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NSF startet EU-MHR-Vorabbewertungsdienste, um Einhaltung der Trinkwasservorschriften für 2027 sicherzustellen

Der neue Service hilft Herstellern, Verzögerungen auf dem Markt zu vermeiden, wenn die europäischen Trinkwasserverordnungen am 1. Januar 2027 in Kraft treten.

BildNur noch 13 Monate bis zum Inkrafttreten der neuen EU-Trinkwasserverordnung: NSF, ein weltweit führendes Unternehmen für Standards im Bereich Gesundheit und Sicherheit, hat heute seine Vorabbewertungsdienste eingeführt, um Herstellern dabei zu helfen, die EU-MHR-Vorgaben (Mindestgesundheitsanforderungen) termingerecht einzuhalten.

Die Vorabbewertungsdienste von NSF tragen den wachsenden Bedenken der Branche hinsichtlich Zertifizierungsengpässen, Verzögerungen bei Tests und der Komplexität der Vorschriften Rechnung. Hintergrund ist, dass die überarbeitete Europäische Trinkwasserrichtlinie (DWD) ab dem 1. Januar 2027 die nationalen Regelungen in allen 27 Mitgliedstaaten ersetzt.

„Mit der EU-MHR ändern sich die Rahmenbedingungen für die gesamte europäische Wasserversorgungskette grundlegend, während Hersteller gleichzeitig mit engen Fristen, begrenzten Testkapazitäten und komplexen neuen Anforderungen konfrontiert sind“, sagte David Platt, Director of Water, EMEA bei NSF. „Unsere EU-MHR-Vorabbewertungsdienste reduzieren diese Unsicherheiten, indem sie es Herstellern ermöglichen, sich jetzt auf die EU-MHR vorzubereiten. Sie identifizieren Compliance-Lücken und verschaffen Unternehmen einen Vorsprung, um sich den europaweiten Marktzugang zu sichern.“

Der neue Service prüft technische Informationen zu Materialien und Formulierungen, auditierte Produktionsanlagen und Qualitätssysteme und führt Tests in europäischen Laboren unter EU-MHR-Bedingungen durch. Er unterstützt Hersteller sämtlicher Endprodukte, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen – von Rohren, Ventilen und Armaturen bis hin zu Dichtungen und Pumpen – noch bevor die formelle Zertifizierung beginnt.

NSF hat kürzlich das Protokoll 534 (P534) entwickelt, um die Herausforderungen anzugehen, mit denen Lieferanten von Rohstoffen und Zwischenprodukten auf den europäischen Märkten konfrontierte sind. P534 ermöglicht es Herstellern, die Materialsicherheit und Compliance in den frühesten Phasen der Produktion zu überprüfen, wodurch sich Risiko in späteren Prozessstufen deutlich reduziert und die Vorbereitung auf die EU-MHR-Anforderungen erheblich beschleunigen lassen.

P534 deckt das gesamte Spektrum der Vorprodukte ab, von Kunststoffgranulaten und Formulierungsbestandteilen wie Farbstoffen, Lösungsmitteln, Füllstoffen, Stabilisatoren und Antioxidantien bis hin zu komplexen Mischungen wie Glasfasern, Schlichtemittenten und Masterbatches. Das Protokoll bewertet auch Zwischenprodukte wie Inhaltsstoffe für zementäre Werkstoffe und Beschichtungshärter sowie vor Ort aufgebrachte Produkte wie Beschichtungen und Epoxidharze.

