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Kunst: Marita Vollborn verweigert Ausstellung von „ARES“ in den USA

Die deutsche Bildhauerin und Journalistin Marita Vollborn will ihre auf der Chianciano Biennale 2026 vorgestellte Bronzeskulptur „ARES“ vorerst nicht in den Vereinigten Staaten ausstellen.

BildSie begründete dies mit dem Zustand der demokratischen Kontrollmechanismen unter US-Präsident Donald Trump. Solange die Checks and Balances nicht wieder verlässlich funktionierten und Reisen für kritische Stimmen nicht vorhersehbar sicher seien, konzentriere sie sich auf europäische und internationale Plattformen.

Die Entscheidung wird in der aktuellen Folge des RTL+-Formats „Diagnose Deutschland“ thematisiert. Zwei KI-Moderatoren diskutieren darin über die politische Dimension der Weigerung. Vollborn ist Selected Artist der Chianciano Biennale 2026 in der Toskana, wo „ARES“ vom 15. bis 29. August ausgestellt wird.

Die 2015 entstandene Skulptur ist nach dem griechischen Kriegsgott benannt und setzt sich mit Militarismus, Gewalt und der Profitorientierung hinter Konflikten auseinander. Vollborn betonte in Interviews, es handele sich nicht um einen Boykott aus Feindschaft, sondern um eine bewusste Entscheidung aus Prinzip. Die Wahl des amerikanischen Präsidenten durch die Wähler respektiere sie; die Aushöhlung institutioneller Kontrollen akzeptiere sie jedoch nicht.

Vollborn, 1965 in Erfurt geboren, arbeitet seit 2010 intensiv als Bildhauerin. Ihr Projekt „Sinn und Scherben“ umfasst zahlreiche Arbeiten in Ton und Bronze. Neben der künstlerischen Tätigkeit ist sie als Wissenschafts- und Wirtschaftsjournalistin sowie Autorin tätig.

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X-Press Journalistenbüro GbR
Herr Vlad Georgescu
Schimmbadstr. 29
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UFOs: Neues Sachbuch liefert fundierte Hintergründe

Ein neues Sachbuch gibt einen fakten- und wissenschaftsbasierten Einblick in die Geschichte, Hintergründe u. wissenschaftliche Erforschung von unidentifizierten Flugobjekten, kurz UFOs.

BildSaarbrücken – Während das Thema UFOs bzw. UAPs („Unidentified Anomalous Phenomena“) zunehmend Gegenstand offizieller Untersuchungen, parlamentarischer Anhörungen und wissenschaftlicher Debatten wird, erscheint mit „UFO – Ein Sachbuch“ ein neues deutschsprachiges Werk, das das Thema faktenbasiert und quellenbasiert aufarbeitet. Eine wissenschaftsjournalistische Einführung ins Thema.

Autor ist der Wissenschaftsjournalist und Herausgeber des Nachrichtenportals www.grewi.de, Andreas Müller. Das 332 Seiten umfassende Buch versteht sich ausdrücklich nicht als spekulative Darstellung, sondern als journalistisch-wissenschaftliche Bestandsaufnahme zur Historie, Phänomenologie und Erforschung unidentifizierter Flugobjekte und anomaler Luftraumphänomene.

Unter dem Untertitel _“Daten, Fakten und Hintergründe zur Historie, Phänomenologie und wissenschaftlichen Erforschung von unidentifizierten Flugobjekten und anomalen Phänomenen im Luftraum“_ behandelt das Werk unter anderem historische Sichtungsberichte, militärische und zivile Untersuchungen, staatliche UFO-Programme sowie aktuelle wissenschaftliche Studien und Messdaten.

Im Mittelpunkt stehen überprüfbare Informationen und dokumentierte Quellen. Thematisiert werden unter anderem folgende Fragen:

Seit wann werden UFOs dokumentiert? Welche Staaten haben UFO-Akten geführt oder freigegeben? Welche Eigenschaften werden den beobachteten Phänomenen zugeschrieben? Welche bekannten natürlichen, technischen oder astronomischen Erklärungen existieren? Und warum existiert in Deutschland bislang keine institutionalisierte staatliche UFO-Forschung?

Das Buch greift dabei auch die jüngsten Entwicklungen in den USA auf, wo das Thema UAPs inzwischen regelmäßig Gegenstand offizieller Pentagon-Berichte, Anhörungen im US-Kongress sowie Aussagen ehemaliger Geheimdienst- und Militärangehöriger ist. Selbst ehemalige US-Präsidenten haben öffentlich bestätigt, dass es dokumentierte Phänomene gibt, die bislang nicht abschließend erklärt werden konnten.

Nicht zuletzt hat US-Präsident Donald Trump jüngst angekündigt, schon „sehr, sehr bald“ die US-UFO-Akten veröffentlichen zu wollen.

Spätestens dann braucht es einen journalistische faktenbasierte Bewertung und Einschätzung dieser Informationen und Materialien jenseits von Schwurbel, Fake-News und Verschwörungsnarrativen. „UFO – Ein Sachbuch“ liefert diese Grundlage.

