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Bremen erweitert Polizeibefugnisse: Schutzinstrument oder Einstieg in die Vorfeldkontrolle?

Der Rechtsstaat schützt nicht nur vor Tätern. Er schützt auch vor Übermaß oder er verfehlt seinen Kern.

BildBremen schafft mit dem neuen Polizeigesetz die Grundlage für präventive elektronische Fußfesseln und einen gestuften Drohneneinsatz, offen wie verdeckt. Offiziell geht es um besseren Schutz, insbesondere vor häuslicher Gewalt. Und ja: Wer bedroht wird, braucht wirksame Instrumente. Der Staat hat hier eine Schutzpflicht. Aber genau deshalb muss er besonders sorgfältig sein.

Denn dieses Gesetz verschiebt eine zentrale Grenze unseres Rechtsstaates: die Grenze zwischen konkreter Gefahrenabwehr und präventiver Verhaltensüberwachung.

1. Die elektronische Fußfessel: Schutz mit verfassungsrechtlicher Sprengkraft

Künftig kann eine Person eine elektronische Fußfessel tragen müssen, obwohl noch keine Straftat begangen wurde. Grundlage ist die Annahme einer Gefahr für Leib, Leben, Freiheit oder Selbstbestimmung gegenüber einer bestimmten Person, richterliche Zustimmung inklusive. Das klingt rechtsstaatlich abgesichert. Doch der entscheidende Punkt ist nicht der Richterstempel, sondern die Eingriffsschwelle.

Im deutschen Gefahrenabwehrrecht gilt traditionell:
Ein schwerer Grundrechtseingriff setzt eine konkrete Gefahr voraus, also eine hinreichend bestimmte Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts in absehbarer Zeit. Die Frage lautet daher: Wie konkret ist „konkret“ in Bremen?

* Reichen Drohungen und ein eskalierter Streit?
* Reicht eine polizeiliche Gefährderprognose?
* Reicht das abstrakte Risiko in einer „toxischen Beziehung“?

Je niedriger diese Schwelle definiert und je weiter die Prognosebegriffe gefasst werden, desto näher rücken wir an ein System heran, in dem staatliche Sanktionen vor der Tat einsetzen auf Grundlage von Annahmen. Prävention ist legitim. Aber Prävention darf nicht zur Vorverurteilung werden.

_Ein freiheitliches Polizeirecht muss daher klar regeln:_
Elektronische Fußfesseln bleiben eine eng begrenzte Ausnahmemaßnahme mit hoher Eingriffsschwelle, maximaler Befristung und enger gerichtlicher Kontrolle, nicht ein neues Standardwerkzeug „für alle Fälle“.

2. Das „Spanische Modell“: Doppelter Schutz oder doppelte Überwachung?

Besonders sensibel ist das sogenannte „Spanische Modell“: Nicht nur der Gefährder trägt einen GPS-Sender, sondern auch das potenzielle Opfer. Das wird als Schutzinstrument verkauft. Faktisch bedeutet es, dass auch die bedrohte Person in ein permanentes Ortungssystem eingebunden wird.

Formal mag das „freiwillig“ sein. Faktisch entsteht ein struktureller Druck:
Wer „richtig“ geschützt sein will, soll sich tracken lassen. Ein Schutzinstrument darf aber nicht dazu führen, dass Betroffene selbst Teil eines dauerhaften Überwachungsarrangements werden mit allen Risiken von Datenzugriff, Fehlalarmen und falschen Verdachtsmomenten.

_Freiheitliche Leitlinie sollte sein:_

Schutz ja – aber ohne Zwang zur Selbstüberwachung. Klare Zweckbindung der Daten ausschließlich zum Schutz vor dem konkreten Gefährder. Strikte Löschung, sobald die Gefährdungslage entfällt. Kein „Nebenbei“-Einsatz der Daten für andere Zwecke (Strafverfolgung, Aufenthaltsermittlung, Beziehungsanalysen).

Schutz, der nur funktioniert, wenn das Opfer sich dauerhaft tracken lässt, verschiebt die Verantwortung vom Täter hin zum Opfer. Das ist genau die Verschiebung, die ein freiheitlicher Rechtsstaat vermeiden sollte.

3. Drohnen – vom Lagebild zur schleichenden Luftaufsicht?

Das Gesetz erlaubt Drohnen in drei Stufen:

* Live-Übersicht (Lagebilder),
* offene Aufzeichnung,
* verdeckter Einsatz mit richterlicher Anordnung.

