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Wirtschaft

Bücher kaufen in der Schweiz und Liechtenstein: Lesekultur zwischen Tradition und digitalem Wandel

Lesen liegt weiterhin im Trend. In der Schweiz und in Liechtenstein profitieren Bücherkäufer von einer großen Auswahl zwischen lokalen Buchhandlungen und modernen Online-Shops.

Die Nachfrage nach Büchern bleibt ungebrochen

Trotz der zunehmenden Digitalisierung erfreuen sich gedruckte Bücher in der Schweiz und in Liechtenstein weiterhin großer Beliebtheit. Leserinnen und Leser schätzen nicht nur den Inhalt eines Buches, sondern auch das haptische Erlebnis, das mit dem Lesen verbunden ist. Ob Romane, Fachliteratur, Kinderbücher oder Ratgeber – der Buchmarkt zeigt sich stabil und vielseitig.

Besonders in einer Zeit, in der Informationen rund um die Uhr digital verfügbar sind, gewinnt das bewusste Lesen von Büchern für viele Menschen wieder an Bedeutung. Bücher bieten die Möglichkeit, Wissen zu vertiefen, neue Perspektiven kennenzulernen und dem hektischen Alltag für einige Stunden zu entfliehen.

Vielfältige Einkaufsmöglichkeiten für Leserinnen und Leser

Wer heute Bücher kaufen möchte, profitiert von einer großen Auswahl an Bezugsquellen. Neben traditionellen Buchhandlungen bieten zahlreiche Online-Shops ein umfangreiches Sortiment an deutschsprachigen und internationalen Titeln. Dadurch können Kundinnen und Kunden bequem von zu Hause aus bestellen und erhalten ihre gewünschten Bücher oft innerhalb weniger Tage.

Insbesondere in der Schweiz und in Liechtenstein wächst die Nachfrage nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten. Viele Verbraucher kombinieren den Besuch lokaler Buchhandlungen mit den Vorteilen digitaler Bestellplattformen. Diese Entwicklung stärkt sowohl den stationären Handel als auch den E-Commerce-Sektor.

Regionale Buchhandlungen bleiben wichtige Kulturorte

Lokale Buchhandlungen spielen weiterhin eine bedeutende Rolle für das kulturelle Leben. Sie sind nicht nur Verkaufsstellen, sondern auch Treffpunkte für Literaturinteressierte. Lesungen, Signierstunden und Autorenveranstaltungen fördern den direkten Austausch zwischen Lesern, Autoren und Verlagen.

In zahlreichen Städten und Gemeinden der Schweiz sowie in Liechtenstein engagieren sich Buchhändler aktiv für die Leseförderung. Sie beraten individuell, empfehlen Neuerscheinungen und unterstützen Schulen, Bibliotheken sowie kulturelle Einrichtungen bei der Auswahl geeigneter Literatur.

Digitale Technologien verändern das Kaufverhalten

Der Buchmarkt befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel. Moderne Suchfunktionen, personalisierte Empfehlungen und digitale Kataloge erleichtern die Auswahl passender Titel. Gleichzeitig gewinnen E-Books und Hörbücher zunehmend an Bedeutung.

Viele Leser nutzen heute unterschiedliche Formate parallel. Während Fachliteratur häufig digital konsumiert wird, bleiben gedruckte Romane, Bildbände und Kinderbücher besonders gefragt. Diese Entwicklung zeigt, dass digitale Angebote das klassische Buch nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen.

Bildung und Weiterbildung als wichtige Wachstumstreiber

Ein wesentlicher Faktor für die anhaltende Nachfrage nach Büchern ist das hohe Interesse an Bildung und persönlicher Weiterentwicklung. Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen benötigen kontinuierlich aktuelle Fachliteratur. Darüber hinaus investieren viele Menschen in Bücher, um berufliche Kompetenzen auszubauen oder neue Interessen zu entdecken.

Gerade in wissensintensiven Branchen werden Fachbücher weiterhin als verlässliche Informationsquellen geschätzt. Sie ermöglichen eine strukturierte und vertiefte Auseinandersetzung mit komplexen Themen, die über kurze Online-Inhalte hinausgeht.

Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung

Auch im Buchhandel rücken ökologische Aspekte zunehmend in den Fokus. Verbraucher achten verstärkt auf nachhaltige Produktionsprozesse, umweltfreundliche Verpackungen und kurze Lieferwege. Viele Verlage setzen deshalb auf zertifizierte Papierquellen sowie ressourcenschonende Druckverfahren.

