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Tierversuche an Affen Thema in Bundestagsanhörung

Beachtlich: In nur 6 Wochen beteiligten sich mehr Bundesbürger als das Quorum erfordert an dieser Bundestagspetition, die ein Ende von Affenversuchen und Forschungsreformen fordert.

BildPetition von Ärzte gegen Tierversuche und PETA sendet wichtiges Signal an Bundespolitik

Ärzte gegen Tierversuche e. V. (ÄgT) hat gestern gemeinsam mit PETA Deutschland e.V. im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages sich für das Ende der Affenversuche stark gemacht. Mehr als 40.000 Bürgerinnen und Bürger hatten die Petition „Tierversuche an Affen stoppen“ unterstützt und so die öffentliche Anhörung ermöglicht – ein eindrucksvolles Zeichen für die politische Bedeutung des Themas.

In der Anhörung legten die Organisationen dar, warum Tierversuche an nicht-menschlichen Primaten wissenschaftlich unzuverlässig, ethisch nicht vertretbar und international längst überholt sind. Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Bevölkerung einen klaren forschungspolitischen Kurswechsel erwartet. Die Petition fordert unter anderem ein nationales und europäisches Engagement für ein Verbot von Versuchen an Affen, die Ausrichtung des Gefährdungsstatus an der Roten Liste der Weltnaturschutzunion, ein ausnahmsloses Verbot von Versuchen an Menschenaffen sowie einejährliche Erhöhung der Fördermittel für tierversuchsfreie Forschung.

„Tierversuche, auch an Affen, liefern keine verlässlichen Daten für den Menschen. Humanbasierte Verfahren wie Organ-on-a-Chip, 3D-Organoide und KI-Modelle liefern hingegen präzisere Ergebnisse, die Erkrankten wirklich helfen können – schneller, kostengünstiger und ethisch korrekt“, erklärt Dr. Melanie Seiler, Primatologin und Geschäftsführerin Öffentlichkeitsarbeit von ÄgT. „Gleichzeitig gelten die am häufigsten eingesetzten Affenarten wie der Langschwanzmakake inzwischen als stark gefährdet – ein alarmierendes Zeichen, das politisches Handeln auch im Sinne des Artenschutzes zwingend erforderlich macht.“

ÄgT betont zudem, dass andere Länder Deutschland bereits überholen: Die USA schaffen neue Strukturen für humanrelevante Forschung, die Niederlande beenden ab 2030 die staatliche Finanzierung von Affenversuchen und Großbritannien hat eine nationale Rückbaustrategie von Tierversuchen vorgestellt.

„Die politische Richtung ist international klar – nur Deutschland fehlt weiterhin eine verbindliche Strategie“, so Seiler. „Die Anhörung war ein wichtiger Schritt, ausgelöst durch die starke Stimme von zehntausenden Bürgerinnen und Bürgern.“

In der Anhörung hatten die Abgeordneten Gelegenheit, Fragen an die Petenten und die Vertreter des Landwirtschafts- und Forschungsministeriums zu stellen, was ausgiebig genutzt wurde.

Der Petitionsausschuss wird die eingebrachten Inhalte nun beraten; ein Ergebnis liegt noch nicht vor. ÄgT dankt allen Unterzeichnenden und kündigt an, sich weiter mit Nachdruck für eine moderne, wissenschaftlich zukunftsfähige und ethisch vertretbare Forschungspolitik einzusetzen.

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Frau Melanie Seiler
Lustheide 85
51427 Bergisch Gladbach
Deutschland

fon ..: 022049990224
web ..: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de
email : seiler@aerzte-gegen-tierversuche.de

„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.