„Der Übergang von fragmentierten nationalen Regelungen zu harmonisierten EU-Standards stellt die größte regulatorische Veränderung im Bereich der europäischen Trinkwassersicherheit seit Jahrzehnten dar und betrifft Tausende von Herstellern“, sagte Samantha Duffy, Senior Manager of Global Water Programs, EU & UK bei NSF. „Eine frühzeitige Vorbereitung ist entscheidend: Unternehmen, die bereits jetzt mit der Umsetzung der Vorschriften beginnen, sichern sich einen klaren Wettbewerbsvorteil, während spätere Schritte zu Verzögerungen führen können und das Risiko bergen, den Marktzugang zu verlieren.“

Die neue EU-MHR-Verordnung ersetzt alle nationalen Standards in Europa – darunter die französische ACS-Zertifizierung und die deutschen UBA-Richtlinien – durch einen einzigen einheitlichen risikobasierten Standard. Die Compliance erfordert nun eine unabhängige Zertifizierung durch Dritte, regelmäßige Werkaudits sowie eine detaillierte Dokumentation für alle Produkte im Kontakt mit Trinkwasser. Dies stellt einen erheblichen Bruch mit den bisherigen nationalen Regelwerken dar.

„Wir verzeichnen eine beispiellose Nachfrage von Herstellern, die erkannt haben, dass eine frühzeitige Vorbereitung auf die Compliance einen direkten Wettbewerbsvorteil übersetzt“, so Platt. „Die Unternehmen, die jetzt unsere Vorabbewertungsdienste in Anspruch nehmen, werden als Erste am Markt sein, wenn die Vorschriften in Kraft treten.“

Unternehmen, die einen Zugang zum europäischen Markt anstreben, können sich an NSF wenden, um den Vorabbewertungsprozess zu starten. Weitere Informationen zur Terminvereinbarung für eine Vorabbewertung oder dazu, wie P534 Ihre Lieferkette unterstützen kann, finden Sie auf der Seite zu den EU-MHR-Vorabbewertungsdiensten von NSF.

Weitere Informationen zu NSF: https://www.nsf.org/de/de 

EU-MHR-Vorabbewertungsdiensten: https://www.nsf.org/water-systems/regional-certification-approvals/european-approvals-certifications/eu-mhr-pre-assessment-services

Deutsche UBA-Richtlinien: https://www.nsf.org/water-systems/regional-certification-approvals/uba-conformity-attestation-hygiene-requirements-products-materials-contact-drinking-water

Anmerkungen der Redaktion:

– EU-Trinkwasserrichtlinie (2020/2184): Die Kommission hat im Januar 2024 sechs Rechtsakte gemäß Artikel 11 und Artikel 12 verabschiedet; die neuen Hygienestandards gelten ab dem 1. Januar 2027 für Materialien und Produkte, die in neuen Anlagen oder bei Reparaturen verwendet werden, und ermöglichen eine einheitliche EU-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung.

– Wichtige Meilensteine: Verabschiedung der Neufassung der Richtlinie 2020; Veröffentlichung der Rechsakte 2024 gemäß Artikel 11; Anwendungsbeginn 1. Januar 2027 (neue Produkte / neue Installationen), Übergangsfrist endet am 31. Dezember 2032 (für alle Produkte).

– Betroffene Gruppen: Hersteller von Ausgangsstoffen, Kompositionen, Bestandteilen und Endmaterialien/-produkten, die bei der Gewinnung, Aufbereitung, Speicherung und Verteilung von Trinkwasser verwendet werden, z. B. Rohre, Ventile, Pumpen, Zähler, Armaturen, Wasserhähne, Beschichtungen und Dichtungsmittel.

– Umfang der NSF EU-MHR-Vorabbewertung: Prüfung von Formulierungen, Durchführung von Tests unter EU-MHR-Bedingungen in akkreditierten europäischen Laboren, Bewertung von Produktionsanlagen und Qualitätssystemen sowie P534-Vorabbewertung von Produkten; Projektmanagement mit einem globalen Audit-Netzwerk in über 110 Ländern.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

NSF
Herr Steven MacEwan
Amselweg 5
33378 Rhea-Wiedenbück
Deutschland

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email : info@nsf.org

Über NSF:
NSF ist eine unabhängige, globale Dienstleistungsorganisation, die sich seit mehr als 80 Jahren der Verbesserung der menschlichen und planetaren Gesundheit widmet. Wir entwickeln öffentliche Gesundheitsstandards und bieten weltweit führende Test-, Inspektions-, Zertifizierungs-, Beratungs- und digitale Lösungen für die Lebensmittel-, Ernährungs-, Wasser-, Biowissenschafts- und Konsumgüterindustrie. NSF betreut 40.000 Kunden in 110 Ländern und ist ein Collaborating Center der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Lebensmittelsicherheit, Wasserqualität und Sicherheit von Medizinprodukten.