Besonderen Wert legt die Publikation auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Mehr als 447 Quellenangaben, Kommentare und Verweise ermöglichen eine eigenständige Vertiefung. Ergänzt wird das Buch durch über 150 Abbildungen – darunter historische und moderne UFO-Fotografien mit Hintergrundinformationen. Zahlreiche QR-Codes führen direkt zu Originaldokumenten, Videos und weiterführenden Materialien.

Nach Angaben des Autors versteht sich das Buch zugleich als „Plädoyer für die wissenschaftliche Erforschung von UFOs und UAPs“. Ziel sei es, die oft emotional oder spekulativ geführte Debatte durch eine sachliche und quellenbasierte Betrachtung zu ergänzen.

_Mit seiner Expertise steht der Autor gerne auch Journalistinnen und Journalisten für weitere Informationen, Interviews, Sendebeiträge und/oder Podcasts zur Verfügung._

Bibliographische Angaben:
Andreas Müller
„UFO – Ein Sachbuch“
332 Seiten, zahlreiche Abbildungen
GreWi/BOD, 2026
ISBN: 978-3695719556

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Andreas Müller
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Andreas Müller ist Wissenschaftsjournalist (Fachgebiet Anomalistik), Herausgeber des Nachrichtenportals www.grewi.de und Autor der Buchreihe „Deutschlands UFO-Akten“.
Er ist zudem assoziiertes Mitglied am „Interdiziplinären Forschungszentrum für Extratetrrestrik“ (IFEX), an dem an der Universität Würzburg neben Raumfahrttechnologien auch UFOs/UAPs wisenschaftlich erforscht werden.

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Merz, Trump und die Frage: Warum Spitzenpolitik mehr Verhandlungskompetenz braucht

Das deutsche Problem? Es werden Dinge gesagt und entschieden, bei denen sich viele Wähler nur noch fragen: Wer hat das eigentlich zu Ende gedacht?

BildStellen wir uns einmal vor, ein Handwerker möchte einen Betrieb übernehmen. Dann reicht es nicht, dass er sympathisch ist. Es reicht auch nicht, dass er gut reden kann oder dass ihn viele Menschen mögen. In vielen Bereichen braucht er einen Meisterbrief, Qualifikationen, Erfahrung und den Nachweis, dass er sein Handwerk versteht.

Wer einen LKW fahren will, braucht einen Führerschein. Wer Maschinen bedient, braucht Unterweisungen. Wer Mitarbeiter führt, wird in der Wirtschaft früher oder später daran gemessen, ob er Ergebnisse liefert.

Und jetzt stellen wir uns eine andere Situation vor: Jemand möchte politische Verantwortung übernehmen.

Dafür braucht er keine berufliche Qualifikation. Kein Zertifikat für strategische Kommunikation. Keinen Beleg dafür, dass er komplexe Zusammenhänge nicht nur versteht, sondern auch verständlich vermitteln kann. Keine Prüfung in Empathie, Wirkung , Verhandlungskompetenz oder Führung.

Am Ende braucht er vor allem eines: eine politische Mehrheit.

Natürlich ist Demokratie ein hohes Gut. Und selbstverständlich fordere ich nicht, dass politische Ämter künftig nur noch nach irgendeinem Eignungstest vergeben werden. Aber die Frage muss doch erlaubt sein: Warum erwarten wir von Unternehmern, Handwerkern, Führungskräften und Verkäufern ständig Weiterbildung, Qualifikation und messbare Ergebnisse, während die wichtigsten Positionen im Land oft ohne erkennbaren Fähigkeitsnachweis, in genau den Bereichen ausgeübt werden, die über Wohlstand, Sicherheit und internationale Wirkung entscheiden?

Ich bin mit vielen Unternehmerinnen und Unternehmern im Austausch. Mit Menschen, die jeden Tag Verantwortung tragen. Die Mitarbeiter führen, Kunden gewinnen, Investitionen abwägen, Risiken tragen und am Ende für ihre Entscheidungen geradestehen müssen. Und ich höre immer häufiger denselben Satz: „Ich verstehe die Politik einfach nicht mehr.“

Das ist kein pauschales Politik-Bashing. Es ist eher eine Mischung aus Kopfschütteln, Ohnmacht und Entfremdung.

Viele Unternehmer können sich mit der Art, wie politisch entschieden, kommuniziert und erklärt wird, schlicht nicht mehr identifizieren. Nicht, weil sie glauben, dass alles einfach wäre. Im Gegenteil. Unternehmer wissen sehr genau, wie komplex Entscheidungen sein können. Aber sie wissen auch: Komplexität entbindet nicht von Verantwortung.

Genau darum geht es mir. Nicht um Parteipolitik. Nicht um billige Empörung. Sondern um eine Beobachtung, die mich als Unternehmer, Trainer und Verhandlungsprofi immer wieder irritiert: In der Wirtschaft würden viele politische Kommunikations- und Entscheidungsfehler sehr schnell analysiert, gecoacht oder sanktioniert. In der Politik werden sie oft erklärt, relativiert oder ausgesessen.

Nehmen wir die jüngsten Entwicklungen zwischen Deutschland und den USA. Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte öffentlich das Vorgehen der USA im Iran-Konflikt. US-Präsident Donald Trump reagierte darauf mit persönlichen Angriffen und kündigte Berichten zufolge den Abzug von rund 5.000 US-Soldaten aus Deutschland an.

