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Alarm durch neue Shai-Hulud-Welle: Ein infizierter Rechner kann Software weltweit gefährden

Perfider Wurm stiehlt bei Lieferketten-Attacke Zugänge. Große Gefahr der Verbreitung über vertraute Software. Cybersense stellt speziell auf diese Angriffsfamilie zugeschnittene Früherkennung bereit.

Dortmund, 10. August 2026. „Der potenzielle Schaden ist groß“, bewertet Heise Online. Angesichts der Gefahren ist der Vorfall zurückhaltend formuliert. Es beginnt unbemerkt mit einem alltäglichen Szenario: Ein Entwickler installiert eine benötigte Softwarebibliothek. Das Paket stammt scheinbar aus einer vertrauten Quelle, der Build läuft durch, die Anwendung funktioniert. Im Hintergrund kann jedoch ein Wurm bereits Zugangsdaten kopieren – und damit den Weg zu Code-Repositories, Cloud-Infrastruktur, automatisierten Build-Prozessen und weiteren Softwarepaketen öffnen.

Die neue Welle des Shai-Hulud-Wurms im npm-Ökosystem sorgt bei Softwareentwicklern in diesen Tagen für eine einzigartige Nervosität. Seit dem 4. August wurden nach derzeitigen Analysen mehr als 440 Pakete infiziert, darunter verbreitete Bibliotheken wie keyv, cacheable und flat-cache mit zusammen über zwei Milliarden Downloads pro Monat. Für Unternehmen entsteht die Gefahr nicht allein durch eine fehlerhafte Softwarekomponente: Der Schadcode kann Zugangsdaten aus Entwicklungs- und Build-Umgebungen entwenden und sich mit ihnen selbstständig weiterverbreiten.

Die Sicherheitsexperten der Dormunder Cybersense GmbH stellen ab sofort eine speziell auf diese Angriffsfamilie zugeschnittene Früherkennung bereit. Sie macht verdächtige Aktivitäten auf Entwicklerrechnern und in CI/CD-Workflows – also den automatisierten Prozessen zum Bauen, Testen und Ausliefern von Software – unmittelbar sichtbar.

Wenn ein Softwarepaket zur Eintrittskarte wird

Moderne Unternehmen greifen bei der Softwareentwicklung auf zahlreiche externe Komponenten zurück. Vor allem im JavaScript-Umfeld werden solche Pakete millionenfach verwendet. Wird eines dieser Pakete manipuliert, kann der Schadcode bei einer regulären Installation mit ausgeführt werden.

Der Unterschied zu vielen klassischen Angriffen: Shai-Hulud tarnt sich nicht als auffälliger E-Mail-Anhang oder als offensichtlich schädliches Programm. Der Wurm bewegt sich entlang normaler Entwicklungsabläufe und Lieferketten. Er sucht gezielt nach npm- und GitHub-Tokens, Cloud-Zugangsdaten, SSH-Schlüsseln, Kubernetes- und Vault-Zugängen, .env-Dateien sowie zunehmend auch Zugängen aus KI-Entwicklungswerkzeugen.

Für Geschäftsführungen, IT- und Sicherheitsverantwortliche bedeutet das: Ein einzelner unerkannter Befall kann weit über den betroffenen Arbeitsplatz hinausreichen. Werden Zugangsdaten gestohlen, können Angreifer Quellcode einsehen oder verändern, weitere Pakete infizieren, Cloud-Ressourcen missbrauchen und Build- oder Auslieferungsprozesse gefährden. Ein lokaler Vorfall wird so zum Risiko für den laufenden Geschäftsbetrieb und die gesamte digitale Lieferkette.

Der Wurm verrät sich beim Zugriff

Cybersense setzt mit der Früherkennung an, wenn ein Wurm oder Angreifer nach verwertbaren Zugangsdaten sucht. Die Deception-Plattform verteilt dafür passive Köder, sogenannte Lures oder Breadcrumbs, auf Entwicklerrechnern, in Benutzerprofilen und in CI/CD-Workflows. Diese bilden beispielsweise scheinbare Tokens, Zertifikate, Cloud-Zugangsdaten oder Konfigurationsspuren nach, besitzen jedoch keine produktiven Berechtigungen.

