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Cybersense: Cyberangriff in Berlin wäre mit früher Angriffserkennung anders verlaufen

Nach öffentlichem Ablauf wären auffällige Aktivitäten im Netzwerk früh sichtbar gewesen. Deception-Technologie kann Datenabflüsse begrenzen.

BildDortmund, 10. September 2026. Die jüngsten Cyberangriffe auf das Berliner Landesnetz erhöhen den Handlungsdruck für Verwaltungen, Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Sebastian Struwe, Geschäftsführer des Dortmunder Cybersecurity-Unternehmens Cybersense, sieht darin vor allem ein Erkennungsproblem: Klassische Schutzmaßnahmen wie Firewalls, Endpoint-Schutz und Zugangskontrollen blieben unverzichtbar. Sie reichten jedoch allein nicht aus, wenn Angreifer bereits in ein Netzwerk eingedrungen seien, was durch KI immer wahrscheinlicher wird.

„Der jüngste Cyberangriff in Berlin wäre mit uns höchstwahrscheinlich anders ausgegangen“, sagt Struwe. Grundlage dieser Einschätzung sei der öffentlich bekannte Ablauf des Angriffs. Demnach hätten Aktivitäten, die auf eine Ausbreitung innerhalb der Infrastruktur hindeuten, mit der Angriffserkennung von Cybersense frühzeitig sichtbar gemacht werden können. Sicherheitsverantwortliche hätten dadurch Zeit gewonnen, den Angriff einzudämmen und einen möglichen Datenabfluss zu verhindern.

Cybersense setzt bei der frühzeitigen Angriffserkennung auf Deception-Technologie. Dabei werden gezielt überwachte Täuschungsobjekte und Sensoren innerhalb einer IT-Umgebung platziert. Greifen Angreifer darauf zu, etwa bei der Auskundschaftung von Systemen oder beim Versuch, Zugriffsrechte auszuweiten, entsteht ein belastbares Warnsignal. Das hilft Security-Teams, tatsächliche Angriffe schneller von der hohen Zahl alltäglicher Warnmeldungen zu unterscheiden.

„Assume Breach“ statt Vertrauen in die äußere Schutzmauer
Sebastian Struwe plädiert dafür, Sicherheitskonzepte stärker am Grundsatz „Assume Breach“ auszurichten: Organisationen sollten damit rechnen, dass ein Angreifer einzelne Schutzschichten bereits überwunden haben könnte. Entscheidend sei dann, Bewegungen im Netzwerk zu erkennen, Angriffe zu isolieren und geschäftskritische Systeme sowie sensible Kunden- und Bürgerdaten zu schützen. „Die entscheidende Frage lautet nicht allein, ob ein Angreifer an der äußeren Schutzmauer gestoppt wird“, so der Cybersecurity-Experte. „Unternehmen und Verwaltungen müssen frühzeitig erkennen, wenn ein Angreifer in das Netzwerk gelangt ist.“

Nach Einschätzung des Cybersense-Geschäftsführers scheitert die frühzeitige Angriffserkennung häufig nicht allein an fehlender Technik. Ebenfalls knappe Personalressourcen, fehlende Zeit zur Analyse von Warnmeldungen, unzureichendes Spezialwissen und begrenzte Budgets spielten eine Rolle. Denn im Nachhinein lassen sich der Verlauf vieler Angriffe zwar rekonstruieren. Entscheidend ist jedoch, kritische Hinweise im Moment des Angriffs richtig zu priorisieren.

Cybersecurity ist Betriebsfähigkeit
Für Geschäftsführungen darf Cybersecurity kein isoliertes IT-Thema mehr sein. Produktionsanlagen, Lieferketten, Planung, Kommunikation und Verwaltung sind tief von funktionierenden IT-Systemen abhängig. Sebastian Struwe: „Ein erfolgreicher Angriff kann daher weit über unmittelbare Wiederherstellungs- und Forensikkosten hinausgehen.“ Besonders schwer wiege der Reputationsverlust. Vertrauen von Bürgern, Kunden, Partnern und Mitarbeitenden lasse sich nach einem erfolgreichen Angriff nicht kurzfristig zurückgewinnen.

