszenierung sind.

Die Jury würdigte insbesondere die künstlerische Tiefe und konzeptuell Stärke der ausgewählten Werke, die das interdisziplinäre Profil der Sammlung Marta Herford unterstreichen und weibliche Positionen im zeitgenössischen Kunstdiskurs stärken.

Dr. H. Jürgen Tiemann

„Wir freuen uns sehr, dass mit unserem Preis eine so lebendige und außergewöhnliche Installation ins Marta Herford eingezogen ist – ein Kunstwerk, das  im ständigen Dialog mit seinen Besucherinnen und Besuchern steht.“

Weitere Informationen unter: https://www.tiemann-preis.de/ 

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

mehnert / paris GmbH
Frau Manuela Mehnert
Salzufer 15-16
10587 Berlin
Deutschland

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email : presse@mehnertparis.com

Der Tiemann-Preis:
Seit 2023 verleiht die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung jährlich den mit bis zu 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis. Das Stifterpaar möchte mit dem Tiemann-Preis Häuser im Ausbau ihrer Sammlungen unterstützen und zugleich künstlerische Positionen würdigen, die auf dem Gebiet der zeitgenössischen Malerei einen wesentlichen Beitrag zum aktuellen Kunstdiskurs leisten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass dank dieser Förderung herausragende malerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Eine fünfköpfige Fachjury wählt – unabhängig vom Stifterpaar – jedes Jahr eine*n Preisträger*in aus. Der Tiemann-Preis ist ein außergewöhnlich hoch dotierter Ankaufspreis und in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. 

Marta Herford:
Das von Stararchitekt Frank Gehry entworfene Marta Herford ist mit seiner geschwungenen Form, der roten Backsteinfassade und dem markanten Edelstahldach ein architektonisches Wahrzeichen weit über die Region Ostwestfalen-Lippe hinaus. Das international ausgerichtete Museum für zeitgenössische Kunst mit besonderem Blick auf Architektur und Design bietet Raum für vielfältige künstlerische Auseinandersetzungen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2005 umfasst das Profil des Hauses neben wechselnden Ausstellungen auch eine Sammlung von mittlerweile rund 500 Werken mit Schwerpunkt auf installativen Raumkonzepten. Die besondere Architektur ermöglicht dabei multisensorische Kunsterlebnisse. Mit Café, Veranstaltungsräumen und einer Vermittlungsetage schafft das Museum zudem einen offenen Rahmen für Austausch, Bildung und kulturelle Praxis.

Die Künstlerin:
Kerstin Brätsch (*1979 in Hamburg, lebt in Berlin und New York) zählt zu den prägenden Stimmen zeitgenössischer Malerei. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Bildtradition, Materialforschung und kollektiven Arbeitsformen. Brätsch studierte an der UdK Berlin und der Columbia University New York und lehrt heute in Hamburg. In Kollaborationen – etwa als Duo DAS INSTITUT (mit Adele Röder), sowie KAYA (mit Debo Eilers) – lotet sie mediale und konzeptuelle Grenzen der Malerei aus. Ihre Werke waren u. a. im MoMA (New York), der Serpentine Gallery (London), der Kunsthalle Zürich sowie auf der Venedig-Biennale (2011, 2022) zu sehen und sind in internationalen Sammlungen wie dem Museum Brandhorst und dem Museum of Modern Art vertreten.

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Boutiquehotel Toile Blanche – Die Kunst der Lebensfreude

Toile Blanche ist mehr als ein Boutiquehotel – es ist ein lebendiges, atmendes Kunstwerk, ein Rückzugsort, der zeitgenössisches Design, exquisite Gastfreundschaft und kreative Inspiration vereint.

