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Wirtschaft

Der Weg in eine nachhaltige resiliente Gesellschaft – Eine gemeinsame Verantwortung nach der Bundestagswahl

Der ZBI sieht in den Wahlprogrammen der CDU und SPD viele Anknüpfungspunkte für eine gemeinsame Umsetzung nachhaltiger Klimapolitik.

BildSowohl das Wahlprogramm der CDU als auch das Regierungsprogramm der SPD setzen Schwerpunkte auf den Klimaschutz, die Klimaanpassung und die Stärkung technischer Fachkräfte. Der Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI e. V.) begrüßt diese Ansätze und fordert eine konsequente Aufnahme folgender Bereiche in die Koalitionsvereinbarung:

Klimaanpassung durch nachhaltige Infrastruktur

CDU und SPD unterstreichen die Notwendigkeit, die Infrastruktur an die Folgen des Klimawandels anzupassen. In diesem Zusammenhang müssen aus Sicht des ZBI auch die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen, insbesondere der Hochwasserschutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen, als zentrale Elemente der Daseinsvorsorge priorisiert werden. „Dazu gehören der Ausbau klimaresistenter Wasserversorgungssysteme sowie der Schutz von Grundwasservorkommen und die Entwicklung von Wasserwiederverwendungskonzepten (WaterReuse)“ betont Johannes Leicht, Vizepräsident des ZBI und fügt hinzu: „Die gezielte und verstärkte Förderung von Hochwasserschutz- und Rückhaltesystemen in gefährdeten Regionen sowie die Wiedervernässung von Mooren als natürliche Klimaschutzmaßnahme“.

Technologieoffener Klimaschutz mit starken Investitionen

Während die CDU auf marktwirtschaftliche Innovationen setzt und Verfahren wie CO?-Abscheidung und Wasserstofftechnologie avisiert, setzt die SPD auf staatliche Investitionen in nachhaltige Infrastruktur. Die beiden Ansätze müssen kombiniert werden. Infolgedessen fordert der ZBI beschleunigte Genehmigungsprozesse für klimafreundliche Infrastrukturprojekte, die Stärkung von Forschung und Entwicklung in den Bereichen Wasserstoff, CO?-Reduktion und nachhaltige Wasserwirtschaft sowie die verbindliche Integration wasserwirtschaftlicher Aspekte in die Energiepolitik.

Stärkung der Fachkräftebasis für Klima- und Umwelttechnik

Beide Parteien erkennen die Bedeutung technischer Fachkräfte für die Umsetzung der Klimaziele. Die CDU plant die Einführung einer „Work-and-Stay-Agentur“, um internationale Fachkräfte anzuwerben. Die SPD setzt auf Investitionen in den öffentlichen Sektor und bessere Arbeitsbedingungen. Nach Auffassung des ZBI sind hier die gezielte Förderung von MINT-Studiengängen und technischen Ausbildungsberufen, die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen für Ingenieurberufe im Klimaschutz, finanzielle Anreize für junge Menschen, die sich für Umwelt- und Wassertechnik entscheiden sowie eine enge Verzahnung zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Sektor zur Nachwuchsgewinnung erforderlich.

Der ZBI sieht in den Wahlprogrammen der CDU und SPD viele Anknüpfungspunkte für eine gemeinsame Umsetzung nachhaltiger Klimapolitik. Investitionen in klimaresiliente Infrastruktur, technologieoffene Innovationen, die Fachkräftesicherung und ein nachhaltiges Wassermanagement sind zentrale Forderungen, die parteiübergreifend zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland vorangebracht werden müssen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V.
Herr Heinz Leymann
Christinenstr. 79
44575 Castrop-Rauxel
Deutschland

fon ..: 02305 9679087
web ..: http://www.zbi-berlin.de
email : leymann@zbi-berlin.de

Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 40.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Der ZBI pflegt dazu fachliche und direkte Kontakte zu Politikern aller demokratischen Parteien.
www.zbi-berlin.de

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Marktforschungsanalyse: Kinder-Wahlstudie 2025

Eine aktuelle Studie zeigt: 77 % der 7- bis 15-Jährigen würden wählen, 89 % kennen die Bundestagswahl. Das politische Interesse von Kindern und Jugendlichen ist höher als erwartet.

