Tag Archives: Zollpolitik

Wirtschaft

Nach Trumps Zollschock: Kupferpreis steigt zweistellig!

Überraschend kündigte US-Präsident Trump gestern Abend an, eine Importzoll von 50% auf Kupfer erheben zu wollen. Der Preis des roten Metalls reagierte sofort und heftig.

BildUm mehr als 10% schoss der Kupferpreis am gestrigen Dienstag nach oben, nachdem bekannt wurde, dass US-Präsident Trump in Kürze Zölle in Höhe von 50% auf Kupfereinfuhren in die USA implementieren könnte. Diese Äußerung führte zu einem Kaufrausch in den USA und zu globalen Lieferängsten.

Nur wenige Minuten nach der Ankündigung explodierte der Preis für das rote Metall und schoss um 11% auf ein zwischenzeitliches Hoch bei 5,896 USD pro Pfund. Aktuell kostet ein Pfund Kupfer bereits wieder rund 5,70 USD, nachdem zunächst ein leichter Rückgang zu beobachten war.

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Wirtschaft

Aufholjagd begonnen? Silber bricht massiv aus!

Silber ist dem großen Bruder Gold lange hinterher gelaufen. Jetzt aber setzt das Edel- und Industriemetall offenbar zum Sprung an!

BildFängt Silber jetzt an, zum Goldpreis aufzuschließen? Am gestrigen Donnerstag jedenfalls kostete eine Unze des sowohl als Edel- als auch Industriemetall verwendeten Rohstoffstoffs erstmals seit 13 Jahren mehr als 36 US-Dollar. Und auch heute, zu Beginn des europäischen Handels ist Silber nach einem kurzen Rücksetzer wieder über diese Marke geklettert!

Marktbeobachtern zufolge ist der rasante Anstieg der auf mehrere Faktoren zurückzuführen: charttechnische Entwicklungen, verbesserte fundamentale Aussichten und ein steigendes Interesse von Seiten der Anleger. So glaubt man bei der deutschen Heareus beispielsweise, dass Silber sich nun daran machen wird, den Abstand zum bereits seit Langem im Aufwind befindlichen großen Bruder Gold zu verringern. Das deute darauf hin, dass momentumgetriebene Anleger nun in Silber umschichten, hieß es weiter.

Schließt Silber also jetzt die Lücke?

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Silber dürfte seit Jahren nicht gesehene Höhen erreichen

Auch wenn kurzfristig einige Volatilität zu erwarten ist, erwarten Experten doch, dass der Silberpreis weiter steigt – und zwar deutlich!

BildAuch wenn der Silberpreis seit Jahresbeginn um rund 13% gestiegen ist, bleibt das Edel- und Industriemetall damit doch deutlich hinter dem Goldpreis zurück, der im gleichen Zeitraum fast 27% an Wert gewann. Anleger betrachten angesichts der weltweiten Unsicherheit an den Aktien- und Finanzmärkten das gelbe Metall dann doch als den Sicheren Hafen. Die Experten des Silver Institute sind dennoch der Ansicht, dass Silber sich gut entwickeln wird, da eine robuste Nachfrage aus der Industrie auf ein sinkendes Angebot treffe.

Das Silver Institute hatte gestern seine 2025 Silver Survey veröffentlicht, in der man davon ausgeht, dass das Edelmetall auf Jahressicht zum fünften Mal in Folge ein Angebotsdefizit ausbilden wird – wenn auch das niedrigste der vergangenen vier Jahren. In dem Bericht wird das Defizit im Silbermarkt auf 117 Mio. Unzen geschätzt. Man rechnet mit einem leichten Nachfragerückgang auf 1,148 Mrd. Unzen, während davon ausgegangen wird, dass das Gesamtangebot auf Grund steigender Minenproduktion um 1,5% zulegt.

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Neue Zyklushochs voraus: Silber dürfte seit Jahren nicht gesehene Höhen erreichen

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Minen-Milliardär Eric Sprott erwartet massive Rallye am Silbermarkt

Der legendäre Investor und Bergbaumilliardär Eric Sprott erwartet einen drastische Silberpreisrallye – zumindest langfristig.

BildDer kanadische Investor und Milliardär Eric Sprott hat vor allem im Bergbausektor einen guten Namen, denn die von ihm verwalteten Fonds kaufen physische Rohstoffe und investieren auch in die risikoreichen Explorer und die Minenentwickler. Innerhalb des Rohstoffsektors hat Eric Sprott eine bekannte Schwäche: Er ist extrem bullisch für Silber und erwartet für das weiße Metall schon bald einen kräftigen Preisanstieg.