Pressekontakt:

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Frau Gaby Neumann
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US-Gesundheitsbehörde beendet Affenversuche

Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC), eine der bedeutendsten Gesundheitsbehörden der Welt, werden Berichten zufolge sämtliche Affenversuche einstellen

BildÄrzte gegen Tierversuche fordert Ausstieg auch in Deutschland

Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC), eine der bedeutendsten Gesundheitsbehörden der Welt, werden Berichten zufolge sämtliche Affenversuche einstellen (1). Dieses Vorhaben markiert einen weiteren Schritt in der Abwendung von Tierversuchen in den USA. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche fordert die Bundesregierung auf, dem aktuellen Beispiel zu folgen und einen Ausstieg aus Tierversuchen an Primaten zu beschließen. Die Nutzung von Affen im Labor ist nicht nur ethisch nicht vertretbar, auch wissenschaftlich funktionieren diese Modelle nicht. Die Medizin des 21. Jahrhunderts braucht moderne humanbasierte Methoden für eine für den Menschen relevante Forschung. Die Ausstiegsforderung wird durch eine aktuelle Bundestagspetition von mehr als 40.000 Bürgern unterstützt.

„Die Entscheidung der CDC ist ein wissenschaftlicher und ethischer Meilenstein“, sagt Dr. Johanna Walter, wissenschaftliche Referentin bei Ärzte gegen Tierversuche. „Das CDC ist eine Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums. Dass eine solche Behörde sämtliche Affenversuche einstellt, zeigt unmissverständlich: Der Paradigmenwechsel hin zu moderner, tierversuchsfreier Forschung ist möglich – und in den USA längst im Gang.“

Auch weitere US-Behörden richten ihre Forschung zunehmend auf humanrelevante Methoden aus: Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA will Tierversuche bei der Entwicklung bestimmter Medikamente durch effektivere, für den Menschen relevantere Methoden ersetzen (2). Die Forschungsbehörde National Institutes of Health (NIH) verstärken ihre Förderung solcher humanrelevanter Forschungsansätze und reduzieren gleichzeitig die Unterstützung für tierversuchsbasierte Projekte (3,4). Auch die US-Umweltbehörde EPA hat sich zum Ziel gesetzt, Tierversuche für die Chemikalienzulassung zu beenden (5). Nun folgt mit der CDC eine weitere Behörde.

Der Ausstieg aus Affenversuchen bei der CDC ist dabei nicht nur ethisch, sondern vor allem wissenschaftlich motiviert, denn die wissenschaftlichen Schwächen tierexperimenteller Forschung sind gravierend. Über 90% aller Arzneimittelkandidaten, die im Tierversuch – häufig an Affen – wirksam und verträglich erscheinen, scheitern später in klinischen Studien, weil sie am Menschen nicht wirken oder gefährlich sind (6).

Affen unterscheiden sich beispielsweise in Punkten der Immunantwort, des Stoffwechsels, der Genregulation und der Infektionsbiologie vom Menschen. Dies führt regelmäßig dazu, dass Ergebnisse aus Primatenversuchen nicht auf den Menschen übertragbar sind und die weitere Forschung in die falsche Richtung lenken (7,8).

„Affen sind dem Menschen zwar ähnlicher als andere Tiere, doch ,ähnlich‘ reicht in der medizinischen Forschung nicht aus“, erklärt Walter. „Gerade in der HIV-, neurobiologischen und toxikologischen Forschung scheitern Primatenversuche immer wieder.“ Das Aus für Affenversuche am CDC ist somit wissenschaftlich nur konsequent. Deutschland sollte diesem Beispiel folgen.

Ärzte gegen Tierversuche fordert einen verbindlichen Ausstiegsplan aus allen Tierversuchen, beginnend bei Primaten, sowie massive Investitionen in moderne, tierfreie Forschung wie Organoide, Multi-Organ-Chips und KI-basierte Methoden.

Gemeinsam mit PETA Deutschland hat Ärzte gegen Tierversuche e. V. eine Bundestagspetition eingereicht (9), die ein Ende von Tierversuchen an nicht-menschlichen Primaten in Deutschland fordert. Nachdem die Petition über 40.000 Unterstützer fand, muss sich nun der Deutsche Bundestag mit der Thematik befassen. Die Sitzung des Petitionsausschusses zur Petition findet am Montag, den 1. Dezember 2025 ab 12.00 Uhr statt. Sie ist öffentlich und wird live auf der Website des Deutschen Bundestags übertragen (10).