BildKernbefunde: Deutlich höheres politisches Interesse als erwartet

Analytische Einordnung der Basisdaten:

Die Studie zeigt eine unerwartet hohe politische Affinität der jungen Generation. Mit einer Gesamtstichprobe von n=349 und einer ausgewogenen Geschlechterverteilung (53% w, 47% m) liefert die Untersuchung statistisch belastbare Erkenntnisse für die Altersgruppe 7-15 Jahre. Die Kernbefunde – 77% potenzielle Wahlbeteiligung und 89% Grundkenntnis der Bundestagswahl – übersteigen deutlich die Erwartungswerte aus Vergleichsstudien zur politischen Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

I. Politisches Interesse und Partizipation

„Generation Teilhabe: Drei von vier Kindern würden ihr Wahlrecht nutzen“

Analyse der Wahlbereitschaft:

Die altersbezogene Analyse der Wahlbereitschaft offenbart einen klaren Entwicklungstrend im politischen Interesse. Die Bereitschaft zur Wahlteilnahme steigt von 30% bei 7-Jährigen auf über 70% bei 14-15-Jährigen, was einer Steigerung um mehr als 130% entspricht. Dieser Anstieg verläuft nicht linear, sondern zeigt einen signifikanten Sprung im Alter von 12-13 Jahren, wo die Wahlbereitschaft die 50%-Marke übersteigt. Die Daten weisen auf eine natürliche Entwicklung des politischen Interesses hin, die eng mit der kognitiven und sozialen Reifung der Kinder korreliert.

„Politische Bildung beginnt früh: Durchschnittlich fünf Parteien ab 10 Jahren bekannt“

Analyse der Parteienkenntnis:

Die Untersuchung der Parteienwahrnehmung zeigt eine differenzierte Entwicklung des politischen Verständnisses. Ab einem Alter von 10 Jahren kennen Kinder durchschnittlich fünf politische Parteien, wobei die Kenntnis mit klassischen „Volksparteien“ beginnt und sich dann zu einem breiteren Spektrum entwickelt. Bemerkenswert ist die frühe Fähigkeit zur kritischen Bewertung, wie sich an der expliziten Einstufung bestimmter Parteien als „nicht wählbar“ zeigt.

„Geschlechterparität bei demokratischem Engagement: Ausgewogene Beteiligung in Schulgremien“

Analyse des schulischen Engagements:

Die Daten zum schulischen Engagement zeigen eine bemerkenswert ausgeglichene Geschlechterverteilung. Mit einer Beteiligungsquote von 22% bei Klassensprecherrollen und 35% bei Schulprojekten liegt das Engagement deutlich über dem erwarteten Durchschnitt für diese Altersgruppe. Die minimalen Unterschiede zwischen Mädchen (23% Klassensprecher-Quote) und Jungen (21%) sind statistisch nicht signifikant und deuten auf eine gelungene Gleichstellung in schulischen Partizipationsprozessen hin.

II. Thematische Schwerpunkte

„Freizeit vor Umwelt: Klare Prioritäten bei der Kinderparteien-Wahl“

Analyse der Parteipräferenzen:

Die „Kinderparteien“-Simulation offenbart eine klare Hierarchie der politischen Prioritäten. Mit 48% Zustimmung dominiert das Freizeit-Team, gefolgt vom Umwelt-Fokus mit 40%. Diese Verteilung spiegelt die Verbindung von unmittelbaren Bedürfnissen (Freizeit, Sport) mit langfristigen Zukunftsthemen (Umwelt, Nachhaltigkeit) wider. Die Möglichkeit zur Mehrfachnennung (max. zwei Stimmen) wurde von 67% der Befragten genutzt, was auf ein differenziertes Verständnis politischer Themenkomplexe hindeutet.

„Wenn Kinder bestimmen: Frieden und Gerechtigkeit dominieren die Agenda“

Analyse der Bestimmer-Perspektive:

Die offene Frage nach Prioritäten in einer hypothetischen Machtposition offenbart eine bemerkenswerte Fokussierung auf gesellschaftliche Grundwerte. Mit 31% dominiert der Friedens- und Sicherheitsaspekt das Antwortspektrum, gefolgt von sozialer Gerechtigkeit (25%). Die qualitative Analyse der Antworten zeigt eine überraschend reife Verknüpfung von idealistischen Zielen mit konkreten Umsetzungsvorschlägen. Bemerkenswert ist die häufige Verwendung inklusiver Formulierungen („alle“, „gemeinsam“, „zusammen“), die auf ein ausgeprägtes Gemeinschaftsdenken hinweist.