Technisch ist das nachvollziehbar. Rechtlich entscheidend ist etwas anderes: Drohnen verändern den Charakter polizeilicher Präsenz. Ein Streifenwagen ist sichtbar und örtlich begrenzt. Eine Kamera an einem Mast ist ortsgebunden und erkennbar.

Eine Drohne ist mobil, flexibel, schwer wahrnehmbar und kann Bereiche erfassen, die bislang faktisch unbeobachtet waren. Die Schwelle zwischen punktueller Lageerfassung und systematischer Beobachtung ganzer Räume sinkt erheblich. Genau deshalb braucht es – ausdrücklich im Gesetz, nicht nur in Verordnungen -:

* klare zeitliche Befristungen für Drohneneinsätze,
* enge Zweckbindung (z.B. konkrete Lagebewältigung statt „allgemeine Gefahrenvorsorge“),
* strikte Löschfristen,
* ein Verbot anlassloser Dauerbeobachtung öffentlicher Räume,
* transparente Berichtspflichten an Bürgerschaft und Öffentlichkeit über Zahl, Dauer, Anlässe und Speicherpraxis.

_Ohne diese Sicherungen droht eine schleichende Normalisierung der Luftüberwachung._ Was heute als Ausnahme bei Fanmärschen und Großlagen eingeführt wird, kann morgen still zum Normalbild im öffentlichen Raum werden.

4. Der eigentliche Maßstab: Verhältnismäßigkeit : Konkret, nicht abstrakt

Das Bundesverfassungsgericht verlangt bei schweren Grundrechtseingriffen: geeignet, erforderlich, angemessen mit besonders strenger Prüfung, wenn heimlich überwacht oder dauerhafte Bewegungsprofile erzeugt werden. Bei elektronischen Fußfesseln, GPS-Ortung und verdecktem Drohneneinsatz reden wir nicht über Bagatellen, sondern über:

* Bewegungsfreiheit,
* informationelle Selbstbestimmung,
* Persönlichkeitsrechte,
* das Grundvertrauen, sich ohne permanenten Blick von oben im öffentlichen Raum zu bewegen.

Je tiefer der Eingriff, desto enger muss die gesetzliche Fassung sein. Die Frage ist daher nicht, ob Bremen handeln darf. Die Frage ist, ob Bremen ausreichend begrenzt:

* Hohe Eingriffsschwellen, klar definiert im Gesetz.
* Richterliche Anordnung mit strenger Begründungspflicht und kurzer Befristung.
* Verpflichtende regelmäßige Überprüfung und Beendigung, sobald die konkrete Gefährdungslage entfällt.

_Kein Datenteilen über den Ursprungszweck hinaus._

Ein Polizeigesetz, das tief in Freiheitsrechte eingreift, muss wie ein Skalpell formuliert sein, nicht wie ein Schweizer Taschenmesser, das „für alles irgendwie taugt“.

5. Sicherheit braucht Grenzen, sonst verliert sie Legitimation

Ein moderner Rechtsstaat muss zweierlei leisten: Er muss Opfer schützen. Und er muss verhindern, dass Schutzinstrumente selbst zur strukturellen Ausweitung staatlicher Kontrolle werden.

Wer Sicherheit stärkt, ohne rechtsstaatliche Begrenzung mitzudenken, schwächt am Ende beides. Denn Vertrauen in staatliche Institutionen entsteht nicht durch maximale Befugnisse, sondern durch klar definierte Grenzen, Transparenz und wirksame Kontrolle.

_Die rote Linie_

Elektronische Fußfesseln und Drohnen können im Einzelfall legitime Instrumente sein. Aber sie dürfen:

* nicht zur Standardmaßnahme werden,
* nicht auf vage Gefahrenprognosen und politische Stimmungsbilder gestützt werden,
* nicht ohne strenge Evaluations- und Berichtspflichten eingesetzt werden,
* nicht zu einer dauerhaften Infrastruktur präventiver Überwachung ausgebaut werden.

_Ein freiheitliches Polizeigesetz misst sich nicht an der Zahl neuer Werkzeuge. _Es misst sich an der Präzision seiner Begrenzungen und an der Fähigkeit, „Nein“ zu sagen, wenn der Staat zu viel Zugriff verlangt.

_“Bremen betritt mit diesem Gesetz juristisch sensibles Terrain. Wenn Schutz vor Gewalt ernst gemeint ist, muss die Eingriffsschwelle hoch, die Kontrolle unabhängig, die Befristung verbindlich und die Transparenz gegenüber Parlament und Öffentlichkeit garantiert sein. Sicherheit darf nie zur Gewöhnung an Überwachung führen.“ Ingo Wendelken_

Der Rechtsstaat schützt nicht nur vor Tätern.
Er schützt auch vor Übermaß oder er verfehlt seinen Kern.