Regionale Anbieter profitieren von diesem Trend, da sie häufig kürzere Transportwege ermöglichen und damit einen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen leisten können.

Positive Perspektiven für den Buchmarkt

Experten sehen für den Buchhandel in der Schweiz und in Liechtenstein weiterhin gute Entwicklungschancen. Die Kombination aus stationären Geschäften, modernen Online-Angeboten und einer ausgeprägten Lesekultur schafft stabile Rahmenbedingungen für die Branche.

Die Nachfrage nach hochwertiger Literatur, Bildungsmedien und Unterhaltung bleibt hoch. Gleichzeitig eröffnen digitale Technologien neue Möglichkeiten, Leserinnen und Leser gezielt anzusprechen und ihnen ein komfortables Einkaufserlebnis zu bieten. Damit bleibt der Kauf von Büchern auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in beiden Ländern.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Anna Jacobs
Frau Anna Jacobs
Darmstadter Landstrasse 123
20149 Hamburg
Deutschland

fon ..: 040 6563832
fax ..: 040 6563831
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email : anna@annajacobspr.net

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Literaturfest Meißen – Ein Wochenende voller Geschichten, Begegnungen und ein Förderpreis zum Abschluss

Vom 12. bis 14. Juni 2026 verwandelte sich Meißen unter dem Motto »Lesen und lesen lassen« zum 17. Mal in Deutschlands größtes eintrittsfreies Open-Air-Lesefest mit 263 Lesungen in der ganzen Stadt.

BildMit der Verleihung eines Nachwuchs- und Förderpreises ging am Nachmittag das 17. Literaturfest Meißen zu Ende. Ausgezeichnet wurden Anna Zepnick für ihren Lyrikband »rabensingen« (Poetenladen Leipzig) und Nils Müller für sein poetisches Prosawerk »Zwei Hand breit oder Die Mutter des Malers, ruhend« (Edition Kronzeugen).

Nach drei Tagen und 263 Lesungen zieht Veranstalter Daniel Bahrmann eine positive Bilanz: »Es ist so schön, die Stadt voller Leute mit Büchern unterm Arm zu erleben. An jeder Ecke wird geblättert, gelesen und gelauscht. Auch bei wechselhaftem Wetter konnten alle Lesungen wie geplant stattfinden, dank Pavillons und gut vorbereiteten Ausweichorten und unserem flexiblen Aufbauteam.«

Zahlen, die für sich sprechen
Vom 12. bis 14. Juni 2026 verwandelte sich Meißen unter dem Motto »Lesen und lesen lassen« zum 17. Mal in Deutschlands größtes eintrittsfreies Open-Air-Lesefest. Von 263 Programmpunkten waren genau 115 Autor*innenlesungen mit 58 Autorinnen und 57 Autoren – insgesamt 242 Mitwirkende. 51 Lesungen richteten sich gezielt an Kinder und Jugendliche. Neben den fünf Hauptbühnen (Marktplatz, Heinrichsplatz, Theaterplatz, Interkulturelle Bühne an der Roten Schule und Tuchmachertor) waren 48 weitere Leseorte der Programmpartner dabei – insgesamt 54 Orte, an denen gleichzeitig gelesen wurde.

Höhepunkte, die im Gedächtnis bleiben
Bei so vielen Veranstaltungen ist es schwer, einzelne Momente herauszugreifen – aber einige haben uns besonders beeindruckt. Ein bewegender Abend im historischen Ratssaal: Irina Scherbakowa sprach mit dem Publikum über aktuelle Entwicklungen in Osteuropa – ernst, stark und schön zugleich. Frank Goldammer stellte auf der Lesebühne auf dem Marktplatz im Sonnenschein mit „Die Bestie von Dresden“, Kriminalrat Gustav Hellers dritten Fall im Dresden von 1883 vor. Während die Lesung mit Lukas Rietzschel, des wohl wichtigsten jungen ostdeutschen Autors, mit seinem neuen Roman „Sanditz“ über ein Dorf in der Lausitz ein Regen-Asyl im historische Ratssaal fand. Auf der Krimibühne am Theaterplatz sorgten Romy Fölck, Maren Schwarz, Peter Grandl und weitere für Spannung und Gänsehaut. Am Heinrichsplatz verwandelte sich der Markt der unabhängigen Verlage wieder in einen Treffpunkt der Literaturszene, mit Ständen und Lesungen von 13 Verlagen aus Mitteldeutschland, Berlin und Bayern – am Sonntag ergänzt durch den Katapult Verlag.