Pressekontakt:

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Das Wasserrecht – Grundlagen sowie Aktuelles

Die Teilnehmer werden in verständlicher Weise die aktuellen Neuerungen im Wasserrecht mit ihrer Bedeutung für ihre tägliche Arbeit kennen lernen.

Bild„Das Wasserrecht – Grundlagen und Aktuelles“ lautet der Titel eines Seminars, das am 10. Juli 2025 in der Umwelthauptstadt Magdeburg stattfindet. Veranstalter ist das Institut für Wirtschaft und Umwelt.

Das Wasserhaushaltsgesetz und die aktuelle Rechtsprechung sind Gegenstand des Seminars.

Wichtige Entscheidungen werden systematisch mit ihrem Praxisbezug vorgestellt.

Neue Entwicklungen im Wasserrecht (AwSV, Mantelverordnung, unkonventionelles Erdgas) werden zusammen mit ihren Folgen für die tägliche Arbeit erläutert.

Die Einwirkungen des Naturschutzrechtes auf Gewässerunterhaltung, -benutzung und -ausbau werden einbezogen.

Mitarbeiter/in eines Umwelt-, Planungs-, Tiefbau- oder Entwässerungsamtes bzw. Eigenbetriebes / der Stadtwerke oder der Wasserbehörde müssen im Wasserrecht auf dem Laufenden bleiben und das geltende Recht in verschiedenster Art anwenden.

Die Teilnehmer werden in verständlicher Weise die aktuellen Neuerungen im Wasserrecht mit ihrer Bedeutung für ihre tägliche Arbeit kennen lernen.

Ein Ausblick bereitet sie auf die künftigen Entwicklungen vor.

Gesetzestexte liegen den Unterlagen NICHT bei.
Wir empfehlen, diese mitzubringen.

In Präsenz, aber sicher!

Das IWU ist eine gemeinnützige Einrichtung und macht daher keine Mehrwertsteuer geltend.

Teilnahmepauschale: 429EUR (MwSt.-frei)

Programmablauf, weitere Inhalte und Anmeldung unter https://www.iwu-ev.de/pdf/W250710.pdf

Programm
09.30 Uhr Begrüßung und Einführung

09.35 Uhr Die Strukturen des WHG

– Föderalismusreform

– Gewässerbegriff, Benutzung und Ausbau

11.00 Uhr Kaffeepause

11.15 Uhr – Aktuelle Rechtsprechung

– Umsetzung Wasserrahmenrichtlinie

– Hochwasserschutz / Bauleitplanung / Baugenehmigung

12.15 Uhr Mittagspause

13.00 Uhr Aktuelle Entwicklungen

– Trinkwasser / Wasserschutzgebiete

– Abwasser / Trinkwasser / Leitungsrechte

– Gebühren

– Haftungsfragen

– Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

– Die AwSV

15.00 Uhr Kaffeepause

15.15 Uhr Wasser und Natur

– Gewässerunterhaltung

– Umweltverträglichkeitsprüfung

– Wasserwirtschaftliche Neuerungen im BNatSchG

– Europarechtliche Anforderungen an wasserrechtliche Entscheidungen (FFH- und Vogelschutzgebiete, Artenschutz)

– Umweltrechtsbehelfsgesetz

– Mantelverordnung

16.15 Uhr Abschlussdiskussion und Auswertung

16.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Institut für Wirtschaft und Umwelt e. V.
Frau Romy Steinke
Maxim-Gorki-Str. 13
39108 Magdeburg
Deutschland

fon ..: +49 391 7447894
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email : presse@iwu-ev.de

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und konzentrieren uns schwerpunktmäßig auf das Organisieren von Fachseminaren und -tagungen für Führungskräfte und das Fachpersonal in Unternehmen unterschiedlicher Branchen und in öffentlichen Einrichtungen.