Weiteren Handlungsbedarf sieht der Cybersense-Geschäftsführer beim Thema digitale Souveränität. Deutschland und Europa verfügten über eigene Kompetenz und leistungsfähige Anbieter. Diese müssten jedoch durch Investitionen, Fachkräfte, Forschung, belastbare Sicherheitsstrukturen und konkrete Aufträge gezielt gestärkt werden.

Zum vollständigen Interview mit Sebastian Struwe:
https://cybersense.de/cyberangriff-berlin

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Über Cybersense
Die Cybersense GmbH entwickelt Deception-Technologie zur Früherkennung von Cyberangriffen. Die Technologie zur Platzierung von Ködern und Decoys ist laut Unternehmen unter anderem durch die Patente US 12,261,855 B2 und DE 10 2021 106 823 B3 geschützt und wurde in Deutschland entwickelt.

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Wirtschaft

Nach 38 Jahren endet eine Ära: MECO GmbH stellt operatives Geschäft ein

Das 1988 gegründete IT-Unternehmen beendet seine operative Tätigkeit. Das Webentwicklungsgeschäft wird von Daniel Wom weitergeführt.

BildNach 38 Jahren endet die operative Geschichte der MECO GmbH. Das 1988 gegründete Unternehmen gehört zu den frühen IT-Unternehmen Deutschlands und war bereits aktiv, lange bevor das World Wide Web seinen Siegeszug begann.

Ganz verschwinden wird MECO jedoch nicht.

Bereits im Jahr 2025 übernahm der Web- und Softwareentwickler Daniel Wom das Webentwicklungsgeschäft des Unternehmens. Damit bleibt ein Teil der über Jahrzehnte aufgebauten Kundenbeziehungen, Systeme und technischen Arbeit erhalten.

Der Übernahme ging eine langjährige Partnerschaft voraus. Wom arbeitete über viele Jahre mit der MECO GmbH zusammen und betreute gemeinsam mit dem Unternehmen verschiedene Webprojekte.

„Wenn ein Unternehmen nach fast vier Jahrzehnten seine operative Tätigkeit beendet, verschwindet normalerweise auch ein großer Teil des aufgebauten Wissens. In diesem Fall konnten wir zumindest einen Bereich erhalten und weiterführen“, sagt Daniel Wom.

Gegründet, bevor das Web existierte

Die zeitliche Dimension ist bemerkenswert: Als die MECO GmbH 1988 gegründet wurde, existierte das World Wide Web noch nicht.

Tim Berners-Lee stellte seinen Vorschlag für das World Wide Web erst 1989 vor. Die erste Website folgte Jahre später.

MECO erlebte damit praktisch die gesamte Entwicklung der modernen digitalen Wirtschaft mit: von den frühen Jahren der IT über den Aufstieg des Internets bis zu heutigen webbasierten Plattformen und Softwarelösungen.

38 Jahre später endet diese Unternehmensgeschichte als eigenständiger operativer Betrieb.

Webentwicklung bleibt bestehen

Mit der Übernahme des Webentwicklungsgeschäfts durch Daniel Wom werden bestehende Kunden und Projekte weiterhin betreut.

Für Kunden bedeutet der Übergang insbesondere technische Kontinuität. Bestehende Websites, Systeme und individuelle Entwicklungen müssen nicht neu aufgebaut oder zu einem unbekannten Dienstleister migriert werden.

Stattdessen werden die Projekte innerhalb der bestehenden technischen Betreuung weiterentwickelt und schrittweise in aktuelle Entwicklungsprozesse integriert.

„Ich kannte viele der Projekte bereits und wusste, welche Historie dahintersteckt. Dadurch war es möglich, den Übergang für die Kunden vergleichsweise unspektakulär zu gestalten – und genau das sollte bei einer solchen Übernahme eigentlich das Ziel sein“, so Wom.