BildGelegen am Rande des malerischen Künstlerdorfs St-Paul de Vence in Südfrankreich, wurde das Hotel von renommierten Künstlern, den Leroy Brüdern, von einer Pension mit wenigen Zimmern zu einem Refugium mit neuerdings 22 Suiten umgestaltet. Es bietet eine einzigartige Atmosphäre für Kunstliebhaber, Feinschmecker und Erholungssuchende. Toile Blanche soll ein Ort sein, an dem Lebensfreude zelebriert wird und jede Begegnung einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Eleganz und Komfort
Toile Blanche ist auf Erwachsene ausgerichtet. Die Suiten mit bis zu 90 Quadratmetern bieten höchste Privatsphäre und Luxus umrahmt von einem weitläufigen provenzalischen Garten. Zum Teil verfügen sie über private Tauchbecken. Zudem bietet das Anwesen drei Pools, zwei exquisite Restaurants und einen eigenen Kunstraum und wechselnde Ausstellungen. Jeder Aspekt des Hotels wurde mit größter Sorgfalt gestaltet, um einen unvergesslichen Aufenthalt zu gewährleisten – mit zeitloser Architektur in einer warmen, einladenden Atmosphäre.

Die Leroy Brothers: Künstler und Visionäre
„Die Gäste werden vergessen, was du gesagt hast, vergessen, was du getan hast, aber sie werden nie vergessen, wie du sie hast fühlen lassen“, erklärt einer der Leroy Brüdern. Diese Philosophie prägt den familiären Ansatz zur Gastfreundschaft, bei dem Leidenschaft und Menschen im Mittelpunkt stehen. Durch maßgeschneiderte Erlebnisse, die Kunst, Lebensfreude und bedeutungsvolle Begegnungen feiern, fördert Toile Blanche persönliches Wachstum und möchte bleibende Erinnerungen schaffen.

Die Leroy Brothers, belgische Künstler mit internationalem Renommee, zogen 2004 an die Côte d’Azur. Ursprünglich als kleines B&B mit drei Zimmern und einem Restaurant geplant, begannen sie über Jahre an etwas Größerem zu arbeiten. Im Jahr 2022 enthüllten die Brüder das transformierte Toile Blanche als ein Meisterwerk eines sehr individuellen, erstklassigen Boutiquehotels und ein unverzichtbarer Treffpunkt für Künstler und Kreative. Im Juni kamen zu den bestehenden 14 Suiten noch acht neue hinzu.

Kunst im Mittelpunkt
Kunst bildet das Herzstück des Toile Blanche-Erlebnisses. Die Leroy Brothers setzen ihre künstlerische Tätigkeit parallel zur Hotelleitung fort. Gäste sind eingeladen, den hauseigenen Kunstraum Toile Blanche Contemporary zu erkunden, wo auch Werke anderer Künstler präsentiert werden – ergänzt durch Kunstinstallationen auf dem gesamten Anwesen und in den Suiten. Diese besondere Verbindung von Kunst und Gastfreundschaft bereichert den Aufenthalt auf einzigartige Weise.

Kulinarische Exzellenz
Auch für seine kulinarische Raffinesse ist Toile Blanche bekannt. Nach zwei Jahrzehnten in der eigenen Küche haben die Leroy Brothers das kulinarische Erbe an Küchenchef Nicolas Leclair übergeben. Leclair kreiert innovative Gerichte mit lokalen Wurzeln und modernem Twist – ein wahres Fest für die Sinne. Ergänzt wird das Angebot durch La Guinguette, eine „Bar à Hors-d’oeuvre“, die zu einem ungezwungenen, barfußfreundlichen Ambiente einlädt, bei dem das Teilen und die Geselligkeit im Vordergrund stehen.

Ein Ort der Ruhe
Toile Blanche ist ein Ort der Ruhe, an dem Gäste dem Trubel des Alltags entfliehen können. Es befindet sich in einer der charmantesten Regionen Südfrankreichs, eingebettet zwischen der französischen Riviera und der Provence. Nur einen Steinwurf vom berühmten Künstlerdorf Saint-Paul de Vence entfernt und in kurzer Fahrdistanz zu Nizza und Cannes vereint das Hotel die Nähe zu kulturellen und landschaftlichen Highlights mit der Möglichkeit, sich in ein friedliches Refugium zurückzuziehen.

Für alle, die eine inspirierende und unvergessliche Auszeit suchen, verspricht Toile Blanche eine Reise der ganz besonderen Art.

www.toileblanche.com

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80337 München
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Neuigkeiten zur Kunstmesse Zürich

Die Kunstmesse Zürich feiert den erfolgreichen Umzug in die Giessereihalle im Puls 5.