III. Sorgen und Zukunftsperspektiven

„Kriegsangst überwiegt Klimasorgen: Analyse der größten Kinderängste 2025“

Detailanalyse der Zukunftssorgen:

Die hierarchische Strukturierung der Zukunftsängste zeigt ein komplexes Sorgenportfolio. Die dominante Position von Kriegsängsten (64%) vor Klimasorgen (58%) könnte durch aktuelle geopolitische Entwicklungen beeinflusst sein. Auffällig ist die hohe Prävalenz sozialer Ängste: Mobbing (47%) und soziale Isolation (18%) nehmen zusammen einen bedeutenden Raum ein. Die finanzielle Dimension (29% äußern entsprechende Sorgen) deutet auf ein frühes Bewusstsein für ökonomische Realitäten hin.

„Soziale Gerechtigkeit als Querschnittsthema: Chancengleichheit zentral für Kinder“

Analyse des Gerechtigkeitsverständnisses:

Die Untersuchung zeigt ein mehrdimensionales Verständnis von sozialer Gerechtigkeit. Chancengleichheit, unabhängig vom elterlichen Einkommen, wird als Kernaspekt identifiziert. Die Verknüpfung von materieller Gerechtigkeit (gleiche Freizeitmöglichkeiten) mit immateriellen Aspekten (Inklusion, Anti-Diskriminierung) deutet auf ein sophistiziertes Gerechtigkeitsverständnis hin.

IV. Digitale Transformation

„Traditionelle Kanäle dominieren trotz Digitalisierung: Familie bleibt Hauptinformationsquelle“

Analyse des Mediennutzungsverhaltens:

Die Daten zur Informationsbeschaffung zeigen eine überraschend starke Position traditioneller Kanäle. Mit 69% ist die Familie der wichtigste Informationsvermittler, deutlich vor digitalen Medien (35%). Die altersspezifische Analyse zeigt jedoch eine klare Verschiebung: Ab 12 Jahren steigt die Bedeutung sozialer Medien signifikant an. Die Nutzung von Kindernachrichten (30%) deutet auf ein Potenzial für zielgruppengerechte Informationsformate hin.

„Digital Awareness steigt: Jedes fünfte Kind besorgt über Datenschutz“

Analyse des digitalen Bewusstseins:

Die Studie zeigt ein wachsendes Bewusstsein für digitale Risiken. 21% der Befragten äußern explizite Datenschutzbedenken – ein Wert, der mit steigendem Alter zunimmt. Die qualitative Analyse der Antworten zeigt eine differenzierte Wahrnehmung digitaler Gefahren, von Cybermobbing bis zu Fake News. Diese frühe Sensibilisierung korreliert positiv mit der Nutzung digitaler Medien.

V. Regionale Dimensionen

„Deutliches Ost-West-Gefälle bei Mitbestimmungswunsch: Brandenburg führt, NRW zurückhaltend“

Analyse regionaler Disparitäten:

Die geografische Analyse zeigt signifikante regionale Unterschiede im Mitbestimmungswunsch. Die höchsten Werte werden in Brandenburg (75%) und Berlin (73%) erreicht, während Sachsen-Anhalt (13%) und NRW (38%) deutlich niedrigere Quoten aufweisen. Diese Verteilung korreliert nicht mit klassischen Ost-West- oder Stadt-Land-Mustern, sondern deutet auf komplexere regionale Einflussfaktoren hin.

VI. Implikationen und Handlungsempfehlungen

„Sieben konkrete Handlungsfelder: Von Bildungsreform bis Digitalkompetenz“

Analyse der Handlungsbedarfe:

Die Studienergebnisse implizieren konkreten Handlungsbedarf in sieben Kernbereichen. Die identifizierten Maßnahmen reichen von strukturellen Änderungen (Bildungsreform, Wahlalterabsenkung) bis zu praktischen Implementierungen (Medienkompetenzförderung, Partizipationsformate). Die hohe Korrelation zwischen Mitbestimmungswunsch und konkreten Verbesserungsvorschlägen deutet auf ein großes, bisher ungenutztes Potenzial für gesellschaftliche Innovation hin.

Methodische Anmerkungen und Limitationen

Die Studie basiert auf einer robusten methodischen Grundlage mit einer Stichprobengröße von n=349. Die Altersverteilung (7-15 Jahre) und Geschlechterverteilung (53% w, 47% m) ermöglichen valide Aussagen für die Zielgruppe. Regionale Schwerpunkte in NRW (24%), Bayern (19%) und Baden-Württemberg (13%) spiegeln die Bevölkerungsverteilung angemessen wider. Die Kombination aus quantitativen und qualitativen Elementen ermöglicht eine fundierte Interpretation der Ergebnisse.