Für Sie bieten wir seit 1990 ein umfangreiches Programm berufsbegleitender Fort- und Weiterbildungen, vor allem auf den Gebieten der Verwaltung, des Rechts, der Betriebswirtschaft, im Bereich Arbeitssicherheit, Umweltschutz und des modernen Managements an.

Umweltorientierte Unternehmensführung ist dabei das Ziel unserer Teilnehmer.

Ergänzt wird der Fokus des IWU durch Seminare zu neuen rechtlichen und technischen Entwicklungen für Fachkräfte in Unternehmen der kommunalen Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie der Abfall- und Energiewirtschaft.

Das IWU trägt damit dem Konsens Rechnung, dass Unternehmen im 21. Jahrhundert nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern ebenso den Interessen der Gesellschaft und der Umwelt verpflichtet sind.

Seminare des IWU werden durchweg von Fachkräften aus den jeweiligen Bereichen geleitet.
Dazu haben wir einen Pool an hochkarätigen Dozenten, welche in unseren Seminarräumen und Veranstaltungssäalen, ihr KnowHow weitergeben. Dabei hat das IWU zur Umsetzung der aktuellen Weiterbildungsveranstaltungen und Tagungen zahlreiche Innovatoren, Querdenker, Vernetzer und Kommunikatoren als spannende und inspirierende Referenten zur Verfügung. Fachkompetenz wird vorrangig aus Rechtsanwaltskanzleien, Planungs- und Ingenieurbüros, Führungsebenen der Wirtschaft sowie aus Behörden akquiriert.

Das IWU setzt auf flexibles Wissensmanagement, dazu zählt ein weit verzweigtes Netzwerk an fachspezifischen und spezialisierten Kompetenzen.

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NSF erhält deutsche Akkreditierung und stärkt seine Position in der europäischen Wasserproduktzertifizierung

Strategisches Wachstum in Europa etabliert NSF als umfassendsten Anbieter für Wasserprüfung und -zertifizierung

BildNSF, ein globaler Marktführer in der Wasserqualitätsprüfung und -Zertifizierung, gab bekannt, dass sein europäischer Hauptsitz in Brüssel vom deutschen Umweltbundesamt (UBA) als zertifizierte Stelle für Produkte im Kontakt mit Trinkwasser akkreditiert wurde. Diese Errungenschaft positioniert NSF als eine von nur fünf UBA-akkreditierten Zertifizierungsstellen in der Europäischen Union außerhalb Deutschlands.

Die UBA-Akkreditierung durch die DAkkS, Deutschlands nationale Akkreditierungsstelle, ermöglicht es NSF, umfassende Zertifizierungsdienste für Materialien und Produkte anzubieten, die mit Trinkwasser in Kontakt kommen. Diese Erweiterung der Fähigkeiten folgt auf die kürzliche Eröffnung hochmoderner Laboratorien von NSF in Rheda-Wiedenbrück, Deutschland, und die Hinzufügung von ASME- und NSF/ANSI/CAN 60- und 61-Standardtests in Europa.