BildDie älteste Kunstmesse Zürichs freut sich über den erfolgreichen Umzug in die Giessereihalle im Puls 5.

ART INTERNATIONAL ZURICH verzeichnet am neuen Standort und zum neuen Termin einen erfolgreichen Geschäftsverlauf.

Zürich, Mai 2025: Die internationale Kunstmesse ART INTERNATIONAL ZURICH hat ihren Standortwechsel in die Giessereihalle im Puls 5 sowie ihre Terminverlegung in den Mai erfolgreich umgesetzt. Mit ihrem vielfältigen Angebot der Aussteller aus über 15 Ländern stiess die Messe am neuen Standort bei Ausstellern, Besuchern und Sammlern auf positive Resonanz.

Bereits am Eröffnungswochenende strömten zahlreiche Kunstinteressierte in die neue Location. Die Besucherzahlen übertrafen die Erwartungen und sorgten für lebhafte Diskussionen zwischen Künstlern, Galeristen und Sammlern. Besonders erfreulich war, dass sich auch die Verkäufe ausserordentlich positiv entwickelten. Viele Galerien berichteten von grossem Interesse und erfolgreichen Abschlüssen, teils schon während der Preview.

Die grosszügige Industriearchitektur der historischen Halle im traditionsreichen Zürcher Areal bot den idealen Rahmen für die Präsentation zeitgenössischer Kunst. Das vielfältige Angebot stiess auf reges Interesse und umfasste Werke der Malerei und Skulptur sowie der Fotografie und digitalen Kunst. Die Besucherzahlen übertrafen die Erwartungen und spiegelten sich in einem sehr erfolgreichen Messeverlauf wider.

„Die Giessereihalle Puls 5 hat der Messe ein neues Gesicht verliehen. Die räumliche Qualität und die zentrale Lage in Zürich haben wesentlich zum Erfolg beigetragen“, so die Messeleitung.

Auch auf dem Kunstmarkt zeigte sich ein positives Bild: Viele Galerien, darunter auch internationale Aussteller aus Übersee, meldeten eine starke Nachfrage und erfolgreiche Verkäufe. Besonders der globale Austausch wurde von den Besuchern geschätzt und unterstrich den kosmopolitischen Charakter der Messe.

Auch der neue Termin im Mai erwies sich als vorteilhaft. Er trug zur Schaffung einer frühlingshaft lebendigen Atmosphäre bei und integrierte sich nahtlos in den internationalen Kunstkalender. „Wir sehen uns mit diesem Schritt bestätigt und freuen uns über die positive Entwicklung“, erklärte die Messeleitung.

Die ART INTERNATIONAL ZURICH hat ihre Position als feste Grösse im internationalen Messegeschehen weiter gefestigt. Dies ist auf den erfolgreichen Umzug und den starken Zuspruch zurückzuführen.

Die nächste Kunstmesse in Zürich findet vom 8. bis 10. Mai 2026 in der Giessereihalle Puls 5 statt. Sie ist bereits fast ausgebucht, sodass nur noch wenige Plätze verfügbar sind. Kurzentschlossene müssten daher wohl bis 2027 warten.

ART INTERNATIONAL ZURICH 2026
28. Messe für zeitgenössische Kunst
08. – 10. Mai 2026
Puls 5 Giessereihalle Zürich, Schweiz
https://art-zurich.com

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BB International Fine Arts GmbH
Frau Monika Stern
Churerstrasse 160b
8808 Pfäffikon
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fon ..: 0041763322436
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Wir trauern um Roland Scotti (1957-2025)

Mit Roland Scotti verliert die Kunstwelt eine bedeutende Stimme der Gegenwart: Roland Scotti ist am 31.08.2025 verstorben. Geboren 1957, wirkte er als Kunsthistoriker, Kurator und Autor.

BildRoland Scotti trat als kenntnisreicher Forscher, kluger Essayist und streitbarer Denker hervor, dessen scharfsinnige Analysen die Rolle der Kunst in der Gesellschaft immer wieder neu befragten. In seiner Arbeit verband er präzise Werkbeobachtung mit kulturhistorischem Weitblick – und prägte damit ein immerwährendes Nachdenken über Kunst und eine situative, werknahe, erfahrungsbasierte Vermittlung.