Man kann über die politische Bewertung dieser Situation lange diskutieren. Wer hatte inhaltlich recht? War die Kritik berechtigt? War die Reaktion überzogen? Alles legitime Fragen.

Aus Sicht eines Kommunikations- und Verhandlungstrainers stelle ich aber zuerst eine andere Frage: Was war das Ziel dieser öffentlichen Kritik?

Denn genau das ist der Punkt, der in der öffentlichen Debatte oft zu kurz kommt. Kommunikation ist nicht automatisch gut, nur weil sie inhaltlich richtig gemeint ist. Wer öffentlich kritisiert, setzt eine Wirkung in Gang. Und wer einen Machtmenschen öffentlich kritisiert, darf nicht erwarten, dass dieser die Kritik demütig entgegennimmt, sich in Ruhe Gedanken macht und anschließend sein Verhalten überdenkt.

Das wäre schön.
Aber verhandlungstaktisch ist es naiv.

Jeder Unternehmer kennt solche Situationen. Wenn ich einen dominanten Kunden, Lieferanten oder Verhandlungspartner öffentlich bloßstelle, dann muss ich vorher wissen, welches Risiko ich eingehe. Will ich Applaus im eigenen Lager? Will ich ein Signal senden? Will ich tatsächlich Verhalten verändern? Oder will ich ein Ergebnis erreichen?

Das sind völlig unterschiedliche Ziele. Und sie brauchen völlig unterschiedliche Formen der Kommunikation.

In meinen Trainings sage ich immer wieder: Es gibt einen großen Unterschied zwischen Recht haben und Wirkung erzielen. Viele Menschen verwechseln Haltung mit Härte. Aber echte Führungsstärke zeigt sich nicht daran, dass ich möglichst laut austeile. Sie zeigt sich daran, dass ich mein Ziel erreiche, ohne unnötig Schaden zu verursachen.

In der Wirtschaft wäre eine solche Situation ein klassischer Fall für ein Führungskräfte-Coaching. Man würde sich nicht nur fragen, ob der Satz inhaltlich richtig war. Man würde fragen: Wer ist mein Gegenüber? Wie reagiert dieser Persönlichkeitstyp unter öffentlichem Druck? Welche Bühne ist die richtige? Welche Formulierung bringt mich dem gewünschten Ergebnis näher? Und welche Formulierung bringt mir zwar Applaus, kostet mich aber Einfluss?

Genau das ist professionelle Kommunikation. Sie beginnt nicht beim Satz, sondern beim Ziel.

Und damit sind wir beim eigentlichen Problem: Deutschland gibt jedes Jahr sehr viel Geld für externe Beratung aus, trotzdem wirken manche Entscheidungen und Auftritte immer wieder erstaunlich unprofessionell. Nach Berichten über einen Bericht des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss lagen die Ausgaben der Bundesministerien für externe Beratungsleistungen im Jahr 2024 bei rund 182,2 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es sogar knapp 240 Millionen Euro.

Bitte nicht falsch verstehen: Beratung ist nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil. Gute Beratung kann enorm wertvoll sein. Aber wenn ein Unternehmen Millionen für Beratung ausgibt und trotzdem immer wieder strategisch unklug entscheidet oder kommuniziert, dann würde irgendwann jemand im Raum sitzen und fragen: Sagt mal, kommt diese Beratung eigentlich auch irgendwo in der Führung an?

In der Wirtschaft zählt am Ende nicht, wie viele Berater im Raum waren. Es zählt, ob die Entscheidung besser wurde.

Ein zweites Beispiel ist die Energiepolitik. Deutschland hat Kernkraftwerke abgeschaltet, den Ausbau privater Photovoltaik erleichtert und private PV-Anlagen unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt, unter anderem durch den Nullsteuersatz bei der Umsatzsteuer.

Gleichzeitig erleben wir immer häufiger Situationen, in denen bei viel Sonne und geringer Nachfrage zu viel Strom im System ist. Dann entstehen negative Strompreise. Für viele Bürger wirkt das absurd: Erst werden PV-Anlagen gefördert, dann heißt es an sonnigen Tagen, die Einspeisung müsse reduziert werden oder Anlagen sollten im Extremfall vom Netz. Gleichzeitig muss überschüssiger Strom in bestimmten Marktsituationen abgegeben werden, teils zu negativen Preisen.

Da langt sich der normale Bürger eben an den Kopf.

Und ich kann das nachvollziehen.

Natürlich ist das Energiesystem hochkomplex. Natürlich hängt vieles an Netzstabilität, Speichern, Lastmanagement, europäischen Strommärkten und technischen Vorgaben. Und natürlich wäre es unseriös zu behaupten, die Lösung passe auf einen Bierdeckel.

Aber genau deshalb braucht es doch strategische Kompetenz.

Denn jeder Unternehmer weiß: Wenn ich ein System verändere, muss ich die Nebenwirkungen mitdenken. Wenn ich den Vertrieb ankurble, aber die Produktion nicht liefern kann, habe ich ein Problem. Wenn ich Marketing mache, aber der Kundenservice nicht erreichbar ist, habe ich ein Problem. Wenn ich Angebote schreibe, aber keine Nachfassstrategie habe, habe ich ein Problem.