Versucht der Schadcode, einen solchen Köder zu nutzen, entsteht ein Kontakt mit einer überwachten Decoy-Umgebung. Dieser Vorgang löst unmittelbar einen Alarm aus und kann anhand einer eindeutigen Köder-Kennung dem betroffenen Rechner, Benutzerprofil oder Workflow zugeordnet werden. Laut Cybersense ist dafür keine zusätzliche Agenten-Software auf den Endgeräten erforderlich.

„Supply-Chain-Würmer wie Shai-Hulud umgehen die üblichen Schutzschichten, weil sie sich als normaler Teil der Entwicklungsarbeit tarnen“, sagt Ralf Sturhan, Geschäftsführer der Cybersense GmbH. „Genau für solche Fälle ist Deception gemacht: Der Wurm verrät sich in dem Moment, in dem er zugreift. Unternehmen erfahren nicht Wochen später aus der Presse von einem Befall, sondern in dem Augenblick, in dem er passiert – inklusive des Systems, auf dem er begonnen hat.“

Was Unternehmen jetzt tun sollten

Unternehmen sollten kurzfristig prüfen, ob sie betroffene Paketversionen einsetzen, und ihre Lockfiles, Build-Logs sowie Installations-Hooks untersuchen. Bei einem möglichen Befall müssen npm-, GitHub-, Cloud-, SSH-, Kubernetes-, Vault- und CI/CD-Zugangsdaten bewertet und gegebenenfalls rotiert werden. Entwicklerrechner und Build-Runner sollten dabei als potenziell kompromittierte Systeme behandelt werden.

Cybersense empfiehlt außerdem, ungewöhnliche Token-Nutzung, ausgehende Verbindungen und automatisierte Veröffentlichungen verstärkt zu überwachen. Deception ergänzt dabei bestehende Sicherheitsmaßnahmen wie Dependency Governance, Least Privilege und Incident Response – insbesondere dort, wo Prävention allein einen bereits laufenden Angriff nicht sichtbar macht.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Cybersense GmbH
Herr Ralf Sturhan
Emil-Figge-Str. 80
44227 Dortmund
Deutschland

fon ..: +49 231-292974-00
web ..: http://www.cybersense.de
email : info@cybersense.de

Über Cybersense
Die Cybersense GmbH entwickelt Deception-Technologie zur Früherkennung von Cyberangriffen. Die Technologie zur Platzierung von Ködern und Decoys ist laut Unternehmen unter anderem durch die Patente US 12,261,855 B2 und DE 10 2021 106 823 B3 geschützt und wurde in Deutschland entwickelt.

Pressekontakt:

wahn&sinnig / Haiberg GmbH
Herr Boris Udina
Ernst-Amme-Straße 19
38114 Braunschweig

fon ..: +49 174 326 11 16
web ..: http://www.wahnundsinnig.de
email : bud@hup.de

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„80 bis 90 Prozent der deutschen Unternehmen haben keine echte Kontrolle über ihre IT-Sicherheit“

Michael Pütz von Cybersense: Warum Cloud-Abhängigkeiten Unternehmen gefährden und wie eine neu entwickelte ScoreCard digitale Souveränität messbar machen kann.

BildDortmund, 21. Juli 2026 – Digitale Souveränität gilt in Politik und Wirtschaft als Schlüsselbegriff für eine widerstandsfähigere IT. In der Praxis fehlt vielen Unternehmen jedoch weiterhin der Überblick über kritische Abhängigkeiten. Das sagt Michael Pütz, Leiter Sales- & Partnermanagement bei Cybersense, im Interview mit dem digitalen Magazin MEDIEN MANAGER. Cybersense positioniert sich als „Alarmanlage für die IT“ und bietet ein Deception-basiertes IT-Frühwarnsystem zur Angriffs- und Einbruchserkennung. Nach Einschätzung des Experten haben 80 bis 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland „keine echte Kontrolle über ihre Cybersecurity- und Souveränitätsstrategie“.