Nun hat er das »Weltenschiff« (zit. _Über Kunstverständnis_) bestiegen. Sein Verlust hinterlässt eine enorme Lücke. Für die gemeinsame Zeit & Zusammenarbeit sind wir sehr dankbar: All diejenigen, die mit ihm zusammengearbeitet haben, schätzten seine präzise Arbeit, Kollegialität und intelligente Forschungsweise.

Unsere Gedanken sind bei allen, die ihm nahe sind.

Kurzüberblick: Parallel zu seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten (Studium an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg: 1985 Magister Artium, 1991 Dissertation) wirkte Roland Scotti, in Ludwigshafen am Rhein geboren, französischer Staatsbürger, seit Mitte der 1980er Jahre als freier Kurator, Fernsehredakteur, Schriftsteller und Mitbegründer verschiedener Kunsträume.
Institutionell war er u. a. tätig am Mannheimer Kunstverein (1984-1987), am Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen (1986-1991) und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum Ludwig in Köln (1994-1996). Er war langjähriger Leiter des Kirchner Museum Davos (1997-2006) sowie von 2006 bis 2022 Direktor der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell (Kunstmuseum/Kunsthalle Appenzell) und Stiftungsrat der Fondazione Arp in Locarno.
Er publizierte umfassend zu Ernst Ludwig Kirchner, zu den architekturbezogenen Arbeiten von Hans Arp – und veröffentlichte insgesamt mehr als 200 Publikationen zur Kunstvermittlung, zur klassischen Avantgarde, zu den 1960er Jahren, zur Fotografiegeschichte und zur zeitgenössischen Kunst. Er kuratierte an die 200 Ausstellungen, wobei er zuletzt verstärkt aktuelle Arbeiten Schweizer Künstler:innen zeigte. In den letzten Jahren übernahm er Lehraufträge u. a. am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich. Ausführlich und nahezu vollständig sind seine Ausstellungen und Publikationen in diesem Pdf BiographieScotti2025 zu finden und alle Informationen auf https://rolandscotti.com.

Ausflug: Reisen und Natur waren Roland Scotti stets Quelle von Freude und Inspiration. Auch angesichts der Diagnose einer unheilbaren Krankheit wollte er mit seiner Partnerin noch einmal aufbrechen. Doch es kam anders – und er wandelte die Zeit in eine letzte, von Schaffenskraft erfüllte Etappe:
_Elsa, Erna & Ernst – Leerstellen: _wird nun 1. November 2025 erscheinen, herausgegeben von Prof. Dr. Wolfgang F. Kersten, mit einem Epilog von Prof. Dr. Bettina Gockel [Reihe „Kunst- und Zeitgeschichte“] Digiboo, Küsnacht 2025. ISBN Print 978-3-03906-081-8.
_67 unpublizierte Briefe von Ernst Ludwig Kirchner an Elsa Bosshart-Forrer (1923-1938) bilden die Grundlage. Der Band rückt die Frauen- und Gender-Perspektive in den Mittelpunkt: Erna Kirchner und Elsa Bosshart-Forrer erscheinen als prägende Akteurinnen, nicht als Randfiguren. Die fehlenden Antworten Elsas – die „Leerstellen“ – hat Roland Scotti analytisch lesbar gemacht; materielle und textile Kultur (Interieur, Stickerei, Care-Arbeit) erweitern den Blick auf Kirchners Werk._
_Über Kunstverständnis. Ein Brief. _entstand im Juni, nach erneut intensiven Gesprächen zu unserem Dauerthema _Kunst begegnen, verstehen und vermitteln_; zugestellt wurde der Essay in Briefform am 6. Juli 2025; mittlerweile ist er in der französischen und englischen Übersetzung, denn wir waren uns einig, dass der Text publiziert werden soll. Hierin zieht Roland Scotti Bilanz nach seiner fünfzigjährigen Tätigkeit in einer recht exemplarischen Weise: Der Text verhandelt aktuell tiefer greifende Fragen an die Kunstwelt und Kurator:innen in einem linksbündigen Textbein. In einem rechtsbündigen Textbein (rot) ergänzt er seine eigene Arbeitsbiografie – und verbindet beide mit einem dritten, zentrierten Strang in Grün als Kommentar. Somit sind Teile des Textes wie Werkzeuge für (s)einen Zugang zu Kunst und ihrer Vermittlung durchaus nutzbar. Roland Scotti kritisiert den Fetisch der Singularität in den aktuellen Diskursen, bleibt aber selbst werkzentriert – und transformiert diese Spannung in eine methodische [posthermeneutische] Dialektik von Werk, Kontext und Rezeption: _»Ich glaube, dass ich einen Weg skizziert habe, der zwar unglaublich anstrengend, aber für viele Menschen – außer den Protagonist:innen des Kunsthandels – gangbar ist.« und: »[I]ch weiss [..], dass Kunst für mich eines der schönsten Mittel ist, um Gemeinschaft zu stiften – weil wir darüber, was denn Kunst sei, so unbelastet und doch so tiefgehend streiten können. Streit als wärmespendende Reiberei, […] in dem Spannungen aufgebaut und aufgelöst werden, damit wir irgendwann einsehen, dass Kunstverständnis eigentlich das Verständnis der Anderen, des Fremden, des Ungewohnten usw. voraussetzt. Also weiß ich, dass Kunst notwendig ist, um mich und die Anderen zu verstehen.«_