Ein Stück deutsche IT-Geschichte bleibt erhalten

Die Übernahme ist damit weniger eine klassische Unternehmensübernahme als die Fortführung eines einzelnen Geschäftsbereichs.

Die MECO GmbH selbst beendet ihre operative Tätigkeit. Das Webentwicklungsgeschäft, bestehende Projekte und ein Teil der über Jahrzehnte entstandenen Strukturen werden jedoch weitergeführt.

Damit bleibt zumindest ein Teil eines Unternehmens erhalten, dessen Geschichte bis in das Jahr 1988 zurückreicht – in eine Zeit, in der das Internet in seiner heutigen Form noch nicht existierte.

Über Daniel Wom

Daniel Wom ist Web- und Softwareentwickler und seit rund zwei Jahrzehnten in der Entwicklung, Optimierung und Betreuung von Websites, Webplattformen und Publishing-Systemen tätig.

Seine Arbeit konzentriert sich auf individuelle Webentwicklung, komplexe Architekturen, Performance-Optimierung sowie eigene Software- und Publishing-Technologien.

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Fraunhofer IGD nimmt leistungsstarken GPU-Cluster in Betrieb

Neue KI-Infrastruktur für datensouveräne Forschung in Deutschland

BildMit einer neuen Hochleistungsrecheninfrastruktur stärken das Fraunhofer IGD und GSI/FAIR ihre Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen. Der neue GPU-Cluster verbindet die KI-Kompetenz des Fraunhofer IGD mit der energieeffizienten Rechenzentrumsinfrastruktur des Green IT Cube bei GSI/FAIR und schafft die technischen Voraussetzungen für das Training moderner KI-Modelle für datensouveräne Forschung in sicherem Umgang mit sensiblen Informationen.

Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD erweitert seine Forschungsinfrastruktur um einen leistungsstarken GPU-Cluster für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Die neue Rechenplattform ermöglicht das Training komplexer KI-Modelle auf eigener Hardware und schafft die Grundlage für datensouveräne KI-Anwendungen in Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung.

Mit dem Ausbau der Rechenkapazitäten reagiert das Fraunhofer IGD auf den steigenden Bedarf an leistungsfähiger Infrastruktur für moderne KI-Verfahren. Der Cluster verfügt über 24 NVIDIA-B200-GPUs und wird im energieeffizienten Green IT Cube von GSI/FAIR in Darmstadt betrieben. Das Forschungsrechenzentrum zählt zu den energieeffizientesten wissenschaftlichen Rechenzentren Europas.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Datensouveränität. Viele aktuelle KI-Anwendungen basieren auf Diensten internationaler Anbieter. Mit dem neuen Cluster schafft das Fraunhofer IGD die Möglichkeit, KI-Modelle auf eigener Infrastruktur zu trainieren und zu betreiben. Dadurch können sensible Daten innerhalb kontrollierter Forschungsumgebungen verarbeitet werden.

„Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie für Effizienzsteigerungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Gleichzeitig wächst der Bedarf an vertrauenswürdigen und souveränen Lösungen, bei denen Daten und Modelle unter eigener Kontrolle bleiben. Mit unserer neuen KI-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, um leistungsfähige KI-Modelle in Deutschland zu entwickeln und zu betreiben. Damit stärken wir die technologische Souveränität und die Innovationskraft unseres Standorts gleichermaßen“, so Dr. Matthias Unbescheiden, Institutsleiter des Fraunhofer IGD.

Erste Pilotanwendungen entstehen derzeit in den Bereichen Bioökonomie, Geodatenanalyse und maritime Forschung. Die neue Recheninfrastruktur schafft die Grundlage für spezialisierte KI-Anwendungen und kann beispielsweise bei der automatisierten Auswertung von Luftbildern, Umweltdaten oder Unterwasseraufnahmen eingesetzt werden.