_Diese Erkenntnisse stammen aus einer aktuellen Umfrage von __KB&B | FAMILY FACTS__ unter 349 Kindern zwischen 7 und 15 Jahren aus ganz Deutschland._

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

KB&B – Family Marketing Experts GmbH & Co. KG
Herr Rolf Kosakowski
Schellerdamm 16
21079 Hamburg
Deutschland

fon ..: 04076794500
web ..: https://www.kbundb.de/leistungen/marktforschung
email : rolf.kosakowski@kbundb.de

KB&B – Family Marketing Experts ist eine führende Spezialagentur mit über 20 Jahren Erfahrung im Kinder- und Familienmarketing. Unser Team aus Expert*innen bietet maßgeschneiderte Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette moderner Kommunikation. Von fundierter Marktforschung über kreative Strategien bis hin zu digitaler Umsetzung und Mediaberatung entwickeln wir innovative Konzepte, die Familien und Kinder begeistern. Mit einzigartigen Tools und exklusiven Zugängen unterstützen wir unsere Kund*innen dabei, ihre Botschaften zielgerichtet und wirkungsvoll zu platzieren. Vertrauen Sie auf unsere Expertise, um Ihre Marke im Familienumfeld erfolgreich zu positionieren.

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Bundestagswahl 2025: Datenschutz, Informationssicherheit, Cybersicherheit und DSGVO – Welche Partei will was?

Die UIMC hat sich die Wahlprogramme der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien und die wichtigsten Aspekte zu den Themen Datenschutz, Informationssicherheit und Cybersecurity angeschaut.

Bild_In wenigen Tagen wird schon der 21. Deutsche Bundestag gewählt. Der Wahlkampf der vorgezogenen Bundestagswahlen nach dem Ampel-Aus im November wird von Fragen rund um die Wirtschafts- und Migrationspolitik geprägt. Aber auch die Themen Bürokratieabbau, Datenschutz und Cybersicherheit tauchen in einigen Wahlkampfreden auf. Grund genug für die UIMC, sich einmal die Wahlprogramme der aktuell im Bundestag vertretenen Parteien anzuschauen._

Die UIMC stellt nachfolgend die wichtigsten Aspekte zu den Themen Datenschutz, Informationssicherheit und Cybersecurity vor, wobei wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Unser Fokus lag bei der Sichtung der Wahlprogramme auf betrieblichen Auswirkungen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Als Reihenfolge haben wir uns für die Stimmverteilung zur letzten Wahl 2021 entschieden.

SPD

Die SPD kombiniert den Schutz von Bürgerrechten mit der Stärkung der digitalen Sicherheit.

Datenschutz: Die Partei steht hinter der DSGVO, will aber die Umsetzung vereinfachen, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen. Man will den Datenschutz bei Hassdelikten für Betroffene verbessern, indem die Anschrift durch Akteneinsicht nicht mehr offengelegt werden muss.

Informations- und Cybersicherheit: Die SPD will das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu einer Zentralstelle in der Cyber- und Informationssicherheit machen und die Kompetenzen der Sicherheitsbehörden gegen Cybercrime stärken.

Fazit der UIMC: Für Unternehmen wird sich hierbei wenig ändern. Weder positiv/entlastend, noch negativ/belastend. Wir sind gespannt, wie die Entlastung bei der Umsetzung der DSGVO aussehen soll.

CDU/CSU

Die Union betont eine klare Priorität für Sicherheit und Abbau von Doppelstrukturen.

Datenschutz: Die CDU/CSU kritisiert die DSGVO als zu bürokratisch und fordert praxisnähere Anpassungen, um Unternehmen zu entlasten. Die bestehenden Doppelstrukturen auf Bundes- und Landesebene sollen abgebaut werden.

Informations- und Cybersicherheit: Sie setzt auf den Ausbau des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Daneben sollen die Befugnisse der Sicherheitsbehörden erweitert werden. Die Partei fordert eine engere Zusammenarbeit auf EU-Ebene zur Abwehr von Cyberangriffen.

Fazit der UIMC: Die UIMC begrüßt, dass die CDU/CSU von Ihrer Forderung zur Abschaffung des Datenschutzbeauftragten abgerückt ist (Ausnahme in Vereinen) und Doppelstrukturen bei den Aufsichtsbehörden abbauen will. Hinsichtlich der bürokratischen Entlastungen sind wir auf die Umsetzung gespannt.