_Unsere freiheitliche Lösung: _Elektronische Fußfesseln und verdeckte Drohneneinsätze dürfen nur bei klar definierter, konkretisierter und unmittelbar bevorstehender Gefahr für eine bestimmte Person angeordnet werden, mit strenger richterlicher Begründungspflicht und fester Maximalbefristung (z.B. drei Monate bei Fußfesseln, 14 Tage bei verdeckten Drohnen). Jede Maßnahme muss automatisch enden, wenn die Gefährdung entfällt, und nach spätestens drei Jahren insgesamt evaluiert und neu parlamentarisch beschlossen werden (Sunset-Klausel). GPS- und Drohnendaten dürfen ausschließlich zweckgebunden zur Gefahrenabwehr genutzt, nicht dauerhaft gespeichert und nicht für andere Ermittlungen weiterverwendet werden. Zusätzlich braucht es einen jährlichen öffentlichen Transparenzbericht über Anzahl, Dauer und Ergebnisse der Maßnahmen sowie eine unabhängige parlamentarische Kontrollinstanz. Sicherheit ja! Aber nur mit klarer Eingriffsschwelle, enger Befristung und wirksamer demokratischer Kontrolle.

Bild, Text & Gestaltung:
Ingo Wendelken
Landesvorsitzender & Pressesprecher
WerteUnion Bremen

https://www.weser-kurier.de/bremen/politik/bremen-schafft-rechtsgrundlage-fuer-drohnen-und-elektronische-fussfessel-doc84kp0aj1y1lwcl34ijm

https://www.ardmediathek.de/video/buten-un-binnen-oder-regionalmagazin/fussfesseln-und-drohnen-das-steht-im-neuen-bremischen-polizeigesetz/radio-bremen/Y3JpZDovL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlL3JhZGlvYnJlbWVuLmRlL29wZW5tZWRpYS8zXzM2MTY0OC9zZWN0aW9uL3VybjphcmQ6ZXBpc29kZTphMDUyZGYwZjcwYWI4Y2Nk

https://x.com/WerteUnionHB/status/2023556367588442332

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Eigenständig bleiben, gemeinsam gewinnen. Union der Kleinparteien.

Wer ist bereit, größer zu denken als die eigene Struktur? Politische Bewegungen entstehen genau in diesem Moment. Eigenständig bleiben, gemeinsam gewinnen.

BildUnion statt Fusion: Warum die nächste politische Kraft nicht durch Verschmelzung entsteht, sondern durch Zusammenarbeit Im freiheitlichen und konservativen Spektrum Deutschlands zeigt sich seit Jahren ein strukturelles Paradox: Die inhaltliche Schnittmenge ist groß, die politische Wirkung jedoch bleibt überschaubar. Nicht weil es an Ideen mangelt. Nicht weil es an engagierten Mitgliedern fehlt. Sondern weil Kräfte parallel wirken, statt sich strategisch zu ergänzen.

Während große Parteien gelernt haben, Macht zu organisieren, organisieren kleine Parteien häufig vor allem sich selbst.

Doch genau hier beginnt ein Umdenken.

Immer mehr Akteure erkennen: Der Weg zu größerer politischer Relevanz führt nicht zwangsläufig über Fusionen. Juristische Verschmelzungen klingen nach Stärke, erzeugen in der Praxis jedoch oft monatelange Strukturdebatten, Machtfragen und kulturelle Reibungsverluste. Am Ende entsteht selten Dynamik “ häufig eher Stillstand.

Was stattdessen gebraucht wird, ist eine freiwillige Union auf Arbeits- und Erfolgsebene.

Keine Gleichmacherei.
Keine Auflösung von Identitäten.
Sondern koordinierte Schlagkraft.

Denn politische Wirkung entsteht dort, wo Zusammenarbeit sichtbar wird: bei Wahlen, Kampagnen und öffentlicher Wahrnehmung.

_“Nicht organisatorische Größe entscheidet über politischen Einfluss, sondern gemeinsame Schlagkraft“ Ingo Wendelken_

Warum dieser Schritt jetzt entscheidend ist

Die politische Landschaft verändert sich schneller, als viele Organisationen reagieren können. Wähler erwarten Klarheit, Führungsfähigkeit und professionelle Kampagnen. Sie interessieren sich kaum für interne Parteistrukturen, wohl aber dafür, ob eine politische Kraft realistische Chancen hat, Einfluss zu gewinnen.