Im Bereich Bioökonomie und Smart Farming werden leistungsfähige KI-Modelle künftig Daten für Anwendungen in der Landwirtschaft, der Biokartierung oder dem Umweltmonitoring effizient auswerten.
Parallel entwickelt das Fraunhofer IGD Foundation Modelle für Geodaten, die speziell auf deutsche und europäische Datensätze zugeschnitten sind und Behörden sowie Unternehmen bei Analyse- und Planungsaufgaben unterstützen werden.
„Im maritimen Bereich dient die Infrastruktur unter anderem dem Aufbau KI-gestützter Detektionsverfahren, etwa zur automatisierten Erkennung mariner Objekte und Organismen. Gerade in sicherheitskritischen Anwendungen spielt dabei die souveräne Verarbeitung sensibler Daten eine entscheidende Rolle“, erklärt Prof. Dr. Uwe von Lukas, Standortleiter des Fraunhofer IGD in Rostock.

Der GPU-Cluster wird im Green IT Cube von GSI/FAIR in Darmstadt betrieben. Die Zusammenarbeit verbindet die wissenschaftliche Expertise des Fraunhofer IGD im Bereich Künstliche Intelligenz mit der langjährigen Erfahrung von GSI/FAIR im Betrieb energieeffizienter Hochleistungsrechenzentren. Neben der Bereitstellung der Infrastruktur unterstützt GSI/FAIR die Zusammenarbeit mit seiner Expertise im Rechenzentrumsbetrieb und schafft damit optimale Voraussetzungen für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich KI und High Performance Computing.

„Mit dem Green IT Cube stellen wir Forschungspartnern eine leistungsfähige und zugleich energieeffiziente Rechenzentrumsinfrastruktur zur Verfügung. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IGD, um datensouveräne KI-Anwendungen und innovative Forschungsprojekte gemeinsam voranzutreiben. Die Kooperation zeigt, wie sich leistungsfähige KI-Infrastrukturen und innovative Rechenzentrumstechnologien gewinnbringend verbinden lassen“, sagt Dr. Tobias Engert, Abteilungsleiter Technologietransfer bei GSI/FAIR.

Die neue Infrastruktur bildet die Grundlage für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Fraunhofer IGD und GSI/FAIR in den Bereichen Künstliche Intelligenz, High Performance Computing und datensouveräne Datenverarbeitung. Davon profitieren auch Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand: Sie erhalten Zugang zu einer leistungsfähigen Forschungsinfrastruktur, auf der KI-Anwendungen gemeinsam mit dem Fraunhofer IGD datensouverän entwickelt, trainiert und für den späteren Praxiseinsatz vorbereitet werden können. Gleichzeitig stärkt die Kooperation den Wissenschaftsstandort Deutschland.

Weitere Informationen zum neuen GPU-Cluster des Fraunhofer IGD:

Der unter dem Projektnamen »Baltic Brain« aufgebaute GPU-Cluster besteht aus einem NVIDIA DGX POD mit drei NVIDIA-DGX-B200-Systemen und insgesamt 24 NVIDIA-B200-GPUs. Die Systeme sind über ein Hochgeschwindigkeitsnetzwerk mit einem All-Flash-Speichersystem verbunden. Für die Verwaltung und Orchestrierung der KI-Workloads kommen Lösungen von NVIDIA und Run zum Einsatz. Der Cluster wird im energieeffizienten Green IT Cube von GSI/FAIR in Darmstadt betrieben.

Der Aufbau der KI-Infrastruktur erfolgt im Rahmen der Forschungsinitiative BWSF – Biogene Wertschöpfung und Smart Farming. Die Forschungsinitiative wird gemeinsam von Bund sowie den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Bayern finanziert und stärkt Forschungskompetenzen an der Schnittstelle von Bioökonomie, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

Weitere Informationen zum Green IT Cube und Digital Open Lab bei GSI/FAIR:

Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt betreibt eine große, weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionen. Forschende aus aller Welt nutzen die Anlage für Experimente, um neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums zu gewinnen. Zurzeit entsteht das neue internationale Beschleunigerzentrum FAIR, eines der größten Forschungsvorhaben weltweit. Über die Forschung hinaus fördert GSI/FAIR mit dem »Digital Open Lab« gezielt den Transfer von Technologien und Innovationen in die Industrie und Digitalwirtschaft. Externe Kooperationspartner erhalten Zugriff auf Kapazitäten im Hochleistungs-Rechenzentrum, Infrastruktur und IT-Kompetenzen für gemeinsame Entwicklungsprojekte und Kollaborationen rund um die Themen Rechenzentrum, High Performance Computing und AI.