Bündnis 90/Die Grünen

Die Grünen betonen die Notwendigkeit eines starken Datenschutzes und einer nachhaltigen digitalen Infrastruktur.

Datenschutz: Sie setzen sich für eine einheitlichere Umsetzung der DSGVO ein. Auch sollen Doppelregulierung und unklare Zuständigkeiten verschiedener Aufsichtsbehörden vermieden werden.

Informations- und Cybersicherheit: Die Partei will die nationale Umsetzung der Richtlinie zur Cybersicherheit (NIS2) bürokratiearm und zügig umsetzen. Das BSI soll eine stärkere Rolle bekommen und zur Zentralstelle ausgebaut werden. Gegen Hass im Netz, Beleidigung und Volksverhetzung soll ein neues digitalen Gewaltschutzgesetz vorgehen.

Fazit der UIMC: Wir begrüßen den Abbau der Doppelregulierung und sind gespannt, wie eine einheitlichere Umsetzung der DSGVO später realpolitisch aussehen soll. Auch eine zügige Umsetzung der NIS2-Richtlinie ist positiv zu werten, um der aktuellen Unsicherheit zu begegnen.

FDP

Die FDP sieht Datenschutz als Teil der Bürgerrechte, fordert aber vehement eine stärkere Entbürokratisierung und Effizienz beim Datenschutz.

Datenschutz: Die Partei spricht sich für eine Modernisierung und Entbürokratisierung der DSGVO aus. Es soll eine einheitliche Datenschutzaufsicht geschaffen werden. Die FDP lehnt Netzsperren, Chatkontrollen, Uploadfilter, die Vorratsdatenspeicherung und andere Formen der anlasslosen Datenerfassung ab.

Informations- und Cybersicherheit: Die FDP will die Cybersicherheit durch Neuordnung staatlichen Zuständigkeiten stärken. Durch das Prinzip „Security by Design“ soll die Haftung für Anbieter durch Schäden erhöht werden.

Fazit der UIMC: Grundsätzlich begrüßt die UIMC die Forderungen, sind aber gespannt auf die die Umsetzung der unkonkreten Entbürokratisierung. Auch muss eine wünschenswerte Stärkung von „Security by Design“ in Abstimmung mit dem Cyber Resilience Act vorgenommen werden.

AfD

Die AfD fokussiert sich auf eine Rückkehr zu nationalen Regelungen und Lösungen.

Datenschutz: Sie kritisiert die DSGVO als überreguliert und nicht zielführend für die informationelle Selbstbestimmung. Sie fordert eine Rückkehr zum nationalen BDSG. Datenschutzbehörden sollen gestärkt werden, um staatliche Stelle besser sanktionieren zu können. Das Vorgehen gegen Hasskriminalität durch Löschung strafbarer Inhalte in sozialen Medien wird als Zensur empfunden.

Informations- und Cybersicherheit: Hier setzt die AfD auf den Ausbau nationaler Sicherheitsbehörden und präventiver Maßnahmen gegen Cyberkriminalität. Eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene lehnt sie ab.

Fazit der UIMC: Eine Abkehr von der EU-einheitlichen DSGVO würde zu Unsicherheiten und Bürokratie in vielen Unternehmen (auch KMU) führen, die im internationalen Kontext tätig sind und/oder einer europäischen Gruppe angehören. Auch ist eine europäische Zusammenarbeit auf Ebene der Cybersicherheit für deutsche Unternehmen ein Mehrwert. Der Widerspruch aus „überreguliert“ und „nicht zielführend“ wird nicht aufgelöst.

Die Linke

Die Linke positioniert sich klar für Datenschutzkompetenz bei Kindern und gegen umfassende Überwachung.

Datenschutz: Die Partei fokussiert sich bei der Thematisierung des Datenschutzes auf eine Reduzierung staatlicher Überwachungsmaßnahmen und ein Verbot von personalisierter Onlinewerbung. Die Datenschutz- und Medienkompetenz bei Kindern und Lehrkräften soll gefördert werden.

Informations- und Cybersicherheit: Sie fordert, Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft in die Lage zu versetzen, gegen Wirtschaftskriminalität über Cyber-Attacken hin zu Manipulation mithilfe von KI vorgehen zu können.