Für die ganze Familie gab es auf der Kinderbühne am Tuchmachertor ein umfangreiches Programm: Autorinnen und Autoren lasen aus ihren eigenen Büchern, Kinder aus der Triebischtalschule, dem Landesgymnasium Sankt Afra und einer Weinböhlaer Kita trauten sich selbst auf die Bühne. Ein besonderes Jubiläum feierten die Meißner Pfadfinder: Mit zehn Lesungen begingen sie ihr 25-jähriges Bestehen in ihrem neuen Baumhaus in der Weinberggasse.

Abschluss mit Höhepunkt: Literaturfest-Förderpreis
Den krönenden Abschluss des Literaturfests bildete auch in diesem Jahr wieder die Verleihung des Literaturfest-Preises. Seit 2019 haben wir dank der großzügigen Förderung des Rotary Clubs Meißen die Möglichkeit, als Höhepunkt jedes Festes einen Preis zu verleihen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wird auf zwei Bücher aufgeteilt, die uns während der Vorbereitungen besonders angesprochen haben. In diesem Jahr wurden Anna Zepnick für ihren Lyrikband »rabensingen« (Poetenladen Leipzig) und Nils Müller für sein poetisches Prosawerk »Zwei Hand breit oder Die Mutter des Malers, ruhend« (Edition Kronzeugen) ausgezeichnet. Der Preis steht im Zeichen der Nachwuchs- und Talentförderung: Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Werke der beiden.

Unser Fazit: Ein Fest für alle Sinne
Das 17. Literaturfest Meißen war wieder ein echtes Fest für alle Sinne – voller Geschichten, Begegnungen und Überraschungen, und das trotz wechselhaftem Wetter dank Pavillons, gut vorbereiteter Ausweichorte und unseres flexiblen Aufbauteams. Wir danken allen Autor*innen, Künstler*innen, Helfer*innen, Sponsor*innen und natürlich dem Publikum für das tolle Miteinander. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr und darauf, Meißen erneut in eine große Bühne für die Literatur zu verwandeln!

Das nächste Literaturfest Meißen findet vom 11. bis 13. Juni 2027 statt.
literaturfest-meissen.de

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Meissener Kulturverein e.V.
Herr Daniel Bahrmann
Rote Stufen 4
01662 Meißen
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web ..: https://literaturfest-meissen.de/
email : d.bahrmann@meissener-kulturverein.de

Über das Literaturfest:
Seit 2009 lädt das Literaturfest jährlich in der zweiten Juniwoche nach Meißen ein. Das Literaturfest Meißen wird organisiert vom Meißener Kulturverein e.V. mit Unterstützung der Stadt Meißen.
Gefördert wird das Fest durch den Kulturraum Meißen – Sächsische Schweiz – Osterzgebirge und den Landkreis Meißen. Hauptsponsoren des Festes sind die Oppacher Mineralquellen GmbH & Co. KG, die Privatbrauerei Schwerter Meißen GmbH sowie der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO). Der Rotary Club Meißen und viele weitere Vereine und Institutionen aus Meißen unterstützen das Literaturfest.

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Deine Lebensuhr tickt: Was machst Du mit der Zeit?

Der eine ist podcastender Schriftsteller und der andere macht täglich Radio. Zusammen sprechen sie über die härteste Währung, die es gibt: Lebenszeit.