Kürzlich ließ sich Eric Sprott deshalb mit dem Ausspruch zitieren: „Silber wird in die Höhe schießen. Seien Sie positioniert, bevor die Menge es bemerkt.“ Aktuell wird die Feinunze Silber je nach Tageskurs zu Preisen um 34 US-Dollar gehandelt. Obwohl das Silber damit im langjährigen Vergleich auf einem recht hohen Niveau notiert, hält Eric Sprott die aktuellen Kurse für eine „historische Fehlbewertung“.

Kurzfristig mag es scheinen, als seien Investoren wie Eric Sprott Träumer, denn seit US-Präsident Donald Trump in dieser Woche versichert hat, dass das Silber, wie die anderen Edelmetalle Gold, Platin und Palladium nicht von seinen Zöllen betroffen sind, tendieren die Preise für Gold und Silber deutlich gen Süden. Das Motiv, Silber jetzt zu kaufen, und sich physisch ausliefern zu lassen, weil man Angst hatte, dass es schon bald mit hohen Zöllen belegt werden könnte, hat ausgedient. Es fällt als kurzfristiger Preistreiber nun aus.

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Donald Trumps Verhandlungstaktik: Kalkulierter Wahnsinn oder strategische Meisterleistung?

Donald Trump verkündet seine neuen Zölle und erinnert mit seiner Tafel an Mose mit den 10 Geboten

BildWenn Donald Trump am Rednerpult steht, dann kann man sich auf eine Sache verlassen: Es wird theatralisch. So auch am 2. April 2025, als er in einer groß inszenierten Rede seine neuesten Zollmaßnahmen verkündete. Eine riesige Tafel mit den neuen Zollsätzen, in ihrer Optik an die zehn Gebote erinnernd, stand dabei im Zentrum der Inszenierung. Ein Bild, das sich in die Köpfe einbrennen sollte – geschrieben bleibt eben bestehen.

Doch ist diese Zollpolitik einfach nur das impulsive Handeln eines selbstverliebten, machthungrigen Präsidenten, oder steckt mehr dahinter? Viele Kritiker neigen zur ersten Deutung. Schließlich schreibt sich Trump gerne das Image eines genialen Geschäftsmanns zu, was er unter anderem mit seinem Buch _The Art of the Deal_ unterstreichen will – ein Buch, das er wohlgemerkt nicht einmal selbst geschrieben hat. Doch stellen wir uns einmal vor, dass dieselbe Maßnahme nicht von Trump, sondern von einem Abraham Lincoln, der als herausragender Rhetoriker und Stratege, bekannt für seine geschickten politischen Manöver und tiefgehenden Analysen oder einem Franklin D. Roosevelt, der als Meister der Krisenkommunikation in die Geschichte einging, gekommen wäre. Plötzlich würde jeder hinterfragen, was der eigentliche strategische Plan ist.

Trump mag ein Meister der Inszenierung sein, doch aus der Sicht eines Profis für Rhetorik und Verhandlungstechnik lassen sich in seinem Vorgehen auch klare Verhandlungsstrategien erkennen. Ob diese bewusst eingesetzt wurde, darüber kann man allerdings spekulieren.

1. Die Opferrolle inszenieren

Im Vorfeld seiner Ankündigung betonte Trump immer wieder die vermeintliche Ungerechtigkeit im Welthandel. Die USA würden mehr importieren als exportieren und seien bei Zöllen benachteiligt. Ein Beispiel dafür ist der Automobilsektor: Während die EU auf importierte US-Fahrzeuge einen Zoll von 10 % erhebt, verlangt die USA für europäische Autos lediglich 2,5 %. Trump nutzt solche Ungleichgewichte rhetorisch geschickt, um seine Maßnahmen als Notwehr darzustellen. Dieses Muster ist nicht neu – das Opfer-Narrativ ist ein bewährtes Mittel, um Handlungsdruck zu erzeugen und eigene Maßnahmen als legitime Gegenwehr zu präsentieren.

Diese Argumentationsstrategie hat eine klare Wirkung: Sie schafft eine einfache Erzählung für seine Wählerbasis. Die „starken Amerikaner“, die „unfair behandelt“ werden, brauchen jemanden, der sich für sie einsetzt – und Trump inszeniert sich als genau diesen Beschützer. Dass der internationale Handel weitaus komplexer ist und die Handelsbilanz nicht nur durch Zölle beeinflusst wird, bleibt dabei nebensächlich.

2. Die Strategie der unterschiedlichen Zölle

Trump setzte nicht einfach pauschale Strafzölle fest, sondern wählte für jedes Land unterschiedliche Sätze. Diese Varianz sollte den Eindruck erwecken, dass jeder einzelne Wert detailliert kalkuliert und strategisch begründet wurde.