„Deutschland muss jetzt handeln“, so Walter. „Die USA zeigen – mit immer mehr Behörden wie FDA, NIH, EPA und nun den CDC, die sich von Tierversuchen abwenden -, dass ein Ausstieg politisch möglich und wissenschaftlich sinnvoll ist. Ein derart grundlegender Kurswechsel durch große Forschungsbehörden ist ein starkes Signal: weg von wissenschaftlich fragwürdigen Tierversuchen hin zu modernen, humanrelevanten Methoden. Wer heute noch an Tierversuchen festhält, ignoriert moderne Wissenschaft, gefährdet den medizinischen Fortschritt und verursacht wissentlich Tierleid.“

Quellen (alle Links zu den Quellen auf der ÄgT-Webseite >>)

(1) Grimm D. Exclusive: CDC to end all monkey research. Science, 21.11.2025 >> https://www.science.org/content/article/exclusive-cdc-end-all-monkey-research

(2) USA streben Arzneimitteltestung ohne Tierversuche an. Ärzte gegen Tierversuche Pressemittelung vom 24.04.2025 >>

(3) USA läuten neue Ära in der medizinischen Forschung ein. Ärzte gegen Tierversuche Pressemittelung vom 05.05.2025 >>

(4) USA setzen neuen Meilenstein: Gesundheitsbehörde stoppt gezielte Tierversuchs-Förderung. Ärzte gegen Tierversuche, Pressemitteilung vom 14.07.2025 >>

(5) US-Umweltbehörde kippt Stichtage zum Verbot von Tierversuchen. Ärzte gegen Tierversuche, News vom 18.01.2024 >>

(6) Clinical development success rates 2011-2020. BIO, Informa, QLS Advisor 2021

(7) Gericke, C. Tierversuche an Affen, Ärzte gegen Tierversuche. 30.07.2025 >>

(8) Gericke, C. Affenhirnforschung – Großes Leid für Affen, kein Nutzen für Menschen. Ärzte gegen Tierversuche, 16.12.2024 >>

(9) Bundestagspetition: Tierversuche an Affen stoppen! >>

(10) Deutscher Bundestag: Öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses, 01.12.2025 >>
Livestreem >> https://www.bundestag.de/

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„Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin – eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu relevanten Ergebnissen gelangt.

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Nanoplastik im Fokus: ALLATRA warnt in New York vor globalen Risiken und Gefahren

Nanoplastik dringt in Blut, Organe und Ökosysteme ein. ALLATRA präsentiert alarmierende Forschungsergebnisse und ruft zum Handeln auf.

BildNew York “ Die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA stellte am 24. Oktober in Zusammenarbeit mit Civic Hall eine fachlich fundierte öffentliche Präsentation vor, die sich einer der dringendsten Umwelt- und Gesundheitsfragen unserer Zeit widmete: den wachsenden Belastungen der Biosphäre durch Mikro- und Nanoplastik.

Die Veranstaltung brachte Klimaaktivisten, Vertreter des öffentlichen Gesundheitswesens, Mediziner, Studenten, Journalisten und besorgte Bürger zusammen, um aufschlussreich zu untersuchen, wie unsichtbare Kunststoffpartikel in den menschlichen Körper gelangen und die miteinander verbundenen Systeme unseres Planeten stören.