Für Unternehmen bedeute digitale Souveränität vor allem Kontrolle – über die eigenen Daten, kritische Geschäftsprozesse und die technischen Abhängigkeiten, auf denen diese basieren, so Pütz. Solange nicht belastbar beantwortet werden könne, wo Daten liegen, wer Zugriff auf zentrale Systeme hat und wie wechselbar Anbieter sind, fehle diese Kontrolle: „In der Unternehmenspraxis ist das Thema eher ein Kommunikationsbegriff und kein operatives Steuerungsthema.“

Bedenkliche Abhängigkeiten von Cloud-Diensten und Plattformanbietern in der Paxis

Als besonders kritisch stuft Pütz die Abhängigkeit von einzelnen Cloud-Diensten und Plattformanbietern ein. Wenn zentrale Anwendungen, Daten und Sicherheitsfunktionen stark auf einen Anbieter konzentriert seien, entstünden technische wie strategische Lock-in-Effekte. Viele Unternehmen merken erst spät, wie schwierig ein Anbieterwechsel wird, wenn Daten, Prozesse und Schnittstellen eng an eine Plattform gebunden sind. Europäische Rechenzentren internationaler Anbieter lösen die Frage nach Kontrolle und struktureller Abhängigkeit ebenfalls nicht automatisch.

Die Sicherheitsstrategie deutscher Unternehmen ist unmittelbar betroffen und „ohne Kenntnis der eigenen Abhängigkeiten nicht belastbar“, betont Pütz: „Viele setzen zudem eine vorhandene Firewall fälschlich mit zeitgemäßer Angriffserkennung gleich.“ Entscheidend sei heute nicht, ob ein Angriff stattfindet, vielmehr ob daraus realer Schaden entsteht.
KMU besonders gefährdet

Besonders sichtbar ist das Problem im Mittelstand, wo spezialisierte interne Ressourcen oft fehlen, während die wirtschaftliche Abhängigkeit von funktionierenden IT-Abläufen hoch ist. Unternehmen ohne ausreichendes internes Know-how empfiehlt Pütz spezialisierte Partner – idealerweise mit Sitz, Support und Ansprechpartnern in Deutschland oder der EU, um im Ernstfall schnelle Kommunikation und klare Zuständigkeiten sicherzustellen.

Cyberrisiken und digitale Souveränität messbar machen

Cybersense entwickelt derzeit eine eigene ScoreCard, mit der sich abstraktes IT-Risiko in konkrete betriebliche Auswirkungen übersetzen lässt. Parameter sind beispielsweise die Kosten eines Tages Produktionsausfall oder eines Ausfalls zentraler Systeme. Pütz: „Erst durch diese Quantifizierung wird aus dem IT-Risiko eine Managementgröße.“ Ziel ist es, Unternehmen Transparenz über ihre Abhängigkeiten zu verschaffen und Sicherheitsstrategien gemeinsam so aufzubauen, dass strukturelle Schwachstellen gezielt adressiert werden.

Das komplette Interview unter www.cybersense.de.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

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Herr Tobias Nagel
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email : info@cybersense.de

Über Cybersense
Cybersense, ein deutscher Spezialist für Angriffserkennung mit Sitz in Dortmund, unterstützt Unternehmen dabei, ihre Cybersicherheit gezielt zu stärken und digitale Angriffe frühzeitig zu identifizieren. Da herkömmliche Sicherheitssysteme angesichts des zunehmenden KI-Einsatzes oft an ihre Grenzen stoßen, setzt Cybersense auf eine patentierte Deception-Technologie. Täuschend echte Köder, Fallen und nachgebildete Systeme werden individuell erstellt und strategisch in der IT-Umgebung platziert, sodass Angreifer bereits in einer frühen Angriffsphase erkannt werden, bevor Schaden entsteht. Auf diese Weise hilft Cybersense, verdächtige Aktivitäten sichtbar zu machen, Angriffsbewegungen im Netzwerk schneller zu erkennen und die Reaktionsfähigkeit im Ernstfall deutlich zu erhöhen.

Weitere Informationen: www.cybersense.de

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