Ein Beispiel: Während für bestimmte chinesische Produkte Strafzölle von 25 % verhängt wurden, waren es bei europäischen Waren 10 %, bei japanischen Importen wiederum andere Werte. Diese unterschiedlichen Sätze sollten den Eindruck erwecken, dass sie das Ergebnis präziser Berechnungen und wirtschaftlicher Analysen sind. Tatsächlich geht es dabei weniger um tatsächliche Kalkulationen als um den psychologischen Effekt: Wer einen strukturierten Plan präsentiert, wird ernster genommen. Dies verstärkt das Image eines entschlossenen, strategischen Verhandlers – auch wenn die Maßnahmen in Wahrheit nicht unbedingt rational begründet sind. Vergleichbar ist dies mit einer Preisverhandlung im Business wo der clevere Verkäufer auch keine pauschalen Rabatte gibt, sondern im Produktbereich A 2,4% anbietet, und im Produktbereich B über 1,9 % verhandelt.

3. Überzogene Forderungen als Druckmittel

Die extrem hohen Zölle sind bewusst drastisch angesetzt. Der Zweck? Die betroffenen Länder sollen von Anfang an spüren, dass sie in der Defensive sind und sich um eine Verhandlung bemühen müssen. Dies ist eine klassische Verhandlungstaktik, um den Gegner unter Zugzwang zu setzen.

Diese Strategie wird häufig in der Geschäftswelt genutzt. Ein Verkäufer, der einen unrealistisch hohen Preis für ein Produkt ansetzt, kann später großzügige Rabatte gewähren – die dem Käufer als großer Gewinn erscheinen, obwohl der Endpreis von Anfang an so geplant war. Trump überträgt dieses Prinzip auf die Weltpolitik: Durch die radikalen Zölle zwingt er seine Verhandlungspartner, aktiv eine Lösung zu suchen – und sich letztlich auf Kompromisse einzulassen, die sie sonst möglicherweise nicht akzeptiert hätten.

4. Der Ankereffekt: Die erste Zahl dominiert die Verhandlung

In der Verhandlungspsychologie gibt es ein Prinzip: Wer den ersten Wert nennt, bestimmt den Rahmen der Verhandlung. Vergleichbar mit dem Schiff das vor Anker liegt und sich nur noch sehr eingeschränkt bewegen kann.

Selbst wenn dieser Wert völlig übertrieben ist, wird sich die weitere Diskussion unbewusst um diesen Bezugspunkt drehen.

Trump hat diesen Effekt meisterhaft genutzt, indem er völlig unrealistisch hohe Zölle in den Raum stellte, die später heruntergehandelt werden können. Dies zwingt die Gegenseite, sich mit überzogenen Ausgangswerten zu beschäftigen und mögliche Lösungen innerhalb dieses gesetzten Rahmens zu suchen.

Der Ankereffekt funktioniert so gut, weil Menschen dazu neigen, sich an den ersten genannten Zahlen zu orientieren – selbst wenn diese objektiv betrachtet absurd sind. Trump nutzt dies gezielt, um das Spielfeld in seinen Verhandlungen zu definieren.

5. Druck aufbauen, bevor die Verhandlung beginnt

Kaum war die Maßnahme verkündet, folgte das nächste Manöver: Trump zeigte sich „offen für Verhandlungen“. Natürlich nur unter der Voraussetzung eines „fantastischen Angebots“ seitens der betroffenen Länder.

Die Botschaft dahinter ist klar: Wer mit ihm verhandeln will, muss bereit sein, substanzielle Zugeständnisse zu machen. Das Prinzip der _Reziprozität, _ist ein klassisches und auch legitimes Werkzeug in Verhandlungen. Ich gebe Dir was wenn Du mir was gibst.

Trump treibt diese Taktik jedoch auf die Spitze mit dem Ziel, den Gegner schon vor Beginn der Gespräche aus der Reserve zu locken.

Diese Vorgehensweise schafft nicht nur Verhandlungsvorteile, sondern beeinflusst auch die öffentliche Wahrnehmung. Trump kann sich als kompromissbereiter Staatsmann inszenieren, der sich zwar hart gibt, aber zu „fairen“ Lösungen bereit ist – wenn die andere Seite sich genug bewegt.

Fazit: Der Zweck heiligt die Mittel?

Die traurige Wahrheit ist, dass diese Strategie für ihn und die USA bereits mehrfach funktioniert hat. Sein Motto scheint zu sein: _Der Zweck heiligt die Mittel_. Sicher ist, dass dieser Handelskonflikt unberechenbar bleibt. Doch eines steht fest: Es gibt kaum etwas Schwierigeres, als mit einem mächtigen, aber unberechenbaren Verhandlungspartner ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Ob Trumps Taktik langfristig Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass seine Strategie weit mehr ist als bloße Willkür. Sie folgt einem klaren Muster – einem Muster, das in der Geschäftswelt gang und gäbe ist, aber in der Weltpolitik für erhebliche Unsicherheiten sorgt.

Michael Kienzle Rhetorik- & Verhandlungscoach – www.Kienzle.eu

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Wurde im Jahr 2000 gegründet und hat sich spezialisiert auf das Thema: Überzeugende Expertenrhetorik

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