DIE WISSENSCHAFTLICHEN GRUNDLAGEN
Dr. John Ahn, PhD, MBA, internationaler Experte bei der IGB ALLATRA für Klima, Geodynamik und Umweltrisiken, reiste nach Manhattan, um sich dem ALLATRA-Team in New York für diese wichtige Bildungsveranstaltung anzuschließen. Dr. Ahn präsentierte zusammen mit drei in New York ansässigen Referenten wichtige Erkenntnisse aus dem ALLATRA-Bericht „Nanoplastik in der Biosphäre. Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise

Die Präsentation zeigte, wie Nanoplastikpartikel, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, jeden Winkel des Ökosystems unseres Planeten durchdrungen haben, von den Tiefen des Marianengrabens bis zum Gipfel des Mount Everest, und nun im menschlichen Blutkreislauf, in Organen und Zellstrukturen vorhanden sind.
Forschungen haben gezeigt, dass diese Partikel oxidativen Stress und chronische Entzündungen auslösen, die Zellfunktion stören und zunehmend mit verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen und Krebsarten in Verbindung gebracht werden.

Die ALLATRA-Sprecherin Evelina Cherif präsentierte ebenfalls besonders ernüchternde Prognosen und verwies dabei auf die Forschungsergebnisse von Shanna Swan, Professorin für Umweltmedizin und öffentliche Gesundheit, die in The Guardian veröffentlicht wurden: „Prognosen deuten darauf hin, dass die Welt bis 2045 vollständig unfruchtbar werden könnte.“

Über die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hinaus hat der Bericht „Nanoplastik in der Biosphäre. Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise“ aufgezeigt, dass Nanoplastik die Klimainstabilität verstärken, indem sie die thermische Regulierung der Ozeane stören und die globalen Niederschlagsmuster verändern, was zu häufigeren und schwereren Extremwetterereignissen beiträgt.

KOLLEKTIVES HANDELN
ALLATRA-Redner Steve Kasten hielt eine eindrucksvolle Abschlussrede über die entscheidende Bedeutung der öffentlichen Meinung für den Wandel.
„Die Geschichte zeigt uns, dass Veränderungen mit Bewusstsein und Engagement beginnen“, erklärte Kasten und verwies dabei auf wegweisende Fallstudien wie die Luftverschmutzungsstudie „Harvard Six Cities“, die Asbestregulierung und das Verbot von Bleifarben. „So wie engagierte Bürger und Wissenschaftler einst dafür gekämpft haben, Blei aus Farben und Benzin zu verbannen, können wir jetzt unsere Stimme erheben, um die Nanoplastik-Krise anzugehen, bevor es zu spät ist.“

Kasten betonte, dass jeder dieser historischen Erfolge im Bereich der öffentlichen Gesundheit mit einer Handvoll Forschern und Fürsprechern begann, die sich weigerten, zu schweigen. „Die Kraft, Veränderungen zu bewirken, liegt in unseren Händen. Wie laut wir über dieses Thema sprechen, wird darüber entscheiden, wie schnell Lösungen gefunden werden“, sagte er.

ENGAGIERTES PUBLIKUM, KRITISCHE FRAGEN
Die Präsentation enthielt durchgehend interaktive Elemente, wobei die Besucher aktiv an der Frage-und-Antwort-Runde teilnahmen. Zu Beginn der Veranstaltung fragte ALLATRA-Sprecher Oli Kotik die Besucher, ob sie glaubten, dass sich bereits Nanoplastik in ihrem Körper befänden; etwa die Hälfte hob die Hand. Am Ende der Präsentation hatte sich das Bewusstsein dramatisch verändert, und die überwiegende Mehrheit erkannte diese beunruhigende Realität an.

Die Präsentation umfasste auch ein Video von Dr. Lukas Kenner, Pathologe an der Medizinischen Universität Wien, über den Zusammenhang zwischen der Anreicherung von Nanoplastik in menschlichem Gewebe und der Entstehung von Krebs. Dies veranlasste Katrina Solona, eine anwesende Medizinerin, besorgniserregende Beobachtungen aus ihrer eigenen Praxis zu teilen: „Ich habe in den letzten Jahren einen deutlichen Anstieg der Darmkrebsdiagnosen beobachtet. Der Anstieg ist unbestreitbar.“

Unter den Teilnehmern entfaltete sich eine lebhafte Diskussion über Kunststoffarten und ihre unterschiedlichen Gesundheitsrisiken. Der sich abzeichnende Konsens war eindeutig: Nanoplastikpartikel können aufgrund ihrer elektrostatischen Ladung tief in Zellstrukturen eindringen, was sie zur gefährlichsten Form der Plastikverschmutzung macht, die am dringendsten bekämpft werden muss.

