50.000 Euro für den Ankauf von Werken von Elif Saydam
Bereits zum vierten Mal verleiht die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung in diesem Jahr den mit 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis für zeitgenössische Malerei. Preisträger 2026 ist der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart in Berlin, der mit dem Preisgeld sechs Arbeiten aus der Werkgruppe „Späti Paintings“ (2021-2025) von Elif Saydam für seine Sammlung erwirbt.
Die Arbeiten werden Teil der neuen Sammlungspräsentation Tausendmal Berlin, die am 12. Juni 2026 eröffnet wird und die Berliner Kunstszene seit 1989 im globalen Dialog beleuchtet. Mit dem Ankauf stärkt der Hamburger Bahnhof gezielt künstlerische Positionen, die Fragen von Identität, Zugehörigkeit und urbanen Lebenswelten aus einer zeitgenössischen Perspektive verhandeln.
Die Jury des Tiemann-Preises zeigte sich überzeugt von der künstlerischen Qualität der vorgeschlagenen Werkgruppe sowie ihrer nachhaltigen Einbindung in die Sammlung des Hauses. Die Arbeiten von Elif Saydam erweitern die Bestände des Hamburger Bahnhofs um eine markante malerische Position, die aktuelle gesellschaftliche Diskurse mit einer eigenständigen Bildsprache verbindet.
Die Ausschreibung des Tiemann-Preises 2026 stieß auch in diesem Jahr auf großes Interesse. Zahlreiche Museen und Kunstinstitutionen aus ganz Deutschland reichten Bewerbungen ein und unterstrichen damit die Bedeutung des Preises für die Förderung zeitgenössischer Malerei.
„Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten darf die Förderung von Kunst und Kultur nicht nachlassen. Kunst eröffnet Perspektiven, schafft gesellschaftlichen Dialog und bewahrt unsere kulturelle Vielfalt. Wir freuen uns sehr, dass der Tiemann-Preis in diesem Jahr nach Berlin geht und mit dem Hamburger Bahnhof ein Haus auszeichnet, das mit seiner Sammlung und seinem Programm ein starkes Zeichen für die zeitgenössische Kunst setzt,“ so Gründer Dr. H. Jürgen Tiemann
Die feierliche Verleihung des Tiemann-Preises findet am Freitag, 30. Oktober 2026, im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart statt.Anlässlich der Preisverleihung lädt das Museum um 16 Uhr zu einem öffentlichen Gespräch mit Elif Saydam ein. Die Werkgruppe soll mindestens bis 2029 präsentiert werden.
Elif Saydam (*1985 in Calgary, Kanada) lebt und arbeitet in Berlin. Die künstlerische Praxis verbindet Fragen von Diaspora, Zugehörigkeit und Identität mit einer erweiterten Auffassung von Malerei. In den ausgezeichneten Späti Paintings überlagern sich Motive der Berliner Alltagsarchitektur mit ornamentalen Strukturen, Goldapplikationen und vielschichtigen Bildräumen. Die Werke greifen prägende Elemente der Berliner Stadtkultur auf und übersetzen sie in eine eigenständige malerische Sprache. Dabei entstehen Arbeiten, die lokale Erfahrungsräume mit globalen Perspektiven verbinden und aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen reflektieren.
Elif Saydam war zuletzt unter anderem am MIT List Visual Arts Center in Massachusetts, in den Oakville Galleries in Toronto, im Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg sowie auf der Istanbul Biennale vertreten. Arbeiten von Elif Saydam befinden sich bereits in bedeutenden öffentlichen Sammlungen.
Ein Preis mit Weitblick
Der Tiemann-Preis, der mit 50.000 Euro dotiert ist, wird seit 2023 jährlich von der Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung vergeben. Ziel ist es, Museen mit zeitgenössischen Sammlungen beim Erwerb bedeutender malerischer Werke zu unterstützen und herausragende künstlerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Fachjury ohne Mitsprache der Stifter.
Die Jury des Tiemann-Preises 2026 bestand aus:
o Christiane Mennicke-Schwarz, Kunsthaus Dresden
o Dr. Kathleen Reinhardt, Georg Kolbe Museum Berlin
o Milan Ther, Kunstverein in Hamburg
o Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Leipzig/München
o Moritz Wesseler, Fridericianum Kassel
Über den Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart Im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart begegnen sich Kunst und Gesellschaft im Zentrum Berlins.
Als Sammlungsmuseum für zeitgenössische Kunst sammelt der Hamburger Bahnhof in die Zukunft und ist ein offenes Haus für die Stadtgesellschaft und ihre Gäste. Kostenlose Programme und partizipative Formate richten sich an Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen und internationalen Geschichten.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung
Frau Annett Möller
Bernadottestraße 66
14195 Berlin
Deutschland
fon ..: 030 315 84 525
web ..: https://www.tiemann-stiftung.de
email : a.moeller@tiemann-stiftung.de
Das Stifterpaar möchte mit dem Tiemann-Kunstpreis Häuser im Ausbau ihrer Sammlungen unterstützen und zugleich künstlerische Positionen würdigen, die auf dem Gebiet der zeitgenössischen Malerereinen wesentlichen Beitrag zum aktuellen Kunstdiskurs leisten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass herausragende malerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Der Tiemann-Preis ist ein außergewöhnlich hoch dotierter Ankaufspreis und in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Preisträger war im vergangenen Jahr das Museum Marta Herford mit Werken von Kerstin Brätsch, 2024 das Kunstmuseum Magdeburg mit Werken von Özlem Altin. Im Jahr 2023 erhielt das Museum Folkwang in Essen erstmalig das Preisgeld für den Ankauf von Werken von Armin Boehm.
www.tiemann-preis.de
Pressekontakt:
mehnert paris GmbH
Frau Manuela Mehnert
Salzufer 15/16
10587 Berlin
fon ..: 030 863 29 96 – 0
email : presse@mehnertparis.com
In einem feierlichen Festakt wurde am Samstag, den 15. November 2025, im Marta Herford Museum der diesjährige Tiemann-Preis übergeben. Der mit 50.000 Euro dotierte Ankaufspreis der Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung ging in seiner dritten Vergabe an das Marta Herford, das damit Werke der international renommierten Künstlerin Kerstin Brätsch für seine Sammlung erwerben konnte.
Bereits zum dritten Mal verleiht die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung in diesem Jahr den mit 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis für zeitgenössische Malerei. Diesjähriger Preisträger ist das Museum Marta Herford, das mit dem Ankaufsetat zwei Werke der international renommierten Künstlerin Kerstin Brätsch in seine Sammlung aufnimmt.
Zum dritten Mal in Folge schreibt die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung den mit 50.000 Euro dotierten Tiemann Kunstpreis aus. Museen und Kunstinstitutionen in Deutschland, die über eine eigene Sammlung zeitgenössischer Kunst verfügen, sind herzlich eingeladen, sich jetzt für den Preis zu bewerben.
Bereits zum zweiten Mal verleiht die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung am 23. Oktober 2024 den mit 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis zum Ankauf zeitgenössischer Malerei. Die Fachjury hat alle Bewerbungen eingehend geprüft und eine Entscheidung getroffen: Das Kunstmuseum Magdeburg ist der diesjährige Preisträger und erwirbt mit dem Ankaufsetat Arbeiten der Künstlerin Özlem Altin. „Das Kunstmuseum Magdeburg wird Altins Werke künftig in direktem Dialog mit anderen Kunstwerken präsentieren, was eine spannende wie auch bereichernde Ergänzung für die bestehende Sammlung darstellt“, heißt es in der Begründung der Jury.
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