BildHochgradig spannend ist die Geschichte. Und was sich anfangs mystisch und schier unmöglich anhörte, ist mittlerweile vorstellbar, gar greifbar nah. Deine noch verbleibende Lebenszeit wird am Handgelenk angezeigt. Der Fitnesstracker hat bald ausgedient. In einigen Jahren trägst du eine Lebensuhr. Die zeigt dir deine noch verbleibende Lebenszeit exakt in Tagen an. Sie zieht ab und sie rechnet Tage quasi als Guthaben auf. Der Clou dabei ist, sie wertet zusätzlich zu deinen Gesundheitsdaten auch Dein moralisches Verhalten auf oder ab. Damit ist klar, deine Lebenszeit ist die einzige Währung, die wirklich zählt. Denn du hast nur dieses eine Leben. Die unfassbare tolle Geschichte steht im Roman „Pleichach – die Zeit ist das, was bald geschieht“. Geschrieben hat sie der Schriftsteller Rudolf F. Thomas. Derweil „podcastet“ er regelmäßig alle 14 Tage mit Moderator Andy Puhl von Radio Gong in Würzburg. Beide gehen der Frage nach „Was machst Du mit der Zeit?“. Alle, die zuhören, spüren den einmaligen Spirit zweier lebensbejahender Medienprofis. Stopp! Wer denkt, Podcasts produzieren zumeist jüngere Leute, der irrt: Andy Puhl ist 56 und Rudolf F. Thomas verfügt über 74 Jahre pure Lebenserfahrung. Fazit: Der Podcast „Was machst Du mit der Zeit?“ liefert in jeder seiner Folgen Content für deine Lebenszeit. Prädikat: hörenswert.

Der podcastende Schriftsteller lebt seine Kreativität beim Schreiben aus. Seine aktuellen Romane „Morgen beginnt, was bald geschieht“ und „Pleichach – Die Zeit ist das, was bald geschieht“ sind aktuell überall im Buchhandel und auch online erhältlich. Die Geschichte um die Lebensuhr fasziniert und wirft Fragen auf. Was wäre, wenn tatsächlich eines Tages alle eine Lebensuhr am Handgelenk tragen? Und dann um ihre noch verbleibende Lebenszeit wissen? Wie weit verändert sich dadurch die Gesellschaft?
Für Rudolf F. Thomas ist die Zukunft geklärt: Die Lebensuhr ist die Rettung für die Menschheit.

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RFT-PRESSE-NEWS entwickelt moderne Medien- und Pressearbeit sowie Vortragsveranstaltungen, Lesungen und Events für den Schriftsteller und Publizisten Rudolf F. Thomas.

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Kanada ist Gastland der Frankfurter Buchmesse 2021

Eine Reise zu den Wurzeln der Gegenwartsliteratur des multi-kulturellsten Landes der Welt
und zu spannenden Erlebnissen – inspiriert von Autoren und ihren Geschichten

BildBochum, den 15.9.2021 – Kanada ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse vom 20. bis zum 24. Oktober 2021. Unter dem Motto „Singular Plurality“ präsentiert das Ahornland die unglaubliche Vielfalt der Kultur des Landes – großartige indigene Geschichtenerzähler, anglo-kanadisch und franko-kanadische Autoren sowie Migranten, die ihre Sprache und Kultur mitgebracht und die kollektive Identität Kanadas geformt haben. Die Reise in die Gegenwartsliteratur Kanadas führt vor allem an einen Ort: nach Kanada selbst, in seine atemberaubend weite Natur und in pulsierende Städte, zu spannender Geschichte und den Menschen, die davon geprägt wurden.

Grund genug, einige der bemerkenswertesten Neuerscheinungen kanadischer Autoren ins Rampenlicht zu rücken, die einen Einblick in die Seele des Ahornlands ermöglichen und Leser dazu inspirieren, die kanadische Kultur zu entdecken.

LOUISE PENNY: „DER VERMISSTE WEIHNACHTSGAST“

Mit dem kanadischen Hercule Poirot die Idylle Québecs entdecken

Die Eastern Townships im südöstlichen Teil Québecs sind die zweite Heimat der aus Toronto stammenden Schriftstellerin Louise Penny, die mit ihren Inspector Gamache-Krimis regelmäßig in den deutschen Bestseller-Listen landet. Bezaubernde Kleinstädte mit viktorianischen Villen liegen dort inmitten hügeliger Landschaft mit Seen und Wäldern, die sich im Herbst in leuchtendes Rot oder Orange färben und im Frühjahr den berühmten Ahornsirup liefern. Inspiriert von dieser Postkartenidylle entwarf Louise Penny die fiktive Gemeinde „Three Pines“ (Drei Kiefern), in der in all ihren Krimis das Grauen spielt – so auch im neunten Fall „Der vermisste Weihnachtsgast“. Fans der Krimi-Reihe können den Spuren Gamaches folgen und die Lebensfreude und besondere Kultur der Region entdecken, die in all ihre Geschichten eingewebt ist: Auf einer Reise zu Dreh- und Angelpunkten rund um „Three Pines“ oder kreuz und quer durch Québec, von den Eastern Townships über die Städte am Sankt-Lorenz-Strom bis in die pulsierende Metropole Montréal.