Die Zuhörer stellten kritische Fragen zu den laufenden internationalen Forschungsbemühungen. Das Fehlen umfassender globaler Studien zu Nanoplastik und das begrenzte öffentliche Bewusstsein für dieses Thema unterstrichen die dringende Notwendigkeit einer koordinierten internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit.

BILDUNG EINER GEMEINSCHAFT, VEREINT DURCH DIE LÖSUNG ENTSCHEIDENDER PROBLEME
Über den Bildungsaspekt hinaus förderte die Veranstaltung den Aufbau sinnvoller Kontakte zwischen den Teilnehmern. Viele Teilnehmer äußerten sich dankbar für die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, die ihre Besorgnis über Herausforderungen im Bereich Umwelt und öffentliche Gesundheit teilen. Die Kombination aus fundierten wissenschaftlichen Vorträgen und Gemeinschaftsbildung schuf eine Atmosphäre, in der die Teilnehmer sowohl lernen als auch Kontakte miteinander knüpfen konnten, die sich für positive Veränderungen einsetzen.

RESSOURCEN
Um das Thema Nanoplastik weiter zu vertiefen und die zugrunde liegenden Forschungsquellen zu überprüfen, wurden die Teilnehmer auf den umfassenden Bericht von ALLATRA „Nanoplastik in der Biosphäre. Von molekularer Einwirkung zu planetarer Krise“ und den Dokumentarfilm „Falle für die Menschheit“ verwiesen, die unter allatra.org/de verfügbar sind.

ALLATRA bedankt sich herzlich bei Civic Hall für die Bereitstellung des Veranstaltungsortes und die Zusammenarbeit als Mitveranstalter dieser Veranstaltung. Ihr Engagement für die Förderung kritischer Diskussionen über Umwelt- und Gesundheitsfragen ist ein Beispiel für ihr Engagement für bürgerschaftliches Engagement und das Wohlergehen der Gemeinschaft.

Über die Civic Hall
Die Civic Hall ist eine hochmoderne Einrichtung am Union Square in New York. Sie wurde mit einer einfachen Idee gegründet: sich miteinander zu verbinden, um die reichhaltigsten Möglichkeiten des Lebens in Bezug auf Wachstum, Zusammenarbeit und Feierlichkeiten zu nutzen.

Heute wird die Civic Hall von einem Ziel angetrieben: die Kraft des Möglichen in einem Forum zu entfalten, das so vielfältig ist wie die Stadt, in deren Zentrum sie steht. Von der Bereitstellung von Räumlichkeiten für Bildungsprogramme und Start-up-Unternehmen bis hin zur Ausrichtung von Kunstausstellungen und Hochzeitsempfängen – kein Ziel ist zu hoch gesteckt.

Über die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA
Die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA ist eine unabhängige, von Freiwilligen getragene Organisation, die Menschenrechte und Grundfreiheiten schützt und groß angelegte Forschungsarbeiten in den Bereichen Geodynamik und Umweltfragen durchführt. ALLATRA ist für seinen interdisziplinären Ansatz bei der Erforschung von Naturkatastrophen bekannt und fördert aktiv die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit und setzt sich für Menschenrechte und Grundfreiheiten ein.

In Anerkennung ihrer Arbeit erhielt die Internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA im Jahr 2025 den Apostolischen Segen Seiner Heiligkeit Papst Leo XIV. und im Jahr 2024 den Apostolischen Segen Seiner Heiligkeit Papst Franziskus für ihre Bemühungen um den Umweltschutz und die Bewahrung der Schöpfung.