„Die Sicherung der UBA-Akkreditierung, gepaart mit unseren erweiterten europäischen Laboreinrichtungen, etabliert NSF als die erste Anlaufstelle für den kommenden EU-Trinkwasserrichtlinienstandard, der eng an den aktuellen UBA-Standard angelehnt ist“, sagte David Platt, Direktor für Wasser EMEA bei NSF. „Dieser Meilenstein demonstriert unser Engagement, Herstellern strategische Vorteile in der sich entwickelnden europäischen Regulierungslandschaft zu bieten und den globalen Marktzugang zu vereinfachen.“

Die Akkreditierung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da sich die Branche auf die Umsetzung der Europäischen Trinkwasserrichtlinie (DWD) vorbereitet, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten soll. Die DWD zielt darauf ab, hochwertiges, sicheres Trinkwasser für 448 Millionen Menschen in der EU zu gewährleisten und umfasst alles Wasser, das für den menschlichen Konsum bestimmt ist.

NSFs erweiterte Fähigkeiten bieten Herstellern deutliche Vorteile bei der Vorbereitung auf diese zukünftigen Anforderungen. Als eine der wenigen UBA-akkreditierten Zertifizierungsstellen außerhalb Deutschlands bietet NSF einen strategischen Weg zur zukünftigen Einhaltung des harmonisierten EU-Standards.

„Unser Hauptsitz in Brüssel fungiert nun als umfassendes Zertifizierungszentrum, das globale Bündelungsmöglichkeiten und direkten Zugang zu über 80 europäischen Zertifizierungsexperten von einem einzigen Ansprechpartner aus bietet“, erklärte Platt. „Unsere Investitionen in Europa positionieren NSF als den größten Zertifizierungsanbieter im Markt, der in der Lage ist, Produkte gegen mehr als 500 nationale Wasserstandards zu testen und zu zertifizieren, was sowohl die Effizienz als auch die Bereitschaft für den harmonisierten EU-Standard erhöht.“

Die erweiterten internen Fähigkeiten stärken NSF als europäischen Marktführer in der Wasserzertifizierungsbranche. Hersteller haben nun Zugang zu mehrsprachigen Account Managern in ganz Europa. Platt betonte die Übereinstimmung zwischen dem kommenden EU-Trinkwasserrichtlinienstandard und dem aktuellen UBA-Standard und merkte an: „Hersteller mit UBA-Zertifizierungserfahrung werden einen erheblichen Vorteil haben, wenn die Branche zum neuen harmonisierten EU-Standard übergeht.“

NSFs Erreichung der UBA-Akkreditierung in Kombination mit seiner erweiterten europäischen Präsenz bekräftigt sein Engagement für Wassersicherheit und Qualitätsverbesserung in der Wasserindustrie. Während sich der europäische Wasserproduktmarkt weiterentwickelt, steht NSF bereit, Hersteller bei der Erfüllung höchster Qualitäts- und Compliance-Standards zu unterstützen.

Für weitere Informationen über die UBA-Zertifizierung und den zukünftigen harmonisierten EU-Standard besuchen Sie NSF auf den kommenden Aquatech- und ISH-Messen oder auf https://www.nsf.org/

Mehr Informationen zum kommenden EU-Trinkwasserrichtlinienstandard: https://www.nsf.org/de/de/wasser-systeme/regional-zertifizierung-zulassungen/europaeisch-zulassungen-zertifizierungen/europaeisch-trinkwasser-richtlinie-twr-harmonisiert-normen

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Beim Strohhause 17
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Über NSF:
NSF ist eine unabhängige, globale Dienstleistungsorganisation, die sich seit mehr als 80 Jahren der Verbesserung der Gesundheit von Mensch und Planet widmet. Wir entwickeln öffentliche Gesundheitsstandards und bieten erstklassige Test-, Inspektions-, Zertifizierungs-, Beratungs- und digitale Lösungen für die Lebensmittel-, Ernährungs-, Wasser-, Biowissenschafts- und Konsumgüterindustrie. NSF betreut 40.000 Kunden in 110 Ländern und ist ein Collaborating Center der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Lebensmittelsicherheit, Wasserqualität und Sicherheit von Medizinprodukten.