– Green IT Cube von GSI/FAIR: https://www.gsi.de/forschungbeschleuniger/forschung_ein_ueberblick/green-it-cube

– Digital Open Lab von GSI/FAIR: https://www.gsi.de/innovation/fuer-industrie-und-forschung/gsifair-digital-open-lab

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Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
Frau Daniela Welling
Fraunhoferstraße 5
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email : presse@igd.fraunhofer.de

Über das Fraunhofer IGD:
Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD setzt seit über 30 Jahren Standards im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Die rund 260 Mitarbeitenden des Fraunhofer IGD unterstützen Unternehmen und Institutionen der Branchen Manufacturing and Mobility, Gesundheit und Pflege, Bioökonomie, Infrastruktur und Public Services sowie Maritime Wirtschaft. Das Fraunhofer IGD bietet konkrete technologische Lösungen und hilft bei der strategischen Entwicklung. Die Forscherinnen und Forscher betreiben Problemanalyse, konzipieren Soft- und Hardwaresysteme, entwickeln Prototypen und realisieren und implementieren visuell-interaktive Systeme. Schwerpunkte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Das Fraunhofer IGD betreibt seit 1987 Spitzenforschung und begleitet an seinen zwei Standorten Darmstadt und Rostock den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel mit anwendungsorientierten Lösungen.

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„80 bis 90 Prozent der deutschen Unternehmen haben keine echte Kontrolle über ihre IT-Sicherheit“

Michael Pütz von Cybersense: Warum Cloud-Abhängigkeiten Unternehmen gefährden und wie eine neu entwickelte ScoreCard digitale Souveränität messbar machen kann.

BildDortmund, 21. Juli 2026 – Digitale Souveränität gilt in Politik und Wirtschaft als Schlüsselbegriff für eine widerstandsfähigere IT. In der Praxis fehlt vielen Unternehmen jedoch weiterhin der Überblick über kritische Abhängigkeiten. Das sagt Michael Pütz, Leiter Sales- & Partnermanagement bei Cybersense, im Interview mit dem digitalen Magazin MEDIEN MANAGER. Cybersense positioniert sich als „Alarmanlage für die IT“ und bietet ein Deception-basiertes IT-Frühwarnsystem zur Angriffs- und Einbruchserkennung. Nach Einschätzung des Experten haben 80 bis 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland „keine echte Kontrolle über ihre Cybersecurity- und Souveränitätsstrategie“.

Für Unternehmen bedeute digitale Souveränität vor allem Kontrolle – über die eigenen Daten, kritische Geschäftsprozesse und die technischen Abhängigkeiten, auf denen diese basieren, so Pütz. Solange nicht belastbar beantwortet werden könne, wo Daten liegen, wer Zugriff auf zentrale Systeme hat und wie wechselbar Anbieter sind, fehle diese Kontrolle: „In der Unternehmenspraxis ist das Thema eher ein Kommunikationsbegriff und kein operatives Steuerungsthema.“

Bedenkliche Abhängigkeiten von Cloud-Diensten und Plattformanbietern in der Paxis

Als besonders kritisch stuft Pütz die Abhängigkeit von einzelnen Cloud-Diensten und Plattformanbietern ein. Wenn zentrale Anwendungen, Daten und Sicherheitsfunktionen stark auf einen Anbieter konzentriert seien, entstünden technische wie strategische Lock-in-Effekte. Viele Unternehmen merken erst spät, wie schwierig ein Anbieterwechsel wird, wenn Daten, Prozesse und Schnittstellen eng an eine Plattform gebunden sind. Europäische Rechenzentren internationaler Anbieter lösen die Frage nach Kontrolle und struktureller Abhängigkeit ebenfalls nicht automatisch.