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ALLATRA e. V.
Anna Wagner
Schlehenweg 11
74847 Obrigheim
Deutschland

fon ..: 01746358307
web ..: http://www.allatra-ev.de
email : pr@allatra-ev.de

Allatra e.V. ist ein eingetragener Verein. Wir vertreten die internationale Gesellschaftliche Bewegung ALLATRA in Deutschland, stehen außerhalb von Politik und Religion und sind getragen von ehrenamtlichem Engagement. Mit klarem Fokus auf die eskalierende Klimakrise informieren wir über die klimatische Situation und setzen uns ein für den Schutz von Menschenrechten und das menschliche Leben.

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Großbritannien stellt Fahrplan zum Ausstieg aus dem Tierversuch vor

Mit der Roadmap setzt die britische Regierung ein deutliches Zeichen für den Paradigmenwechsel in den Biowissenschaften.

BildDeutschland weit abgeschlagen

Die britische Regierung hat soeben eine umfassende Strategie veröffentlicht, mit der der Einsatz von Tierversuchen in Forschung und Testung schneller zurückgefahren werden soll (1). Ziel dieser sogenannten Roadmap ist es, moderne und wissenschaftlich fundierte humanbasierte Methoden stärker zu etablieren und schrittweise Tests an Tieren zu ersetzen. Mit dieser Strategie unterstreicht Großbritannien seine Ambition, nicht nur nationale Tierschutzziele zu verfolgen, sondern zugleich eine internationale Führungsrolle im Bereich der Entwicklung tierversuchsfreier Testmethoden einzunehmen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche begrüßt die Entwicklung und kritisiert, dass Deutschland in dieser internationalen Entwicklung weit abgeschlagen ist.

Im Zentrum des britischen Fahrplans stehen neue technologische Ansätze wie Organ-on-a-Chip-Systeme, KI-gestützte Analysen und 3D-Bioprinting von menschlichem Gewebe, die künftig in der Forschung und der Prüfung von Chemikalien und Medikamenten stärker genutzt werden sollen. Die Roadmap benennt zudem konkrete Zeitziele: Bis Ende 2026 sollen Tierversuche zur Bewertung von Haut- und Augenreizungen sowie Sensibilisierung beendet werden. Ab 2027 sollen für Botulinumtoxin (Botox) und einen bestimmten Test zur Qualitätskontrolle etwa von Impfstoffen ausschließlich tierversuchsfreie Verfahren eingesetzt werden. Bis 2030 plant die Regierung außerdem, den Einsatz von Hunden und Affen in der Wirkstoffforschung zu senken.

Der Plan wurde gemeinsam vom britischen Wissenschaftsministerium (DSIT), dem Umweltministerium (DEFRA) und dem Innenministerium entwickelt und reagiert auf den wachsenden Bedarf aus Forschung, Industrie und Tierschutz, tierversuchsfreie Prüfverfahren auszubauen. Parallel soll der Austausch zwischen Forschung, Industrie und Behörden gestärkt, Standards definiert und die regulatorische Anerkennung neuer Verfahren erleichtert werden. Geplant sind zudem spezifische Fortbildungsprogramme für wissenschaftlichen Nachwuchs, um tierversuchsfreie Methoden besser zu verankern. Um Innovation und Validierung zu beschleunigen, stellt der Staat rund 60 Millionen britische Pfund (über 68 Mio. Euro) bereit, ergänzt durch zusätzliche 15,9 Millionen Pfund (über 18 Mio. Euro) aus Forschungsförderprogrammen.

Mit der Roadmap setzt die britische Regierung ein deutliches Zeichen für den technologischen Wandel in den Biowissenschaften und reiht sich damit in die Liste der Länder, die bereits Ausstiegspläne etabliert haben. Die USA, Australien, die Niederlande, Schweden und die EU haben bereits Pläne für einen Wandel weg vom wissenschaftlich unzuverlässigen und ethisch nicht zu rechtfertigenden Tierversuch zumindest in Teilbereichen erarbeitet. Tatsächlich will Großbritannien sogar führend im Bereich der innovativen tierversuchsfreien Forschung werden.