In seinem Essay _Eigene Blicke, versuchsweise. (A Gaze of Our Own),_ der 2024 publiziert wurde) thematisiert Roland Scotti die Spannung zwischen Bilderflut und Bildkompetenz in der Fotografie. Wir leben, so Scotti, in einer _»visuell überreizten und zugleich visuell ungebildeten Welt«_; Bildsprache wird nach wie vor einer kleinen Elite zugeschrieben. Die Fotografie habe zwar einst das Versprechen gegeben, jedermann ermögliche es, _»die sichtbare Welt ohne besondere Ausbildung zu reproduzieren«_. In Wirklichkeit aber entstehen stets kontextabhängige Surrogate, die die Wirklichkeit verdrängen. Gleichwohl bleibe die Faszination für Bilder ungebrochen – eine _»schier unverständliche Faszination«_. Scotti fordert daher, Sehen als Kulturtechnik neu zu verankern: _»Wir könnten lernen zu sehen, um fundierte Einsichten zu gewinnen_._«_ Bildproduktion bedeutet für ihn nicht bloßes Abbilden, sondern auch Reflexion und Verantwortung: _»wir wären dann Akteure … die über die vielen Entscheidungen nachdenken, die unseren Blick bestimmen_._«_ Am Beispiel der fotografischen Dialoge von Sabina R. Korfmann-Bodenmann und Kenneth C. Korfmann zeigt er, dass Bilder Übergänge und _»Kommunikationsgefäße«_ sind – Medien eines reflektierten, gemeinsamen Sehens.
Immer verbindet Roland Scotti wissenschaftliche Strenge mit institutioneller Praxis (und wirklich großer Freude an Kunst!): Sein zentrales Anliegen ist ein relationales Kunstverständnis, das Kunst nicht auf isolierte Meisterwerke reduziert, sondern in Prozessen, Kontexten und Vermittlungsformen denkt und wirksam wird. Praktisch bedeutet dies eine Vermittlung, die offen, erfahrungsbezogen und kritisch gegenüber vorschneller Pädagogisierung bleibt. Seine Texte geben nicht nur theoretische Orientierung, sondern auch methodische Empfehlungen für die Museumsarbeit – mit besonderem Augenmerk auf die Balance von Werkzentrierung und Kontextualisierung. Hierzu ist auch die Dokumentation _Neue Wege der Kunstvermittlung im ländlichen Raum_ zum dazugehörigen Projekt der Heinrich Gerbert Kulturstiftung Appenzell 2018 vertiefungswürdig.