TANYA TAGAQ: „EISFUCHS“

Über eine Kindheit als Inuit-Mädchen tief in der Arktis

In die raue, von Eis überzogene Wildnis des größten und am dünnsten besiedelten geographischen Teil Kanadas führt das literarische Debüt der Musikerin Tanya Tagaq: „Eisfuchs“ erzählt von einer Kindheit in den 1970er-Jahren am nördlichen Polarkreis im nordkanadischen Territorium Nunavut, einem Archipel gut sechsmal so groß wie Deutschland. Dort, wo die Luft so sauber ist, dass man, so Tanya Tagaq, den Unterschied zwischen glattem und zerklüftetem Fels riechen kann. Wo die Schule ausfällt, wenn Eisbären gesichtet oder Temperaturen ab minus 60 Grad Celsius gemessen werden. Durch die Augen der jungen Ich-Erzählerin wandern ihre Leser durch die Tundra in der Heimat der Inuit, paddeln auf improvisierten Flößen übers Eiswasser und sehen das Leuchten der Polarlichter oder die Schönheit des Polarfuchses. Wer die Heimat Tanya Tagaqs, die Inuit-Kultur und die ursprüngliche Wildnis Nunavuts selbst entdecken möchte, der besucht Cambridge Bay an der legendären Nordostpassage, bereist die drei Nationalparks des Territoriums oder besucht Festivals der Inuit.

NAOMI FONTAINE: „KLEINE SCHULE DER GROSSEN HOFFNUNG“

Ein neuer Blickwinkel auf die Kultur der Innu

Acht Autostunden von Québec City entfernt liegt das Reservat Uashat, bekannt als Sept-Îles (Sieben Inseln), in Innu-Sprache „die Bucht“. Es ist Naomi Fontaines Heimat im hohen Norden Québecs, die sie als siebenjähriges Mädchen verließ, um mit ihren Eltern in die Hauptstadt zu ziehen. Doch die Erinnerungen an ihre Kindheit und ihr kulturelles Erbe haben die preisgekrönte kanadische Autorin nie losgelassen. Nach ihrem Studium an der Université Laval in Montréal kehrte sie als Lehrerin zurück zu ihrer Gemeinschaft am Ufer des mächtigen Sankt-Lorenz-Stroms und schrieb gleich zwei Romane über ihre Rückkehr. Ihr zweites Werk „Die kleine Schule der großen Hoffnung“, das im Oktober 2021 auf Deutsch erscheint, entführt ihre Leser in die vielschichtige Welt der Inuit Québecs, ihrem Leid, aber auch ihren Träumen und Sehnsüchten. Naomi Fontaine ist es wichtig, ein authentisches Bild ihres Volkes zu zeigen, und die Rückkehr der First Nations zu ihrem Erbe, ihrer Sprache und ihren Traditionen. Auf den Spuren dieser Traditionen reisen Besucher tief ins Herz des Innu-Landes, in die Region Duplessis. Mit Landschaften voller riesiger Wälder, Seen und Flüsse. Der Sankt-Lorenz-Strom ergießt sich hier in den mächtigen Sankt-Lorenz-Golf. Wale ziehen durch das Gewässer, Vögel nisten in den Klippen. Rund 500 Kilometer von Sept-Îles entfernt liegt die Innu-Gemeinde Unamen Shipu, in der der die Innu-Kultur praktisch intakt ist und Reisenden Einblicke in die traditionelle Hummerfischerei oder das alte Handwerk bietet.