Und wenn ich Stromerzeugung massiv ausbaue, aber Speicher, Netze, Flexibilität und Marktlogik nicht im gleichen Tempo mit entwickle, dann habe ich ebenfalls ein Problem.

Das ist keine Kritik an erneuerbaren Energien. Es ist eine Kritik an fehlender ganzheitlicher Umsetzung. Eine gute Idee ist eben noch keine gute Strategie. Und eine gute Strategie ist noch keine gute Umsetzung.

Genau daran scheitert vieles: nicht am guten Willen, sondern an der Umsetzungskompetenz.

In der Wirtschaft wäre die Bewertung relativ einfach. Wenn Führungskräfte dauerhaft schlechte Entscheidungen treffen, wenn sie Risiken falsch einschätzen, wenn sie Kommunikation ohne Ziel betreiben oder wenn sie zwar große Visionen verkünden, aber die Umsetzung nicht funktioniert, dann werden sie irgendwann ausgetauscht. Nicht immer sofort. Nicht immer gerecht. Aber irgendwann zählt das Ergebnis.

In der Politik ist das anders. Dort kann Verantwortung verteilt, Zuständigkeit verschoben und Komplexität als Erklärung genutzt werden. Und ja, viele Themen sind tatsächlich komplexer, als sie von außen wirken. Aber Komplexität darf keine Ausrede für fehlende Kompetenz sein.

Was mich besonders irritiert: Genau die Fähigkeiten, die in der Wirtschaft über Erfolg oder Scheitern entscheiden, werden in der Politik oft wie Nebensache behandelt. Empathie, Rhetorik, Verhandlungsgeschick, Typologieverständnis, strategische Kommunikation – all das sind keine weichen Faktoren. Das sind harte Erfolgsfaktoren.

Wer Menschen führen will, muss Menschen verstehen. Wer Interessen vertreten will, muss verhandeln können. Wer komplexe Entscheidungen durchsetzen will, muss erklären können, ohne zu belehren. Und wer international ernst genommen werden will, muss Wirkung erzeugen, ohne unnötig zu eskalieren.

Wenn ich mit Vertriebsleitern, Geschäftsführern oder Unternehmern arbeite, ist eine der ersten Fragen oft: Was soll nach dem Gespräch anders sein als davor?

Diese Frage klingt banal. Aber sie ist entscheidend.

Denn wer diese Frage nicht beantworten kann, sollte vielleicht noch nicht kommunizieren. Zumindest nicht öffentlich. Und schon gar nicht in einer Situation, in der jedes Wort wirtschaftliche, diplomatische oder gesellschaftliche Folgen haben kann.

In meinen Trainings mit Unternehmen geht es seit Jahren genau darum. Wie führe ich ein Gespräch, ohne mein Gegenüber zu verlieren? Wie vertrete ich klare Interessen, ohne unnötig Druck aufzubauen? Wie erkenne ich, was mein Gegenüber wirklich bewegt? Wie erreiche ich ein Ergebnis, von dem beide Seiten profitieren können?

Denn erfolgreiche Verhandlung bedeutet nicht: Ich gewinne, du verlierst. Erfolgreiche Verhandlung bedeutet, dass am Ende ein Ergebnis entsteht, das stabiler ist als der Konflikt davor.

Nehmen wir noch einmal das Beispiel negativer Strompreise. Wenn Deutschland in bestimmten Stunden Stromüberschüsse hat, stellt sich doch zumindest die Frage, ob man solche Situationen besser verhandeln, steuern oder vorbereiten könnte. Selbst wenn man Strom zeitweise kostenlos abgeben würde, statt für die Abnahme zu bezahlen, hätten Nachbarländer möglicherweise immer noch einen erheblichen Vorteil. Ob das in jedem konkreten Fall technisch, rechtlich oder marktwirtschaftlich möglich ist, steht auf einem anderen Blatt.

Aber genau deshalb braucht es Menschen, die solche Mechanismen nicht nur verwalten, sondern strategisch gestalten.

Und ja, ich gebe zu: Von außen betrachtet wirkt vieles einfacher, als es tatsächlich ist. Politik ist komplex. Internationale Beziehungen sind komplex. Energiepolitik ist komplex. Aber genau deshalb sollten die Menschen an der Spitze nicht weniger können müssen als Führungskräfte in der Wirtschaft.

Sie sollten mehr können.

Ein Unternehmer ohne Empathie verliert Mitarbeiter. Ein Verkäufer ohne Kommunikationskompetenz verliert Kunden. Ein Verhandler, der sein Gegenüber falsch einschätzt, verliert Ergebnisse. Ein Geschäftsführer, der Fehlentscheidungen nicht korrigiert, gefährdet sein Unternehmen.

Warum sollte das bei politischen Spitzenpositionen anders sein?

Vielleicht brauchen wir keinen Meisterbrief für Politiker. Aber wir brauchen ein anderes Bewusstsein dafür, welche Fähigkeiten politische Führung wirklich verlangt. Es reicht nicht, Wahlen zu gewinnen, Talkshows zu überstehen und Parteitage zu dominieren.