Zersplitterung sendet das gegenteilige Signal.

Sie vermittelt Unentschlossenheit.
Sie streut Ressourcen.
Und sie kostet Vertrauen.

Wer politische Verantwortung übernehmen will, muss deshalb zunächst zeigen, dass Kooperation möglich ist.

Nicht als Zweckbündnis.
Sondern als strategische Reife.

Konkrete Beispiele: Wo Zersplitterung unmittelbar Wirkung verhindert

1. Wahlkämpfe unterhalb der Wahrnehmungsschwelle

Wenn mehrere kleine Parteien mit ähnlichen Positionen gleichzeitig antreten, passiert ein vorhersehbarer Effekt: Stimmen verteilen sich, aber keine Kraft erreicht kritische Größe.

Das Ergebnis ist politisch paradox: Obwohl in Summe ein relevantes Wählerpotenzial existiert, bleibt es unsichtbar.

Eine abgestimmte Kandidatur könnte dagegen plötzlich Mandate ermöglichen und damit mediale Aufmerksamkeit, parlamentarische Redezeit und strukturelles Wachstum.

Nicht Ideologie entscheidet hier.
Sondern Mathematik.

2. Parallel laufende Kampagnen

Während eine Partei mühsam Reichweite aufbaut, startet wenige Wochen später eine andere eine thematisch ähnliche Kampagne mit eigenem Design, eigener Botschaft, eigener Infrastruktur.

Was fehlt, ist Skalierung.

Statt fünf kleiner Kampagnen könnte eine gemeinsame Kampagne entstehen, die professioneller wirkt, häufiger wahrgenommen wird und mehr Menschen erreicht.

Größe erzeugt Glaubwürdigkeit.
Und Glaubwürdigkeit erzeugt Wählervertrauen.

3. Konkurrenz um dieselben Ehrenamtlichen

Engagierte politische Menschen sind kein unbegrenztes Gut. Wenn mehrere Organisationen um dieselben Aktiven werben, schwächt sich das gesamte Lager.

Kooperation würde dagegen ermöglichen, Kompetenzen gezielt einzusetzen:

* erfahrene Wahlkampfplaner dort, wo Wahlen entschieden werden
* starke Kommunalpolitiker dort, wo lokale Verankerung zählt
* kampagnenfähige Teams dort, wo öffentliche Debatten geprägt werden

Nicht jeder muss alles tun.
Aber jeder sollte dort wirken, wo er den größten Unterschied macht.

Was eine Union konkret bedeutet

Eine Union ist kein symbolischer Schulterschluss. Sie ist ein Arbeitsmodell.

Der Kern lautet:

Eigenständig bleiben: gemeinsam handeln.

Daraus ergeben sich klare operative Schritte.

Die ersten fünf Arbeitsschritte einer realistischen Sammlungsstrategie

1. Fusion ausdrücklich ausschließen

Solange Parteien befürchten müssen, geschluckt zu werden, bleibt echtes Vertrauen unmöglich.

Eine klare Zusage schafft sofort Entspannung:

* keine Auflösung
* keine Übernahme
* keine erzwungene Angleichung

Kooperation braucht Sicherheit – nicht Druck.

2. Einen kleinen, handlungsfähigen Koordinationskreis bilden

Nicht als neue Meta-Struktur, sondern als Arbeitsgremium.

Ideal sind wenige Vertreter mit operativer Erfahrung statt großer Vorstandsdelegationen.

Aufgabe dieses Kreises:

* Wahlstrategien abstimmen
* Konkurrenz vermeiden
* Ressourcen bündeln
* gemeinsame Projekte definieren

Nicht Ideologie steht im Mittelpunkt “ sondern Funktionalität.

3. Einen minimalen gemeinsamen Nenner festlegen

Keine 80 Seiten Programmvergleich.

Fünf bis sieben verbindende Prinzipien reichen völlig aus, etwa:

* individuelle Freiheit
* Rechtsstaatlichkeit
* wirtschaftliche Vernunft
* Verantwortung
* Meinungspluralismus

Breite entsteht nicht durch Detailharmonisierung, sondern durch klare Leitlinien.

4. Wahlabsprachen treffen

Hier entscheidet sich der reale Effekt.

Möglichkeiten sind unter anderem:

* regionale Nichtangriffspakte
* abgestimmte Direktkandidaturen
* gemeinsame Listen
* gegenseitige Unterstützung in Schwerpunktregionen

Für Wähler entsteht so erstmals ein Bild politischer Ernsthaftigkeit.