Fazit der UIMC: Für Unternehmen wird sich hierbei wenig ändern. Die UIMC begrüßt aber, die Kompetenzen an den Schulen zu verbessern; kritisiert aber das Verbot der personalisierter Onlinewerbung als zu pauschal.

Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW)

Das BSW fokussiert sich weniger auf Datenschutz und Cybersicherheit, fordert aber eine Reduzierung staatlicher Überwachung und des Vorgehens gegen Hasskriminalität

Datenschutz: Innerhalb des Wahlprogramms findet sich wenig zum Datenschutz. Die Abmahnfähigkeit fehlerhafter Datenschutzerklärung auf der Internetseite wird abgelehnt. Die Forderungen des BSW zur Hasskriminalität sind von denen der AfD kaum zu unterscheiden.

Informations- und Cybersicherheit: Ähnlich sieht es zu diesem Thema aus, wo sich die Partei wenig positioniert. Die Befähigung der Polizei zur Abwehr von Cyberangriffen ähnelt den der Linken.

Fazit der UIMC: Zu Datenschutz und Cybersicherheit wird wenig gesagt. Für Unternehmen wird sich daher wohl wenig ändern.

Fazit

In vielen Wahlprogrammen finden sich im Kontext des Datenschutzes die Worte „Entbürokratisierung“ und „Bündelung der Kompetenzen“. Auf die Frage, wie die konkrete Ausgestaltung jedoch aussehen soll, bleiben die Parteien oftmals ausnehmend unpräzise.

Auch wenn diese Schlagworte sehr attraktiv klingen, so darf dies nicht zur Absenkung der Qualität führen. Eine Entbürokratisierung darf unseres Erachtens nicht zur Abschaffung des Datenschutzbeauftragten führen, da dieser innerhalb der Unternehmen nicht nur für eine hohe Qualität der Umsetzung von Rechtsnormen steht, sondern auch für eine praxisnahe Umsetzung. Die Gefahr von Strafen durch unsaubere Lösungen würde vermutlich steigen, schließlich bleiben den restlichen Anforderungen innerhalb des DSGVO bestehen. Auch die Bündelung von Behörden im Hinblick auf Expertise und Einheitlichkeit ist begrüßenswert. Dies darf aber nicht zu einer behäbigen weil sehr großen Behörde führen.

Die Bundestagswahl 2025 zeigt aber auch Unterschiede bei den Ideen und Forderungen der Parteien zu Datenschutz, Informationssicherheit und Cybersicherheit. Während einige Parteien wie die Linke den Schutz der Bürgerrechte durch Reduzierung staatlicher Überwachung und Verbot von Werbetracking priorisieren, wollen CDU/CSU, Grüne und FDP eine harmonisierte Umsetzung der DSGVO durch eine Bündelung der Datenschutzaufsichtsbehörden erreichen. Für AfD und BSW sehen das Vorgehen gegen Hassrede als Zensur und wollen dies „zurückdrehen“, demgegenüber will die SPD den Datenschutz hierbei sogar noch stärken.

Im Sinne konkreter Auswirkungen auf Unternehmen ist aber in kaum einem Wahlprogramm etwas zu lesen. Abgesehen vom „unkonkreten“ Bürokratieabbau sind kaum Entlastungen zu erwarten; aber auch keine Belastungen.

„Wie bei anderen Themen, so gibt es auch beim Datenschutz, der Cybersicherheit und der IT-Sicherheit Unterschiede zwischen den Parteien. Aber auch einige Gemeinsamkeiten sind hierbei zu erkennen, wobei – nicht untypisch für Wahlprogramme – vieles wage bleibt. Auch wenn diese Themen sicherlich nicht wahlentscheidend sein werden, so sind sie doch für unsere Demokratie und Gesellschaft sehr bedeutend“, stellt UIMC-Geschäftsführer Dr. Jörn Voßbein fest.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

UIMC Dr. Voßbein GmbH & Co KG
Herr Jörn Voßbein
Otto-Hausmann-Ring 113
42115 Wuppertal
Deutschland

fon ..: 0202 946 7726 200
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email : consultants@uimc.de

Wir sind eine mittelständische Unternehmensberatung mit den Kerngebieten Datenschutz und Informationssicherheit. Im Jahr 1997 gegründet, gehören wir im Datenschutz zu den Marktführern und bieten als Vollsortimenter von einzelnen Tools bis hin zum Komplett-Outsourcing in Form einer externen Datenschutzbeauftragung sämtliche Unterstützungsmöglichkeiten der Analyse, Beratung, Umsetzung und Schulung an.

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