Wer ein Land führen will, muss mehr können als Macht organisieren. Er muss Menschen erreichen, Konflikte entschärfen, Interessen vertreten, Komplexität erklären und Entscheidungen so treffen, dass sie nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht sind.

Der Satz „Wer aufgehört hat, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“ gilt in der Wirtschaft jeden Tag. Für Unternehmer. Für Führungskräfte. Für Verkäufer. Für Handwerker. Für Experten.

Warum sollte er ausgerechnet für die Politik nicht gelten?

Mein Appell lautet deshalb: Liebe Politikerinnen und Politiker, Weiterbildung schadet nie.

Ein bisschen mehr Empathie. Ein bisschen mehr Verhandlungskompetenz. Ein bisschen mehr rhetorisches Bewusstsein. Ein bisschen mehr Verständnis dafür, wie Menschen ticken. Und vielleicht auch ein bisschen mehr Demut vor der Frage, ob die eigene Wirkung wirklich zur eigenen Absicht passt.

Deutschland hätte es verdient.

Denn am Ende gilt nicht nur im Business, sondern auch in der Politik:
Wer Menschen führen will, muss Menschen erreichen.

Und wer Menschen erreichen will, braucht mehr als ein Amt.

Er braucht Wirkung.

Michael Kienzle

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

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Herr Michael Kienzle
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Michael Kienzle ist Keynote Speaker, Trainer und Coach sowie Autor mit über 25 Jahren Erfahrung. Mit seiner Marke zielathische® Rhetorik macht er aus Fach-Experten überzeugende Redner, Führungskräfte oder Verkäufer. Über 50.000 Teilnehmer haben bereits von seinen Seminaren, Coachings und Videokursen profitiert.
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Grönland, Trump und der Gipfel von Washington

Grönland wird nicht „übernommen“, sondern schrittweise eingebunden: wirtschaftlich, militärisch, sicherheitspolitisch. Freiheitlich ist das nur, wenn Transparenz, Selbstbestimmung gewahrt bleiben.

BildWarum die Provokation Teil des Deals ist und was Deutschland jetzt klug tun muss
Grönland, Trump und der Gipfel von Washington

Die jüngsten Entwicklungen rund um Grönland verschärfen unsere Thesen, so dass es sich lohnt, das vollumfänglich näher zu betrachten. Der Grönland-Gipfel in Washington am 14.01.26 , flankiert von offenen Provokationen aus dem Weißen Haus, markiert eine neue Eskalationsstufe: rhetorisch laut, politisch kalkuliert, strategisch nicht überraschend.

Donald Trump agiert exakt so, wie man es von einem Dealmaker erwarten muss: Druck vor dem Gespräch, maximale Verhandlungsposition vor dem Gipfel, gleichzeitiges Austesten roter Linien. Wer diese Signale als impulsives Säbelrasseln missversteht, verkennt die Logik dahinter. Trump erhöht den Einsatz, nicht, weil er zwangsläufig eskalieren will, sondern weil er den Verhandlungsspielraum vergrößern möchte.

Die doppelte Provokation – bewusst gesetzt

Die Fotomontage des Weißen Hauses, die Grönland demonstrativ hinter dem Fenster des Oval Office zeigt, ist kein Zufall und kein Kommunikationsfehler. Sie ist ein symbolischer Besitzanspruch, adressiert an drei Zielgruppen zugleich: an Dänemark, an Europa und an die eigene Wählerschaft. Gleiches gilt für die Ankündigung eines republikanischen Kongressabgeordneten, ein Gesetz zur Annexion Grönlands einzubringen, wohl wissend, dass dieses politisch kaum eine Chance hat.

Diese Manöver erfüllen einen Zweck:
Sie verschieben den Diskursrahmen. Plötzlich wirkt ein „Kauf“, ein Sonderabkommen oder eine massive Ausweitung der US-Präsenz moderat, verglichen mit offener Annexion. Das ist klassische Deal-Taktik.

Gipfel mit Sprengkraft

Dass sich nun der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt mit US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance treffen, ist daher kein Zeichen der Schwäche Europas, sondern Ausdruck eines ernsten Versuchs, die Lage vor der Entgleisung einzufangen. Gleichzeitig zeigt Trumps Aussage, man werde Grönland _“auf die eine oder andere Weise bekommen“_, wie bewusst er mit dem Worst-Case-Szenario spielt.

Die Warnung der dänischen Ministerpräsidentin, ein Angriff auf Grönland würde faktisch das Ende der NATO bedeuten, ist keine Übertreibung. Ein solcher Schritt würde die gesamte Nachkriegsordnung infrage stellen und genau deshalb bleibt er extrem unwahrscheinlich. Aber: Dass Trump diese Möglichkeit rhetorisch offenhält, erhöht den Druck auf alle Beteiligten, irgendeine Form von Deal zuzulassen.

Grönlands klare Haltung – und Europas Dilemma

Bemerkenswert ist, dass Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen die NATO explizit zur Verteidigung Grönlands aufruft, als Teil des Königreichs Dänemark. Das ist ein klares Signal: Selbstbestimmung ja, aber keine Fremdbestimmung durch Washington. Die grönländische Ablehnung einer Übernahme ist real, tief verankert und politisch stabil.