5. Professionelle Kampagnenfähigkeit aufbauen

Gemeinsam genutzte Infrastruktur kann den Unterschied machen:

* geteilte Datenkompetenz
* koordinierte Pressearbeit
* ein gemeinsamer Kampagnenkalender
* strategisches Fundraising

Kooperation ist dann keine Idee mehr “ sondern gelebte politische Praxis.

Der kulturelle Wandel dahinter

Der vielleicht wichtigste Schritt ist kein organisatorischer, sondern ein mentaler.

Der Fokus verschiebt sich:

weg von Titeln -> hin zu Wirkung.
weg von Besitzständen -> hin zu Verantwortung.

Nicht die Frage „Wer führt?“ entscheidet über Zukunftsfähigkeit.

Sondern die Frage:

Wer ist bereit, größer zu denken als die eigene Struktur?

Politische Bewegungen entstehen genau in diesem Moment.

Warum zuerst Erfolge kommen müssen und erst danach Strukturfragen

Viele Bündnisse scheitern, weil sie mit Organisationsdebatten beginnen.

Erfolgreiche Kooperation folgt der umgekehrten Reihenfolge:

* gemeinsam antreten
* gemeinsam gewinnen
* Vertrauen aufbauen
* Zusammenarbeit vertiefen

Strukturen dürfen Ergebnis sein “ nicht Voraussetzung.

_“Wer politische Veränderungen erreichen will, muss zeigen, dass Zusammenarbeit möglich ist: pragmatisch, respektvoll und zielorientiert.“ Ingo Wendelken_

Eine strategische Chance, keine taktische Notlösung

Eine freiwillige Union wäre mehr als ein Wahlbündnis. Sie könnte zum Signal politischer Erwachsenheit werden.

Zu einem Beweis, dass freiheitliche und konservative Kräfte nicht nur analysieren können “ sondern auch handeln.

Denn am Ende gilt eine einfache Wahrheit:

Nicht wer recht hat, prägt ein Land.
Sondern wer Wirkung entfaltet.

Die Zeit der isolierten Einzelkämpfer könnte damit enden.

Und eine neue Phase beginnen: geprägt von Kooperation, strategischer Vernunft und gemeinsamer Gestaltungskraft.

Nicht fusionieren.
Nicht konkurrieren.
Sondern koordinieren.

Oder noch klarer:

Fusion organisiert Parteien.
Union erzeugt politische Stärke.

Jetzt ist der Moment, diesen Schritt zu gehen.

_“Eigenständig bleiben, gemeinsam gewinnen.“_
_ _

_ _https://x.com/WerteUnionHB/status/2019362298012262831

Bild, Gestaltung, Text:
Ingo Wendelken
WerteUnion Bremen

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Unsere Demokratie

Der Ausdruck klingt harmlos. Vertraut. Fast tröstlich. „Unsere Demokratie“. Wer wollte dagegen sein?

BildWarum du den Begriff „unsere Demokratie“ ab sofort anders sehen wirst

Der Ausdruck klingt harmlos. Vertraut. Fast tröstlich. „Unsere Demokratie“. Wer wollte dagegen sein? Genau darin liegt das Problem.

Denn historisch ist dieser Begriff kein Zufallsprodukt, sondern ein politisches Werkzeug. In der DDR war „unsere Demokratie“ eine zentrale Legitimationsformel. Sie meinte nicht Demokratie als offenes Verfahren mit Konkurrenz, Kritik und Machtwechsel, sondern das Gegenteil: ein festgelegtes System, das sich selbst für alternativlos erklärte. Demokratie war dort kein Prozess, sondern ein Zustand: erreicht, abgeschlossen, definiert. Kritik galt nicht als demokrisches Recht, sondern als Angriff auf das Ganze. Wer widersprach, stellte sich automatisch außerhalb des legitimen Rahmens.

Genau diese Logik steckt im Begriff selbst. Das Wort „unsere“ grenzt ab. Es schafft ein Innen und ein Außen, ein „Wir“ und implizit ein „Ihr“. Es sagt nicht: Demokratie gehört allen, sondern: Diese Demokratie gehört denen, die sie richtig verstehen. Und wer definiert, was „richtig“ ist? Immer die, die gerade Macht ausüben. In dem Moment, in dem Demokratie possessiv wird, hört sie auf, neutral zu sein. Sie wird moralisiert.