Roland Scotti und der Steidl Verlag waren über Jahrzehnte eng verbunden – eine Kooperation, die weit über einzelne Projekte hinausging und in der sich eine professionelle wie auch freundschaftliche Nähe widerspiegelte. Scotti und Steidl verband das Interesse an einer material- und gestaltungsbewussten Kunstvermittlung: Bücher und Ausstellungen traten in einen produktiven Dialog, der nicht nur den einzelnen Projekten zugutekam, sondern auch ein Zeugnis für die wechselseitige Wertschätzung und Nähe der beiden Akteure darstellt. So erschien etwa „Wasser / Farbe – Colour / Water“ (2010) bei Steidl, ein Band zur zeitgenössischen nonfigurativen Aquarellmalerei in Verbindung mit der Stiftung Liner Appenzell. Im selben Jahr gab Scotti auch den Katalog „Oskar Kokoschka – Wunderkammer“ heraus, der von Steidl gestaltet und gedruckt wurde und als Begleitpublikation zur gleichnamigen Ausstellung im Museum Liner Appenzell entstand. 2015 folgte „Hans Arp – Skizzenbücher“, ebenfalls mit Steidl realisiert, und verbunden mit einer von Roland Scotti kuratierten Ausstellung im Kunstmuseum Appenzell. Weitere Beispiele sind die von ihm betreute Publikation „White Collar“ (2015) zur Künstlerin Andrea Ostermeyer oder der Band „Wunde®n. Mezzanin – Eine Sammlung für die Kunst“ (2017), die beide bei Steidl erschienen und eng an das Ausstellungsgeschehen im Appenzeller Kunstmuseum gekoppelt waren. Konsequent vertraute Roland Scotti auf die ästhetische und bibliophile Expertise des Göttinger Verlags. Ein besonders starkes Zeichen der Zusammenarbeit war die Ausstellung „Zaubern auf weissem Papier. Steidl Buch-Kultur“ (2021) im Kunstmuseum Appenzell, die Roland Scotti selbst kuratierte. Sie stellte den Gestaltungsprozess beim Verlag in den Mittelpunkt und inszenierte Papier, Schrift, Typografie und Objekte, um den buchkünstlerischen Kosmos Steidls für das Publikum erfahrbar zu machen. Insgesamt verstärkten sich in der langjährigen Partnerschaft kuratorische Konzepte und verlegerisches Können gegenseitig.

Die Randstellung explizit expressiver Kunst in der Schweiz analysiert Roland Scotti in seinem Pastiche _Abgerissene Geschichten*_ (Roland Scotti: „Abgerissene Geschichten. Gedanken zur Rezeption expressiver Tendenzen in der Schweiz“, in: Constanze Kleiner / Jana Noritsch / Stephan von Wiese (Hg.): Menschenleer, voll Menschlichkeit. Der Schweizer Künstler Josef Ebnöther. Werke 2018-2022, Dortmund: Verlag Kettler 2023, hier eine Zusammenfassung). Er führt dies auf kulturelle Sonderwege, konservative Institutionen, das Selbstbild der Künstler sowie die teilweise geografische Peripherie zurück und fordert eine Neubewertung dieser Kunst bis in die Gegenwart.
Und anlässlich seiner Pensionierung 2022 gab er Tommaso Manzin ein Interview, aus dem hervorgeht, dass das Museum für Roland Scotti kein abgeschlossener konservierender Speicher sei, sondern ein lebendiger Ort, ein Raum des Prozesses: _»Alles ist im Fluss, immer«_ (rechte Spalte, Z. 253), betont er. Entscheidend sei vielmehr, dass das Museum eine offene Plattform bleibe, die sich permanent neu erfindet und den Austausch mit Künstler:innen und Betrachter:innen ermöglicht. Kunstvermittlung verstand er entsprechend nicht als Belehrung, sondern als Dialog: eine wechselseitige Beziehung, die Menschen stärkt und ihnen neue Perspektiven eröffnet (Mitte, Z. 140 ff., Z. 158-160). Scotti verband mit dieser Haltung auch ein Freiheitsmoment: Kunst eröffne einen _»unendlichen Raum«_ (Mitte, Z. 180 f.), der nicht auf Repräsentation oder starre Institutionen reduziert werden dürfe. Damit formulierte er ein Kunstverständnis, das konsequent auf Offenheit, Prozesshaftigkeit und Gegenwärtigkeit zielt – und das gleichermaßen die Selbstverständlichkeit wie die existenzielle Notwendigkeit der Kunst betont. (Appenzeller Volksfreund, 29.09.2022, S. 3)

Die nunmehr fehlenden Gespräche vermissen wir sehr.
Sein reiches publizistisches Werk und kuratorisches Wirken jedoch bleibt ein offener Raum für neue Entdeckungen.