Gleichzeitig offenbart die Krise ein europäisches Kernproblem: strategische Abhängigkeit. Europa pocht auf Völkerrecht, kann aber militärisch und infrastrukturell im Hohen Norden kaum eigene Substanz vorweisen. Dass Bundeskanzler Friedrich Merz auf Ausgleich setzt und Verständnis für amerikanische Sicherheitsbedenken äußert, ist daher kein Einknicken, sondern Realismus.

_Die Bewertung von Ingo Wendelken (WerteUnion Bremen):_

_Aus freiheitlicher und werteorientierter Sicht bleibt die Linie eindeutig:_
_- Kauf, Annexion oder ökonomischer Zwang sind klar abzulehnen._
_- Selbstbestimmung Grönlands und Souveränität Dänemarks sind nicht verhandelbar._

_Pragmatisch jedoch gilt ebenso:_
_Die sicherheitspolitischen Interessen der Vereinigten Staaten in der Arktis sind real. Russland und China agieren dort längst. Wer glaubt, man könne diese Dynamik ignorieren, lädt andere Mächte ein, Fakten zu schaffen._

Was Deutschland jetzt intelligent tun sollte

Die aktuelle Eskalation zeigt: Abwarten ist keine Option mehr.

Politisch klar, rhetorisch ruhig bleiben.
Deutschland sollte weiter unmissverständlich Völkerrecht und Bündnissolidarität betonen, ohne antiamerikanische Zuspitzung.

Teil der Lösung werden.
Nicht Zuschauer, sondern Mitgestalter: durch europäische Investitionen in arktische Infrastruktur, Forschung, Sicherheit und Rohstoffpartnerschaften.

US-Dominanz einhegen, nicht bekämpfen.
Amerikanische Präsenz wird bleiben. Die Frage ist, ob sie bilateral oder multilateraler, NATO-gebunden und transparent erfolgt.

Die aktuellen Provokationen aus Washington sind kein Vorbote eines militärischen Abenteuers, sondern Teil eines kalkulierten Verhandlungsspiels. Trump testet, wie weit er gehen kann und wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Für Deutschland liegt die kluge Antwort weder im Alarmismus noch in der Unterwerfung, sondern in selbstbewusster Mitgestaltung.

Oder anders gesagt:
_Wer den Deal nicht mitgestaltet, wird Teil des Deals._
_Freiheitlich zu denken heißt, Selbstbestimmung zu verteidigen. Werteorientiert zu handeln heißt, Bündnisse zu schützen. Und pragmatisch zu sein heißt, zu erkennen: In einer Welt der Machtpolitik gewinnt nicht der Moralischste, sondern derjenige, der vorbereitet ist. (Ingo Wendelken, 13.01.26)_

Grönland zwischen Deal, Druck und De-facto-Kontrolle

Eine geopolitische Lageanalyse (Stand Januar 2026)

Die erneute Debatte über Grönland ist kein politischer Exot und kein persönlicher Spleen einzelner Akteure, sondern Ausdruck einer grundlegenden Verschiebung globaler Machtachsen. Die Arktis ist vom Randgebiet zum strategischen Zentrum aufgestiegen: militärisch, wirtschaftlich und geopolitisch. Grönland steht dabei im Brennpunkt: dünn besiedelt, rohstoffreich, strategisch gelegen zwischen Nordamerika, Europa und Russland. Die Frage ist längst nicht mehr _ob_, sondern _wie_ die Vereinigten Staaten ihren Einfluss ausbauen.

1. Der formale Zugriff: Kauf und Referendum

Der offen diskutierte Kauf Grönlands wirkt spektakulär, ist aber politisch hochproblematisch. Sowohl die grönländische Bevölkerung als auch Dänemark lehnen einen Verkauf kategorisch ab. Selbst großzügige finanzielle Angebote ändern wenig an der Wahrnehmung, dass ein Verkauf koloniale Muster reproduziert. Ein Referendum über Unabhängigkeit ist zwar rechtlich möglich, politisch jedoch riskant. Zwar existiert ein wachsender Wunsch nach Loslösung von Dänemark, doch dieser speist sich primär aus Identitäts- und Autonomiefragen: nicht aus dem Wunsch, unter US-Hoheit zu geraten. Ein zweites Referendum über einen Anschluss oder eine Partnerschaft mit den USA würde sehr wahrscheinlich scheitern oder ein tief gespaltenes Land hinterlassen.

2. Das saubere Modell: Compact of Free Association

Das COFA-Modell, wie es die USA mit mehreren pazifischen Inselstaaten praktizieren, gilt als juristisch elegant. Grönland bliebe souverän, während Washington Verteidigung, Sicherheit und Teile der Außenpolitik übernimmt. Finanziell wäre dies für Grönland attraktiv, sicherheitspolitisch plausibel angesichts russischer und chinesischer Aktivitäten in der Arktis. Doch auch hier liegt das Problem im politischen Vertrauen: Viele Grönländer fürchten, dass wirtschaftliche Abhängigkeit langfristig faktische Fremdbestimmung bedeutet. Ohne vorherige vollständige Unabhängigkeit von Dänemark ist dieses Modell ohnehin nicht umsetzbar.