„Konkrete Jahreszahlen für das Ende bestimmter Tierversuche zu nennen, ist ein wegweisender Schritt“, kommentiert Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. „Andererseits sind dies Tests, die ohnehin nur einen winzigen Anteil an allen Tierversuchen haben. So machten die Haut- und Augenreizungstests in Großbritannien im letzten Jahr nur 0,1 % aus (2). Auch ist es zu wenig, die Verwendung von Hunden und Affen in bestimmten Bereichen nur reduzieren zu wollen.“ Ärzte gegen Tierversuche bemängelt weiterhin, dass die fehlende Übertragbarkeit von Tierversuchsergebnissen auf den Menschen nicht als Haupttriebfeder für die britische Strategie benannt wird.

Trotz dieser Kritik fordert der Ärzteverein von der Bundesregierung, den Plan der Briten als Vorbild zu nehmen, denn dieser zeigt einen konkreten Willen, den Wandel hin zu tierversuchsfreier und humanrelevanter Forschung voranzutreiben. „Statt einen Paradigmenwechsel einzuleiten, bei dem der Tierversuch nicht mehr der Standard ist, drohen mit der jetzigen Bundesregierung sogar Erleichterungen für die Genehmigung von Tierexperimenten“, sagt Gericke in Hinblick auf den Koalitionsvertrag, demzufolge ein eignes Tierversuchsgesetz geschaffen werden soll, was nach Ansicht von Ärzte gegen Tierversuche ein dramatischer Rückschritt für die humanrelevante Forschung, Patienten und Tiere wäre.

Quellen

(1) Animal testing to be phased out faster as UK unveils roadmap for alternative methods. Gov.uk, press release, 11.11.2025 >>

(2) Animal free research UK urges Government to strengthen roadmap to end animal experiments. Animal Free Research UK, News 11.11.2025 >>

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Warum die akademische Forschung an Tierversuchen festhält

Verkrustete Strukturen innerhalb der Wissenschaft bremsen tierversuchsfreie Forschung

BildNicht die Technik, sondern Strukturen und Anreizsysteme blockieren den Wandel

Obwohl moderne, tierversuchsfreie Forschungsmethoden längst vorhanden sind und in der regulatorischen Testung zunehmend Anwendung finden, bleibt der Einsatz von Tieren in der akademischen Forschung unverändert hoch. Eine Publikation der britischen Wissenschaftlerin Dr. Pandora Pound liefert nun eine Erklärung für diesen Stillstand: Er liegt nicht an der mangelnden Reife tierversuchsfreier Verfahren, sondern an tief verwurzelten sozialen und strukturellen Mechanismen innerhalb der Wissenschaft selbst. Wer auf tierversuchsfreie Verfahren umsteigt, riskiert Karriereeinbußen. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche fordert daher ein Umdenken.

Moderne, humanrelevante Forschungsmethoden – sogenannte New Approach Methodologies (NAMs) – wie Organoide, Organ-on-a-Chip-Systeme oder KI-gestützte Simulationen sind längst keine Zukunftsvision mehr. In der regulatorischen Sicherheitsbewertung von Chemikalien, Kosmetika und zunehmend auch Medikamenten werden sie bereits erfolgreich eingesetzt. Sowohl die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) als auch die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) erkennen NAMs zunehmend an und fördern ihre Weiterentwicklung. Die Europäische Union will Anfang 2026 eine Roadmap zur tierversuchsfreien Sicherheitstestung veröffentlichen.