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RIWA-Rijn – Jahresbericht 2022: Wasserqualität des Rheins verfehlt die Ziele

Mehr als 60 Stoffe überschritten die Zielwerte im Jahr 2022

BildEs muss mehr getan werden, um die Wasserqualität des Rheins zu verbessern. So plädiert RIWA-Rijn, der Verband der Trinkwasserunternehmen, die Oberflächenwasser aus dem Rhein für die Trinkwasseraufbereitung nutzen, in seinem Jahresbericht 2022. Auch im Jahr 2022 wurden im Rhein Dutzende von Stoffen in Konzentrationen nachgewiesen, die über den Zielwerten des European River Memorandum (ERM) liegen, z. B. gibt es mehr Industriechemikalien und Arzneimittelrückstände im Rheinwasser, was von den Trinkwasserversorgern zunehmende Aufbereitungsaufwand erfordert.

RIWA-Rijn sieht einen steigenden Bedarf nach Trinkwasser in den Niederlanden. Zu diesem Zweck erkunden die Trinkwasserversorger neue Entnahmestellen im Rheineinzugsgebiet. Die Wasserqualität des Rheins wird damit für die niederländische Trinkwasserversorgung noch wichtiger als sie es schon immer war.

Bewertung anhand von Zielvorgaben zeigt zu wenig Verbesserung
RIWA-Rijn prüft die Wasserqualität des Rheins im Hinblick auf drei Ziele: die Zielwerte des European River Memorandum (ERM), Artikel 7.3 der Wasserrahmenrichtlinie und das 30%ige Reduktionsziel der Rheinministerkonferenz. Das European River Memorandum legt die Zielwerte für die Wasserqualität so fest, dass die Trinkwasserversorger mit einfachen natürlichen Reinigungsverfahren sauberes und gesundes Trinkwasser herstellen können. Mehr als 60 Stoffe haben diese Zielwerte im Jahr 2022 überschritten.

Mit dem Index der Aufbereitungsaufgabe prüfen wir das Ziel von Artikel 7.3 der Wasserrahmenrichtlinie für Rheinwasser, nämlich „um eine Verschlechterung ihrer Qualität zu verhindern und so den für die Gewinnung von Trinkwasser erforderlichen Umfang der Aufbereitung zu verringern“. Der Aufbereitungsaufgabe zeigt in Lobith und an den Entnahmestellen weiterhin eine steigende Tendenz. Während der Indexwert in Lobith unter dem Höchstwert von 2021 liegt, waren die Indexwerte an den Entnahmestellen ausnahmslos höher als im Vorjahr. Dies bedeutet, dass die Wasserversorger ihren Aufbereitungsaufwand nicht, wie in der Wasserrahmenrichtlinie vorgesehen, reduzieren können.

Industriechemikalien und Arzneimittelrückstände
Im Jahr 2020 hat die Rhein-Ministerkonferenz das Ziel festgelegt, dass die Einleitungen von Stoffen in den Rhein bis 2040 um 30 % reduziert werden sollen. Stoffe, deren Einträge im Durchschnitt um 1,5 % oder mehr pro Jahr abnehmen, werden die angestrebte Reduzierung um 30 % in 20 Jahren erreichen. Von den 56 Stoffen, die bewertet werden konnten, zeigt sich, dass bei mehr als ein Drittel (21 Stoffe) die Frachten nicht ausreichend abnehmen oder sogar zunehmen.

Die am häufigsten vorkommenden Stoffgruppen sind Industriechemikalien (14 Stoffe) und Arzneimittelrückstände (25 Stoffe). In der ersten Gruppe sticht Hexa(methoxymethyl)-melamin (HMMM) mit einem Anstieg von 80 % pro Jahr seit 2018 besonders hervor. HMMM wird u.a. bei der (Herstellung von) Autoreifen verwendet. Unter den Arzneimittelrückständen finden wir weiterhin große Mengen an Kontrastmitteln (sowohl Röntgen- als auch MRT-Kontrastmittel), aber auch viele Schmerzmittel und blutdrucksenkende Mittel.