DAVID CHARIANDY: „FRANCIS“

Auf den Spuren einer Kindheit in Torontos Bezirk Scarborough

In der Natur des Rouge Valley, der „grünen Narbe“, die sich durch ihre Nachbarschaft zieht, träumen Michael und Francis im Roman „Francis“ (Originaltitel „Brothers“), der im Oktober im Claassen Verlag auf Deutsch erscheint und den der Guardian als „elegant, wichtig, fulminant, das bewegendste Buch des Jahres“ betitelte, oft von einer besseren Zukunft. Die Brüder trinidadischer Herkunft wachsen Mitte der 1980er-Jahre in Scarborough am Stadtrand Torontos in schwierigen Verhältnissen auf. Einheimische nennen das Viertel damals auch „Scarlem“ oder „Scar-bro“. Die Parallelen zu Chariandys eigenen Wurzeln sind offensichtlich, auch seine Eltern kamen aus Trinidad nach Scarborough Im Gegensatz zu seinen Romanfiguren hatte Chariandy jedoch das Glück, die Kindheit in Scarborough in relativer Stabilität zu führen. Er hing mit coolen Kids aus der Hip-Hop-Szene und der DJ-Kultur ab, darunter Andrew Kishino, heute auch bekannt als Rapper Big Kish. Die Vielfältigkeit des Bezirks, die Chariandy erlebt hat und die er in seinem Roman beschreibt, kann heute selbst erleben, wer sich auf Spurensuche begibt: Auf ungewöhnlichen Wegen geht es am Rande der Metropole Torontos zu multi-kulturellen kulinarischen Highlights, verblüffend schöner Natur wie den berühmten weißen Klippen Scarborouh Bluffs oder zu Outdoor-Abenteuern im Rouge Valley.

MICHAEL CRUMMEY: „DIE UNSCHULDIGEN“

Ein literarischer Blick in die raue Seele Neufundlands

Auf Neufundland reicht es schon, das Fenster zu öffnen, um Großartiges zu sehen. Schwarze Rückenflossen von Schwertwalen, die das Meer teilen. Eisberge, die im Sommer vor der Küste treiben, angeschoben vom Labradorstrom. Oder die bunten Holzhäuschen der vielen Fischerdörfer und der Hauptstadt St. Johns, die sich auf steilen Hügeln aneinanderreihen. „Es ist spektakulär schön und andererseits eine Herausforderung, hier zu leben,“ sagt Michael Crummey, der 1965 auf Neufundland geboren wurde und seit 2001 mit seiner Familie nahe der Hauptstadt St. John’s im Südosten der Insel lebt. Seine Romane „Sweetland“ und die „Die Unschuldigen“ sieht er als Hommage an die ganz eigene Kultur und den Zusammenhalt der Neufundländer. Was sie zu dem gemacht hat, was sie sind, davon erzählt Crummeys Roman „Die Unschuldigen“, der im 18. Jahrhundert spielt. Ada und Evered, neun und elf Jahre alt, haben ihre Eltern verloren und kämpfen im rauen Klima Neufundlands ums Überleben. Dabei orientieren sie sich an dem, was sie von ihren Eltern gelernt haben: Kabeljaufang, Holz hacken, Beeren suchen, Strandgut sammeln. Wer heute durch Neufundland reist, kann an vielen Orten noch der Vergangenheit nachspüren: Unterwegs mit Fischern zu Eisbergen und Buckelwalen, auf den atemberaubend schönen Inseln wie Fogo Island oder Twillingate, das sich auch stolz die „Eisberghauptstadt der Welt“ nennt, auf Hiking-Touren auf dem East-Coast Trail oder durch den Gros-Morne National Park.

JOCELYNE SAUCIER: „EIN LEBEN MEHR“

Aussteigen und in den Wäldern Ontarios in die Natur abtauchen

Tom und Charlie, zwei Greise in den Achtzigern, haben beschlossen, den Rest ihres Lebens zu ihren eigenen Bedingungen zu leben – versteckt vom Rest der Welt in den endlosen Wäldern Nord-Ontarios. Die Aussteiger jagen, fischen, und werkeln an ihren Hütten. „Ein Leben mehr“ der Frankokanadierin Jocelyn Saucier zeigt den Traum des Lebens in absoluter Ungebundenheit, in der Freiheit, nichts zu verlieren zu haben. Dass die Autorin als Schauplatz die nordkanadische Wildnis gewählt hat, ist kein Zufall. Wundervoll und zugleich voller Unwägbarkeiten, ist sie das Symbol dieser Freiheit. In Kanadas Nationalparks zeigt sich die Natur in ihrer ganzen Schönheit und Großartigkeit, in der jeder Besucher seinen Traum von Freiheit und Abenteuer selbst erleben kann. 48 Nationalparks warten auf Besucher. Sie schützen mit über 340.000 Quadratkilometern eine Fläche, die fast so groß ist wie Deutschland.

Weitere Buchtipps und Story Ideas gibt’s hier.

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