„Dass NAMs sich vor allem dort durchsetzen, wo höchste Sicherheitsstandards gelten, belegt eindeutig: Diese Methoden sind Tierversuchen überlegen und einsatzbereit – auch in der Grundlagenforschung“, erläutert Dr. Johanna Walter, wissenschaftliche Referentin bei Ärzte gegen Tierversuche. „Während Regulatoren und Industrie bereits umdenken, beharren große Teile der akademischen Welt jedoch auf der veralteten Methode Tierversuch.“

Nach Pounds Analyse liegen die Ursachen nicht in wissenschaftlichen oder technischen Hürden, sondern in den sozialen Strukturen und Belohnungssystemen der akademischen Welt. Unter Rückgriff auf die Theorien des französischen Soziologen Pierre Bourdieu zeigt sie, dass Wissenschaft als eigenes „soziales Feld“ funktioniert – mit festen Regeln, Hierarchien und Werten, die bestimmen, welche Forschung als „legitim“ gilt und welche nicht. So entsteht eine Kultur, in der Tierversuche als „normale“ Wissenschaft angesehen werden.

Ein zentraler Faktor ist dabei das wissenschaftliche „Kapital“, das den Status von Forschenden bestimmt:

* Symbolisches Kapital steht für Anerkennung und Prestige – etwa durch Publikationen in angesehenen Fachzeitschriften.

* Soziales Kapital beschreibt Netzwerke, Kooperationen und Zugehörigkeit zu einflussreichen Forschungsgruppen.

* Ökonomisches Kapital umfasst materielle Ressourcen wie Fördergelder, Laborinfrastruktur und Geräte.

Tierversuche generieren all diese Kapitalformen bisher zuverlässig: Ergebnisse aus Tierversuchen werden noch immer bevorzugt publiziert, sichern den Zugang zu Fördermitteln und eröffnen einflussreiche Netzwerke. Wer sich davon abwendet, riskiert, aus dem System herauszufallen. Studien zeigen z.B., dass Gutachter wissenschaftlicher Zeitschriften immer wieder tierexperimentelle Daten als „Bestätigung“ verlangen – selbst dann, wenn die Forschung vollständig auf modernen, humanbasierten Methoden beruht. Aus Angst vor Ablehnung führen viele Forschende Tierversuche daher allein durch, um den Erwartungen zu entsprechen.

„Solange Publikations- und Fördersysteme Tierversuche belohnen, wird sich kaum jemand trauen, neue Wege zu gehen“, erklärt Walter. „Wir brauchen ein Wissenschaftssystem, das Innovationsgeist und Fortschritt honoriert – nicht Konformität und das Festhalten an überholten Methoden.“

Um den notwendigen Wandel zu ermöglichen, fordert Ärzte gegen Tierversuche gemeinsam mit Pound daher:

* Reform der akademischen Bewertungssysteme: Forschungsleistungen sollten nach gesellschaftlicher Relevanz und Übertragbarkeit auf den Menschen bewertet werden, nicht nach Publikationszahlen.

* Gezielte Förderung von NAMs: Staatliche und universitäre Förderprogramme müssen tierversuchsfreie Methoden bevorzugen.

* Unterstützung des Umstiegs: Forschende müssen beim Umstieg auf NAMs durch Weiterbildung und finanzielle Förderung begleitet werden.

* Strikte Umsetzung bestehender Gesetze: Der rechtlich verankerte Grundsatz, Tierversuche nur dann zuzulassen, wenn keine tierversuchsfreien Verfahren zur Verfügung stehen, muss endlich konsequent angewendet werden.

Für ÄgT ist eindeutig, dass wir an einem Wendepunkt stehen: Die Technik ist da – jetzt müssen Politik, Universitäten und Förderinstitutionen die Verantwortung übernehmen und den Wandel zu einer tierversuchsfreien Wissenschaft aktiv gestalten und fördern. Nur so kann sich die Forschung an der Realität des 21. Jahrhunderts orientieren – menschlich, modern und tierleidfrei.

Quelle:

Pound P. A sociological perspective on the challenges of displacing animal research within academia: the contribution of Bourdieu, NAM Journal 2025; 1: 100057

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