3. Die reale Machtfrage: Wirtschaftlicher Einfluss

Deutlich realistischer ist der Ausbau wirtschaftlicher Kontrolle. US-Unternehmen sichern sich Konzessionen für seltene Erden, Uran, Öl und Gas, investieren in Häfen, Flughäfen und Energieinfrastruktur. Diese Strategie ist völkerrechtlich sauber, politisch leise und hochwirksam. Wer die Lieferketten, Investitionen und Arbeitsplätze kontrolliert, beeinflusst politische Entscheidungen – ohne Flaggenwechsel. Genau hier liegt die größte Hebelwirkung der USA. Diese Option ist kompatibel mit nahezu allen anderen Szenarien und wird bereits seit Jahren umgesetzt.

4. Militärische Präsenz ohne Annexion

Die US-Präsenz auf Grönland, insbesondere rund um die Thule Air Base, existiert seit dem Kalten Krieg. Unter dem Deckmantel von NATO-Abkommen und Sicherheitskooperationen können die USA ihre militärischen Kapazitäten nahezu unbegrenzt ausbauen, ohne formell die Souveränität anzutasten. Für Europa ist das bequem: Die Verteidigung wird externalisiert, politische Verantwortung bleibt abstrakt. Für Washington ist es ideal: volle operative Kontrolle bei minimalem diplomatischem Preis.

5. Die Drohkulisse: Militärische Annexion

Die offene Erwähnung einer militärischen Option wirkt drastisch, ist aber strategisch eher Rhetorik als Planung. Eine Annexion würde einen direkten Konflikt mit der NATO auslösen, das Bündnis sprengen und die internationale Ordnung massiv beschädigen. Für einen Deal-orientierten Ansatz, wie ihn insbesondere Donald Trump bevorzugt, wäre dies kontraproduktiv. Die Option dient primär als Verhandlungsdruck und Signal an andere Akteure insbesondere Russland und China.

6. Der wahrscheinlichste Weg: Status quo plus

Am wahrscheinlichsten ist eine Kombination aus Status quo, verstärkter wirtschaftlicher Durchdringung und wachsender militärischer Präsenz. Formal bleibt Grönland Teil des dänischen Königreichs, real wächst die Abhängigkeit von den USA. Diese schrittweise Strategie vermeidet Brüche, minimiert Widerstände und schafft irreversible Fakten. Sie ist weder spektakulär noch öffentlichkeitswirksam – aber geopolitisch maximal effizient.

7. Ergänzende Dynamiken: Schulden, Governance, Grauzonen

Hinzu kommen indirekte Instrumente: gezielte Finanzhilfen, Kredite, internationale Arktis-Governance-Formate unter US-Führung sowie sicherheitspolitische „Notwendigkeiten“, die neue Präsenz rechtfertigen. Diese Grauzonenstrategien sind typisch für moderne Machtprojektion: legal, legitimierbar und schwer angreifbar.

Die Debatte um Grönland wird häufig auf die Frage der Annexion verengt. Das greift zu kurz. Souveränität und Kontrolle sind im 21. Jahrhundert entkoppelt. Die USA müssen Grönland nicht besitzen, um es strategisch zu beherrschen. Wahrscheinlicher ist ein Szenario schleichender Integration: wirtschaftlich, militärisch und sicherheitspolitisch. Europa, und insbesondere Dänemark, akzeptiert dies bislang aus Bequemlichkeit und Abhängigkeit. Grönland selbst steht vor einer historischen Herausforderung: zwischen formeller Selbstbestimmung und faktischer Einflussnahme. Die Entscheidung darüber fällt nicht in einem Referendum, sondern in Verträgen, Investitionen und stillen sicherheitspolitischen Arrangements.

Prognose Grönland 2026-2035

Was wird passieren – und wie sollte man es bewerten (freiheitlich · werteorientiert · pragmatisch)?

Unten ein übersichtliches Ranking der realistischsten Optionen, basierend auf geopolitischer Logik, bisherigen Entwicklungen und Machtinteressen – inklusive klarer Bewertung, ob diese aus freiheitlicher deutscher Sicht zu befürworten oder abzulehnen sind.

? Rang 1 – Status quo PLUS (schleichende US-Dominanz)

Was passiert:
Grönland bleibt formal bei Dänemark, aber:

* stärkere US-Investitionen
* Ausbau militärischer Präsenz
* sicherheitspolitische Abhängigkeit
* wirtschaftliche Verflechtung mit den Vereinigten Staaten

Wahrscheinlichkeit: ? Sehr hoch
Realität: Das läuft bereits.

Bewertung: ? Bedingt befürworten

? pragmatisch, stabil, konfliktarm

? Risiko stiller Fremdbestimmung
? Nur akzeptabel, wenn transparent, multilateraler eingebettet und europäisch flankiert.

? Rang 2 – Wirtschaftliche Kontrolle durch US-Konzerne

Was passiert:
US-Unternehmen sichern:

* seltene Erden
* Uran
* Energie & Infrastruktur
* Politische Entscheidungen folgen wirtschaftlicher Abhängigkeit.

Wahrscheinlichkeit: ? Sehr hoch
Realität: Klassische Machtprojektion ohne Flagge.

