Branchenverbände sehen im DACH-Raum Wachstum beim Onlinedruck. Zugleich verändern digitale Bestellwege und automatisierte Abläufe den europäischen Druckmarkt.
Der europäische Druckmarkt entwickelt sich uneinheitlich. Während klassische Druckereien in einzelnen Marktsegmenten mit rückläufigen Aufträgen, steigenden Arbeitskosten und schwankender Auslastung konfrontiert sind, eröffnen digitale Bestell- und Produktionsprozesse neue Möglichkeiten. Unternehmen können standardisierte Printprodukte inzwischen online konfigurieren, kalkulieren und in unterschiedlichen Auflagen bestellen. Onlinedruckereien profitieren dabei von der Verbindung zwischen Webshop, Druckdatenübertragung, Produktionsplanung und Versand. Daraus ergeben sich vor allem bei wiederkehrenden Bestellungen, mehreren Produktvarianten und kurzen Produktionszyklen Effizienzpotenziale.
Verbände sehen Wachstumspotenzial im Onlinedruck
Der europäische Branchenverband Intergraf beziffert den Umsatz der europäischen Druckindustrie in seinem Wirtschaftsbericht 2026 auf rund 85 Milliarden Euro. Nach einer gemeinsamen Schätzung von Intergraf, dem Bundesverband Druck und Medien und der Initiative Online Print liegt der online generierte Druckumsatz allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei rund 8,1 Milliarden Euro. Für 2025 nannten die beteiligten Organisationen eine prognostizierte Wachstumsrate von 9,2 Prozent. Die Angaben sind als Verbandsschätzung für den DACH-Raum einzuordnen und belegen kein entsprechendes Wachstum in allen europäischen Ländern.
Auch außerhalb der Druckbranche gewinnen elektronische Vertriebswege an wirtschaftlicher Bedeutung. Eurostat zufolge wickelten 23,59 Prozent der untersuchten EU-Unternehmen im Jahr 2024 elektronische Verkäufe ab. Insgesamt entfielen 19,49 Prozent ihres Umsatzes auf elektronische Bestellungen über Websites, Apps oder automatisierte EDI-Nachrichten. Der Anteil reiner Webverkäufe lag bei 8,39 Prozent des Gesamtumsatzes; 4,34 Prozentpunkte entfielen auf Verkäufe an andere Unternehmen und öffentliche Stellen. Die Erhebung umfasst Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten oder selbstständig tätigen Personen in ausgewählten Wirtschaftszweigen.
Automatisierte Abläufe unterstützen unterschiedliche Auflagen
Beim Onlinedruck entsteht der mögliche Effizienzgewinn nicht allein durch die Bestellung im Internet. Entscheidend ist, wie eng Produktkonfiguration, Preiskalkulation, Übertragung der Druckdaten, technische Prüfung, Produktion und Versand miteinander verbunden sind. Standardisierte Abläufe können manuelle Arbeitsschritte reduzieren und die Bearbeitung wiederkehrender Aufträge vereinfachen. Bei Sammelformproduktionen lassen sich zudem mehrere geeignete Aufträge gemeinsam fertigen und Rüstkosten auf verschiedene Bestellungen verteilen.
Für Unternehmen ergeben sich daraus unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten. Filialbetriebe können beispielsweise regional angepasste Flyer bestellen, Veranstalter ihre Druckauflagen an aktuelle Anmeldezahlen anpassen und Agenturen verschiedene Produktvarianten zentral beschaffen. Kleinere und bedarfsgerechte Auflagen können Lagerbestände sowie das Risiko veralteter Inhalte verringern. Ob dadurch tatsächlich Kosten eingespart werden, hängt jedoch vom jeweiligen Produkt, dem Druckverfahren, der Weiterverarbeitung und der Bestellhäufigkeit ab.
Branche bereitet KI-gestützte Bestellprozesse vor
Intergraf, der Bundesverband Druck und Medien und die Initiative Online Print arbeiten derzeit an einer druckspezifischen Erweiterung des Universal Commerce Protocol. Geplant sind unter anderem dynamische Produktkonfigurationen mit Echtzeitpreisen, automatisierte Prüfungen hochgeladener Druckdaten, digitale Freigabeprozesse und Lieferzeitberechnungen unter Berücksichtigung verfügbarer Produktionskapazitäten. Da sich der Standard noch in der Entwicklung befindet, handelt es sich um geplante Funktionen und nicht um eine bereits flächendeckend verfügbare Branchenlösung.
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„Die Digitalisierung ist für Druckereien kein Selbstzweck. Sie kann Bestell- und Produktionsprozesse vereinfachen, während persönliche Beratung und eine fachgerechte Prüfung der Druckdaten weiterhin wichtig bleiben. Entscheidend ist, standardisierte Onlineabläufe mit Lösungen für individuelle Anforderungen zu verbinden“, erklärt Christoph Deutsch, Geschäftsführer der printworld.com GmbH.
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Informationen zur Vorbereitung von Druckdaten
Wie Format, Papier, Auflage und Veredelung bei einer Onlinebestellung ausgewählt werden können, zeigt printworld.com am Beispiel des Flyerdrucks. Die Produktseite enthält außerdem Hinweise zu Dateiformaten, CMYK-Farbmodus, Bildauflösung, Beschnittzugabe und Sicherheitsabständen: https://www.printworld.com/de/flyer-drucken
Ausblick
Onlinedruckereien ersetzen nicht sämtliche klassischen Vertriebs- und Produktionsmodelle. Sie erweitern den Markt jedoch um digital gesteuerte Beschaffungswege und können professionell produzierte Drucksachen auch bei kurzen Bestellzyklen oder mehreren Varianten leichter zugänglich machen. Wachstumspotenziale ergeben sich insbesondere dort, wo automatisierte Abläufe mit fachlicher Beratung, zuverlässiger Datenprüfung und flexiblen Produktionsmöglichkeiten verbunden werden.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Printworld.com GmbH
Herr Sebastian Wündrich
Messering 5
01067 Dresden
Deutschland
fon ..: 0800 8332400
web ..: https://www.printworld.com
email : sebastian.wuendrich@printworld.com
Die printworld.com GmbH ist eine mittelständische Onlinedruckerei mit Sitz in Deutschland und beliefert Kunden im Inland und im europäischen Ausland. Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung qualitativ hochwertiger Printprodukte spezialisiert und vertreibt diese über das eigene Onlineportal https://www.printworld.com
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