_Text: Jana Noritsch_

Künstlerinnen und Künstler, mit denen Roland Scotti gearbeitet hat, waren unter anderem: Adochi, Peter Aerschmann, Judith Albert, Susann Albrecht, Ueli Alder, Walter Angehrn, Patxi Araujo, Hans Arp, Tauba Auerbach, Ernesto Baltiswiler, Bianca Barandun, Felix Baudenbacher, Werner Bauer, Andreas Bee, Mirjam Beerli, Martin Benz, Werner Berges, David Berweger, Peter Biskup, Julius Bissier, Michael Bodenmann, Jonathan Bragdon, Mark Staff Brandl, Ralf Brück, Barbara Brülisauer, Balthasar Burkhard, Sven Bösiger, Katharina Büche, Karin Karinna Bühler, Miriam Cahn, Henri Cartier-Bresson, Andrea Corciulo, Claudia Desgranges, Anna Diehl, Jim Dine, Roswitha Doerig, Piero Dorazio, Magdalena Drebber, Beatrice Dörig, Josef Ebnöther, Margret Eicher, Reinhold Engberding, Regula Engeler, Gabriela Falkner, Valérie Favre, Lucio Fontana, Karen Forbes, Robert Frank, H.R. Fricker, Mäddel Fuchs, Marisa Fuchs, Asi Föcker, Anja Ganster, Vidya Gastaldon, Agnès Geoffray, Roswitha Gobbo, Nicola Grabiele, Günter Grass, Nesa Gschwend, Lise Gujer, Karl Otto Götz, Eva Hensel, Gottfried Honegger, Sven Hoffmann, Christian Hörler, Ottmar Hörl, Horst Linn, Stefan Inauen, Johannes Itten, Haviva Jacobson, Hans Josephsohn, Andreas M. Kaufmann, Robert B. Käppeli, Ernst Kreidolf, Ernst Ludwig Kirchner, Norbert Kricke, Emma Kunz, Pascal Lampert, Sigurd Leeder, Carl August Liner, Carl Walter Liner, Kathrin Leopolder, Horst Linn, Ingo Meller, Diana Michener, Michaela Müller, Christoph Muller, Andreas Opiolka, Andrea Ostermeyer, Ursula Palla, Doris Piwonka, Stefan Pietryga, Werner Pokorny, Miriam Prantl, Nora Rekade, Otto Rietmann, Isabel Rohner, Hanna Roeckle, Christoph Rust, Salomé, Robert Schad, Stephan Schenk, Adrian Schiess, Fridolin Schoch, Hans Schweizer, Harlis Schweizer, Nicolaj Schmid, Gerold Tagwerker, Bernard Tagwerker, Sophie Taeuber-Arp, Suzanne Treister, Thomas Stüssi, Stefan Steiner, Werner Steininger, George Steinmann, Rudolf Steiner, Howard Smith, Felix Stoeckli, Théodore Strawinsky, Spallo Kolb, Timm Ulrichs, Günther Uecker, Stefan Pietryga, Andy Warhol, Markus Weggenmann, Ty Waltinger, Wilhelm Mundt, Wolfgang Nestler, Vera Marke, Alex Meszmer I Reto Müller, Roswitha Gobbo, Michael Bodenmann, Ernst Wilhelm Nay, Vidya Gastaldon, Victor Vasarely, Wassili Widmer, Birgit Widmer, Wols.

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Künstlerische OEuvres, private Kunstsammlungen und Nachlässe verzeichnen wir, recherchieren und bauen Archive auf, schreiben Dossiers, realisieren Publikationen und kuratieren die Kunstwerke in Ausstellungen.

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Die IRB beging den Swastika-Rehabilitation Day mit einem weltweiten Aufruf zu Bewusstsein und Verständnis

Zum Internationalen Swastika-Tag betonen Raelisten weltweit die ursprüngliche Bedeutung der Swastika als Symbol für Frieden, Gleichgewicht und die Unendlichkeit von Raum und Zeit.