Bewertung: ? Kritisch begleiten, nicht blockieren

? Gefahr ökonomischer Kolonialisierung

? völkerrechtlich sauber
? Nur vertretbar, wenn:

* Wettbewerb offen bleibt
* europäische Alternativen existieren
* Grönland echte Verhandlungsmacht hat

? Rang 3 – Erweiterte militärische Präsenz ohne Annexion

Was passiert:
Ausbau von Basen, Radar, Raketenabwehr unter NATO-Logik – faktische Kontrolle der Sicherheit durch die USA.

Wahrscheinlichkeit: ? Hoch

Bewertung: ? Zähneknirschend akzeptieren

? Sicherheit gegen Russland/China

? Einschränkung realer Souveränität
? Akzeptabel nur, wenn:

* unter NATO-Rahmen
* mit europäischer Mitsprache
* ohne bilaterale Sonderdeals

? Rang 4 – COFA-Modell (nach grönländischer Unabhängigkeit)

Was passiert:
Grönland wird formal souverän, USA übernehmen Verteidigung & Finanzierung.

Wahrscheinlichkeit: ? Mittel
Zeithorizont: eher 2030+

Bewertung: ? Neutral bis vorsichtig positiv

? formal sauber, freiwillig möglich

? hohes Abhängigkeitsrisiko
? Nur befürworten, wenn:

* demokratisch legitimiert
* zeitlich überprüfbar
* mit Ausstiegsklauseln

? Rang 5 – Referendum über Unabhängigkeit + US-Option

Was passiert:
Erstes Referendum denkbar, zweites über US-Anbindung sehr unwahrscheinlich.

Wahrscheinlichkeit: ? Niedrig-mittel

Bewertung: ? Prinzipiell befürworten

weil Selbstbestimmung

Ergebnis aber akzeptieren, egal wie es ausfällt
? Freiheit heißt auch, ein Nein auszuhalten.

? Rang 6 – Kauf von Grönland

Was passiert:
Politischer Deal-Versuch, massiv abgelehnt von Bevölkerung und Regierung.

Wahrscheinlichkeit: ? Niedrig

Bewertung: ? Klar ablehnen

* ? Missachtung demokratischer Legitimation
* ? koloniale Logik
* ? gefährlicher Präzedenzfall

? Rang 7 – Militärische Annexion

Was passiert:
Offene Gewaltanwendung gegen NATO-Partner.

Wahrscheinlichkeit: ? Sehr niedrig (Drohkulisse)

Bewertung: ?? Strikt ablehnen

* Bruch der NATO
* Ende der regelbasierten Ordnung
* sicherheitspolitischer GAU für Europa

? Unser Gesamtfazit in einem Satz

Grönland wird nicht „übernommen“, sondern schrittweise eingebunden: wirtschaftlich, militärisch, sicherheitspolitisch. Freiheitlich vertretbar ist das nur, wenn Transparenz, Selbstbestimmung und europäische Verantwortung gewahrt bleiben.

Deutschland sollte nicht fragen, ob die USA ihren Einfluss in Grönland ausbauen, sondern unter welchen Bedingungen dies geschieht. Freiheitlich handeln heißt, Selbstbestimmung zu verteidigen. Werteorientiert handeln heißt, Bündnisse und Recht zu schützen. Pragmatisch handeln heißt, Verantwortung zu übernehmen und eigene Gestaltungsmacht aufzubauen. Wer diese drei Ebenen verbindet, schützt deutsche und europäische Interessen; ohne Illusionen, aber mit Haltung.

_Text, Gestaltung und Bild: Ingo Wendelken (WerteUnion Bremen)_

Bildnachweis/Symbolische Illustration: Schachfiguren auf Grönland als Metapher geopolitischer Interessen in der Arktis. (KI-generierte Darstellung)

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Wirtschaft

EcoGraf: Nächster Meilenstein auf dem Weg zur Projektfinanzierung erreicht

EcoGraf (ASX: EGR; FSE: FMK) schließt RAP für Epanko-Graphit (Tansania) ab – Meilenstein für Fremdkapitalfinanzierung; Umsetzung nach IFC/Equator Principles senkt Projektrisiken.

BildDie australische Graphitgesellschaft EcoGraf (ASX: EGR; Frankfurt: FMK) meldet den Abschluss des aktualisierten Resettlement Action Plan (RAP) für das Epanko-Graphitprojekt in Tansania. Mit der Fertigstellung des Plans, der nun den zuständigen Behördaen vorgelegt wird, erreicht das Unternehmen einen zentralen Schritt auf dem Weg zur Fremdkapitalfinanzierung und zur geordneten Landnutzung für den geplanten Projektstart.

Der aktualisierte RAP bildet den Rahmen für Landzugang und Umsiedlung rund um das Graphitprojekt Epanko. Er wurde konzipiert, um die Performance Standards der International Finance Corporation (IFC) und die Equator Principles zu erfüllen. Dazu gehören die vollständige Abgrenzung der Flächen, eine Bestandsaufnahme der Vermögenswerte sowie sozioökonomische Erhebungen sämtlicher betroffener Haushalte („Project-affected persons“, PAPs). Parallel zur Planung hat die Umsetzung bereits begonnen: Laufend werden PAPs bei der National Identification Authority (NIDA) registriert, was die Kontoeröffnung zur Auszahlung von Entschädigungen ermöglicht.

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