Die Sicherheitsstrategie deutscher Unternehmen ist unmittelbar betroffen und „ohne Kenntnis der eigenen Abhängigkeiten nicht belastbar“, betont Pütz: „Viele setzen zudem eine vorhandene Firewall fälschlich mit zeitgemäßer Angriffserkennung gleich.“ Entscheidend sei heute nicht, ob ein Angriff stattfindet, vielmehr ob daraus realer Schaden entsteht.
KMU besonders gefährdet

Besonders sichtbar ist das Problem im Mittelstand, wo spezialisierte interne Ressourcen oft fehlen, während die wirtschaftliche Abhängigkeit von funktionierenden IT-Abläufen hoch ist. Unternehmen ohne ausreichendes internes Know-how empfiehlt Pütz spezialisierte Partner – idealerweise mit Sitz, Support und Ansprechpartnern in Deutschland oder der EU, um im Ernstfall schnelle Kommunikation und klare Zuständigkeiten sicherzustellen.

Cyberrisiken und digitale Souveränität messbar machen

Cybersense entwickelt derzeit eine eigene ScoreCard, mit der sich abstraktes IT-Risiko in konkrete betriebliche Auswirkungen übersetzen lässt. Parameter sind beispielsweise die Kosten eines Tages Produktionsausfall oder eines Ausfalls zentraler Systeme. Pütz: „Erst durch diese Quantifizierung wird aus dem IT-Risiko eine Managementgröße.“ Ziel ist es, Unternehmen Transparenz über ihre Abhängigkeiten zu verschaffen und Sicherheitsstrategien gemeinsam so aufzubauen, dass strukturelle Schwachstellen gezielt adressiert werden.

Das komplette Interview unter www.cybersense.de.

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Über Cybersense
Cybersense, ein deutscher Spezialist für Angriffserkennung mit Sitz in Dortmund, unterstützt Unternehmen dabei, ihre Cybersicherheit gezielt zu stärken und digitale Angriffe frühzeitig zu identifizieren. Da herkömmliche Sicherheitssysteme angesichts des zunehmenden KI-Einsatzes oft an ihre Grenzen stoßen, setzt Cybersense auf eine patentierte Deception-Technologie. Täuschend echte Köder, Fallen und nachgebildete Systeme werden individuell erstellt und strategisch in der IT-Umgebung platziert, sodass Angreifer bereits in einer frühen Angriffsphase erkannt werden, bevor Schaden entsteht. Auf diese Weise hilft Cybersense, verdächtige Aktivitäten sichtbar zu machen, Angriffsbewegungen im Netzwerk schneller zu erkennen und die Reaktionsfähigkeit im Ernstfall deutlich zu erhöhen.

Weitere Informationen: www.cybersense.de

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Berlin: Ohne hochqualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure ist kein „Staat“ zu machen!

Für den Ausbau erneuerbarer Energien, Modernisierung von Verkehrssystemen und Realisierung nachhaltiger Bauprojekte benötigt der öffentliche Dienst hochqualifizierte Ingenieurinne und Ingenieure.

Der technische Beruf im öffentlichen Dienst hat bei der Bereitstellung der Infrastruktur eine hohe Bedeutung. Hierzu gehören insbesondere die Bereiche: Bauwesen und Architektur, Ingenieurwesen, IT und Digitalisierung, Gesundheitszentren und Verkehrswesen. Hierzu braucht der Öffentliche Dienst Ingenieurinnen und Ingenieure, die Praxisnähe sowie effizientes, fachliches und wirtschaftliches Wissen einbringen.

Ingenieurinnen und Ingenieure sind zuständig für Planung, Bau und Instandhaltung öffentlicher Gebäude, Straßen und Brücken, Entwicklung und Überwachung technischer Projekte in der Wasserwirtschaft, im Verkehr oder in der Umwelttechnik.