BildMontreal, Quebec, 28. Juni 2025 – Anlässlich des Internationalen Tages für die Rehabilitierung der Swastika, der jedes Jahr am letzten Samstag im Juni begangen wird, lud die Internationale Rael-Bewegung (IRB) in Zusammenarbeit mit der ProSwastika-Allianz die Medien und die breite Öffentlichkeit ein, den wahren Ursprung und die universelle Bedeutung eines der ältesten Symbole der Menschheit wiederzuentdecken: Die Swastika.

„Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet unsere Bewegung aktiv daran, das Verständnis der Öffentlichkeit für den wahren Ursprung der Swastika und seine tiefe spirituelle und wissenschaftliche Bedeutung wiederherzustellen“, erklärte Martin Hétu, internationaler Koordinator des Swastika-Days.

Die Swastika wird in vielen Kulturen verehrt, darunter in Asien, im Nahen Osten und in den Traditionen indigener Völker rund um den Globus, und symbolisiert Frieden, Gleichgewicht, Wohlbefinden und die ewigen Zyklen des Lebens. Dennoch ist die Swastika nach wie vor umstritten, vor allem in der westlichen Welt, wo ihre historische Bedeutung oft durch ihre Vereinnahmung durch das Naziregime überschattet wird.

Nach der raelistischen Lehre ist die Swastika älter als alle menschlichen Religionen und Teil des Symbols der Elohim – einer fortgeschrittenen außerirdischen Zivilisation von Wissenschaftlern und Künstlern, die vor 25.000 Jahren auf die Erde kamen, um hier alles Leben wissenschaftlich zu erschaffen, wie es im Buch Genesis und vielen anderen heiligen und alten Texten bildreich beschrieben wird.

Ursprünglich vereinte das Emblem der Elohim die Swastika und den Davidstern zu dem, was als Symbol der Unendlichkeit bekannt ist, so wie es auch im tibetischen Totenbuch (Bardo Thödol) zu finden ist. „Der Davidstern versinnbildlicht die Unendlichkeit im Raum. Die Elohim haben gezeigt, dass das unendlich Kleine und das unendlich Große die gleiche Struktur haben“, so Hétu weiter. „Auf der subatomaren Skala enthält die Materie, aus der wir bestehen, Universen von Teilchen, die wie Sonnensysteme angeordnet sind – so wie die Galaxien um uns herum Teil eines Teilchens innerhalb eines unendlich großen Wesens sind. Die Swastika hingegen versinnbildlicht die Unendlichkeit in der Zeit und den ewigen Kreislauf der Umwandlung der Materie.“

Diese Verbindung von Symbolen spiegelt eine Vision des Universums wider, die ihrer Zeit weit voraus war. „Ohne die moderne Wissenschaft unvorstellbar, spiegelt das Emblem der Elohim ein Maß an Weisheit und Wissen wider, das unser heutiges Verständnis übersteigt, und dient als Erinnerung an unsere vergessene Verbindung mit unseren Schöpfern“, fügte Hétu hinzu.

Die Elohim lieben uns und wachen über uns. Ihre Auftritte in der Welt nehmen zu und bereiten uns auf einen eventuellen Kontakt vor. In den raelistischen Schriften kündigen die Elohim ihre Rückkehr für das Jahr 2035 an. „Die Anerkennung der Swastika und des Symbols der Unendlichkeit als ultimative Symbole des Friedens und der Einheit zwischen allen Völkern ist eine wichtige Voraussetzung für ihre Rückkehr“, schloss Hétu.

Am 28. Juni 2025 haben Raelisten und Unterstützer auf allen Kontinenten den Internationalen Tag der Swastika-Rehabilitation gefeiert. Der Swastika-Day lädt dazu ein, die Ursprünge und die universelle Botschaft dieses alten Symbols (wieder) zu entdecken – und über die Zeichen eines bevorstehenden Kontakts nachzudenken.

Besuchen sie www.rael.org/swastika und https://etembassy.org/ für weitere Informationen.

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Die Rael-Bewegung ist eine nicht-kommerzielle, internationale Organisation. Sie vereint all jene Menschen, die den Wunsch hegen, die Menschheit über ihren außerirdischen Ursprung zu informieren.

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