Weitere Maßnahmen erforderlich
Um die gesetzten Ziele zu erreichen, sind weitere Maßnahmen erforderlich. So erfordert beispielsweise die Verringerung der industriellen Einleitungen strengere Auflagen in den Einleitungsgenehmigungen. Den Auswirkungen auf die Trinkwasserfunktion des flussabwärts gelegenen Flusses wird oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Für die meisten Arzneimittelrückstände kann die Behandlung von Haushaltsabwässern durch die Einführung einer 4e Reinigungsstufe verbessert werden. Außerdem lassen sich Kontrastmittel gut mit Urinbeuteln auffangen. Einige Krankenhäuser in den Niederlanden haben bereits damit begonnen diese auszugeben.

Wachsende Trinkwassernachfrage, Versorgungssicherheit unter Druck
Wetterextreme infolge des Klimawandels, zunehmende Umweltverschmutzung und eine wachsende Bevölkerung tragen dazu bei, die künftige Versorgungssicherheit zu gefährden. Um dem entgegenzuwirken, erkunden die Wasserversorgungsunternehmen neue Fördergebiete, von denen viele im Rheineinzugsgebiet liegen. Dabei ist es wichtig, dass neue Standorte rechtzeitig ausgewiesen, geschützt und genehmigt werden. Das Ministerium für I&W arbeitet auch an neuen, vielfältigen Trinkwasserquellen und sieht das IJsselmeer als nationalen Wasserspeicher. Es ist wichtig zu wissen, dass Flusswasser, das als Trinkwasser verwendet wird, nicht „weg“ ist, sondern über die Abwasserbehandlung wieder in das Wassersystem zurückfließt.

Dazu RIWA-Rijn Direktor Gerard Stroomberg: „Unser Jahresbericht ist eine Scorekarte für Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität des Rheins, und das Ergebnis stimmt nicht optimistisch. Und dass, obwohl der wachsende Trinkwasserbedarf in den Niederlanden die Wasserqualität des Rheins für die niederländische Trinkwasserversorgung noch wichtiger macht, als sie es schon immer war.“

Weblinks:

– Sie können den RIWA-Rijn-Jahresbericht 2021 hier herunterladen: https://www.riwa-rijn.org/de/riwa-rijnpublikationen/?filter=1177

– Der thematische Bericht von RIWA-Rijn über die Entwicklung der Anforderungen an den Behandlungsaufwand für Wasserversorgungsunternehmen entlang des Rheins kann hier abgerufen werden: https://www.riwa-rijn.org/en/publicatie/removal-requirement-and-purification-treatment-effort-for-the-dutch-rhine-water-from-2000-2018-2/

– Die deutsche Fassung des European River Memorandum (ERM) kann hier heruntergeladen werden: https://www.riwa-rijn.org/de/riwa-rijn-de/european-river-memorandum-2/

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RIWA-Rijn
Herr Gerard Stroomberg
Groenendael 6
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Über RIWA-Rijn: In den Niederlanden sind 5 Millionen Menschen auf den Rhein als Trinkwasserquelle angewiesen. RIWA-Rijn, der Verband der niederländischen Rheinwasserwerke, ist ein Wissenszentrum und Interessenvertreter für die angeschlossenen Trinkwasserwerke im niederländischen Rheineinzugsgebiet. RIWA-Rijn setzt sich national und international für eine gute Qualität des Rheinwassers ein, damit daraus mit natürlichen, einfachen Aufbereitungsmethoden sauberes und gesundes Trinkwasser gewonnen werden kann. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelt, sammelt und verbreitet RIWA-Rijn Kenntnisse im Rheineinzugsgebiet und in Europa. RIWA-Rijn kooperiert mit 120 Trinkwasserunternehmen aus den sechs Rheinanliegerstaaten Deutschland, Frankreich, Schweiz, Liechtenstein, Österreich und den Niederlanden in der Internationale Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet (IAWR).

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