Das ist der entscheidende Punkt: Demokratie braucht keine Eigentümer. Sie lebt vom Streit, vom Widerspruch, von der Zumutung, dass auch unbequeme Meinungen legitim sind. Sobald Demokratie sprachlich vereinnahmt wird, wird Kritik nicht mehr als Teil des Systems verstanden, sondern als Gefahr für das System. Genau so funktionierte es bei Erich Honecker und genau deshalb ist der Begriff historisch belastet.

Heute mag der Kontext ein anderer sein. Aber Sprache wirkt fort. Wer von „unserer Demokratie“ spricht, verschiebt unmerklich die Grenze: Weg von einer offenen Ordnung, hin zu einer normativen Deutungshoheit. Plötzlich geht es nicht mehr darum, ob etwas demokratisch ist, sondern wer dazugehört. Und das ist der erste Schritt jeder illiberalen Logik, egal aus welcher politischen Richtung.

Du wirst diesen Begriff ab jetzt anders hören. Nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als Warnsignal. Demokratie braucht keine Besitzanzeige. Sie braucht Regeln, Rechte und den Mut, Widerspruch auszuhalten. Alles andere ist keine Stärke. Es ist Unsicherheit, verpackt in ein freundliches Wort.

Mehr zum Thema:

Günther und unsere Demokratie

„Unsere Demokratie“ war eine Kampfvokabel der DDR

Was uns ein Zitat von DDR-Chef Erich Honecker über die Politiker von heute lehrt

_Text, Gestaltung und Bild: Ingo Wendelken (WerteUnion Bremen)_

Bildnachweis/Symbolische Illustration: Erich Honecker als Metapher für die Begrifflichkeit „Unsere Demokratie“ (KI-generierte Darstellung)

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EU-Mercosur: Notwendiger Deal – falsche Kostenverteilung

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen hat die Europäische Union im Januar 2026 das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay & Paraguay unterzeichnet

Bild_Eine Bewertung zwischen Geopolitik, Industrieinteressen und Landwirtschaft_

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen hat die Europäische Union im Januar 2026 das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay unterzeichnet. Mit rund 700 Millionen Einwohnern und einer gemeinsamen Wirtschaftsleistung von etwa 22 Billionen US-Dollar entsteht damit einer der größten Handelsräume der Welt.

Aus geopolitischer und industriepolitischer Sicht ist dieser Schritt nachvollziehbar. Ja, in Teilen sogar notwendig. Aus ordnungspolitischer und freiheitlicher Perspektive wirft das Abkommen jedoch eine entscheidende Frage auf: Wer trägt die Kosten dieser Strategie und wie fair sind sie verteilt?

1. Die geopolitische Realität: Warum Mercosur für Europa wichtig ist

Europa steht vor einer tiefgreifenden Neuordnung der Weltwirtschaft. Drei Faktoren dominieren:
– Zunehmender Protektionismus der USA, insbesondere durch neue Zollregime und industriepolitische Subventionen
– Wachsende Abhängigkeit von China bei Rohstoffen, Vorprodukten und globalen Lieferketten
– Der strategische Wettbewerb um kritische Rohstoffe, insbesondere Lithium, Kupfer und seltene Metalle

Das Mercosur-Abkommen ist eine Antwort auf diese Lage.

Es sichert europäischen Unternehmen besseren Zugang zu südamerikanischen Märkten, senkt Zölle von teils über 30 % auf Industrieprodukte (z. B. Automobile, Maschinen, Chemie) und verbessert den Zugang zu strategisch relevanten Rohstoffen.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie beziffert das zusätzliche Exportpotenzial europäischer Unternehmen auf rund 39 % gegenüber dem heutigen Niveau. Studien des Ifo Institut gehen davon aus, dass ein Teil der wirtschaftlichen Verluste aus US-Zöllen durch Mercosur kompensiert werden kann.

Geopolitisch gilt daher: Wer Handelsräume nicht aktiv gestaltet, wird von anderen Mächten verdrängt.

2. Industriepolitik: Gewinner sind klar identifizierbar

Industriepolitisch profitieren vor allem:
– Automobilindustrie
– Maschinen- und Anlagenbau
– Chemie- und Pharmabranche
– energie- und rohstoffintensive Zukunftsindustrien

Für diese Sektoren bedeutet Mercosur:
– verbesserte Skaleneffekte
– stabilere Lieferketten
– geringere Markteintrittsbarrieren
– bessere Absicherung gegen geopolitische Schocks

Aus staatspolitischer Sicht ist das rational. Industrie ist das Rückgrat von Wertschöpfung, Steuereinnahmen und technologischer Souveränität.