Auch die Betreuung und Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur öffentlicher Einrichtungen und Behörden, Wartung und Betrieb von Medizintechnik in Krankenhäusern und Gesundheitszentren, Implementierung nachhaltiger Energiekonzepte und Überwachung von Umweltauflagen sowie Planung und Optimierung öffentlicher Verkehrssysteme, von Bahnanlagen bis zu ÖPNV-Lösungen gehören zu ihren Aufgaben. Sie agieren in der öffentlichen Verwaltung im Sinne des Gemeinwohls – und nicht zugunsten der in der Privatwirtschaft üblichen Gewinnmaximierung, wobei die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel optimal und zielorientiert eingesetzt werden müssen. Ingenieurinnen und Ingenieure die wissenschaftlich interessiert sind, stehen zudem bundeseigene Forschungseinrichtungen – wie beispielsweise die Fraunhofer-Institute oder die Max-Planck-Gesellschaft – offen.

Laut Statistischem Bundesamt fehlen allein in den kommunalen Bauverwaltungen bundesweit über 20.000 Ingenieurinnen und Ingenieure. Als Beispiel sind hier die 16.000 maroden Brücken im Bundesfernstraßennetz als sanierungs- oder erneuerungsbedürftig zu nennen, wovon fast 6.000 komplett ersetzt werden müssen. Neben den Baukosten verursachen die Umleitungen dieser baubedingten Sperrungen einen wirtschaftlichen Verlust in Milliardenhöhe. Intakte Brücken können auch Menschenleben retten. Das plötzliche Versagen der eingestürzten Carolabrücke in Dresden hat zum Glück kein Menschenleben gekostet.

Die technischen Berufe, die sich im öffentlichen Dienst im Wandel befinden, werden maßgeblich durch die digitale Transformation beeinflusst. Weitere Themen sind z. B. die Klimafolgen und die in Rente gehenden Boomer. „Aus der Sicht des ZBI ist es wichtig, dass öffentliche Verwaltungen zunehmend auf digitale Prozesse setzen und massiv in den Ausbau ihrer IT-Infrastrukturen investieren“, betont ZBI-Vizepräsident Dr. Heinz Leymann und fügt hinzu: „Hierzu bedarf es der Gewinnung hochqualifizierter Ingenieurinnen und Ingenieure, die digitale Lösungen entwickeln und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger umsetzen“. Darüber hinaus nehmen bundesweit öffentliche Klimaschutzprojekte eine bedeutende Rolle ein. Für den Ausbau erneuerbarer Energien, die Modernisierung von Verkehrssystemen und die Realisierung nachhaltiger Bauprojekte werden in gleicher Weise hochqualifizierte Ingenieurinne und Ingenieure benötigt.

Der ZBI fordert: Die Politik ist aufgerufen, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, um nicht den Wettbewerb mit der Wirtschaft im Hinblick auf hochqualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure zu verlieren.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V.
Herr Dr. Heinz Leymann
Christinenstr. 79
44575 Castrop-Rauxel
Deutschland

fon ..: 02305 9679087
web ..: http://www.zbi-berlin.de
email : leymann@zbi-berlin.de

Der ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine ist ein Spitzenverband im Bereich des Ingenieurwesens. Zu seinen Mitgliedern gehören Ingenieurvereine und Organisationen, die sich mit dem Ingenieurwesen befassen. Der ZBI bündelt die Interessen und Belange seiner Mitgliedsverbände mit über 40.000 Ingenieuren und vertritt sie gegenüber Politik und Gesellschaft. Der ZBI nimmt Einfluss auf die Gesetzgebung von Bund und Ländern und pflegt hierzu seine fachlichen und direkten Kontakte zu Politikern aller Parteien.
www.zbi-berlin.de

„Sie können diese Pressemitteilung – auch in geänderter oder gekürzter Form – mit Quelllink auf unsere Homepage auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.“

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