3. Landwirtschaft: Kein Hauptziel, aber realer Kostenträger

Gerade weil das Abkommen nicht agrarpolitisch, sondern strategisch motiviert ist, muss man ehrlich benennen, wo Belastungen entstehen.

Importmengen und Marktanteile Die zollreduzierte Quote für Rindfleisch aus Mercosur-Staaten liegt bei 99.000 Tonnen jährlich.

Der EU-Rindfleischmarkt umfasst rund 6,8 Millionen Tonnen pro Jahr.
-> Das entspricht ca. 1,4 % des EU-Marktes.

Rein mengenmäßig ist das kein Marktkollaps.
Doch Märkte reagieren nicht nur auf Mengen, sondern auf Erwartungen.

4. Kostenstrukturen: Wo der Wettbewerbsnachteil entsteht

Nach Daten der EU-Kommission, der OECD und nationaler Agrarforschungsinstitute liegen die Produktionskosten in Südamerika:
– bei Rindfleisch 10-25 % unter dem EU-Niveau (stark regionsabhängig)
– bei Geflügel 15-30 %
– bei Zucker unter 20 %

Diese Unterschiede resultieren aus:
– geringeren Umwelt- und Dokumentationsauflagen
– niedrigeren Lohn- und Energiekosten
– größeren Betriebseinheiten
– klimatischen Vorteilen

Nicht aus „illegaler Produktion“, sondern aus systemisch unterschiedlichen Rahmenbedingungen.

5. Erwartungseffekte und Marktpsychologie: Der unterschätzte Faktor

Auch begrenzte Importquoten erzeugen Preiserwartungen:
– Schlachtbetriebe kalkulieren vorsichtiger
– Banken bewerten landwirtschaftliche Investitionen restriktiver
– Pachtpreise geraten unter Druck
– Nachfolgeentscheidungen werden aufgeschoben
– Gerade für kleine und mittlere Familienbetriebe ist das existenziell.

6. Lebensmittelpreise und Marktmacht: Die eigentliche Schieflage

Zwischen 2020 und 2025 stiegen die Lebensmittelpreise in Deutschland um rund 33 %. Gleichzeitig zeigen Studien – u. a. der Heinrich-Böll-Stiftung und des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft:
– Die Erzeugerpreise sind deutlich langsamer gestiegen
– Vier Handelskonzerne (Edeka, Rewe, Aldi, Schwarz-Gruppe) dominieren über 85 % des Marktes
– Landwirte bleiben Preisnehmer, nicht Preisgestalter

Das Problem ist nicht Mercosur allein, sondern eine Wertschöpfungskette, in der Risiken nach unten und Margen nach oben verschoben werden.

7. Freiheits- und ordnungspolitische Bewertung

– Freihandel ist kein Selbstzweck, sondern ein Instrument
– Verlierer dürfen nicht verschwiegen, sondern müssen politisch berücksichtigt werden
– Strukturpolitik gehört in die Binnenpolitik, nicht auf den Rücken einzelner Berufsgruppen

Ein Staat, der strategische Industriepolitik betreibt, muss:
-Ausgleich schaffen
– Planungssicherheit gewährleisten
– faire Wettbewerbsbedingungen herstellen

Alles andere untergräbt Akzeptanz – nicht nur für Mercosur, sondern für offene Märkte insgesamt.

8. Strategie ja! Blindheit nein! Das EU-Mercosur-Abkommen ist geopolitisch nachvollziehbar und industriepolitisch sinnvoll. Es ist jedoch ordnungspolitisch unausgewogen, wenn seine Kosten einseitig bei der Landwirtschaft und im ländlichen Raum anfallen.

Freiheitliche Politik heißt nicht, Konflikte zu leugnen, sondern sie offen zu benennen und fair zu lösen.

Wer offene Märkte will, braucht:
– ehrliche Kosten-Nutzen-Abwägung
– gezielte Entlastung statt Symbolpolitik
– eine Agrar- und Wettbewerbspolitik, die Leistung belohnt statt verdrängt

Nur so bleibt Freihandel gesellschaftlich tragfähig und politisch legitim.

Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen haben die EU und der Mercosur-Block ein historisches Freihandelsabkommen unterzeichnet, das rund 700 Millionen Menschen umfasst und den bereits heute 111 Milliarden Euro schweren Handel erheblich vertiefen soll. https://reuters.com/world/americas/eu-mercosur-sign-trade-deal-after-25-years-negotiations-2026-01-17/

Wirtschaftlich bedeuten die geplanten Schritte einen umfassenden Abbau von Zöllen an fast allen Warengruppen, denn 91 % der Mercosur-Zölle und 92 % der EU-Zölle sollen binnen eines Jahrzehnts fallen. https://en.wikipedia.org/wiki/EU%E2%80%93Mercosur_Association_Agreement

Geostrategisch wird der Deal als ein Signal gewertet, Europas Industrie konkurrenzfähiger in globalen Märkten zu positionieren, indem er Unternehmen Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen und niedrigere Handelsbarrieren bietet. https://atlanticcouncil.org/dispatches/eu-and-mercosur-are-creating-one-of-the-worlds-largest-free-trade-areas/

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WerteUnion nimmt Stellung: Grün lügt! – Özdemir: „Der Bürger merke dies kaum.“

Der grüne Landwirtschaftsminister Cem Özdemir schlägt vor, die Fleischsteuer von 7 auf 10 Prozent zu erhöhen. WerteUnion kritisiert.

BildErneut sorgt der grüne Landwirtschaftsminister Cem Özdemir für Aufsehen. Dieses Mal glänzt er mit dem Vorschlag, die Fleischsteuer von 7 auf 10 Prozent zugunsten des Tierwohls anzuheben. In einem Akt der Beiläufigkeit kommentiert er dies mit der Aussage: „Der Bürger merke dies kaum.“

Der Direktkandidat, für die Partei WerteUnion, im Vogtland, Thomas Strobel, sowie sein Parteikollege Sebastian Schmalfuß, Direktkandidat der WerteUnion in Zwickau, nehmen zu dieser Aussage wie folgt Stellung:

„Seit wann weiß eigentlich der grüne Landwirtschaftsminister, was der Bürger alles so merkt? Immerhin verdient der Bundesminister mit allgemein gewährten Auslagen rund 20.000 Euro monatlich. Wahrscheinlich sind die Grünen in Anbetracht der Energiepreise ohnehin der Meinung, dass die Bürger Steuererhöhungen oder Preiserhöhungen nicht mehr mitbekommen. Offensichtlich ist diese Mentalität bei den Grünen weit verbreitet. Erinnern wir uns an die Aussagen der Grünen hinsichtlich der Energiewende. Damals hieß es vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin, die Energiewende koste einen deutschen Haushalt im Monat nicht mehr als eine Kugel Eis.“

Die WerteUnion-Direktkandidaten sind sich einig: Derartige Aussagen zeigen einmal mehr die Abgehobenheit und Realitätsferne der Grünen. Während die Bürgerinnen und Bürger in Sachsen und ganz Deutschland mit steigenden Lebenshaltungskosten, hohen Energiepreisen und einer wachsenden Inflationsrate kämpfen, scheinen solche Steuererhöhungen für Politiker wie Özdemir keine Rolle zu spielen. Schließlich betrifft es sie selbst nicht.

„Es ist an der Zeit, dass wir uns von derartigen Machenschaften befreien. Wir, die Direktkandidaten, sowie alle Mitglieder und Mitstreiter der WerteUnion, stehen für eine Politik, die den Menschen dient und nicht den ideologischen Vorstellungen einer kleinen Elite. Unser Ziel ist es, die Freiheit und das Wohlstandsniveau unserer Bürger zu erhalten und zu fördern. Steuererhöhungen, die die ohnehin schon belasteten Haushalte weiter strapazieren, sind der falsche Weg. Stattdessen fordern wir eine Politik, die Entlastungen bringt und die Wirtschaft stärkt“, so die Direktkandidaten.

Weiter betonen die Kandidaten: „Wir stehen für eine nachhaltige und vernünftige Politik, die die Bedürfnisse der Bürger im Blick hat. Die Grünen haben mit ihren Versprechen und Vorschlägen immer wieder gezeigt, dass sie fernab der Realität agieren. Es ist an der Zeit, dass die Menschen in Sachsen und ganz Deutschland ihre Stimme für eine Politik der Vernunft und der Bürgernähe abgeben. Wir wollen den Menschen wieder eine Stimme geben und dafür sorgen, dass ihre Interessen in den Parlamenten vertreten werden.“

Wählen wir die Freiheit. Wählen wir die WerteUnion.

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Als Teil der WerteUnion möchten wir Ihnen eine umfassende Plattform bieten, auf der Sie sich über die WerteUnion Sachsen und die bundesweite Themen der Partei informieren und dabei unsere Positionen mit Ihren vergleichen können. Hier finden Sie alles Wichtige über unsere Partei und unsere Ziele.

Wir möchten uns auch für Ihre Unterstützung bedanken! Gemeinsam werden wir dafür sorgen, dass es wieder gut wird.

Pressekontakt:

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